Dienstag, 07. Juli 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger und Torben Siemer
22:12 Uhr

Gericht spricht FC Barcelona frei

Sieben Jahre nach dem Transfer von Fußball-Star Neymar hat der Internationale Sportgerichtshof CAS eine Millionen-Forderung des FC Santos an den FC Barcelona zurückgewiesen. Der brasilianische Topklub hatte laut einer Barca-Mitteilung einen Schadenersatz in Höhe von 61,295 Millionen Euro verlangt, da der Wechsel nicht rechtmäßig abgelaufen sei. Der CAS kam allerdings zu dem Schluss, dass der Vertrag zwischen Santos und Neymar im Jahr 2013 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Zudem habe Barcelona "keinen Verstoß begangen, als es einen zusätzlichen Betrag an den Vater des Spielers und die Firma NundN zahlte". Auch seien weder der Vorvertrag zwischen Neymar und Barcelona noch die letztliche Transfervereinbarung in "betrügerischer Art" abgeschlossen worden. Laut Barca muss Santos nun Barcelonas Verfahrenskosten in Höhe von 20.000 Schweizer Franken (ca. 18.800 Euro) übernehmen.

Über den Transfer des damals 21 Jahre alten Neymar, der vier Jahre später für die Weltrekordablöse von 222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris St. Germain wechseln sollte, gibt es seit Jahren Streit zwischen Santos und Barca. Von der offiziellen Ablösesumme in Höhe von 57 Millionen Euro soll Santos nur etwa 17 Millionen erhalten haben. Die restlichen 40 Millionen flossen angeblich an die Firma "NundN", die Neymars Eltern gehört.

21:25 Uhr

Ticket-Kartell muss Millionenstrafe zahlen

Wegen illegaler Preisabsprachen bei den Tickets für WM-Qualifikationsspiele sind in Kolumbien der nationale Fußballverband, ein Unternehmen sowie eine Reihe von Funktionären und Firmenvertretern mit hohen Strafen belegt worden. Verbandspräsident und Fifa-Council-Mitglied Ramón Jesurún, der Fußballverband FCF, das Unternehmen Ticket Ya und eine Reihe weiterer Personen müssen insgesamt 18 Milliarden Peso (4,3 Millionen Euro) zahlen, wie die Aufsichtsbehörde für Industrie und Handel mitteilte.

Der Fußballverband und die Unternehmen Ticket Ya und Ticketshop hatten nach Einschätzung der Wettbewerbshüter ein Kartell gebildet, um die Eintrittskarten für Spiele der Qualifikation zur WM 2018 in Russland an der eigentlichen Ausschreibung vorbei den beiden Firmen zuzuschanzen. Ein Teil der Tickets wurde demnach abgezweigt und zu deutlich überhöhten Preisen verkauft. Das Unternehmen Ticketshop hatte umfangreich mit den Ermittlern zusammengearbeitet. Deshalb wurde der Firma die Strafe erlassen.

21:01 Uhr

"Sieben gegen Sechs"-Regel erregt Handballtrainer

Die Regel "Sieben gegen Sechs" stößt bei zahlreichen Top-Trainern im Handball auf Widerstand. In einer Umfrage des Fachmagazins "Handballwoche" sprachen sich rund drei Viertel von 39 Coaches für eine Abschaffung dieser Variante aus, die den Trainern seit Sommer 2016 die Möglichkeit gibt, den Torwart jederzeit durch einen Feldspieler ohne Leibchen zu ersetzen. Für eine Rückkehr zur alten Regel positionierten sich unter anderem Filip Jicha vom deutschen Champion THW Kiel sowie Maik Machulla von Vizemeister SG Flensburg-Handewitt. Nikolaj Jacobsen, Coach der dänischen Weltmeister, ist dagegen ein Befürworter der taktischen Möglichkeit: "Ich finde nicht, dass sich die Grundidee geändert hat."

Anders sieht dies der Bundestrainer. "Die Regel macht das Spiel viel langsamer. Trainer verlieren besonders in der Abwehr ihre taktischen Varianten, und wenn sich nichts ändert, wird sich in zehn Jahren niemand mehr daran erinnern, wie Handball eigentlich gespielt wurde", sagte Alfred Gislason. Auch Henk Groener, beim Deutschen Handballbund (DHB) für das Frauen-Team zuständig, spricht von einer Regel, die den Handball "definitiv nicht attraktiver" macht. Beim Weltverband findet die Forderung anscheinend Gehör. "Wir werden uns diese Argumente der Trainer sehr intensiv anschauen", kündigte Dietrich Späte, der Vorsitzende der IHF-Trainer- und Methodenkommission, an.

19:52 Uhr

"Weißer, älterer Mann": Nationalspielerin Sabally kritisiert Seehofer

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Sabally spielte am College für die University of Oregon und startet in Kürze in ihre erste Saison für die Dallas Wings in der WNBA.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Basketball-Profi Satou Sabally hat Innenminister Horst Seehofer mit deutlichen Worten kritisiert. Der CSU-Politiker hatte in der Diskussion um "Racial Profiling" im ARD-Morgenmagazin gesagt, er erkenne weder im öffentlichen Dienst noch bei der Bundespolizei diesbezüglich ein strukturelles Problem. Sabally erwiderte darauf bei Instagram: "Weil du ein weißer, älterer Mann bist und profiling nie erfahren musstest." Die 22 Jahre alte Berlinerin, die in der US-Profiliga WNBA auch in einen Rat für soziale Gerechtigkeit berufen wurde, beließ es nicht bei dem einen Satz: "Bist bestimmt noch nie im Supermarkt verfolgt worden oder im eigenen Haus nach einem Ausweis gefragt, weil es mehrere Einbrüche in der Nachbarschaft gab etc!!! Wie blind und ignorant kann man sein." Sabally setzt sich sehr aktiv gegen Rassismus ein, sie sagte bereits mehrfach, sie wolle als "Aktivistin" gesehen werden.

18:58 Uhr

FC Bayern lässt Martinez offenbar ziehen

Javi Martinez steht beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar vor dem Abschied. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der 31-jährige Spanier, der noch einen bis 2021 gültigen Vertrag bei den Bayern hat, den Klub in diesem Sommer verlassen. Martinez war 2012 vom spanischen Erstligisten Athletic Bilbao an die Säbener Straße gewechselt, bestritt in acht Spielzeiten 237 Pflichtspiele für die Münchner und gewann achtmal die deutsche Meisterschaft. Wohin es Martinez zieht, ist noch nicht bekannt - Möglichkeiten gibt es für den Weltmeister von 2010 genügend.

Martinez sei "für alles offen", sagte er zuletzt der spanischen Sporttageszeitung Marca. "Es könnte sein, dass ich in den USA leben und Fußball spielen werde, oder in Australien. Oder, dass ich zurück nach Spanien gehe." Auch eine Rückkehr nach Bilbao, wo er sechs Spielzeiten unter Vertrag stand, sei für Martinez absolut vorstellbar.

18:10 Uhr

Dynamo Dresden lässt Abstieg von Anwälten prüfen

Dynamo Dresden hofft nach dem sportlichen Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga weiter auf den Klassenerhalt am grünen Tisch. Die Sachsen lassen von einer Anwaltskanzlei prüfen, ob die Abstiegsregelung in der abgelaufenen Saison ausgesetzt werden könnte oder der SGD aufgrund ihres Wettbewerbsnachteils zumindest Schadensersatzzahlungen zustehen. Dies bestätigte Geschäftsführer Ralf Becker der "Sport Bild".

Eine Aussetzung des Abstiegs wäre aus seiner Sicht nicht nur die gerechteste Lösung, sondern "als "solidarische Botschaft" auch ein "großer Imagegewinn" für die Deutsche Fußball-Liga (DFL). "Das würde zeigen, dass sich alle Vereine zu Recht für eine Saisonfortsetzung ohne egoistische Überlegungen ausgesprochen haben", sagte Becker. Dresden musste nach einer deutlich kürzeren Vorbereitungszeit binnen 27 Tagen neun Spiele bestreiten, weil die Mannschaft kurz vor dem Restart wegen positiver Coronatests in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden war.

16:38 Uhr

Der Preis für den schönsten Bundesliga-Rasen geht an ...

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann sich rühmen, auf dem schönsten Rasen der Eliteklasse kicken zu dürfen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Schwarz-Gelben wegen der "hervorragenden Qualität ihres Grüns" mit dem Preis "Pitch of the Year" für die Saison 2019/20 ausgezeichnet. Der BVB bestreitet seine Heimspiele im Signal Iduna Park.

16:14 Uhr

Vereinte Nationen verschieben Frieden um ein Jahr

Der olympische Frieden für die Spiele in Tokio ist auf das kommende Jahr verschoben worden. Nach der Corona-bedingten Verlegung der Spiele auf 2021 teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit, dass die Versammlung der Vereinten Nationen (UNO) einem entsprechenden Antrag stattgegeben habe. Der olympische Frieden wird nun vom 16. Juli 2021 (eine Woche vor der Eröffnung) bis zum 12. September 2021 (eine Woche nach Abschluss der Paralympischen Spiele) begangen.

Die Idee des Olympischen Friedens stammt bereits aus dem antiken Griechenland, im Jahr 2000 gründete das IOC eine gleichnamige Stiftung.

15:15 Uhr

Zweitliga-Aufsteiger setzt Trainer vor die Tür

Erst der Aufstieg, jetzt der Abschied: Nur sechs Tage nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga hat sich Eintracht Braunschweig überraschend von Trainer Marco Antwerpen getrennt. Der auslaufende Vertrag des 48-Jährigen werde nicht verlängert, wie die Löwen mitteilten. Auch Co-Trainer Kurtulus Öztürk muss die Niedersachsen verlassen. Antwerpen hatte den Traditionsklub im November übernommen und vor allem Dank eines starken Endspurts nach der Corona-Zwangspause zum Aufstieg geführt. "Wir sind Marco Antwerpen für seine geleistete Arbeit der vergangenen Monate extrem dankbar. Er hat einen hohen Anteil an der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Besonders während der Saisonunterbrechung und in den fünf Wochen nach dem Restart hat er sehr gute Arbeit geleistet", sagte Aufsichtsratschef Sebastian Ebel: "In unserer Betrachtung müssen wir aber auch den gesamten Saisonverlauf bewerten. Daher sind wir am Ende zu diesem Entschluss gekommen. Die Entscheidung, seinen Vertrag bei uns nicht zu verlängern, ist uns nicht leicht gefallen und wurde in einer mehrstündigen Sitzung am gestrigen Abend kontrovers diskutiert."

14:38 Uhr

Deutsche Eishockey-Liga geht erstmal zum Discounter

Penny steigt als Großsponsor ins deutsche Eishockey ein. Der Lebensmittel-Discounter hat sich als erstes Unternehmen bis 2024 die Namensrechte an der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gesichert, die ab sofort unter dem Namen Penny DEL firmiert. Außerdem schlossen das zur REWE-Gruppe gehörende Unternehmen und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) einen Vierjahresvertrag über eine Premium-Partnerschaft. Das sei "eine strategische Win-Win-Partnerschaft, über die wir äußerst glücklich sind", sagte DEB-Präsident Franz Reindl. Über die finanzielle Höhe des Engagements gaben weder DEB noch DEL Auskunft. Angesichts der wirtschaftlichen Engpässe aufgrund der Corona-Auswirkungen bezeichnete es DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke aber als "einzigartig", gerade jetzt zum ersten Mal einen Titelsponsor gefunden zu haben.

13:52 Uhr

Ferrari, Mercedes und McLaren schreiben Formel-1-Geschichte

Ferrari, McLaren und Mercedes sind drei der vier erfolgreichsten Rennställe in der 70-jährigen Historie der Formel 1. Ferrari-Piloten gewannen insgesamt 238 Grands Prix, McLaren-Fahrer standen 182 Mal ganz oben auf dem Treppchen und Valtteri Bottas sorgte am Sonntag in Spielberg für den 103. Erfolg eines Mercedes. (Der Vollständigkeit halber: Auf Platz drei steht - noch - Williams mit 114 Siegen.)

Und doch war der Auftakt der Saison 2020 das erste Rennen überhaupt, bei dem Mercedes (Bottas), Ferrari (Charles Leclerc) und McLaren (Lando Norris) sich das Podium teilten.

13:37 Uhr

Meister Berlin bastelt am Kader der Zukunft

Der deutsche Basketballmeister Alba Berlin hat den italienischen Nationalspieler Simone Fontecchio verpflichtet. Wie der Klub mitteilte, erhält der erste Zugang für die kommende Saison einen Dreijahresvertrag. Der 24 Jahre alte und 2,03 Meter große Flügelspieler wechselt von Grissin Bon Reggio Emilia aus seinem Heimatland zum Pokalsieger. Fontecchio ist der erste italienische Profi in der Geschichte des Double-Gewinners. "Er hat einen guten Wurf, mag es zu rennen, ist athletisch, kann den Korb attackieren und spielt gute Defense", sagte Albas Sportdirektor Himar Ojeda. "Wir sind überzeugt, dass er gut zu unserer Philosophie passt." Angeblich soll auch der deutsche Nationalspieler Louis Olinde ein Kandidat sein. Der Vertrag des 22-Jährigen bei Ex-Meister Brose Bamberg war ausgelaufen.

Fest steht bereits, dass die Berliner künftig auf Rokas Giedraitis, Landry Nnoko und Makai Mason verzichten müssen. Alle drei verlassen den Verein. Auch der Kontrakt von Martin Hermannsson endete, dem in ganz Europa begehrten Isländer liegt jedoch schon ein Alba-Angebot vor. Offen ist, ob Meistertrainer Aito Garcia Reneses ein weiteres Jahr in Berlin dranhängt.

12:53 Uhr

Schalke rettet Hochzeit - und muss Trainingslager neu planen

Der FC Schalke 04 hat auf sein seit Jahren bewährtes Trainingslager im österreichischen Mittersill verzichtet - der Liebe wegen. Weil im Hotel Schloss Mittersill zeitgleich eine Hochzeitsfeier stattfinden soll, trat der Fußball-Bundesligist den Termin ab.

Eigentlich hatte der Revierklub aufgrund einer langfristigen Kooperation mit der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern ein Vorrecht auf das Hotel. Zu der Terminüberschneidung war es gekommen, weil die Schalker ihr Trainingslager aufgrund des späten Bundesligastarts Mitte September verlegen mussten.

12:31 Uhr

Nationalspielerin sieht Stagnation im deutschen Fußball

Nationalspielerin Anna Blässe vom Double-Gewinner VfL Wolfsburg bescheinigt dem deutschen Frauen-Fußball momentan eine Stagnation. Im Interview der "Thüringer Allgemeine" sagte sie: "Wir stagnieren. Bei der WM unter den Erwartungen, Olympia verpasst. In der Liga stehen die meisten Teams hinten drin. Nur wir und die Bayern halten international mit." Die aus Weimar stammende 32-Jährige, die als erste deutsche Spielerin 2008 für eine Ablösesumme vom Hamburger SV zum VfL Wolfsburg wechselte, traut ihrem Verein beim Champions-League-Finalturnier Ende August das Triple zu. "Wir haben einen machbaren Weg ins Finale. Dort müssen wir aber wohl endlich Lyon schlagen", sagte Blässe, die mit dem VfL bereits zweimal das Triple gewonnen hat. Den Abstieg ihres früheren Vereins USV Jena aus der Bundesliga verfolgte Blässe am Rande. "Sie hatten es nicht einfach in Jena in der Corona-Zeit ohne Sportplatz. Ich denke, der Wechsel zum FC Carl Zeiss ist gut. Aber nur, wenn der Verein seine Frauen ernsthaft unterstützt und darin nicht nur ein Feigenblatt sieht", erklärte Blässe, die noch ein Jahr beim VfL unter Vertrag steht.

11:52 Uhr

Hertha BSC darf weiter auf viele Selke-Millionen hoffen

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Stürmer Davie Selke hatte kein glückliches Halbjahr in Bremen - bleibt aber trotzdem.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Fußballprofi Davie Selke kehrt nach dem feststehenden Klassenerhalt des SV Werder Bremen nicht zu Bundesliga-Konkurrent Hertha BSC zurück. Der 25 Jahre alte Angreifer wurde im vergangenen Winter für eineinhalb Jahre an die Norddeutschen ausgeliehen, wäre bei einem Abstieg aber in diesem Sommer schon vorzeitig wieder nach Berlin gekommen.

Damit kann Hertha weiter auf eine im Leihvertrag verankerte Kaufpflicht hoffen. Sollte Bremen auch 2021 nicht aus dem Oberhaus absteigen, müsste Werder an den Hauptstadtklub zahlen. Die fällige Summe soll sich laut Medienberichten auf mindestens zehn Millionen Euro belaufen, bestätigt wurde die Zahl aber bisher nicht.

Dass Selke in Bremen bleibt, dürfte nun auch Einfluss auf die Kaderplanung der Berliner haben. Bei Hertha steht weiterhin eine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung mit Kapitän Vedad Ibisevic aus. Der 35 Jahre alte Mittelstürmer ist seit Sommer 2015 bei Hertha und hat in seiner Karriere in 339 Bundesligaspielen 126 Tore erzielt. Der Kontrakt des Bosniers in Berlin ist ausgelaufen. Ohne Selke im Hertha-Kader gibt es mehr Platz in der Offensivabteilung.

10:54 Uhr

Ex-Teamkollege: "Vettel ist bei Ferrari auf sich allein gestellt"

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Sebastian Vettel ist bei Ferrari isoliert, weiß Ex-Teamkollege Mark Webber.

(Foto: REUTERS)

Sebastian Vettels ehemaliger Formel-1-Teamkollege Mark Webber sieht keine Grundlage für eine Zusammenarbeit des viermaligen Weltmeisters mit Ferrari mehr. "Die Beziehung ist zu Ende, die Chemie weg, die Ehe ist vorbei", sagte der 43 Jahre alte Australier im Podcast "In the Fast Lane" und ergänzte: "Umso früher dieses Szenario vorbei ist, desto besser für alle Beteiligten."

Nach seinem feststehenden Aus bei der Scuderia am Jahresende hatte der 33-jährige Vettel im ersten Saisonrennen am Sonntag in Österreich nur Platz zehn belegt. Die Stimmung zwischen dem gebürtigen Hessen und dem Werksteam aus Italien wird dabei zunehmend schlechter. "Sebastian trägt zwar rot und fährt ein rotes Auto, aber er ist dort auf sich alleine gestellt", sagte Webber.

Gemeinsam mit Vettel fuhr Webber bis 2013 gemeinsam beim ehemaligen Weltmeisterteam Red Bull. Vettels Vertrag bei Ferrari endet nach sechs Jahren am Saisonende. Die Zukunft des Heppenheimers ist offen.

09:14 Uhr

Zu viele Corona-Fälle: MLS schließt Team aus

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Der FC Dallas wird nicht um den Titel in der MLS mitspielen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Zwei Tage vor dem geplanten Start hat die MLS den FC Dallas wegen zu vieler Coronavirusfälle im Team von der Teilnahme am MLS-Turnier nach der Corona-Zwangspause ausgeschlossen. Das teilte die US-Profifußball-Liga am Montag (Ortszeit) mit. Die Mannschaft aus Texas, einem der inzwischen am härtesten von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaaten, kommt derzeit auf insgesamt zehn infizierte Spieler und einen infizierten Betreuer.

Dallas ist wie die anderen Teilnehmer bereits nach Florida gereist, die infizierten Personen waren auf dem Disney-World-Gelände zuletzt in Quarantäne. Der Club unterstütze die Entscheidung, hieß es in einer Stellungnahme der Texaner.

"Angesichts der Auswirkungen der Anzahl positiver Tests auf die Fähigkeit des Vereins, zu trainieren und Pflichtspiele zu spielen, haben wir beschlossen, den FC Dallas vom MLS-is-Back-Turnier zurückzuziehen", sagte MLS-Boss Don Garber laut Mitteilung.

08:16 Uhr

Video: Heidenheim-Fans greifen Werder-Bus an

Mit einem knappen 2:2-Unentschieden zittert Werder sich in der Relegation zum Klassenerhalt. Nach dem Spiel sorgen jedoch Fans in Bremen und Heidemheim für Ärger: Die einen randalieren, die anderen missachten Abstände.

07:21 Uhr

Handball-Trainer wollen Regel-Rolle rückwärts

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Statt eines Angreifers, sind im Handball derzeit bis zu sieben davon pro Angriff möglich. Das soll sich ändern, wünschen sich viele Trainer.

(Foto: imago images/foto2press)

Vier Jahre nach der Einführung der Sieben-gegen-Sechs-Regel im Handball fordern etliche Top-Trainer aus aller Welt die Abschaffung des taktischen Mittels. In einer Umfrage des Fachmagazins "Handballwoche" unter 38 Trainern votierte die überwiegende Mehrheit dafür, die kurz vor den Olympischen Spielen 2016 geschaffene Möglichkeit, den Torwart jederzeit durch einen Feldspieler ersetzen zu können, wieder aus dem Regelwerk zu streichen.

Deutliche Kritik kam von Bundestrainer Alfred Gislason. "Die Regel macht das Spiel viel langsamer. Trainer verlieren besonders in der Abwehr ihre taktischen Varianten, und wenn sich nichts ändert, wird sich in zehn Jahren niemand mehr daran erinnern, wie Handball eigentlich gespielt wurde, nämlich Sechs gegen Sechs mit vielen unterschiedlichen Varianten in Abwehr und Angriff", sagte Gislason dem Blatt. Beim Weltverband IHF stoßen die Trainer mit ihrem Protest offenbar auf offene Ohren. "Wir werden uns die Argumente sehr intensiv anschauen", sagte der Vorsitzende der IHF-Trainer- und Methoden-Kommission, Dietrich Späte.

06:24 Uhr

Mahomes sichert sich Mega-Vertrag bei den Chiefs

Er war bereits schon mal der wertvollste Spieler der NFL und hat nun auch den üppigsten Vertrag der Sportwelt in der Tasche: Patrick Mahomes wird auch in den kommenden zwölf Saisons für die Kansas City Chiefs auflaufen - für eine ordentliche Stange Geld.

  • Mahomes erhält beim Super-Bowl-Champion einen Kontrakt bis 2031, wie die Chiefs bekannt gaben.
  • Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Mahomes im Laufe der Jahre 477 Millionen US-Dollar (rund 421,3 Millionen Euro) erhalten, die durch Prämien auf bis zu 503 Millionen US-Dollar (rund 444 Millionen Euro) anwachsen können.
  • Der 24-Jährige ist der jüngste Quarterback der NFL-Geschichte, der vor seinem 25. Geburtstag bereits den Superbowl (Saison 2019) sowie die Auszeichnung als bester Spieler einer Saison (2018) gewonnen hat.