Donnerstag, 17. Oktober 2019Der Sport-Tag

21:09 Uhr

Strafe für Eintracht: Ohne Fans in Lüttich und London

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Hintergrund des Zuschauer-Ausschlusses war die Randale beim Spiel am 3. Oktober bei Vitoria Guimarães.

(Foto: picture alliance/dpa)

Harte Strafe für Eintracht Frankfurt: Der Fußball-Bundesligist ist wegen wiederholter Randale seiner Fans in der Europa League mit einem Zuschauer-Ausschluss in den Partien bei Standard Lüttich (7.11.) und dem FC Arsenal (28.11.) bestraft worden. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa teilte mit, dass die Eintracht wegen der Ausschreitungen der Fans und des Werfens von Gegenständen am 3. Oktober bei Vitoria Guimarães (1:0) in Portugal verurteilt wurde. Dabei hatten sich Fans beider Mannschaften kurz vor dem Anpfiff mit Sitzschalen beworfen. Die Polizei räumte daraufhin einen Frankfurter Fanblock.

Bereits am 10. Januar war die Eintracht wegen wiederholter Randale seiner Anhänger zu einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung für zwei Jahre und einer Geldbuße von 80.000 Euro verurteilt worden. Die Bewährung wurde mit dem neuerlichen Urteil widerrufen.

20:14 Uhr

18-Jähriger nach Rassismus-Eklat in Bulgarien angeklagt

Nach dem Rassismus-Eklat beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England (0:6) ist ein 18-jähriger Bulgare wegen "schweren Hooliganismus" angeklagt worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die örtliche Staatsanwaltschaft berichtet, wurden vier weitere Personen mit Geldstrafen und Stadionverboten belegt. Durch Bilder von Überwachungskameras im Stadion von Sofia hat die Polizei bislang neun Verdächtige identifiziert, sechs von ihnen waren festgenommen worden.

Sollte der 18-Jährige verurteilt werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Gefängnis. Die Begegnung stand wegen der Vorfälle mehrmals vor dem Abbruch. Englands Stars mussten Affenlaute, höhnische Gesänge und sogar den Hitlergruß erdulden. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat ein Disziplinarverfahren gegen die Bulgaren eröffnet. Verbandspräsident Boris Michailow war im Zuge des Skandals zurückgetreten.

19:16 Uhr

NBA-Superstar spielt "unmöglichen" Pass

Bis zum Start der neuen NBA-Saison sind es nur noch ein paar Tage. Am 22. Oktober geht die US-Liga in ihre 74. Spielzeit. Aktuell läuft die Vorbereitung, die sogenannte Preseason. Und in einem Testspiel gegen Vizemeister Golden State Warriors zeigte LeBron James, warum viele ihn auch mit bald 34 Jahren noch für den besten Basketballer der Welt halten. Dieser Pass des Superstars der Los Angeles Lakers ist eine Augenweide. Oder wie sein Team twittert: "Das sollte unmöglich sein, LeBron."

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18:32 Uhr

Paul Gascoigne vor Gericht freigesprochen

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Paul Gascoigne sorgt in England immer wieder für Schlagzeilen.

(Foto: REUTERS)

Der frühere englische Fußballstar Paul Gascoigne ist vom Vorwurf des sexuellen Übergriffs freigesprochen worden. Der 51-Jährige war beschuldigt worden, einer Frau während einer Zugfahrt im August 2018 einen feuchten Kuss aufgezwungen zu haben.

Gascoigne verteidigte sich damit, er habe der Frau ein "Küsschen auf die Lippen" gegeben, um ihr Selbstvertrauen zu stärken, nachdem diese zuvor von einem anderen männlichen Passagier als übergewichtig bezeichnet worden war. Seine Aktion sei "naiv" gewesen - aber keinesfalls ein sexueller Übergriff.

Die Anklage hatte Gascoigne vorgeworfen, vor Gericht "gelogen und gelogen und gelogen" zu haben. Während der Zugfahrt sei er betrunken gewesen.

Ob Gascoigne in dem Verfahren komplett straffrei ausgeht, ist laut BBC noch offen. Das Gericht berät demnächst weiterhin über eine Strafe, weil der 51-Jährige bei dem Vorfall auch jemanden geschlagen haben soll.

17:53 Uhr

Ribéry lästert über sein "Fifa 20"-Abbild: "Wer ist der Typ"?

Auf ihr Abbild bei Fifa 20 legen Fußballprofis viel Wert. Immerhin ist das Videospiel von EA Sports seit Jahren Marktführer, auch wenn Konkurrent Konami mit Pro Evolution Soccer fleißig aufholt. Und gerade weil so viele Menschen weltweit Fifa spielen, gucken viele Profis genauer hin. Wie ihre Fähigkeiten eingeschätzt werden, wie gut sie im Vergleich zu ihren Mitspielern sind ... und wie nah ihr virtuelles Abbild am Original ist. Der Realismus ist meist erstaunlich. Meist. Nicht so bei Franck Ribéry. Der Ex-Bayer ist mittlerweile beim AC Florenz aktiv ... und sieht sich selbst nur bedingt ähnlich.

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17:23 Uhr

Exspoliierte Fußballstars: Polizei schnappt Verdächtige

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Atléticos Thomas Partey bekommt jetzt seine CL-Medaille von 2016 zurück.

(Foto: REUTERS)

Über Monate wurde die Madrider Polizei von immer neuen Einbrüchen bei Fußballstars der Spitzenklubs Real und Atlético in Atem gehalten. Wenn die Kicker wegen sportlicher Verpflichtungen gerade nicht daheim waren, wurden sie heimgesucht. Aber: Es gibt gute Nachrichten für die Ermittler und natürlich auch für die exspoliierten Fußballer, zu denen unter anderem der Brasilianer Casemiro von Real und der ghanaische Mittelfeldspieler Thomas Partey von Atlético gehörten. Denn: Die Polizei hat vier Verdächtige festgenommen, vermeldet die spanische Zeitung "El Diario" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Demnach sei bei Hausdurchsuchungen in Madrid und Toledo auch Diebesgut sichergestellt worden - unter anderem die Medaille, die Partey 2016 nach Atléticos Finalniederlage in der Champions League erhalten hatte.

16:53 Uhr

Tognoni zu Uefa und Skandal-Quali: "Die Leute sind effektiv überfordert"

Eigentlich verbietet die Uefa politische Äußerungen in Stadien. Dennoch zeigen die türkischen Spieler bei der EM-Quali ihre Solidarität mit Erdogans Syrien-Offensive. Nun ermittelt der Verband. Der ehemalige Fifa-Mediendirektor Guido Tognoni schätzt die Lage und das mögliche Strafmaß ein.

 

16:04 Uhr

BVB beendet Hängepartie um Europameister Guerreiro

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Raphael Guerreiro kann auf der linken Seite offensiv wie defensiv spielen - und tut das oft sehr überzeugend.

(Foto: dpa)

Geht er, bleibt er, unterschreibt er? Fragen, die Raphael Guerreiro von Borussia Dortmund den ganzen Sommer lang umschwirrten. Jetzt ist die Hängepartie um den 25-jährigen Portugiesen beendet: er bleibt, denn er unterschreibt einen neuen BVB-Vertrag bis 2023 - was die Dortmunder laut Sportdirektor Michael Zorc außerordentlich freut: "Er ist ein international erfahrener und technisch erstklassiger Fußballer, der flexibel auf mehreren Positionen einsetzbar ist und innerhalb unseres Kaders eine hohe Wertschätzung genießt."

Guerreiro war 2016 vom FC Lorient aus Frankreich zum BVB gewechselt. Seitdem absolvierte er 61 Bundesliga-Spiele (zehn Tore). Sein ursprünglicher Vertrag wäre mit Ende der Saison ausgelaufen, weshalb über einen Verkauf im Sommer spekuliert worden war. Ein Wechsel zu Paris St. Germain mit Ex-Trainer Thomas Tuchel zerschlug sich aber.

14:40 Uhr

Bayern-Coach Kovac: Müller-Aussage "war ein Fehler"

Natürlich, die Frage nach Thomas Müller musste kommen. Ob Not am Mann sei und das Münchener Urgestein deshalb gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) zum Einsätz käme. Niko Kovac, Trainer des FC Bayern, antwortete: "Wer am Wochenende spielt, werde ich Ihnen natürlich nicht sagen." Nun gut. Er habe schließlich noch zwei Tage, sich das genau zu überlegen.

Was Kovac in der Pressekonferenz aber auch betonte, war: "Die Aussage war ein Fehler." Die, dass Müller sicher Minuten bekomme, wenn Not am Mann sei beim Rekordmeister. "Ich habe sie nicht so gemeint, wie sie rübergekommen ist", so Kovac. Müller, der wiederholt seine Unzufriedenheit mit der Reservistenrolle bekundete, habe es aber richtig verstanden.

14:05 Uhr

F1-Bosse erleiden Bruchlandung mit Quali-Rennen

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Die Startaufstellung in der Formel 1 wird wie bisher im dreistufigen Qualifying-Modus ermittelt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ab der kommenden Saison sollten in der Formel 1 einige Qualifikationsrennen eingeführt werden, so hat es F1-Vorstandsmitglied Ross Brawn vorgeschlagen. Daraus wird nichts, der Plan ist gescheitert - an den Rennställen. Bei einem Treffen der Formel-1-Chefs, der Automobilweltverbands-Spitze und der Teamverantwortlichen bekam der Vorschlag in Paris nicht das notwendige einstimmige Votum, weil laut autobild.de die Teams ihre Unterstützung der Idee verweigerten.

Die Idee sah 2020 bei 3 der insgesamt 22 WM-Läufe Qualifikationsrennen statt des üblichen dreistufigen Modus vor. Die Startaufstellung für diese Qualifikationsrennen hätte sich aus dem WM-Stand ergeben - nur in umgekehrter Reihenfolge. Ferrari-Star Sebastian Vettel hatte den Vorschlag als "Bullshit" abgekanzelt.

Achja: Eine Einigung bezüglich der neuen Formel-1-Regeln, die ab 2021 gelten sollten, gab es ebenfalls nicht.

13:23 Uhr

Videobeweis: Kipchoge lief Wunderzeit in Katapult-Super-Schuhen

Der Kenianer Eliud Kipchoge läuft als erster Mensch einen Marathon in unter zwei Stunden. Geholfen haben soll ihm dabei der Prototyp eines hochmodernen Laufschuhs. Der sorgt nämlich für einen katapultähnlichen Schub und eine verblüffende Illusion.

 

12:35 Uhr

Man United plant Mega-Offerte für Kroos - oder Mega-Tausch

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Lange unverzichtbar bei Real Madrid, inzwischen nicht mehr völlig unumstritten: Toni Kroos.

(Foto: REUTERS)

Ein Blick auf die Tabelle der englischen Premier League genügt, um zu verstehen: Manchester United braucht dringend Verstärkungen. Das Team von Noch-Trainer Ole Gunnar Solskjaer hat den schlechtesten Saisonstart seit Jahrzehnten hingelegt. Mit mickrigen neun Punkten aus acht Spielen klemmt Man United nur auf Rang 12, sagenhafte 15 Punkte hinter Tabellenführer FC Liverpool - der am Wochenende auch noch der nächste Gegner ist.

Kurzum: Beim FC Bayern hätten sie in dieser Lage bereits Not-Pks einberufen. In Manchester sollen sich die Klub-Verantwortlichen immerhin schon dringend nach einem neuen Trainer (heißestes Gerücht: Mauricio Pochettino) und neuen Spielern umsehen. Und einer dieser neuen Spieler könnte Toni Kroos von Real Madrid sein, der 2014 schon einmal ganz dicht vor einem Wechsel nach Manchester gestanden hatte.

Damals platzte der Deal auf der Zielgeraden, nun soll United sein Interesse wiederbelebt haben - und angeblich bereit sein, 78 Millionen Euro für den 29-Jährigen zu zahlen.

Laut "Sun" ist das aber vielleicht gar nicht nötig, denn: Bei United spielt mit dem französischen Weltmeister Paul Pogba ein Spieler im Mittelfeld, den Real gern verpflichten würde - weshalb auch ein spektakulärer Tausch über die Bühne gehen könnte. Pogba ist mit einer Ablöse von rund 100 Millionen Euro der teuerste Spieler der United-Geschichte, aber nicht glücklich in Manchester.

11:53 Uhr

"Kein Grund, wegzulaufen": Özil schließt Arsenal-Abgang aus

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Neben einem Liga-Einsatz steht ein Pokalauftritt zu Buche. Beim 5:0 im Ligapokal gegen Nottingham Forest wurde Özil in der 71. Minute ausgewechselt.

(Foto: imago images/MB Media Solutions)

Mesut Özil plant keinen vorzeitigen Abschied vom FC Arsenal. Auch wenn er in den Planungen von Trainer Unai Emery aktuell keine große Rolle spielt, ist ein Abgang kein Thema. "Es gibt auch schwierige Zeiten wie diese, aber das ist kein Grund, wegzulaufen. Ich bleibe bis mindestens 2021 hier", sagte der 31-Jährige gegenüber dem US-Portal "The Athletic". So lange läuft der Vertrag des Mittelfeldspielers beim derzeitigen Dritten der englischen Premier League. Özil spielt seit 2013 für Arsenal, im Januar 2018 verlängerte er seinen Kontrakt vorzeitig. Im Sommer 2018 trat Emery die Nachfolge von Trainerlegende Arsène Wenger an. In der laufenden Saison kam der ehemalige deutsche Nationalspieler bislang nur in einem von acht Ligaspielen zum Einsatz.

In dem Interview äußert er sich zudem über seinen Rücktritt aus dem DFB-Team und den Rassismus, der ihm im Vorfeld der WM 2018 entgegen schlug.

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11:20 Uhr

DFB-Rebell Uli Stein klagt: "Habe viel zu wenige Länderspiele"

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Uli Stein sah sich in der DFB-Elf nicht immer fair behandelt.

(Foto: imago/Uwe Kraft)

Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Uli Stein blickt mit gemischten Gefühlen auf seine internationale Karriere zurück. "Ich habe einfach insgesamt viel zu wenige Länderspiele gemacht. Da spüre ich schon etwas Wehmut", sagte der sechsmalige Nationalspieler dem "Kicker". Dabei hat er besonders die WM 1986 in Mexiko im Blick, bei der er wegen der "Suppenkasper"-Affäre aus dem Team geworfen wurde. Wäre damals Berti Vogts und nicht Franz Beckenbauer, den Stein als "Suppenkasper" bezeichnete, Bundestrainer gewesen, "dann hätte ich damals wohl als der in vielen Augen beste deutsche Torhüter gespielt. Berti hätte mehr auf Leistung als auf Lobby geachtet."

 Die deutsche Nationalelf hätte seiner Meinung nach damals Weltmeister werden können, am Ende verlor die DFB-Elf das Finale gegen Argentinien mit 2:3. Auf seine 512 Einsätze in der Bundesliga und die 133 Partien in Liga zwei ist Stein, der im Laufe seiner Karriere vier Rote Karten sah, stolz: "Ich habe stets einen Kampf gegen Windmühlen geführt, immer auf Kriegsfuß mit einigen Oberen und auch mit Teilen der Medien. Wenn du es dann schaffst, auf solch eine Bilanz zu kommen, obwohl es viele gibt, die dich abschießen wollten, dann ist das schon ganz ordentlich."

10:45 Uhr

Schalkes Torwart Nübel erwägt Wechsel ins Ausland

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Zieht's ihn womöglich ins Ausland?

(Foto: dpa)

Torhüter Alexander Nübel vom FC Schalke 04 lässt sich bei der Entscheidung über seine Zukunft nicht unter Druck setzen und erwägt auch einen Wechsel ins Ausland. "Ich habe mir keine Frist gesetzt. Ich werde es entscheiden, wie es kommt. Dazu habe ich alle Möglichkeiten", sagte der 23-Jährige bei Sport1. Basis der Entscheidung würden letztendlich "sportliche Faktoren" sein, "am meisten aber persönliche und familiäre Dinge. Zu diesen Faktoren zählen aber auch Sachen wie das Ausland, bei denen man sagen könnte, man lernt etwas für sein Leben." Nübels Vertrag bei Schalke läuft zum Saisonende aus.

10:05 Uhr

Klinsmann wird offenbar wieder Nationaltrainer

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Aktuell arbeitet Jürgen Klinsmann als TV-Experte für RTL.

(Foto: imago/Panoramic International)

Drei Jahre nach seinem Aus in den USA übernimmt Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann angeblich wieder einen Trainerjob: in Ecuador. Das berichtet jedenfalls die Zeitung "El Universo" unter Berufung auf eine Verbandsquelle. Einen Kommentar von Klinsmann, der seit Jahresbeginn als TV-Experte für RTL arbeitet, gibt es bislang nicht. Laut "Bild"-Zeitung soll sich der 55-Jährige aber in konkreten Verhandlungen mit dem Verband befinden.

In Ecuador würde es für Klinsmann wie schon bei seinem fünfjährigen Engagement als US-Nationaltrainer primär darum gehen, das vorhandene Fußball-Potenzial optimal zu nutzen. Bei der Copa America 2019 scheiterte die Mannschaft bereits in der Vorrunde. In der Fifa-Weltrangliste belegt das Team aktuell nur Platz 65 und wird vom Argentinier Jorge Celico betreut.

Für Klinsmann wäre es die dritte Station als Nationaltrainer. Von 2004 bis 2006 hatte er die deutsche Fußball-Nationalmannschaft betreut, von 2011 bis 2016 das US-Team. Dazwischen lag von 2008 bis 2009 ein Engagement beim FC Bayern.

09:36 Uhr

Spielt Thomas Müller gegen den FC Augsburg, Herr Kovac?

Moinsen,

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(Foto: imago images/Sven Simon)

die Fußball-Länderspiele sind erst mal abgehakt, volle Konzentration also wieder auf die Bundesliga. Und auf den FC Bayern (unter anderem natürlich). Die Münchener waren ja mit einer Pleite gegen Hoffenheim und einer emotionalen Thomas-Müller-Diskussion in die kurze Pause gegangen. Am Mittag nun steht die obligatorische Spieltagspressekonferenz an - und damit mutmaßlich auch die Frage: Spielt Thomas Müller gegen den FC Augsburg mal wieder von Anfang an, Herr Kovac (Anmerk. d. Red.: Als Trainer muss Herr Kovac das entscheiden)? Wir hören genau zu und berichten. Was noch so passiert: Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa kommt zu einer Sitzung zusammen. Ob sich das Gremium bereits mit den Rassismus-Vorfällen in Bulgarien und dem Salut-Torjubel türkischer Nationalspieler beschäftigt, ist aber noch nicht klar. Auch hier schauen wir genau hin und berichten.

  • Außerdem läuft die Bahnrad-EM im niederländischen Apeldoorn. Drei Entscheidungen stehen am Abend an.
  • Am Abend wird auch in der Handball-Bundesliga, in der Basketball-Euroleague und der DEL gespielt.

So, Glück auf.

08:58 Uhr

Draisaitl und McDavid liefern spektakuläre NHL-Gala

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Läuft.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Mit einer spektakulären Gala haben sich Leon Draisaitl und Sturmpartner Connor McDavid den Frust über die erste Saisonpleite der Edmonton Oilers von der Seele geschossen. Zum 6:3-Triumph gegen die Philadelphia Flyers steuerte Draisaitl zwei Tore und einen Assist bei. McDavid kam sogar mit einem Tor und vier Vorlagen zum dritten Mal in seiner Karriere auf fünf Punkte in einem Spiel. McDavid und Draisaitl führen mit 17 und 15 Punkten auch die Scorerliste in der NHL an. Mit zwölf Punkten ist Edmonton mit den Carolina Hurricanes bestes Team der Liga, Carolina hat aber eine Begegnung mehr ausgetragen. In Edmonton eröffnete Leon Draisaitl in der zweiten Minute mit dem ersten Schuss den Torrausch, nach der Vorlage zum 4:1 durch Ryan Nugent-Hopkins erhöhte der Kölner in der 37. Minute auf 5:1. Zwischenzeitlich hatte McDavid mit einem sehenswerten Treffer das 3:1 erzielt. Er legte auch beide Draisaitl-Tore auf. Weiterer Topspieler der Partie war Edmontons Torwart Mikko Koskinen, der mit 49 Paraden bei 52 Schüssen auf sein Tor einen Karriere-Bestwert erzielte.

08:21 Uhr

Der BVB und der FC Bayern buhlen offenbar um Gladbach-Star

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Gefragter Mann: Denis Zakaria.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Für Granit Xhaka hat Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach vor drei Jahren 45 Millionen Euro kassiert. Vom FC Arsenal. Dort ist er mittlerweile Kapitän. Es ist die bislang höchste Transfereinnahme der Fohlen. Womöglich aber kippt dieser Rekord im kommenden Sommer. Denn wie die "Bild" berichtet, soll Borussia Dortmund um Mittelfeldspieler Denis Zakaria buhlen - sein Preisschild: 50 Millionen Euro plus X. Eigentlich aber sind die Gladbacher gar nicht daran interessiert, den 22 Jahre alten Schweizer abzugeben. Neben dem BVB soll auch der FC Bayern, Trainer Niko Kovac gilt als Fan eines Transfers, weiter um Zakaria buhlen. Auch Inter Mailand, Tottenham Hotspur und Manchester United sollen interessiert sein.

07:46 Uhr

Warum Deutschland bei der Fußball-EM 2020 auf die Ukraine trifft

Joachim Löw kann sich schon einmal auf ein erneutes EM-Duell gegen die Ukraine einstellen. Eventuell wird der Auftaktgegner von 2016 bereits vor der Gruppenauslosung am 30. November als Kontrahent der Fußball-Nationalmannschaft bei der Endrunde 2020 feststehen - sofern sich die DFB-Elf qualifiziert. Möglich macht dies der komplizierte Modus des Pan-Europa-Turniers mit zwölf Gastgebern. Nach dem jüngsten Qualifikationsspieltag hat die Ukraine das EM-Ticket und auch den ersten Platz in ihrer Gruppe B sicher. Schon mit einem weiteren Punkt im letzten Gruppenspiel in Serbien (17. November) würde die Mannschaft von Trainer Andrej Schewtschenko zudem sicher in Topf 1 der sechs besten gesetzt sein. Weitere Kandidaten für diesen Topf sind aufgrund ihrer Punktstände England, die Niederlande, Spanien, Italien und Belgien.

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Ein Bild ging um die Welt: Heldengrätscher Jerome Boateng verhinderte bei der EM 2016 spektakulär einen Treffer der Ukrainer. Die deutsche Mannschaft startete damals mit einem 2:0-Sieg gegen die Ukraine in die EM.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Fängt Deutschland die Niederlande nicht doch noch von Platz eins der Gruppe C ab, landet die Löw-Auswahl als vermutlich Bester der zehn Gruppenzweiten in Topf 2 und geht von dort automatisch in die EM-Gruppe F mit München als Heimspielort. England, die Niederlande, Spanien und Italien würden in diesem Szenario als Co-Gastgeber ihren jeweilige Heimgruppen zugeordnet werden. Blieben aus Topf 1 noch Belgien und die Ukraine für die noch freien Gruppen B und F mit den Spielorten St. Petersburg sowie Kopenhagen und München sowie Budapest. Da die Ukraine laut Uefa-Beschluss aus politischen Gründen nicht Russland zugeordnet werden darf, wäre sie automatisch in der deutschen Gruppe. Belgien würde in der Gruppe B Co-Gastgeber Russland zugeteilt werden. Lösen die Ungarn als derzeitiger zweiter in der Quali-Gruppe E direkt das EM-Ticket, würden auch sie als Co-Gastgeber mit dem Spielort Budapest ebenso schon vor der Auslosung als deutscher Vorrundengegner in der Gruppe F feststehen. Alles klar?

06:53 Uhr

Türkischer Botschafter: Kritik an Militärgruß "grenzt an Rassismus"

Und noch mal das Thema "Militärgruß": Auch der türkische Botschafter in Deutschland, Ali Kemal Aydin, hat die Kritik an der Geste verurteilt. "Es grenzt wirklich an Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus", sagte er in Berlin. Die Kritik widerspreche der Meinungsfreiheit und sei ein Beispiel dafür, dass es wieder eine "anti-türkische Stimmung" in Deutschland gebe. Mehrere Nationalspieler hatten in den EM-Qualifikationsspielen gegen Albanien und Frankreich beim Torjubel den militärischen Gruß mit der ausgestreckten Hand an der Stirn gezeigt und damit die türkischen Soldaten im Syrien-Einsatz geehrt. Die Aufregung sei für ihn schwer nachvollziehbar, sagte Aydin. Die Spieler hätten lediglich Soldaten geehrt, die ihr Leben für ihr Vaterland riskierten. "Das ist ganz normal und menschlich. Wir finden es falsch, dass diese Spieler so an den Pranger gestellt worden sind." Aydin kritisierte auch die deutschen Medien. "Einige Medien hier hetzen die Bevölkerung auf diese Spieler. Das akzeptieren wir nicht, wir finden es befremdlich."

06:38 Uhr

Kohlschreiber verpasst Tennis-Coup nach Matchball-Drama

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Ein Spiel zum Haareraufen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Junge, ist das bitter: Philipp Kohlschreiber hat an seinem 36. Geburtstag in Moskau nach fünf vergebenen Matchbällen einen Überraschungserfolg verpasst. Er verlor im Achtelfinale gegen den an Nummer zwei gesetzten Russen Karen Chatschanow 6:3, 3:6, 6:7 (7:9). Erst am Dienstag hatte der deutsche Tennisprofi durch den Auftakterfolg gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour seit zweieinhalb Monaten gefeiert. Beim Stand von 5:3 im Entscheidungssatz vergab Kohlschreiber bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle. Bei 6:5 fehlte ihm erneut nur ein Punkt zum Sieg, im Tiebreak vergab er zwei weitere Chancen. Nach 2:23 Stunden verwandelte Chatschanow, Nummer acht der Welt, seinen ersten Matchball.

05:58 Uhr

Türkischer Generalkonsul: Militär-Salut wird falsch verstanden

Der umstrittenen Militär-Salut-Jubel mehrerer Fußballspieler aus Amateur-Vereinen sind nach Ansicht des türkischen Generalkonsuls Sener Cebeci falsch verstanden worden. Der Salut solle nicht als militärisches Symbol, sondern als "Gruß an alle Soldaten und ihre Verwandten" gesehen werden. In der Türkei habe der Gruß eine andere Bedeutung als in Deutschland. Demnach sei auch die Sperrung der Fußballspieler und die Verhängung von Geldbußen "nicht richtig", so Cebeci. Fotos, die die Gesten der Spieler dokumentieren, hatten in der Branche zuvor für massive Kritik gesorgt. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen sprach von einer "Null-Toleranz-Politik". Solche Dinge entsprächen "in keiner Weise den Werten und Grundsätzen des Verbandes". Drei Amateur-Fußballklubs - die SG Hillen, Genclikspor Recklinghausen und die zweite Mannschaft der DTSG Herten - müssen sich nun vor dem Verbandssportgericht verantworten.

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