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Petzschner gewinnt Doppeltitel Williams-Triumph in Wimbledon

Im kürzesten Damen-Endspiel seit 1992 sichert sich Serena Williams ihren vierten Erfolg bei den All England Championships in Wimbledon. Deutschland hat im Doppelfinale der Herren Grund zur Freude, wo Philipp Petzschner mit seinem österreichischen Partner den Pokal holt.

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Unter seinem Partner Jürgen Melzer feiert Philipp Petzschner den Doppel-Titel in Wimbledon.

(Foto: dpa)

Kurz nachdem Serena Williams ihre Siegerpressekonferenz nach ihrem vierten Wimbledontitel beendet hatte, feierte Philipp Petzschner auf dem berühmten Centre Court seinen ersten Triumph. Der Bayreuther hat mit seinem österreichischen Partner Jürgen Melzer den Doppel-Wettbewerb bei den 124. All England Championships gewonnen. Die beiden Freunde setzten sich im Endspiel souverän mit 6:1, 7:5, 7:5 gegen die an 16 gesetzten Robert Lindstedt (Schweden) und Horia Tecau (Rumänien) durch.

Petzschner ist damit der erste männliche deutsche Wimbledon-Champion seit Michael Stich, der 1992 mit John McEnroe das Doppel gewonnen hatte. Der Wiener Melzer ist sogar der erste Wimbledonsieger aus Österreich überhaupt. Für den Triumph in London erhielten sie neben der seit 1884 verliehenen "Gentlemen's Pairs Trophy" aus der Hand des Herzogs von Kent in der Royal Box ein Sieger-Preisgeld von jeweils 120.000 Pfund (145.000 Euro).

"Das ist ohne Zweifel der größte Erfolg meiner Karriere", sagte Petzschner, "es ist so eine große Ehre, Nachfolger eines Spielers wie Michael Stich zu sein. Wimbledonsieger ist Wimbledonsieger - das ist das größte Grand-Slam-Turnier überhaupt."

Williams die Sechstbeste aller Zeiten

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Serena Williams nimmt aus Wimbledon wieder edlen Schmuck für den Kaminsims mit nach Hause.

(Foto: REUTERS)

Für Serena Williams ist die Siegerehrung auf dem Platz dagegen schon Routine. Die 28-Jährige bezwang im Endspiel vor 16.000 Zuschauern die Russin Wera Zwonarewa in einer weitgehend einseitigen Partie mit 6:3, 6:2 und feierte damit ihren insgesamt vierten Wimbledon-Titel. Insgesamt war es bereits der 13. Grand-Slam-Sieg für die US-Amerikanerin, die damit mit Abstand die erfolgreichste unter allen noch aktiven Spielerinnen ist.

Nach 1:07 Stunden verwandelte Williams ihren ersten Matchball, es war das kürzeste Finale seit Steffi Grafs Sieg 1992 in 58 Minuten gegen Monica Seles. Anschließend warf Williams ihren Schläger in die Höhe und hüpfte ausgelassen an der Grundlinie umher.

"Dieser Erfolg ist sehr speziell für mich", sagte Williams und schaute auf die Ehrentribüne, wo Billy Jean King saß und zu hören bekam: "Hey Billy, ich habe dich überholt." Die legendäre Amerikanerin hatte in ihrer Karriere 12 Grand-Slam-Titel gewonnen. Serena steht jetzt allein auf Platz sechs der erfolgreichsten Spielerinnen aller Zeiten.

Quelle: ntv.de, sid

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