Dienstag, 07. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann, Till Erdenberger & Torben Siemer
23:04 Uhr

Bobic schmeißt seine Planung in den Müll

Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic wird auf dem Transfermarkt nach der derzeitigen Corona-Krise komplett neu planen müssen. "Wir hatten schon vieles von dem vorbereitet, was wir für den Kader der nächsten Saison machen wollten. Aber das alles ist jetzt komplett für die Tonne", sagte Bobic dem "Spiegel". Normalerweise basieren Käufe und Verkäufe auf dem Transfermarkt auf Erfahrungen. Aber in der derzeitigen Ausnahmesituation "ist dieses Gefühl weg", wie der frühere Torjäger schildert.

Bei der Eintracht sieht Bobic nach eigener Darstellung derzeit zwei mögliche Strategien. Die erste Strategie basiere auf der Annahme, kaum Geld für Einkäufe zu haben. In diesem Szenario sei es möglich, auf Schnäppchen oder günstige Leihspieler von großen Klubs zu hoffen. In der zweiten Strategie hätten die Hessen etwas größere finanzielle Möglichkeiten, was Bobic erlauben würde, "einen Schattenkader mit Spielern zu erdenken, die man gern verpflichten möchte." Auf dem Weltmarkt geht der Funktionär davon aus, dass die ganz großen Summen zunächst nicht mehr bezahlt werden.

22:45 Uhr

Hirnblutung: Draisaitl-Teamkollege in künstliches Koma versetzt

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Cave klagte zunächst über Kopfschmerzen.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Center Colby Cave, Teamkollege des deutschen Superstars Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL, ist nach einer Gehirnblutung in ein künstliches Koma versetzt worden. Wie die Oilers mitteilten, ist der 25 Jahre alte Stürmer in der Nacht auf Dienstag auf die Intensivstation des Sunnybrook Hospital in Toronto verlegt worden, zuvor hatten die Rettungskräfte ihn zunächst in ein näher gelegenes Krankenhaus in Barrie gebracht.

Da die NHL-Saison aufgrund der Corona-Pandemie seit dem 12. März für unbestimmte Zeit ausgesetzt ist, war Cave von Edmonton in seine Heimat in einem Vorort Torontos zurückgekehrt. "Ich habe heute Morgen mit Colbys Frau gesprochen", sagte Ken Holland, General Manager der Oilers: "Im Laufe der letzten Nacht hatte er einige Kopfschmerzen und so weiter, also haben sie ihn in das Krankenhaus in Barrie gebracht und festgestellt, dass er eine Art Gehirnblutung hatte. Danach wurde ins Krankenhaus nach Toronto transportiert."

22:26 Uhr

Das ist der "großartigste Bundesliga-Spieler" aller Zeiten

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Beckenbauer und Müller.

(Foto: imago/Horstmüller)

Gerd Müller ist der "großartigste Bundesliga-Spieler" der Geschichte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Leserumfrage des Fußballmagazins 11Freunde. Der "Bomber der Nation" kam auf 2964 Stimmen und verwies "Kaiser" Franz Beckenbauer (2743) und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (1943) auf die Plätze zwei und drei. Auf dem vierten Rang der Wahl, bei der in sämtlichen Durchgängen insgesamt über 50.000 Stimmen abgegeben worden waren, landete Torwart Oliver Kahn (1838). Bastian Schweinsteiger folgt mit 1545 Klicks auf dem fünften Platz.

Die 11Freunde-Redaktion hatte für jedes Jahrzehnt der Bundesliga von den 1960ern bis zu den 2010ern je 20 Spieler zur Wahl gestellt. Per Leserabstimmung wurden drei Spieler pro Runde ins Finale gevotet, sodass am Ende je drei Spieler aus einem Jahrzehnt in der entscheidenden Abstimmung standen.

22:10 Uhr

Calmund traut dem Fußball nicht zu, aus Krise zu lernen

Der langjährige Manager und Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, Reiner Calmund, ist skeptisch, ob der Profifußball tatsächlich die Lehren aus der Coronakrise ziehen wird. "In der derzeitigen Notsituation werden die Vereinsvertreter und Spieler natürlich nachdenklich. Aber man muss realistisch bleiben. Wenn irgendwann Normalität einkehrt, werden die guten Vorsätze vermutlich wieder über den Haufen geworfen. Dann gilt wieder: höher, schneller, weiter", betonte der 71-Jährige im Interview mit der Funke Mediengruppe.

Calmund kann sich an die Pleite des Medienmoguls Leo Kirch im Jahr 2002 erinnern, als der gesamten Bundesliga die TV-Einnahmen wegzubrechen drohten. "Rein wirtschaftlich war der drohende Wegfall der gesamten TV-Einnahmen durch die Kirch-Insolvenz damals ein größeres Problem für die Bundesliga, als es die aktuelle Situation ist", äußerte Calmund: "Kurz vor dem Bundesliga-Start 2002/03 wurde die Krise durch eine optimale Kooperation der Liga, TV-Sender und Vertreter der Bundesregierung gelöst."

21:54 Uhr

WM-Gastgeber Katar isoliert Arbeiter menschenunwürdig

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft WM-Gastgeber Katar vor, ausländische Arbeiter nach dem Auftreten von Corona-Fällen unter unwürdigen Umständen zu isolieren. Die Behörden hätten ein Gebiet mit Unterkünften am Stadtrand der Hauptstadt Doha zum Teil gesperrt, sagte die Golf-Expertin von Amnesty, Regina Spöttl, der Deutschen Presse-Agentur. Am Montag hatte bereits die WDR-Sendung "Sport Inside" über die Lage der Arbeiter in der abgeriegelten Industriezone berichtet. "Die hygienischen und sanitären Umstände dort sind untragbar", erklärte Spöttl. Es gebe horrende Engpässe bei der Versorgung mit Trinkwasser. Arbeiter seien zu acht in engen Räumen mit Stockbetten untergebracht. "Es ist unmöglich, dort Abstand zu halten, weil es einfach keinen Platz gibt", erklärte Spöttl. Nach Angaben von Amnesty war das Gebiet mit Unterkünften vor drei Wochen zum Teil abgeriegelt worden, nachdem sich Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. "Sport Inside" berichtete, es habe dort mehr als 500 Corona-Fälle gegeben. Arbeiter erklärten dem Sender, sie dürften ihre Lager nicht verlassen.

21:32 Uhr

Flick hofft auf Zusagen von Alaba, Thiago und Neuer

Nach der Vertragsverlängerung von Thomas Müller beim FC Bayern hofft Trainer Hansi Flick, dass auch Manuel Neuer, David Alaba und Thiago weitere Jahre beim Fußball-Rekordmeister bleiben. Die drei sind nur noch bis 2021 in München gebunden. Sie haben "eine enorme Entwicklung gehabt, waren unsere Leistungsträger, das weiß auch der Verein. Ich hoffe, dass es in die richtige Richtung geht", sagte Flick bei einem Pressegespräch als Videokonferenz. Bei Kapitän Neuer schienen die Verhandlungen über eine Verlängerung zuletzt zu stocken. Flick erinnerte daran, dass er den Torhüter schon lange kenne und unterstrich die Wertschätzung. "Er weiß, was er an Bayern hat", sagte der 55 Jahre alte Coach und meinte: "Nicht nur ich, sondern alle würden sich freuen, wenn er verlängert."

Warum Manuel Neuer im Vertragspoker mit dem FC Bayern klar im Vorteil ist, lesen Sie hier!

21:00 Uhr

Formel 1 verschiebt auch neuntes Saisonrennen

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2019 fuhr Vettel als Erster über die Ziellinie, wegen einer Strafe siegte aber Hamilton.

imago images / DeFodi

Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich immer weiter und wird frühestens Ende Juni erfolgen: Ferrari-Star Sebastian Vettel und Co. werden wegen der Coronavirus-Pandemie auch in Kanada nicht wie geplant fahren. Das gaben die Organisatoren des Rennens in Montreal bekannt. Damit sind die ersten neun WM-Läufe entweder verlegt oder abgesagt. "Es wäre uns eine Ehre gewesen, das erste Rennen im Formel-1-Weltmeisterschaftskalender 2020 auszurichten, aber wir müssen leider die Verschiebung des Grand Prix von Kanada 2020 (12. bis 14. Juni) bekannt geben", teilte der Rennveranstalter mit. Man folge dabei "den fachkundigen Anweisungen der Behörden bezüglich der Eindämmung von Covid-19."

Damit wird der Auftakt der Königsklasse frühestens Ende Juni in Le Castellet/Frankreich (28. Juni) stattfinden. Bislang war die Formel 1 nie später als Ende Mai eröffnet worden. Der Rennkalender 2020 umfasste vor Saisonbeginn 22 Rennen und damit so viele wie nie zuvor in der 71-jährigen Formel-1-Geschichte - nach derzeitigem Stand sind es noch 13. Acht Rennen muss die Saison umfassen, um als Weltmeisterschaft gewertet zu werden.

19:50 Uhr

Olympisches Feuer muss vorerst eingepackt werden

Die Ausstellung des Olympischen Feuers wird aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus vorzeitig beendet. Das gaben die Organisatoren zwei Wochen nach der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) bekannt. "Ursprünglich wollten wir die öffentliche Ausstellung bis Ende April durchführen. Aber angesichts der jüngsten Entwicklungen haben wir beschlossen, damit aufzuhören", sagte ein OK-Sprecher. Wo die Flamme aufbewahrt werden soll, ist nicht bekannt. Ebenfalls am Dienstag verhängte Japans Premierminister Shinzo Abe den Notstand für Tokio, Osaka und fünf weitere Präfekturen aus Angst vor einem explosionsartigen Anstieg der Coronafälle. Dieser soll bis zum 6. Mai andauern. Durch die Maßnahme werden die Gouverneure ermächtigt, die Bewohner aufzufordern, zu Hause zu bleiben und nur für wesentliche Aufgaben wie Lebensmitteleinkauf und medizinische Versorgung das Haus zu verlassen.

19:24 Uhr

Gehaltsverzicht? Kroos hilft lieber "links und rechts"

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hält in der Coronakrise einen Gehaltsverzicht nicht für den Königsweg. "Was ich besser finde ist, schon das volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler von Real Madrid im SWR-Podcast "Steil extra!": "Es gibt viele Stellen, wo es nötig ist."

Der Weltmeister von 2014 erklärte weiter: "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist." Dennoch sei es für ihn aus Spielersicht "grundsätzlich natürlich eine Option, darüber nachzudenken". Anders als bei den großen Rivalen FC Barcelona und Atletico Madrid wird beim spanischen Rekordmeister Real weiter das volle Gehalt gezahlt.

18:58 Uhr

Ironman-Training im Planschbecken? "Schwer, da ranzukommen"

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Der Ironman auf Hawaii ist für den 12. Oktober geplant.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ironman-Vorjahressiegerin Anne Haug hat wegen der Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie vor allem Probleme mit dem Schwimmtraining. Weil sie in keine Schwimmhalle kommt, hat die 37-Jährige schon überlegt, "mir ein Planschbecken zu kaufen, wie jetzt viele andere - aber es ist total schwer, da ranzukommen", sagte Haug der "Süddeutschen Zeitung". "Und ich weiß auch nicht, ob es so viel Sinn ergibt, wenn man in einem kleinen Schwimmbecken auf der Stelle rumpaddelt; ob man da nicht mehr kaputt macht als es von Nutzen ist", meinte sie.

Normalerweise trainiert die Triathletin, die im vergangenen Jahr mit Jan Frodeno beim Ironman auf Hawaii für einen deutschen Doppelerfolg sorgte, jede Woche 35 bis 40 Stunden. Seit dem Ausbruch des Coronavirus hat die Ex-Weltmeisterin ihre Umfänge reduziert. Dass sie nicht schwimmen kann, sei aber wirklich ein großes Problem. Seit drei Wochen war sie nicht mehr im Becken, Schwimmen ist zudem nicht ihre Paradedisziplin. Und das hat Folgen: "Das ist natürlich schon fatal, das wirft einen ein Jahr zurück."

18:10 Uhr

Was Bayerns Flick über einen Co-Trainer Klose denkt

Hansi Flick hat mit Miroslav Klose über dessen mögliches Engagement als Co-Trainer bei den Profis des FC Bayern beratschlagt. "Es ist natürlich klar, dass ich mit Miro gesprochen habe", sagte Flick. "Aber ich werde noch mit dem einen oder anderen sprechen." Der 41-jährige Klose ist noch bis Saisonende Coach der U17 bei den Münchnern und macht von Sommer an seinen Fußballlehrer-Schein. "Ich glaube, dass er für unser Trainerteam eine Bereicherung wäre", betonte Flick. Weiter ins Detail wollte der Trainer nicht gehen. "Es ist genauso wie bei den Spielern wichtig, dass man nicht so viel ausplaudert, weil es wichtig ist, dass sich jeder seine Gedanken auch ohne den Einfluss der Medien machen sollte", sagte Flick.

17:05 Uhr

F1-Weltmeister Lewis Hamilton plant Außerirdisches

Er wollte Formel-1-Fahrer werden, er wollte Weltmeister werden, beides hat er geschafft - nun ist es für Lewis Hamilton an der Zeit, sich neue Ziele zu setzen. "Ich möchte den Mount Everest besteigen, ich möchte ins All, und ich möchte dort den Moonwalk machen", verriet der 35-jährige Brite in einem von der Formel 1 veröffentlichten Videoclip.

Ob er das alles so ganz ernst gemeint hat, ließ Hamilton offen, während der gesamten Aufnahme hatte der Mercedes-Star ein Grinsen im Gesicht. Seine früheste Erinnerung an die Formel 1 ist allerdings sehr real: "Ich habe Ayrton Senna fahren sehen, und von da an wusste ich genau, was ich werden wollte."

16:16 Uhr

Wie Uli Hoeneß die Arbeit von Oliver Kahn bewertet

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Man(n) versteht sich.

(Foto: imago/Sven Simon)

Ein mächtiges Lob: Ex-Präsident Uli Hoeneß hat Oliver Kahn nach dessen Start im Vorstand des FC Bayern ein erstklassiges Zeugnis ausgestellt. Hoeneß bezeichnete die ersten knapp 100 Tage des früheren Torwarts als "optimal", wie er dem "Kicker" sagte. Kahn war Anfang Januar beim Rekordmeister eingestiegen, nach zwei Jahren soll er den Vorstandsvorsitz von Karl-Heinz Rummenigge übernehmen. Hoeneß hatte Kahns Verpflichtung vorangetrieben. "Er hat alle meine Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Und ich bin sehr optimistisch, dass es die total richtige Entscheidung war, Oliver da einzubauen. Das sieht man schon jetzt." Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der im Sommer Vorstand wird, lobte seinen Ex-Mitspieler als "absoluten Teamplayer" und ergänzte: "Oliver gibt viel Input, er ist eine Bereicherung in jeder Diskussion."

15:59 Uhr

Bundesliga-Rückkehr könnte "Fragezeichen auslösen"

DFL-Boss Christian Seifert ist sich durchaus bewusst, dass eine zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Liga bei Freizeitspielern "Fragezeichen auslösen" könnte. "Es ist einerseits dieselbe Sportart", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) der "Zeit", "andererseits hat der Profibetrieb aber völlig andere Rahmenbedingungen als der Freizeitbereich". Der 50-Jährige hob dabei noch einmal die Bedeutung hervor, die Spiele vor allem für die vielen Menschen besitzen, die direkt oder indirekt beruflich mit dem Profifußball verbunden sind.

"Bei uns geht es wie in anderen Unternehmen um ein Produkt, das von Erwerbstätigen auf und neben dem Platz hergestellt wird. Und wenn nicht produziert werden kann, ist das existenzgefährdend mit Konsequenzen für Arbeitsplätze. Von daher müssen Profiklubs rechtlich wie Unternehmen behandelt werden", sagte Seifert. Angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage hofft Seifert zudem, dass Vereine ihre Lehren aus der Krise ziehen. Dass sie sehen, dass "wirtschaftliche Stabilität - mit Rücklagen und einem funktionierenden Geschäftsmodell - doch wichtiger ist" als vielleicht vermutet.

15:34 Uhr

FC Augsburg ist bis Juni "nicht insolvenzbedroht"

Der FC Augsburg kommt nach Vereinseinschätzung in der Corona-Krise in dieser Saison nicht in existenzielle Nöte. Der Geschäftsführer Michael Ströll sagte dem "Kicker" und der "Augsburger Allgemeinen", dass in den nächsten paar Wochen zunächst keine Zahlungsunfähigkeit drohe. "Sollte bis Ende Juni nicht gespielt werden, sind wir als FCA zwar nicht insolvenzbedroht, die Situation würde sich für uns jedoch ebenfalls verschärfen", sagte er. Falls der Spielbetrieb länger ruht, könnte es aber bei den Schwaben finanziell kritisch werden.

Der "Kicker" hatte zuletzt darüber berichtet, dass in der Krise einigen Vereinen in der 1. oder 2. Bundesliga die Insolvenz drohe. Der FC Augsburg hat bereits sämtliche größeren Investitionen gestoppt. Zur Unterstützung in der Krise organisiert der Verein mit Sponsoren und Partnern mehrere Hilfsaktionen etwa für betroffene Betriebe in der Region, für Ärzte und Krankenhauspersonal oder für hilfsbedürftige Menschen. Einen organisierten Gehaltsverzicht der Spieler gibt es bislang nicht.

14:59 Uhr

Nationalspieler flieht mit Privatjet zu 18. Geburtstag seiner Freundin

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Was ist da nur los, Fjodor Smolow?

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Die Corona-Pandemie hat den nächsten Fußball-Star zur Flucht aus Spanien veranlasst: Der russische Nationalspieler Fjodor Smolow von Celta Vigo verließ ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers und trotz der Ausreisebeschränkungen Spanien. Mit einer gecharterten Privatmaschine flog der 30 Jahre alte Stürmer zunächst ins weißrussische Minsk. Von dort legt er die restlichen 700 Kilometer bis Moskau mit einem Auto zurück. Hintergrund für seine Flucht war angeblich der 18. Geburtstag seiner Freundin Maria Jumaschewa, eine Enkelin von Russlands Ex-Präsidenten Boris Jelzin. Smolow will angeblich in Kürze den Teenager heiraten.

Zuvor hatte bereits der dänische Nationalspieler Pione Sisto den Erstligisten aus Vigo verlassen und war mit dem Auto fast 3000 Kilometer nach Kopenhagen gefahren. In Spanien sind insgesamt bereits 13.798 Menschen an Covid-19 gestorben.

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14:01 Uhr

Dreadlocks statt Afro: Wer rasierte BVB-Star Witsel?

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So sieht er nicht mehr aus.

(Foto: imago images/RHR-Foto)

Die ausladende Haarpracht war in den vergangenen Jahren Axel Witsels Markenzeichen, viele Fans von Borussia Dortmund trugen sie zu Spielen als voluminöse Perücke. Nun präsentierte sich der Mittelfeldstar allerdings mit einer vergleichsweise gebändigten Variante: Dreadlocks. Wer rasierte Witsel? In einer Instagram-Story präsentierte der Belgier stolz seinen neuen Look, seine beiden Töchter schlossen sich an. Bleibt die Frage, ob nach dem Entflechten wieder allen die Haare zu Berge stehen. Und, wer der Friseur war: Denn die haben in der Coronakrise ja geschlossen.

12:58 Uhr

Kommt Sergino Dest doch nicht zu den Bayern?

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(Foto: imago images/Pro Shots)

Der FC Bayern sucht einen neuen Rechtsverteidiger. "Sky" zufolge hat der Rekordmeister mit Sergino Dest von Ajax Amsterdam bereits "intensive Gespräche" geführt. Es sei aber bisher nicht klar, ob der Klub den 19-Jährigen überhaupt freigibt. Außerdem soll Bayern im Moment wegen der Corona-Pandemie alle Gespräche auf Eis gelegt haben. Trotzdem: Bayern hat im Poker um Dest die besten Karten.

Mit welchen Transfers der FC Bayern noch liebäugelt, lesen Sie hier!

12:06 Uhr

Formel-1-Bosse zwischen Verzicht und Ärger

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(Foto: imago/Motorsport Images)

Nach mehreren Rennställen soll auch die Führung der Formel 1 Sparmaßnahmen ergriffen haben. Geschäftsführer Chase Carey, Sportchef Ross Brawn und 15 weitere leitende Angestellte verzichten einem Bericht der "Daily Mail" zufolge wegen der Corona-Krise für zwei Monate auf 20 Prozent ihres Gehalts.

Zudem sei die Hälfte der 500 Angestellten der Betreibergesellschaft der Formel 1 in Zwangsurlaub geschickt worden. Dies habe zu Unmut unter den Beschäftigten geführt, hieß es weiter.

11:31 Uhr

Leipzigs Halstenberg will bei Saisonabbruch Meister sein

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Halstenberg wartet mit RB auf die erste Meisterschaft.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Fußball-Nationalspieler Marcel Halstenberg von RB Leipzig würde im Fall eines Saisonabbruchs in der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie nur die Hinserie werten. "Wenn bei einem Saisonabbruch nur die Hinrunde zählen würde, wäre das nur fair. Schließlich hätte dann jeweils jede Mannschaft einmal gegeneinander gespielt", sagte Halstenberg im Interview bei "DAZN" und "Spox".

Würde die Deutsche Fußball Liga (DFL) so entscheiden, wäre Leipzig erstmals Meister. Die derzeit drittplatzierten Sachsen hatten sich die Herbstmeisterschaft gesichert. "Ich glaube aber nicht, dass es so gemacht werden würde oder es so kommt", sagte Halstenberg.

10:00 Uhr

Ronaldinhos Entlassung rückt in weite Ferne

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Ist seit einem Monat in Haft: Ronaldinho.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Die paraguayische Justiz behandelt derzeit wegen der Coronakrise nur sehr dringende Fälle - Ronaldinho gehört im Gefängnis in Asunción nicht dazu. Seit einem Monat ist der ehemalige Profi des FC Barcelona zusammen mit seinem Bruder, Roberto Assis, nun in Paraguays Hauptstadt in Haft. Wie verschiedene Medien am Montag berichteten, besteht auch keine Aussicht darauf, dass er bald freigelassen wird.

Ronaldinho und sein Bruder waren Anfang März nach Paraguay eingereist, kurz darauf mit falschen Ausweisdokumenten erwischt und festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft in dem südamerikanischen Land erhob Anklage gegen die beiden. Am 21. März feierte der Ex-Fußballstar im Gefängnis seinen 40. Geburtstag.

09:18 Uhr

"Es war ein langer Weg": Football-Superstar verabschiedet sich

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Star-Quarterback Tom Brady hat sich nach seinem Wechsel mit einem Video für die 20 Jahre bei den New England Patriots bedankt. "Es war ein langer Weg und ich würde nichts daran ändern", schrieb der 42 Jahre alte American-Football-Profi auf Instagram. "Die Unterstützung und die Liebe der New-England-Fans war stets bedingungslos."

Brady spielt in der kommenden Saison für die Tampa Bay Buccaneers. Nach 20 Jahren bei den Patriots war es der erste Wechsel seiner NFL-Karriere. Mit New England holte er sechs Mal den Super Bowl. Keinem Quarterback in der Liga-Geschichte gelang das häufiger.

08:14 Uhr

Jetzt buhlt offenbar auch Jürgen Klopp um Leroy Sané

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Leroy Sané bleibt groß umworben.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Mächtige Konkurrenz für den FC Bayern? Wie der "Mirror" berichtet, denkt mittlerweile auch der FC Liverpool über eine Verpflichtung von Leroy Sané nach. Bei den Reds soll er die Flügelstürmer Sadio Mané und Mohamed Salah unterstützen - oder sie im Falle eines Wechsels ersetzen. Zuletzt wurde noch Adama Troaré von Wolverhampton Wanderers diese Aufgabe zugesprochen. Der "Mirror" bezieht sich in diesem Zusammenhang auf Aussagen des ehemaligen City-Spielers Danny Mills, der gegenüber "FootMercato" erklärte: "Adama Traoré steht wegen seiner Schnelligkeit und Kraft in den Schlagzeilen. Er ist aber noch nicht bereit dafür, Spieler wie Sadio Mané oder Salah bei einem Top-Team zu ersetzen. Möglich, dass das jemand wie Leroy Sané kann. Er kommt von einer Verletzung zurück und wurde mit einem Abschied in Verbindung gebracht." Der Wechsel von Sané zu Liverpool sei "realistischer", wobei nicht sicher sei, ob Manchester City ihn "an seinen Rivalen verkauft".

Na, noch den Überblick im Transfer-Wahnsinn um Leroy Sané? Nein? Dann unbedingt hier klicken!

07:53 Uhr

BBC: Formel 1 will Saison mit Geisterrennen retten

Die Formel 1 will ihre Saison wohl auch mit einigen Geisterrennen ohne Zuschauer retten. WM-Läufe hinter verschlossenen Türen würden nun von den Spitzen der Rennserie "ernsthaft geprüft", berichtete die BBC nach einer Telefonkonferenz mit Teamchefs, Rechteinhabern und Weltverbandschef Jean Todt. Die Formel 1 hofft demnach, dass sich die Lage in der Corona-Pandemie in Europa ausreichend für Geisterrennen im Juli oder August verbessert. Möglicher Auftaktort könnte die Strecke im britischen Silverstone sein, in deren Nähe sieben der zehn Rennställe beheimatet sind. Wegen der Corona-Krise ruht der Rennbetrieb der Formel 1 bis mindestens Juni.

07:03 Uhr

"Mr. Tiger" Al Kaline ist tot

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Eine Legende der MLB, eine Legende in Detroit: Al Kaline.

(Foto: imago sportfotodienst)

Traurige Nachricht aus den USA: Der frühere Baseball-Star Al Kaline ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das berichtete die "Detroit Free Press" unter Berufung auf einen engen Freund der Familie. Kaline hatte 22 Jahre bei den Detroit Tigers in der Major League Baseball gespielt und 1968 die World Series mit dem Team aus Michigan gewonnen. Insgesamt kam Kaline, der aufgrund seiner Verbundenheit zu seinem Klub auch "Mr. Tiger" genannt wurde, auf 399 Homeruns. 18 Mal wurde er in das All-Star-Team berufen. 1974 beendete Kaline seine Karriere, sechs Jahre später wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

06:16 Uhr

Kassieren die DFL-Klubs eine Finanzspritze vorab?

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Ohne das TV-Geld wäre die Bundesliga eine andere.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Der Pay-TV-Sender Sky könnte durch die Corona-Krise finanziell stark belasteten Klubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga möglicherweise mit der Vorauszahlung von TV-Geldern helfen. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe soll Sky mit der Deutschen Fußball Liga über diese finanzielle Unterstützung für die 36 Profiklubs verhandeln. "Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden", sagte ein Sky-Sprecher.

TV-Rechteinhaber Sky ist mit durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr aktuell der größte Finanzier der Liga. Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht der Spielbetrieb in den beiden obersten Ligen bis mindestens zum 30. April.

Durch die ausbleibenden TV-Einnahmen fehlt einigen Klubs ein mehrstelliger Millionenbetrag, einigen von ihnen droht laut einem "Kicker"-Bericht sogar die Insolvenz.