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Hamburger SV bei Dnjepr Weiterkommen ist Pflicht

Im Rückspiel des Uefa-Cups am Mittwoch muss der Hamburger SV gegen die Gastgeber von Dnjepr Dnjepropetrowsk seinen knappen 2:1-Vorsprung aus der ersten Partie verteidigen, um die zweite Runde zum erreichen, die aus finanziellen Gründen für den Klub fast überlebenswichtig ist.

Dritte Runde fest eingeplant

Runde drei hat HSV-Chef Bernd Hoffmann in den Etatplan fest eingestellt, rechnet mit Einnahmen von drei Millionen Euro. "Ein Ausscheiden vorher können wir uns nicht leisten", erklärte Hoffmann, "wir müssten das Geld sonst anderswo aufbringen." Immer wieder geistert das Thema Notverkäufe deshalb durch den Verein, Thomas Ujfalusi gilt dabei als "potentielle Einnahmequelle". Doch der Tscheche hat in den letzten Wochen immer wieder gepatzt. "Das Thema Verkauf verunsichert mich schon ein bisschen", sagt der 25-Jährige, "meine Fehler müssen jetzt ein Ende haben".

Die Abwehrpatzer in der Anfangsphase ziehen sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Und die Angst spielt mit, dass so etwas vor den rund 25.000 Fans in Dnjepropetrowsk wieder passiert.

Dnjepr - Zu Hause eine Macht

"Es wird heiß zur Sache gehen ", ist sich Jara sicher, "wir müssen auf alle Fälle kühlen Kopf bewahren und sicher stehen". Die Gastgeber sind jedenfalls überzeugt, dass sie alle Chancen haben, vor eigenem Publikum weiterzukommen: "Zu Hause sind wir eine Macht", sagt Sportdirektor Andrej Stezenko, "und wir haben uns mit dem Tor in Hamburg eine gute Ausgangsposition geschaffen".

Trainer Jewgeni Kutscherewski muss allerdings auf seinen Stammtorwart Mikola Medin verzichten, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat und in Leverkusen operiert werden soll. Mannschaftskapitän Dimitro Michailenko trainiert nach seiner Knieverletzung in Hamburg wieder, ist aber wohl noch nicht erste Wahl.

"Die Ukrainer müssen unbedingt ein Tor machen, dass ist unsere Chance, selbst Tore zu schießen", sagt Jara, "Dnjepr kann nicht wie im Hinspiel mit fast allen Mann verteidigen". Sorgen bereitet ihm aber noch der Zustand der Angreifer Sergej Barbarez (Rücken) und Mehdi Mahdavikia (Erschöpfung), die angeschlagen von ihren Länderspielen am Wochenende zurückkamen. Auch Bastian Reinhardt (Sprunggelenk) war nicht völlig fit.

Hollerbach wieder dabei - Einsatz von Rahn fraglich

Auf Routinier Bernd Hollerbach kann Jara hingegen wieder zurückgreifen. Der Franke wird nach seiner langwierigen Achillessehnen-Verletzung erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommen und soll hinten links die Abwehr stabilisieren.

Nationalspieler Christian Rahn hätte dann die notwendige Rückendeckung in der Defensive. Doch ob der 24-Jährige trotz seines starken Auftritts gegen Island überhaupt eingesetzt wird, ist unsicher, er selbst hatte Zweifel. Was Jara überhaupt nicht passte: "Das ist die falsche Einstellung. Er ist deutscher Nationalspieler. Er muss lernen, auch bei uns Verantwortung zu übernehmen."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Dnjepropetrowsk: Kusli - Jeserski, Rusol, Spivak, Radschenko -
Schelajew, Nazarenko, Rotan, Maximjuk - Wenglinski, Kostiaschin

Hamburger SV: Pieckenhagen - Wicky, Hoogma, Ujfalusi, Hollerbach -
Maltritz, Schlicke, Rahn - Jarolim - Barbarez, Takahara

Schiedsrichter: Douglas McDonald (Schottland)

Quelle: ntv.de

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