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"Oops, I did it a Jen" Zeitungen verspotten Lehmann

Die englische Boulevard-Zeitung "The Sun" kannte kein Erbarmen mit Jens Lehmann. Neben dem Bild des mit hängendem Kopf vom Platz schleichenden Torwarts vom englischen Meister FC Arsenal wurde der Deutsche nach seinen zwei Patzern im Champions-League-Spiel bei Panathinaikos Athen (2:2) in übergroßen Lettern verhöhnt. "Oops, I did it a Jen", titelte das Blatt in Anspielung auf den Hit von Pop-Diva Britney Spears ("Oops, I did it again") und legte Lehmann im übertragenen Sinn die Worte in den Mund: "Ich hab schon wieder einen Jens gebaut."

Die Zeitung machte Lehmann, der sich bei beiden Gegentoren schwere Fehler erlaubte, für den verpassten Sieg der "Gunners" in Griechenland verantwortlich und verglich den 34-Jährigen bereits mit seinem Vorgänger David Seaman. "Der Torwart hat Arsenal den Sieg gekostet. Seine Aussetzer werden langsam so legendär, wie die des früheren Arsenal-Keepers David Seaman", schrieb das Blatt und listete anschließend die Patzer des ehemaligen Dortmunders in der vergangenen Saison der "Königsklasse" auf.

Wenger verteidigt Lehmann

Diese Schlagzeilen dürften Lehmann in seinem Streben nach der Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft zurückwerfen, doch trotz der Blackouts nahm ihn sein Trainer in Schutz. "Wenn ein Torhüter solche Tore bekommt, wird er sowieso von allen Seiten kritisiert. Aber ich will Jens nicht die Schuld geben, denn er hat uns in der Vergangenheit oft gerettet ", erklärte Arsene Wenger.

Das Remis für das Team des Franzosen retteten diesmal jedoch Fredrik Ljungberg und Thierry Henry mit ihren Treffern. Dennoch haben die Engländer, die in der heimischen Liga seit 49 Partien ungeschlagen sind, drei Tage vor dem Topspiel der Premier League beim Erzrivalen Manchester United die Führung in der Gruppe E an den PSV Eindhoven verloren. Der niederländische Vizemeister setzte sich 2:1 beim norwegischen Titelträger Rosenborg Trondheim durch und liegt einen Punkt vor den Londonern.

Quelle: ntv.de