Dienstag, 27. Juli 2021Der Sport-Tag

22:25 Uhr

Ohne Tageslicht und frische Luft: Beschwerde über "inakzeptable" Bedingungen bei Olympia

Die Delegation der Niederlande wird sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen "inakzeptabler" Quarantäne-Bedingungen während der Sommerspiele in Tokio beschweren. Das teilte Maurits Hendriks, Technischer Direktor des Nationalen Olympischen Komitees, mit. Die Niederlande beklagen bereits sechs Corona-Fälle, die sich allesamt "unter sehr schlechten Bedingungen" in Isolation befänden.

"Diese Leute haben ihren olympischen Traum schon verloren und werden nun in eine noch schlimmere Situation gebracht", sagte Hendriks: "Wir werden das beim IOC ansprechen und haben auch unseren Botschafter gebeten, es den Japanern mitzuteilen." Eines der größten Probleme bestehe darin, "dass sie nie das Tageslicht sehen oder frische Luft schnappen dürfen. Sie müssen drinnen bleiben, es gibt auch Probleme mit dem Essen und mit zu kleinen Räumen."

22:10 Uhr

Man United verpflichtet Weltmeister für 50 Millionen Euro

Real Madrid und Manchester United haben sich auf den Wechsel von Abwehrspieler Raphael Varane geeinigt. Das bestätigten beide Clubs in Mitteilungen. "Unser Verein dankt ihm für seine Professionalität und sein vorbildliches Verhalten während der zehn Spielzeiten, in denen er unser Trikot verteidigt und 18 Titel gewonnen hat", hieß es auf der Homepage der "Königlichen". Varane war im Sommer 2011 von seinem französischen Heimatclub RC Lens nach Madrid gewechselt. Er gewann mit Real unter anderem viermal die Champions League.

Medienberichten zufolge muss ManUnited rund 50 Millionen Euro Ablöse an Real überweisen. Zuletzt hatten die Red Devils bereits für 85 Millionen Euro Jadon Sancho von Borussia Dortmund verpflichtet. Varanes Vertrag in Madrid lief noch bis 2022.

21:54 Uhr

Von der Eintracht zur Borussia: Hütter sagt "Sorry" für Farben-Aussage

Trainer Adi Hütter verfolgt das Training seiner Mannschaft. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Von Main an den Niederrhein.

(Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild)

Trainer Adi Hütter vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat im Zusammenhang mit seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt zu den Fohlen Fehler eingestanden. Der österreichische Fußballlehrer bedauert besonders eine Äußerung.

"Meine Aussage, dass sich durch den Wechsel für mich nur die Farben ändern, war sicher ein Fehler. Das würde ich so nicht mehr sagen. Dafür steckt in den beiden Vereinen zu viel Tradition und Emotion", sagte der 51-Jährige der Sport Bild. Hütter war für 7,5 Millionen Euro Ablöse von den Riederwäldern in den Borussia-Park nach Gladbach gewechselt.

Er habe drei Jahre hochintensiv gearbeitet, habe alles in seiner Macht Stehende für den Verein gegeben, so Hütter: "Trotzdem wurde ich dann zum Schluss anders gesehen und wunderte mich über einige Aussagen. Man hat in Frankfurt versucht, Schuldige zu finden. Die hat man in Fredi (Bobic, ehemaliger Sport-Vorstand in Frankfurt, d. Red.) und mir gefunden. Das schmerzt."

21:20 Uhr

Biles bekommt Nachricht aus dem Weißen Haus

Turnkönigin Simone Biles hat nach ihrem psychischen Zusammenbruch in Tokio Rückendeckung von allerhöchster Stelle erhalten. "Simone Biles verdient Dankbarkeit und Unterstützung", twitterte Jen Psaki, die Sprecherin des Weißen Hauses in Washington: "Sie ist immer noch die Größte, und wir alle können uns glücklich schätzen, wenn wir sie in Aktion erleben."

Biles war im olympischen Teamfinale nach einem nur halbwegs geglückten Sprung ausgestiegen und hatte ihren Rückzug anschließend unter Tränen mit ihrer fragilen Psyche erklärt. "Ich musste tun, was richtig für mich ist und mich auf meine mentale Gesundheit fokussieren und nicht mein Wohlbefinden gefährden", sagte die 24-Jährige.

21:01 Uhr

Fußball, Handball, Basketball, Eishockey: Profiligen bauen eigenes Impfangebot aus

Die Initiative Profisport Deutschland (IPD) unterstützt mit einer eigenen Aktion das Impfprogramm von Städten und Gemeinden während der Corona-Pandemie. Der Zusammenschluss der vier größten deutschen Liga-Organisationen bietet Unterstützung bei der Umsetzung von Impfangeboten im Umfeld von Sportveranstaltungen an.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL), die Basketball-Bundesliga (BBL), die Handball-Bundesliga (HBL) sowie die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) wollen mit ihren jeweiligen Klubs (zum Teil auch der 2. Liga) zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, um die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen. Damit soll die Bekämpfung der Pandemie zusätzlich unterstützt werden.

Die IPD umfasst durch ihre Ligen insgesamt 107 Klubs in bundesweit mehr als 80 Städten und Gemeinden. An einigen Standorten werden bereits kreative Impfangebote zum Beispiel im Rahmen von Spielen oder Trainingseinheiten von Profiklubs umgesetzt und teilweise mit Anreizen für zu impfende Personen verbunden.

20:25 Uhr

Servus FC Bayern, hola ...? Boateng verhandelt mit Champions-League-Klub

Seit dem Vertragsende Ende Juni beim FC Bayern rätselt Fußball-Deutschland über die Zukunft von Jérôme Boateng. "Bild" berichtet nun, dass ein Wechsel nach Spanien möglich ist. Demnach führt der Ex-Nationalspieler derzeit Gespräche mit Champions-League-Klub FC Sevilla.

Mehr Transfergerüchte gibt's auch bei sport.de

19:55 Uhr

Die Schlagzeilen des Tages

19:24 Uhr

Russell spricht über F1-Zukunft: "Ich werde definitiv einen Mercedes fahren"

George Russell gilt als einer der aufstrebendes Stars in der Formel 1. Umso mehr beschäftigt Fans die Frage: Für wen wird er in der kommenden Saison fahren? Im Gespräch mit F1-Reporter-Felix Görner lässt sich der Brite ein Bekenntnis entlocken.

19:03 Uhr

Zwei Deutsche erreichen Viertelfinale im Tischtennis

Die deutsche Tischtennis-Nationalspielerin Han Ying steht bei den Olympischen Spielen im Viertelfinale. Die 38-Jährige aus Düsseldorf setzte sich gegen Feng Tianwei aus Singapur mit 4:1 Sätzen (13:11, 11:7, 11:9, 8:11, 11:8) durch. Für Ying war es nach dem klaren 4:0-Erfolg gegen die zehn Jahre ältere Australierin Lay Jian Fang zuvor auch schon der zweite Sieg an diesem Tag.

Kurz vor ihr hatte in der Herren-Konkurrenz Dimitri Ovtcharov die Runde der besten acht bei den Spielen in Tokio erreicht.

18:28 Uhr

Russisches Team nimmt USA ohne Biles den Olympiasieg ab

Weitgehend ohne Superstar Simone Biles haben die US-Kunstturnerinnen ihren Olympiasieg von 2016 in Tokio nicht wiederholen können. Im Teamfinale setzte sich die ROC-Riege vor dem Quartett aus den USA und Großbritannien durch.

Rekord-Weltmeisterin Biles wurde nach dem ersten von vier Durchgängen aus dem Wettkampf zurückgezogen. Es blieb zunächst offen, ob es sich um eine physische Verletzung oder ein psychisches Problem bei der 24-Jährigen handelt. Das Quartett des Deutschen Turner-Bundes (DTB) hatte im Vorkampf nur den neunten Platz belegt und sich damit nicht für das Finale der besten acht Mannschaften qualifiziert.

18:00 Uhr

"Ich kann es mir nicht erklären": Deutsche Taekwondo-Hoffnung enttäuscht sich selbst

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(Foto: REUTERS)

Für den früheren Taekwondo-Weltmeister Alexander Bachmann ist der Traum von einer Olympia-Medaille früh geplatzt. Der 27 Jahre alte Sportsoldat aus Stuttgart unterlag in Tokio bereits in seinem Auftaktkampf der Klasse über 80 Kilogramm dem Kasachen Ruslan Schaparow mit 7:11. Da Scharapow wenig später im Viertelfinale ausschied und es damit nicht ins Finale schaffte, erhielt Bachmann keine zweite Chance auf Bronze über die Trostrunde.

"Ich bin total enttäuscht und weiß nicht so recht, was auf der Fläche passiert ist. Ich war irgendwie total kraftlos, ich kann es mir nicht erklären", sagte der einzige deutsche Starter, dessen Vorbereitung nach einer Operation vor sechs Wochen in Folge eines Handbruchs nicht problemlos verlaufen war.

Den Olympiasieg holte sich Topfavorit Wladislaw Larin (ROC). Im Finale besiegte er Dejan Georgievski, der erst die zweite Medaille überhaupt für Nordmazedonien bei Olympischen Spielen gewann. Im Schwergewicht der Frauen (+67 kg) gewann die Serbin Milica Mandic Gold.

17:25 Uhr

Japan feiert schon das zehnte Gold in Tokio

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AP

Japans Softball-Team hat dem Olympia-Gastgeber bereits die zehnte Goldmedaille bei den Sommerspielen in Tokio beschert. Die Japanerinnen setzten sich im Endspiel gegen die USA mit 2:0 durch und feierten den zweiten Triumph nach 2008 in Peking. Zuvor hatten die Amerikanerinnen seit der Premiere 1996 in Atlanta dreimal nacheinander Gold gewonnen. 2012 in London und 2016 in Rio stand die Sportart nicht im olympischen Programm.

16:55 Uhr

Unfassbare Szene: Boxer bei Olympia beißt nach Gegner

Wie einst Mike Tyson: Der marokkanische Schwergewichtsboxer Youness Baalla hat bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einer Beißattacke für Aufsehen gesorgt. Bei seiner Niederlage gegen David Nyika aus Neuseeland versuchte Baalla, seinen Gegner zu beißen. "Ich glaube, er hat versucht, meinen Wangenknochen zu erwischen. Zum Glück hatte er seinen Mundschutz drin, und ich war ein bisschen verschwitzt. Er hat wahrscheinlich nur einen Mund voll Schweiß abbekommen", berichtete Nyika.

1997 hatte der ehemalige Profi-Weltmeister Mike Tyson seinem US-Rivalen Evander Holyfield im Kampf um den WM-Gürtel ins Ohr gebissen und war daraufhin disqualifiziert worden. Dieses Schicksal blieb Baalla zwar erspart, weil der Kampfrichter die Szene nicht erkannte. Den Kampf verlor der Marokkaner dennoch klar nach Punkten.

16:09 Uhr

"Kindheitstraum Hamburg": HSV verpflichtet Olympiasieger

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Bundesliga-Aufsteiger HSV Hamburg ist ein spektakulärer Transfer-Coup gelungen. Der dänische Handball-Olympiasieger Casper Mortensen, der zuletzt das Trikot von Champions-League-Sieger FC Barcelona trug, hat bei den Hanseaten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024 unterschrieben.

Der 31 Jahre alte Linksaußen spielte bereits 2015 sechs Monate für die Norddeutschen, ehe die Klubinsolvenz sein Gastspiel kurzfristig beendete. "Schon damals war es ein Kindheitstraum für mich, in der Bundesliga und in Hamburg zu spielen. Jetzt ist es wieder das gleiche Gefühl", sagte Mortensen.

15:34 Uhr

Das Herz macht wieder mit: Hertha-Torwart darf leicht trainieren

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Für Jarstein geht es nun erstmal darum, die Belastung langsam zu steigern.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Torhüter Rune Jarstein vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC steht nach den schweren Folgen einer Corona-Infektion offenbar kurz vor der Rückkehr ins "leichte Training". Das teilte der 36 Jahre alte Norweger auf Instagram mit.

"Nach vier Monaten ohne Training aufgrund meiner Herzmuskelentzündung nach Corona, habe ich die guten Nachrichten erhalten, dass mein Herz wieder okay ist und ich mit leichtem Training anfangen und meinen Körper wieder aufbauen kann", schrieb Jarstein unter ein Foto, auf dem er den Daumen nach oben hält: "Ich freue mich so darauf, wieder bei der Mannschaft zu sein."

Jarstein hatte sich im März mit dem Coronavirus infiziert. Während seiner Zwangspause hatte Hertha im Mai den Vertrag mit dem Torhüter bis 2023 verlängert.

14:52 Uhr

Was wird aus Haaland? Wenn "ein Verrückter" 200 Millionen bietet, mutmaßt Sammer ...

Matthias Sammer sieht bei einem möglichen Angebot für BVB-Stürmer Erling Haaland eine Schmerzgrenze. Diese ist für den Berater des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund erreicht, wenn "ein Verrückter" komme und 200 Millionen Euro biete, wie er bei einer Amazon-Pressekonferenz in München sagte. "Wie soll ich das den Aktionären erklären", lautete seine rhetorische Frage zum Ausschlagen einer solchen Summe.

Er gehe aber davon aus, dass der norwegische Stürmer bleibe. "So ist es besprochen", sagte der 53-Jährige, der seit 2018 als externer Berater des börsennotierten BVB arbeitet. Sammer wird in der kommenden Saison zudem als TV-Experte für den Internetriesen Amazon arbeiten, der über Prime Video dienstags das Topspiel der Champions League übertragen darf.

14:36 Uhr

Deutschland fehlen vier NBA-Profis - für Ex-Bundestrainer aber kein Problem

Der frühere Bundestrainer Dirk Bauermann sieht das Fehlen einiger NBA-Profis um Dennis Schröder nicht zwangsläufig als Schwächung für das deutsche Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Tokio. "Basketball ist keine Mathematik. Es ist nicht einmal gesagt, dass die Mannschaft sich mit diesen Spielern überhaupt qualifiziert hätte", sagte der 63-Jährige dem "Münchner Merkur" und der "tz".

In Schröder, Maximilian Kleber, Daniel Theis und Isaiah Hartenstein stehen gleich vier Profis aus Nordamerika nicht zur Verfügung. Man solle aber ohnehin "nur über die Leute reden, die da sind. Und die machen das ganz toll", so Bauermann: "Was mich für den deutschen Basketball sehr freut - das ist wichtig, nach 13 Jahren mal wieder dabei zu sein."

Nach der Auftaktniederlage gegen Italien (82:92) ist Bauermann vor dem wegweisenden zweiten Gruppenspiel gegen Nigeria am ganz frühen Mittwochmorgen (3 Uhr) optimistisch. "Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft als das bessere Team, mit der besseren Defensive der Favorit ist", sagte der erfahrene Coach.

13:54 Uhr

Wenn nach dem Olympiasieg die Polizei klingelt ...

Da hat jemand wohl zu laut gejubelt. Als Kristian Blummenfelt in Tokio wie entfesselt zu Triathlon-Gold rannte, ließ auch die Familie des Norwegers daheim in Bergen (fast) alle Hemmungen fallen. Doch die überbordende Freude über den Olympiasieg rief in der Nacht auf Montag die Polizei auf den Plan.

  • Um 1.25 Uhr klingelte ein Nachbar im Stadtteil Aarstad bei der örtlichen Wache durch und meldete "viel Geheul und Geschrei sowohl von Frauen als auch Männern" aus einem nahen Garten, wie die Polizei mitteilte. Dort hatte Papa Trond Blummenfelt ein Zelt aufgebaut für die Olympia-Party, die dann etwas aus dem Ruder lief.
  • Die Polizisten gingen dem Hinweis nach, zeigten sich aber nachsichtig mit den Ruhestörern. "Das muss erlaubt sein", sagte Knut Dahl-Michelsen von der zuständigen Wache, "wenn ein Bergenser Olympia-Gold holt, ist es innerhalb des Erlaubten, ein bisschen zu rufen und zu schreien - auch mitten in der Nacht."
13:04 Uhr

FC Bayern meldet Corona-Fall im Profikader

Bayern München beklagt seinen ersten Corona-Fall in der neuen Saison. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, wurde der Weltmeister Corentin Tolisso positiv getestet. Der 26-Jährige befindet sich nach Angaben des Klubs in seiner Heimat Frankreich in häuslicher Isolation.

Wann oder wie sich Tolisso angesteckt haben könnte, wurde ebenso wenig bekannt wie der Zeitpunkt seiner möglichen Rückkehr nach München. Eigentlich sollte Tolisso dort bereits mit dem Gros der EM-Teilnehmer um Weltfußballer Robert Lewandowski gestern eintreffen. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die Bayern mehrere Corona-Fälle in ihrer Profimannschaft zu beklagen. Unter anderem wurde Thomas Müller bei der Klub-WM in Katar positiv getestet.

12:26 Uhr

Australischer Coach entschuldigt sich nach Jubel

Der australische Schwimmcoach Dean Boxall hat sich nach seiner wilden Siegesfeier dafür entschuldigt, dass er im Überschwang der Gefühle die strengen Corona-Protokolle der Olympischen Spiele von Tokio missachtet hat. "Ich muss mich eigentlich entschuldigen, weil ich meine Maske abgerissen habe und sie zerrissen ist. Ich bin in dem Moment einfach durchgedreht", sagte Boxall dem australischen Sender Seven Network.

Er habe in dem Moment seinen Körper verlassen, so der Coach. Der Videoclip der Szene nach dem Gold für Ariarne Titmus über 400 Meter Freistil vor US-Star Katie Ledecky ging sofort viral. Der Mann im gelben Poloshirt riss dabei beinahe eine Absperrung weg und bekam für seinen bemerkenswerten Ausraster flugs den Beinamen "Ultimate Warrior" in Anlehnung an einen US-Wrestler aus den 90er-Jahren verpasst.

Titmus sagte angesprochen auf ihren Trainer: "So ist Dean eben. Er ist sehr leidenschaftlich in dem, was er tut und er wird ziemlich lebhaft. Er gibt 100 Prozent, um Schwimmtrainer zu sein, und er hat viel von seinem Familienleben mit seinen Kindern und seiner Frau für seinen Job geopfert."

11:54 Uhr

"Bestes europäisches Paar": Punzel auch ohne zweite Medaille glücklich

Wasserspringerinnen Wassen und Punzel verpassen knapp die Medaille.

Wasserspringerinnen Punzel und Wassen verpassen knapp die Medaille.

(Foto: picture alliance/associated press/Tetsu Joko)

Um knapp sieben Punkte hat Wasserspringerin Tina Punzel zwei Tage nach ihrem Bronze-Coup eine weitere Olympiamedaille verpasst. "Da kann man sich ausrechnen, dass da mehr hätte drin sein können", sagte die 25-Jährige nach dem fünften Platz im Synchron-Wettbewerb vom Turm, "aber ich denke, wir können trotzdem zufrieden sein."

  • Ein Patzer ihrer Partnerin Christina Wassen beim Dreieinhalbfachen-Salto vorwärts hatte die Dresdnerin um weiteres Edelmetall gebracht. Doch bei Punzel, die zusammen mit Lena Hentschel vom 3-Meter-Brett erfolgreich war, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. "Wenn uns im Vorfeld jemand gesagt hätte, Fünfter, bestes europäisches Paar, hätten wir das genommen", meinte die viermalige Europameisterin.
  • Gold ging an die chinesischen Teenager Chen Yuxi und Zhang Jiaqi, vor den Amerikanerinnen Jessica Parratto und Delaney Schnell und den Mexikanerinnen Gabriela Agundez Garcia und Alejandra Orozco Loza.
11:17 Uhr

Jetzt kann alles ganz schnell gehen: Sancho-Nachfolger trainiert mit BVB

Der Wechsel von Donyell Malen zu Borussia Dortmund scheint nahezu perfekt. Am Dienstagvormittag nahm der niederländische Nationalspieler von der PSV Eindhoven in Bad Ragaz erstmals am Training des Fußball-Bundesligisten teil. Der 22-Jährige soll die Lücke schließen, die Jadon Sancho mit seinem 85 Millionen Euro teuren Transfer zu Manchester United hinterlassen hat. Dem Vernehmen nach zahlt der Pokalsieger für Malen knapp 30 Millionen Euro plus möglicher Bonuszahlungen. Es soll sich um einen Fünfjahresvertrag handeln.

Allerdings hat die Borussia den Wechsel noch nicht offiziell bestätigt."Es gibt eine offizielle Trainingserlaubnis von PSV. Es gibt noch letzte Details zwischen dem Spieler und Eindhoven zu klären, erst danach können wir den Transfer final vermelden", teilte der Klub via Twitter mit. Malen war am Sonntag im Trainingslager der Borussia in der Schweiz eingetroffen und hatte dort den Medizincheck und die obligatorischen Coronatests absolviert.

10:49 Uhr

Tischtennis-Zeitplan: Roßkopf wettert über "Katastrophe"

Männer-Bundestrainer Jörg Roßkopf hat den Zeitplan des olympischen Tischtennis-Turniers stark kritisiert. "Der Zeitplan hier ist eine Katastrophe. Man weiß gar nicht, ob das noch zweite Runde oder schon die dritte ist. Man sollte Leute fragen, die selbst mal gespielt oder ein bisschen mehr Ahnung davon haben", sagte der Doppel-Weltmeister von 1989.

  • Europameister Timo Boll erfuhr erst am Morgen, gegen wen er wenige Stunden später im Achtelfinale spielen musste. Sein Gegner Jung Yang-sik musste dagegen zwei Partien innerhalb kurzer Zeit spielen, auch Dimitrij Ovtcharov ging am Dienstag gleich zweimal an den Tisch.
  • "Man sollte nicht so viel experimentieren, sondern einen klassischen Zeitplan machen, damit jeder weiß, wo er ist. Es bringt den Spielern Unsicherheit, wo doch sowieso der Druck hier groß ist", sagte Roßkopf, der aber auch betonte: "Wir wussten das vorher. Das soll keine Ausrede sein."
10:09 Uhr

Vorbild Mertesacker: Auch Turner bereitet sich eiskalt vor

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Dauser hat am Barren eine Medaillenchance.

(Foto: dpa)

Bei Turner Lukas Dauser hat schon die Vorbereitung auf das Mehrkampf-Finale bei den Olympischen Spielen in Tokio einen Gänsehaut-Effekt. Zur Regeneration zwischen dem Mannschafts-Finale am Montag und dem morgigen Sechskampf um die Einzel-Medaillen (12.15 Uhr MESZ) nimmt der Unterhachinger Eisbäder.

  • "Der Per Mertesacker hat ja mal gesagt: Drei Tage Eistonne und dann geht's weiter. Bei mir ist es so: Zwei Tage Eistonne und dann geht's weiter", sagte der deutsche Mehrkampf-Meister nach dem achten Platz im Team-Wettbewerb.
  • Für die eiskalte Regeneration mussten auch seine Kollegen Philipp Herder, Andreas Toba und Nils Dunkel mit anpacken. "Wir haben bei uns im olympischen Dorf eine Badewanne und unten können wir uns Eis holen. Wenn wir zurückkommen, wird jeder eine Packung Eis mitnehmen und dann hauen wir uns da rein", sagte Dauser.
  • Während für Toba und Dunkel die Spiele in Tokio beendet sind, sind Dauser und Herder nur zwei Tage nach dem kräftezehrenden Mannschafts-Finale gefordert. Sie turnen das Sechskampf-Finale aus Boden, Pauschenpferd, Ringen, Sprung, Barren und Reck. Dauser geht überdies nach Platz zwei in der Qualifikation am 3. August mit Medaillenhoffnungen an sein Spezialgerät Barren.
09:01 Uhr

Klare Ansage für Olympia von Berry: "Ich werde nicht die Klappe halten"

"I will not shut up and just compete" - "Ich werde nicht die Klappe halten und einfach am Wettkampf teilnehmen": Dies ist die Aufschrift eines T-Shirts von Gwen Berry. Die Hammerwerferin aus den USA wendet sich in einem Video an die weiteren Sportler*innen bei den Olympischen Spielen.

  • Ihre Botschaft: Es geht nicht nur um Bestleistungen und Medaillen, es geht darum, seine Stimme zu nutzen. Für Menschenrechte, für den Kampf gegen Rassismus und Ungerechtigkeit.
  • Athlet*innen würden als Vorbilder gelten, ihre Worte würden gehört, so Berry. Umso wichtiger sei es, für wichtige Themen einzustehen.
  • Zugleich kritisiert Berry scharf das Internationale Olympische Komitee. Die Regel 50 der Olympischen Charta regelt die Meinungsäußerung bei Olympischen Spielen. Es soll darum gehen, die Neutralität zu wahren - viele empfinden sie als heftige Beschränkung der freien Meinungsäußerung.
08:30 Uhr

Olympia-Premiere endet schnell: Boxerin Apetz kann nur einmal kämpfen

Nadine Apetz hat beim ersten Olympia-Auftritt einer deutschen Boxerin in der Geschichte das Viertelfinale verpasst. Die 35 Jahre alte Kölnerin verlor im Weltergewicht (bis 69 kg) gegen die Inderin Lovlina Borgohain knapp mit 2:3 nach Punkten.

  • Apetz hatte sich für ihre ersten und letzten Olympischen Spiele eigentlich hohe Ziele gesteckt: "Das Nonplusultra wäre natürlich das Finale und Gold."
  • Vor Apetz hatte sich weder bei der Olympia-Premiere der Frauen 2012 in London noch vier Jahre später in Rio de Janeiro eine deutsche Boxerin für die Sommerspiele qualifizieren können.
08:19 Uhr

Judo-Boykotte gegen Israeli besorgen das IOC

Das IOC hat sich wegen des Verzichts zweier Judoka auf ihre möglichen Kämpfe gegen einen Israeli bei Olympia besorgt gezeigt. "Wir werden handeln, wenn es einen schamlosen Verstoß gegen die olympische Charta gibt", sagte IOC-Spitzenfunktionär James Macleod. Zuvor war in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm der Algerier Fethi Nourine nicht gegen den Sudanesen Mohamed Abdalrasool angetreten, um einem möglichen Zweitrunden-Duell mit dem Israeli Tohar Butbul aus dem Weg zu gehen. Abdalrasool wurde als Sieger gewertet, verzichtete dann aber ebenfalls auf das Duell gegen Butbul.

  • "Das IOC ist immer besorgt bei solchen Fällen, wir schauen uns das genau an", sagte der beim Internationalen Olympischen Komitee für die Beziehungen zu den nationalen Dachverbänden zuständige Macleod.
  • Im Fall des Algeriers Nourine hatte dessen Nationales Olympisches Komitee umgehend gehandelt und den Judoka nach Hause geschickt. Der Judo-Weltverband suspendierte den Sportler vorläufig und nahm weitere Ermittlungen auf.
  • Bei Abdalrasool war der Grund für seinen Verzicht offiziell unklar geblieben. "Wir werden alles untersuchen, das an uns herangetragen wird und mit den NOKs und den Weltverbänden von Fall zu Fall kooperieren", sagte Macleod. Das IOC sei in seiner Position bei Fällen von Diskriminierung sehr klar und werde nicht vor einem Eingreifen zurückschrecken, versicherte Macleod.
07:52 Uhr

Chefin des Flüchtlingsteams darf weiter nicht zu Olympia

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Früher Marathon-Star, heute Flüchtlingsteam-Chefin: Tegla Loroupe.

(Foto: imago images / AFLOSPORT)

Nach einer Corona-Infektion muss die Chefin des IOC-Flüchtlingsteams weiter auf ihre Reise zu den Olympischen Spielen in Tokio warten. Der frühere Marathon-Star Tegla Loroupe müsse weiter in Doha in Katar bleiben, sagte IOC-Spitzenfunktionär James Macleod. "Wir werden in den nächsten Tagen die weiteren Schritte diskutieren", fügte Macleod hinzu.

  • Loroupe, die vom Internationalen Olympischen Komitee zur Chefin de Mission des Flüchtlingsteams berufen worden war, hatte sich im Trainingslager der Mannschaft in Katar mit dem Virus infiziert und konnte daher nicht nach Japan reisen. Das IOC hatte den Fall am 14. Juli vermeldet.
  • "Es ist wirklich schade, dass sie nicht hier bei uns ist", sagte Macleod. Der 48-Jährigen gehe es aber gut. Wegen des Corona-Falls hatte auch der Großteil der Sportlerinnen und Sportler des Flüchtlingsteams erst mit Verspätung nach Tokio fliegen dürfen.
  • Für das zweite Flüchtlingsteam in der Olympia-Geschichte waren auch sieben jetzt in Deutschland lebende Sportler vom IOC nominiert worden. Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es in die Mannschaft.
06:57 Uhr

Pferd hat Blut im Maul: Aus für Dressurreiterin

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Chew ist disqualifiziert.

(Foto: dpa)

Caroline Chew aus Singapur wird an den olympischen Dressurwettbewerben in Tokio nicht mehr teilnehmen können. Das teilten die Organisatoren mit. Die Reiterin war mit ihrem 17 Jahre alten Pferd Tribiani am Sonntag in der Einzel-Qualifikation aus dem Wettbewerb genommen worden, weil im Maul ihres Wallachs Blut zu sehen war. Dies führt nach den FEI-Dressurregeln zum Ausschluss - auch wenn eine Verletzung des Pferdes nicht beabsichtigt war. Mit der Regel soll das Wohlergehen aller Pferde geschützt werden.

"Tribiani fühlte sich gut, präsentierte sich wirklich gut", hatte Chew gesagt. Sie habe nicht gemerkt, das ihr Pferd Probleme habe, "aber offensichtlich hat der Richter es gesehen."

06:17 Uhr

Herziges Olympia: Kruses Heiratsantrag findet Nachahmer

Fußball-Profi Max Kruse sorgte mit seinem Heiratsantrag live im TV-Interview für einen unvergesslichen Moment in der deutschen Olympia-Mannschaft. Jetzt legte das argentinische Team nach: Nachdem Säbelfechterin Maria Belen Perez Maurice in Tokio früh ausschied, überraschte sie ihr Partner und Trainer Lucas Guillermo Saucedo ebenfalls vor laufender TV-Kamera mit einem Antrag.

  • Während Perez Maurice mit Reportern sprach, tauchte Saucedo hinter ihr auf mit einem handgeschriebenen Zettel in den Händen, auf dem die Frage aller Fragen stand. Als sie es realisierte, fiel Perez Maurice ihrem Freund überglücklich in die Arme und sagte ja.
  • "Die Presse sagte mir, ich solle mich umdrehen. Ich habe alles vergessen. Ich dachte nur: Oh mein Gott", sagte Perez. "Wir lieben uns so sehr und wir wollen unser Leben zusammen verbringen."
  • In Buenos Aires wollen sie nun mit einem großen Barbecue feiern, wie sie erzählte. Saucedo verriet, es sei sein zweiter Versuch gewesen, nachdem er 2010 während der WM noch "abgeblitzt" war. "Ich liebe sie und als sie das Match verlor, war sie sehr traurig. In dem Moment habe ich das auf das Papier geschrieben", sagte Saucedo. Wenn sie gewonnen, hätte er noch gewartet.
05:53 Uhr

Übler Crash von BMX-Favorit mit Offiziellem

Der Niederländer Niek Kimmann ist im Training für das olympische BMX-Rennen heftig mit einem Streckenposten kollidiert. Der Medaillenkandidat fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf der zweiten Geraden des Ariake Urban Sports Park in Tokio, als ein Offizieller die Fahrbahn überquerte.

"Mein Knie ist ein wenig schmerzhaft, aber ich werde mein Bestes geben. Ich hoffe, dem Offiziellen geht es gut", twitterte der Ex-Weltmeister. Kimmann hat seinen ersten Einsatz am Donnerstag im BMX Race. Deutsche Teilnehmer stehen nicht am Start.

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