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Leverkusen nach Cottbus-Pleite Vogts greift hart durch

Bundesligist Bayer Leverkusen will nach der jüngsten 1:3-Heimpleite gegen Energie Cottbus hart durchgreifen und sich offenbar von zwei Spielern trennen. Das kündigte Cheftrainer Hans-Hubert Vogts an.

"Ich habe Herrn Calmund mitgeteilt, dass ich zwei Spieler nicht mehr sehen will", erklärte der Ex-Bundestrainer in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Namen wollte Vogts nicht nennen, aber ganz oben auf der Streichliste stehen augenscheinlich Paulo Rink und Robson Ponte, die gegen Cottbus in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden, aber total enttäuschten.

"Da gibt es Spieler, die in unserer Situation im Training noch lachen. Wer hier keine Lust mehr hat, soll gehen", meinte Vogts. Bevor Bayer allerdings handelt, will der deutsche Vizemeister die arbeitsrechtlichen Transfer-Bestimmungen prüfen.

Manager Reiner Calmund unterstrich das rigorose Vorgehen des Vereins. "Wir werden uns von zwei, drei Stars trennen. Es wird Spieler treffen, die die Klappe aufreißen und ihre Forderungen dann auf dem Platz nicht umsetzen können. Und die mit ihrem Auftreten eine Negativ-Ausstrahlung auf die Mannschaft haben", sagte er der Kölner Tageszeitung "Express". Die Spieler, die aussortiert werden, würden schon feststehen, so Calmund. Die Akteure müssten so schnell wie möglich gehen.

Calmund hat nach der indiskutablen Vorstellung von Bayer gegen Cottbus seine geplante Reise in die USA vorerst verschoben. Der Bayer-Manager will mit Brasiliens Nationalcoach Emerson Leao über die künftigen Abstellungs-Modallitäten für den 17,5-Mio.-DM-Einkauf Lucio verhandeln.

Quelle: n-tv.de