Donnerstag, 10. Oktober 2019Der Sport-Tag

Heute mit Christoph Rieke, David Bedürftig & Torben Siemer
17:47 Uhr

Jüdischer Sportverband beklagt wachsenden Antisemitismus

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Alon Meyer ist Vorsitzender des einzigen jüdischen Turn- und Sportverbandes in Deutschland. Diesem gehören nach eigenen Angaben mehr als 4000 Mitglieder an.

(Foto: imago/photothek)

Im Sport haben antisemitische Übergriffe nach Ansicht von Alon Meyer, dem Präsidenten von Makkabi Deutschland, in den vergangenen Monaten und Jahren "stark zugenommen". Dies sagte der Vorsitzende des Jüdischen Turn- und Sportverbandes Deutschland. Dies sei seit der Flüchtlingswelle der Fall. "Ich will damit nicht sagen, dass die Flüchtlinge die Ursache sind, aber es ist eben ein zeitliche Korrelation zu spüren. Vor allem in den Großstädten Deutschlands kommen die Übergriffe meist aus dem islamisch-arabischen Hintergrund. Im Osten Deutschlands wie jetzt auch in Halle noch von Rechtsradikalen", sagte Meyer.

Die deutsche Gesellschaft solle jetzt nicht nur Sonntagsreden schwingen. "Ich glaube, die Leute haben das auch satt und deshalb spaltet sich nur ganz Deutschland und Europa ein Stück weit und wird radikaler und extremer", sagte Meyer.

22:06 Uhr

Skilangläufer wird lebenslang gesperrt

Der österreichische Skilangläufer Johannes Dürr ist als Doping-Wiederholungstäter lebenslang gesperrt worden. Das teilte die österreichische Anti-Doping Rechtskommission mit. Der 32-Jährige soll zeitweise zudem Blutdoping für einen anderen Sportler organisiert haben.

Alle Ergebnisse von Dürr ab 26. Februar 2016 wurden annulliert. Zudem wurden ihm alle ab dem Tag errungenen Titel und Medaillen sowie Preisgelder aberkannt. Die Entscheidung ist rechtskräftig, Dürr legte keinen Einspruch ein. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 war Dürr erstmals positiv getestet und gesperrt worden. Als Kronzeuge hatte er danach weitreichende Aussagen gemacht und die "Operation Aderlass" ausgelöst, die bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld/Österreich zu Razzien geführt hatte. Auch nach seinem Comeback habe er Blutdoping betrieben, sagte Dürr.

21:47 Uhr

Watzke wollte Klopp 2018 zurück zum BVB holen

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat im vergangenen Jahr versucht, Jürgen Klopp zurück zum BVB zu holen. Im Mai 2018 habe Watzke beim Meistertrainer der Jahre 2011 und 2012 angerufen - doch der sagte ab, mit Verweis auf seinen laufenden Vertrag beim FC Liverpool. "Ich habe gedacht, wenn wir jetzt was machen, und Jürgen sagt im Interview vier Wochen später, mich hat keiner gefragt, dann werde ich hier rausgeschmissen, weil ich es nicht versucht habe", sagte der 60-Jährige bei der Vorstellung seiner Biografie "Echte Liebe" in Dortmund.

Für Kritik, dass dieses Bekenntnis dem nach durchwachsenen Saisonstart in die Kritik geratenen aktuellen BVB-Trainer Lucien Favre - der statt Klopp kam - schaden könnte, hat Watzke wenig Verständnis: "Lucien macht sehr gute Arbeit. Das ist nicht das Thema. Es geht hier überhaupt nicht um den Trainer, sondern um eine menschliche Komponente", sagte Watzke, "das gibt es in jedem Verein, in dem ein Trainer eine Epoche geprägt hat."

21:35 Uhr

Bayerns Basketballer verlieren in Moskau

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Der deutsche Basketball-Meister FC Bayern München hat in der Euroleague wettbewerbsübergreifend seine erste Saisonniederlage kassiert. Beim Titelverteidiger ZSKA Moskau verlor München 68:79 (40:47). Nach dem Auftaktsieg gegen Armani Olimpia Mailand war es auch in der neuen Euroleague-Saison die erste Niederlage.

Entscheidend war vor 6072 Zuschauern unter anderem das nachlässige Defensivverhalten in der ersten Halbzeit. Beim 14:13 (6. Minute) lag München letztmalig in Führung, danach zog Moskau bis auf 43:29 davon. Zwischenzeitlich verkürzte der deutsche Tabellenführer auf 48:50 (25.), in den entscheidenden Momenten war ZSKA aber wacher. Greg Monroe war mit 17 Punkten Münchens bester Werfer. Außerdem standen bei ihm zehn Rebounds zu Buche. Ein sogenanntes Double-Double gelang auch dem Deutschen Johannes Voigtmann, der für ZSKA zehn Punkte und zwölf Rebounds verzeichnete.

21:18 Uhr

Mick Schumacher wird als "Sportler mit Herz" geehrt

Mick Schumacher wird am 9. November beim Sportpresseball in Frankfurt als Nachfolger von Angelique Kerber als "Sportler mit Herz" geehrt. Das teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wird die Auszeichnung in der Alten Oper persönlich entgegennehmen.

Ball-Chef Jörg Müller hob als Begründung für die Wahl des 20 Jahre alten Mick Schumacher hervor: "Mick Schumacher berührt die Menschen. Mick lebt das, was einen Preisträger in der Kategorie Sportler mit Herz ausmacht: Menschlichkeit, Fairness und Engagement." 'Keep fighting', so das Motto der Foundation der Familie Schumacher, sei für Mick Schumacher mehr als ein Aufruf. "Es ist seine Berufung. Ob im Sport oder im Umgang mit Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen", führte Müller aus. So habe Mick Schumacher erst kürzlich beim Formel-2-Rennen in Spa mit einfühlsamen Worten und Gesten die Mutter und den Bruder des tödlich verunglückten Franzosen Anthoine Hubert getröstet. "Einmal mehr zeigte hier Mick Schumacher eine Reife und Empathie, die jungen Menschen nicht automatisch in die Wiege gelegt wird", unterstrich Müller.

20:32 Uhr

Nationalkeeperin Schult: Frauen- und Männerfußball nicht vergleichen

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Will ein Umdenken im Fußballsport: Nationalkeeperin Almuth Schult.

(Foto: dpa)

Die derzeit an der Schulter verletzte Nationaltorhüterin Almuth Schult wünscht sich ein Umdenken bei der Beurteilung ihres Sports. "Viele winken beim Frauenfußball ab, da sie das Bild vom Männerfußball im Kopf haben und es auf den Frauenfußball projizieren" sagte die 28-Jährige vom VfL Wolfsburg in einem Eurosport-Interview. Es müsse noch "viel passieren, um zu verhindern, dass Frauen- und Männerfußball immer miteinander verglichen wird. Beides kann nebeneinander bestehen." Schult sprach den Unterschied bei den Gehältern der Männer und Frauen an. "So verdienen einige Spielerinnen in der Bundesliga weniger Geld als beispielsweise Männer in der Landesliga oder in noch tieferen Ligen. Das wissen die meisten Menschen nicht. Hier könnte die Kommunikation noch offensiver sein, damit eine Entwicklung stattfindet und Firmen sich dazu entscheiden den Frauenfußball zu fördern."

19:58 Uhr

Ex-Bayern-Profi Xabi Alonso droht Haftstrafe

Dem früheren Bayern-Profi Xabi Alonso droht in seiner Heimat Spanien wegen Steuerhinterziehung eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft forderte zum Ende des Prozesses gegen den Fußball-Weltmeister von 2010 eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Vor der zweitägigen Anhörung von Alonso und weiteren Angeklagten in dieser Angelegenheit hatte die Staatsanwaltschaft sogar fünf Jahre Haft gefordert.

Nachdem der 37-Jährige aber drei Millionen Euro an den spanischen Fiskus überwiesen hat, wurde die ursprüngliche Forderung halbiert. Mit einem Richterspruch wird in den kommenden Wochen gerechnet.
Alonso hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in seiner Zeit bei Real Madrid zwischen 2010 und 2012 zwei Millionen Euro Steuern hinterzogen. Bis zuletzt hatte der Profi auf seine Unschuld gepocht. Derzeit ist der Baske Trainer der zweiten Mannschaft des Erstligisten Real Sociedad San Sebastian, nachdem er 2017 bei Bayern München seine aktive Karriere beendet hatte.

19:02 Uhr

Zverev siegt kurios, trifft jetzt auf Federer

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Mit einem kuriosen Sieg hat sich Alexander Zverev in Shanghai ein reizvolles Viertelfinal-Duell mit Tennis-Topstar Roger Federer gesichert. Der 22 Jahre alte Hamburger besiegte den ein Jahr jüngeren Russen Andrej Rubljow, die Nummer 33 der Welt, mit 6:0, 7:6 (7:4). Bis zum 6:0, 3:0 beherrschte Zverev die Achtelfinal-Partie nach Belieben, bekam dann aber doch noch Probleme.

Am Freitag fordert der Weltranglisten-Sechste nun den Schweizer Rekord-Grand-Slam-Turniersieger Federer heraus, gegen den er eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen hat. Für Zverev geht es bei der Masters-Veranstaltung auch darum, sich Punkte für die Qualifikation für die ATP Finals in London zu sichern. Der Saisonabschluss der besten acht Tennisprofis des Jahres wird vom 10. bis 17. November ausgetragen. In der vergangenen Saison hatte Zverev als Gewinner der Finals seinen größten Erfolg gefeiert.

18:37 Uhr

Simone Biles knackt den nächsten Turn-Rekord

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Das 16. WM-Gold für Simone Biles, aber Ovationen und ein persönlicher Rekord für Elisabeth Seitz: Mit Rang sechs im Mehrkampf-Finale verwandelte die deutsche Rekordmeisterin bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Stuttgart die Schleyerhalle in ein Tollhaus. Am Ende fehlten nur 0,4 Punkte zur Bronzemedaille. Bislang war die Lokalmatadorin bei Welttitelkämpfen noch nie über den neunten Platz hinausgekommen. In ihrem Schatten lieferte auch die Kölnerin Sarah Voss eine starke Vorstellung und durfte mit Rang zehn mehr als zufrieden sein.

An der Spitze indes zog Biles unbeirrt ihre Kreise und holte sich zum fünften Mal bei einer WM das Mehrkampf-Gold ab. Der zweite Platz ging an die Chinesin Tang Xijing vor Angelina Melnikowa aus Russland.

Die WM wird am Freitag (16.00 Uhr/ZDF Livestream) mit dem Mehrkampf-Finale der Männer fortgesetzt. Einziger deutscher Starter ist der deutsche Meister Andreas Toba.

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18:12 Uhr

Irans Frauen sehen 14 Tore nach 40 Jahren Verbot

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Hoffentlich bald Dauerzustand: Iranische Frauen feuern ihre Nationalmannschaft an.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Historischer Tag für Frauenrechte im Iran: Beim WM-Qualifikationsspiel in Teheran zwischen Gastgeber Iran und Kambodscha hatten Frauen zum ersten Mal seit knapp 40 Jahren freien Zutritt zum Stadion. Rund 3500 Zuschauerinnen sahen im Azadi-Stadion einen 14:0 (7:0)-Kantersieg des Irans.

Die Frauen sorgten bei ihrer Stadionpremiere für gute Stimmung auf den Rängen, schwenkten Fahnen in den Nationalfarben und schossen zahlreiche Selfies. Das erste Kartenkontingent für Damen war vor der Partie in weniger als einer Stunde ausverkauft, zusätzlich freigegebene Sitze waren auch in kurzer Zeit vergriffen, berichteten staatliche Medien. Für die Begegnung wurden separate Eingänge, eine eigene Tribüne und Toiletten für Frauen eingerichtet. Der Weltverband FIFA hatte die Aufhebung des geltenden Verbots gefordert und mit der Disqualifikation der iranischen Mannschaft gedroht.

17:47 Uhr

Werder-Sportchef Baumann hört mit 50 auf

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann will seinen Job nicht länger als bis 2025 ausüben. "Ich mache das maximal, bis ich 50 bin", sagte der 43-Jährige, der Ende des Monats 44 wird, dem Onlineportal "deichstube.de. "Für mich ist definitiv klar, dass ich dann eine Auszeit von einem Jahr nehmen werde." Schon bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren habe er den Club über seine Pläne in Kenntnis gesetzt, erklärte Baumann.

"Es ist ein sehr zeit- und arbeitsintensiver, deshalb nicht gerade familienfreundlicher Beruf", sagte er. "Die Work-Life-Balance, wie sie aktuell ist, sollte nicht ewig so sein." Der Vertrag des früheren Nationalspielers läuft aktuell noch bis 2021. Vieles deutet auf eine Verlängerung des Kontraktes beim Fußball-Bundesligist hin.

17:27 Uhr

Basketballer dunkt und zieht sich dabei die Hose aus

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 Dwight Howard hat in seiner Karriere als Basketballprofi schon einiges erreicht. Der 33-Jährige wurde acht Mal zum All-Star in der NBA gewählt, drei Mal als bester Verteidiger ausgezeichnet. 2008 gewann er den Slam-Dunk-Contest ... und zeigte jetzt vor einem Vorbereitungsspiel mit seinen Los Angeles Lakers einen Dunk, bei dem es selbst ihm die Hosen auszog.

17:03 Uhr

Schulrektor riet Nowitzki und Lichtlein von Sportkarriere ab

Basketball-Superstar Dirk Nowitzki und Handball-Torhüter Carsten Lichtlein ist einst von einer Sportlerkarriere abgeraten worden. Nowitzki, der seine einmalige Karriere in diesem Frühjahr beendet hatte, und Lichtlein hatten gemeinsam das Röntgen-Gymnasium in Würzburg besucht. "Wir mussten immer zum Rektor und um Freistellung vom Unterricht bitten, wenn wir für einen Lehrgang mit der Bayern-Auswahl oder mit der Jugend-Nationalmannschaft nominiert wurden", erzählte Lichtlein im Interview des "Mannheimer Morgen".

"Unser Schulleiter hat uns jedes Mal gehen lassen. Wirklich jedes Mal. Aber auch die Standpauke kam jedes Mal. Dirk und ich mussten uns immer anhören, dass man mit Sport kein Geld verdienen kann." Dennoch gewann der 38-jährige Lichtlein vom HC Erlangen in den Jahren danach mit der Nationalmannschaft die Welt- und Europameisterschaft, Nowitzki entwickelte sich in den USA zu einem der besten Basketballer der Geschichte. "Das sollte man Dirk heute mal erzählen, dass man mit Basketball kein Geld verdienen kann", meinte Lichtlein lachend.

16:02 Uhr

Präsident Putin greift in Russlands Konflikt mit Wada ein

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Konflikt mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) die Kooperationsbereitschaft seines Landes bekräftigt. "Die Forderungen, die diese Organisation an Russland richtet, werden im vollen Umfang erfüllt", sagte Putin in Nischni Nowgorod. Wegen des Skandals um Staatsdoping durften russische Mannschaften zuletzt bei einigen Großereignissen nicht antreten. Bei der Leichtathletik-WM zuletzt in Katar starteten 30 Sportler unter neutraler Flagge.

Es sei das Ziel Russlands, dass "alle Mängel in Bezug auf Anti-Doping-Fragen" der Vergangenheit angehören, kündigte Putin nach Angaben der Agentur Interfax an. Seit kurzem steht Russland allerdings wieder verstärkt unter dem Druck der Kontrolleure. Der nationalen Anti-Doping-Agentur RUSADA wird vorgeworfen, Daten aus einem Analyselabor manipuliert zu haben. Moskau dementiert dies.

14:34 Uhr

"Keine Lust": Klopp will (noch) nicht Bundestrainer werden

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Unfassbar erfolgreich bei Liverpool - und glücklich: Klopp will so schnell nicht Bundestrainer werden.

(Foto: imago images/PA Images)

Für Jürgen Klopp ist der Job als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft derzeit überhaupt kein Thema. "Stand heute habe ich keine Lust. Ich könnte auch gar nicht hundertprozentig sagen, ob ich der Richtige wäre", sagte der 52-Jährige in einem Gespräch mit Johannes B. Kerner beim Internetportal "Magenta TV". Sollte sich die Frage irgendwann stellen, sagte Klopp, "würde ich dann darüber nachdenken - aber nicht jetzt schon".

Klopp war nach seinem Champions-League-Triumph mit dem FC Liverpool vor kurzem zum Welttrainer gewählt worden. In der englischen Premier League führt Liverpool derzeit die Tabelle souverän an. "Stand jetzt bin ich total glücklich mit dem, was ich mache. Und das ist schon auch wichtig bei der ganzen Geschichte", sagte Klopp, dessen Vertrag in Liverpool noch bis Sommer 2022 läuft. Der englische Klub will mit dem früheren Bundesliga-Coach von Dortmund und Mainz unbedingt verlängern. Joachim Löws Vertrag beim DFB als Bundestrainer endet ebenfalls 2022 nach der Weltmeisterschaft.

12:41 Uhr

100.000 Euro benötigt: Wattenscheid 09 droht Schließung

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Wattenscheids Sportdirektor Peter Neururer blickt finster in die Zukunft.

(Foto: imago images / Norbert Schmidt)

Dem Fußball-Traditionsverein SG Wattenscheid 09 droht "die Schließung". Das teilte der frühere Bundesligist und jetzige Regionalligist mit, über dessen Vermögen am 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. "Wir benötigen in den kommenden zehn Tagen Klarheit in Form von Geld, ansonsten muss ich wegen fehlender Liquidität die Massenunzulänglichkeit anzeigen", wurde die eingesetzte Insolvenzverwalterin Anja Commandeur in einer Klub-Mitteilung zitiert. "Es ist fünf Sekunden vor Zwölf." Bis zum 18. Oktober müssen Geldgeber gefunden werden, die den monatlichen Finanzbedarf von 70.000 bis 100.000 Euro für den Spielbetrieb in der Regionalliga West decken, erklärte Commandeur auf dpa-Anfrage. Gespräche mit potenziellen Geldgebern seien bisher nicht erfolgversprechend verlaufen. Die SG Wattenscheid kämpft seit Jahren um das finanzielle Überleben. Erst in diesem Sommer war ein Insolvenzverfahren abgewendet worden. Danach war dann aber Aufsichtsratschef und Haupt-Geldgeber Oguzhan Can zurückgetreten.

11:59 Uhr

NFL zeigt keine Gnade mit Skandal-Profi Burfict

Die härteste Strafe in der Geschichte der NFL bleibt bestehen: Der US-Football-Profi Vontaze Burfict darf für den Rest der Saison kein Spiel bestreiten.

  • Der Linebacker von den Oakland Raiders scheiterte mit seiner Berufung gegen die Sperre, wie die NFL mitteilte.
  • Der 29-Jährige war nach einem regelwidrigen Tackling im Spiel gegen die Indianapolis Colts für den Rest der Saison aus dem Verkehr gezogen worden.
  • Seine harte Spielweise hatte Burfict in der Vergangenheit bereits drei Sperren eingebrockt.
  • Zudem musste er siebenmal eine Geldstrafe zahlen, insgesamt kamen 5,3 Millionen Dollar zusammen.
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11:31 Uhr

DFB-Remis gegen Argentinien beschert RTL Top-Quote

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Quotenbringer abseits des Platzes: Jürgen Klinsmann, Joachim Löw und Laura Wontorra.

(Foto: imago images/Contrast)

Das Unentschieden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentinien war zumindest für RTL ein echter Gewinn: Im Schnitt 7,25 Millionen Zuschauer haben gestern Abend die Live-Übertragung vom 2:2 im Länderspiel-Test bei dem Sender gesehen.

Der Marktanteil betrug 25,9 Prozent. In der Spitze verzeichnete RTL 8,61 Millionen Zuschauer. Am Sonntag überträgt RTL ab 20.45 Uhr auch das EM-Qualifikationsspiel zwischen Estland und dem DFB-Team live aus Tallinn.

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10:00 Uhr

"Hagibis" zerstört Italiens Titelträume bei Rugby-WM

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Für Italiens Nationalteam ist die Rugby-WM vorzeitig beendet.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Das ist bitter für die italienische Rugby-Nationalmannschaft: Wegen des nahenden Supertaifuns "Hagibis" sind bei der Weltmeisterschaft in Japan aus Sicherheitsgründen zwei Spiele abgesagt worden - Italien ist dadurch ausgeschieden, weil es bei Spielabsagen laut Regelwerk nur zwei Punkte gibt. Das ist zu wenig für die Europäer, die am Samstag ursprünglich in Toyota gegen Neuseeland antreten sollten.

Auch die Partie zwischen England und Frankreich in Yokohama wurde abgesagt, das ebenfalls für Samstag angesetzte Spiel Irland gegen Samoa in Fukuoka soll aber stattfinden. Auch die Formel 1 könnte unter "Hagibis" leiden: Besonders die Austragung des Qualifyings zum Großen Preis von Japan am Samstag ist gefährdet, weil Starkregen und gefährliche Winde drohen.

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09:04 Uhr

Spanisches Tennis-Idol Andres Gimeno ist tot

Die Tenniswelt trauert um eine spanische Legende: Andres Gimeno, drittältester Grand-Slam-Gewinner der Geschichte, ist tot.

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Andres Gimeno gewann 1972 die French Open.

(Foto: imago sportfotodienst)

  • Laut spanischem Tennis-Verband (RFET) verstarb Gimeno im Alter von 82 Jahren nach langer schwerer Krankheit.
  • Gimeno war 1972 bei seinem French-Open-Sieg 34 Jahre und 10 Monate alt und damit der älteste männliche Gewinner des Major-Turniers.
  • Nur Roger Federer (Schweiz) und der Australier Ken Rosewall waren bei Major-Triumphen älter.
  • Der derzeitige spanische Tennis-Star Rafael Nadal würdigte Gimeno auf Twitter als einen "der Pioniere des Tennis in Spanien".
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07:20 Uhr

Kimmich kann wechselwilligen "Freigeist" Müller verstehen

Wird Thomas Müller den FC Bayern München etwa nach 19 Jahren verlassen? Der deutsche Fußball-Nationalspieler hegt offenkundig Wechselgedanken - sein Teamkollege Joshua Kimmich hat dafür Verständnis geäußert.

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Wie lange traben sie noch gemeinsam über das Gelände an der Säbener Straße?

(Foto: imago images/Eibner)

  • "Der Thomas ist natürlich unzufrieden mit der Situation. Er hat den Anspruch, spielen zu wollen", sagte Kimmich nach dem Länderspiel gegen Argentinien.
  • "Er hat uns immer sehr geholfen, wenn er reingekommen ist", sagte der 24-Jährige über Müller.
  • Kimmich bezeichnete seinen Bayern-Kollegen als "Freigeist": "Als Gegner ist das schwierig zu kontrollieren, weil man nie weiß, was passiert."
  • Die Vorstellung eines FC Bayern ohne Müller nannte Kimmich "schwierig": "Natürlich ist das eine prägende Figur des Vereins", sagte er.