Dienstag, 10. März 2020Der Sport-Tag

23:19 Uhr

Guardiola hat wenig Lust auf viele Geisterspiele

Trainer Pep Guardiola vom englischen Fußballmeister Manchester City hat sich mit Blick auf die Coronavirus-Krise dafür ausgesprochen, Spiele zu verschieben anstatt vor leeren Rängen zu spielen. "Der Grund, warum wir unseren Job machen, sind die Leute", sagte Guardiola am Dienstag. "Wenn die Uefa sagt, wir müssen ohne Zuschauer spielen, machen wir das. Aber wenn das für lange Zeit so gehen soll, hat das keinen Sinn."

Das nachgeholte Premier-League-Spiel zwischen Man City und Arsenal soll am Mittwoch vor Publikum stattfinden. In anderen europäischen Ligen sowie in der Champions League und der Europa League wurden die Zuschauer allerdings schon von einigen Spielen ausgeschlossen. "In Spanien haben sie jetzt angefangen, hinter verschlossenen Türen zu spielen", sagte der Starcoach. "In Italien ist es auch passiert. Ich denke, es wird auch hier dazu kommen." Bis jetzt hatten die britischen Behörden allerdings keine derartigen Pläne geäußert.

22:39 Uhr

Fällt das Finale der Biathlon-Saison aus?

Dem Weltcup-Finale der Biathleten in Oslo droht wegen des Coronavirus die Absage. Der Weltverband habe die Empfehlungen der norwegischen Gesundheitsbehörden, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen abzusagen, zur Kenntnis genommen, teilte die IBU mit.

Man stehe mit allen relevanten Stellen in Kontakt, um sich über "Umstände und Details" dieser Entscheidung zu informieren, vor allem darüber, ob das Weltcup-Finale vom 20. bis 22. März "überhaupt stattfinden" könne, hieß es in der Mitteilung weiter. Beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto waren am vergangenen Wochenende keine Fans zugelassen.

21:59 Uhr

Red Bull kündigt Protest gegen Mercedes zum F1-Saisonstart an

Die Aussage von Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko ist klar: "Für uns entspricht das System nicht den Regeln. Deshalb werden wir protestieren, wenn Mercedes das System in Melbourne einsetzt." Dabei geht es um das DAS-Lenksystem, mit dem das deutsche Team bei den Wintertests für Aufsehen sorgte. Wie formel1.de nun berichtet, plant Red Bull Racing deshalb, Einspruch einzulegen beim Großen Preis von Australien (Sonntag, 6.10 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de). Denn zwar gilt die Neuentwicklung nicht als illegal - die Entscheidung darüber können aber abschließend nur die Rennkommissare des Weltverbandes Fia fällen. Und die haben eben womöglich in Melbourne erstmals die Chance, sich das System anzuschauen.

 

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21:36 Uhr

Doch kein Überraschungssieg beim Raw-Air-Springen

Skispringerin Silje Opseth hat beim Heimspringen in Lillehammer doch nicht für einen Außenseiter-Sieg gesorgt. Die Norwegerin gewann mit Versuchen auf 138,5 und 134 Meter vor ihrer Landsfrau Maren Lundby und Chiara Hölzl (Österreich), wurde dann aber doch noch überholt. Olympiasiegerin Lundby wurde erst eine halbe Stunde nach dem Wettkampf zur Siegerin erklärt. Der Topfavoritin waren versehentlich die Bonuspunkte für eine Anlaufverkürzung verwehrt geblieben, der Computer spuckte daher zunächst ihre Teamkollegin Opseth als Siegerin aus.

Die deutschen Frauen von Bundestrainer Andreas Bauer schafften es nicht auf das Podest. Katharina Althaus belegte Rang sechs, auch Juliane Seyfarth (16.), Svenja Würth (19.) und Luisa Görlich (21.) sammelten Weltcup-Punkte.

Am Rande der Wettkämpfe wurde bekannt, dass die weiteren Raw-Air-Stationen in Trondheim und Vikersund wegen des neuartigen Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen werden. Auch die Skiflug-WM (19. bis 22. März) im slowenischen Planica wird vor leeren Rängen stattfinden. In Lillehammer waren Zuschauer noch erlaubt.

Im vorher ausgetragenen Springen der Männer setzte Stephan Leyhe seinen Aufschwung fort, während Karl Geiger eine Enttäuschung erlebte.

21:03 Uhr

Klopp: "Es gibt Wichtigeres als Fußball"

Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool vertraut bei der Entscheidung über Geisterspiele im Profifußball wegen der Coronavirus-Epidemie auf die Einschätzung von Experten. "Wir werden jede Entscheidung respektieren. Wir haben alle Familien und Freunde und möchten, dass es ihnen gut geht", sagte Klopp vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Atletico Madrid am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).

Das Duell an der Anfield Road, bei dem Liverpool einen 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen muss, wird wie gewohnt vor Zuschauern stattfinden. Auch in der Premier League wurden anders als etwa in der Bundesliga bislang keine Geisterspiele verhängt. "Wir realisieren im Moment, dass es wichtigere Dinge als Fußball gibt. Wir brauchen Zeit, um eine Lösung dafür zu finden. Wie wir diese Zeit gewinnen? Indem wir bestimmte Situation vermeiden", sagte Klopp.

19:53 Uhr

Medienbericht: Polizeieinsatz bei Bayern-Chef Rummenigge

Wie die "Bild" berichtet, war am heutigen Dienstagmorgen die Polizei zu Gast beim FC Bayern. Genauer gesagt bei dessen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Denn der hatte, soweit der Bericht, einen "kurzen Brief mit Beleidigungen" erhalten. Der "Bild" gegenüber habe der Fußball-Rekordmeister einen "Vorfall mit Beleidigung" bestätigt. Ebenso, dass eine wegen einer solchen Beleidigung Anzeige erstattet worden sein soll. Das Boulevard-Blatt vermutet, Ultras des FC Bayern könnten die Absender gewesen sein - woher dieser Verdacht kommt, bleibt allerdings offen.

Hintergrund: Zwischen Ultras und Rummenigge rumort es seit den Protesten in Hoffenheim öffentlich - erst hatte der FCB-Chef gegen die Fans gewütet, die sich daraufhin darüber amüsierten, dass Rummenigge über die Anstellung eines Leibwächters nachdenke. Zudem kritisierten sie, die Proteste gegen Hopp als Symbol der Kommerzialisierung des Fußballs in einen Topf geworden wurfen mit Rassismus und dem rechtsterroristischen Attentat von Hanau.

19:24 Uhr

Wolfsburg-Sportchef verbietet VfL-Profis Länderspiele

Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hält eine Absage der kommenden Länderspiele wegen der Corona-Krise für zwingend notwendig. "Im Moment ist mein Gedankengang: Ich werde unsere Spieler nicht losschicken, ich werde es ihnen verbieten", sagte Schmadtke dem Kicker. Zwischen dem 22. März und dem 3. April steht in der Bundesliga eine Länderspielpause an. Eine Großzahl von Profis müsste sich nach derzeitigem Stand auf die Reise machen - quer durch die Welt. Und wegen der Abstellungspflicht sind den Bundesligaklubs grundsätzlich die Hände gebunden.

"Die Hoheit liegt bei der FIFA", sagte Schmadtke. Der Geschäftsführer will deshalb "in den Dialog treten". Seine Haltung habe er bereits an entsprechender Stelle bei der DFL hinterlegt. Auch die EM sieht Schmadtke gefährdet: "Gefühlt ist es weit weg, andererseits ist es beim jetzigen Sachstand nicht auszuschließen, dass das Turnier nicht stattfinden kann."

18:48 Uhr

PSG droht Ausfall von Star-Stürmer gegen BVB

Paris St. Germain bangt im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) gegen Borussia Dortmund um den Einsatz von Kylian Mbappe. Der französische Weltmeister leidet unter einer Angina und verpasste das Abschlusstraining. "Wir versuchen, ihn spielfähig zu bekommen. Eine Entscheidung fällt erst am Mittwochabend", sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel.

Das Spiel im Prinzenpark findet aufgrund des Coronavirus ohne Zuschauer statt. "Es wird ein bisschen bizarr ohne unsere Fans", sagte der ehemalige BVB-Coach Tuchel. Paris muss ein 1:2 aus dem Hinspiel aufholen.

17:58 Uhr

FC Bayern muss gegen Chelsea ohne Zuschauer spielen

... und das nächste Geisterspiel: Der FC Bayern teilt mit, dass das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale vor leeren Rängen ausgetragen wird. Die Partie gegen den FC Chelsea am 18. März (21 Uhr/Liveticker bei ntv.de) findet wegen der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Damit leisten die Münchner einem Beschluss der bayrischen Landesregierung Folge, die Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern untersagt hatte. Somit muss das Team von Trainer Hansi Flick den 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel ohne Anfeuerung von den Tribünen verteidigen.

17:48 Uhr

Gegner schwer verletzt: DFB sperrt Duisburg-Profi für fünf Spiele

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(Foto: imago images/MaBoSport)

Stürmer Ahmet Engin vom Drittligisten MSV Duisburg ist nach seinem brutalen Foul an dem Magdeburger Dominik Engel vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für fünf Spiele gesperrt worden. Der 23-Jährige hatte in der 60. Minute Ernst so schwer gefoult, dass er einen Bruch des Sprunggelenks erlitt. Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte ihm die Rote Karte.

17:21 Uhr

Bonns Basketballer müssen ihre Fans ausschließen

Vor allem für weit angereiste Fans dürfte diese Nachricht wehtun: Wenige Stunden vor dem Beginn des Basketball-Champions-League-Spiels gegen AEK Athen haben die Telekom Baskets Bonn notgedrungen die Zuschauer ausgesperrt. Wegen des neuartigen Coronavirus findet das Europapokalspiel am Abend (20.00 Uhr) vor leeren Rängen statt. Das teilten die Baskets nach dem Erlass der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit, keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern mehr durchführen zu lassen. Das erste Spiel hatten die Baskets 85:92 verloren.

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16:52 Uhr

Uefa reagiert auf Spekulation zu EM-Verschiebung

Die Uefa hat Spekulationen um eine Verschiebung der Fußball-EM ins Jahr 2021 wegen der Coronavirus-Krise zurückgewiesen. "Die Euro 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die Uefa steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft", hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von Seiten des Fußball-Kontinentalverbandes. Zuletzt hatten mehrere europäische Medien berichtet, dass das in zwölf Ländern geplante Turnier wegen der Ausbreitung der Epidemie möglicherweise nicht wie geplant stattfinden kann.

16:15 Uhr

Eberl erwartet Millionenschaden - und hat trotzdem Verständnis

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Gladbachs Sportchef Max Eberl: "Es gibt wichtigeres als Fußball!"

(Foto: picture alliance/dpa)

Borussia Mönchengladbach hat wegen des Coronavirus vor weitreichenden finanziellen Konsequenzen für die Klubs gewarnt. Laut Geschäftsführer Stephan Schippers sind die Vereine und die Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht gegen die fehlende Einnahmen aufgrund von angeordneten Geisterspielen versichert. "Bei uns wird ein Spiel ungefähr zwei Millionen Euro ausmachen. Ob das jetzt ein, zwei oder drei Spiele betrifft, das kann man nicht kalkulieren. Das Geld ist nicht da", sagte Schippers am Dienstag. Auch BVB-Sportchef Michael Zorc bezifferte den Einnahmeausfall der "Geisterspiele" auf mindestens drei Millionen Euro. "Borussia Mönchengladbach wird es weiter geben", sagte Gladbachs Sportchef Max Eberl. "Ich weiß nicht, was das für Auswirkungen für kleinere Vereine in der 2. und 3. Liga hat." Trotzdem betonte Eberl sein Verständnis für die Entscheidung. "Die Gesellschaft steht über den Sport. Natürlich haben wir jetzt einen Nachteil davon. Aber es gibt wichtigeres als Fußball."

15:53 Uhr

Österreichische Bundesliga stoppt Spielbetrieb vorerst

Auch Österreich hat auf die Coronavirus-Epidemie reagiert und alle Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Zuschauern bis vorerst Anfang April ausgesetzt. Betroffen sind auch Hallen-Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern. Dies hatte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober in Wien verkündet.

Die österreichische Bundesliga teilte daraufhin mit, dass die Spiele der 1. und 2. Liga "vorerst ausgesetzt" würden. Das betrifft jeweils konkret die kommenden beiden Spieltage. Das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League zwischen dem Linzer ASK und Manchester United am Donnerstag wird ohne Publikum ausgetragen. Die österreichische Bundesliga hat allerdings Bedenken, Geisterspiele umzusetzen. Dies werde man erst in Betracht ziehen, "wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt", sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Ebenbauer. Man wolle Spiele mit Zuschauern, "sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus Stimmungsgründen und vor allem im Sinne der sportlichen Fairness". Am Mittwoch gibt es ein Treffen des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), der zuständigen Behörden und des Krisenstabes.

15:28 Uhr

Lucien Favre erwartet gegen PSG ein "komisches, spezielles" Spiel

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Trotz allem geht für Lucien Favre die Gesundheit vor.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Trainer Lucien Favre von Borussia Dortmund geht mit großem Bedauern in das Champions-League-Geisterspiel bei Paris St. Germain. "Die Gesundheit ist wichtiger als alles", betonte Favre. "Aber es wird sehr speziell. Wir müssen uns auch mental vorbereiten. Das wird ganz anders. Ich hatte mal mit Servette Genf ein Spiel gegen Sion ohne Zuschauer. Das ist sehr komisch", sagte der Schweizer: "Am Sonntag war Juventus Turin gegen Inter Mailand (Anm. d. Red.: ebenfalls ein "Geisterspiel") im Fernsehen. Ich konnte nur zwei Minuten schauen. Keine Lust."
Am 19. April 2001 hatte Favre mit Servette beim FC Sion ein 1:1 erreicht. Dieses Ergebnis würde reichen, wenn der BVB im verwaisten Prinzenpark um den Einzug ins Viertelfinale kämpft. Die Pariser Polizeipräfektur hat angeordnet, dass die Stadiontore für das Achtelfinalrückspiel aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus geschlossen bleiben.

14:56 Uhr

Union-Präsident trotzt Corona und pocht auf Schadensersatz

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Rechnet fest mit vollem Haus gegen Bayern: Unions Präsident Dirk Zingler.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dirk Zingler, der Präsident des 1. FC Union Berlin, rechnet für die Partie in der Fußball-Bundesliga gegen Meister Bayern München mit einem ausverkauften Stadion An der Alten Försterei. "Am Ende entscheidet nicht der Bund, sondern das Gesundheitsamt in den Landkreisen und Bezirken. Wenn wir alle sachlichen Gründe untersuchen, und das haben wir gemacht nach Checkliste des Robert-Koch-Institut, gehe ich davon aus, dass kein Grund dafür besteht, das Spiel ohne Zuschauer stattfinden zu lassen", sagte Zingler der "Berliner Morgenpost" am Dienstagvormittag. Der Aufsteiger empfängt den Titelverteidiger am Samstag.
Deshalb forderte der Union-Präsident eine sachliche Vorort-Analyse anstatt pauschale Absagen bei Veranstaltungen mit über 1000 Zuschauern. "Dann sollten wir anfangen, bitte den öffentlichen Personen-Nahverkehr in Berlin einzustellen". Als Veranstalter mit 180 Mitarbeitern sieht Zingler bei einem Zuschauerausschluss die Unternehmensgrundlage entzogen und würde dann auf Schadensersatz pochen, "wenn aus präventiven Maßnahmen eine Behörde eine Anordnung" erlasse. "Herr Spahn hat ja auch nicht empfohlen, dass BMW in Berlin die Produktion einstellt. Deshalb kann er auch nicht empfehlen, dass wir unseren Betrieb einstellen."

Update 15:17 Uhr: Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick soll die Partie tatsächlich wie geplant vor vollen Tribünen stattfinden können. So zumindest der Stand am Dienstagnachmittag. Das Spiel steigt ja erst am Samstagabend um 18.30 Uhr ...

14:24 Uhr

Corona: DEL stellt womöglich noch heute den Spielbetrieb ein

Trevor Parkes von Red Bull München jubelt nach seinem 2:2 Treffer. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Trevor Parkes und seine Münchner könnten schon Meister sein.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Die Deutsche Eishockey Liga steht kurz vor einer Entscheidung über das weitere Vorgehen als Folge des Coronavirus. "Wir bewerten die Situation heute gemeinsam mit den Klubs", sagte ein Sprecher der Liga. Als ein mögliches Szenario ist nicht auszuschließen, dass die Saison um die deutsche Meisterschaft vorzeitig abgebrochen und Hauptrundensieger EHC Red Bull München zum Meister erklärt wird. "Wenn wir nicht spielen dürfen, dürfen wir nicht spielen", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke in der "Eishockey News": "Einen Meister werden wir schon küren." Die DEL werde sich "allen Anordnungen der Behörden fügen." Am Mittwoch soll eigentlich die erste Playoff-Runde beginnen, in der die zwei noch fehlenden Viertelfinalisten ermittelt werden. Der ERC Ingolstadt trifft auf die Augsburger Panther. Im zweiten Duell in der Best-of-Three-Serie spielen die Nürnberg Ice Tigers gegen die Grizzlys Wolfsburg.

14:02 Uhr

Trainer-Hammer beim KFC Uerdingen

Stefan Krämer, hier noch im Dienste von KFC Uerdingen 05, gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Stefan Krämer ist zurück beim KFC Uerdingen.

(Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Der KFC Uerdingen hat mit einer ungewöhnlichen Personalentscheidung überrascht und Trainer Stefan Krämer für den angepeilten Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga verpflichtet. Knapp 14 Monate nach der Beurlaubung Krämers im Januar 2019 ist der 52-Jährige wieder als Chefcoach eingestellt worden. Dem bisherigen Coach Daniel Steuernagel, der seit sechs Monaten für den KFC arbeitet, wurde angeboten, weiterhin eine Rolle im Trainerstab zu übernehmen. Assistent Stefan Reisinger soll ebenfalls bleiben. Krämer hatte die Uerdinger in seiner ersten Amtszeit bei dem Verein von der Regionalliga West in die 3. Liga geführt. "Mit Stefan Krämer haben wir den größten Erfolg unserer jüngeren Vereinsgeschichte eingefahren. Wir glauben daran, dass wir den Klub in dieser Konstellation sportlich weiter voranbringen werden", erklärte Klubchef Michail Ponomarew. Vor einem Jahr hatte der russische Unternehmer "unterschiedliche Vorstellungen und Sichtweisen" als Grund für die Trennung von dem Coach genannt.

13:36 Uhr

Bizarre Szenen: Neapels Fußballstars machen nächtliche Hamsterkäufe

*Datenschutz

Nachdem die Regierung ganz Italien zur Sperrzone erklärt und die Reisefreiheit gestoppt hat, haben Profis des SSC Neapel nachts offene Supermärkte in der Gegend aufgesucht, um sich durch Hamsterkäufe mit Lebensmitteln für die Quarantäne einzudecken. Neapel-Fans fotografierten Kicker wie Stammtorhüter David Ospina, Mittelstürmer Fernando Llorente und der Außenstürmer Jose Maria Callejon in der Warteschlange mit dem Einkaufwagen vor dem Supermarkt-Eingang. Verunsicherte Italiener haben in der Nacht die offene Supermärkte gestürmt. Daraufhin kündigte die Regierung an, dass es keine Engpässe bei der Lieferung von Lebensmitteln und anderen Waren gebe. Alle Sportveranstaltungen, darunter die Serie A, wurden aufgrund der Coronavirus-Epidemie bis zum 3. April ausgesetzt.

12:58 Uhr

Nach EL-Spielabsage: Darf Frankfurt zweimal im eigenen Stadion ran?

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Beide Europa-League-Spiele zwischen Frankfurt und Basel könnten in der Frankfurter Commerzbank-Arena stattfinden.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Nach der Absage des Europa-League-Rückspiels zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt in Basel könnten die beiden Vereine nun auch zweimal in Frankfurt gegeneinander spielen. Dies nannte Eintracht-Sprecher Jan-Martin Strasheim am Dienstag ausdrücklich als Option. "Nach der Spielabsage in Basel werden verschiedene Optionen, mit dem Ziel einer schnellen und für alle Parteien sinnvollen Entscheidung, geprüft. Auch Frankfurt kommt dabei als Austragungsort in Betracht", sagte Strasheim. Wegen des neuartigen Coronavirus hatte die Kantonspolizei Basel-Stadt am Montag eine Austragung am 19. März in Basel verboten. Für das Hinspiel an diesem Donnerstag in der Frankfurter Arena rechnet die Eintracht derzeit nicht mit Einschränkungen. "Gegenwärtig gibt es seitens des Gesundheitsamts keinen Grund, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen", hatte Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Montag mitgeteilt.

12:21 Uhr

Neven Subotic: Mit der S-Bahn zum Training und Brunnen in Äthiopien

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Ist aus der "Fußballer-Scheinwelt" ausgebrochen: Neven Subotic.

(Foto: imago images/HJS)

Neven Subotic vom 1. FC Union Berlin hat sein Leben mittlerweile komplett umgestellt. "Was machst du, wenn du als Spieler deine erste Million verdienst? Du kaufst ein Haus, Autos, und du kaufst deiner Mutter was. So habe ich es gemacht. Ich habe nichts hinterfragt", sagte der 31-Jährige dem "ZEITmagazin MANN". Je älter er wurde, desto mehr habe er gemerkt, dass ihn diese verschwenderische Lebensweise nicht glücklich macht. Laut Subotic sei es jedoch schwierig, aus der Fußballer-Scheinwelt auszubrechen. "Rund um jeden Fußballer bildet sich ein Kreis von Ja-Sagern: Du bist spitze, lass uns feiern gehen", sagte Subotic und ergänzte: "Und wenn du dann sagst: Nein, das mache ich nicht wird einem ein schlechtes Gewissen eingeredet." Subotic besitzt mittlerweile kein Auto mehr und fährt mit der S-Bahn zum Training der Eisernen nach Berlin-Köpenick. 2012 gründete er eine Stiftung, die Trinkwasserbrunnen in Äthiopien baut. Damals habe er sich gedacht: "Wenn ich morgen sterbe, soll das nicht alles sein, was ich aus meinem Leben gemacht habe. Die Zeit ist zu schade."

11:56 Uhr

BVB will Sancho unbedingt halten - lässt aber mit sich diskutieren

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Ist trotz seiner erst 19 Jahre beim BVB unverzichtbar: Jadon Sancho.

(Foto: imago images/Sven Simon)

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will Jadon Sancho unbedingt langfristig an seinen Verein binden. "Wir werden unser Bestes tun, um ihn so lange wie möglich zu halten", erklärte er gegenüber "RMC Sport". Allerdings weiß Watzke auch, dass zahlreiche Spitzenklubs aus Europa hinter dem Offensiv-Star her sind: "Wenn er eines Tages zu uns kommt und uns sagt, dass er den Klub verlassen will, dann werden wir darüber diskutieren." Dies sei jedoch nicht "die erste Option" für Borussia Dortmund. Sanchos Vertrag läuft beim Revierklub noch bis Sommer 2022.

Alle Gerüchte um Jadon Sancho finden Sie übrigens hier!

11:24 Uhr

Zuschauer müssen draußen bleiben: 1. FC Köln stoppt Ticketverkauf

*Datenschutz

Im Zuge der anhaltenden Diskussion um mögliche "Geisterspiele" aufgrund des Coronavirus hat der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln den Ticketverkauf für alle kommenden Heimspiele gestoppt. Der für Dienstag geplante Mitgliedervorverkauf für die Partie gegen RB Leipzig am 11. April wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das teilte der FC mit.

Im besonders von der Epidemie betroffenen Bundesland Nordrhein-Westfalen werden Spiele ohne Zuschauer sehr wahrscheinlich, nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dazu "ermuntert" hatte, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen.

10:45 Uhr

Oliver Kahn fordert Konsequenz gegen Rassismus

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"Für mich war das auch nicht immer lustig, jahrelang ins Tor zu gehen und erstmal den ganzen Gemischtwarenladen an Früchten und was da sonst so im Fünfmeterraum lag, wegzuräumen", sagt Oliver Kahn.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Bayern Münchens Vorstandsmitglied Oliver Kahn fordert rigide Maßnahmen bei rassistischen Beleidigungen im Stadion. Man müsse "konsequent gegen Leute vorgehen, die diese großartige Atmosphäre und Stimmung stören", sagte der 50-Jährige im Podcast "kicker meets DAZN".
"Irgendwann wird das schwer zu ertragen. Deswegen kann ich mich auch sehr gut hineinversetzen, was es bedeutet, rassistisch angegangen zu werden. Wie man sich da fühlt. Was für eine Art der Ausgrenzung und Erniedrigung das für einen Menschen bedeutet", führte Kahn aus. Allerdings merkte der frühere Weltklassetorhüter an: "Die Fans und die Stimmung im Stadion sind ein absoluter Wert und etwas Großartiges. Das differenziert uns von vielen anderen Sportarten und gilt es zu bewahren. Wir wollen keine sterile Atmosphäre in den Stadien." Kahn, der selbst immer wieder aus gegnerischen Fankurven mit Affenlauten verunglimpft und oft mit Bananen beworfen wurde, erinnerte sich an seine aktive Zeit zurück: "Für mich war das auch nicht immer lustig, jahrelang ins Tor zu gehen und erstmal den ganzen Gemischtwarenladen an Früchten und was da sonst so im Fünfmeterraum lag, wegzuräumen."

10:08 Uhr

Schumacher: Der deutsche Motorsport stirbt langsam aus

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Ralf Schumacher blickt sehr kritisch auf die Zukunft des Motorsports in Deutschland.

(Foto: imago/Christian Schroedter)

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat sich besorgt um die Zukunft des deutschen Motorsports gezeigt. Vor allem die Talenteförderung sei ein Problem. "Leider haben wir in Deutschland ein Problem, weil der Kartsport hier praktisch nicht mehr existent ist - gerade im Vergleich zu England oder Italien. Und  das merkt man natürlich. Der deutsche Motorsport stirbt langsam aus, wenn sich da nicht bald etwas tut", sagte er im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" und der "tz". Die Ursachen sieht er vor allem in der nachlassenden Bedeutung des Autos. "Bei vielen Eltern, Kindern und auch in Teilen der Öffentlichkeit liegt Autofahren nicht mehr im Trend. Und das trifft dann natürlich auch den Motorsport."

09:19 Uhr

Hamilton spendet 500.000 Dollar nach Buschbränden in Australien

Die Folgen der verheerenden Buschbrände in Australien haben den sechsmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mitgenommen. Vor dem Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Melbourne besuchte der bekennende Umweltschützer Hamilton den besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales und spendete 500.000 Dollar für den Tierschutz sowie zur Beseitigung der Brandschäden. "Wenn man darüber liest oder es im Fernsehen sieht, schaut es schlimm aus. Aber wenn man selbst vor Ort ist und sieht, wie zerstört das Land ist, ist es noch herzzerreißender", sagte der 35-Jährige in einem Video. "Bei mehr als 1,5 Milliarden verendeten Tieren war es mir wichtig, jene zu unterstützen, die sich um die Tiere kümmern und sie retten", sagte er weiter.

08:18 Uhr

Draisaitl bleibt ohne Torschuss (!), Kahun verwandelt Penalty

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Dominik Kahun erzielte im Penaltyschießen den entscheidenden Treffer.

(Foto: AP)

Leon Draisaitl ist zum zweiten Mal in Folge ohne Torbeteiligung geblieben. Im Topspiel der Pacific Division unterlagen seine Edmonton Oliers den Vegas Golden Knights 2:3 nach Verlängerung. Draisaitl blieb dabei ohne Torschuss. Die Scorerliste führt er mit 110 Punkten aber weiter souverän an. Erfreulicher lief es dagegen für Dominik Kahun. Der 24-Jährige gewann mit den Buffalo Sabres 3:2 gegen die Washington Capitals um Starstürmer Alexander Owetschkin und erzielte dabei im Penaltyschießen den entscheidenden Treffer.

07:52 Uhr

Schlechte Nachrichten für den BVB? Bellingham besucht Man United

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Wohin führt sein Weg? Doch nicht nach Dortmund?

(Foto: imago images/PA Images)

Oh weh, BVB: Der eigentlich doch schon sicher geglaubte Transfer von Jude Bellingham könnte auf der Zielgeraden doch noch scheitern. Am Montag tauchten Bilder im Netz auf, die den Youngster gemeinsam mit seinen Eltern auf dem Trainingsgelände von Manchester United zeigten. Die Red Devils gelten als Hauptkonkurrent der Dortmunder, deren Pole Position plötzlich gefährdet scheint. Uniteds Vize-Chef Ed Woodward verließ kurz nach dem begehrten Teenager den Parkplatz. Zuvor soll er Bellingham höchstpersönlich über das pompöse Gelände geführt haben.

Alle News zum möglichen Bellingham-Transfer finden Sie hier!

07:18 Uhr

Kabine bleibt zu: US-Ligen reagieren auf Corona-Ausbreitung

Die vier der fünf großen Sportligen in den USA haben auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert und den Zugang zu den Umkleidekabinen massiv eingeschränkt. Das teilten NBA, NHL, MLB und MLS in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die NFL-Saison ist seit Anfang Februar beendet. Nur noch Spieler und elementar wichtige Betreuer haben von Dienstag an bis auf Weiteres Zugang zu den Räumlichkeiten der Profiligen im Basketball, Eishockey, Baseball und Fußball - Journalisten beispielsweise dürfen nicht mehr rein. In den USA ist es üblich, dass die Medien nach Spielen, teilweise sogar davor, für Interviews mit Spielern in die Umkleidekabinen können. Die Regel gilt auch für die Klubhäuser der Teams.

06:54 Uhr

Ronaldinhos Pass-Skandal wird zur Staatsaffäre

Wegen der rigorosen Inhaftierung von Brasiliens Ex-Weltfußballer Ronaldinho nach seiner Einreise in Paraguay mit gefälschten Ausweisen haben sich nun gar höchste Regierungskreise beider Länder in den Fall eingemischt. Im Gespräch mit dem TV-Sender NPY forderte Paraguays Staatspräsident Mario Abdo Benitez von seinem Innenminister Euclides Acevedo eine lückenlose Aufklärung "ohne Rücksicht auf Verluste". Zuvor hatte Brasiliens Justizminister Sergio Moro sich bei Acevedo höchstpersönlich über den Stand der Ermittlungen telefonisch erkundigt. Ronaldinho und sein Bruder waren am vergangenen Mittwoch mit gefälschten Papieren, die ihnen die paraguayische Staatsbürgerschaft bescheinigten, in Asuncion eingereist. Die Dokumente wurden aber erst Stunden später im Hotel von der Polizei einkassiert.

Unseren ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie hier!

06:34 Uhr

Corona-Krise: Formel 1 will Quarantänestellen einrichten

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus will die Formel 1 auch Quarantänestellen einrichten. Diese würden von den Veranstaltern der jeweiligen Rennen für Verdachtsfälle geschaffen. Zu dem vorgestellten Maßnahmenkatalog gehören auch Expertenteams, die an Flughäfen, Transitzonen und Rennstrecken eingesetzt werden. Sie sollen unter anderem bei der Diagnose von Verdachtsfällen mithelfen. Die Formel 1 veranstaltet am 15. März in Melbourne ihren Auftakt-Grand-Prix. Das Wochenende soll trotz der Krise durch das Coronavirus wie geplant mit Zuschauern stattfinden. Der für den 19. April geplante Grand Prix von China wurde schon verschoben.

05:56 Uhr

Bundesliga-"Geisterspiele" im Free-TV? Das sagt Sky

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Das "Geisterspiel"-Szenario wird wegen der Corono-Krise immer wahrscheinlicher.

(Foto: imago/Zink)

Die Übertragung von Spielen der Fußball-Bundesliga aufgrund der Coronavirus-Epidemie im Free-TV ist für den Pay-TV-Sender Sky im Augenblick nicht denkbar. "Das geben die Verträge in dieser Form nicht her", sagte ein Sprecher auf  Anfrage der "Rheinischen Post". In der Premier League wurde über ein ähnliches Modell im Fall von Geisterspielen spekuliert. Sollte es zu Spielen ohne Fans kommen, werde man den Austausch mit der Deutschen Fußball Liga suchen. Ohne die Zustimmung der DFL sei es auf keinen Fall möglich: "Wenn eine Entscheidung getroffen wurde, kann es natürlich sein, dass man in den Austausch miteinander kommt." In den Verträgen sei nur festgehalten, dass der Bezahlsender für Promotion-Zwecke zwei Partien pro Saison unverschlüsselt ausstrahlen oder die Rechte an einen Partner wie zum Beispiel ARD und ZDF weitergeben darf.