Donnerstag, 29. September 2022Der Sport-Tag

22:49 Uhr

Kult-Kicker des FC Bayern sieht elementares Defizit bei Nagelsmann

Für den ehemaligen Bayern-Profi Manfred Bender hat die sportliche Flaute der Münchner vor allem auch mit Trainer Julian Nagelsmann zu tun. "Den FC Bayern könnte auch ein Bäcker trainieren", sagte der 56-Jährige im Interview mit Sportradio Deutschland", er müsste gar kein so guter Trainer sein, er muss die Mannschaft nur führen können. Das kann Nagelsmann noch nicht."

Bender, der mit den Bayern zweimal den Meistertitel gewonnen hatte und den Status des Kultk-Kickers hat, rät Nagelsmann zur mehr Distanz zur Mannschaft. "Beim Julian habe ich das Gefühl, er möchte auf Augenhöhe sein mit den Spielern. Statt mit dem Auto in die Tiefgarage zu fahren, kommt er mit dem E-Board und inszeniert sich", sagte Bender. Er sei aber jetzt beim FC Bayern, "da muss er sich zurücknehmen." Dass Nagelsmann seine Abwehr öffentlich als Hühnerhaufen bezeichnet hatte, war für Bender "suboptimal. Das darfst du als Bayern-Trainer nicht sagen. Aber er ist noch jung."

21:57 Uhr

Russlands Box-"Beast" Walujew droht Kriegseinsatz

Zieht "The Beast from the East" für Russland in den Angriffskrieg gegen die Ukraine? Der kolossale Ex-Box-Champion im Schwergewicht, Nikolai Walujew, hat zumindest seinen Einberufungsbescheid bekommen. In einem Interview mit russischen Staatsmedien bestätigte er die Ansage, dass er zum Militärregistrierungs- und Einberufungsamt gehen soll. Getan hat er das bislang offenbar nicht, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Er wolle das aber nun nachholen, denn "wenn das Vaterland ruft, gehe ich", schrieb Walujew bei Telegram. Nach seinem Karrierende 2009 ging er in die Politik und trat 2011 als Mitglied der von Präsident Wladimir Putin unterstützten Partei Einiges Russland in das russische Parlament ein.

21:27 Uhr

Bayern-Frauen erreichen Gruppenphase der Champions League

Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben souverän den Einzug in die Gruppenphase der Champions League perfekt gemacht. Der deutsche Vizemeister bezwang Real Sociedad San Sebastian im eigenen Stadion mit 3:1 (3:1), schon das Hinspiel hatten die Bayern mit 1:0 gewonnen. Die Vize-Europameisterinnen Linda Dallmann (18./23.) und Lea Schüller (43.) trafen vor 1652 Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter Bayern-Präsident Herbert Hainer. Für San Sebastian, vergangene Saison Zweiter hinter dem FC Barcelona, war Synne Jensen (45.) erfolgreich.

Die Auslosung der Gruppenphase findet am Montag (13.00 Uhr) statt, mit im Topf ist dann auch der deutsche Meister VfL Wolfsburg. Eintracht Frankfurt war in der Qualifikation an Ajax Amsterdam gescheitert.

21:08 Uhr

Ronaldos Schwester platzt vor Wut: Mein Bruder ist am Boden

Cristiano Ronaldo durchlebt im Spätherbst seiner großen Karriere eine schwere Zeit. Bei Manchester United sitzt der Superstar meist nur auf der Bank und auch in seiner Heimat Portugal gerät CR7 immer stärker in die Kritik. Zu viel für seine Schwester, die zum Rundumschlag ausholt. Katia Aveiro platzte bei Instagram der Kragen. "Die Portugiesen spucken auf den Teller, von dem sie essen, so war es schon immer", haute sie gleich mal ein ganzes Volk in die Pfanne. Ihr armer Bruder sei am Boden, "auf seinen Knien". Es sei nötig, "denen die Hand zu geben, die ihre Hand Portugal immer gegeben haben", schrieb die 44-Jährige – und wetterte erneut gegen ihr Heimatland. "Aber die Portugiesen sind krank, kleinlich, seelenlos, dumm, undankbar und zwar für immer undankbar. Dieser Mensch, der da auf seinen Knien ist. Es gibt keinen, der ihm die Hand reicht."

20:22 Uhr

Großmeister verhöhnt Schachgenie Carlsen: "weinerliches Baby"

Nach seinen bislang nicht durch Beweise untermauerten Betrugsvorwürfen gegen Hans Niemann schlägt Superstar Magnus Carlsen in der Schach-Szene auch Kritik entgegen. "Vielleicht sollte Magnus Carlsen zurücktreten und in einer FIDE-Kommission gegen Betrug arbeiten. Ich bin gespannt, gegen welche Spieler er als nächstes vorgeht, weil sie ja betrügen könnten", schrieb der US-amerikanische Großmeister Ben Finegold auf Twitter. "Ich hätte niemals gedacht, dass der Tag kommt, an dem sich der Weltmeister als ein weinerliches Baby herausstellt. Ihm ist der Erfolg zu Kopf gestiegen."

19:50 Uhr

Haas-Aus? Steiner verlängert Galgenfrist für Schumacher

Galgenfrist für Mick Schumacher: Die Formel-1-Zukunft des 23-jährigen Deutschen bleibt nach wie vor offen. Eine Einigung über einen neuen Vertrag mit seinem Haas-Rennstall über das Saisonende hinaus ist weiterhin nicht in Sicht.

  • "Wir haben keinen Druck. Wir wollen die richtige Entscheidung treffen und nehmen uns die Zeit", sagte Steiner im Fahrerlager von Singapur: "Wenn man Zeit hat, darüber nachzudenken, kommt man normalerweise zu einer besseren Lösung."
  • Ewig lässt sich die Wahl des zweiten Fahrers für 2023 neben Kevin Magnussen aber nicht mehr aufschieben. "Wenn es keinen Erkenntnisgewinn mehr gibt, sind wir bereit, die Entscheidung zu treffen. Aber im Moment sehen wir uns noch die Dinge an."

Mehr dazu lesen Sie bei den Kollegen von sport.de

19:11 Uhr

Europäischer Topklub hat Moukoko auf dem Zettel

Ob Youssoufa Moukoko auch in der kommenden Saison für den BVB aufläuft, steht immer noch nicht fest. Sollte sich der 17-Jährige mit den Dortmundern nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können, stünden ihm wohl zahlreiche Türen offen. Eine davon gibt es bei Juventus Turin. "Tuttojuve" behauptet, die Alte Dame habe den Youngster auf dem Zettel und würde zuschlagen, sollte Moukoko 2023 verfügbar sein.

18:36 Uhr

BVB-Coach ist sicher: Hummels gibt DFB-Comeback zur WM

Borussia Dortmunds Chefcoach Edin Terzic rechnet mit einem Nationalmannschafts-Comeback von Mats Hummels zur Weltmeisterschaft in Katar. "Ich bin mir sicher, dass, wenn Mats weiter so spielt, er eine große Chance hat, bei der WM dabei zu sein", sagte Terzic. Aber das ist nicht meine Entscheidung. Meine Entscheidung auf der Verteidiger-Position ist schon schwer genug. Alles Weitere wird Hansi Flick entscheiden."

  • Der BVB hatte vor der Saison die Nationalspieler Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg und Niklas Süle vom FC Bayern München für die Innenverteidigung geholt. Dennoch behielt der 33 Jahre alte Hummels bislang seinen Stammplatz. "Mats ist wie alle Innenverteidiger bei uns in einer richtig guten Form", urteilte Terzic.
  • Hummels selbst hatte zuletzt angegeben, mit Bundestrainer Flick in einem "regelmäßigen" Austausch zu sein. Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte er im EM-Achtelfinale gegen England (0:2) im Juni 2021.
18:03 Uhr

Auch Ungeimpfte dürfen jetzt zur Fußball-WM

Bei der Fußball-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) wird eine Corona-Impfung für die ins Land reisenden Fans nicht verpflichtend sein. Das gaben die zuständigen Behörden des Golfstaates am Donnerstag bekannt. "Personen, die nach Katar einreisen, müssen unabhängig von ihrem Impfstatus oder ihrem Herkunftsland keine Quarantäne durchlaufen", erklärten die Organisatoren.

Jedoch müssten alle Besucher, die älter als sechs Jahre sind, vor ihrer Abreise nach Katar einen negativen Test vorweisen. Zudem werde eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bestehen und jede Person, die sich mit dem Virus infiziert, "muss gemäß den Richtlinien des Ministeriums für öffentliche Gesundheit isoliert werden", so das katarische Gesundheitsministerium. Die Organisatoren kündigten jedoch an, die Maßnahmen zu verschärfen, sollte es zu einer erhöhten Gefahr durch das Virus kommen.

16:22 Uhr

"Für den Sport keine gute Sache": Hamilton missfällt schneller F1-Titel für Verstappen

Der womöglich sehr frühe Titelgewinn von Max Verstappen ist nach Ansicht von Rekordweltmeister Lewis Hamilton schlecht für die Formel 1. "Es ist nie toll, wenn eine Saison so schnell vorbei ist", sagte Mercedes-Star Hamilton am Donnerstag vor dem Großen Preis von Singapur angesichts mangelnder Spannung und ergänzte: "Für dich als diesen einen Menschen ist es großartig, aber für den Sport ist es keine gute Sache."

  • Hamilton erlebte bei seinen insgesamt sieben WM-Titeln zwar auch schon frühe Entscheidungen und sorgte mit den viele Jahre dominanten Silberpfeilen für Langeweile. Die knappen Saisonausgänge seien für ihn aber prägend gewesen, sagte er.
  • Verstappen kann schon am Sonntag (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) bei dann immer noch fünf folgenden WM-Läufe vor dem Saisonende seinen Titel erfolgreich verteidigen. Längst ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann sich der in diesem Jahr so dominante Niederländer erneut zum Champion krönt.
15:07 Uhr

Katars Engagement "bagatellisiert": Dänisches Trikot stößt WM-Organisatoren auf

Die Organisatoren der Fußball-WM in Katar haben das symbolträchtige Turniertrikot der dänischen Nationalmannschaft kritisiert. Man bestreite die Behauptung des dänischen Ausrüsters Hummel, "dass dieses Turnier Tausende von Menschen das Leben gekostet hat", hieß es in einer Stellungnahme des Organisationskomitees gegenüber mehreren Medien.

  • Der Gastgeber verwies auf die "bedeutenden Reformen" und "verbesserten Lebensbedingungen" für die Arbeiter im Wüstenstaat, der sich "dem Fortschritt verschrieben" habe. Dieses Engagement werde von den Dänen "bagatellisiert". Der dänische Verband wurde daher "dringend" gebeten, seinen Ausrüster korrekt über die gemeinsame Arbeit zu unterrichten.
  • Dänemark will bei der WM unter anderem in ganz in Schwarz gehaltenen Trikots auflaufen und damit ein Zeichen gegen die Ausbeutung von Arbeitern und die Menschenrechtsverletzungen setzen.
15:57 Uhr

BVB-Lazarett wird kleiner: Kapitän kann bald wieder trainieren

Kapitän Marco Reus soll in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund einsteigen. Die Außenbandverletzung des 33-Jährigen sei "erfreulicherweise nicht so schlimm wie am Anfang befürchtet", sagte Trainer Edin Terzic. Der 48-malige Nationalspieler Reus war im Derby gegen Schalke 04 (1:0) böse umgeknickt.

  • Demnach wäre sogar ein Champions-League-Einsatz des Dortmunder Kapitäns am kommenden Mittwoch beim FC Sevilla denkbar.
  • Neben Reus und den Langzeitverletzten werden im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) auch Giovanni Reyna und Torhüter Gregor Kobel fehlen. Reyna werde aufgrund einer Zerrung sieben bis zehn Tage ausfallen, Kobel soll nach Muskelfaserriss in der kommenden Woche zurückkehren. Salih Özcan ist nach einer Pause aufgrund von Fußproblemen am Freitag für das Abschlusstraining eingeplant.
14:34 Uhr

"Nicht für alles verantwortlich": Nagelsmann glaubt an Trainerzukunft

Julian Nagelsmann hat in der aktuellen Krise bei Bayern München alles infrage gestellt, nicht allerdings seine Zukunft als Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters. "Ich hinterfrage mich immer, jeden Tag. Aber ich hatte jetzt keine Rücktrittsgedanken, ich habe nur keine Lust, die Spiele nicht zu gewinnen", sagte Nagelsmann.

"Dass die letzten zwei Wochen mich total kaltlassen, wäre gelogen. Ich spüre die Verantwortung für die Situation, aber ich weiß auch, dass ich nicht für alles verantwortlich bin", betonte er. Sein Team ist vor dem Start in sechs englische Wochen mit 13 Pflichtspielen vor der WM und dem Krisengipfel gegen Bayer Leverkusen am Freitag (20.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) in vier Ligaspielen sieglos.

13:52 Uhr

Irans Fußball-Kapitän verbündet sich mit Protestlern

Mehrere Spieler der iranischen Fußballnationalmannschaft haben sich mit den andauernden Protesten im Land solidarisiert. "Wir sind immer auf der Seite des Volkes, das in diesen Tagen nichts anderes fordert als seine grundsätzlichen Rechte", schrieb Mannschaftskapitän Ali-Resa Dchahanbachsch auf seiner Instagram-Seite.

  • Der bei Feyenoord Rotterdam in den Niederlanden spielende Dchahanbachsch habe sich bislang zu den Protesten nicht äußern können, weil ihm der Internetzugang während des Trainingslagers des Nationalteams in Österreich nicht erlaubt war.
  • Auch Stürmer Mehdi Taremi meldete sich auf bei Instagram zu Wort. "Ich schäme mich (als Iraner), wenn ich die Bilder der letzten Tage sehe", schrieb der 30-Jährige. Gewalt sei inakzeptabel und werde die Probleme des Landes definitiv nicht lösen, so der Stürmer des FC Porto.
13:18 Uhr

Bruno Bolchi ist tot

Bruno Bolchi, der erste auf einem Panini-Bild verewigte Fußballer, ist tot. Der ehemalige Kapitän von Inter Mailand ist am Dienstagabend im Alter von 82 Jahren in einer Klinik in Florenz gestorben. Bolchi galt als "Adam der Sticker", wie ihn die "Gazzetta dello Sport" nannte. Das Klebebildchen mit seinem Gesicht aus dem Jahr 1961 ist unter Sammlern eines der begehrtesten.

  • Er wurde Zeitzeugen zufolge zur "Nummer eins", als die Panini-Brüder Giuseppe und Franco mit einem Schwarz-Weiß-Foto von Bolchi als Vorlage bei Druckereien ihren Plan vorstellten. 1961 erschien das erste von Panini herausgegebene Fußball-Sammelalbum nebst Klebebildchen mit dem Titel "Grande Raccolta Figurine Calciatori", darin Spieler der italienischen Serie A. Zu ihnen gehörte neben Bolchi der spätere Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni.
  • Die Panini-Gruppe, ein italienisches Unternehmen mit Sitz in Modena, ist weltweit für ihre Sammelkärtchen und WM-Stickeralben bekannt, die seit 1970 zu jedem Turnier erschienen sind. Die Porträts der Stars erfreuen sich auch im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Katar großer Beliebtheit.
12:27 Uhr

"Unterste Schublade": Aussagen von Ruder-Weltmeister empören Bundestrainerin

Ruder-Bundestrainerin Brigitte Bielig hat Einer-Weltmeister Oliver Zeidler wegen dessen Rundumschlag gegen den Verband scharf kritisiert. Sie habe "tatsächlich auch individuelle Gespräche geführt", aber von strukturellen Problemen oder personellen Konsequenzen habe sie "aus seinem Mund nie etwas gehört", sagte Bielig der "Sächsischen Zeitung": "Ich muss schon sagen, das war unterste Schublade."

Zeidler hatte den Deutschen Ruderverband rund um die enttäuschende Heim-EM öffentlich massiv kritisiert und vor der WM in der vergangenen Woche betont, er habe seine Kritik auch "intern bereits mehrmals angesprochen". Bei der für den DRV historisch schwachen WM holte der 26-Jährige mit Gold die einzige deutsche Medaille in den olympischen Bootsklassen.

11:35 Uhr

Nur mit Impfung: Basketball-Star schlägt 100-Millionen-Dollar-Vertrag aus

Kyrie Irving ist unbestritten ein herausragender Basketballer, doch seine ganz eigenen Prinzipien machen es ihm und seinem Klub Brooklyn Nets schwer. Weil er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen will, verpasste er viele Heimspiele - in New York war Ungeimpften der Aufenthalt bei Hallen-Veranstaltungen verboten.

Er ließ mit seiner Impf-Verweigerung auch einen satt dotierten Vertrag aus, berichtete der Point Guard nun auf einer Pressekonferenz zum Start der Saisonvorbereitung: "Ich habe einen Vertrag für vier Jahre und 100 Millionen Dollar aufgegeben, um ungeimpft zu bleiben. Das war meine Entscheidung." Die Nets hatten ihm im Sommer 2021 eine vorzeitige Vertragsverlängerung angeboten - allerdings mit der Bedingung, sich impfen zu lassen. Für ihn kam das nicht infrage: "Es war wie ein Ultimatum. Ich verstehe den Standpunkt des Vereins, aber diese Pille war für mich schwer zu schlucken. Ich musste mich damit auseinandersetzen, meinen Job für diese Entscheidung zu verlieren."

Sein aktueller Vertrag läuft noch für diese Saison, er selbst hatte die Option in diesem Sommer genutzt, die eine Verlängerung möglich machte. Dafür kassiert er immerhin auch 37 Millionen Dollar. Und spielen kann Irving auch wieder: In den USA gibt es für Ungeimpfte keine Beschränkungen mehr.

10:54 Uhr

Vor Brasilien-Wahl: Neymar unterstützt Rechtsaußen Bolsonaro

Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat der rechte Amtsinhaber Jair Bolsonaro das Institut des brasilianischen Fußball-Superstars Neymar besucht. Neymar bedankte sich bei Bolsonaro, First Lady Michelle Bolsonaro und dem früheren Infrastrukturminister und Kandidaten für den Gouverneursposten des Bundesstaates São Paulo, Tarcísio de Freitas, für den "illustren" Besuch, wie in einem Video zu sehen war, das Regierungssprecher Fábio Faria auf Twitter teilte.

  • "Ich bin leider weit weg", sagt Neymar darin. "Aber beim nächsten Mal bin ich dabei. Ich bin sehr glücklich, dass ihr alle dort seid." Neymars Vater bedankte sich in sozialen Netzwerken ebenfalls für den Besuch Bolsonaros.
  • Neymar hatte in Paris am Dienstag ein Testspiel mit dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien gegen Tunesien (5:1) bestritten. Das Instituto Neymar in Praia Grande, wo der Star von Paris St. Germain und der brasilianischen Nationalmannschaft aufwuchs, ist eine Mischung aus Sportförder- und Bildungsprojekt und bemüht sich um die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen.
10:26 Uhr

Zwei Monate vor WM: Doha "ist noch eine Baustelle"

In Doha, der Hauptstadt von WM-Gastgeberland Katar, sind viele Bauprojekte knapp 50 Tage vor dem Turnierstart noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig reißt die Kritik an der Menschenrechtslage im Land nicht ab. ntv-Korrespondent Jonas Gerdes schildert seine Eindrücke vor Ort.

09:42 Uhr

TV-Rechte für Olympia: Russland und Belarus von Verhandlungen ausgeschlossen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Medien-Rechte für die Spiele 2026 und 2028 ausgeschrieben. "Wir sind in Gesprächen über die Rechte auf dem europäischen Markt", bestätigte IOC-Präsident Thomas Bach. Ausgeschlossen von den Verhandlungen sind nach Bachs Angaben Russland und Belarus.

Ausgeschrieben sind derzeit die Winterspiele in vier Jahren in Mailand und Cortina d'Ampezzo sowie die Sommerspiele in sechs Jahren in Los Angeles. Möglich ist es nach Angaben des IOC aber auch, noch Rechte für weitere Spiele zu kaufen.

Zuletzt hatte sich das US-Unternehmen Discovery die europäischen TV-Rechte für vier Spiele bis 2024 gesichert. Erst Mitte 2017 erfolgte die Einigung über den Weiterverkauf von Rechten für den deutschen TV-Markt. Dieser Kontrakt gilt letztmals 2024 bei den Sommerspielen in Paris, bei denen ARD/ZDF und Eurosport zum vierten Mal parallel berichten werden.

09:20 Uhr

"Habe nicht so die Eile": Degradierter Max Kruse nimmt sich Verletzungsauszeit

Max Kruse nimmt sich im Wettlauf mit Niko Kovac eine Auszeit. Der degradierte Stürmer des VfL Wolfsburg bestätigte am späten Mittwochabend eine Muskelverletzung.

  • "Es ist ein Muskelfaserriss", sagte Kruse bei Instagram und fügte hinzu, dass seine Pause etwa vier Wochen dauere. Angesichts seiner derzeitigen Situation in Wolfsburg scherzte er: "Aber ihr wisst ja, Leute. Ich habe jetzt auch nicht so die Eile, dass es auf die eine oder andere Woche ankommt."
  • Damit könnte der degradierte Angreifer möglicherweise bereits sein letztes Training für die Niedersachsen absolviert haben, denn ein Wechsel des Routiniers im Winter galt bislang als sehr wahrscheinlich.
  • Eine andere Option könnte der Rauswurf von Niko Kovac sein. Bei einem anderen Trainer würde Kruse womöglich eine neue Chance erhalten. Kruse steht noch bis Ende der Saison bei der Elf vom Mittellandkanal unter Vertrag.
08:24 Uhr

Bayern-Wirbel: Finanzvorstand verlässt Rekordmeister

imago1014907976h.jpg

Jan-Christian Dreesen (r.) wird die Führungsriege der Bayern verlassen.

(Foto: IMAGO/MIS)

Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen wird den Fußball-Rekordmeister Bayern München nach Vertragsablauf am Ende dieser Saison verlassen. Wie die Münchner mitteilten, werde Dreesen seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt nicht verlängern. Neuer Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender wird ab dem 1. Juli 2023 Michael Diederich.

  • "Ich möchte mich im Namen des gesamten FC Bayern sehr herzlich bei Jan-Christian Dreesen für seinen hervorragenden Einsatz und seine großartigen Leistungen für den FC Bayern bedanken", sagte Vereinspräsident Herbert Hainer und ergänzte mit Blick auf dessen Nachfolger: "Wir sind überzeugt, dass Michael Diederich einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Zukunft des FC Bayern München leisten wird."
  • Diederich ist derzeit Sprecher des Vorstandes der Unicredit Bank AG, für die er seit 1996 in verschiedenen Führungspositionen tätig ist. Zudem ist er seit 2018 Mitglied des Aufsichtsrates der FC Bayern München AG. Um einen "reibungslosen Übergang" zu gewährleisten, wird Diederich bereits am 1. April 2023 als reguläres Mitglied in den Vorstand berufen, teilte der Klub mit.
  • Dreesen gehört seit Februar 2013 dem Vorstand des Rekordmeisters an. "Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich mich nun entschlossen, nach dieser außergewöhnlichen Dekade meine persönlichen Ziele noch einmal neu zu definieren", sagte er: "Ich hatte fantastische zehn Jahre beim FC Bayern."
08:15 Uhr

Gold-Star Lückenkemper hofft nach "Autounfall" auf November-Comeback

Doppel-Europameisterin Gina Lückenkemper will im November wieder mit dem Lauftraining loslegen. "Der Sturz in München war eher Kategorie Autounfall. Ich habe mich mit über 30 km/h auf die Nase gelegt. Das ist nicht so, als wäre ich einfach nur hingefallen", sagte die 25 Jahre alte Leichtathletin in Villapiana bei der Sporthilfe-Veranstaltung Club der Besten. "Da haben extreme Kräfte auf den Körper gewirkt."

  • Das Knie sei "wundervoll verheilt", berichtete Lückenkemper. Die Europameisterin über 100 Meter und mit der Staffel über 4 x 100 Meter war bei der EM in München nach dem Zieleinlauf des Einzelrennens gestürzt und hatte sich bei ihrem "Goldsturz" am Knie verletzt. Die Fleischwunde musste genäht werden. Im Nachgang war festgestellt worden, dass sie zudem eine Kapselverletzung im Sprunggelenk erlitten hatte. Da die Kapsel zu früh belastet worden sei, müsse sie sich jetzt noch schonen. "Das war natürlich sehr ärgerlich."
  • Doch ein Problem sei das nicht, da gerade ohnehin die Saison vorbei sei, sagte Lückenkemper. Im Oktober will sie wieder mit Krafttraining beginnen, im November mit Laufeinheiten. "Von daher passt alles."
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:28 Uhr

"Marco van Basten!": Leipzig-Neuzugang lässt Kommentatoren durchdrehen

Bis zur 28. Minute passiert in der Partie zwischen Slowenien und Schweden nichts Spektakuläres. Dann gelingt Benjamin Seško ein grandioser Treffer. Per Direktabnahme bugsiert der slowenische Stürmer den Ball über den Keeper hinweg ins Tor. Seško gilt als großes Talent und wechselt 2023 zu RB Leipzig.

07:11 Uhr

Basketball-WM der Frauen: USA im Halbfinale

317775017.jpg

Breanna Stewart und die USA überragen mal wieder.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Basketballerinnen aus den USA haben bei der WM in Australien souverän das Halbfinale erreicht. Der zehnmalige Weltmeister um Starspielerin Breanna Stewart setzte sich mit 88:55 gegen Europameister Serbien durch und darf weiter vom vierten Titel in Folge träumen. Im Halbfinale treffen die USA nun auf Kanada oder Costa Rica.

  • Kelsey Plum erzielte 17 Punkte, A'ja Wilson, die erst später in das Turnier eingestiegen war, steuerte noch 15 Punkte und acht Rebounds bei. Die US-Frauen sind bei Weltmeisterschaften seit mittlerweile 28 Partien ohne Niederlage.
  • Die Amerikanerinnen hatten am Dienstag beim 145:69 über Südkorea einen WM-Punkterekord aufgestellt. In drei Spielen übertraf der Turnierfavorit die 100-Punkte-Grenze.
06:06 Uhr

Bericht: BVB-Wunderkind fordert Wahnsinnsgehalt

Kürzlich reiste Youssoufa Moukoko von der U21 ab. Er habe sich "den Hals ein bisschen verdreht und blockiert", hieß es aus dem Lager des DFB. Und besser könnte ein Bild nicht passen, denn im Hintergrund ist auch alles blockiert und verdreht: Die Vertragsverhandlungen des BVB mit dem Derbyhelden stocken. Die aktuellen Arbeitspapiere des 17-Jährigen laufen im kommenden Sommer aus, eine Einigung ist nicht in Sicht.

  • Wie die "Bild" nun berichtet, hängt dies vor allen an den Forderungen des (ehemaligen) Wunderkinds, der mit zwei Treffern in dieser Saison die interne Torschützenliste des bislang wenig treffsicheren Tabellenzweiten der Bundesliga anführt. Der BVB, heißt es, soll Moukoko vier Millionen Euro pro Jahr bieten, der aber ein Gehalt von sechs Millionen Euro pro Jahr fordern. Ein doch noch recht großer Unterschied.
  • Neben den Gehaltsforderungen geht es, ist zu lesen, natürlich auch um mehr Spielzeit für den manchmal noch wie ein Jugendspieler wirkenden U21-Nationalstürmer. Die erhofft er sich in den kommenden Wochen bis zur Fußball-WM in Katar.
  • Grundsätzlich jedoch können sich beide Seiten eine Verlängerung des Vertrags vorstellen. Der Teufel jedoch steckt im Detail. Erst einmal müssen die Blockaden gelöst werden. Dann klappt es auf dem Platz und am Verhandlungstisch. Sonst droht ein ablösefreier Abgang.
05:36 Uhr

Chaos regiert beim HSV: Interims-Boss tritt nach Vorwürfen zurück

Finanzvorstand Thomas Wüstefeld hat beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV seinen Rücktritt erklärt. Der 53-Jährige habe in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung darüber informiert, "dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Aufsichtsratsposten und damit auch von seiner interimistischen Rolle als Vorstand zurücktritt", gab der HSV am Mittwochabend bekannt. Der Aufsichtsrat habe die Entscheidung akzeptiert und beschlossen, dass Sport-Vorstand Jonas Boldt "vorerst als alleiniger Vorstand die operativen Geschäfte des HSV leiten wird".

  • "Ich bin mir der Verantwortung bewusst und werde in sehr enger Verzahnung mit meinen Kollegen auf der Geschäftsstelle sowie mit dem Aufsichtsrat und insbesondere mit dem Finanzausschuss die anstehenden Aufgaben angehen", wurde Boldt in der Pressemitteilung zitiert.
  • Gegen den Medizinunternehmer Wüstefeld waren in den vergangenen Wochen mehrere Vorwürfe erhoben worden. Einen Bericht über angeblich illegale Geschäfte mit Arzneimitteln dementierte er. "Ich kann Ihnen versichern, dass da nichts dran ist", sagte er zuletzt und verwies darauf: "Dahinter steckt eine Kampagne von Wettbewerbern."
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen