Dienstag, 17. November 2020Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer
23:38 Uhr

"Wie passt eine WM in die weltweite Infektionslage?"

Nach seinen Teamkollegen Domagoj Duvnjak und Patrick Wiencek hat sich auch Steffen Weinhold von Handball-Rekordmeister THW Kiel kritisch über die Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten geäußert. "Aus gesundheitlicher Sicht kann man schon die Frage stellen, ob so ein Turnier mit den momentanen Vorgaben der Regierungen und der weltweiten Infektionslage zusammenpasst", sagte der 34-jährige Rückraumspieler den "Kieler Nachrichten". Weinhold betonte zudem die Wichtigkeit der nationalen Liga: "Natürlich ist die öffentliche Aufmerksamkeit, die die Nationalmannschaft und der Handball bei einer WM bekommen, extrem wichtig. Aber aus meiner persönlichen Sicht ist es auch extrem wichtig, die Bundesliga durchzubringen."

Der Linkshänder, der die Länderspiele gegen Bosnien-Herzegowina und Estland wegen eine Gehirnerschütterung verpasst hatte, hat sich nach eigener Aussage noch nicht entschieden, ob er im Falle einer Nominierung durch Bundestrainer Alfred Gislason an den Nil reisen würde.

22:57 Uhr

Nächster Coup: Die Bayern schlagen auch Anadolu

Bayern München hat sich auch von einem sehr starken Tibor Pleiß nicht stoppen lassen und in der EuroLeague das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Die Münchner gewannen beim türkischen Topklub Anadolu Efes Istanbul um den früheren Nationalspieler Pleiß nach einer starken Schlussphase mit 74:71 (42:37) und feierten bereits den siebten Sieg im neunten Spiel. Damit hält das Team von Trainer Andrea Trinchieri klar Kurs auf die erstmalige Play-off-Teilnahme eines deutschen Teams. Die Bayern starteten gut in die Partie und gingen dank eines starken zweiten Viertels mit einer Fünf-Punkte-Führung in die Halbzeit. Im dritten Viertel drehten die Türken, die 2019 im Finale gestanden hatten, die Partie mit einem Zwischenspurt zu ihren Gunsten. Im letzten Abschnitt zeigten die Münchner aber Comeback-Qualitäten und holten den Sieg. Pleiß war mit 19 Punkten bester Werfer der Türken, bei den Bayern steuerte Wade Baldwin (15 Punkte) die meisten Zähler bei. 

22:24 Uhr

Thiem gewinnt spektakulären Tennis-Krimi gegen Nadal

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Krimi-Champion.

(Foto: dpa)

US-Open-Champion Dominic Thiem hat bei den ATP Finals in London seinen zweiten Sieg gefeiert.

  • Der 27 Jahre alte Tennisprofi aus Österreich gewann ein hochklassiges Match gegen den Spanier Rafael Nadal mit 7:6 (9:7), 7:6 (7:4) und hat damit beste Aussichten auf den Einzug ins Halbfinale.
  • Thiem nutzte gegen den French-Open-Sieger nach 2:25 Stunden seinen vierten Matchball.
  • Zum Auftakt hatte Thiem gegen Titelverteidiger Stefanos Tsitsipas aus Griechenland in drei Sätzen gewonnen, Nadal hatte den Russen Andrej Rubljow in zwei Sätzen besiegt.
22:13 Uhr

"Bolsonaro raus": Verurteilung von Sportlerin aufgehoben

Der Oberste Sportgerichtshof STJD für Volleyball in Brasilien hat die wegen eines "Bolsonaro-Raus!"-Rufs verurteilte brasilianische Beachvolleyball-Spielerin Carol Solberg in zweiter und letzter Instanz freigesprochen. Mit fünf zu vier Stimmen revidierte das Plenum seine Entscheidung aus dem Oktober, wie brasilianische Medien berichteten. Damals war Solberg zu einer Strafe von 1000 Reais (ca. 150 Euro) verurteilt worden; die Geldstrafe wurde in eine Verwarnung umgewandelt. Solberg war angeklagt worden, weil sie während eines im Fernsehen übertragenen Interviews nach der ersten Etappe des brasilianischen Beachvolleyball-Circuits in Saquarema im Bundesstaat Rio de Janeiro im September "Bolsonaro, raus!" gerufen hatte - ein typischer Ruf für die Gegner des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Die 33-Jährige legte Berufung ein, weil sie der Ansicht war, kein Gesetz "verletzt oder missachtet" zu haben. Zudem wollte sie die Meinungsfreiheit der Sportler verteidigen.

21:33 Uhr

Eine Halbzeit als Demütigung: Spanien führt DFB-Elf vor

Gruppensieg in der Nations League? Nicht für Deutschland. Zumindest nicht nach diesen ersten 45 Minuten. Beim Finale um den Gruppensieg wird die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw von den Spaniern in Sevilla gnadenlos vorgeführt, 3:0 steht es zur Pause. Und damit sind die Deutschen noch gut bedient. Zwei Top-Paraden von Rekordmann Manuel Neuer verhindern einen noch viel deutlicheren Rückstand. Zudem wird Spanien früh in der Partie noch ein Elfmeter verweigert. Defensiv unsortiert und fehlerhaft, offensiv ohne Idee, ohne Mut, ohne Dynamik. Ob's für Deutschland noch besser wird?

20:52 Uhr

Backup für Kimmich: FC Bayern wirbt wieder um Gladbach-Star

Auch dank Denis Zakaria qualifizierte sich Borussia Mönchengladbach für die Champions League. Seine Entwicklung ist den Spitzenklubs um den FC Bayern nicht verborgen geblieben. Nun könnte der Poker um den Mittelfeldspieler beginnen. Wie "Sky" berichtet, tendiert Zakaria nämlich zu einem Wechsel. Zuletzt wurde der 23-Jährige mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Nach Informationen der "Sport Bild" galt Zakaria im Sommer als Kandidat für die Thiago-Nachfolge. Schließlich verpflichteten die Münchner allerdings Marc Roca von Espanyol Barcelona. Nach der Verletzung von Joshua Kimmich soll das Interesse an dem Mittelfeldspieler der Fohlen noch stärker sein, so "Sky". Zakaria wurde schon im Frühjahr mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Damals stand eine Ablöse von 50 Millionen Euro im Raum.

20:24 Uhr

Nach Ansage: Bierhoff ist von "Jogi voll überzeugt"

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat Bundestrainer Joachim Löw seine Rückendeckung zugesichert. "Ich bin von Jogi voll überzeugt und sehe, wie er diese junge Mannschaft wieder auf einen neuen Weg bringt", sagte Bierhoff, der zuletzt "dunkle Wolken" über dem Team beklagt hatte, der ARD vor dem Nations-League-Spiel gegen Spanien (20.45 Uhr im Liveticker bei ntv.de). Die Kritik sei "nicht immer sachlich begründet gewesen", sagte Bierhoff. "Es war eher eine Stimmungslage. Wir haben uns teilweise viel erarbeitet, aber das Ergebnis nicht nach Hause gefahren, wie beispielsweise im ersten Spiel gegen Spanien." Die DFB-Elf hatte im September in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert. "Da ist natürlich ein Trainer, der Bundestrainer im Besonderen, schnell in der Kritik", betonte Bierhoff. Über Löws Zukunft hatte er zuletzt nicht spekulieren wollen. "Den Weg, den der Bundestrainer eingeschlagen hat, gehe ich bis einschließlich der EM mit", hatte Bierhoff der FAZ gesagt.

19:52 Uhr

Rekordspiel gegen Spanien: Neuer überholt Legende Maier

Manuel Neuer steigt zum Rekord-Nationaltorhüter auf. Der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft bestreitet beim Gruppenfinale der Nations League in Sevilla gegen Spanien sein 96. Länderspiel und überholt damit Sepp Maier. Vor Neuer setzt Bundestrainer Joachim Löw auf eine Viererkette um Abwehrchef Niklas Süle. Robin Koch ersetzt in der Innenverteidigung den gesperrten Antonio Rüdiger. Matthias Ginter und Philipp Max besetzen die Außenpositionen. Im defensiven Mittelfeld sollen Ilkay Gündogan und Toni Kroos die Fäden ziehen. Davor bietet Löw Leon Goretzka auf. Im Angriff soll das Turbo-Trio aus Leroy Sane, Serge Gnabry und Timo Werner für Tore sorgen.

Deutschland: Neuer - Ginter, Süle, Koch, Max - Gündogan, Kroos -  Goretzka - Sané, Gnabry, Werner;

19:31 Uhr

Nach knallharter Liga-Ansage: Wie reagiert Barças Team?

Der finanziell angeschlagene Gigant FC Barcelona muss seine Gehaltsausgaben in der laufenden Saison drastisch reduzieren. Wie aus der offiziellen Liste der Liga hervorgeht, dürfen die Katalanen um Marc-Andre ter Stegen in dieser Spielzeit "nur" 382,7 Millionen Euro an ihre Spieler und das Trainerteam bezahlen. Damit wurde die Obergrenze (Salary Cap) für Barcelona fast halbiert, im Vorjahr lag die Summe noch bei 671,4 Millionen Euro. Die Corona-Pandemie hat dem Klub um Superstar Lionel Messi besonders schwer zugesetzt, die Einnahmen gingen um 300 Millionen Euro zurück. Zuletzt war bereits der umstrittene Präsident Josep Maria Bartomeu auch aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage zurückgetreten. Der Klub strebt einen teilweisen Gehaltsverzicht seiner Profis an, bislang konnte allerdings noch keine Einigung erzielt werden.

18:56 Uhr

Klub-WM mit FC Bayern: Gravierende Auswirkungen auf Liga-Spielplan

Die Klub-WM mit Bayern München und den weiteren kontinentalen Champions in Katar ist wegen der Corona-Pandemie von Dezember ins neue Jahr verschoben worden. Nach Angaben der Fifa findet das Turnier nunmehr vom 1. bis 11. Februar im Land des künftigen WM-Gastgebers statt. Die Verschiebung der Klub-WM wird auch Auswirkungen auf den Bundesliga-Kalender haben. Unter Berücksichtigung von An- und Abreise der Bayern und der Ansetzung ihrer Begegnungen in Katar könnten Münchens Punktspiele gegen die TSG Hoffenheim (19. Spieltag/29. Januar bis 1. Februar), bei Hertha BSC (20./5. bis 8. Februar) und gegen Arminia Bielefeld (21./12. bis 15. Februar) verschoben werden müssen.

18:17 Uhr

Erster Sieg für Krawietz/Mies bei ATP Finals in London

Kevin Krawietz und Andreas Mies haben bei den ATP Finals der Tennisprofis ihre Chance auf den Einzug ins Halbfinale gewahrt. Das deutsche Davis-Cup-Doppel gewann in London gegen den Polen Lukasz Kubot und Marcelo Melo aus Brasilien mit 6:2, 7:6 (7:5) und feierte damit in London seinen ersten Sieg. Zum Auftakt hatten die beiden French-Open-Sieger knapp in drei Sätzen gegen Wesley Koolhof aus den Niederlanden und Nikola Mektic aus Kroatien verloren. Im vergangenen Jahr waren Krawietz und Mies in der Gruppenphase ausgeschieden. Am Donnerstag geht es gegen Rajeev Ram aus den USA und den Briten Joe Salisbury um das Weiterkommen.

17:45 Uhr

BVB-Jungstar trifft erstmals für Nationalelf

Die Fußball-Nationalmannschaft der USA hat dank ihrer Jungstars um Giovanni Reyna ihr letztes Länderspiel des Jahres gewonnen. Der Offensivspieler von Borussia Dortmund erzielte beim 6:2 (3:1) gegen Panama in der Wiener Neustadt seinen ersten Treffer. Mit 18 Jahren und drei Tagen ist Reyna der drittjüngste Torschütze in der Geschichte der US-Nationalmannschaft. Der Rechtsfuß verwandelte in der 18. Minute einen Freistoß aus 20 Metern zum 1:1. Nicholas Gioacchini (22./26.) und der eingewechselte Ex-Hannoveraner Sebastian Soto (82./90.+1) erzielten ebenfalls ihre ersten Tore im Nationaltrikot. In der 80. Minute wurde Chris Richards vom FC Bayern eingewechselt. Der 17-Jährige ist der neunte Spieler, der in dieser Länderspielpause seine Premiere im US-Team feierte. Mit im Schnitt 22 Jahren schickte Trainer Gregg Berhalter wie am Donnerstag gegen Wales (0:0) eine sehr junge Startelf ins Spiel.

17:24 Uhr

Stürmerstar Suárez verpasst mindestens zwei Kracherspiele

Uruguays Stürmerstar Luis Suárez und Torhüter Rodrigo Muñoz sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gab der Uruguayische Fußballverband (AUF) bekannt. Die beiden Nationalspieler werden wie Medienchef Matías Faral, dessen Corona-Test ebenfalls positiv ausfiel, Uruguays Heimspiel in der WM-Qualifikation in Südamerika gegen Tabellenführer Brasilien verpassen. "Alle drei befinden sich in einem guten Gesundheitszustand und haben die erforderlichen Maßnahmen bereits umgesetzt", hieß es in der AUF-Erklärung weiter. Außer Suárez und Muñoz fehlen bei Uruguay bereits Torhüter Martín Silva, die Verteidiger Sebastián Coates und Matías Viña, Mittelfeldspieler Federico Valverde und Angreifer Maxi Gómez. Suárez wird zudem die Partie in der spanischen Liga zwischen Atlético Madrid und seinem ehemaligen Klub FC Barcelona verpassen.

16:22 Uhr

Hülkenberg äußert sich zu Formel-1-Verhandlungen

Nico Hülkenberg erwartet keine schnelle Klärung in der Frage seiner möglichen Formel-1-Rückkehr. "Es gibt nichts zu berichten, es ist aktuell sehr ruhig. Ich glaube, dass es noch eine Weile dauert, bis Klarheit herrscht", sagte der 33-Jährige beim Sender Servus TV und ergänzte: "Die Karten sind gelegt. Ich habe meine Chancen gehabt, und die habe ich, so gut es ging, genutzt." Mit den Leuten, "bei denen etwas gehen könnte", sei er in Kontakt: "Aber nicht jeden Tag."

Hülkenberg hatte seinen Stammplatz bei Renault Ende des vergangenen Jahres verloren und hofft, 2021 wieder dauerhaft in der Formel 1 fahren zu können. In dieser Saison sprang er bei Racing Point zweimal als Ersatzfahrer ein und hinterließ dabei einen guten Eindruck. Dem Vernehmen nach könnte Red Bull ein möglicher neuer Arbeitgeber sein, wenn der frühere Weltmeister-Rennstall nicht mit Alexander Albon verlängert.

15:45 Uhr

Ehrung durch die Queen? Hamilton zweifelt

Nach seinem Aufstieg zum Formel-1-Rekordweltmeister werden die Rufe lauter, Lewis Hamilton in den Ritterstand zu erheben. Der 35 Jahre alte Brite, der 2008 von Queen Elizabeth II. nach seinem ersten Titelgewinn den Order of the British Empire erhalten hatte, schob derlei Gedanken allerdings öffentlich beiseite. "Wenn ich an diese Ehre denke, denke ich an Leute wie meinen Großvater, die im Krieg gekämpft haben", sagte Hamilton nach seinem Triumph beim Großen Preis der Türkei. Er denke "eher an die unbesungenen Helden. So einer bin ich nicht. Ich habe niemanden gerettet."

Allerdings sei er "ein stolzer Brite", beteuerte der siebenmalige Champion, dessen Hauptwohnsitz Monaco ist. An der Wahl seines Wohnortes könnte seine Erhebung zum Sir scheitern, schrieb die renommierte Zeitung "The Times". Unter anderem Tennis-Olympiasieger Andy Murray, der frühere Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins oder der viermalige Leichtathletik-Olympiasieger Mo Farah wurden von der Queen in den vergangenen Jahren in den Adelsstand erhoben.

15:17 Uhr

Deutscher Amateursport stellt sich auf lange Pause ein

Wie erwartet gibt es für den Sport vorerst keine Lockerungen der Ende Oktober verschärften Corona-Regeln. Bund und Länder wollen erst auf ihrer nächsten Konferenz am 25. November "über konkrete Schlussfolgerungen sowie die weitere Perspektive für Dezember und Januar im Rahmen eines Gesamtkonzepts diskutieren und entscheiden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem gut fünfstündigen Austausch mit den Ministerpräsidenten.

Sowohl Merkel als auch Bayerns Landeschef Söder bekräftigten den Aufruf zum Verzicht auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr. Der Amateur- und Breitensport, der Anfang November zum Erliegen gekommen ist, muss sich also wahrscheinlich auf eine längere Corona-Pause einstellen. Die Profiligen im Fußball, Handball, Basketball und Eishockey werden bis zum Jahresende wohl weiter nur Geisterspiele austragen dürfen.

13:37 Uhr

"Den alten Andi Wellinger wird es nicht mehr geben"

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger erwartet bei seiner Rückkehr nach einem Kreuzbandriss einige Veränderungen. "Den alten Andi Wellinger wird es in der Form nicht mehr geben. Über das Jahr hat sich einiges verändert und weiterentwickelt. Ich würde das Gefühl als neu bezeichnen", sagte der 25 Jahre alte Bayer. Am Wochenende beginnt im polnischen Wisla der neue Skisprung-Winter. Wellinger könnte dabei erstmals seit März 2019 wieder gegen die internationale Konkurrenz antreten. "Es wird sich zeigen, wie die Wettkämpfe dann werden und wie ich den Rhythmus wieder aufnehmen kann", sagte Wellinger. Für Trainer Stefan Horngacher sollten die Erwartungen an den Skisprung-Rückkehrer nicht zu hoch angesetzt werden. Wellinger hingegen will nach langer Zwangspause wieder angreifen. "Ich bin ehrgeizig, es diesen Winter schon nach oben zu schaffen", sagte er.

12:57 Uhr

Mourinho lässt seine Wut raus

José Mourinho hat sich in seiner typischen Art über die aktuelle Länderspielpause in der Corona-Saison ausgelassen. "Eine großartige Fußball-Woche. Tolle Emotionen bei den Länderspielen, super Freundschaftsspiele und totale Sicherheit", postete der Coach von Tottenham Hotspur auf Instagram. Dabei sieht man den 57 Jahre alten Portugiesen beim Workout an einem Fitnessgerät.

Die aktuelle Länderspielphase wird nicht nur von Mourinho wegen der unsicheren Pandemie-Lage, international unterschiedlicher Vorschriften und der Abstellung von Nationalspielern heftig kritisiert. "Corona-Testergebnisse nach Spielen, Unbekannte, die auf den Platz laufen, während die Mannschaften trainieren, und vieles mehr", schrieb der Spurs-Coach.

12:18 Uhr

DFB erklärt, warum er auf Länderspielen in der Pandemie besteht

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Austragung von Länderspielen mitten in der Coronavirus-Pandemie gerechtfertigt. Für den Verband seien die abgeschlossenen Verträge bindend, "sofern die behördlichen Verfügungslagen dies erlauben", teilte der DFB - wenige Stunden vor dem abschließenden Nations-League-Gruppenspiel in Spanien - mit. Der DFB verwies erneut darauf, dass für die Austragung eines Spiels die jeweiligen behördlichen Verfügungslagen in den Veranstaltungsorten sowie die Weisungen der zuständigen Gesundheitsämter maßgeblich sind.

Sportlich seien die Länderspiele - die Partie gegen Spanien ist bereits die achte seit Anfang September - für die DFB-Auswahl ein wichtiger Gradmesser auf dem Weg zur EM 2021. Noch größer ist der wirtschaftliche Faktor, da die Einnahmen durch die Nationalmannschaft für die finanzielle Unterstützung des Amateur- und Nachwuchsbereiches essenziell sei. So erhalten die 21 Landesverbände jährlich zwölf Millionen Euro vom DFB.

11:55 Uhr

Wann kommt der Draisaitl-Effekt?

Der deutsch-kanadische Coach Ralph Krueger prophezeit dem deutschen Eishockey goldene Zeiten aufgrund des Leon-Draisaitl-Effekts. "Leon wird eine ganze Generation an deutschen Spielern inspirieren, so richtig spüren werden wir das erst in acht bis zwölf Jahren", sagte der 61 Jahre alte Cheftrainer des NHL-Klubs Buffalo Sabres im Interview mit Spox und Goal. Draisaitl, wertvollster Spieler der abgelaufenen NHL-Saison, glaube "immer an sich", sagte Krueger über den Angreifer der Edmonton Oilers, "er hat immer mehr Selbstvertrauen bekommen und er hat extrem hart an seinem Spiel gearbeitet. Der verdiente Lohn war jetzt die MVP-Trophäe. Für das deutsche Eishockey ist das natürlich ein Wahnsinnserfolg."

Der gebürtige Kölner Draisaitl ist neben dem ehemaligen NBA-Star Dirk Nowitzki der einzige deutsche Spieler, der in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen als MVP geehrt wurde. Mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) war Draisaitl vor der Corona-Zwangspause Topscorer der Liga und erhielt nach dem Abbruch der regulären Saison als erster Deutscher die Art Ross Trophy als bester Punktesammler.

11:19 Uhr

Ein großer Name fehlt im deutschen Skisprung-Team

Skispringer Richard Freitag gehört erstmals seit sieben Jahren beim Saisonstart nicht zum deutschen Weltcup-Aufgebot. Der Team-Weltmeister verlor den internen Kampf um den letzten Startplatz gegen Olympiasieger Andreas Wellinger. Auch David Siegel muss am Wochenende beim Auftakt des WM-Winters im polnischen Wisla zuschauen. Angeführt wird das siebenköpfige Team von Weltmeister Markus Eisenbichler. "Die Schanze in Wisla mag ich ganz gern. Ich bin ganz guter Dinge, bisher sind die Vorbereitungen ganz gut gelaufen", sagte der 29-Jährige.

Das deutsche Aufgebot für den Weltcup-Auftakt: Markus Eisenbichler, Severin Freund, Karl Geiger, Martin Hamann, Pius Paschke, Constantin Schmid, Andreas Wellinger.

11:01 Uhr

Arsenal setzt auf Klimaschutz

Der englische Fußball-Spitzenklub FC Arsenal engagiert sich weiter für Klimaschutz und hat sich der "Sports-for-Climate-Action"-Bewegung der Vereinten Nationen (UN) angeschlossen. Diese UN-Initiative nutzt die Reichweite und Präsenz im Sport und setzt sich weltweit für Klimaschutz ein, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Unter anderem das Internationale Olympische Komitee (IOC), der Fußball-Weltverband Fifa oder der englische Fußball-Verband FA sind bereits Teil der Bewegung. Arsenal setzt seit 2016 auf Ökostrom und hat auf dem Vereinsgelände zudem ein aufwendiges System zum Recyceln von Wasser installiert.

Die UN-Bewegung verfolgt fünf Kernziele, ihre Mitglieder verpflichten sich, diese möglichst zu erfüllen. Dabei geht es einerseits darum, über den Klimawandel aufzuklären und ein Bewusstsein für die Vergänglichkeit der Natur und der Ressourcen zu schaffen. Zudem sollen die Mitglieder mit aktiven Maßnahmen für mehr Klimaschutz sorgen.

10:26 Uhr

Gesundheitsbehörde fordert: Länderspiele sofort absagen

Der Direktor der norwegischen Gesundheitsbehörde hat die Uefa aufgefordert, aufgrund der Infektionsgefahr in Europa internationale Fußballspiele und Turniere abzusagen. In einem Interview mit dem Norwegischen Rundfunk NRK sagte Bjørn Guldvog: "Für eine gewisse Zeit ist es nicht so ratsam, sich bei internationalen Großveranstaltungen und Spielen zu treffen." In einem Brief an die Uefa und den norwegischen Fußballverband NFF habe er empfohlen, sich die Infektionssituation genauer ansehen, sagte Guldvog. Angesichts der Infektionsraten, die wir derzeit in Europa haben, sei es schwer vorstellbar, dass ein Uefa-Protokoll engmaschig genug sein könne. "Wir sehen, dass immer mehr in ihren Mannschaften infiziert werden."

09:41 Uhr

Trikot-Panne des HSV hat sogar noch etwas Gutes

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat aus der Trikot-Panne um Verteidiger Jan Gyamerah eine stolze Summe für gemeinnützige Zwecke gesammelt. Ein HSV-Fan bot bei einer Online-Auktion satte 3888 Euro für das falsch beflockte Trikot, das Gyamerah am letzten Montag gegen Holstein Kiel (1:1) trug. Durch einen Buchstaben-Dreher auf seinem Trikot war aus Gyamerah "Gaymerah" geworden.

Der Fauxpas, der auf einen Fehler der externen Beflockungsfirma zurückzuführen ist, wurde erst während der Partie bemerkt und habe laut Sportdirektor Michael Mutzel nach dem Abpfiff für Erheiterung in der HSV-Kabine gesorgt: "Eine lustige Randgeschichte. Jan hat es nicht gesehen, keiner hat es gesehen." Der Erlös aus der Versteigerung kommt der vereinseigenen Stiftung "Hamburger Weg" zugute.

09:17 Uhr

US-Sport schließt eigenen Sport aus neuem Doping-Gesetz aus

Nach dem Repräsentantenhaus hat auch der US-Senat das sogenannte "Grigori-Rodtschenkow-Gesetz" genehmigt. Dieses soll den Behörden in den Vereinigten Staaten die Möglichkeit geben, Doping bei Sportgroßereignissen als Straftatbestand einzuordnen und zu bestrafen. Der Name ist eine Würdigung des russischen Whistleblowers Grigori Rodtschenkow. Der frühere Leiter des Moskauer Dopingkontrolllabors hatte Russlands Machenschaften während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zur Vertuschung von positiven Dopingproben einheimischer Athleten nach seiner Flucht enthüllt. Rodtschenkow lebt seither im Zeugenschutzprogramm des FBI in den USA.

Ein Sprecher der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) kritisierte, dass das Gesetz möglicherweise das globale Anti-Doping-System untergrabe, da es Whistleblower wegen des Risikos der strafrechtlichen Verfolgung davon abhalten könnte, sich zu melden.

08:47 Uhr

Premier League meldet Höchstwert an Corona-Fällen

Die englische Premier League hat in der Länderspielpause einen Höchstwert an positiven Corona-Tests vermeldet. In der wöchentlichen Testbilanz verzeichnete die höchste Fußballliga bei 1207 getesteten Spielern und Teammitgliedern insgesamt 16 Corona-Fälle. Das sind zwölf mehr als in der Vorwoche, in der sogar noch rund 400 Spieler mehr getestet worden waren. Die Namen der Spieler wurden wie üblich nicht genannt. Alle positiv getesteten Personen haben sich laut der Liga in eine zehntägige Quarantäne begeben. Im britischen Königreich steigen die Covid-19-Zahlen seit Wochen wieder rasant an. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 1,4 Millionen Coronafälle und über 52.000 Todesfälle verzeichnet.

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07:50 Uhr

Rippenbrüche und Lunge kollabiert: Horrorverletzung schockt NFL

Star-Quarterback Drew Brees von den New Orleans Saints fällt mit einer schweren Verletzung für unbestimmte Zeit aus. Laut ESPN hat der 41-Jährige in der National Football League (NFL) am Sonntag beim Sieg gegen die San Francisco 49ers (27:13) mehrere Rippenbrüche auf beiden Seiten erlitten, zudem sei sein rechter Lungenflügel kollabiert.

Ersatzmann Jameis Winston hatte das Spiel auf der Quarterback-Position beendet. Für die Saints ist Brees' Ausfall ein harter Schlag: Die Franchise mit der Saisonbilanz von 7:2 gilt als Super-Bowl-Anwärter. Brees hält den Rekord für die meisten Pass-Touchdowns (565 gegenüber Tom Bradys 564) und Pass-Yards (79.612) in der Liga-Historie.

07:25 Uhr

US-Schwimmer knackt Weltrekord-Schallmauer

US-Schwimmstar Caeleb Dressel hat einen Kurzbahn-Weltrekord über 100 Meter Lagen aufgestellt und dabei eine Schallmauer durchbrochen. Der Doppel-Olympiasieger von Rio 2016 und 19-malige Weltmeister blieb im Halbfinale der International Swimming League in Budapest in 49,88 Sekunden als Erster unter der 50-Sekunden-Marke. Dressel knackte die mehr als zwei Jahre alte Bestmarke des Russen Wladimir Morossow um 0,38 Sekunden. Über die 100 Meter Freistil wurde Dressel ebenfalls Erster und stellte mit 45,20 Sekunden einen US-Rekord auf. Vor drei Jahren hatte er an gleicher Stätte sieben Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft gewonnen.

06:52 Uhr

Sex mit 15-Jähriger: Olympiasieger droht lange Haftstrafe

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Kipruto bei der WM 2019.

(Foto: REUTERS)

Leichtathletik-Olympiasieger Conseslus Kipruto droht eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Dem 25 Jahre alten Kenianer wird zur Last gelegt, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Dies wird in seiner Heimat strengstens geahndet, es wird mit einer Vergewaltigung gleichgesetzt. Kipruto, der selbst Polizist ist, erschien am Montag in der Stadt Kapsabet in der hochgelegenen Region Rift Valley erstmals vor Gericht. Er stritt die Anschuldigungen ab und wurde gegen eine Zahlung von 1800 Dollar auf Kaution freigelassen. Kipruto soll sich am 20. und 21. Oktober gemeinsam mit einer 15-Jährigen in einem Haus befunden haben, dort soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Verhaftet wurde der Weltmeister von 2017 und 2019 am 11. November.

05:55 Uhr

Ex-Bundesliga-Torschützenkönig kämpft gegen Darmkrebs

Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Uwe Rahn ist an Darmkrebs erkrankt. "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock", sagte der 14-malige Nationalspieler im Interview mit der "Rheinischen Post". "Da der Krebs fortgeschritten war, musste schnell gehandelt werden. Aber es hatte noch nicht gestreut. Das war mein Glück." Nach vielen Bestrahlungen und mehreren Rückfällen seit der Entdeckung im April habe "die Behandlung sehr gut angeschlagen. Man sah den Tumor richtig schrumpfen." Er bekomme "noch zwei letzte Chemos zur Sicherheit. Danach stehen nur noch Kontrollen an", berichtete der heute 58 Jahre alte Rahn.

1987 wurde Rahn bei Borussia Mönchengladbach Torschützenkönig und Deutschlands Fußballer des Jahres. Im Jahr darauf wechselte er zum 1. FC Köln, von dort zu Hertha BSC. Seine Karriere beendete er 1995 in Japan bei den Urawa Red Diamonds.