Dienstag, 09. Februar 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & Sebastian Schneider
22:26 Uhr

Union hängt Hertha nicht nur sportlich ab

Der 1. FC Union Berlin hat derzeit nicht nur in der Fußball-Bundesliga dem Lokalrivalen Hertha BSC den Rang abgelaufen. Trotz der Coronavirus-Pandemie konnten die Köpenicker im vergangenen Jahr 2215 neue Mitglieder begrüßen und somit mit insgesamt 37.360 Mitgliedern als größter Hauptstadtverein an den Charlottenburgern (37.192 Mitglieder) vorbeiziehen.

Hertha freute sich über einen Zuwachs von 481 Mitgliedern, verzeichnet allerdings im vergangenen Jahr insgesamt 168 Mitglieder weniger als der Lokalrivale. Das ergab die neue Mitgliederstatistik des Landessportbunds Berlin, die der LSB veröffentlichte. In der Bundesliga rangiert Union nach 20 Spielen als Tabellen-Neunter überraschend deutlich vor der Hertha, die als 15. Abstiegssorgen hat.

21:52 Uhr

Handball-Bundesliga ist "nah dran" am Kollaps

Uwe Schwenker möchte so lange wie möglich an einem normalen Spielbetrieb in der Handball-Bundesliga festhalten: "Wir haben den Punkt noch nicht überschritten, an dem es nicht mehr geht. Aber wir sind nah dran", sagte der Präsident des Liga-Verbands HBL den "Kieler Nachrichten". Morgen will die HBL in einer Online-Sitzung mit Vertretern der 1. und 2. Liga darüber diskutieren, wie die laufende Serie fortgesetzt werden kann.

Schwenker bevorzugt das normale System mit Hin- und Rückspiel. Allerdings könne er nicht einschätzen, ob das noch realistisch sei. Durch den aktuellen Corona-Fall beim THW Kiel "hat sich die Lage wieder geändert". Der ehemalige Manager der Kieler will sich aber auch andere Modelle wie beispielsweise die Teilung der Liga anhören: "Ich bin im Moment offen für alles. Wir müssen sehen, was realistisch und wirtschaftlich, logistisch machbar ist", sagte der 61-Jährige. "Priorität für die Liga ist, die Vereine wirtschaftlich durch die Pandemie zu bringen."

21:08 Uhr

Tödlicher Helikopter-Unfall von Kobe Bryant: Absturzursache steht fest

Dem Hubschrauberabsturz, bei dem vor einem Jahr Basketball-Legende Kobe Bryant, dessen Tochter sowie sieben weitere Menschen ums Leben kamen, ging eine Fehleinschätzung des Piloten voraus. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der US-Behörde für Transportsicherheit.

Der Pilot habe am 26. Januar 2020 in den Wolken des hügeligen Gebiets nördlich von Los Angeles die Orientierung verloren. Es sei ihm gesetzlich verboten gewesen, den Sichtflug in die Wolken fortzusetzen, er habe es aber dennoch getan, sagte demnach Robert Sumwalt, der Vorsitzende des "National Transportation Safety Board". Technische Probleme an dem Helikopter Sikorsky S-76B waren zuvor bereits ausgeschlossen worden.

20:56 Uhr

Fußball-EM, Olympia und Paralympics? "Kann es mir kaum vorstellen"

Sportpolitikerin Dagmar Freitag hat angesichts der aktuellen Pandemie-Situation große Zweifel daran, dass die Fußball-EM und die Olympischen Spiele und Paralympics im Sommer wie geplant stattfinden können. Das größte Problem ist für die Politikerin die derzeit noch unklare Lage in Bezug auf die Mutationen des Corona-Virus.

"Ich kann es mir zum jetzigen Zeitpunkt ehrlich gesagt kaum vorstellen", sagte die Sportausschussvorsitzende des Deutschen Bundestags der ARD: "Wir sprechen bei Olympischen Spielen über ein Sportereignis, bei dem Athletinnen und Athleten, Funktionäre und Betreuer aus allen Kontinenten zusammenkommen. Und wir wissen, dass manche Kontinente fast noch gar nicht angefangen haben zu impfen."

20:24 Uhr

Türkgücü München schmeißt den Trainer raus

Nach fünf Spielen ohne Sieg hat sich der Fußball-Drittligist Türkgücü München von seinem Trainer Alexander Schmidt getrennt. Geschäftsführer Max Kothny erklärte: "Aufgrund der negativen sportlichen Entwicklung haben wir uns nach einer langen und intensiven Analyse dazu entschieden, die Arbeit mit Alex Schmidt zu beenden." Bis auf Weiteres übernimmt der bisherige Co-Trainer Andreas Pummer die Leitung der Mannschaft. Der 38-Jährige wird am kommenden Montag in der Partie gegen den 1. FC Magdeburg als Interimstrainer an der Seitenlinie stehen.

19:26 Uhr

Pferdesportverband schafft Gremium, um sexualisierte Gewalt zu bekämpfen

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat im Kampf gegen sexualisierte Gewalt einen Betroffenenrat eingerichtet. Der Verband bittet Betroffene, die im Zusammenhang mit dem Pferdesport sexualisierte Gewalt erlitten haben, um ihre Unterstützung. "Die Expertise Betroffener hilft uns enorm in der Prävention, Intervention und Aufarbeitung vergangener Fälle sexualisierter Gewalt im Pferdesport", sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Deshalb bitte die FN alle Beteiligten, den Pferdesport für Mädchen und Jungen "noch sicherer zu gestalten".

Die FN kooperiert bei der Aktion mit dem international agierenden Verein gegen sexuellen Kindesmissbrauch, Innocence in Danger e.V. (IID). Die FN sei der erste Sportfachverband, der diesen Schritt gehe, sagte Julia von Weiler von Innocence in Danger: "Ich hoffe, andere Sportverbände nehmen sich ein Beispiel. Der Blick Betroffener ist enorm wichtig."

19:01 Uhr

Tür für Fans geöffnet: K'lautern muss sagen, was los war

Wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Corona-Hygienekonzept droht dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern Ärger. Der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Pfälzer wegen der Vorkommnisse nach dem Drittligaspiel bei Waldhof Mannheim (2:0) zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Bei der Rückkehr auf den Betzenberg hatten am Samstagabend etwa 300 FCK-Anhänger die Mannschaft vor dem heimischen Fritz-Walter-Stadion erwartet. Dabei wurde die Tür des Mannschaftsbusses geöffnet. Videoaufnahmen deuten laut DFB darauf hin, dass Spieler möglicherweise ohne Einhalten von Mindestabständen oder Tragen eines Mund-Nase-Schutzes mit den Fans gefeiert haben könnten.

18:28 Uhr

Genug Revolution: Ted Ligety schnallt die Ski nach der WM endgültig ab

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Ein Gewinnertyp.

(Foto: REUTERS)

Der zweimalige Ski-Olympiasieger Ted Ligety wird seine erfolgreiche Karriere nach der WM in Cortina d'Ampezzo (bis 21. Februar) beenden. Das WM-Rennen im Riesenslalom am 17. Februar werde sein letztes großes sein, sagte der Amerikaner. Der 36-Jährige, ein guter Freund des einstigen deutschen Ski-Helden Felix Neureuther, war über 17 Jahre im Weltcup aktiv.

Ligety gewann 2006 in Turin in der Kombination und 2014 in Sotschi im Riesenslalom olympisches Gold. Dazu kommen fünf WM-Titel, zwei WM-Bronzemedaillen und 25 Weltcupsiege. Außerdem beeinflusste der große Stilist seinen Sport wie wenige andere Athleten, den Riesenslalom revolutionierte er sogar. In den vergangenen Jahren hatte er aber mit verschiedenen Verletzungen zu kämpfen.

17:50 Uhr

Der FC Arsenal steuert auf ein massives Quarantäne-Problem zu

Der FC Arsenal wird sein kommendes Auswärtsspiel in der Europa League gegen den portugiesischen Fußballverein Benfica Lissabon voraussichtlich in Italien austragen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur PA soll die Partie in Rom stattfinden. Grund für die Verlegung nach Italien sind demnach die coronabedingten, strengen Einreise-Regeln in Großbritannien. Portugal steht auf der sogenannten "roten Liste" - nur britische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich dürfen von dort einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen sie sich allerdings zehn Tage in Quarantäne begeben. Das würde nach Arsenals Rückkehr auch für die Spieler gelten.

Ein ähnliches Problem wie für das Hinspiel am 18. Februar besteht vor dem Europa-League-Rückspiel, das am 25. Februar in London stattfinden sollte. Die Mannschaft von Benfica darf wegen der strengen Regeln nämlich überhaupt nicht nach England einreisen. Auch das Rückspiel wird daher wohl an einen neutralen Ort verlegt.

17:10 Uhr

Die Schlagzeilen am späten Nachmittag

16:46 Uhr

Fahrt mit Minibus endet für Skispringer in Quarantäne

Wieder Corona-Ärger um Polens Skispringer: Bei der Junioren-WM in Lahti ist das gesamte polnische Schanzen-Nachwuchsteam in Quarantäne geschickt worden. Ein Teammitglied war nach der Ankunft positiv auf Covid-19 getestet worden, da aber die komplette Mannschaft in einem Minibus nach Finnland gereist war, stuften die lokalen Behörden sämtliche Mitreisenden als enge Kontaktpersonen ein und verhängten Isolation. Dies teilte der Weltverband FIS mit.

Schon bei der Vierschanzentournee hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben: Nach einem positiven Test von Klemens Muranka vor dem Auftakt in Oberstdorf war das komplette Team um Polens Topstar Kamil Stoch vom Wettkampf ausgeschlossen und isoliert worden, auch hier fand die Anreise geschlossen im Minibus statt. Nach großen Protesten und erneuten, diesmal negativen Tests durften die Polen dann doch antreten. Stoch gewann die Tournee.

16:14 Uhr

"Nazis raus": Fans von Preußen Münster ausgezeichnet

Die Fans des Fußball-Regionalligisten Preußen Münster werden mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports 2020 ausgezeichnet. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mitteilte, erhalten die Anhänger die Auszeichnung für ihr "lautstarkes Signal" gegen Rassismus. Verteidiger Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers war beim Drittligaspiel in Münster im Februar 2020 von einem Fan der Heimmannschaft rassistisch beleidigt worden. Zahlreiche Anhänger im Stadion reagierten mit "Nazis raus"-Rufen und wiesen den Ordnungsdienst auf den Täter hin. Dieser konnte des Stadions verwiesen und der Polizei übergeben werden.

Zudem werden die beiden Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich für ihre Aktion #wekickcorona mit dem Sonderpreis geehrt. Die Profis von Bayern München hatten die Initiative im März 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie ins Leben gerufen, um Spenden für soziale Einrichtungen zu sammeln.

15:44 Uhr

Kiels Coach glaubt nicht, dass sein Team das letzte in Quarantäne ist

Filip Jicha und die Handballer des THW Kiel wollen sich auch von der zweiten Corona-Quarantäne nicht aus der Bahn werfen lassen: "An unseren Zielen ändert sich nichts. Sobald wir dürfen, werden wir da sein und unsere Leistung bringen wollen", sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters und Titelverteidigers den "Kieler Nachrichten". Die "Zebras" befinden sich erneut in häuslicher Isolation, nachdem ein nicht genannter Spieler in der vergangenen Woche nach dem Champions-League-Spiel gegen Motor Saporoschje (34:23) positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Daraufhin war das für Sonntag vorgesehene Bundesliga-Spiel gegen den SC DHfK Leipzig abgesetzt worden. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat auch die für morgen geplante Partie gegen Saporoschje in der Ukraine vom Spielplan genommen.

Der THW-Coach hofft, dass bei den Handball-Klubs nicht noch mehr Corona-Fälle auftreten: "Es wäre super, wenn wir die Letzten wären, die davon betroffen sind." Allerdings befürchtet Jicha, "dass das leider nicht der Fall sein wird".

15:10 Uhr

Erst "kein Thema", jetzt begnadigt: Schalke holt suspendierten Profi zurück

In höchster Abstiegsnot greift Trainer Christian Gross beim Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04 nach dem letzten Strohhalm. Der Schweizer, mittlerweile der vierte Coach der Saison, holt den bereits mehrmals suspendierten Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb ins Team zurück. Das gaben die Königsblauen bekannt. Vor anderthalb Wochen hatte Gross noch erklärt, eine Begnadigung des Algeriers sei "kein Thema". Jetzt, drei Pflichtspiele mit insgesamt nur einem Punkt und einem Tor später, hat der Trainer seine Meinung geändert. Nach einem Gespräch mit Bentaleb habe Gross entschieden, dass der Mittelfeldspieler wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehre. Auch eine Rückkehr in den Spieltagskader sei möglich, teilte der Klub mit.

Im vergangenen November war Bentaleb zum insgesamt fünften Mal unter vier verschiedenen Trainern suspendiert worden. "Schalke und Nabil Bentaleb passen offensichtlich nicht zusammen", stellte Heidels Nachfolger Jochen Schneider fest. Bentaleb hat bislang 105 Pflichtspiele für die Königsblauen bestritten und dabei 19 Tore erzielt.

14:40 Uhr

Zweiter Tag, dritte Absage: Wetter verhindert neue Ski-Weltmeister

Bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo (bis 21. Februar) konnte heute auch der Super-G der Frauen nicht ausgetragen werden. Ursprünglich sollte um 13.00 Uhr gefahren werden, Nebel verhinderte aber auch bis zur letztmöglichen Startzeit um 14.30 eine Durchführung des Rennens. Dabei war zwischenzeitlich der Start sogar nach unten verlegt worden, um der schlechten Sicht zu entgehen.

Der Internationale Ski-Verband FIS und die Organisatoren kommen damit immer mehr in zeitliche Bedrängnis. Gestern war wegen des starken Schneefalls in der Nacht zuvor zunächst die Kombination der Frauen abgesagt und auf kommenden Montag (15. Februar) verlegt worden. Danach wurde der ebenfalls für heute vorgesehene Super-G der Männer unter anderem wegen Lawinengefahr auf Donnerstag verschoben. Morgen soll die Kombination der Männer ausgetragen werden. Vorhergesagt ist dann erneut Schneefall.

14:05 Uhr

Ex-Weltmeister traut deutschen Biathleten "einiges" zu

Der zurückgetretene Ex-Weltmeister Simon Schempp traut den deutschen Biathleten bei der WM auf der Pokljuka viel zu. "Da ist schon einiges möglich. Auch wenn die Vorzeichen in früheren Jahren vielleicht etwas besser waren", sagte der 32-Jährige im Gespräch mit "Münchner Merkur" und "tz". Trotz der beinahe erdrückenden Dominanz der Norweger im Saisonverlauf seien seine ehemaligen Teamkollegen "nicht aussichtslos. Gerade bei einer WM kommt es immer wieder zu Überraschungen."

Besonders in seine Freundin Franziska Preuß setzt Schempp bei den morgen beginnenden Titelkämpfen große Hoffnungen. Das schaue "sehr gut aus", sagte der viermalige Weltmeister, Preuß sei diese Saison bislang "sehr konstant". Denise Herrmann werde der Schießstand auf der Pokljuka entgegenkommen, glaubt der Schwabe. Deshalb sei bei ihr auch "vieles möglich". Bei den Männern sieht Schempp für Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll gute Chancen auf Spitzenplätze.

13:35 Uhr

Vendée-Globe-Sieger geschlagen: Herrmann gewinnt Segel-Serie

Weltumsegler Boris Herrmann hat erneut Grund zum Jubel. Nach erfolgreicher Vendée-Globe-Premiere mit Platz fünf im Solorennen um die Welt hat der Hamburger auch die Imoca-Globe-Serie gewonnen. Das teilte die Imoca-Klassenvereinigung in Paris mit. Die Vereinigung wacht über die Entwicklung der bei der Vendée Globe eingesetzten Hightech-Rennyachten und managt die internationale Serie. Auf den Sieg in der von 2018 bis Anfang 2021 über vier Jahre gelaufenen Serienwertung ist Herrmann stolz. "Wir haben alle Rennen beendet, nie eines abgebrochen. Das ist mir wirklich wichtig. Es ist wichtiger als das Ergebnis in einem einzelnen Rennen", sagte der 39-Jährige. "Aber natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu."

Der deutsche Gesamtsieger verwies den französischen Vendée-Globe-Gewinner Yannick Bestaven (517 Punkte) und dessen Landmann Charlie Dalin (512 Punkte) aber dennoch mit seiner Konstanz und 526 Punkten auf die Plätze zwei und drei der Serienwertung.

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13:10 Uhr

DOSB-Präsident: Olympia-Entscheidung "allerspätestens im April"

DOSB-Chef Alfons Hörmann erwartet eine Entscheidung über die Austragung der Sommerspiele in Tokio für "noch im März oder allerspätestens im Lauf des April". Wie der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem "Sportschau"-Podcast sagte, darf es die Spiele nicht um jeden Preis geben. "Das kann man nur mit Nein beantworten, weil das auch beinhalten würde, dass man auch die gesundheitlichen Folgen negiert. Das kann man nicht guten Gewissens tun", sagte Hörmann.

Hörmann zufolge werde der DOSB auf die Entsendung eines Teams verzichten, "wenn man nicht aus guter und innerer Überzeugung eine Mannschaft guten Gewissens nach Japan schicken kann, in der Erwartung, dass die Mannschaft auch gesund wieder heimkommt". Der DOSB-Präsident versicherte aber, Vertrauen in die Vorbereitungen der Organisatoren zu haben. "Ich weiß, dass viele Athletinnen und Athleten den Tag der Eröffnung kaum erwarten können", sagte der 60-Jährige.

12:38 Uhr

DFB-Nachwuchspapier hat Scholl "müde gemacht"

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Sehnt sich nach den Riberys oder Effenbergs: Mehmet Scholl.

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Der frühere Nationalspieler Mehmet Scholl hat das Nachwuchskonzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) scharf kritisiert. Er habe "das große Vergnügen gehabt, das Papier zu lesen", sagte Scholl bei "Bild", "nach zehn Seiten habe ich es weggelegt. Es hat mich müde gemacht. Aber es wird erfolgreich sein, weil alle, die daran beteiligt sind, ihre Jobs behalten." Er wisse nicht, "welche Sprache das war oder über was sie sich Gedanken machen", ätzte Scholl über das Bürokratendeutsch im Konzept. Er wolle zwar "nicht schwarz malen, aber das, was ich da gelesen habe - nein. Für die Kinder wird's nichts sein."

Dass es im deutschen Fußball an Talenten mangelt, sei aber auch ein gesamtgesellschaftliches Problem. "Wir kriegen die Kinder nicht mehr von den Bildschirmen weg, alle miteinander. Wir sind wohlstandsverwahrlost", führte Scholl aus.

11:45 Uhr

"Scheiße und beschämend": Tennis-Profi kritisiert Australian Open

Nachdem es bei den Australian Open die ersten Überraschungen gab, wird heftige Kritik an den Organisatoren laut. Auch die Deutsche Angelique Kerber flog schon in der ersten Runde raus (0:6, 4:6 gegen US-Amerikanerin Bernarda Pera). Wie sie befanden sich mehrere Tennis-Profis im Vorfeld des Turniers in strikter Hotel-Quarantäne, weil es auf ihren Flügen nach Melbourne Corona-Fälle gab. Dafür kritisierte der Franzose Benoît Paire die Veranstalter scharf.

In der "L'Equipe" sagte der 31-Jährige: "Ich finde es scheiße, und was passiert ist, ist beschämend. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Niveau. Aber dieses Turnier ist wirklich Mist." Paire verlor gleich sein erstes Match gegen den Belarussen Jahor Herassimau mit 2:6, 6:2, 6:7, 6:7. Auch er verbrachte seine Vorbereitung in einer Corona-Quarantäne und bemängelte, dass nicht alle gleich behandelt wurden. Andere Profis, die nicht auf dem Flug waren, befanden sich in einer weniger strikten Quarantäne und durften auch draußen trainieren. "Ich verstehe nicht, warum es nicht fair für alle ist", beklagte Paire.

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10:10 Uhr

BVB "zu klein"? Möglicher Sancho-Nachfolger hadert noch

Seit Wochen wird der Name Memphis Depay in und um Dortmund herum intensiv diskutiert. Der Niederländer gilt bei den Schwarz-Gelben als ernsthafter Transferkandidat und könnte die Nachfolge von Jadon Sancho antreten. Der große Vorteil: Depays Vertrag in Lyon läuft im Sommer aus, der Niederländer wäre also ablösefrei. Genau dieser Umstand macht ihn allerdings auch für andere Klubs interessant.

  • Genau jene Klubs sind es angeblich auch, mit denen Depay selbst liebäugelt. "Sky" zufolge spielt ein Wechsel zum BVB in den Überlegungen des Flügelstürmers nur eine untergeordnete Rolle. Der 26-Jährige denke "an ein höheres Regal", heißt es. Depay und dessen Berater schielen "auf einen Top-8, nicht auf einen Top-15-Klub".
  • Gänzlich abhaken muss der BVB einen Depay-Deal "Sky" zufolge aber noch nicht. Die Schwarz-Gelben sind demnach "nicht komplett chancenlos". Die Tendenz, so heißt es, gehe jedoch klar in Richtung europäischer Topklub.

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09:27 Uhr

Wutanfall könnte sich wiederholen: Baumgart will nicht schweigen

Trotz der Ermahnung durch den DFB will Trainer Steffen Baumgart weiter auch öffentlich klar seine Meinung sagen. "Ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen, was man auch daran sieht, dass ich keine Strafe bekommen habe. Und ja, ich werde mich auch zukünftig äußern, wenn mich etwas stört", sagte der Coach des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn dem "Sportbuzzer".

  • Baumgart hatte nach der DFB-Pokalniederlage bei Borussia Dortmund mit harscher Kritik an Schiedsrichter Tobias Stieler für Wirbel gesorgt. In seiner Wutrede hatte der 49-Jährige das Verhalten des Referees als "frech und respektlos" bezeichnet und gesagt: "So machen wir uns zum Affen."
  • Der Deutsche Fußball-Bund verzichtete zwar auf die Einleitung eines Verfahrens gegen Baumgart, forderte ihn aber schriftlich auf, "sich zukünftig in seiner Wortwahl zu mäßigen und an seine Vorbildfunktion als Trainer zu denken". Ansonsten könne es im Wiederholungsfall "zu einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht führen".
08:02 Uhr

Warum Hertha den Klinsmann-Makel nicht los wird

Der Klub würde dieses kurze Kapitel wohl allzu gern vergessen, aber Millionen-Investor Lars Windhorst lässt das Thema nicht ruhen. Noch immer sieht er den spektakulären Rücktritt von Jürgen Klinsmann als Trainer kritisch. "Die Art seines Abgangs war und ist für mich nicht akzeptabel. Bis heute bedaure ich, dass Jürgen Klinsmann so gehandelt hat", sagte der Hertha-Geldgeber.

  • Klinsmann hatte am Donnerstag vor einem Jahr nach massiven internen Differenzen mit der Geschäftsführung seinen Posten beim Berliner Fußball-Bundesligisten ohne Vorwarnung geräumt und war in seine Heimat Kalifornien zurückgekehrt.
  • "Rückblickend stellen inzwischen ja viele fest, dass viele Impulse und Analysen von Jürgen Klinsmann so falsch nicht waren. Es hätte sehr konstruktiv sein können", sagte der 44-Jährige.
  • Die Hertha sicherte sich in der Vorsaison erst unter Klinsmanns zweitem Nachfolger Bruno Labbadia den Klassenverbleib. Aktuell stecken die Berliner unter dessen Nachfolger Pal Dardai wieder im Abstiegskampf.
07:12 Uhr

"Wir sind stolz": Formel 1 feiert sich in der Krise selbst

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Domenicali hält die Stimmung hoch.

(Foto: imago/LaPresse)

Die Macher der Formel 1 blicken mit Zufriedenheit auf die von der Corona-Pandemie stark beeinträchtigte Saison 2020 zurück. "Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir haben eine unglaublich starke Fanbasis, die in den kommenden Jahren weiter wachsen wird", sagte der neue Geschäftsführer Stefano Domenicali: "Wir sind glücklich, dass die Fans mit dem Sport, der Saison und der Art, wie wir auf die Pandemie reagiert haben, zufrieden sind."

  • Die Formel 1 verzeichnete in der auf 17 Rennen verkürzten Saison 2020 nach eigenen Angaben einen starken Zuwachs in den Sozialen Medien. Die Anzahl der Follower auf den verschiedenen Plattformen wuchs demnach auf 35 Millionen.
  • Auch mit den TV-Zahlen war die Formel 1 zufrieden. Die Rennen von Sebastian Vettel und Co. verfolgten insgesamt 1,5 Milliarden Zuschauer, im Vorjahr lag der Wert bei 1,9 Milliarden.
  • Der Rückgang wurde mit der geringeren Anzahl von Rennen sowie deren Austragung in Europa und dem Nahen Osten begründet. Die habe in anderen wichtigen Märkten zu ungünstigen TV-Zeiten gesorgt. Der größte Zuschauermagnet war der von Weltmeister Lewis Hamilton gewonnene Große Preis von Ungarn (103,7 Millionen).
06:34 Uhr

Um den sechsten Saison-Titel geht's für den FC Bayern ohne Goretzka

Es hatte sich abgezeichnet: Der FC Bayern muss im Finale der Klub-WM gegen den mexikanischen Spitzenklub UANL Tigres am Donnerstag (19.00 Uhr im ntv.de-Liveticker) auf Leon Goretzka und Javi Martinez verzichten. "Leon und Javi werden nicht nachreisen, das haben wir heute entschieden. Das ist schade, weil beide kommen wollten", sagte Trainer Hansi Flick.

Beide Profis mussten nach positiven Corona-Tests in Quarantäne. "Wichtig ist, dass sie in München trainieren und eventuell für Montag zur Verfügung stehen können", ergänzte Flick. Dann treffen die Bayern in der Bundesliga auf Aufsteiger Arminia Bielefeld (20.30 Uhr im ntv.de-Liveticker).

05:59 Uhr

Deutsches Debakel in Melbourne geht weiter

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(Foto: imago images/AAP)

Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist überraschend in der ersten Runde der Australian Open gescheitert. Der 30-Jährige unterlag dem australischen Wild-Card-Spieler Christopher O'Connell mit 6:7 (2:7), 6:7 (5:7), 1:6 und muss eine große Enttäuschung verdauen.

  • "Es war leider eine Katastrophe. Es tut sehr weh, das Match so zu verlieren", sagte Struff: "Ich bin mega enttäuscht."
  • Auch für Yannick Hanfmann kam das Turnieraus mit einer 3:6, 3:6, 4:6-Niederlage gegen den an Nummer sieben gesetzten Russen Andrej Rublew.
  • Zuvor waren bereits Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Laura Siegemund und Cedrik-Marcel Stebe in der ersten Runde ausgeschieden.