Dienstag, 24. November 2020Der Sport-Tag

23:25 Uhr

Zweitliga-Präsident warnt: "Es könnte zum Mega-Crash kommen"

Präsident Helge Leonhardt von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue fürchtet massive Konsequenzen für unterklassige Vereine durch die Corona-Krise. "Wir werden in harte Zeiten kommen. Wenn die Lockdown-Maßnahmen bis ins nächste Vierteljahr notwendig sind, wovon ich auch ausgehe, wird es für viele Vereine sehr, sehr eng", sagte er in einem Interview auf der Vereinshomepage: "Es könnte zum Mega-Crash kommen. Damit muss ich nicht immer nur die ersten drei Ligen meinen. Das geht in die vierte, fünfte Liga hinein." Um ein solches Szenario zu verhindern, brauche es von Bundes- und Landesregierung sowie den zuständigen Verbänden "kluge Entscheidungen", so Leonhardt.

23:07 Uhr

Schlaudraff gewinnt Prozess gegen Hannover 96

Der ehemalige Sportdirektor Jan Schlaudraff hat im Prozess gegen Fußball-Zweitligist Hannover 96 wegen seiner fristlosen Kündigung einen Sieg errungen. Das Arbeitsgericht Hannover entschied nach mehrstündiger Verhandlung, dass die Gründe für die im Februar ausgesprochene Kündigung nicht plausibel gewesen seien. Dem Ex-Profi stehen damit mehr als 168.000 Euro Nachzahlung zu. Zudem läuft der Vertrag von Schlaudraff unbefristet weiter. Allerdings wird der 37-Jährige nicht mehr für den Klub tätig sein. In den nächsten Wochen sollen beide Seiten Gespräche über eine Auflösung des Vertrages in Angriff nehmen. Bis dahin muss 96 Schlaudraff weiterbezahlen. Der Klub kann gegen das Urteil aber noch Berufung einlegen.

22:42 Uhr

Die Hüfte macht Probleme: Deutscher Ski-Star muss wohl unters Messer

Ski-Star Thomas Dreßen muss sich voraussichtlich einer Hüftoperation unterziehen und könnte daher länger ausfallen. Einem Bericht der "Bild" zufolge ist der Eingriff für kommenden Donnerstag in München geplant. Dabei solle festgestellt werden, wie schwer die Verletzung ist und wie lange das Abfahrts-Ass pausieren muss. Es solle sich um eine Knochenabsplitterung handeln. Der Deutsche Skiverband (DSV) teilte auf dpa-Nachfrage mit, dass über die Notwendigkeit einer Operation noch nicht endgültig entschieden worden sei, aber vieles darauf hindeute. Dreßen sei vorzeitig aus dem Trainingslager der deutschen Speedspezialisten in den USA abgereist. Deutschlands Skisportler des Jahres wollte eigentlich am 12. Dezember im französischen Val d'Isère in die neue Saison starten. Nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg gilt der 27-Jährige, der 2018 auf der legendären Streif in Kitzbühel triumphierte, als größte deutsche Alpin-Hoffnung in diesem Weltcup-Winter.

22:23 Uhr

Hoffenheims Gegner schickt diesmal nicht seine zweite Mannschaft aufs Feld

Der FC Slovan Liberec muss beim Europa-League-Rückspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim morgen (18.55 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) nicht mit einem zweitklassigen Team antreten. "Ich kann bestätigen, dass praktisch alle Spieler des A-Teams die Quarantäne beendet haben", sagte ein Vereinssprecher der Tschechen auf Anfrage. Die Namen wurden wie in Tschechien üblich nicht bekannt gegeben. Beim Hinspiel am 5. November hatten der Mannschaft aus dem nordböhmischen Liberec 15 Spieler aufgrund von Coronavirus-Infektionen gefehlt. Die ungleiche Begegnung endete 5:0 für Gastgeber Hoffenheim.

22:01 Uhr

Wolfsburg muss nach Serbien, der FC Bayern nach Amsterdam

Für den deutschen Frauenfußball-Meister VfL Wolfsburg beginnt die neue Saison der Champions League mit einem Wiedersehen, für Bayern München mit überschaubarem Reisestress. Für die Runde der letzten 32 bekam der VfL den serbischen Meister ZFK Spartak Subotica zugelost, der FC Bayern trifft auf Ajax Amsterdam. Die Hinspiele steigen am 9./10. Dezember, die Rückspiele am 15./16. Dezember.

Das Bundesliga-Topduo muss zunächst auswärts antreten. Wolfsburg startete bereits in der Spielzeit 2015/16 gegen die Serbinnen (0:0/4:0). "Als Finalist der vergangenen Saison werden wir natürlich als klarer Favorit in die Spiele gegen Spartak Subotica gehen. Wir wissen aber auch, dass vor allem wegen der infrastrukturellen Voraussetzungen das Spiel in Serbien eine Herausforderung für das Team sein wird", sagte Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen.

21:32 Uhr

54 Jahre alter Mike Tyson startet topfit in Comeback-Kampf

Das Entfant Terrible des Boxsports ist zurück. Im Kampf gegen die drei Jahre jüngere Box-Legende Roy Jones Jr. will Mike Tyson sein Können noch einmal unter Beweis stellen - und das mit 54. Kritikern, die einen reinen Show-Fight wittern, erteilt Tyson eine klare Absage.

20:52 Uhr

De Sousa gewinnt sensationell den Grand Slam of Darts

Der Portugiese Jose de Sousa hat sensationell den Grand Slam of Darts gewonnen. Die Nummer 34 der Welt schlug im Finale von Coventry den englischen Lokalmatador James Wade 16:12 und kassiert für seinen ersten Major-Titel ein Preisgeld in Höhe von 125.000 Pfund (rund 140.000 Euro). Wade, der bereits zum dritten Mal im Grand-Slam-Finale den Kürzeren zog, erhält 65.000 Pfund. De Sousa hatte im Viertelfinale überraschend den Weltranglistenvierten Michael Smith (England) ausgeschaltet, danach schlug er den Australier Simon Whitlock (Nr. 20). Im Finale gegen Wade (37) erholte sich de Sousa schnell von einem Fehlstart (0:3) und nutze seinen ersten Matchdart. Er warf 15-mal die Maximalpunktzahl 180. Der einzige deutsche Starter Gabriel Clemens war bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.

20:28 Uhr

Schalke setzt Ibisevic vor die Tür

Schalke 04 will das Chaos im Verein mit einem Rundumschlag in den Griff bekommen. Der Fußball-Bundesligist hat den Vertrag mit seinem Stürmer Vedad Ibisevic zum 31. Dezember aufgelöst. Nabil Bentaleb und Amine Harit wurden vorerst vom Training mit der ersten Mannschaft suspendiert und sollen individuelle Einheiten absolvieren, Bentaleb wird den Verein spätestens im Sommer verlassen. Das teilte der Tabellenletzte am Abend mit.

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20:04 Uhr

111 Tage nach Horror-Sturz und künstlichem Koma: Jakobsen sitzt wieder auf dem Rad

Mehr als drei Monate nach seinem schweren Sturz bei der Polen-Rundfahrt kann Radprofi Fabio Jakobsen wieder trainieren. Der Niederländer teilte via Twitter mit, dass er eine Runde mit seiner Freundin Delore Stougje gefahren ist. "Es war bis jetzt eine ziemliche Reise. Ich möchte mich bei allen medizinischen Spezialisten bedanken, die mir auf diesem Weg geholfen haben", schrieb Jakobsen. "Ich freue mich schon auf meine nächste OP im Januar. Bis dahin beginne ich langsam wieder mit dem Training."

Der frühere niederländische Meister war am 5. August auf der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt in einem abschüssigen Sprint von seinem Landsmann Dylan Groenewegen bei hoher Geschwindigkeit in eine Absperrung gedrängt worden. Zwischenzeitlich lag Jakobsen im künstlichen Koma. Die Rekonstruktion seines Kiefers und seines Gebisses ist noch nicht abgeschlossen. Jakobsen hat nur noch einen eigenen Zahn, musste im Gesicht mit 130 Stichen genäht werden.

19:31 Uhr

Schröder bekommt Verstärkung

Sechs Jahre nach dem Abschied von Pau Gasol hat NBA-Champion Los Angeles Lakers dessen jüngeren Bruder Marc verpflichtet. Der 35-jährige Spanier kommt von den Toronto Raptors, mit denen er 2019 in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga Meister geworden war. Der Center läuft damit künftig an der Seite des deutschen Nationalspielers Dennis Schröder auf.

Pau Gasol hatte von 2008 bis 2014 für die Lakers gespielt, zweimal holte er zusammen mit der im Januar tödlich verunglückten Klublegende Kobe Bryant den Titel. Im Sommer 2019 unterschrieb der 40-jährige Gasol bei den Portland Trail Blazers, derzeit ist er vertragslos. In der laufenden Transferperiode hatten die Lakers vor Center Gasol unter anderem Schröder (Oklahoma City Thunder) und Montrezl Harrell (Los Angeles Clippers) geholt.

19:03 Uhr

FC Bayern wollte Gonzalo Castro, aber Castro wollte den FC Bayern nicht

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Gonzalo Castro hat vor einigen Jahren ein Angebot des FC Bayern München abgelehnt. "Es war vor ein paar Jahren tatsächlich mal so - da hatte ich mich aber schon für Borussia Dortmund entschieden. Von daher war das Thema dann durch", antwortete der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart auf die Frage, ob er mal zum Fußball-Rekordmeister hätte wechseln können. "Ich bereue das nicht." Er habe sich mit seiner Familie in Dortmund sehr wohl gefühlt und 2017 den DFB-Pokal mit dem BVB gewonnen, sagte der 33-Jährige. Castro war 2015 von Bayer 04 Leverkusen zur Borussia gewechselt.

18:34 Uhr

Schaffelhuber ist "Sportlerin des Jahrzehnts"

Die siebenmalige Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber ist zu "Deutschlands Para-Sportlerin des Jahrzehnts" gewählt worden. Die 27 Jahre alte ehemalige Monoskifahrerin setzte sich mit 39,08 Prozent der mehr als 10.000 abgegebenen Stimmen vor Andrea Eskau (Radsport und Ski nordisch/20,18 Prozent) und Verena Bentele (Ski nordisch und Biathlon/14,92 Prozent), die erst kürzlich in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen wurde, durch.

Ende November 2019 hatte Schaffelhuber ihre Erfolgskarriere im Alter von 26 Jahren beendet: Sieben Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille bei Paralympics, elf WM-Titel und sechs Gesamtweltcupsiege stehen in ihrer Vita. Zuvor hatte Mathias Mester den Sonderpreis "Besondere Leistung 2020" des Deutschen Behindertensportverbandes erhalten. Der kleinwüchsige Speerwerfer wurde für seine Medienaktivitäten ausgezeichnet, mit denen er den Para-Sport in Zeiten der Corona-Krise in der Öffentlichkeit weiter im Fokus hielt.

18:02 Uhr

Niederschmetternde Diagnose für Köpke und Nürnberg

Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg muss in den kommenden Monaten auf Stürmer Pascal Köpke verzichten. Der 25-Jährige zog sich beim 4:1-Erfolg des "Club" gestern Abend beim VfL Osnabrück einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Dies ergab eine MRT-Untersuchung. Der Sohn von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke wird morgen in Augsburg operiert. "Die Schwere der Verletzung ist unglaublich bitter für Pascal. Er war gerade in der Verfassung, die wir uns von ihm erhofft hatten. Wir werden ihn als Mannschaft versuchen aufzufangen", sagte FCN-Trainer Robert Klauß.

17:39 Uhr

"Skandalös": 2. Basketball-Bundesliga verschärft Hygiene-Konzept

Die zweite Basketball-Bundesliga ProA hat auf die Vielzahl von Corona-Infektionen reagiert und das Hygienekonzept erweitert. Ab sofort müssen alle beteiligten Spieler, Trainer und Schiedsrichter sowie Kommissare vor den Partien "verpflichtend" auf das Virus getestet werden. Bereits ein positives Testergebnis führe zur Spielabsage, hieß es in einer Pressemitteilung. "Die Gesundheit aller am Spielbetrieb beteiligten Personen hat für uns höchste Priorität", sagte Geschäftsführer Christian Krings: "Um das Infektionsrisiko zu minimieren, wollen wir durch die zusätzlichen Testungen auch asymptomatische Infektionsverläufe vor einem Spiel erkennen und zur Sicherheit aller reagieren können."

Anfang November waren Diskussionen über den Umgang der Spielklasse mit der Corona-Pandemie aufgekommen. Nach einem Spiel gegen Phoenix Hagen waren bei den Nürnberg Falcons zehn von 14 Spielern positiv getestet worden. Der 90-malige Nationalspieler Bastian Doreth sprach von einer "absolut chaotischen und fast schon skandalösen" Lage.

17:02 Uhr

Abflug in der Halbzeit? Schalke nimmt Stambouli in Schutz

Der FC Schalke 04 hat ein angebliches Fehlverhalten von Benjamin Stambouli dementiert. Es war berichtet worden, dass der Franzose nach seiner Auswechslung beim 0:2 gegen den VfL Wolfsburg bereits in der Halbzeitpause die Veltins-Arena verlassen habe. "Benji hat enttäuscht auf seine Auswechslung in der Halbzeit reagiert - ja. Aber er hat nicht vorzeitig das Stadion verlassen, das ist schlicht eine Falschmeldung", sagte Sportvorstand Jochen Schneider. Stambouli habe sich nach Wiederanpfiff der Partie auf die Tribüne gesetzt und die Mannschaft unterstützt. Schneider: "Wir haben mit Benji gesprochen, es ist alles ausgeräumt."

Schalke bemühte Zeugenaussagen und Videoaufnahmen der Überwachungskameras, um die Anschuldigungen gegen Stambouli zu entkräften. Dieser habe erst "weit nach Schlusspfiff und zusammen mit Omar Mascarell sowie Goncalo Paciencia" die Arena verlassen.

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16:13 Uhr

Rodel-Legende Hackl erwartet viel von Felix Loch

Deutschlands Rodel-Idol Georg Hackl glaubt an einen starken Winter des dreimaligen Olympiasiegers Felix Loch. "Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich sehe den Felix jeden Tag an seinem Material arbeiten. Ich sehe ihn jeden Tag rodeln und trainieren - und so gut wie er im Moment ist, habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen", sagte Hackl der "Sportbild".

Der 31-jährige Loch, der bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang in Führung liegend sein drittes Einzel-Gold in Serie aufgrund eines Patzers verfehlte, hatte am Wochenende auf der Heimbahn in Königssee souverän den deutschen Meistertitel geholt. Bei der WM zuletzt in Sotschi ging er aber leer aus. "Wir machen ständig Überstunden. Wir basteln, wir forschen, wir probieren. Es gibt viel zu tun", betonte "Schorsch" Hackl vor dem Weltcup-Start an diesem Wochenende in Innsbruck/Igls. Die WM in diesem Winter findet vom 29. bis 31. Januar auf der Heimbahn am Königssee statt.

15:41 Uhr

Flick ohne Nachsicht: Süle muss in der Champions League zugucken

Bayern Münchens Trainer Hansi Flick hofft morgen Abend (21.00 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) im Gruppenspiel der Champions League gegen RB Salzburg auf den Einsatz von Weltmeister Lucas Hernández. Vielleicht könne der Franzose "auf der Bank dabei sein", sagte Flick, man müsse aber noch abwarten. Hernandez hatte sich beim 1:1 gegen Bremen am Samstag das Becken geprellt. Definitiv muss der Triple-Gewinner laut Flick auf die angeschlagenen Corentin Tolisso und Bouna Sarr (muskuläre Probleme) verzichten. Tanguy Nianzou ist für die Gruppenphase nicht gemeldet. Zudem lässt Flick erneut Nationalspieler Niklas Süle draußen. "Er hat Trainingsrückstand. Den müssen wir aufholen. Jetzt hoffen wir auf Samstag", sagte der Bayern-Coach mit Blick auf die Liga-Begegnung beim VfB Stuttgart.

Gute Nachrichten gab es bei Alphonso Davies. Der Linksverteidiger hat einen Monat nach seinem Bänderriss im rechten Sprunggelenk eine erste lockere Laufeinheit absolviert. Seine Rückkehr wird spätestens für Januar erwartet. Dann soll auch Joshua Kimmich (Knie-OP) wieder bereit sein.

15:23 Uhr

Minister Müller fordert: Bundesliga soll klimaneutral werden

Entwicklungsminister Gerd Müller nimmt die Fußball-Bundesliga beim Klimaschutz in die Pflicht. "Die Bundesliga sollte sich komplett ein neues Image in der Corona-Krise geben und sich in den nächsten Jahren klimaneutral stellen", sagte der CSU-Politiker bei der Vorstellung einer Kooperation der "Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima" mit "Sports for Future", mit der Millionen von Sportlern für den Klimaschutz begeistert werden sollen. "Es ist kein Mirakel, einen Bundesligaclub klimaneutral zu stellen. Grün sollten alle sein, nicht nur Werder Bremen." Die TSG 1899 Hoffenheim hatte bereits angekündigt, dieses Ziel zu verfolgen. "Die Bundesliga hat das Potenzial, sich diesem Thema zu stellen und Verantwortung zu übernehmen", sagte 1899-Mäzen Dietmar Hopp. Nach der Pandemie sollte man es mit Ernsthaftigkeit angehen.

14:25 Uhr

Sexuelle Belästigung: Erneute Vorwürfe gegen Weltmeister Villa

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Gegen ihn werden schwere Vorwürfe erhoben.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Der frühere spanische Nationalspieler David Villa sieht sich weiter schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die ehemalige Praktikantin des MLS-Klubs New York City FC, Skyler Badillo, die der heute 38-Jährige während seiner Zeit in den USA zwischen 2015 und 2018 sexuell belästigt haben soll, erneuerte ihre Vorwürfe in einem Interview mit "The Athletic". Darin beschuldigt sie zudem den Klub, ihre Bedenken nicht ernst genommen zu haben. Villa habe der damals 20-Jährigen wiederholt gesagt, dass er sie liebe und sie unangemessen berührt, sagte Badillo. Der Weltmeister von 2010 habe ihr auch Alkohol angeboten, als sie noch nicht das legale Alter erreicht hatte. Zwei Mitglieder des Vereins hätten gelacht, als sie ihnen erzählte, was passiert war. Ein Sprecher von Villa wies die Behauptungen zurück. "Als David, zwei Jahre nachdem er das Team verlassen hatte, zum ersten Mal davon erfuhr, arbeitete er bei der Untersuchung voll und ganz mit. Alle Anschuldigungen sind unwahr."

13:11 Uhr

Brutales Foul im Fußball: Täter ist schadensersatzpflichtig

Ein Fußballer, der seinen Gegenspieler im Sinne der Regeln des Deutschen Fußball-Bundes vorsätzlich brutal foult, muss für die dadurch hervorgerufenen Verletzungen haften. Diese Entscheidung hat der 7. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts getroffen (Az. 7 U 214/1). Der Kläger war bei einem Kreisklassenspiel im Mai 2017 bereits in der achten Spielminute in Höhe des Mittelkreises gefoult worden und erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Der Schiedsrichter ahndete die Aktion mit der Roten Karte. In der Begründung des Oberlandesgerichts (OLG) wird ausgeführt, dass nicht jeder Regelverstoß zwingend zu einer Schadensersatzverpflichtung führt. Entscheidend sei der Grad des Regelverstoßes und das Maß des Verschuldens. Der Beklagte habe die schwere Verletzung des Klägers billigend in Kauf genommen. Die Klage war zunächst vom Landgericht abgewiesen worden.

12:34 Uhr

Die sportlichen Schlagzeilen am Mittag

11:22 Uhr

Antonitsch sieht Thiem "einen Schritt vor" Zverev und Co.

Der ehemalige Tennisprofi Alex Antonitsch sieht US-Open-Sieger Dominic Thiem auf der Verfolgung der "großen Drei" einen Schritt vor Alexander Zverev und Co. Antonitsch sagte bei ServusTV, es bestehe ein Unterschied, "ob ich in einem ATP-Final bin oder einen Grand Slam gewinne, wo Best-of-Five gespielt wird". Die beste Zeit von Thiem werde erst noch kommen. "Mit seinem Team um Alex Stober, Mike Reinprecht und Nico Massu hat er noch einmal zugelegt." Thiem sei nicht mehr ausrechenbar. "Alle haben Respekt vor ihm, sodass sie teilweise Fehler machen, weil sie nicht unter die Räder kommen wollen", sagte Antonitsch: "Sie wissen, dass er bei wichtigen Punkten sein bestes Tennis spielt." Am Samstag hatte der 27 Jahre alte Österreicher Thiem das Endspiel der ATP Finals in London in drei Sätzen gegen den drei Jahre jüngeren Russen Daniil Medwedew verloren.

10:54 Uhr

Medien: Schalker Spieler sorgen für Eklat gegen Coach Baum

Der FC Schalke 04 kommt sportlich und atmosphärisch nicht mehr zur Ruhe. Nun soll es den nächsten Eklat gegeben haben. Wie "Sky" berichtet, sollen sich mehrere Spieler in der Pause des Spiels gegen den VfL Wolfsburg (0:2) respektlos gegenüber Trainer Manuel Baum verhalten haben. Zu diesen gehören Nabil Bentaleb und Amine Harit, die in der Vergangenheit schon durch Disziplinlosigkeiten aufgefallen sind, sowie Vize-Kapitän Benjamin Stambouli. Was genau passiert ist, verrät der Sender nicht. Das Trio habe sich jedenfalls "nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt". Laut "Bild" ist Stambouli noch während des Spiels aus dem Stadion geflüchtet, weil er wegen seiner Auswechslung "wütend" gewesen sei. Baum griff bereits am Sonntag durch und schloss Bentaleb, Harit und Stambouli vorübergehend vom Trainingsbetrieb aus.

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10:26 Uhr

Darts-WM: Zuschauer im "Ally Pally" möglich

Die Darts-Weltmeisterschaft 2021 soll am 15. Dezember beginnen und könnte trotz der Coronavirus-Pandemie sogar vor Zuschauern stattfinden.

  • Der Weltverband PDC bestätigte nun den Termin vom 15. Dezember bis 3. Januar und den Austragungsort London, wo trotz diverser Gerüchte wieder im traditionellen Alexandra Palace gespielt werden soll.
  • Nachdem die britische Regierung am Montag eine Teilrückkehr von Zuschauern ab 2. Dezember in Aussicht stellte, hofft die PDC darauf, auch beim wichtigsten Darts-Turnier des Jahres Fans begrüßen zu dürfen.
  • PDC-Boss Barry Hearn sagte: "Die Ankündigung vom Montag bedeutet, dass wir unsere Diskussionen mit den zuständigen Gremien intensivieren können, um bei der WM erstmals seit März vor Publikum in Großbritannien zu spielen."
09:56 Uhr

Wegen Alaba & Boateng: Neues Zoff-Potenzial beim FC Bayern?

Schon während des Sommertransferfensters soll Coach Hansi Flick mit seiner öffentlichen Forderung nach Verstärkungen bei den Bossen des FC Bayern angeeckt sein. Nun könnte es wieder neues Konflikt-Potenzial an der Säbener Straße geben. Laut einem "Bild"-Bericht "knirscht" und "grummelt" es beim FC Bayern. Grund dafür seien die auslaufenden Verträge von David Alaba und Jérôme Boateng, die die Münchner Chefetage wohl nicht verlängern will. Flick ließ in der jüngsten Vergangenheit mehrfach durchblicken, dass er sowohl auf Boateng als auch auf Alaba große Stücke hält.

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09:27 Uhr

Und schon wieder vergeigt Tom Brady ein Spiel

Zu viele Fehler von Quarterback-Superstar Tom Brady haben die Tampa Bay Buccaneers den möglichen Sieg gegen die Los Angeles Rams gekostet.

  • Brady leistete sich beim umkämpften 24:27 zwei Interceptions und einige weitere ungenaue Würfe.
  • Der zweite von den Rams abgefangene Pass nahm den Buccaneers weniger als zwei Minuten vor dem Ende alle Hoffnungen.
  • Wie der erfolgreichste Quarterback der NFL-Geschichte leistete sich auch Rams-Spielmacher Jared Goff zwei Interceptions, brachte aber drei Pässe für Touchdowns zu seinen Mitspielern.
  • Brady hatte zwei Touchdown-Pässe und überholte damit wieder den derzeit verletzten Drew Brees von den New Orleans Saints als Rekordhalter.
  • Allerdings hatte er auch seit 2011 keinen Saisonstart mehr mit neun Interceptions nach elf Spielen.
  • Die vierte Saisonniederlage verringerte die Hoffnungen der Buccaneers auf Rang eins der NFC South.
08:50 Uhr

Jürgen Klopp überrascht mit erstaunlicher Selbsteinschätzung

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Motiviert?

(Foto: imago images/ANP)

Jürgen Klopp sieht sich nicht gerade als Motivationskünstler. "Ich habe keine Ahnung, wie Motivation geht, ehrlich. Und wäre Motivieren meine einzige Stärke, dann wäre ich nicht da, wo ich bin", sagte er der "ADAC Motorwelt". Zur Erklärung: Klopp wird immer wieder, auch von Spielern, dafür gelobt, wie sehr er mit seiner mitreißenden und emotionalen Art eine Mannschaft anspornen kann. Der Liverpool-Coach gab zu: "Ich kann nicht den ganzen Tag irgendwelche flammenden Reden halten. Ich muss wie jeder andere auch ganz viel Kleinkram machen." Er mache das, was er mache, total gern. Und anderen zu erklären, warum man etwas, das man sehr gerne mache, mit hohem Einsatz machen sollte, falle ihm nicht schwer. Dabei treibe ihn der Erfolgshunger an: "Ich selbst habe den Champions-League-Sieg schon eine Woche später nicht mehr gefühlt. Das war bei der Meisterschaft genauso. Ich bin also schon lange wieder hungrig."

08:15 Uhr

"Bild": Treffen mit Löw im kleinen Kreis vor DFB-Präsidiumssitzung

Noch bevor sich die Spitze des DFB am 4. Dezember über die Zukunft des Bundestrainers berät, soll es laut der "Bild" ein Treffen mit Joachim Löw in kleinerer Runde geben. An dem Gespräch sollen nach Informationen der Zeitung DFB-Präsident Fritz Keller und der 1. Vizepräsident Peter Peters teilnehmen. Am 4. Dezember ist zunächst eine Analyse des jüngsten 0:6 in Spanien und der "Gesamtentwicklung der Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren" durch DFB-Direktor Oliver Bierhoff geplant. Der umstrittene Löw (60) solle Zeit für eine grundlegende Aufarbeitung der Lage bekommen. "Sportlich, um die Ursachen der deutlichen Niederlage von Sevilla zu analysieren. Und persönlich, um die eigene große Enttäuschung zu verarbeiten", hatte der DFB am Montag mitgeteilt. Erst nach dieser Präsidiumssitzung werde der Verband "zum gegebenen Zeitpunkt über Ergebnisse der Beratungen und nächste Schritte informieren".

07:52 Uhr

Knie von Supertalent Joe Burrow ist komplett zertrümmert

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"Wir sehen uns nächstes Jahr."

(Foto: imago images/Icon SMI)

NFL-Quarterback Joe Burrow von den Cincinnati Bengals hat sich laut Medienberichten schwer am Knie verletzt.

  • Der an erster Stelle des Drafts ausgewählte Hoffnungsträger der Bengals erlitt demnach am Sonntag einen doppelten Kreuzbandriss sowie weitere Schäden im linken Knie, berichtete unter anderem ESPN.
  •  Burrow war im dritten Viertel bei der Niederlage gegen das Washington Football Team von zwei Verteidigern attackiert und in die Zange genommen worden und musste anschließend vom Feld gebracht werden.
  • Unmittelbar danach hatte der 23-Jährige bei Twitter bereits geschrieben: "Wir sehen uns nächstes Jahr."
07:21 Uhr

Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen

06:47 Uhr

"Wer hat das erlaubt?" Fifa 21 erzürnt Zlatan Ibrahimovic

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Empörter Zlatan.

(Foto: imago images/LaPresse)

Zlatan Ibrahimovic begeistert nicht nur auf dem realen Platz die Massen, sondern gehört auch in der Simulation Fifa 21 von EA wieder zu den beliebtesten Spielern. Doch dem Schweden passt es so gar nicht, dass der im Videospiel steuerbare Avatar ziemlich genau wie er selbst aussieht - und auch noch so heißt. "Wer hat EA Sports die Erlaubnis gegeben, meinen Namen und mein Gesicht zu verwenden? Die FIFPro?", fragte Ibrahimovic erbost bei Twitter. Er sei sich nie bewusst gewesen, ein Mitglied der Spielervereinigung zu sein, schon gar nicht habe er der Fifa oder der FIFPro gestattet, "Geld mit mir zu machen. Jemand macht Geld mit meinem Gesicht und meinem Namen, und das seit Jahren", echauffierte er sich. Es sei an der "Zeit, das zu untersuchen."

06:22 Uhr

Coronafall beim BVB: Reinier in häuslicher Isolation

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Aktuell isoliert.

(Foto: imago images/Buzzi)

Borussia Dortmund hat einen Coronafall zu verzeichnen. Der Brasilianer Reinier wurde einen Tag vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge (ab 21 Uhr im Liveticker) positiv auf Corona getestet. Alle weiteren Testergebnisse von Spielern und Teammitgliedern seien negativ gewesen. Der 18 Jahre alte Flügelspieler war in der vergangenen Woche für die brasilianische U23-Nationalmannschaft in der Olympia-Qualifikation in Kairo und gegen Südkorea im Einsatz. Beim 5:2-Auswärtssieg der Dortmunder bei Hertha BSC am Samstagabend stand Reinier nicht im Kader. Er sei laut Klubangaben derzeit symptomfrei und befinde sich in häuslicher Isolation.

05:57 Uhr

"Urknall": Lionel Messi reist nicht mit zum Spiel in Kiew

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Pause nötig, oder?

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Superstar Lionel Messi darf nicht mit zum Champions-League-Spiel des krisengebeutelten FC Barcelona bei Dynamo Kiew reisen. Der niederländische Barça-Trainer Ronald Koeman versicherte, der argentinische Fußballer benötige wie Frenkie de Jong angesichts der vielen Spiele eine Ruhepause. Aber "As" schrieb von einem "Urknall". Die Sportzeitung spekulierte, es könne andere Gründe als nur die Schonung des wichtigsten Spielers geben. Seit dem verhinderten Wechsel im Sommer gab es häufiger Zweifel an Messis Motivation. Zuletzt erinnerten die Leistungen des Weltstars kaum noch an frühere Glanzzeiten. So zeigte der 33-Jährige beim enttäuschenden 0:1 gegen Atlético Madrid eine erschreckend schwache Leistung.