Donnerstag, 10. Dezember 2020Der Sport-Tag

22:11 Uhr

Reaktion auf Horrorjahr: Radsport führt neue Sicherheits-Standards ein

Im Zuge der vielen Stürze und Sicherheitspannen soll es im Radsport ab der kommenden Saison zahlreiche Maßnahmen geben. Innerhalb der UCI soll es zukünftig einen Sicherheitsmanager ernannt werden, der die internationalen Rennen überwacht. Dazu soll ein Instrument installiert werden, das den Veranstaltern ermöglicht, eventuelle Risiken auf den Strecken im Vorfeld zu identifizieren. Das teilte der Weltverband UCI mit.

Auch sollen die Leitfäden für Sicherheitsmaßnahmen überarbeitet, Hindernisse auf der Strecke besser gekennzeichnet und die Kommunikation mit den Fahrern verbessert werden. In heiklen Zonen wie dem Zielbereich soll es zudem Standards für Absperrungen geben. In der vergangenen Saison hatte es zahlreiche schlimme Stürze gegeben, die teils auf die mangelnde Sicherheit der Strecken zurückzuführen war.

21:48 Uhr

Protest gegen China: Griezmann kündigt Sponsorenvertrag

Aus Protest gegen Chinas Umgang mit den Uiguren im Reich der Mitte hat Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann ein Zeichen gesetzt. Der französische Stürmerstar vom spanischen Topklub FC Barcelona stieg mit sofortiger Wirkung aus seinem seit 2017 laufenden Sponsoringvertrag mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei aus.

Griezmann reagierte damit auf Berichte über die Verwicklung des Konzerns in die staatliche Unterdrückung der muslimischen Minderheit. Die Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch wirft dem Konzern die Entwicklung eines Programms zur ausgeweiteten Überwachung der Uiguren in China vor. Demnach soll die Video-Auswertungssoftware Gesichter auch ethnischen Gruppen zuordnen können, sodass Behörden durch einen "Uiguren-Alarm" über Angehörige der Minderheit informiert werden können. Angaben von mehreren Menschenrechtsgruppen und Experten zufolge sind über eine Million Uiguren von Chinas Regierung in Lagern in der Provinz Xinjiang interniert.

21:11 Uhr

Rassistische Attacke: DEL-Klub äußert sich eindeutig

Die Straubing Tigers aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) haben im Fall Sena Acolatse "jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung auf das Schärfste" verurteilt. "Rassistische und diskriminierende Aktionen haben weder auf dem Eis noch in jeglicher anderen Lebenssituation einen Platz in unserer Gesellschaft", schrieben die Straubinger am Donnerstag. Nationalspieler Daniel Pietta vom ERC Ingolstadt war wegen unsportlichen Verhaltens für mehrere Spiele gesperrt worden. Der DEL-Disziplinarausschuss hatte es als erwiesen angesehen, dass Pietta eine "Affen-Geste" gegen den schwarzen Gegenspieler Acolatse von den Straubing Tigers gezeigt hatte. Pietta hatte sich für die Vorfälle im Rahmen des Testspiels vom vergangenen Wochenende öffentlich entschuldigt.

"Dieser Vorfall hat nicht nur den Eishockey-Spieler und Menschen Sena Acolatse schwer getroffen, sondern unsere gesamte Organisation. Wir stehen geschlossen hinter Sena und haben in den letzten Tagen intensive Gespräche mit ihm geführt", sagte Tigers-Manager Jason Dunham.

21:00 Uhr
20:40 Uhr

BVB fürchtet Ausfall von zwei Stammspielern

Der Einsatz von Mats Hummels und Thorgan Hazard für Borussia Dortmund am Samstag gegen den VfB Stuttgart ist noch unklar. "Ich kann es jetzt noch nicht definitiv sagen. Ich habe die Spieler seit dem Rückflug nicht mehr gesehen", sagte Dortmunds Trainer Lucien Favre. Hummels und Hazard waren beim 2:1 in der Champions League am Dienstag bei Zenit St. Petersburg ausgewechselt worden. "Ich hoffe, das waren nur Krämpfe. Es ist normal, dass viele Spieler müde sind", hatte Favre nach dem Spiel gesagt. Der Schweizer nahm zudem seinem Kapitän Marco Reus in Schutz. Nach langer Verletzungspause ist der 31-Jährige bislang noch nicht wieder richtig in Tritt gekommen. "Ich habe immer gesagt, es wird noch dauern, bis er fit ist. Er kommt aus einer großen Verletzung zurück. Er ist noch nicht an das hohe Tempo gewöhnt", sagte Favre.

19:57 Uhr

FC Bayern gewinnt bei Ajax Amsterdam

Die Fußballerinnen von Bayern München sind erfolgreich in die neue Saison der Champions League gestartet. Der deutsche Vizemeister gewann in der Runde der letzten 32 sein Hinspiel bei Ajax Amsterdam 3:1 (0:0). Das Rückspiel findet am Mittwoch in München statt. Ein Eigentor von Kay-Lee de Sanders (57.) sowie die Treffer von Sydney Lohmann (69.) und Simone Laudehr (86.) ließen den Bundesliga-Spitzenreiter jubeln. Jonna van de Velde (79.) verkürzte für die Gastgeberinnen, als die Bayern in der Defensive zu nachlässig wurden.

Der Double-Gewinner VfL Wolfsburg hatte bereits gestern 5:0 (3:0) beim serbischen Meister Spartak Subotica gewonnen und steht vor dem zweiten Vergleich am Mittwoch (beide 18.00 Uhr/Sport1) mit einem Bein im Achtelfinale.

19:32 Uhr

Basketball-Bundesligist verabschiedet sich von Corona-Zweifler Saibou

Der zehnmalige Basketball-Nationalspieler Joshiko Saibou hat seinen Trainingsaufenthalt beim Bundesligisten Syntainics MBC aus Weißenfels beendet. Wie der Klub aus Sachsen-Anhalt mitteilte, hat der 30-Jährige die Mannschaft nach einer Woche wieder verlassen. Saibou, der von Ligakonkurrent Bonn im Sommer nach der Teilnahme an einer Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entlassen worden war, hatte auf Einladung von MBC-Coach Silvano Poropat in Weißenfels trainiert.

18:31 Uhr

Eisenbichler macht klare Ansage in Skiflug-Quali - Konkurrent zieht zurück

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler hat die Qualifikation zur Skiflug-WM in Planica gewonnen und damit seine Titelambitionen unterstrichen. Der 29-Jährige flog von der Letalnica-Schanze auf 225,5 Meter und kann mit viel Selbstvertrauen in den Titelkampf am Freitag und Samstag gehen. Zweiter wurde mit der Tagesbestweite von 242,5 Metern der frisch aus der Corona-Quarantäne zurückgekehrte Österreicher Michael Hayböck, der allerdings eine Luke mehr Anlauf und besseren Wind als die Favoriten hatte. Platz drei ging an den Norweger Halvor Egner Granerud (221,5), den Sieger der letzten drei Weltcupspringen.

Ein großer Kontrahent Eisenbichlers ist bereits aus dem Rennen: Weltrekordler Stefan Kraft (Österreich) war im ersten Trainingsdurchgang mit 239,0 Metern der Beste, zog danach aber wegen Rückenschmerzen für den Einzelwettkampf zurück. Zweitbester Deutscher war Karl Geiger als Vierter, der zuletzt den Weltcup in Nischni Tagil ausgelassen hatte und bei seiner hochschwangeren Frau geblieben war.

18:08 Uhr

Wird Frankfurts Torjäger rechtzeitig fit?

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt droht der Ausfall von Toptorjäger André Silva. "Grundsätzlich sind alle fit, außer André Silva. Ihn haben wir im Spiel gegen den BVB auch schon rausnehmen müssen. Er hat diese Woche individuell trainiert und wir müssen schauen, ob sich das bis morgen ausgeht", sagte Trainer Adi Hütter vor dem Auftakt des 11. Spieltages am morgigen Freitag (20.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) beim bisher ungeschlagenen VfL Wolfsburg.

"Ob wir ihn mitnehmen, entscheidet sich heute nach dem Training. Natürlich muss er heute schon soweit sein, dass er sagt, es geht. Deswegen ist das noch ein Fragezeichen", sagte Hütter. Mit bisher sieben Saisontoren ist der 25 Jahre alte Portugiese bislang der beste Stürmer der Hessen. Sollte er in Wolfsburg ausfallen, dürfte Bas Dost seine Position im Sturmzentrum einnehmen. Wird Silva fit, könnte die SGE mit zwei Angreifern antreten.

17:31 Uhr

Pferd nach deutscher Meisterschaft eingeschläfert: Tierschützer zeigen Reiterin an

Die Tierschutzorganisation PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige gegen Springreiterin Annelies Vorsselmans erstattet. Die Belgierin war bei der Springreit-DM am vergangenen Wochenende in Riesenbeck mit ihrem Pferd gestürzt, ihr zehn Jahre alter Hengst Firkov musste wegen einer inoperablen Fraktur des Oberarms eingeschläfert werden.

PETA wirft der Reiterin vor, gegen Paragraph 3, Absatz 1, des Tierschutzgesetzes verstoßen zu haben. Vorsselmans habe ihrem Tier Leistungen abverlangt, denen es nicht gewachsen gewesen sei. Die PETA übte scharfe Kritik an den Veranstaltern und Teilnehmern, die "systematische Überforderung der Pferde" sei "fester Bestandteil solcher Turniere". In den vergangenen Jahren sei es bei Wettkämpfen mit hohen Hindernissen immer wieder zu tödlichen Stürzen und Aortenabrissen gekommen. Dies als "Unfälle" abzutun, gehöre mittlerweile zur Standardausrede skrupelloser Veranstalter, so Haferbeck.

17:10 Uhr

Eisenbichler macht strauchelndem Schempp Mut

Biathlon-Sportdirektor Bernd Eisenbichler hat Ex-Weltmeister Simon Schempp Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr in den Weltcup gemacht. "Der Simon ist auf dem richtigen Weg", sagte Eisenbichler in einer virtuellen Medienrunde: "Wir planen personell von Woche zu Woche". Eine Rückkehr schon beim zweiten Teil des Weltcups in Hochfilzen in der kommenden Woche ist somit nicht auszuschließen.

Doch ob der Massenstart-Weltmeister von 2017 tatsächlich zeitnah im Weltcup auftauchen werde, "hängt auch von den Leistungen der anderen ab", betonte Eisenbichler. Die müssten erstmal einen Grund für personelle Wechsel liefern. Grundsätzlich werde aber keiner der Verantwortlichen Schempp "abschreiben", erklärte der 44-Jährige weiter. "Wir wissen alle, was er geleistet hat und zum Leisten imstande ist. Er ist super professionell und ein Topathlet."

16:32 Uhr

1,4 Millionen Euo: Zverev setzt sich gegen seinen Ex-Manager durch

Alexander Zverev hat sich in der juristischen Auseinandersetzung mit seinem Ex-Manager Patricio Apey auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Dies bestätigte Zverevs Anwalt Mark Stephens. Laut Stephens erließ Apey dem deutschen Tennisstar eine Summe von 1,4 Millionen Euro, damit es in London nicht zu einer Verhandlung kommt. "Herr Apey hat die weiße Flagge gehisst. Alexander Zverev ist frei von dem Vertrag, der ihn für 16 Jahre an Herrn Apey gebunden hätte", sagte Stephens und sprach von einer "kompletten Demütigung für Apey und dessen Anwalt." Das Urteil sei ein Präzedenzfall und schütze künftig junge Athleten.

In dem Prozess ging es um die Rechtmäßigkeit eines Kontrakts, den Apey 2012 mit dem damals 15-jährigen Zverev geschlossen hatte. Dieser sah eine Zusammenarbeit bis Ende 2023 vor und anschließende Provisionszahlungen für weitere fünf Jahre. Nach Zverevs Triumph bei den ATP Finals 2018 war es zum Zerwürfnis zwischen beiden Parteien gekommen.

16:06 Uhr

Skiflug-WM findet ohne Severin Freund statt

Ex-Weltmeister Severin Freund hat den letzten deutschen Startplatz im Einzel für die Skiflug-WM in Planica verpasst. Nach den beiden offiziellen Trainingsdurchgängen entschied sich Bundestrainer Stefan Horngacher für Constantin Schmid als vierten Starter neben den gesetzten Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Pius Paschke für die Qualifikation ab 16.00 Uhr.

Freund, der 2014 als bislang letzter Deutscher WM-Gold im Fliegen geholt hatte und zuletzt März 2016 vor seinen schweren Knieverletzungen von einer Flugschanze gesprungen war, kam im Training auf 206,5 und 208,0 Meter. Damit blieb er deutlich hinter Schmid (217,0+226,0), dem Horngacher nach den Trainingsergebnissen knapp vor dem dritten Bewerber Martin Hamann (222,0+224,5) sein Vertrauen schenkte. Hamann dürfte damit als Ersatzmann für den Teamwettbewerb am Sonntag in Planica bleiben, Freund die Heimreise antreten.

15:35 Uhr

"So darf eine Handballnation wie Deutschland nicht auftreten"

Herbert Müller vom siebenmaligen Meister Thüringer HC hat die deutschen Handballerinnen für ihre bisherigen Leistungen bei der Europameisterschaft in Dänemark kritisiert, gibt ihnen aber gute Chancen für den weiteren Turnierverlauf. Im Gespräch mit dem "Freien Wort" sagte der THC-Trainer, vor allem die 23:42-Niederlage gegen seinen Turnierfavoriten Norwegen habe ihn an das 0:6 der Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien erinnert. "So darf eine Handballnation wie Deutschland nicht auftreten. Wir haben den Anspruch, im internationalen Maßstab die Lücke zur Weltspitze zu schließen. Doch bislang war die EM ein Rückschritt auf diesem Weg."

Müller glaubt, dass die DHB-Mannschaft durch einen Erfolg am Samstag gegen Ungarn Rückenwind bekommen könnte. "Diese EM hat neben Corona einige Unbekannte, wie die Ergebnisse in der Parallelgruppe mit Weltmeister Holland zeigen. Dass hier Kroatien ungeschlagen als Gruppensieger weiterkommt, hatte niemand erwartet."

15:05 Uhr

Überraschung in der Weltrangliste: DFB-Team rückt vor

Die deutsche Nationalmannschaft hat in der Fifa-Weltrangliste im Jahr 2020 den Sprung in die Top Ten verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw schloss das Spieljahr mit 1610 Punkten auf Platz 13 ab und verbesserte sich damit gegenüber 2019 um zwei Ränge. Angeführt wird das Abschlussranking wie schon in den vergangenen beiden Jahren von Belgien (1780 Zähler). Dahinter folgen Weltmeister Frankreich (1755) und Brasilien (1733). Den größten Sprung nach vorne machte 2020 Deutschlands EM-Gegner Ungarn (1460). Das Team der Leipziger Peter Gulacsi und Willi Orban verbesserte sich um zwölf Plätze auf Rang 40. Wie die Fifs mitteilte, fanden 2020 coronabedingt lediglich 352 A-Länderspiele statt und damit so wenig wie zuletzt 1987 (323 Spiele).

14:36 Uhr

Lahm soll EM 2024 leiten

Der frühere Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm soll bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland den Posten als Turnierdirektor übernehmen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund nach der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von DFB und der Europäischen Fußball-Union Uefa mit. Der 37 Jahre alte Ex-Bayern-Profi Lahm, der 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, war auch Botschafter der Bewerbung und ist Geschäftsführer der DFB Euro GmbH. "Ein großer Wettkampf braucht ein professionelles Fundament. Mit dem Joint Venture zwischen DFB und Uefa haben wir die Basis geschaffen", dass die EM in Deutschland perfekt ausgerichtet werden könne, sagte Lahm. Man könne nun Projekte anstoßen und positive Entwicklungen einleiten. Den Sitz hat das neue Unternehmen in Frankfurt am Main.

14:06 Uhr

BVB-Funktionär könnte beim FC Barcelona ganz wichtig werden

Seit 2005 fungiert Michael Zorc als Sportdirektor beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Die gute Arbeit des ehemaligen BVB-Mittelfeldspielers ist der internationalen Konkurrenz nicht entgangen. Angeblich weckt Zorc das Interesse des FC Barcelona. Demnach steht Zorc beim katalanischen Klub auf der Liste für die Neubesetzung der sportlichen Führung. Bei Barça steht im kommenden Jahr die richtungsweisende Wahl des neuen Klub-Präsidenten an. Der bisherige Vereinschef Josep Bartomeu hatte kürzlich seinen Rücktritt bekannt gegeben. Seither haben sich neun Kandidaten aufgestellt, die seine Nachfolge anstreben.

"Zorc ist mit Sicherheit Thema bei den Präsidentschaftswahlen. Es gibt mehr als nur einen Kandidaten, der hinter diesem Sportdirektor her ist", so Domènech. Der Noch-BVB-Manager soll demnach den Posten als sportlicher Direktor bei Barça übernehmen und somit künftig hauptverantwortlich für Transfers und Kaderplanung sein. Zorc hat beim BVB noch einen Vertrag bis Sommer 2022. Als sein designierter Nachfolger gilt Dortmunds Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl.

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13:31 Uhr

Wer spielt eigentlich die Handball-WM?

Vier Absagen an sieben Tagen - für Alfred Gislason kommt es momentan knüppeldick. Wenige Tage vor der geplanten Kaderbekanntgabe für die Handball-WM springen dem Bundestrainer immer mehr Stammkräfte ab. Der verletzungsbedingte Verzicht von Fabian Wiede, 2016 Europameister und Olympiadritter von Rio, wiegt dabei besonders schwer. "Es tut mir sehr leid, dass ich Alfred absagen muss, aber meine Schulter lässt die Dauerbelastung noch nicht wieder zu", begründete Wiede seine Entscheidung gegen einen Einsatz beim Turnier im Januar in Ägypten. Das 2021 zu erwartende Gesamtpaket aus WM, Olympia-Qualifikation im März und Olympischen Spielen im Sommer sei laut DHB "nach eingehender medizinischer Beratung noch nicht wieder vertretbar".

Wiede ist nach Patrick Wiencek (Verzicht wegen Corona) sowie Franz Semper und Tim Suton (beide Kreuzbandriss) der vierte Nationalspieler, der Gislason beim Saison-Höhepunkt nicht zur Verfügung steht.

12:59 Uhr

Sexismus-Skandal: Heftige Kritik an F1-Aufsteiger Mazepin

Nikita Mazepin hat mit der Veröffentlichung eines sexistischen Videos auch die höchsten Instanzen im Motorsport auf den Plan gerufen. Der Weltverband FIA und die Formel 1 reihten sich in die Schar der Kritiker ein. Mazepin soll kommendes Jahr Mick Schumachers Teamkollege beim Haas-Team in der Königsklasse werden, dieser Aufstieg scheint nun aber fraglich. FIA und Formel 1 unterstützten die Reaktion des Teams auf Mazepins "unangebrachtes Verhalten" ausdrücklich, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Mazepin hatte das Video auf seinem Instagram-Account veröffentlicht und schnell wieder gelöscht. In der Szene saß der 21-Jährige auf dem Beifahrersitz eines Autos und filmte, wie er einer auf der Rückbank sitzenden Frau an die Brust greift. Diese wehrt sich dagegen. Das Haas-Team bezeichnete Masepins Verhalten und das Video als "abscheulich", man werde die Angelegenheit nun "intern" klären.

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12:04 Uhr

Flick atmet auf: Lazarett des FC Bayern lichtet sich

Der FC Bayern plant für das Bundesliga-Spiel am Samstag beim 1. FC Union Berlin wieder mit Robert Lewandowski. Er gehe davon aus, dass der Stürmerstar dann wieder zu 100 Prozent fit sei, sagte Trainer Hansi Flick nach dem 2:0-Erfolg in der Champions League gegen Lokomotive Moskau. Ohne den wegen leichter muskulärer Probleme fehlenden Lewandowski beendete der Rekordmeister die Vorrunde ungeschlagen. Gegen Moskau, gegen das Niklas Süle und Eric Maxim Choupo-Moting die Tore erzielten, gab Alphonso Davies nach seiner Verletzung am Sprunggelenk aus dem Oktober sein Comeback. Nach 69 Minuten wurde er gegen Lucas Hernández ausgewechselt. "Ich glaube, er hätte auch 90 Minuten durchspielen können", sagte Flick. "Er kann mit seinem Comeback wirklich sehr zufrieden sein." Außerdem hatten die Münchner gegen Moskau auch auf David Alaba (Belastungssteuerung) verzichtet. Er dürfte am Samstag ebenfalls wieder im Kader sein. Flick hegte zudem die Hoffnung, dass auch Corentin Tolisso nach muskulären Problemen wieder eine Option sein kann.

11:36 Uhr

Leichtathletik: Hallen-WM ins Jahr 2023 verschoben

Die Hallen-WM der Leichtathleten in China ist wegen der Coronavirus-Pandemie erneut verschoben worden.

  • Die Titelkämpfe in Nanjing sollen nun im März 2023 stattfinden, wie der Weltverband World Athletics mitteilte.
  • Das Event war zuletzt bereits auf 2021 verschoben worden, ursprünglich war die Hallen-WM für das Frühjahr 2020 geplant gewesen.
  • Damit finden zwei Hallen-Weltmeisterschaften hintereinander statt: Für 2022 sind Titelkämpfe in Belgrad geplant.
11:08 Uhr

Vettels Aussagen über Binotto lassen tief blicken

Sebastian Vettel hat vor seinem letzten Rennen für Ferrari eine distanzierte Beziehung zu Teamchef Mattia Binotto offenbart. "Wir respektieren uns, aber zwischen uns ist nie diese Art von Liebe entstanden, die als Fundament dient", sagte der 33-Jährige der "Gazzetta dello Sport". Binotto sei "ein pragmatischer Mensch. Die Zeit wird zeigen, wie sich das von ihm geführte Ferrari-Team in Zukunft schlägt." Vettel habe sich aber auch im schwierigen Jahr 2020 bei der Scuderia nie isoliert gefühlt. "Ferrari schließt die Menschen nicht aus", sagte Vettel: "Das ist keine Eigenschaft dieses Teams und keine Eigenschaft der Italiener." Seinen Teamkollegen Charles Leclerc bezeichnete er als "jung und inspirierend. Er wird Erfolg haben, seinen Wert zeigen, bei Ferrari oder bei einem anderen Team."

10:42 Uhr

F1-Legende Waßer: Der skurrile Kampf mit den Thrombosestrümpfen

Heiko Waßer erinnert sich anlässlich des Formel 1-Jubiläums auf RTL an missverstandene Geräusche aus der Flugzeugtoilette und Christian Danners Sprint zum Mikrofon.

10:11 Uhr

Götze mit Max zur Fußball-EM? "Wäre prächtig"

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Auf dem Weg zurück zu Löw?

(Foto: dpa)

Der in die Niederlande gewechselte WM-Held Mario Götze hat die Fußball-EM im kommenden Sommer noch im Hinterkopf. Gemeinsam mit Philipp Max, seinem Klub-Kollegen bei der PSV Eindhoven, die EM zu spielen, "wäre prächtig", sagte er bei ed.nl: "Den Ehrgeiz habe ich. Aber das alles entscheidet der Bundestrainer." Der 63-malige Nationalspieler, dessen letzter DFB-Einsatz mehr als drei Jahre zurückliegt, führte aus: "Ich bin Profi und möchte das Allerhöchste erreichen. Das möchte ich jetzt auch mit PSV. Das kann ich im Augenblick beeinflussen." Trotz seines persönlich guten Starts in Eindhoven mit vier Toren in neun Pflichtspielen sieht der 28-Jährige noch viel Luft nach oben: "Ich bin auch noch nicht so weit, wie ich sein möchte. Ich hatte im Sommer keine normale Vorbereitung, auch mit der Mannschaft habe ich noch nicht so oft zusammen trainiert. Wenn dann englische Wochen kommen, ist das heftig."

09:10 Uhr

Grund unklar: Chinesische Fußballklubs sitzen in Katar fest

Drei chinesische Fußballklubs sitzen nach ihrer Teilnahme am Finalturnier der asiatischen Champions League in Katar fest. Guangzhou Evergrande mit Trainer Fabio Cannavaro, Shanghai Shenhua und Shanghai SIPG warten nach ihrem Ausscheiden teilweise bereits seit zehn Tagen auf einen Rückflug in ihr Heimatland. Der asiatische Fußballverband AFC machte bislang keine Angaben, warum die Teams noch nicht zurückreisen konnten. Guangzhou-Mittelfeldspieler Yan Dinghao schrieb bei dem Twitter-ähnlichen sozialen Netzwerk Weibo, dass er sich "am Rande des Zusammenbruchs" befinde und "wirklich Heimweh" habe. Stürmer Wei Shihao schrieb ebenfalls auf Weibo: "Ich kann nur in meinem Hotelzimmer eingesperrt bleiben. Ich kann meine Familie nicht sehen. Ich möchte nach Hause zurückkehren." Wegen der Corona-Pandemie wird die asiatische Champions League 2020 in einer abgeschotteten "Blase" in Katar ausgespielt.

08:43 Uhr

Shiffrin: Übliche Ziele "nicht auf dem Zettel"

Skistar Mikaela Shiffrin zählt sich in diesem Winter wegen der schwierigen Saisonvorbereitung nicht zur absoluten Spitze. "Ich versuche, keine Ziele oder Erwartungen zu formulieren, die nicht realistisch oder respektvoll gegenüber anderen sind", sagte die Amerikanerin vor dem Weltcup am Wochenende in Courchevel. Die Olympiasiegerin war im November bei den beiden Slaloms in Levi erstmals nach einer Pause von 300 Tagen wieder im Weltcup gestartet. Danach ließ Shiffrin die Stationen Lech und St. Moritz aus. Viele Konkurrentinnen wie Petra Vlhova, Federica Brignone oder Michelle Gisin seien derzeit "sehr gut drauf", betonte sie nun. Für sie gelte das "im Moment nicht. Einige meiner Ziele, die ich in den letzten Jahren erreicht habe, stehen diesmal nicht wirklich auf dem Zettel", sagte Shiffrin. In Levi war die fünfmalige Weltmeisterin Zweite und Fünfte geworden. In Courchevel stehen zwei Riesenslaloms auf dem Programm.

07:34 Uhr

Formel 1: Sportbude zum Showdown in der Wüste

Während sich RTL nach 30 Jahren von der Motorsportbühne verabschiedet, feiert ein anderer sein Formel-1-Debüt. Beim Saisonfinale in Abu Dhabi darf Mick Schumacher im ersten freien Training Königsklassen-Luft schnuppern. Infos und Hintergründe, sowie ein Rückblick auf die vergangenen Jahre gibt es ab 19 Uhr im Livestream bei ntv.de!

Und wenn Sie jetzt schon Lust auf ein paar launige Anekdoten der Kult-Crew haben, dann klicken Sie das nachstehende Video an!

07:01 Uhr

"Unheilbare Krankheit" - Weltmeister Paolo Rossi ist tot

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Paolo Rossi wurde nur 64 Jahre alt.

(Foto: imago images/Action Plus)

Der ehemalige Fußball-Weltmeister Paolo Rossi aus Italien ist nach Medienangaben im Alter von 64 Jahren gestorben. Das berichteten die italienische Nachrichtenagentur Ansa und die "Gazzetta dello Sport" unter Berufung auf Social-Media-Posts seiner Frau Federica Cappelletti. Rossi, der Italien im Finale gegen Deutschland zum WM-Titel 1982 geführt hatte, starb nach Angaben der Zeitung an einer "unheilbaren Krankheit". Rossi traf beim WM-Sieg zum 1:0 gegen Deutschland, erzielte in den letzten drei Partien des Turniers in Spanien insgesamt sechs Tore und wurde zu einer Fußball-Legende in seinem Heimatland. Er bekam 1982 zudem den Ballon d'Or, der damals an den besten Fußballer Europas ging.

05:50 Uhr

Zidane euphorisiert sich nach abgewendetem Real-GAU

Real Madrids Trainer Zinedine Zidane hat seine Fußballer zur Defensivleistung beim 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach in der Champions League beglückwünscht. "Heute haben wir ein gutes Spiel gemacht, vor allem defensiv, weil es eine Mannschaft ist, die dir bei den Kontern Schwierigkeiten bereiten kann, und wir haben es gut beherrscht", sagte der Franzose. "Was den Fußball angeht, war es spektakulär." Madrid sicherte sich durch den Sieg am letzten Spieltag der Champions League den Gruppensieg vor der Borussia, die als Gruppenzweiter erstmals seit 43 Jahren ins Achtelfinale einzog. Mit einer Niederlage hätte Real allerdings auch ausscheiden können. "Sie wussten, was auf dem Spiel stand. Ich werde euch nicht sagen, was ich den Spielern sage, das sind Sachen der Umkleide", sagte Zidane. "Wenn man sich das Spiel ansieht, können alle Madridistas glücklich und stolz auf die Mannschaft sein. Das ist es, was mich interessiert."