Dienstag, 24. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & Torben Siemer
18:13 Uhr

Barcelona-Profis lehnen Gehaltsverzicht vorerst ab

Die Spieler des spanischen Fußball-Rekordmeisters FC Barcelona haben offenbar einen ersten Vorschlag des Vereins zur Gehaltskürzung aufgrund der Coronakrise abgelehnt. Dies berichtete das Sportblatt Marca. Weiter hieß es, die Akteure um Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen seien zu Abstrichen beim Salär zwar generell bereit, allerdings hätten sie die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Größenordnung abgelehnt. Der Spieleretat bei den Katalanen soll bei rund 600 Millionen Euro pro Saison liegen.

Das in Barcelona ansässige Sportblatt Mundo Deportivo berichtete zudem, die Klubführung habe die Basketballer der Blaugrana aufgefordert, einer Gehaltskürzung um 70 Prozent zuzustimmen. Der amtierende spanische Meister und Tabellenführer der La Liga, die bis auf Weiteres wegen der Coronavirus-Pandemie pausiert, äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

17:49 Uhr

Frankfurt-Stürmer sorgt sich um Familie in Portugal

Gonçalo Paciência vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt macht sich wegen der Coronavirus-Pandemie zunehmend Sorgen um seine Familie. "In Portugal wird es gerade jeden Tag schlechter. Ich bin immer in Kontakt, täglich, stündlich, insbesondere mit meiner Mutter. Ich habe kein gutes Gefühl bei dieser Entwicklung", sagte der 25 Jahre alte Nationalspieler Portugals.

Der 2018 vom FC Porto zu den Hessen gewechselte Stürmer wäre daher momentan lieber in der Heimat als in Frankfurt, wo er sich wegen einiger positiver Corona-Fälle im Verein wie alle Profis in häuslicher Quarantäne befindet. "Ich hoffe, meine Familie und Freunde bleiben alle gesund. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich natürlich gerne bei ihnen sein. Aber das geht nicht", sagte Paciência.

16:44 Uhr

Auch die Paralympics bekommen neuen Termin

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Verschiebung auch der Paralympics in Tokio bestätigt. "Die Spiele zu verschieben, ist das absolut Richtige", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons: "Es ist einfach nicht möglich, irgendein Sportereignis während dieser Pandemie auszutragen." Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuvor die Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele verkündet und auch die Verschiebung der Paralympics erklärt.

16:07 Uhr

Ter Stegen lehnt Barcelona-Angebot ab

Der FC Barcelona würde den Vertrag mit Marc-André ter Stegen gerne verlängern. Doch der deutsche Nationaltorhüter ist noch nicht zufrieden mit dem Angebot. Wie die spanische Zeitung "Sport" berichtet, lehnte der 27-Jährige eine Verlängerung seines Konktrakts bis 2024 ab. Der aktuelle Vertrag läuft noch bis 2022.

Grund ist demnach, dass ter Stegen die Wertschätzung bei den Katalanen vermisst. Andere Spieler mit weniger Einsätzen hätten früher und für ein besseres Gehalt unterschrieben. Ein Abgang ist dennoch eher unwahrscheinlich. Im Februar noch hatte ter Stegen betont, dass er sich mit seiner Famile "zu Hause" fühle: "Die Absicht ist es, weiterzumachen."

15:08 Uhr

"Sprechstunde nicht eingerichtet": Regensburg-Profi promoviert in Jura

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Sebastian Nachreiner nutzt sein Köpfchen.

(Foto: imago images/Sascha Janne)

Andere Fußballprofis zocken an der Konsole oder agieren in ihrer Freizeit als Influencer. Sebastian Nachreiner von Zweitligist SSV Jahn Regensburg hat einen anderen Weg eingeschlagen: Er studiert Jura. Und das bringt ihm offenbar eine Menge Offerten.

"Eine Sprechstunde habe ich noch nicht eingerichtet. Wenn es tatsächlich etwas Gravierendes ist, verweise ich darauf, dass ich noch kein Anwalt bin und man sich besser einen nimmt, um auf Nummer sicher zu gehen." Der Verteidiger - im fußballerischen Sinne - arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit.

14:10 Uhr

Topathletin mit Organversagen: "Der Sport nimmt sich viel zu wichtig"

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Franziska Liebhardt 2016 in Rio zwei Medaillen.

(Foto: imago/Beautiful Sports)

Sie wartet wegen chronischen Transplantatversagens auf eine Spenderlunge, da erscheint vieles andere unwichtig. Für Paralympicssiegerin Franziska Liebhardt ist eine Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und der Paralympics in Tokio "längst überfällig".

  • "Es ärgert mich, dass IOC und IPC aktuell so tun, als gäbe es Corona nicht oder als wäre das Problem innerhalb von wenigen Monaten vom Tisch", sagte die 38-Jährige. Liebhardt gewann 2016 in Rio Gold im Kugelstoßen und Silber im Weitsprung gewann.
  • "IOC und IPC behaupten, die Spiele nicht absagen zu wollen, um Athleten nicht ihre Träume zu zerstören", sagte Liebhardt. In der Realität gerieten gerade aber "Tausende Athleten aus aller Welt dadurch unter großen Druck, weil sie sich den Anordnungen ihrer jeweiligen Regierungen widersetzen müssten, um für mögliche Spiele im Sommer fit zu sein."
  • Zudem gehe es darum, führte Liebhardt weiter aus, "das Virus nicht um den ganzen Globus weiterzuverteilen. Es geht darum, eine gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, die sich der Sport sonst doch so gerne auf die Fahnen schreibt. Der Sport nimmt sich da meines Erachtens gerade viel zu wichtig."
12:45 Uhr

Wo das DFB-Team den WM-Titel holte: Maracanã wird zu Feldlazarett umgebaut

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Auch in Sao Paulo wird gebaut.

(Foto: imago images/Xinhua)

Für den guten Zweck: Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, in dem die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaften 1950 und 2014 ausgetragen wurden, könnte zur Unterkunft für Coronavirus-Patienten werden. Flamengo Rio de Janeiro gab in einer Erklärung bekannt, dass der Klub sein Trainingszentrum im Stadtteil Gávea, das in der Nähe eines Krankenhauses liegt, und das Maracanã dem Bundesstaat und der Stadt Rio für ein solches Projekt zur Verfügung gestellt hätte.

  • Flamengo verwaltet das Maracanã derzeit zusammen mit Fluminense. Auch andere brasilianische Klubs wie Botafogo, Corinthians und Santos haben bundesstaatlichen und kommunalen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus ihre Einrichtungen angeboten. Ebenso wird im Pacembu Stadion von Sao Paulo bereits gearbeitet.
  • Auf Bildern war bereits zu sehen, wie etwa das Pacaembu in São Paulo in ein Hospital mit mehr als 200 Betten umgewandelt wurde.
  • Die Idee ist, dass in Stadien und Trainingszentren Patienten untergebracht und Krankenhäuser und Kliniken dadurch entlastet werden können, falls das Virus in Brasilien weiter voranschreitet. Das brasilianische Gesundheitssystem ist darauf schlecht vorbereitet. Vor allem fehlt es landesweit an Intensivbetten.
12:04 Uhr

Selbst Fifa-Präsident sagt: "Fußball kommt an zweiter Stelle"

Wenn er derlei Worte spricht, muss es wirklich ernst sein: Fifa-Präsident Gianni Infantino will sich erst nach dem Ende der Coronavirus-Krise den drängenden Fragen des Weltfußballs annehmen. "Fußball kommt an zweiter Stelle. Zuerst müssen wir dieses Match gegen den Coronavirus gewinnen", sagte der Schweizer in einer Videobotschaft: "Natürlich müssen wir an der Zukunft arbeiten und die Schäden, die im Fußball angerichtet wurden, angehen. Aber das hat jetzt nicht Priorität."

  • Die Fifa hat jüngst zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Kampagne für den richtigen Umgang mit der Pandemie ins Leben gerufen. Unter anderem die 2014er-Weltmeister Philipp Lahm und Miroslav Klose sowie die frühere Nationalspielerin Celia Sasic sind daran beteiligt.
  • Infantino versprach derweil, sich nach dem gewonnenen Kampf gegen das Virus voll für den Fußball einzusetzen. "Wir kommen dann zurück mit neuen Ideen und Formaten - was auch immer der Fußball braucht. Aber jetzt bekämpfen wir den Coronavirus alle zusammen als Team", sagte er.
  • Derzeit sind alle führenden Fußball-Ligen unterbrochen, Vereine bangen um ihre Existenz, und die EM 2020 wurde um ein Jahr verschoben. Ursprünglich sollte im Sommer 2021 die von Infantino erdachte Klub-WM in China starten.
11:38 Uhr

Basketball-Meister? DBB-Präsident erwartet Abbruch

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Ingo Weiss findet: Es gibt Wichtigeres als Basketball.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

Das Coronavirus lässt ein normales Saisonende wohl nicht zu: Das vermutet Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds - und rechnet mit einem Abbruch. "Man hätte sonst eine Verzerrung des Wettbewerbs. Einige Klubs haben ihre Spieler nach Hause geschickt, einige haben schon längst Verträge aufgelöst", sagte der DBB-Chef.

  • "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Saison einen Basketball-Meister küren werden. Meine Hoffnung ist, dass wir die neue Basketball-Saison wie geplant im Oktober starten können und dann wieder alles hochfahren."
  • Die BBL hat ihren Spielbetrieb derzeit bis auf Weiteres ausgesetzt. Morgen wollen Liga und Klubs beraten, wie es weiter geht.
  • Weiss betonte, dass er erwarte, dass die Bundesligaklubs "einen vernünftigen und guten Vorschlag" entwickeln werden.
  • "Wir müssen sehen, dass die Krankenhäuser fit gemacht werden, für das, was noch auf uns zukommt. Wir müssen sehen, dass die Wirtschaft wieder angekurbelt wird, dass unsere Partner und Sponsoren auch für die Zukunft erhalten bleiben", sagte Verbandspräsident Weiss grundsätzlich. "Da ist der Sport - ich sage es ungern - derzeit erstmal in einer Nebenrolle. Der Sport muss sehen, dass er die Gesellschaft zusammenhält."
11:01 Uhr

Läufer und Arzt: Gabius spricht über mutige Athleten

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Gabius wollte sich eigentlich in Wien für Olympia qualifizieren.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Der deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius hat Athletinnen und Athleten für ihre Entschlossenheit in der Diskussion um eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio gelobt. "Ich glaube, die Athleten treffen gerade die Entscheidung. Da sieht man, dass die Sportler das Sagen haben, und das ist auch gut so", sagte Gabius.

  • Zugleich ist er optimistisch: Das Internationale Olympische Komitee werde das auch merken und dann nachziehen. "Das ist klar", meinte der Stuttgarter, der am Sonntag 39 Jahre alt wurde.
  • Gabius bezog sich auf die Absagen der Kanadier und Australier, die sich wegen der Coronavirus-Pandemie gegen eine Teilnahme an Olympia und den Paralympics in Tokio entschieden haben. Norwegen gab wie die Schweiz und Großbritannien bekannt, nur nach Ende der Pandemie bei Olympia zu starten.
  • Zudem haben in den vergangenen Tagen und Wochen deutsche und internationale Sportler eine mögliche Durchführung der Spiele vom 24. Juli bis 9. August in Tokio kritisiert und ihre Verschiebung gefordert. Es sei gut zu sehen, "dass die Sportler mündiger sind als in der Vergangenheit, mutiger, und dass sie einfach sagen: Dieses Spiel machen wir nicht mit".
  • Gabius, der auch Mediziner ist, hat sich für die Spiele noch nicht qualifiziert. Der deutsche Rekordinhaber wollte das Ticket nach ursprünglicher Planung beim Marathon in Wien schaffen, der ist aber auch bereits abgesagt.
10:24 Uhr

Bobic will Saison unbedingt zu Ende spielen

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Bobic hat ein absolutes "Wunsch-Szenario".

(Foto: dpa)

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sind alle Mittel recht, um die unterbrochene Saison der Fußball-Bundesliga trotz der Coronakrise noch zu Ende spielen zu können. "Wie es auch immer geht. Und wenn es täglich sein muss und täglich Spiele sind, unser Wunsch-Szenario ist, die Saison fertig zu kriegen", sagte der Europameister von 1996 im Fußballtalk "Reif ist live" der "Bild"-Zeitung.

Diesen Vorschlag habe Bobic bereits den anderen Klub-Vertretern auf der DFL-Mitgliederversammlung am vergangenen Montag, als die Deutsche Fußball Liga (DFL) einen Bundesliga-Stopp vorerst bis zum 2. April beschlossen hatte, unterbreitet. Heute entscheidet die DFL über das weitere Vorgehen, eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit nach Vorbild der spanischen Liga nannte Bobic "vielleicht auch clever".

10:06 Uhr

Fußball-Drittligisten setzen vermehrt auf Kurzarbeit

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Mario Kallnik sieht keine andere Chance.

(Foto: imago images/Picture Point)

Der 1. FC Magdeburg hat als weiterer Fußball-Drittligist auf Kurzarbeit umgestellt. "Wir haben bei der Agentur für Arbeit einen entsprechenden Antrag gestellt", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik der "Volksstimme". Damit reagierte der Klub auf die Aussetzung des Spielbetriebs bis 30. April.

  • Das Kurzarbeitergeld würde für alle Spieler und Mitarbeiter der Geschäftsstelle gelten. "Wie viele andere Unternehmen und Vereine der Region sind auch wir in dieser sehr schwierigen Situation von der Existenz bedroht. Deshalb müssen wir nun auch die staatlichen Maßnahmen in Anspruch nehmen", erklärte Kallnik.
  • Für den FCM würde das Kurzarbeitergeld zumindest einen Teil des drohenden Verlustes bei einem möglichen Saisonabbruch abfangen. "Im schlechtesten Fall droht uns für den Fall, dass die Saison nicht zu Ende gespielt wird, ein Verlust in Höhe von 2,6 Millionen Euro", sagte Kallnik. Das befürchtete Minus setze sich aus fehlenden Zuschauer- und Werbeeinnahmen sowie drohenden Regressforderungen zusammen.
  • Der FCM hatte laut "Volksstimme" in den vergangenen Jahren ein Eigenkapital in Höhe von 3,3 Millionen Euro aufgebaut, das damit aber fast komplett aufgebraucht wäre. "Die momentane Krise trifft uns hart. Sollte sie weit über den Juni hinaus gehen, wäre zudem unsere Existenz gefährdet", betonte Kallnik. Für den Fall, dass die Spielzeit abgebrochen werden muss, wäre für den Magdeburger Geschäftsführer "die Annullierung der Saison am sinnvollsten".
  • Vor dem FCM hatten bereits Vereine wie der Hallesche FC, der FSV Zwickau, der Chemnitzer FC und der FC Carl Zeiss Jena auf Kurzarbeit umgestellt. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bei Kurzarbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Osten derzeit bei 6450 Euro.
09:14 Uhr

Nach Brady-Abgang: Patriots geben auch Gostkowski ab

Die New England Patriots aus der US-Footballliga NFL verlieren nach Star-Quarterback Tom Brady eine weitere Säule vergangener Triumphe. Wie das Team aus Foxborough bekannt gab, verzichte man künftig auf die Dienste von Kicker Stephen Gostkowski.

  • Der 36-Jährige war an drei der sechs Super-Bowl-Erfolge der Patriots beteiligt.
  • Mit 1775 Karrierepunkten und 374 Field Goals in 14 Spielzeiten führt Gostkowski die "ewige" Rangliste der "Pats" an. Er verwandelte 87,4 Prozent seiner Field Goals und ist damit die Nummer fünf in der Geschichte der NFL.
  • Wegen einer Hüftoperation im vergangenen Oktober konnte Gostkowski in der abgelaufenen Spielzeit nur die ersten vier Spiele bestreiten. 2006 gab "Gotti" sein Debüt für die Patriots, damit war er das zweitälteste Teammitglied nach Brady.
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08:45 Uhr

Olympia-Verschiebung? IOC-Präsident Bach und Abe wollen reden

IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen einem Bericht zufolge heute über eine Verschiebung der Olympischen Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie reden. In dem Telefongespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees werde Abe sich voraussichtlich dafür aussprechen, dass die Sportveranstaltung aber noch binnen eines Jahres stattfinden sollte, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen nicht näher genannten Regierungsbeamten.

  • Die endgültige Entscheidung treffen jedoch das IOC, die Stadt Tokio als Ausrichterin der Spiele sowie das Japanische Olympische Komitee.
  • An der Telefonschalte am Dienstag sollen demnach auch der Präsident des Organisationskomitees in Tokio, Yoshiro Mori, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto teilnehmen.
  • Ministerpräsident Abe hatte betont, dass eine Absage der Spiele nicht zur Debatte stehe. Er räumte aber ein, dass die Sportveranstaltung unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht stattfinden könne. Das IOC hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen zu entscheiden, ob die Sommerspiele stattfinden sollen.
  • Für den früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung bereits beschlossene Sache. "Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß", hatte Pound der Zeitung "USA Today" gesagt.
  • Die Olympischen Spiele sollen planmäßig vom 24. Juli bis 9. August in der japanischen Hauptstadt stattfinden. Die Paralympischen Spiele sind für den Zeitraum vom 25. August bis zum 6. September geplant.
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07:55 Uhr

Hannovers Horn über Coronavirus: "War echt fertig und hatte Fieber"

Eine gute Nachricht: Fußballprofi Jannes Horn von Hannover 96 hat sich von seiner Coronainfektion gut erholt. "Mittlerweile geht es mir wieder gut, die ersten drei bis vier Tage war ich echt fertig und hatte Fieber. Es hat sich angefühlt wie eine Grippe. Seitdem ging es jeden Tag bergauf, mir geht es wieder super", sagte der 23-Jährige in einem Skype-Interview, das auf der Internetseite des Zweitligaklubs veröffentlicht wurde. "Ich bin seit vier oder fünf Tagen schon wieder am Fahrradfahren und fühle mich echt gut."

Horn war am 12. März der zweite deutsche Fußball-Profi und nach Timo Hübers auch der zweite Spieler von Hannover 96, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Seitdem befindet sich die komplette Mannschaft in einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne, die morgen endet. "Es kribbelt schon wieder sehr in den Beinen, man möchte unbedingt zurück auf den Platz", sagte der Abwehrspieler. "Aber man weiß auch, dass es noch nicht geht. Klar ist: Es gibt aktuell sehr viel wichtigere Themen als den Fußball."

07:18 Uhr

Formel 1 setzt auf mindestens 15 Rennen

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Die Formel-1-Bosse streben in einem überarbeiteten Kalender für dieses Jahr 15 bis 18 Rennen an. Das teilte Geschäftsführer Chase Carey in einem Statement auf der Homepage der Motorsport-Königsklasse mit.

  • Erst gestern war auch der Große Preis von Aserbaidschan wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Insgesamt fallen die ersten acht der geplanten 22 Rennen der Saison bereits aus. Welche davon wann nachgeholt werden, ist offen. Monaco verzichtete bereits auf ein mögliches neues Datum.
  • Details zum Kalender nannte Carey nicht. "Im Moment kann niemand sicher sagen kann, wann sich die Situation verbessern wird. Wenn sie es tut, werden wir bereit sein, wieder Rennen zu fahren", sagte der US-Amerikaner: "Wir sind entschlossen, unseren Fans eine WM-Saison 2020 zu bieten."
  • Der früheste Saisonstart könnte der 14. Juni mit dem Rennen im kanadischen Montréal erfolgen, falls es bei dem Grand Prix an diesem Datum bleibt.
06:46 Uhr

Türkische Trainerlegende Terim mit Coronavirus infiziert

Die türkische Trainerikone Fatih Terim, derzeit Coach des Fußballrekordmeisters Galatasaray Istanbul, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der 66-Jährige via Twitter bekannt.

  • "Ich bin im Krankenhaus in besten Händen. Macht euch keine Sorgen. Sobald möglich werde ich mehr mitteilen", schrieb Terim0.
  • Der Erfolgscoach führte die türkische Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2008 ins Halbfinale. Bei Galatasaray steht er seit 2017 zum vierten Mal an der Seitenlinie, 2000 gewann er mit den "Löwen" den Uefa-Cup.
  • In der Türkei waren am Montag offiziell mehr als 1200 Menschen mit Covid-19 infiziert (30 Tote).
05:59 Uhr

Bayern-Profis verzichten offenbar auf Gehalt

In der Fußball-Bundesliga deutet sich bei Spielern und Funktionären große Bereitschaft zu einem partiellen Gehaltsverzicht an. Medienberichten zufolge haben sich alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat des Rekordmeisters FC Bayern München bereit erklärt, wegen der Einschnitte aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung.

Die Personalkosten beim FC Bayern in der Saison 2018/19 beliefen sich bei allen Beschäftigten auf 336,2 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 750,2 Millionen Euro.