Donnerstag, 26. November 2020Der Sport-Tag

20:42 Uhr

Keine "Hauruck-Aktionen" um Löws DFB-Zukunft

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sich bei der Debatte um die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw nicht treiben lassen. "Hauruck-Aktionen sind selten die beste Lösung", sagte Vizepräsident Peter Peters dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Es sei aber auch klar, dass man nach der historischen 0:6-Schmach in Spanien "nicht zur Tagesordnung übergehen" könne.

  • In solchen Fällen halte er es aber für "immer sehr vernünftig, mit- statt übereinander zu sprechen. Das machen wir auch jetzt". Die Pleite sei dabei nicht zu entschuldigen, "das sieht auch niemand so", betonte er.
  • Peters, der bei Löws Analyse im kleinen Kreis kommende Woche vor der entscheidenden Sitzung des DFB-Präsidiums am 4. Dezember dabei sein soll, stärkte dem Bundestrainer in einer wichtigen Frage den Rücken.
  • Amüsiert reagierte der frühere Schalke-Funktionär auf den Begriff "Krisensitzung", der nach der Rückkehr der Nationalmannschaft aus Sevilla nach München medial benutzt worden war. "Es ist immer wieder beeindruckend: Sobald nach so einem Ergebnis zwei Menschen einen Kaffee trinken, ist das oft schon eine Krisensitzung", sagte der 58-Jährige.
20:10 Uhr

Zorc attestiert dem BVB "Gier" und lobt Haaland

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hält die mentale Einstellung für einen Grund für den momentanen Höhenflug des deutschen Fußball-Vizemeisters. "Die Gier ist da bei der Truppe. Im Fußball soll es ausdrücken, dass man sich immer wieder auf das nächste Spiel konzentriert", sagte er am Donnerstag: "Der Fokus ist da, das hat uns in den letzten Jahren immer mal Punkte gekostet. Da haben wir uns entwickelt, und wir müssen weiter beweisen, dass es so ist."

  • Als Musterbeispiel für diese "insgesamt sehr gute Entwicklung" dient Torjäger Erling Haaland. "Der strahlt so eine positive Dynamik aus. Wieso sollen wir die jetzt bremsen?", sagte Zorc: "Er geht vorneweg, das tut uns sehr gut. Ich halte nichts davon, positive Entwicklungen künstlich zu bremsen."
  • Den nächsten Schritt wollen Zorc und BVB-Trainer Lucien Favre am Samstag (15.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) beim Duell gegen den kriselnden 1. FC Köln gehen. Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, der BVB ist klarer Favorit gegen eine Kölner Mannschaft, die seit 18 Bundesligaspielen nicht gewonnen hat.
19:34 Uhr

"Aktuell keinen Sinn": DFB-Spieler träumt von Schalke-Wechsel

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Robin Gosens und der FC Schalke 04 - das wäre aus Sicht des Fußball-Nationalspielers eine Traumehe. "Mein großer Traum ist die Bundesliga", sagte der Profi von Atalanta Bergamo bei Sport1 und fügte als glühender Fan der Knappen an: "Es wäre überragend, wenn es der Herzensverein wird."

  • Doch die Situation bei seinem schwer angeschlagenen Lieblingsklub verhindert einen kurzfristigen Wechsel. "Aus aktuellen sportlichen Anlässen macht es keinen Sinn", sagte Gosens: "Das wäre kein Karriereschritt, der mich sportlich weiterbringt. So ehrlich muss ich leider Gottes sein. Das wird mir jeder Schalke-Fan nachsehen."
  • Deshalb könne es auch "ein anderer Verein als Schalke sein", meinte der 26-Jährige. Seinen Wunsch nach einem Wechsel ins deutsche Oberhaus wolle er sich "in meiner Karriere noch erfüllen. Diese Liga habe ich in meiner Kindheit immer am meisten verfolgt."
  • Der Vertrag des Linksverteidigers beim italienischen Champions-League-Teilnehmer läuft bis 2022.
18:49 Uhr

Streich erstaunt von Idee: "Ich? Als deutscher Nationaltrainer?"

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Streich fühlt sich wohl in Freiburg.

(Foto: dpa)

Christian Streich irgendwann mal als deutscher Fußball-Nationaltrainer? Diese Idee konnte der dienstälteste Coach der Fußball-Bundesliga dann doch nicht nachvollziehen. Ob das sein Wunsch oder sein Ziel sei, unabhängig von der aktuellen Debatte um Bundestrainer Joachim Löw, wurde Streich am Donnerstag gefragt. "Ich? Als deutscher Nationaltrainer?", antwortete der 55-Jährige staunend.

  • "Wissen Sie, wie viele Punkte wir gerade haben in Freiburg? Da gibt es ein paar Hundert andere, die deutscher Nationaltrainer werden können oder werden sollten", sagte Streich: "Das ist, glaube ich, der Ehre zu viel."
  • Zur Kritik an Löw und der Diskussion über den Bundestrainer nach der 0:6-Blamage in Spanien wollte sich Streich nicht äußern. Wenn er bei einem anderen Verein wäre als beim ruhigeren SC Freiburg, würde wohl auch schon über ihn diskutiert werden, sagte Streich.
  • Die Badener warten seit dem ersten Spieltag auf einen Sieg und liegen vor der Partie beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) mit sechs Punkten als Tabellen-14. nur zwei Zähler vor dem Relegationsrang.
17:55 Uhr

Verstappen witzelt über vergebene WM-Chance

Manchmal braucht es nicht viele Worte. Das weiß offenbar auch Formel-1-Pilot Max Verstappen. Auf die Frage, wann er gemerkt habe, dass sein Team Red Bull in diesem Jahr kein Kandidat für den WM-Titel sei, antwortete er trocken: "Beim ersten Rennen."

Der Niederländer liegt auf Platz drei der WM-Wertung, den Titel hat sich bereits Lewis Hamilton gesichert - zum siebten Mal.

17:04 Uhr

Schröder bei Lakers: "Wäre unmenschlich" sich nicht zu freuen

Jetzt überwiegt also doch die Freude: Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder blickt voller Spannung und Optimismus auf seine neue Aufgabe bei NBA-Titelverteidiger Los Angeles Lakers. "Jetzt bin ich natürlich bei den Lakers und freue mich natürlich auch, dass ich da bin. Wer sich da nicht freuen würde, das wäre schon ein bisschen unmenschlich. Aber wie gesagt, ich freue mich, dass ich da bin", sagte der 27-Jährige dem TV-Sender Sky.

  • Seine Aussagen, wonach er gar nicht zu den Lakers um die Superstars LeBron James und Anthony Davis wechseln wolle, relativierte er. Als ihn Geschäftsführer Sam Presti gefragt habe, ob er lieber zu den Lakers oder zu den Los Angeles Clippers wechseln würde, habe er damals geantwortet, er wolle zunächst in Oklahoma bleiben, "weil die Fanbase, Organisation, Teammates die besten waren für mich zu der Zeit".
  • Schröders Antwort an Presti lautete darum: "Da habe ich halt gesagt, ich will nicht zu den Lakers oder zu den Clippers. Das wurde natürlich in den Medien dann anders geschrieben. Aber so war es."
  • Lakers-Manager Rob Pelinka pries Schröder als "Elitespielmacher". Neben James und Davis dürfte Schröder beim amtierenden Champion sofort zur dritten Option werden.
16:46 Uhr

Hradecky spricht über sein Slapstick-Eigentor

Mit seinem kuriosen Blackout kostet Lukas Hradecky den Leverkusenern fast den Sieg auf der Bielefelder Alm. Erst spät kann Aleksandar Dragovic das Slapstick-Eigentor wettmachen. Im ntv-Interview kann der Werkself-Schlussmann über seinen Patzer lachen.

Und besser machen kann es Hradecky auch schon heute Abend: Ab 20.15 können Sie das Spiel von Bayer gegen Hapoel Be'er Sheva bei NITRO verfolgen.

16:04 Uhr

Spektakuläres Transfer-Gerücht um Süle

Beim FC Bayern ist man neuerdings ja nicht mehr ganz so begeistert von Niklas Süle. Der Lebensstil passe nicht zu einem echten "Bayern-Profi" heißt es gerüchteweise, einige Kilos zu viel sorgen für Unmut.

Geht es nach dem Gerüchte-Portal "Don Balon" wollen die Münchner den 25-Jährigen offenbar sogar verkaufen. Demnach haben sie ihn dem spanischen Meister Real Madrid angeboten. Als Ersatz solle dann am liebsten Dayot Upamecano von RB Leipzig kommen.

15:46 Uhr

Schumacher vor Titelfight: "Ich fühle mich sehr ready"

In Bahrain könnte sich Mick Schumacher mit dem Formel-2-Titel krönen. Mit 22 Punkten Vorsprung stehen seine Chancen sehr gut. Vor dem letzten Wochenende der Saison ist er "sehr ready", erklärt der Rennfahrer im Interview.

15:02 Uhr

Zu Tötungen aufgerufen: Uefa sperrt Klub-Mitarbeiter

Die Europäische Fußball-Union hat Pressechef Nurlan Ibrahimov vom aserbaidschanischen Meister Qarabag Agdam aufgrund rassistischer Handlungen lebenslang von allen "fußballerischen Aktivitäten ausgeschlossen". Wie die Uefa mitteilte, sei die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer des Verbandes am Mittwoch zu diesem Urteil gekommen. Zudem wurde gegen den Verein eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verhängt.

  • Die Uefa will sich beim Weltverband Fifa dafür einsetzen, dass der Ausschluss des Mitarbeiters weltweit verhängt wird.
  • Ibrahimov hatte in den sozialen Medien zur Tötung von Armeniern aufgerufen. Armenien und Aserbaidschan hatten sich über Wochen schwere Kämpfe um die Region Bergkarabach geliefert.
  • Qarabag spielt in dieser Saison in der Europa League.
14:08 Uhr

FC Bayern schielt schon auf "neuen Alphonso Davies"

Der erst 16-jährige Thierry Small gilt als bester Linksverteidiger Englands in seiner Altersklasse. Der Nachwuchsspieler des FC Everton wird bereits mit einem Aufsteiger des FC Bayern verglichen. Kein Wunder also, dass ihn bereits einige Klubs in den Fokus genommen haben sollen, darunter auch der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München.

  • Smalls unbekümmerte Spielweise sticht ins Auge. Vor allem seine Dribblings und seine hohe Endgeschwindigkeit brachten die "Daily Mail" dazu, ihn als "den neuen Alphonso Davies" zu beschreiben. Dabei ist er gerade einmal 16 Jahre alt und hat bislang noch kein Profi-Spiel absolviert.
  • Für die U18 des FC Everton erzielte der Linksfuß in der laufenden Saison in sieben Einsätzen drei Tore, eines davon am vergangenen Wochenende beim 3:0 gegen Derby Countys Nachwuchsteam. Auch für die U23 der Toffees lief er bereits auf.
  • Die "Daily Mail" berichtet, dass mit dem FC Bayern München und Juventus Turin gleich zwei Top-Klubs ein Auge auf den Youngster geworfen haben. Auch der FC Valencia, AS Monaco (mit Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac) und Benfica Lissabon zählen zu den Interessenten, ebenso der VfL Wolfsburg.
13:44 Uhr

Klopps Liverpool darf wieder Fans empfangen

Gute Nachrichten für Jürgen Klopp: Der englische Fußball-Meister FC Liverpool mit seinem deutschen Teammanager darf seine Heimspiele ab Dezember erstmals seit März wieder vor Zuschauern bestreiten. Sie gilt aber nicht landesweit. Demnach dürfen Premier-League-Klubs aus der Hauptstadt London und aus Liverpool, wo auch der FC Everton beheimatet ist, mit Ende des zweiten Lockdowns (2. Dezember) wieder vor bis zu 2000 Anhängern spielen.

  • Damit könnte Klopp an der Anfield Road am 5. Dezember gegen die Wolverhampton Wanderers wieder Fans begrüßen. Die Region Merseyside wurde von der Regierung wie London auf Stufe 2 der Risikoskala eingeordnet.
  • Der Großraum Manchester mit Rekordmeister United und Spitzenklub City liegt auf "Tier 3" ("sehr hohes Risiko") und muss wegen der Pandemie weiter ohne Fans planen.
  • In London sind aktuell sechs Erstligaklubs beheimatet, die sich auf ihre Fans freuen: der FC Chelsea mit dem Nationalspieler-Trio Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger, der FC Arsenal, Tottenham Hotspur, West Ham United, Crystal Palace und der FC Fulham.
13:13 Uhr

Haaland ist "ein Athlet wie gemalt"

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"Es haben viele versucht, Haaland alleine zu stoppen."

(Foto: Pool via REUTERS)

Trainer Markus Gisdol vom kriselnden Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat vor dem Duell bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) vor BVB-Torjäger Erling Haaland gewarnt - und gleichzeitig von den Qualitäten des Norwegers geschwärmt. "Es haben viele versucht, Haaland alleine zu stoppen. Das ist eine unglaublich schwierige Aufgabe", sagte Gisdol.

  • Haaland sei "ein Torjäger, ein Athlet wie gemalt. Der ist immer da, auch wenn er mal schlechtere Minuten hat."
  • Daher nahm Gisdol alle Spieler in die Pflicht, sich gemeinsam gegen die Offensivpower der Dortmunder zu stellen. Allerdings hat sein Team seit 18 Ligaspielen nicht gewonnen.
12:42 Uhr

Nächste deftige Klatsche für deutsche Ski-Damen

Die deutschen Skirennfahrerinnen haben beim alpinen Weltcup in Lech eine erneute Niederlage kassiert. Im Parallel-Rennen schaffte es keine der sieben Starterinnen in die finale K.-o.-Phase der besten 16 Athletinnen. In der Qualifikation wurde Lena Dürr 22., Andrea Filser kam auf Rang 28, Jessica Hilzinger nur auf Position 46. Martina Ostler, Lisa Marie Loipetssperger, Fabiana Dorigo und Leonie Flötgen schieden aus. Als Schnellste der Qualifikation geht Lara Gut-Behrami in das Achtelfinale ab 17.45 Uhr. Hinter der Schweizerin reihten sich Sara Hector aus Schweden und die Weltcup-Führende Petra Vlhova aus der Slowakei ein. Neben den deutschen Sportlerinnen, die schon bei zwei Slaloms in Levi hinterherfuhren, schieden auch aussichtsreiche Starterinnen und Mitfavoritinnen wie die Schweizerin Wendy Holdener und Alice Robinson aus Neuseeland in der Quali aus. "Hier musste man am Limit fahren, und das sind wir nicht", haderte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. "Das war ein relativ enges Rennen und es sind nicht bloß unsere auf der Strecke geblieben."

12:06 Uhr

Gascoigne und Maradona spielten beschwipst gegeneinander

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Verrückter Typ.

Nach dem Tod von Diego Maradona hat Paul Gascoigne im britischen Fernsehen von seinen Erlebnissen mit dem Argentinier berichtet. Unter anderem erzählte der frühere englische Fußballstar eine Anekdote von einem Freundschaftsspiel, in dem er mit Lazio Rom auf den FC Sevilla um Maradona traf. "Auf dem Flug hatte ich einige Drinks", sagte Gascoigne, "im Spielertunnel habe ich gesagt: 'Diego, ich bin beschwipst.' Und er sagte: 'Es ist okay, Gazza, ich auch.'" Bei einem Charity-Match, in dem beide aufliefen, habe er vor dem Stadion "einen kleinen Kerl mit einem Hut und einer riesigen Zigarre" entdeckt. "Ich hab mich hinter ihn gestellt und gefragt: Diego, kann ich mir dein Feuerzeug leihen?", so Lebemann Gascoigne: "Er hat einfach nur gelacht und wir haben zusammen geraucht." Maradona, der wie Gascoigne einen Hang zu Alkohol hatte, sei "wahrscheinlich der beste Spieler aller Zeiten", sagte der 53-Jährige.

11:34 Uhr

Weiterer Coronafall in Schalker Mannschaft

Der krisengeschüttelte Bundesligist Schalke 04 hat einen weiteren Coronafall in seiner Profimannschaft. Wie der Klub bekannt gab, wurde ein namentlich nicht genannter Spieler am Mittwoch positiv auf das Virus getestet. Er habe sich bereits zuvor aufgrund auftretender Symptome in häusliche Isolierung begeben. Alle anderen Tests waren negativ. Der insgesamt vierte Coronafall seit der Saisonvorbereitung vergrößert die Personalsorgen von Trainer Manuel Baum vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach. Der Coach muss nicht nur auf die suspendierten Mittelfeldspieler Amine Harit und Nabil Bentaleb sowie auf Stürmer Vedad Ibisevic, dessen Vertrag aufgelöst wurde, sondern auch auf die verletzten Salif Sané und Goncalo Paciencia sowie Ersatztorhüter Ralf Fährmann und Rabbi Matondo (alle Knieprobleme) verzichten. Fraglich ist zudem der Einsatz des Linksverteidigers Bastian Oczipka.

10:18 Uhr

Klopp: Maradona hat Fußball "auf ein anderes Level gebracht"

Liverpools Trainer Jürgen Klopp hat den gestorbenen Diego Maradona als einen der größten Fußballer der Geschichte gewürdigt. "Ich liebe Fußball, solange ich denken kann, und er war einer der Größten überhaupt", sagte er zum Tod der argentinischen Legende. "Wir alle hatten diese absoluten Helden, die den Fußball ganz einfach aussehen ließen", sagte Klopp weiter. Dazu hätten auch der brasilianische Fußball-Star Pelé sowie Franz Beckenbauer gezählt. Sie hätten das Spiel auf einer völlig anderen Ebene verstanden, und genau das habe Maradona auch getan, sagte Klopp. "Er hat den Fußball eindeutig auf ein anderes Level gebracht."

09:47 Uhr

Spektakuläres Trainer-Gerücht beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln wartet seit 18 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. Trotz seiner Vertragsverlängerung bis 2023 im Sommer sitzt Trainer Markus Gisdol mittlerweile nicht mehr fest im Sattel. "In der Bundesliga gibt's ein Grundprinzip: Es gibt keine Job-Garantien - für niemanden", betonte Klubspräsident Werner Wolf gestern. Laut "Bild" muss der Trainer zügig liefern; auch, weil intern bereits mögliche Nachfolger diskutiert würden. Groß ist die Auswahl an Kandidaten aber nicht - auch, weil es die Finanzen nicht zulassen. Gehandelt wird laut "Bild" neben Tayfun Korkut auch Peter Stöger. Der Österreicher stand bereits zwischen 2013 und 2017 an der Seitenlinie und hat damals mit den Kölnern die Qualifikation für die Europa League geschafft. Er hatte bei den Fans "Kultstatus". Jedoch ist Stöger aktuell Trainer und Sportvorstand bei Austria Wien und würde dementsprechend eine Ablösesumme kosten.

09:24 Uhr

Zum Tod von Diego Maradona

08:53 Uhr

Beckenbauer trauert: "Das ist kein Fußballer, das ist ein Künstler!"

Franz Beckenbauer hat betroffen auf den plötzlichen Tod Diego Maradonas reagiert. "Es ist unheimlich schade, unfassbar traurig, er war ein begnadeter Fußballer", sagte der 75-Jährige bei Sport1: "So was habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Er war ein Genie der damaligen Zeit - in den 70er und 80er Jahren der beste Fußballer der Welt!" Beckenbauer hatte mit dem DFB-Team zwei WM-Endspiele gegen Maradona und Argentinien bestritten. 1986 setzten sich die Südamerikaner mit 3:2 in Mexiko durch, vier Jahre später besiegte die DFB-Elf die Argentinier in Italien mit 1:0. "Du konntest ihn gar nicht halten. Ich habe gesagt: Das ist kein Fußballer, das ist ein Künstler! Ein Tänzer!", sagte Beckenbauer über Maradona, der am Mittwoch im Alter von 60 Jahren einem Herzinfarkt erlegen war.

08:16 Uhr

Shilton klagt: "Niemals hat Maradona gesagt, dass er betrogen hat"

Nach dem Tod von Diego Maradona hat Englands früherer Nationaltorwart Peter Shilton zwar dessen spielerisches Können gewürdigt, aber angemerkt, dass der Argentinier nicht mit "Sportsgeist ausgestattet" war. In einem Gastbeitrag für die "Daily Mail" bedauert Shilton, dass sich Maradona nie für sein mit der Hand erzieltes Tor zum 1:0 im WM-Viertelfinale 1986 entschuldigt habe. "Niemals hat er gesagt, dass er betrogen hat und dass er sich entschuldigen möchte. Stattdessen benutzte er seinen Ausdruck "Hand Gottes". Das war nicht richtig. ... Ein klares Vergehen. Betrug", so Shilton, der das Spiel mit England 1:2 verlor, nachdem Maradona nach seinem fragwürdigen Treffer mit einem Solo auch das 2:0 erzielte hatte. Der Ex-Keeper sagte, er sei traurig, von Maradonas Tod in so jungen Jahren zu erfahren. "Er war zweifellos der größte Spieler, dem ich je begegnet bin."

07:48 Uhr

Maradonas Leichnam im Präsidentenpalast eingetroffen

Der Sarg mit dem Leichnam von Diego Maradona ist in der Nacht im argentinischen Präsidentenpalast eingetroffen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, standen bereits Hunderte Menschen vor der Casa Rosada Schlange, als der Sarg das Gebäude unter großen Sicherheitsvorkehrungen erreichte. Die Totenwache für die breite Öffentlichkeit sollte am Donnerstagmorgen um 6 Uhr Ortszeit beginnen, hieß es in einer Erklärung des argentinischen Präsidenten. Maradonas Leichnam soll dann für drei Tage im Präsidentenpalast aufgebahrt werden. Die Regierung hatte zuvor bereits eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und erklärt, Maradona werde ein Staatsbegräbnis erhalten. Bereits kurz vor Mitternacht kamen Maradonas Ex-Frau Claudia Villafane und seine Töchter Dalma und Gianinna in den Palast. Es folgten Claudio Tapia, Präsident des Fußballverbandes (AFA) sowie eine Reihe von aktuellen und ehemaligen Spielern, darunter Maradonas Mannschaftskameraden aus dem Team der WM 1986.

07:16 Uhr

Boatengs Zukunft beim FC Bayern: Kahn lässt aufhorchen

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(Foto: REUTERS)

Vorstand Oliver Kahn hat Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng die vermeintlich schon geschlossene Tür zu einer Zukunft beim FC Bayern wieder geöffnet. Eine Vertragsverlängerung mit dem 32-Jährigen über den Sommer hinaus sei "natürlich nicht" ausgeschlossen, sagte Kahn bei "Sky". "Wir wissen, was wir an ihm haben und ihm verdanken", betonte der designierte Vorstandschef. Der Klub sei mit Boateng "in Kontakt, da muss man sich keine Sorgen machen. Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt Gespräche führen und zu einer fairen Entscheidung kommen." Der gesamte Klub wisse, "was er geleistet hat und aktuell in der Lage ist für Bayern München zu leisten", führte Kahn weiter aus. Und der Rekordmeister habe immer ein Interesse daran, mit Spielern zu arbeiten, "die exzellente Leistungen zeigen - und Jerome gehört dazu".

Alle Gerüchte zu Boateng lesen Sie übrigens hier!

06:44 Uhr

Der Papst betet für Maradona

Papst Franziskus aus Argentinien ist über den Tod von Diego Maradona informiert worden und betet für ihn. Dies berichtete Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Franziskus denke an die Begegnungen mit Maradona in den vergangenen Jahren, sagte Bruni. Der Papst, selbst großer Fußball-Fan, hatte Maradona unter anderem 2014 im Vatikan empfangen, nachdem im Olympiastadion von Rom ein interreligiöses "Spiel für den Frieden" stattgefunden hatte. Damals hatte der Papst Maradona umarmt, der ihm ein Trikot mit der Aufschrift "Francisco" überreichte. Maradona berichtete daraufhin, er habe sich von der Kirche entfernt, spüre jedoch große Nähe zum Papst wegen dessen Einsatzes für die Armen. Am 23. April 2015 hatten sich der Papst und Maradona anlässlich einer Initiative zugunsten der Jugend im Vatikan getroffen. Am 12. Oktober 2016 beteiligte sich Maradona an einem Friedensmatch, bei dem Spenden für die vom Erdbeben zerstörte italienische Stadt Amatrice gesammelt wurden.

05:52 Uhr

Bayerns "Lebensretter" Manuel Neuer hat "zu viel" zu tun

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(Foto: dpa)

Trainer Hansi Flick sieht Manuel Neuer "in der Form seines Lebens", ist mit der Rolle seines Kapitäns als "Lebensretter vom Dienst" beim FC Bayern aber alles andere als glücklich. "Es ist wirklich sensationell, wie er Großchancen pariert, uns Gegentore erspart. Er hatte das ein oder andere zu tun - für mich zu viel", sagte der Trainer des Titelverteidigers nach dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League mit dem 3:1 (1:0) gegen RB Salzburg. Neuer hatte gegen die Österreicher immer wieder in höchster Not retten müssen. "Manu spielt seit über einem Jahr sensationell", sagte Flick über den 34-Jährigen, "wenn die gegnerischen Stürmer auf ihn zukommen, wird das Tor für sie immer kleiner. Er hat wahnsinnige Reflexe. Wir hatten einen Weltklassetorhüter zwischen den Pfosten. Ich bin wirklich froh, dass er in dieser Form ist."