Donnerstag, 10. September 2020Der Sport-Tag

21:36 Uhr

Klubchef nimmt mit Corona-Infektion an Ligaversammlung teil

Der Präsident des italienischen Fußball-Erstligisten SSC Neapel, Aurelio De Laurentiis, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der zweimalige Meister und aktuelle Pokalsieger mit. Der Test sei gestern erfolgt. Die Mannschaft war bislang nur einmal von einer Covid-19-Infektion betroffen, im August war der Fall von Stürmer Andrea Petagna bekannt geworden. Nach dem positiven Test bei De Laurentiis müssen sich auch alle weiteren 19 Klubchefs einem Test unterziehen. Alle Vereinspräsidenten hatten gestern an einer Generalversammlung in Mailand teilgenommen.

20:43 Uhr

Vettel stand offenbar kurz vor Formel-1-Rücktritt

Sebastian Vettel hat sich vor seinem Wechsel von Ferrari zu Aston Martin 2021 intensiv mit einem Rücktritt befasst. Auf die Frage, wie nahe er diesem Entschluss gekommen sei, antwortete der 33-Jährige: "Nahe. Keine Ahnung, gibt es ein Maß, wie nahe man kommen kann?" Vettel hat sich nach eigenen Angaben sehr "viele Gedanken" in dieser Hinsicht gemacht. "Was ich jetzt entschieden habe, glaube ich, ist das Beste für mich. Ich freue mich darauf, das zu beweisen", sagte der Ferrari-Pilot. Vettel unterschrieb nach seiner Ausmusterung bei der Scuderia zum Ende dieser Saison einen Kontrakt ab 2021 bei Racing Point, das künftig als Werksteam von Aston Martin startet. "Ich will an der Spitze des Feldes und nicht am Ende des Feldes fahren", betonte Vettel vor dem 1000. Grand Prix von Ferrari in Mugello.

20:00 Uhr

Borussia Dortmund gründet neue Fußball-Mannschaft

Borussia Dortmund steigt in den Frauenfußball ein. Das kündigte der Fußball-Bundesligist in seinem September-Newsletter an seine Mitglieder an. Demnach wird in der Saison 2021/22 eine Mannschaft in der Kreisliga B starten. "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Frauenfußball innerhalb des Vereins organisch von unten nach oben aufzubauen, daher wird die neue Mannschaft zunächst in der Kreisliga B starten. Innerhalb eines Jahrzehnts sollen die schwarzgelben Farben dann möglichst in der Frauen-Bundesliga vertreten sein", heißt es in dem Newsletter.

19:34 Uhr

Froome fährt seinem künftigen Edelhelfer weit hinterher

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome fährt bei der Radrundfahrt Tirreno-Adriatico weiter hinterher. Nachdem der Brite am Vortag mehr als 18 Minuten verloren hatte, musste er auch auf der vierten Etappe über 194 Kilometer von Terni nach Cascia am letzten Anstieg abreißen lassen. Den Etappensieg holte sich der Australier Lucas Hamilton im Sprint gegen Mitausreißer Fausto Masnada aus Italien.

Das Blaue Trikot des Gesamtersten trägt weiter der Kanadier Michael Woods, der im kommenden Jahr als Edelhelfer für Froome beim Team Israel Start-Up Nation fungieren soll. Froome war nicht für die Tour de France berücksichtigt worden und bereitet sich nun auf die Spanien-Rundfahrt vor, für die er vom 20. Oktober bis 8. November als Kapitän vorgesehen ist.

19:17 Uhr

Eberl fürchtet "Raubbau" an den Fußballprofis

Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl sieht die Fußballprofis in den kommenden Monaten an der Grenze der körperlichen Belastbarkeit. "In den nächsten zehn Monaten werden die Spieler durch den engen Terminkalender an ihre Leistungsgrenzen gebracht. Da wird Raubbau betrieben", sagte Eberl bei einer Talk-Veranstaltung der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. Eberl äußerte dabei auch seine Hoffnung, in der neuen Spielzeit möglichst bald wieder vor vielen Zuschauern spielen zu können. Sollten die Ministerpräsidenten merken, dass durch Spiele vor tausenden Zuschauern "keine neuen Hotspots" entstünden, "dann hoffe ich, dass andere Landesminister nachziehen und auch wieder mehr Zuschauer in die Stadien lassen".

18:58 Uhr

Haas-Teamchef spricht über Schumacher-Verpflichtung

Teamchef Günther Steiner hat eine mögliche Formel-1-Zukunft von Mick Schumacher beim Haas-Rennstall offen gelassen. Das US-Team habe für die neue Saison "eine Menge Optionen", auch junge Fahrer würden auf der Liste potenzieller Kandidaten für ein Cockpit stehen. Der derzeitige Kreis der Anwärter umfasse "fast zehn" Piloten, sagte Steiner in Mugello. Die aktuellen Haas-Fahrer Kevin Magnussen und Romain Grosjean haben noch keine neuen Verträge für das kommende Jahr. Ferrari-Junior Schumacher könnte in der nächsten Saison zu Haas oder Alfa Romeo aufsteigen, die Partnerteams der Scuderia sind.

Kandidat für ein Haas-Cockpit könnte Steiner zufolge auch Sergio Perez sein. Der 30-Jährige muss Racing Point am Saisonende verlassen, um Platz für Sebastian Vettel zu machen. Es sei noch nicht klar, ob das Team künftig mit erfahrenen Piloten, jungen Fahrern oder einer Mischung starten wolle.

18:36 Uhr

Corona-Regeln gelockert: Vorjahressieger der Tour atmet durch

Die strikten Corona-Regeln sind bei der 107. Tour de France ein wenig entschärft worden. Wenn am zweiten Ruhetag die nächsten Kontrollen durchgeführt werden, müssen die vier Rad-Teams mit einem Positivfall im Betreuerstab bei einer weiteren Infektion nicht direkt das Rennen verlassen. Das teilte der Veranstalter ASO mit.

Demnach fangen alle 22 Rennställe wieder bei Null an. Es gilt dann aber weiterhin, dass zwei Positivfälle zum Ausschluss des ganzen Rennstalls führen. Zu einem Team gehören dabei nicht nur die acht Fahrer, sondern auch das direkte Umfeld wie Betreuer, Physiotherapeuten oder Sportdirektoren. Bei der ersten Testreihe am ersten Ruhetag waren Betreuer aus den Mannschaften der Topfahrer Egan Bernal (Ineos-Grenadiers), Guillaume Martin (Cofidis), Romain Bardet (AG2R La Mondiale) und Adam Yates (Mitchelton-Scott) positiv getestet worden. Auch Tour-Chef Christian Prudhomme hatte einen auffälligen Befund und musste das Rennen vorerst verlassen.

18:03 Uhr

Stolpert der BVB über seine eigene Abwehrreihe?

Vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg am Montagabend arbeitet Borussia Dortmund am Feinschliff. Denn noch immer ist offen, in welchem System BVB-Coach Lucien Favre sein Team aufstellen wird. Seit Monaten wird rund um den Verein diskutiert, welche taktische Variante denn nun am erfolgversprechendsten ist. Die Eindrücke der vergangenen Rückserie, als die Westfalen gewinnbringend mit einer Dreierkette agierten, sind noch frisch. Umso irritierter waren viele Beobachter, als Favre in der Vorbereitung die Rückkehr zur Viererkette forcierte.

Seine Schützlinge taten sich damit jedoch enorm schwer, vor allem in den Tests gegen Feyenoord Rotterdam (1:3) und den VfL Bochum (1:3) offenbarte die Defensive erschreckende Probleme. Beim jüngsten 2:1-Erfolg gegen Sparta Rotterdam lief es mit drei zentralen Verteidigern schließlich wieder besser, weshalb Favre augenscheinlich seinen Plan umwirft. "Mit unserem Kader ist es vielleicht besser, mit einer Dreierkette zu spielen", gestand der Schweizer nach der Partie gegen die Niederländer. Voraussichtlich wird die Borussia also auch in Duisburg in einer entsprechenden Formation beginnen.

17:36 Uhr

Ende der Gehalts-Verwirrung: Bremen einigt sich mit Profis

Nach einigen Verwirrungen haben sich die Profis und die Geschäftsführung des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen auf einen erneuten Gehaltsverzicht einigen können. Über die Höhe des Verzichts haben alle Seiten Stillschweigen vereinbart. Die finanziell klammen Hanseaten haben durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie einen Verlust von etwa 30 Millionen Euro angekündigt. Bereits im Frühjahr verzichteten die Spieler auf 20 Prozent ihres Gehalts. Der Verein musste zudem erstmals seit langer Zeit wieder Kredite aufnehmen. Mehrere Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass die öffentliche Ankündigung von Sportchef Frank Baumann, mit den Profis über einen erneuten Gehaltsverzicht zu diskutieren, nicht gut bei den Spielern angekommen sei.

17:01 Uhr

Reisewarnung: Deutsche Kanuten verzichten auf EM

Nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes fahren die deutschen Slalomkanuten nicht zur Europameisterschaft nach Prag. Das teilte der Deutsche Kanu-Verband mit. Die kontinentalen Titelkämpfe sollten vom 18. bis 20. September in der tschechischen Hauptstadt stattfinden. Der europäische Verband ECA hat die EM noch nicht abgesagt. Canadier-Weltmeisterin Andrea Herzog, die sich zusätzlich für die U23-Europameisterschaften im polnischen Krakau Anfang Oktober qualifiziert hat, reagierte enttäuscht: "Natürlich wäre es ein schöner Saisonabschluss gewesen", aber "das Jahr ist sowieso hin, das war es schon vor langer Zeit." Hannes Aigner, Kajak-Weltmeister von 2018, betonte: "Es ist natürlich insgesamt eine sehr verkorkste Saison und da passt es eigentlich ganz gut rein, dass die EM jetzt auch noch flach fällt."

16:36 Uhr

"Alles sah so aus ..." - Perez ereilt das Vettel-Schicksal

Formel-1-Fahrer Sergio Perez ist nach eigenen Angaben davon überrascht worden, dass Sebastian Vettel ab 2021 sein Cockpit beim künftigen Aston-Martin-Rennstall erhält. "Alles sah so aus, dass das Team mich behalten wollte", sagte der 30 Jahre alte Mexikaner im italienischen Mugello. Aber im Hintergrund habe es zuletzt Gespräche über Verträge gegeben, "zu denen ich nichts sagen möchte", betonte Perez: "Es gab ein paar Dinge, die wir durchgegangen sind und gestern haben sie mir dann gesagt, dass es für mich nicht weitergeht. Das habe ich nicht erwartet, aber jetzt ist es so." Ähnlich erging es Vettel bei Ferrari, wie er Anfang Juli bei RTL/ntv schilderte.

Perez hatte gestern Abend bekannt gegeben, dass er Racing Point, wie das Team in dieser Saison noch heißt, zum Jahresende verlassen wird. "Es hat nichts mit meiner Leistung zu tun, da war einfach ein anderer Fahrer", sagte Perez. Mitbegründer Lawrence Stroll habe ihn angerufen und gesagt, dass sich der Rennstall künftig "in eine andere Richtung" orientieren möchte.

15:28 Uhr

Klopp teilt gegen Chelsea und Manchester aus - und verspricht Titel

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Jürgen Klopp (links) will keine Titel verteidigen, sondern neue holen.

(Foto: imago images/PA Images)

Jürgen Klopp konnte sich den Seitenhieb auf die "Big Spender" aus Chelsea und Manchester nicht verkneifen. "Die einen kaufen Spieler, die anderen arbeiten gemeinsam daran, sich zu verbessern", sagte der Teammanager des englischen Fußball-Meisters FC Liverpool vor dem Start der Mission Titelverteidigung süffisant. Klopp ist sicher: Chelsea kann für Kai Havertz und Timo Werner die Kasse plündern und City weiter aufrüsten - am Ende der 29. Premier-League-Saison wird der Champion wieder FC Liverpool heißen.

"Wir verteidigen keine Titel, wir wollen neue holen. Wir haben gerade erst angefangen mit dem Gewinnen", versprach Klopp vor dem Saison-Auftakt mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Leeds United am Samstag. Seine Mannschaft um die Topstars Virgil van Dijk, Mo Salah und Sadio Mane sei längst noch nicht am Ende - sondern erst "mittendrin".

12:57 Uhr

Menschenrechtsbeauftragte entsetzt über Todesurteil gegen Afkari

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, hat sich entsetzt über das Todesurteil gegen den iranischen Ringer Navid Afkari geäußert. Seine Brüder Vahid und Habib waren zu 54 und 27 Jahren Gefängnis und je 74 Peitschenhieben verurteilt worden. "Mal wieder sind drei junge Menschen in Iran zu drakonischen Strafen verurteilt worden, weil sie gegen die Regierung protestierten", teilte Kofler in Berlin mit. "Ich appelliere an die Verantwortlichen in Iran, die Todesstrafe gegen Navid Afkari auszusetzen und ihm, wie auch seinen Brüdern Vahid und Habib, ein faires Gerichtsverfahren zu ermöglichen, das rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht. Dazu gehört, dass Geständnisse nicht unter Folter erzwungen werden!"

Die Fälle zeigten, dass sich die Menschenrechtslage in Iran stetig verschlechtere und immer weiter hinter den selbst eingegangen internationalen Verpflichtungen zurückfalle, so Kofler weiter. Der 27-Jährige, der als Ringer-Talent galt, hat nach Angaben der iranischen Justiz bei einer Demonstration 2018 in der südiranischen Stadt Schiras einen Sicherheitsbeamten getötet. Sein Geständnis sei durch Folter erzwungen worden, halten Sportler, seine Familie und Menschenrechtsorganisationen entgegen.

11:55 Uhr

Man United gelingt offenbar Durchbruch im Sancho-Poker

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Im Ansturm auf Manchester?

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Trotz des eindeutigen Machtworts von Borussia Dortmund sprießen in England weiter Spekulationen über einen Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United. Nach übereinstimmenden Berichten in britischen Medien soll der englische Fußball-Rekordmeister einen "Durchbruch" in den Verhandlungen mit Sancho erzielt haben.

  • Demnach sei sich Man United mit dem 20-jährigen beim Gehalt und beim Beraterhonorar einig. Dass der englische Nationalspieler in diesem Sommer ins Old Trafford wechselt, gilt trotzdem als äußerst unwahrscheinlich.
  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat einen Transfer Sanchos nämlich kategorisch und ohne Hintertür ausgeschlossen. "Der Sancho-Verbleib ist in Stein gemeißelt", hatte Watzke Mitte August gesagt. Auch Sportdirektor Michael Zorc hatte am Rande des BVB-Trainingslagers in Bad Ragaz von einer "definitiven Entscheidung" gesprochen.
  • Dabei war bekannt geworden, dass Sancho seinen Vertrag in Dortmund sogar bis 2023 verlängert hatte. Das Transferfenster schließt am 5. Oktober.
11:11 Uhr

"Oligarchen als Besitzer": Klopp kritisiert Chelseas Transfer-Opulenz

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Wird Chelsea für Klopp zur ernstzunehmenden Konkurrenz?

(Foto: dpa)

Kulttrainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool hat die Transferpolitik des Rivalen FC Chelsea in Zeiten von Corona kritisiert. "Einigen Klubs ist es offenbar nicht so wichtig, wie unsicher die Zukunft ist, weil sie Staaten oder Oligarchen als Besitzer haben", sagte der Meistermacher in einem Interview mit dem BBC-Radio 5.

  • Liverpool habe Erfolg, "weil wir so sind, wie wir sind. Wir können uns nicht über Nacht ändern und sagen, wir wollen jetzt so sein wie Chelsea", sagte Klopp. Für die kommende Saison der Premier League hat Titelverteidiger Liverpool bislang lediglich 12,9 Millionen Euro für Kostas Tsimikas ausgegeben.
  • Chelsea dagegen investierte mehr als 220 Millionen Euro, darunter auch bis zu 100 Millionen für Leverkusens Kai Havertz und 53 Millionen für dessen Nationalmannschaftskollegen Timo Werner.
  • Chelseas Teammanager Frank Lampard will mit den Neuzugängen nach dem vierten Platz in der Vorsaison "die Lücke schließen". Die Blues hatten wegen einer Transfersperre im vergangenen Sommer großen Nachholbedarf.
10:39 Uhr

Vettel: "Habe immer noch so viel Liebe für die Formel 1"

Es ist die Nachricht des Tages: Sebastian Vettel bleibt der Formel 1 erhalten, wechselt in der kommenden Saison zu Aston Martin, das aktuell noch Racing Point heißt. Nach seinem Aus bei Ferrari war lange spekuliert worden, ob der 33-Jährige überhaupt weitermacht - auch ein Rücktritt stand im Raum. In der offiziellen Mitteilung von Racing Point wird mehr als deutlich, wieso Vettel der Rennserie erhalten bleibt: Er ist ein echter Racer, liebt die Formel 1.

Das Desaster mit Ferrari in dieser Saison hat ihn nicht kaputt gemacht: "Ich habe immer noch so viel Liebe für die Formel 1 und meine einzige Motivation ist es, vorne mitzufahren. Das mit Aston Martin zu machen, ist ein großes Privileg", so Vettel. Er möchte seine Erfolgssammlung erweitern: Vier Weltmeistertitel, 53 Siege und 57 Poles sind nicht genug.

10:05 Uhr

Ehre für Havertz: Coach sieht Parallelen zu sich selbst

Teammanager Frank Lampard vom englischen Fußball-Spitzenklub FC Chelsea fühlt sich durch Neuzugang Kai Havertz in seine aktive Karriere zurückversetzt. "Es ist sehr einfach, diese Vergleiche anzustellen", sagte der 42-Jährige im Interview auf der Vereins-Webseite.

  • Der langjährige Chelsea-Kapitän Lampard und der 21-Jährige seien sich "sehr ähnlich in Bezug auf das Erzielen von Toren und Assists".
  • Sein künftiger Trainer sieht allerdings auch Unterschiede zum Königstransfer der Blues. "Ich denke, dass wir ziemlich unterschiedlich in unseren Spielstilen sind", sagte Lampard, der selbst laut eigener Aussage als Spieler "gerne aus der Tiefe des Mittelfelds" gekommen ist. Havertz könne stattdessen "in offensiveren Bereichen spielen".
  • Vergleiche zum früheren Chelsea-Star Michael Ballack, mit dem Lampard im Jahr 2010 die Meisterschaft gewann, möchte der Chelsea-Coach nicht ziehen. Havertz habe "seinen eigenen Stil und ist in dieser Hinsicht einzigartig. Deshalb freue mich auf die Arbeit mit ihm und darauf, ihn vorwärtszubringen."
09:28 Uhr

Ibrahimovic-Klub holt Shootingstar zurück

Der italienische Fußball-Spitzenklub AC Mailand hat sich die Dienste des Nationalspielers Sandro Tonali gesichert. Der 20-Jährige wird zunächst für ein Jahr von seinem bisherigen Klub Brescia Calcio ausgeliehen, die Lombarden besitzen darüber hinaus eine Kaufoption. Dort wird er dann gemeinsam mit Stürmer Zlatan Ibrahimovic spielen, der seinen Vertrag in Mailand um ein Jahr verlängert hatte.

Der nahe Mailand geborene Tonali hatte in der Jugend für Milan gespielt und sich in der vergangenen Saison durch starke Leistungen sein Debüt für die A-Nationalmannschaft erarbeitet. Milan-Legende Gennaro Gattuso gilt als sein Idol, er wird künftig dessen frühere Rückennummer acht tragen. Aufgrund seines Spielstils wird er bereits mit dem ehemaligen Mailänder Andrea Pirlo verglichen.

08:55 Uhr

Deutscher NFL-Profi: "Will zeigen, was ich draufhabe"

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(Foto: imago images / Icon SMI)

Der deutsche Footballprofi Equanimeous St. Brown von den Green Bay Packers geht mit großen Erwartungen in die neue Saison der US-Profiliga NFL. "Ich will endlich zeigen, was ich draufhabe", sagte der Wide Receiver Sport1.

  • Am Sonntag (19 Uhr MESZ) wird es für "EQ" im Spiel bei den Minnesota Vikings ernst.
  • St. Brown hatte die vergangene Spielzeit wegen einer Knöchelverletzung komplett verpasst. Jetzt geht es darum, den Durchbruch zu schaffen. "Ich glaube, ich habe gute Chancen, viel auf dem Feld zu stehen", sagte der Passfänger: "Die Vorbereitung lief sehr gut."
  • Für St. Brown stand ein Verzicht auf die Saison wegen der Corona-Situation nicht zur Debatte: "Das war für mich nie eine Option! Ich möchte unbedingt spielen."
  • Die Saison beginnt in der Nacht zu Freitag (02.20 Uhr MESZ) mit dem Spiel zwischen Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs und den Houston Texans.
08:01 Uhr

Mega-Forderung: Alaba will offenbar zum Bayern-Krösus werden

Woran hapert es bei der Vertragsverlängerung von David Alaba beim FC Bayern? Offenbar am Geld. Denn davon will der Österreicher dem "Kicker" zufolge nicht gerade wenig.

  • Demnach pocht Berater Pini Zahavi auf ein Jahressalär in Höhe von 25 Millionen Euro bei einem Vertrag über fünf Jahre. Eine Alaba-Verlängerung würde den FC Bayern also 125 Millionen Euro kosten. Aktuell soll der Österreicher rund 15 Millionen Euro kassieren.
  • Sollten die Münchner auf diese Forderungen eingehen, wäre Alaba der neue Topverdiener an der Säbener Straße. Dieser ist aktuell Robert Lewandowski mit 19,5 Millionen Euro im Jahr.
  • Dass die Münchner Alaba rund fünf Millionen Euro mehr als Lewandowski zahlen und damit das Gehaltsgefüge durcheinanderwirbeln, ist nicht sehr wahrscheinlich. Präsident Herbert Hainer sagte dem "Kicker", dass der FC Bayern Alaba "ein Angebot gemacht" hat, "das fair und wettbewerbsfähig ist".
  • Andere Optionen als eine Verlängerung in München hat Alaba derzeit offenbar nicht. "Uns hat noch keiner kontaktiert", bestätigte Hainer.

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07:44 Uhr

Nach Beinahe-Weltrekord ist Vetter "komplett fertig"

Bei Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter haben seine jüngsten Glanzleistungen Spuren hinterlassen. "Ich bin durch, komplett fertig vom Kopf her. Und körperlich auch. Das war aber auch zu erwarten", sagte er im SID-Interview. Vetter hatte am Dienstag in Dessau starke 86,17 Meter geworfen, nachdem ihm zwei Tage zuvor im polnischen Chorzow mit 97,76 Meter die zweitbeste Weite der Geschichte gelungen war. Am Sonntag startet er noch beim Istaf in Berlin.

  • Vetter sprach von "anstrengenden Tagen" nach seinem Fabelwurf in Polen, den medialen Trubel nehme er aber gerne in Kauf: "Nicht nur für mich selbst, sondern auch für die Leichtathletik", so Vetter. Mit Blick auf Berlin sei der 27-Jährige froh, "dass das Istaf echt erst am Sonntag ist. Und ich noch ein paar Tage Zeit habe bis dahin."
  • In der Hauptstadt habe er sich bereits "Physiotherapie und Osteopathie" organisiert, um zum Ende einer kuriosen Corona-Saison noch eine Top-Leistung abzuliefern: "Da soll gerne der vierte Sieg in Folge beim Istaf dazukommen."
  • Danach geht es in eine vier bis sechswöchige Auszeit, ehe die Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt. Deren Höhepunkt sind dann die Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021).
07:43 Uhr

Trotz starker Sabally: Wings müssen weiter bangen

Trotz einer starken Leistung von Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally haben die Dallas Wings in der US-Profiliga WNBA einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen müssen. Im drittletzten Spiel der regulären Saison verlor das Team aus Texas mit 95:107 gegen Ligaprimus Seattle Storm, dabei war Sabally mit 25 Punkten beste Schützin.

Mit einer Bilanz von sieben Siegen und 13 Niederlagen belegen die Wings in der Tabelle Rang acht, können aber bis zum letzten Spieltag am Sonntag noch vom letzten Playoff-Platz verdrängt werden.

07:03 Uhr

Pokal-Suche ist jetzt ein Fall für die Staatsanwaltschaft

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Wo ist der Pokal nur hin?

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Afrika-Cup-Trophäe ist weg. Der Verlust in Ägypten ist nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Man habe die Ermittlungen auf Bitte des Sportministeriums eingeleitet, sagte der Chefankläger der Staatsanwaltschaft, Hamada Al-Sawi, in Kairo. Funktionäre des ägyptischen Fußballverbandes (EFA) hätten seit Bekanntgabe des Verlustes dem Ministerium zufolge widersprüchliche Angaben über den Grund für das Verschwinden gemacht.

  • In der Vorwoche war der Afrika-Cup-Pokal vom EFA als vermisst gemeldet worden. Das Fehlen des Pokals sowie weiterer alter Trophäen sei erst vor kurzem im Laufe von Um- und Aufräumarbeiten des Hauptquartiers aufgefallen, teilte der Verband mit.
  • Man sei "schockiert" über diese Erkenntnis. Die Pokale habe man künftig in einem kleinen Museum am Eingang des Hauptquartiers ausstellen wollen. Eventuell seien sie schon 2013 gestohlen worden, hieß es weiter. Das müsse nun genauer untersucht werden. Damals hatten wütende Fans in Kairo den Sitz des Verbands gestürmt und in Brand gesetzt.
  • Das nordafrikanische Land hatte den Afrika-Cup-Pokal behalten dürfen, nachdem das ägyptische Team ihn 2006, 2008 und 2010 dreimal nacheinander gewonnen hatte.

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06:42 Uhr

Unglückliche Niederlage: Celtics müssen ins Entscheidungsspiel

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Theis spielte einmal mehr stark.

(Foto: dpa)

Trotz eines offensiv erneut starken Daniel Theis haben die Boston Celtics im Play-off-Viertelfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ihren ersten Matchball vergeben. Im sechsten Spiel gegen Titelverteidiger Toronto Raptors unterlag der Rekordmeister nach zweimaliger Verlängerung mit 122:125, damit steht es in der Best-of-Seven-Serie nun 3:3. Das entscheidende Spiel findet am Freitag statt, der Sieger trifft im Halbfinale auf Miami Heat.

  • Theis rettete die Celtics mit den letzten vier Punkten in der regulären Spielzeit zum Spielstand von 98:98 zunächst in die erste Verlängerung. In der zweiten erzielte er sechs weitere seiner insgesamt 18 Zähler und brachte seine Mannschaft zum 117:115 auch letztmals in Führung. Danach aber gelangen den Raptors sechs Punkte nacheinander.
  • Marcus Smart verpasste 1,5 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem missglückten Drei-Punkte-Versuch den Ausgleich für die Celtics.
  • Beste Voraussetzungen für den Einzug ins Halbfinale haben die Los Angeles Clippers. Durch ein 96:85 im vierten Spiel gegen die Denver Nuggets gingen die Kalifornier in ihrer Viertelfinal-Serie mit 3:1 in Führung. Überragender Spieler war Kawhi Leonard, im vergangenen Jahr Meister mit Toronto: Er erzielte 30 Punkte.
  • Bereits am Samstag können die Clippers den Einzug ins Halbfinale gegen den Lokalrivalen Lakers oder die Houston Rockets (Stand: 2:1) perfekt machen.
06:02 Uhr

"Verramscht" Real Madrid seinen einst teuersten Einkauf Bale?

Es verwundert nicht: Zwischen dem walisischen Fußball-Nationalspieler Gareth Bale und Real Madrid stehen die Zeichen auf Trennung. Eine Woche, nachdem Bale geäußert hatte, dass er sich eine Rückkehr in die Premier League vorstellen könne, hat nun sein Verein Real Madrid laut der Tageszeitung "Mundo Deportivo" eine Ablösesumme von 25 Millionen für der 31 Jahre alten Bale ausgerufen.

  • Einst hatte Bale die Königlichen noch 100 Millionen Euro Ablöse gekostet, nun will man ihn - da er von Trainer Zinedine Zidane nur selten in der Stammformation aufgeboten wurde und kaum noch eine Rolle spielte - von der Gehaltsliste streichen.
  • "Die Zeit wird zeigen, was passiert, aber ich glaube, die Entscheidung liegt vor allem in den Händen von Real Madrid", hatte Bale zuvor dem Sender Sky Sport News gesagt.
  • Er hatte den Klub schon vor einem Jahr in Richtung China verlassen wollen. Real habe ihn aber nicht gehen lassen, berichtete der Waliser.