Donnerstag, 05. November 2020Der Sport-Tag

Heute mit David Bedürftig
22:59 Uhr

Drei Sätze, zwei Tiebreaks: Franzose verlangt Zverev alles ab

Alexander Zverev steht nach einem hart erarbeiteten Erfolg im Viertelfinale des Tennis-Masters-Turniers in Paris. Der Hamburger bezwang den Franzosen Adrian Mannarino mit 7:6 (13:11), 6:7 (7:9), 6:4. An diesem Freitag trifft der Weltranglisten-Siebte entweder auf den Schweizer Stan Wawrinka oder den Russen Andrej Rubljow.

Zverev entschied gegen Mannarino auch das fünfte Duell zu seinen Gunsten und siegte nach etlicher Mühe wie schon zuletzt bei den US Open und in Köln.

Gegen den unbequemen Linkshänder schien die deutsche Nummer eins nach einem Break zum 4:3 im ersten Durchgang auf Kurs Richtung Satzgewinn, gab dann aber sofort selbst seinen Aufschlag ab. Im Tiebreak mit mehreren Satzbällen auf beiden Seiten stieß Zverev nach dem glücklichen Ende einen langen Schrei aus. Danach verlor er gegen den Weltranglisten-36. sofort erneut sein Service, holte dies aber ebenso auf wie dann einen 2:4-Rückstand. Im Tiebreak lag Zverev sogar schon 0:4 hinten, erkämpfte sich trotzdem einen Matchball und konnte ihn nicht nutzen. Auch im dritten Satz blieb es lange eng, nach dem Break zum 5:4 verwandelte der 23-jährige Zverev schließlich nach genau drei Stunden Spielzeit mit einem Ass seinen zweiten Matchball gegen den 32 Jahre alten Mannarino.

22:29 Uhr

Muskelfastverletzung: RB verliert seinen Abwehrchef

Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss vorerst ohne Abwehrchef Dayot Upamecano auskommen. Der 22-jährige Franzose zog sich im Champions-League-Gruppenspiel gegen Paris St. Germain am Mittwochabend (2:1) eine leichte Muskelfaserverletzung im hinteren, rechten Oberschenkel zu und fällt zehn bis 14 Tage aus. Im kommenden Ligaspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) steht Upamecano nicht zur Verfügung. Angesichts der anstehenden Länderspielpause könnte er im darauffolgenden Gastspiel bei Eintracht Frankfurt (21. November) zurückkehren.

21:23 Uhr

Rom macht eine Milliarde Euro für Winterspiele 2026 locker

Die italienische Regierung stellt im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina eine Milliarde Euro bereit. Das Geld dient zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in den norditalienischen Regionen Lombardei, Venetien und Trentino Südtirol, in denen die olympischen Wettkämpfe ausgetragen werden. "Mit dieser Finanzierung werden wir die Infrastrukturen in einigen der meistentwickelten Regionen Italiens aufwerten", sagte Verkehrsministerin Paola De Micheli: "Es wird die Lebensqualität der Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern." Die baulichen Maßnahmen sollen nach modernsten Umweltstandards durchgeführt werden.

Da die Regierung in Rom angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen am Freitag einen erneuten Lockdown für die Lombardei anordnen wird, verzögert sich der Beginn der Bauarbeiten. Bereits im Februar 2021 steht die alpine Ski-WM als erstes großes Testevent im Kalender. Die WM soll vom 9. bis 21. Februar stattfinden.

20:21 Uhr

Chelsea-Profi muss in Düsseldorf Corona-Bußgeld blechen

Ein Profi des Londoner Fußballklubs FC Chelsea muss in Düsseldorf ein Corona-Bußgeld in Höhe von 400 Euro zahlen. Das Amtsgericht verwarf den Einspruch des 18-Jährigen, nachdem dieser nicht zur mündlichen Verhandlung erschienen war (Az: 183 Owi 52/20). Ende Mai war der Nachwuchs-Fußballer in einer Düsseldorfer Kö-Disco von der Polizei bei einer nicht genehmigten Veranstaltung erwischt worden.

Der Sportler hatte seinen Einspruch gegen das Bußgeld damit begründet, er habe sich damals an alle Auflagen gehalten und auch nicht lange bleiben wollen. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung auf laute Musik hatten Polizei und städtischer Ordnungsdienst den Club auf der Düsseldorfer Königsallee kontrolliert. Dabei trafen sie auf 40 Menschen, die sich weder an Abstandsregeln gehalten noch Masken getragen haben sollen.

19:54 Uhr

Videobeweis: Österreich-Duo kreiert Hoffenheims EL-Erfolg

19:39 Uhr

Nächster Corona-Fall beim FC Bayern - Entwarnung bei Süle

Fußball-Nationalspieler Niklas Süle von Bayern München ist nach seinem positiven Coronatest am Montag bei einer zweiten Kontrolle negativ getestet worden. Das teilte der deutsche Rekordmeister mit. Der Verteidiger befinde sich weiter in Quarantäne, sein Zustand sei gut. Gleichzeitig gab der Triple-Gewinner bekannt, dass Youngster Joshua Zirkzee positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Der 19-jährige Stürmer befinde sich in häuslicher Quarantäne, ihm gehe es ebenfalls gut.

  • Zuvor hatte der Sportbuzzer berichtet, dass bei Süle ein angeblich "falsch positiver" Test vorgelegen habe. Der Abwehrspieler hatte sich am Montag wie vorgeschrieben in häusliche Isolation begeben und damit das Champions-League-Spiel bei Red Bull Salzburg (6:2) am Dienstag verpasst.
19:12 Uhr

Nach Infektion und 18 positiven Tests: Ronaldo stürmt wieder für Portugal

Cristiano Ronaldo ist nach seiner überstandenen Infektion mit dem Coronavirus wie erwartet ins Aufgebot der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft berufen worden. Der Europameister trifft in der kommenden Woche zunächst in einem Test auf Andorra (11. November), anschließend folgen die Partien des Titelverteidigers in der Nations League gegen Frankreich (14. November) und in Kroatien (17. November). Der fünfmalige Weltfußballer war am 13. Oktober im Kreis der Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er fehlte dadurch beim 3:0 der Portugiesen gegen Schweden. Erst 19 Tage später wurde Ronaldo negativ getestet. Bei seinem Comeback bei Juventus Turin am Sonntag erzielte er zwei Treffer gegen Spezia Calcio. Am Mittwoch spielte der 35-Jährige auch beim 4:1 in der Champions League gegen Ferencvaros Budapest.

18:21 Uhr

DHB-Team "erschreckt" Gislason bei ersehntem Trainer-Debüt

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Gislason hatte sich seinen Einstand sicher anders vorgestellt.

(Foto: imago images/Horstmüller)

Viele Probleme bei der Premiere: Alfred Gislason hat bei seinem lang ersehnten Debüt als Handball-Bundestrainer trotz einer "erschreckenden ersten Halbzeit" (O-Ton Teammanager Roggisch) ein Happy End erlebt. Die DHB-Männer quälten sich zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen das stark ersatzgeschwächte Bosnien-Herzegowina zu einem 25:21 (9:13), das den Coach kaum zufriedenstellen dürfte. Der Isländer hat nach 273 Tagen Wartezeit auf sein erstes Spiel viel Arbeit vor sich.

  • Der Kieler Hendrik Pekeler war fünf Treffern vor der Düsseldorfer Geisterkulisse der beste Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes, die in ihrem ersten Spiel seit Ende Januar vor allem im Angriff große Defizite aufzeigte.
  • Debütant Juri Knorr, der erste DHB-Spieler aus den 2000ern, deutete in der Mitte zeitweise sein Potenzial an.
17:15 Uhr

Zählt bald wieder Absicht? Uefa bittet Fifa um Änderung der Handspiel-Regel

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat den Weltverband Fifa um eine Anpassung der umstrittenen Handspielregel gebeten. Demnach würde die Uefa den Schiedsrichtern bei der Beurteilung von Handspielsituationen gerne mehr Spielraum einräumen, damit weniger Spieler zu Unrecht bestraft werden. Verbandspräsident Aleksandar Ceferin forderte Fifa-Boss Gianni Infantino in einem Brief vom 27. Oktober dazu auf, über eine entsprechende Anpassung zu beraten.

Vor allem geht es der Uefa darum, dass die Absicht bei einem Handspiel wieder eine Rolle spielt. Zuletzt kam es im europäischen Fußball bei vielen Aktionen zu Elfmeterentscheidungen, bei denen ein Spieler ohne erkennbare Absicht den Ball an den ausgestreckten oder erhobenen Arm bekam. Das Motiv der Absicht war bei der letzten Anpassung aus der Handspielregel entfernt worden.

16:27 Uhr

Formel 1 biedert sich Saudi-Arabien an: Nachtrennen in 2021

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Sebastian Vettel, wie hier 2018 in Singapur, wird in Saudi-Arabien nicht mehr im Ferrari an den Start gehen.

(Foto: imago/HochZwei)

Die Formel 1 fährt kommendes Jahres erstmals in Saudi-Arabien. Wie die Motorsport-Königsklasse mitteilte, ist im November 2021 ein Nachtrennen auf einem Straßenkurs in Dschidda vorgesehen. Die Hafenstadt im Westen des Landes liegt am Roten Meer. "Die Region ist sehr wichtig für uns", sagte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey und verwies auf 70 Prozent der saudischen Bevölkerung, die unter 30 Jahre alt sei. Man sei gespannt, "neue Fans" zu erschließen.

Fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders im arabischen Raum sind seit Jahren Bahrain und Abu Dhabi als Königsklassen-Finale. Der saudi-arabische Mineralöl-Konzern Aramco ist seit diesem Jahr Hauptsponsor der Rennserie. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte eine Austragung zuletzt scharf kritisiert. Saudi-Arabien wolle mit dem Gastspiel der Rennserie von der schlechten Menschenrechtslage in dem Staat ablenken.

15:56 Uhr

Erneute OP: Thommy vom VfB fällt bis Jahresende aus

Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart muss bis zum Jahresende auf Offensivspieler Erik Thommy verzichten. Laut Angaben von Trainer Pellegrino Matarazzo muss der 26-Jährige erneut am Ellenbogen operiert werden, wo eingesetzte Platten entfernt werden. "Er darf nicht drauffallen", sagte Matarazzo. Thommy soll deshalb erst im kommenden Jahr wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. In dieser Saison bestritt Thommy für die Stuttgarter noch kein Pflichtspiel, nachdem er im Sommer einen Ellenbogenbruch erlitten hatte.

15:12 Uhr

Lewandowskis früherer Berater bestreitet Erpressungsvorwürfe

Der frühere Berater von Bayern-Fußballstar Robert Lewandowski hat die Vorwürfe der polnischen Staatsanwaltschaft bestritten. "Ich habe Lewandowski niemals erpresst. Die Vorwürfe und das, was sich um mich herum abspielt, sind gestapelter Unsinn. Ich bin unschuldig und werde das in Kürze beweisen", sagte Cezary Kucharski der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Die Staatsanwaltschaft in Warschau verdächtigt Kucharski, den Spieler des FC Bayern München mit "strafbaren Drohungen" unter Druck gesetzt zu haben, um 20 Millionen Euro von ihm zu erhalten. Wie Kucharski nun in dem Interview mit der "Gazeta Wyborcza" sagte, handelt es sich bei seinen Forderungen um Verbindlichkeiten aus der früheren geschäftlichen Zusammenarbeit.

14:42 Uhr

1000. Sieg: Nadal fühlt sich "alt"

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Alt aber einer der besten aller Zeiten: Rafael Nadal.

(Foto: REUTERS)

In Paris waren sie selbstverständlich gut vorbereitet. Rafael Nadal hatte gerade gegen seinen spanischen Landsmann Feliciano Lopez seinen zweiten Matchball genutzt, da drückten sie ihm in der leeren Halle im Stadtteil Bercy schon ein Plexiglas-Schild mit einer schwarz aufgeklebten "1000" in die Hand. Danach stellten sie ihn auch noch hinter eine riesige weiße "1000". "Es ist", sagte Nadal erkennbar bewegt, "eine ganz besondere Zahl."

Es ist ein Meilenstein. 1000 Siege auf der ATP Tour waren vor Nadal nur drei Spielern gelungen - Jimmy Connors (USA, 1274), Roger Federer (Schweiz, 1242) und Ivan Lendl (CSSR/USA, 1068). Was ihm diese Marke denn bedeute? Na ja, antwortete Nadal mit einem zufriedenen Grinsen: "Das bedeutet, dass ich alt bin." Sonst nichts? "Es bedeutet auch, dass ich seit vielen Jahren gut gespielt habe. Darüber bin ich sehr glücklich", ergänzte der 34 Jahre alte Mallorquiner gewohnt bescheiden.

13:38 Uhr

Jetzt doch negativ? Süles Coronatest war "falsch positiv"

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Darf Süle bald wieder auf den Rasen?

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Coronatest von Fußball-Nationalspieler Niklas Süle vom Montag war angeblich "falsch positiv". Nach Informationen des "Sportbuzzer" habe auch mindestens ein weiterer Nachtest einen negativen Befund erbracht. Süles Verein Bayern München, der den vermeintlich positiven Test bekannt gegeben hatte, wollte dazu keinen Kommentar abgeben.

Als erster Spieler bei Bayern München war vor zweieinhalb Wochen zunächst Serge Gnabry positiv getestet wurde. Er hatte dadurch das Champions-League-Spiel gegen Atletico Madrid (4:0) verpasst. Bei ihm hatte sich der erste Befund als falsch herausgestellt. Sogenannte "falsch positive" Ergebnisse bei Coronatests sind nach Ansicht von Experten nicht auszuschließen. "Sie können im Einzelfall immer vorkommen, das liegt rein statistisch einfach im Bereich des Möglichen. Damit muss man leben", sagte Prof. Dr. Wilhelm Bloch, Leiter der Abteilung Molekulare und zelluläre Sportmedizin an der deutschen Sporthochschule in Köln, im Fall Gnabry dem SID.

13:06 Uhr

"Aggressives" Mainz 05 hat "Wut im Bauch" vor Schalke-Spiel

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Verärgert: Mainz will gegen Schalke endlich mal punkten.

Schlusslicht FSV Mainz 05 will den Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga im Kellerduell mit Schalke 04 erzwingen. "Der Druck ist groß. Wenn man gegen einen Gegner spielt, der in einer ähnlichen Situation steckt, hat man schon das Gefühl: Wenn nicht jetzt, wann dann", sagte Trainer Jan-Moritz Lichte vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de): "Ich habe wahrgenommen, dass die Mannschaft es mit Wut im Bauch herumreißen will. Die Spieler sind alle angepiekst."

Die Rheinhessen stehen nach sechs Spieltagen ohne Punkte am Tabellenende, Schalke wartet als 17. ebenfalls noch auf den ersten Sieg. Die angespannte Situation wirkt sich bei den Mainzern auch auf die Stimmung aus. "Es gab im Training mehr Konflikte und Kommunikationsbedarf in einer Art und Weise, die aggressiver war als sonst", sagte Lichte. Dies sei allerdings "positiv zu interpretieren".

12:40 Uhr

Eine Milliarde US-Dollar Einnahmeverluste drohen: NBA startet schon im Dezember

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Können LeBron James und seine LA Lakers den NBA-Titel verteidigen?

(Foto: AP)

In der Debatte um den Saisonstart in der Basketball-Profiliga NBA steht eine Einigung bevor. Laut übereinstimmenden US-Medienberichten werden sich die Klubbesitzer und die Spielergewerkschaft NBPA auf den 22. Dezember verständigen. In der Hauptrunde sind 72 statt der üblichen 82 Spiele vorgesehen.

Die Spielervertreter werden am späten Donnerstagabend (Ortszeit) eine Abstimmung durchführen. Zuletzt hatten die Profis einen Start im Januar bevorzugt, da die vergangene Saison erst im Oktober zu Ende gegangen war. Die NBA befürchtet bei einem so späten Termin jedoch zusätzliche Einnahmeverluste von bis zu einer Milliarde Dollar. Kommt es zur Einigung, könnte die Saison rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu Ende gebracht werden. Die Profis wären für die Nationalteams verfügbar.

11:55 Uhr

Felix Sturm steht bald wieder im Ring

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Felix Sturm hatte zuletzt mit der Justiz zu kämpfen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der fünfmalige Profibox-Weltmeister Felix Sturm kehrt offenbar trotz der gegen ihn verhängten dreijährigen Haftstrafe in diesem Jahr in den Ring zurück. Laut der "Bild-Zeitung" soll der 41-Jährige am 19. Dezember in Hamburg für den Boxstall Universum sein Comeback geben, der Gegner werde in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Er sei "bereit und fit, wieder an die Weltspitze vorzustoßen", sagte der frühere Box-Champ.

Zuletzt hatte Sturm vor über vier Jahren einen Boxkampf bestritten. 2019 war er auf der Fitnessmesse Fibo festgenommen worden und saß anschließend acht Monate in Untersuchungshaft. Im April wurde er wegen Steuerhinterziehung, Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz und Körperverletzung verurteilt. Gegen das Urteil hat der gebürtige Leverkusener Revision eingelegt, der Fall wird vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe neu verhandelt.

09:48 Uhr

Werder verweigert Nationalspieler-Abstellung

Angesichts der Corona-Krise lässt Werder Bremen Vorsicht walten. Wie das Fachmagazin "Kicker" berichtet, stellt der Verein keinen seiner Nationalspieler zu einem Länderspiel ins Ausland ab.

  • Die Entscheidung betrifft demnach Marco Friedl (Österreich), Milos Veljkovic (Serbien), Milot Rashica (Kosovo), Yuya Osako (Japan) oder Josh Sargent (USA).

  • Nur der tschechische Torhüter Jiri Pavlenka kann für das Länderspiel am kommenden Mittwoch gegen Deutschland zu seinem Auswahlteam reisen.

09:20 Uhr

Maradona macht nach OP "erstaunliche" Fortschritte

Gute Nachrichten aus Buenos Aires: Fußball-Legende Diego Maradona erholt sich offenbar schneller als erwartet von seiner Hirn-Operation. Das bestätigte sein Leibarzt Leopoldo Luque. "Ich habe ihn gesehen, er ist munter und in sehr guter Stimmung. Wir sind erstaunt über die Heilung", sagte Luque. Man müsse allerdings "vorsichtig sein, denn wir sind noch in der postoperativen Phase. Aber die Genesung verläuft ausgezeichnet."

Maradona war am Dienstag in Buenos Aires ein Bluterguss an der Hirnhaut, ein sogenanntes subdurales Hämatom, entfernt worden. "Es geht ihm besser als gestern", hatte Luque nach der ersten Nacht im Krankenhaus berichtet, nachmittags dann aber überraschend die OP angekündigt. Der einst geniale Spielmacher kämpft seit vielen Jahren gegen seine Kokainsucht und griff laut Luque zuletzt häufig zum Alkohol, um Depressionen zu entfliehen. Deshalb, so der Mediziner, nehme Maradona auch Antidepressiva.

08:41 Uhr

49ers machen nach Corona-Fall dicht

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Am Wochenende verloren die 49ers gegen die Seattle Seahawks.

(Foto: AP)

Die San Francisco 49ers aus der NFL haben ihr Trainingsgelände aufgrund eines Coronafalls geschlossen. Ob das heutige Spiel gegen die Green Bay Packers um den deutschen Profi Equanimeous St. Brown noch verschoben wird, ist noch nicht bekannt. "Die San Francisco 49ers wurden heute darüber informiert, das ein Spieler positiv auf COVID-19 getestet wurde. Der Spieler hat sich sofort in Quarantäne begeben", so die 49ers, die nun die Risikobegegnungen untersuchen.

Laut US-Medien handelt es sich bei dem positiven Fall um Receiver Kendrick Bourne, er steht auch auf der COVID-19-Liste des Klubs. Der Ausfall weiterer Spieler ist ein nächster Schlag für die verletzungsgeplagten Kalifornier. So steht der deutsche Linebacker Marc Nzeocha schon seit Ende September wegen einer Oberschenkelblessur nicht mehr zur Verfügung, am Wochenende kamen bei der Niederlage gegen die Seattle Seahawks noch zwei weitere Verletzungsfälle dazu.

08:19 Uhr

Deutsches Darts-Duo will "die großen Jungs schlagen"

Das deutsche Darts-Duo Max Hopp und Gabriel Clemens will die Flaute bei der prestigeträchtigen Team-WM beenden. "Wir können wirklich auch die ganz großen Jungs an einem Top-Tag schlagen. Es ist auf jeden Fall die spielstärkste Paarung, die wir bisher hatten bei einem World Cup", sagte Hopp vor der Team-WM, die von diesem Freitag bis Sonntag in Salzburg stattfindet.

Clemens (Weltranglistenplatz 32) und Hopp (34) liegen als Duo auch in der sogenannten Order of Merit so weit vorne wie nie zuvor. Bislang ist Deutschland bei der Team-WM nie über das Viertelfinale hinausgekommen. "Wir erhoffen uns extrem viel", sagte Hopp. Das liegt auch an den machbaren Auftaktaufgaben: Deutschland trifft zunächst auf Finnland, in Runde zwei würde Schweden oder Griechenland warten. Erst im Viertelfinale stünde dann ein Duell mit den Niederlanden und ihrem zurzeit schwächelnden Weltranglistenersten Michael van Gerwen auf dem Programm.

07:59 Uhr

Hitzfeld: Löw muss bei Müller konsequent bleiben

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Ottmar Hitzfeld feierte einst als Trainer mit dem FC Bayern München Erfolge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ottmar Hitzfeld hat Bundestrainer Joachim Löw in der Debatte um eine Rückkehr von Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels in die Fußball-Nationalmannschaft zur Konsequenz geraten. "Über ihr Comeback in der Nationalmannschaft wird viel diskutiert", schrieb Hitzfeld in einer Kolumne für den "Kicker". "Doch Joachim Löw traf wohlüberlegt eine Entscheidung, die er nun nicht urplötzlich revidieren kann. Der Bundestrainer hat da einen Plan, den er durchziehen muss. Eine Rückkehr des Trios brächte noch mehr Unruhe." Hummels, Müller und Boateng war im März 2019 von Löw mitgeteilt worden, dass er nicht mehr mit ihnen plane. Seither haben die drei Weltmeister von 2014 nicht mehr für die Nationalmannschaft gespielt.

07:45 Uhr

Basketballer ohne Zuschauer: Selbst für die Bayern existenzgefährdend

Das Verbot von Zuschauern bei allen Spielen bis mindestens Ende November trifft auch die Basketball-Bundesligisten hart. "Basketball kann ohne Zuschauereinnahmen auf Dauer nicht existieren", sagte Marvin Willoughby, Geschäftsführer der Hamburg Towers. Selbst Bayern München hätte Probleme, wenn der Zuschauer-Ausschluss wegen der Pandemie die komplette Spielzeit gültig wäre. "Eine komplette Saison ohne Zuschauer wird auch der FC Bayern Basketball nicht durchstehen können, da wir hier finanziell bereits jetzt an Grenzen stoßen", sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic. Erst einmal sind Geisterspiele in der am Freitag mit der Begegnung Ludwigsburg gegen Göttingen beginnenden Saison nur bis Ende November vorgeschrieben. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Die Frage ist, wie lange die 18 Erstligisten tatsächlich auf Ticket-Einnahmen verzichten können. "Drei oder vier Geisterspiele halten wir durch, also ungefähr bis Jahresende", sagte Bambergs Geschäftsführer Philipp Galewski.

07:20 Uhr

David Alaba ist einfach "schlecht beraten"

Finden David Alaba und der FC Bayern nach den Entwicklungen in den letzten Tagen noch zusammen? Glaubt man TV-Experte Dietmar Hamann, ist das nicht Fall. "Wenn der Präsident Herbert Hainer einen Tag vor dem Champions-League-Spiel und fünf Tage vor dem Clásico gegen Dortmund dieses Interview gibt, und sagt, dass die Tür zu ist und dass das Angebot nicht mehr steht, dann weiß man, wie verhärtet beide Fronten sind", sagte Hamann bei Sky.

Dass es überhaupt so weit kam, macht der ehemalige Nationalspieler am Agenten des Verteidigers fest. "Wenn du dir einen Berater wie Pini Zahavi holst, der mit dem Verein überhaupt kein Verhältnis hat und der den letzten Euro aus dem Verein rausquetschen möchte, dann birgt das immer die Gefahr, dass das passiert, was jetzt passiert ist. Ich glaube, dass er schlecht beraten ist", erklärte Hamann. Dass Alaba seine Lohnforderungen an anderer Stelle erfüllt bekommt, bezweifelt der TV-Experte. "Ich glaube nicht, dass er weg will."

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06:53 Uhr

Schalke droht der nächste große Krach

Beim FC Schalke 04 könnte es derzeit sowohl sportlich als auch wirtschaftlich kaum schlechter laufen. Und nun kommt offenbar auch noch Ärger mit den S04-Profis hinzu. Nach Informationen von "Bild" gibt es einen internen Konflikt zwischen Spielern und Verantwortlichen des Tabellenvorletzten der Fußball-Bundesliga, der sich derzeit zuspitzt. Der Grund: Die Stars wollen nicht auf Teile ihres Gehalts verzichten.

Zehn Prozent ihres Salärs sollen die Fußballer abgeben, um den ohnehin schon hoch verschuldeten Verein durch die Corona-Krise zu bringen. Laut dem Bericht hat Sportdirektor Jochen Schneider genau dies dem Mannschaftsrat von S04 vorgeschlagen - mit dem Zusatz, dass die Spieler rückwirkend ab August auf ein Zehntel ihres Gehaltes verzichten. Doch diese Aufforderung hat zu Ablehnung bei den Schalke-Stars geführt, vor allem aufgrund der Klausel, die neben zukünftigem Verzicht auch die letzten drei Monate betreffen würde.

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06:36 Uhr

Ter Stegen sammelt nach Comeback ein Sonderlob ein

Nationalspieler Marc-Andre ter Stegen hat nach seinem überzeugenden Comeback im Tor des FC Barcelona ein Sonderlob von Trainer Ronald Koeman bekommen. "Unser Torwart Marc war perfekt heute und er hat ein weiteres Mal gezeigt, dass wir einen guten Torwart haben", sagte Koeman nach dem 2:1 in der Champions League gegen Dynamo Kiew. Der 28 Jahre alte ter Stegen hatte wegen einer Operation am Knie seit dem 2:8 gegen den FC Bayern München beim Finalturnier der Champions League keine Partie mehr für Barcelona absolviert.

06:14 Uhr

Pandemie bereitet Olympiasieger Peiffer große Sorgen

Für Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer sind Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie absolut gerechtfertigt. "Grundsätzlich können sie ja froh sein, dass sie ihre Saison so spielen können. Der Stopp im Amateursport bereitet Peiffer viel mehr Sorgen. "Man muss sich Sorgen machen um die Zukunft. Das sind die Jüngeren, die jetzt am meisten darunter leiden", sagte der Familienvater: "Ich glaube, wir werden diesen Effekt in ein paar Jahren spüren, wenn uns der Nachwuchs wegbricht." Im Biathlon zum Beispiel finden im zweitklassigen IBU-Cup bis Jahresende keine Rennen statt. "Für die zweite Reihe ist es bis Weihnachten, ich will jetzt nicht sagen ein Stück weit Perspektivlosigkeit, aber es sind nicht die internationalen Rennen am Horizont, die einen im Training die Motivation hochhalten lassen", sagte Peiffer.

05:40 Uhr

Einsatz gegen FC Bayern? Favre wagt bei Hummels keine Prognose

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Sein Einsatz wäre wichtig für den BVB.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Einsatz von BVB-Abwehrchef Mats Hummels im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern ist weiter fraglich. "Das kann ich absolut nicht sagen, ich weiß es nicht. Wir hoffen es, aber ich weiß nicht, ob Mats bereit sein wird", sagte Borussia Dortmunds Chefcoach Lucien Favre nach dem 3:0-Sieg im Champions-League-Spiel beim FC Brügge. Hummels hatte sich am vergangenen Samstag beim 2:0 des Revierklubs in Bielefeld nach seinen beiden Toren eine Muskelverletzung zugezogen und fehlte beim Auswärtsspiel in Belgien. Über einen möglichen Einsatz des Weltmeisters von 2014 am Samstag gegen dessen ehemaligen Klub FC Bayern sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl: "Er hat ganz gutes Heilfleisch. Wir hoffen alle, dass er dabei ist. Aber die Entscheidung fällt wohl erst am Freitag."