Sport

Gerichtsurteil WM-Lose gehen zurück

Die in Leipzig im Müll gefundenen Fußball-WM-Lose müssen an den Weltfußballverband FIFA zurückgegeben werden. Das hat das Landgericht Magdeburg am Mittwoch entschieden. Ein 35 Jahre alter Magdeburger muss 28 Lose an den Verband herausgeben und einwilligen, dass drei weitere Lose an die FIFA zurückgegeben werden, die er einem Gerichtsvollzieher zur Verwahrung überlassen hatte. Die Lose waren am 9. Dezember 2005 in Leipzig bei Probeläufen zur Gruppenauslosung für die WM-Endrunde verwendet worden. Nach der Veranstaltung in der Messhalle hatte ein Mitarbeiter der FIFA die Papierzettel in einen Müllcontainer geworfen.

Ein Dekorateur aus Magdeburg fand sie drei Tage später. Über Dritte gelangte der 35-Jährige in den Besitz der Lose. Die FIFA hatte daraufhin auf die Herausgabe der Lose geklagt. Das Gericht (Aktenzeichen LG MD 9 O 584/06) gab dem Verband mit der Begründung Recht, er habe sein Eigentum an den Losen nicht verloren. Die Lose hätten das allgemein bekannte und geschützte Logo der FIFA-Weltmeisterschaft getragen. Daraus sei ersichtlich, dass der FIFA das Schicksal der Lose nicht gleichgültig war.

Die Versteigerung des WM-Final-Balles durch das FIFA-Exekutiv-Mitglied Mohamed Bin Hammam (Katar) war durch den Weltverband genehmigt. Der Präsident der asiatischen Fußball-Föderation hatte die FIFA schon vor dem Endspiel um eine Erlaubnis gebeten. Der Ball, mit dem Italien gegen Frankreich den vierten WM-Titel gewann, war am Dienstag für 2,4 Millionen Dollar von Thonfolger Scheich Mohamed bin Hamad al-Thani ersteigert worden. Das Geld soll einem wohltätigen Zweck zugute kommen.

Quelle: ntv.de