Dienstag, 21. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
22:17 Uhr

Wärterin schmeißt Tom Brady aus Stadtpark in Florida

Die strikten Regeln während der Coronakrise bremsen auch Superstars aus. Das musste Football-Quarterback Tom Brady in einem Stadtpark in Florida erleben. Der 42-Jährige hatte allein in einer städtischen Grünanlage trainiert und wurde rausgeworfen. Dies erzählte die Bürgermeisterin von Tampa. "Die Wärterin ging zu der Person, um ihr zu sagen, dass der Park geschlossen ist und hat dann gemerkt, dass das Tom Brady war", sagte Bürgermeisterin Jane Castor. Die USA haben als weltweit am stärksten vom Coronavirus betroffenes Land besonders strikte Ausgangsbeschränkungen.

Der 42-jährige Brady war erst im März nach 20 Jahren bei den New England Patriots zu den Tampa Bay Buccaneers nach Florida gewechselt. Dort muss er sich allerdings individuell fit halten, da die geplanten Trainingscamps der NFL-Klubs wegen der Coronakrise auf unbestimmte Zeit verschoben worden sind.

21:38 Uhr

Niederlande: Liga nach Ansage vom Premier vor Abbruch

In den Niederlanden wird es bis zum 1. September keine Spiele im Profifußball mehr geben. Damit ist die Spielzeit für beide Ligen vorzeitig beendet. Das kündigte Premier Mark Rutte am Abend in Den Haag an. Alle genehmigungspflichtigen Veranstaltungen seien bis zum 1. September verboten, das gelte auch für Fußballspiele ohne Publikum. "Kein Profifußball bis zum 1. September", sagte der Premier.

Zunächst galt das Verbot bis zum 1. Juni. Der niederländische Fußballverband KNVB wollte ursprünglich danach die restlichen Spielrunden ohne Publikum austragen. In der Eredivisie müssten eigentlich noch acht Runden gespielt werden. Spitzenklubs wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar hatten aber dafür plädiert, die Saison vorher zu beenden. Nach dem heutigen Stand führt Ajax Amsterdam die Tabelle an, gefolgt vor dem punktgleichen AZ Alkmaar.

21:08 Uhr

Popp: Doppel-EM statt Verschiebung wegen Verschiebung?

Noch steht die Neuterminierung der Frauenfußball-EM 2021 im Zuge der Coronakrise aus, doch Alexandra Popp hätte da eine Idee. "Mein erster Gedanke war: Lasst doch die EM im gleichen Land mit der Männer-EM stattfinden, um ein Riesending daraus zu machen", sagte die Kapitänin des Fußball-Nationalteams. Die Stürmerin vom Serienmeister VfL Wolfsburg gibt allerdings zu, dass ein solches Co-Turnier bei der kommenden paneuropäischen Endrunde der Männer "natürlich schwierig" umzusetzen sei. Doch generell glaubt sie, dass ein gemeinsames Großevent dem Frauenfußball nützen könnte: "Man könnte viel Fanszenerie mitnehmen, viel Emotionen und Aufmerksamkeit."

Solch ein Konzept wäre für Popp "zumindest mal einen Versuch wert, ich stelle mir das ganz cool vor. Das wäre eine Welle, auf der wir mit dem Frauenfußball mitschwimmen und einen Riesenmehrwert mitnehmen könnte." Wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Uefa die Männer-EM um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben und einen neuen Termin für die Frauen-EM in England angekündigt.

20:40 Uhr

Rüdiger zahlt drei Monate lang Verpflegung für Berliner Klinik

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Rüdiger wechselte 2015 vom VfB Stuttgart zur AS Rom, seit 2017 spielt er für Chelsea.

(Foto: imago images/Sportimage)

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger unterstützt in der Corona-Krise das Pflegepersonal in der Berliner Charité. Der Profi vom Premier-League-Klub FC Chelsea übernimmt für drei Monate die Kosten für die Verpflegung der Klinikmitarbeiter auf einigen Stationen. Der 27-Jährige hat eine besondere Beziehung zu dem Krankenhaus: Er wurde 1993 in der Charité geboren. "Als sich die Lage auch in Berlin verschlimmert hatte, habe ich das Gespräch mit der Charité gesucht und wollte erfahren, wie und wo ich am besten unterstützen kann", sagte der Verteidiger. Ihm sei berichtet worden, dass die Verpflegung des Personals kompliziert geworden sei, weil die Kantinen aus Sicherheitsgründen geschlossen seien und Verpflegungsmöglichkeiten um das Krankenhaus herum derzeit wegfielen.

Mit einem lokalen Caterer stellt Rüdiger nun die Verpflegung der Mitarbeiter für die nächsten drei Monate sicher. Die Aktion ist bereits vor Ostern angelaufen. "Auch wenn ich inzwischen in London lebe, ist Berlin für mich immer noch eine sehr besondere Stadt", meinte er. Er sei noch oft dort. "Ich habe Berlin sehr viel zu verdanken und helfe daher jetzt sehr gerne aus."

19:42 Uhr

FC Bayern: Zwangspause für Tolisso nach Operation

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Tolisso würde einen Neustart am 9. Mai verpassen.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Fußball-Weltmeister Corentin Tolisso wird dem deutschen Rekordmeister Bayern München wochenlang fehlen. Wie der Bundesliga-Tabellenführer bekannt gab, wurde der 25-jährige Franzose erfolgreich am Bandapparat des linken Außenknöchels operiert. Der FC Bayern geht davon aus, dass der Mittelfeldspieler in vier Wochen mit dem Aufbautraining beginnen kann.

In der Bundesliga ruht der Ball wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist frühestens am 9. Mai möglich. Bei neun ausstehenden Spieltagen führt Bayern München, Meister der vergangenen sieben Spielzeiten, die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung auf Vizemeister Borussia Dortmund an.

18:41 Uhr

Berlin legt fest, wann Zuschauer wieder zum Sport dürfen

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Bis die Hertha-Fans ihre Mannschaft wieder live sehen, dürfte es noch dauern.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Öffentliche Sportveranstaltungen dürfen in Berlin bis zum 24. Oktober nur ohne Zuschauer stattfinden. Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) nach der Senatssitzung zur Corona-Krise. Dies sei im Rahmen der Konferenz der Ministerpräsidenten noch zu konkretisieren. Bei einem Verbot von Zuschauern müssten auch die Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und der 1. FC Union mögliche Heimspiele bis in den Oktober hinein ohne Publikum austragen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller betonte bei einer Pressekonferenz: "Wir wollen diese Anzahl von Menschen nicht zulassen an einem Ort, dann trifft das natürlich auch die Ligaspiele." Der SPD-Politiker betonte aber auch, dass es dazu "eine bundesweite Verständigung" geben müsse zwischen der Politik und der Liga, "wie man damit vernünftig umgeht. Ob man solche Geisterspiele zulässt oder nicht und in welchem Rahmen das dann stattfindet." Dies habe Berlin "nicht alleine oder isoliert" geregelt.

17:36 Uhr

"Das ist unmöglich!": Wolfsburg-Sportchef attackiert Düsseldorf

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Für "unverständlich" hält Schmadtke das Training seines Ex-Klubs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat harsche Kritik an den Trainingsformen von Fortuna Düsseldorf geübt und seinem ehemaligen Verein sogar Wortbruch vorgeworfen. "Die Klubs hatten sich über Gruppengröße und Zweikämpfe verständigt", sagte der frühere Fortuna-Torwart der Bild: "Wenn sich da einige nicht dranhalten, finde ich das ärgerlich und nicht kollegial. Das ist unmöglich!" Auslöser des Ärgers war das Montagstraining der Rheinländer. Dort absolvierten die Fortunen unter anderem eine Spielform im Vier-gegen-Vier inklusive Zweikämpfen und Grätschen.

"Ich prangere das sogar an", sagte Schmadtke: "Ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken. Wir müssen aufpassen, dass einige nicht Sachen propagieren, an die sie sich dann nicht halten." Der VfL hätte aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Landes Niedersachsen bereits deutlich früher als viele andere Klubs ins Kleingruppentraining auf den Rasen zurückkehren können, verzichtete darauf aber. "Wir haben uns an die Abmachungen gehalten. Dass das einige nicht tun, ist für mich unverständlich", sagte der 56-Jährige.

16:11 Uhr

RKI sieht große Zahl Corona-Tests in Bundesliga kritisch

Lars Schaade, der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, steht den geplanten Coronavirus-Tests in der Fußball-Bundesliga sehr skeptisch gegenüber. "Ich sehe nicht, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen, ob die nun Sportler sind - man kann sich ja auch alles andere ausdenken, was möglicherweise ein gewisses gesellschaftliches Interesse hat, - warum die routinemäßig gescreent werden sollen", sagte Schaade auf der RKI-Pressekonferenz in Berlin.

Er plädierte dafür, die Coronavirus-Tests für "medizinische Indikationen" einzusetzen. Also dann, wenn ein Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Maßnahme bei einem bestimmten Krankheitsbild angebracht ist. In diesem Fall könne ein Fußballprofi getestet werden. "Wenn er eine medizinische Indikation hat, gerne. Wenn er ein Teil eines Ausbruchsgeschehens ist, auch", sagte er.

15:16 Uhr

"Konkrete Gespräche" - Wird Neururer bald Nationaltrainer?

Peter Neururer könnte seine Karriere nach der Coronakrise als Nationaltrainer im Ausland fortsetzen. Im Interview mit dem Sportinformationsdienst verriet er: "Es laufen konkrete Gespräche mit zwei Nationen." Zwar nannte der 64-Jährige keine Ländernamen, grenzte aber ein, dass es sich um zwei Nationen handelt, "die im europäischen Bereich unterwegs sind und sich noch nicht für die Europameisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert haben." Neben den Offerten in Europa steht Neururer auch in Kontakt mit einem amerikanischen Klub in Texas, den er langfristig in die Major League Soccer führen soll. "Die Gespräche waren schon recht weit. Aber dann kam Corona und dann wurde das verständlicherweise erstmal eingestellt."

14:36 Uhr

Liverpool-Spiel wird wegen Corona-Ausbreitung geprüft

Das Champions-League-Spiel zwischen Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool und dem spanischen Fußball-Topklub Atletico Madrid steht im Fokus neuer Untersuchungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus in Liverpool. Das berichtet die englische BBC. Die Partie fand am 11. März vor 52.000 Zuschauern statt, davon kamen 3000 aus Madrid. In Spanien waren zu diesem Zeitpunkt bereits erste Ausgangssperren in Kraft getreten.

Bislang gibt es zwar noch keine konkreten Infektionsfälle, die mit dem Spiel in Verbindung gebracht werden können. Die wissenschaftliche Hauptberaterin der Regierung, Angela McLean, sagte der BBC aber, es bräuchte weitere Untersuchungen: "Wenn alles untersucht ist, wird es sehr interessant sein zu sehen, in welcher Beziehung das Virus in Liverpool zu dem in Spanien steht." Auch der Bürgermeister von Madrid, Jose Luis Martinez-Almeida, sagte beim Radiosender Onda Cero, dass es ein "Fehler" gewesen sei, Atletico-Fans zu dem Spiel fahren zu lassen. "Es hat keinen Sinn gemacht, dass zu diesem Zeitpunkt 3000 Atletico-Fans nach Anfield reisen konnten."

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13:22 Uhr

In Berlin müssten Klubs um Geisterspiele bitten, aber ...

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Auch im Berliner Olympiastadion könnte im Mai wieder gespielt werden.

(Foto: imago images / Matthias Koch)

Der Berliner Senat würde für mögliche Geisterspiele bei einer Fortsetzung der Fußball-Bundesliga Hertha BSC und dem 1. FC Union unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmegenehmigungen erteilen. "Wir können uns Geisterspiele grundsätzlich vorstellen, wenn alle Hygiene- und Abstandsregelungen (für Stab, Betreuer, Technik etc. im Stadion) eingehalten werden", erklärte Martin Pallgen als Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport schriftlich der Deutschen Presse-Agentur. "Nach der jetzigen Rechtslage müssten beide Vereine bei uns eine Ausnahmegenehmigung für Spiele im Olympiastadion bzw. der Alten Försterei stellen. Diese würden wir dann positiv bescheiden", schrieb Pallgen weiter.

Die beiden Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU/Nordrhein-Westfalen) und Markus Söder (CSU/Bayern) hatten am Montag den 9. Mai als Datum für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga ins Gespräch gebracht. Derzeit pausiert der Spielbetrieb in den Bundesligen bis zum 30. April.

11:28 Uhr

DFB kann Absagen gelassen nehmen, verliert aber dennoch viel Geld

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Feiern ist beim DFB derzeit nicht angesagt. Panik aber auch nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die finanziellen Verluste für den Deutschen Fußball-Bund durch die wegen der Corona-Krise ausgefallenen Länderspiele sind nicht so hoch wie erwartet. "Der DFB verfügt über eine Ausfallversicherung für seine Länderspiele, die auch im Falle der Länderspiele im März gegen Italien und Spanien greift. Diese Versicherung setzt eine Spielabsage von dritter Seite voraus", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge dem Onlineportal Sport1. Allerdings sei die Versicherung bei einer vertraglichen Höchstsumme gedeckelt und werde daher nicht alle Ausfälle des Verbandes abdecken.

Auch mögliche Einnahmeverluste bei einer Absage des DFB-Pokalfinals sollen in Teilen abgesichert sein. Osnabrügge rechnet trotz der zu erwartenden Versicherungssummen "in allen Erlösbereichen mit erheblichen Ausfällen". Im schlimmsten Fall werde das Haushaltsdefizit rund 50 Millionen Euro vor Steuern betragen. Nach "Sport1"-Informationen hat der DFB die Versicherung schon vor längerer Zeit abgeschlossen und bereits bei der Absage des Länderspiels gegen die Niederlande im November 2015 davon profitiert. Die Partie in Hannover war damals wegen der Terrorgefahr wenige Tage nach den Anschlägen in Paris kurzfristig abgesagt worden.

11:01 Uhr

"Fantasie reicht nicht aus ...": Philosoph zweifelt an Geisterspielen

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Auch Geisterspiele bieten Gefahren, sagt Sportphilosoph Gebauer.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Sportphilosoph Gunter Gebauer hat die Frage aufgeworfen, was passiert, wenn ein Spieler beim geplanten Neustart infiziert ist und andere Profis ansteckt. "Das würde sich auf den ganzen Betrieb auswirken. Spiele würden annulliert. Und man müsste noch mehr testen. Einige Profis könnten auf den Gedanken kommen, Regressforderungen an den Verein zu stellen, weil sie spielen müssen", sagte der 76 Jahre alte Wissenschaftler in einem Interview der "Märkischen Oderzeitung".

Gebauer verwies zuvor darauf, dass laut Virologen mindestens 20.000 Tests von Spielern, Trainern und anderen Beteiligten für den Rest der Saison nötig seien, damit gespielt werden kann. "Die Fußballer würden eine Menge Test-Kapazitäten binden. Da kann schnell der Eindruck in der Gesellschaft entstehen, dass dies vergeudete Tests sind", sagte Gebauer.

Und weiter: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Spieler ihre Spannung hochhalten können", sagte Gebauer zu den sogenannten Geisterspielen. "Ich bilde mir ein, jede Menge Fantasie zu haben. Aber sie reicht nicht aus, mir vorzustellen, wie jetzt neun Spieltage mit Geisterspielen gefüllt werden sollen." Zum richtigen Fußball gehöre ein Publikum.

10:28 Uhr

Startet die Bundesliga mit einem Knallerspiel?

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Das Hinspiel war ein Spektakel: Leipzig entführte beim 3:3 einen Punkt aus Dortmund.

(Foto: imago images/Team 2)

Die "Bild"-Zeitung will erfahren haben, dass die Saison mit den Spieltagen 33 und 34 fortgesetzt werden soll, die für den 9. und 16. Mai angesetzt waren. Anschließend sollen dann die fünf ausgefallenen Spieltage in ihrer ursprünglichen Reihenfolge nachgeholt werden.

Das würde bedeuten, dass die Spielzeit unter anderem mit dem Topspiel RB Leipzig gegen Borussia Dortmund wieder aufgenommen wird, am neuen letzten Spieltag müsste der FC Bayern München nach Bremen reisen, die Verfolger RB Leipzig und Borussia Dortmund empfangen Fortuna Düsseldorf und den FSV Mainz 05.

09:30 Uhr

Rummenigge nimmt Neuer-Ärger ganz gelassen

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Karl-Heinz Rummenigge macht sich keine Sorgen wegen Manuel Neuers Verstimmung.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geht davon aus, dass im Verhandlungspoker zwischen dem Fußball-Rekordmeister und dem verärgerten Nationaltorhüter Manuel Neuer die Fronten nicht hoffnungslos verhärtet sind. "Ich glaube, wir wissen, was beide aneinander haben und bin optimistisch, dass wir am Ende eine für beide Seiten glückliche Lösung finden werden - und dass Manuel dann einen neuen Vertrag unterschreiben wird", sagte der 64-Jährige am Montag während einer Videoschalte mit der "Bild"-Zeitung.

Neuer hatte sich zuletzt darüber echauffiert, dass Details der Vertragsgespräche an die Öffentlichkeit geraten sind.

08:08 Uhr

Gündogan: EM-Verschiebung könnte ein Vorteil sein

Ilkay Gündogan von Manchester City. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild

(Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild)

Laut Nationalspieler Ilkay Gündogan könnte die Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft wegen der Corona-Krise auf das nächste Jahr für die DFB-Auswahl ein Vorteil sein. "Vielleicht haben wir jetzt nochmal ein Jahr mehr Zeit, um uns einzuspielen. Wir haben ja auch gerade vor ein, zwei Jahren angefangen, einen neuen Prozess einzuleiten mit etwas anderen Spielern, etwas anderen Systemen, der Bundestrainer hat etwas ausprobiert in den letzten Monaten und Länderspielen. Natürlich braucht sowas auch manchmal Zeit, sich zu entwickeln", sagte Gündogan dem TV-Sender Sky.

Gerade für langzeitverletzte Spieler wie Leroy Sané oder Niklas Süle sei die Verschiebung ein Vorteil. "Diesen Jungs kommt das schon ein bisschen entgegen, auch wenn die Situation etwas außergewöhnlich ist", betonte der Mittelfeldspieler von Manchester City. Letztlich sei bei großen Turnieren aber immer das Momentum wichtig. "Wenn man in so ein Turnier auch gut reinstartet und vielleicht auch eine gute Vorbereitung hatte, das Team gut zusammengewachsen ist, dann spielt es oft keine Rolle, auf welchem Stand man gerade ist", sagte Gündogan.

07:37 Uhr

Studie: Krise befördert Depressions-Symptome bei Fußball-Profis

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Die Corona-Krise macht vielen Fußball-Profis derzeit auch seelisch schwer zu schaffen.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Laut der Spielergewerkschaft FIFPro weisen seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Profifußballer Symptome einer Depression auf. Das geht aus einer am Montag veröffentlichen Studie hervor. Grund dafür seien vor allem die Unterbrechungen in den Ligen, die auferlegte Quarantäne sowie die Sorge um die eigene Zukunft.

Laut dem Bericht zeigten sich zwischen dem 22. März und dem 14. April bei 22 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer Symptome, die auf eine Depression hinweisen könnten. In einer Umfrage zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 waren es noch elf beziehungsweise sechs Prozent gewesen.

Unter den Befragten waren unter anderem Profis aus England, Frankreich, den Niederlanden und Belgien.

06:46 Uhr

"Seid ihr wahnsinnig?": Nowitzki mag sein Gaming lieber klassisch

Das Wiedersehen am Bildschirm beim Kartenspielen mit seinen früheren Weggefährten hat Dirk Nowitzki willkommene Abwechslung in der Corona-Krise beschert. Via Videochat traf sich die Basketball-Legende mit den Ex-Nationalspielern Marvin Willoughby, Demond Greene und Robert Garrett im Rahmen des Logged in Festivals wie in früheren Zeiten zu einer Runde Uno.

"Das hat echt Spaß gemacht: Die Jungs zu sehen, alte Sachen zu bequatschen und natürlich Trash Talk zu machen wie vor 20 Jahren. So etwas wäre natürlich sonst nie zustande gekommen", sagte Nowitzki in einer Mitteilung. "Ich wurde erst gefragt, ob ich auch Gaming mache. Da habe ich gesagt: "Seid ihr wahnsinnig? Mit drei kleinen Kindern? Ich habe seit zehn Jahren keine Playstation mehr gespielt."", berichtete Nowitzki. Dann habe er sich von der Idee begeistern lassen, wie früher auf gemeinsamen Reisen das bekannte Kartenspiel zu zocken.

"Es gibt so eine Online-Seite für Uno, und dazu gibt es einen Gruppen-Chat. Wir konnten reden und dabei haben wir Uno gespielt. Das war Weltklasse", sagte Nowitzki. Ein Team der Projektentwickler von Home United und die E-Sport-Organisation Unicorns of Love hatten das Logged-in-Festival im März initiiert.

06:14 Uhr

"Positive Signale" kommen bei der DFL sehr gut an

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Alexander Wehrle hört die Signale.

(Foto: imago images/Mika Volkmann)

Alexander Wehrle, Vorstandsmitglied der DFL, freut sich über die aktuellen Signale aus der Politik: "Erst mal ist das heute ein positives Signal. Dann hoffe ich, dass sich das in den nächsten Tagen auch bestätigen lässt. Das ist wichtig, dass wir eine Perspektive haben! Ich glaube, das tut allen in unserer Gesellschaft gut, ein kleines Stückchen Normalität wieder zurück zu bekommen", sagte der Geschäftsführer des 1. FC Köln gestern Abend bei "100% Bundesliga bei NITRO". Vorher hatten die Ministerpräsidenten Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) und Markus Söder (Bayern) die Wiederaufnahme der Bundesliga-Spielzeit für den 9. Mai in Aussicht gestellt, auch Gesundheitsminister Jens Spahn steht dem positiv gegenüber.

Die DFL erwägt offenbar Spieler, Trainer und Mitglieder der Funktions-Teams alle drei Tage mit einem Schnelltest auf Corona zu testen, um die Sicherheit bei den möglichen Geisterspielen zu garantieren. Bis zum Saisonende würden so wohl etwa 20 000 Tests fällig. Schalkes Aufsichtsratschef und Fleischfabrikant Clemens Tönnies hat bereits angeboten, in seinem Firmenlabor Corona-Tests durchführen zu lassen.