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DFB gewinnt Tauziehen Völler bleibt bis 2006

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das unsägliche Tauziehen mit Bundesligist Bayer Leverkusen um Rudi Völler gewonnen. Auf einer Pressekonferenz am Freitag im Flughafen Frankfurt/Main verkündete DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, dass Völler der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 im eigenen Land als Teamchef erhalten bleibt.

Zuvor hatte Bayer Leverkusen, bei dem der 90-malige Nationalspieler bis zum 30. Juni 2003 noch einen Vertrag als Sportdirektor besessen hatte, seine Galionsfigur frei gegeben. "Der Vertrag mit Bayer wird zum 31. Dezember aufgelöst, ab dann steht Völler ausschließlich dem DFB zur Verfügung", berichtete Mayer-Vorfelder nach dem erfolgreichen Verhandlungsmarathon mit der Bayer-Führung.

"Danke Bayer Leverkusen für das faire Entgegenkommen. Aus Sicht des DFB ist es eine schöne Entscheidung, die hoffentlich der Nationalmannschaft einen positiven Impuls gibt", sagte Mayer-Vorfelder, der bereits nach der erfolgreichen Qualifikation für die M-Endrunde 2002 fest von einer Fortsetzung des Völler-Engagements ausgegangen war. Mit Völler wird auch Bundestrainer Michael Skibbe, der seit Völlers Amtsantritt am 2. Juli vergangenen Jahres bei der Nationalelf mitverantwortlich war, bis 2006 auf der Kommandobrücke bleiben.

Der Bundesliga-Tabellenführer, der bis zuletzt darauf gehofft hatte, dass Völler nach der WM in Japan und Südkorea wieder an seinen Schreibtisch in der BayArena zurückkehrt, hatte letztlich die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens eingesehen. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Völler nach der WM 2002 lieber wieder in Leverkusen gesehen hätte. Es gibt aber auch so kein Krümelchen Ärger zwischen Bayer und Völler", sagte BAyer-Trainer Rainer Calmund.

Quelle: n-tv.de

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