Donnerstag, 11. Juni 2020Der Sport-Tag

22:09 Uhr

Warholm pulverisiert Weltrekord bei "unmöglichen Spielen"

Hürden-Überflieger Karsten Warholm hat bei seinem Heimspiel bei den "Impossible Games" in Oslo einen Weltrekord über 300 Meter Hürden aufgestellt. Der zweimalige 400-Meter-Hürden-Weltmeister aus Norwegen absolvierte die selten gelaufene Distanz in 33,78 Sekunden - Chris Rawlinson hatte die Weltbestmarke im Freien mit 34,48 Sekunden seit 2002 gehalten.

Das Leichtathletik-Meeting in Oslo ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise kein offizieller Teil der bislang komplett ins Wasser gefallenen Diamond League. "Du hast zwei Möglichkeiten - aufgeben oder nach Möglichkeiten suchen", sagte Steinar Hoen. Der Hochsprung-Europameister von 1994 und Osloer Meetingdirektor entschied sich für Letzteres und machte aus den ruhmreichen "Bislett Games" kurzerhand die "Impossible Games", die unmöglichen Spiele.

21:30 Uhr

Premier League macht's wie die Bundesliga

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(Foto: imago images/Sportimage)

Die Premier League wird vor dem Wiederanpfiff der Fußballsaison in England eine Schweigeminute für die Opfer der Coronavirus-Pandemie abhalten. Sowohl vor den beiden Nachholspielen am kommenden Mittwoch als auch vor den Partien des 30. Spieltags am darauffolgenden Wochenende soll die Aktion stattfinden. Ähnlich ist es auch in der deutschen Bundesliga. Außerdem wird auf den Trikots aller Spieler ein herzförmiges Emblem zu sehen sein, um dem Personal des nationalen Gesundheitsdienstes NHS zu danken. Mit den beiden Nachholspielen von Titelverteidiger Manchester City gegen den FC Arsenal und Aston Villa gegen Sheffield United soll die Saison unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ab 17. Juni fortgesetzt werden. Am Freitag, 19. Juni, beginnt der erste komplette Spieltag mit der Partie von Tottenham Hotspur gegen Rekordmeister Manchester United. Der FC Liverpool, mit 25 Punkten Vorsprung Tabellenführer, könnte am Sonntagabend im Lokalderby beim FC Everton Meister werden. Dazu müsste Man City allerdings vorher gegen Arsenal verlieren.

21:00 Uhr

Corona-Verstoß: Hannover 96 streicht fünf Spieler

Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat fünf Profis wegen eines Verstoßes gegen die niedersächsische Corona-Verordnung aus dem Mannschaftstraining genommen. Dies teilte der Bundesliga-Absteiger mit. Dabei handelt es sich um Felipe, Josip Elez, Miiko Albornoz, Sebastian Soto und Simon Stehle, die beim 2:1 am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim nicht im Kader standen. Die Polizei hielt die Fünfergruppe an, nachdem die Spieler die Partie gemeinsam im Fernsehen verfolgt hatten. Alle saßen in einem Auto, ohne Mund- und Nasenschutz. "Alle fünf Spieler, die vorher negativ auf das Corona-Virus getestet worden waren, haben damit unbedacht gegen die aktuelle niedersächsische Corona-Verordnung verstoßen", hieß es in einer Mitteilung des Tabellensechsten. Die Spieler seien erneut negativ auf Covid-19 getestet worden. Ein weiterer Test soll am Samstag stattfinden.

20:27 Uhr

Mit Bernhard Langer: Golf-Tour startet - Schweigeminute für Floyd

Golf-Routinier Bernhard Langer in der dritten Runde der Senior Open in Vorbeck. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

Auf Zuschauer, wie hier im November 2019, müssen Langer und Co. vorerst verzichten.

(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild)

Die millionenschwere PGA Tour der Profigolfer hat nach drei Monaten Corona-Pause wieder den Spielbetrieb aufgenommen. Der US-Amerikaner Ryan Palmer absolvierte am Donnerstag den ersten Abschlag bei der Charles Schwab Challenge im texanischen Fort Worth. In diesem Jahr ist bis auf Superstar Tiger Woods die gesamte Weltelite bei dem mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Turnier anwesend. Auch Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer ist im Colonial Country Club am Start.

Ein 37 Seiten starkes Rückkehr-Konzept regelt den Betrieb auf der lukrativen US-Tour. Die Spieler und deren Caddies werden laufend auf das Coronavirus getestet, die Hygienemaßnahmen sind stark erhöht und Zuschauer dürfen erst gar nicht auf den Golfplatz. Als Zeichen gegen Rassismus wurde um 8.46 Uhr (Ortszeit) in Fort Worth eine Schweigeminute eingelegt, in der die Profis das Spielgeschehen auf dem Platz einstellten und des getöteten Afroamerikaners George Floyd gedachten.

19:55 Uhr

Harry Glickman ist tot

Die Portland Trail Blazers aus der Basketball-Profiliga NBA trauern um ihren Klubgründer Harry Glickman. Der langjährige General Manager der Franchise ist im Alter von 96 Jahren gestorben, das gaben die Trail Blazers bekannt. Glickman hinterlässt seine Ehefrau, drei Kinder und drei Enkelkinder. Glickman, nach seinem Studium als Korrespondent für das Oregon Journal tätig, war die treibende Kraft bei der Klubgründung im Jahr 1970. Er brachte Herman Sarkowsky, Larry Weinberg und Robert Schmertz zusammen, die als erste Besitzer die fällige Gebühr an die NBA zahlten (3,7 Mio. US-Dollar). Bis 1987 war Glickman Manager der Trail Blazers, die 1977 ihren einzigen Titel holten. "Harry war der Inbegriff eines echten Trail Blazers", sagte Chris McGowan, Geschäftsführer des Klubs.

19:25 Uhr

Die F1 kann bald starten: 74-seitiges Hygienekonzept der Fia steht

Ein dicker Katalog zu praktisch allen Bereichen: Der Motorsport hat sich für die Rückkehr in der Corona-Krise mit einem ausführlichen Hygienekonzept gewappnet. Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz, Händewaschen - der Maßnahmenkatalog für die Rückkehr zum Motorsport geht darüber aber noch weit hinaus. Auf insgesamt 74 Seiten hat der Internationale Automobilverband (Fia) die Richtlinien für Veranstaltungen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vorgelegt.Die Maßnahmen betreffen praktisch alle Bereiche an Rennwochenenden. Zunächst werden in der Formel 1 und damit auch in der Formel 2 und Formel 3 die Rennen ohne Zuschauer stattfinden.

Ob Startaufstellung, das obligatorische Siegerpodium oder auch die üblichen Briefings - Änderungen sind möglich, wie genau sie aussehen könnten, wird in dem Maßnahmen-Katalog nicht einzeln ausgeführt. Bilder flanierender Promis aus Show und Sport durch die Startaufstellung zwischen den Autos von Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton von Mercedes und Vierfach-Champion Sebastian Vettel von Ferrari wird es aber vorerst nicht geben. Ähnlich wie im Konzept der Deutschen Fußball Liga beinhaltet der Maßnahmen-Katalog der Fia auch Bereiche wie Kontaktabstand - mindestens zwei Meter -, Hand-Hygiene, Atem-Etikette und Tests, aber auch die Nachverfolgung von Kontaktpersonen mittels technologischer Instrumente unter Einhaltung der Rechtslage.

18:56 Uhr

Frankfurter Basketballer erringen ohne Trainer Krimi-Sieg gegen Vechta

Die Basketballer von Fraport Frankfurt haben mit einer Energieleistung beim Meisterturnier der Bundesliga in München im dritten Spiel ihren ersten Sieg erzwungen. Die Hessen besiegten im Audi Dome in einer bis zur Schlusssirene ausgeglichenen und sehr physischen Partie Rasta Vechta mit 63:59 (31:34) und haben damit weiterhin eine Chance auf den Einzug in die Playoff-Spiele. Die Frankfurter mussten in der zweiten Hälfte ohne ihren Trainer Sebastian Gleim auskommen, der wegen zu heftigen Reklamierens Ende des zweiten Viertels die Coaching-Zone verlassen musste. Topscorer beim Sieger war der nachverpflichtete Deutsch-Kubaner Yorman Polas Bartolo mit 16 Punkten. Bei Vechtas zweiter Turnierniederlage war der US-Amerikaner Trevis Simpson mit 19 Zählern erfolgreichster Werfer. Im zweiten Spiel der Gruppe B treffen am Abend die ebenso wie Alba Berlin schon für das Viertelfinale qualifizierten MHP Riesen Ludwigsburg auf Brose Bamberg. In Gruppe A stehen ratiopharm Ulm und der deutsche Meister FC Bayern München als Playoff-Teilnehmer fest.

17:53 Uhr

Berliner Senat macht Weg frei für DFB-Pokalfinale mit Fans

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Ein Megafon braucht Thomas Müller dieses Jahr wohl nicht, aber ein paar Fans würde er beim Pokalfinale vielleicht trotzdem zurufen können.

(Foto: imago images / ULMER Pressebildagentur)

Nach derzeitiger Rechtslage könnten beim DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen wenige Hundert Zuschauer im Berliner Olympiastadion zugelassen werden - das aber nur unter sehr strengen, für ein Fußballspiel logistisch schwer zu erfüllenden Auflagen. "Es gilt nach wie vor die Eindämmungsmaßnahmenverordnung: § 4 Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen; im Zusammenhang mit § 1 der Verordnung über das Verbot von Großveranstaltungen. Darüber können wir uns als Sportverwaltung nicht hinwegsetzen", teilte ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung auf Anfrage mit. Laut Corona-Verordnung dürfen trotz Verbots für öffentliche Veranstaltungen ab dem 30. Juni 2020 "sonstige Veranstaltungen und Zusammenkünfte" unter freiem Himmel mit bis zu 1000 Personen in der Hauptstadt stattfinden.

Das Pokalfinale findet am 4. Juli im Olympiastadion statt. Über die Besucher müsste unter anderem eine Anwesenheitsdokumentation mit Informationen zur Kontaktnachverfolgung geführt werden, die bei einer Einlasskontrolle unter den gängigen Abstandsregeln zu erfolgen hätte. Laut Berliner Senat ist für einen Vorstoß für Fans im Stadion der Deutsche Fußball-Bund als Veranstalter am Zug.

17:07 Uhr

Ex-Leichtathletik-Boss Diack gesteht vor Gericht Hilfe für russische Doper ein

Der frühere Leichtathletik-Weltverbandspräsident Lamine Diack hat sich vor einem Pariser Strafgericht zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP räumte der 87-jährige Senegalese in weiten Teilen ein, entschieden zu haben, Disziplinarverfahren gegen gedopte russische Athleten zurückzusetzen. Es sei ihm vor allem um die finanzielle Gesundheit des früheren Weltverbandes IAAF (heute World Athletics) gegangen, zitierte ihn die Agentur.

Die Enthüllung so vieler Fälle auf einmal hätte einen Skandal ausgelöst und die Verhandlungen mit den Sponsoren belastet. "Die finanzielle Gesundheit der IAAF musste gesichert werden, und ich war bereit, diesen Kompromiss einzugehen", begründete Diack. Durch die Verzögerung konnten Athleten etwa noch an den Olympischen Spielen 2012 in London teilnehmen. Diack ist wegen Betrugs, Korruption, Veruntreuung und Geldwäsche angeklagt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Diack, der von 1999 bis 2015 IAAF-Chef war, direkt oder indirekt 3,45 Millionen Euro (3,9 Millionen Dollar) von Athleten, die des Dopings verdächtigt waren, erpresst haben. Daran will Diack allerdings nicht beteiligt gewesen sein.

16:33 Uhr

Corona und Anti-Rassismus-Proteste: Kyrgios findet US-Open "egoistisch"

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Spielt er mit, falls die US Open stattfinden? Nick Kyrgios würde wohl eher absagen.

(Foto: imago images / Icon SMI)

Tennis-Star Nick Kyrgios hat die geplante Durchführung der US Open angesichts der drängenden gesellschaftlichen Probleme kritisiert. "Die ATP will die US Open spielen lassen. Das ist egoistisch angesichts dessen, was dort gerade vor sich geht", schrieb der australische Profi bei Twitter. "Es geht um die Corona-Pandemie, aber auch um die Ausschreitungen", ergänzte Kyrgios mit Bezug auf die Anti-Rassismus-Proteste nach dem Tod von George Floyd. "Wir müssen diese Herausforderungen gemeinsam überwinden, bevor das Tennis zurückkehrt." Der Spielbetrieb ruht seit Mitte März. Die US Open sollen unter strengen Hygiene- und Quarantäne-Auflagen ab dem 31. August in New York ausgetragen werden. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat wegen der "extremen" Maßnahmen einen Startverzicht angedeutet. Der Tennisverband der USA (USTA) will am Montag eine Entscheidung bekanntgeben. Sicher ist bereits, dass keine Zuschauer zugelassen wäre, sollte tatsächlich gespielt werden.

16:05 Uhr

Türkei will weiter das Champions-League-Finale in Istanbul

Die Türkei glaubt immer noch an das Champions-League-Finale in Istanbul, obwohl die Europäische Fußball-Union (Uefa) andere Optionen prüft. "Ich habe keine Zweifel daran, dass das Spiel in der Türkei stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, am 17. Juni eine positive Nachricht zu erhalten", sagte Sportminister Mehmet Kasapoglu bei TRT Sport. Am 17. bzw. 18. Juni will das Uefa-Exekutivkomitee auf seiner Sitzung eine Entscheidung fällen.

In den Medien kursieren Berichte über Pläne für ein Finalturnier an einem Ort, möglicherweise in Madrid oder Lissabon. Frankfurt scheint aus dem Rennen zu sein. "Wir beobachten das sorgfältig", sagte Kasapoglu. 15 Jahre nach dem legendären Sieg des FC Liverpool über den AC Mailand nach 0:3-Rückstand sollte das neuerliche Finale in der türkischen Metropole am 30. Mai gespielt werden. Die Corona-Pandemie hat dies verhindert.

15:35 Uhr

Rassistisches Snapchat-Video: Dele Alli für ein Spiel gesperrt

Der englische Fußball-Nationalspieler Dele Alli wird den Wiederanpfiff in der englischen Premier League in der kommenden Woche verpassen. Alli ist wegen eines als rassistisch eingestuften Videos in sozialen Medien vom englischen Fußballverband (FA) für ein Spiel gesperrt worden. Damit fehlt er seinen Spurs am nächsten Freitag beim ersten Heimspiel nach der Corona-Pause gegen Manchester United. Außerdem muss der Profi von Tottenham Hotspur eine Geldstrafe von 50 000 Pfund (ca. 56 000 Euro) bezahlen und an einem Aufklärungskurs teilnehmen.

Der 24-Jährige hatte Anfang Februar auf der Plattform Snapchat einen kurzen Videoclip vom Flughafen veröffentlicht, in dem er einen Scherz mit Bezug zum Coronavirus über einen asiatisch aussehenden Mann machte. Alli hatte den Clip nach kurzer Zeit gelöscht und sich dafür entschuldigt. Eine unabhängige Kommission kam nun allerdings zu dem Entschluss, der Mittelfeldspieler habe dem Ansehen des Fußballs geschadet und gegen FA-Regeln verstoßen, weil er sich in seinem Video auf die Hautfarbe oder ethnische Herkunft bezog. In der Urteilsbegründung stellte die FA klar, dass es nicht darum gegangen sei, Alli als Rassist darzustellen. Vielmehr habe er "ohne ausreichend nachzudenken" einen missglückten Scherz gemacht und dabei einen "inakzeptablen rassistischen Stereotyp" bedient.

13:55 Uhr

Joshua Kimmich gibt's demnächst in einer 150-Kilo-Version

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Um Kimmich möglichst korrekt abzubilden, wurden 260 Messungen durchgeführt und 150 Fotos ausgewertet.

(Foto: dpa)

Joshua Kimmich gibt es künftig auch als Wachsfigur zu sehen: Das 150 Kilogramm schwere Ebenbild des Profis vom FC Bayern soll ab Juni 2021 im Madame Tussauds in Berlin ausgestellt werden. Um Kimmich möglichst korrekt abzubilden, wurden 260 Messungen durchgeführt und 150 Fotos ausgewertet. "Es ist sehr schön, wenn bald so eine Wachsfigur in Berlin stehen wird. Das heißt, dass man was geleistet hat, dass die Leute sich für einen interessieren", sagte Kimmich, der sich unter anderem neben Oliver Kahn und Cristiano Ronaldo einreihen wird. Ulf Tiedemann, Marketingleiter des Wachsfigurenkabinetts, sagte, die Wahl sei nach einer Abstimmung unter den Besuchern auf Kimmich gefallen.

13:25 Uhr

War's das für den FC Bayern? Havertz verhandelt offenbar mit Chelsea

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Bald blau statt rot?

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Ein möglicher Wechsel von Kai Havertz zum FC Chelsea rückt näher: Laut "Sport Bild"-Reporter Christian Falk verhandelt der Nationalspieler mit den Blues und kann sich einen Wechsel nach London vorstellen. An Havertz sind demnach allerdings weiterhin Real Madrid, der FC Barcelona, der FC Bayern, Manchester United und Newcastle United, das dank seiner neuen Besitzer im Geld schwimmt, interessiert. Kommt ein Wechsel des 21-Jährigen zu Chelsea wirklich zustande, trifft er beim Tabellenvierten der Premier League wohl auch auf seinen DFB-Kollegen Timo Werner. Der Angreifer von RB Leipzig soll ebenfalls vor einem Wechsel zu Chelsea stehen.

Alle Gerüchte rund um Kai Havertz finden Sie übrigens hier!

12:51 Uhr

Ibrahimovic und Co. protestieren gegen Milans Geschäftsführer

Beim AC Mailand hängt der Haussegen schief. Kurz vor dem Restart der Saison mit dem Pokal-Halbfinale gegen Juventus Turin am Freitag ist der Protest der Spieler um den schwedischen Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic gegen Geschäftsführer Ivan Gazidis laut geworden. Dem Südafrikaner, der seit 2018 an der Spitze der "Rossoneri" ist, wird vorgeworfen, sich über zwei Monate nicht mehr auf dem Vereinsgelände gezeigt zu haben und erst 48 Stunden vor dem Pokal-Halbfinale erschienen zu sein. Verhandlungen für die Erneuerung mehrerer Verträge, die am 30. Juni ablaufen, hätten nicht einmal begonnen, protestierten die Spieler. Wie italienische Medien berichteten, äußerte sich auch Ibrahimovic deutlich dazu. Der Vertrag des Schweden läuft ohnehin nur noch bis Ende Juni. Gazidis ist seit Monaten umstritten, unter anderem wegen seiner Kontakte zum ehemaligen Leipziger Bundesligacoach Ralf Rangnick, der als Ersatz für Trainer Stefano Pioli in der kommenden Saison infrage kommen soll.

12:09 Uhr

"Fassungslos" - Mönchengladbach im Shitstorm der Rassisten

Borussia Mönchengladbach bezieht nach niederschmetternden Reaktionen auf ein Social-Media-Video nochmals Position gegen Rassismus. "Am vergangenen Freitag haben wir gemeinsam mit Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Köln ein Video gegen Rassismus veröffentlicht. (...) Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück", schrieb der Verein auf seiner Homepage. Die Bearbeitung der "vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare" dauere an. "Wir sind dankbar, dass die Mehrzahl unserer Fans versucht, diesen Menschen mit Vernunft und Fakten entgegen zu treten - das gibt uns Hoffnung. Leider gibt es aber auch eine Menge Menschen, die die Menschlichkeit vermissen lassen. Diese Rassisten und Hetzer werden wir auf unseren Kanälen zukünftig noch rigoroser sperren. Die Borussia stehe für Toleranz, Respekt und Anti-Rassismus: "Wir schämen uns abgrundtief für jeden  'Fan', der eine andere Auffassung vertritt. Vereinsmitglieder, die diesen Werten von Borussia Mönchengladbach entgegenstehen, fordern wir auf, die Mitgliedschaft zu kündigen."

11:37 Uhr

Pöbelboxer Fury bekommt seinen Mega-Fight gegen Joshua

Spätestens seit Tyson Furys Demontage von K.o.-Monster Deontay Wilder am 22. Februar sehnt die Boxwelt ein Duell des "Gypsy Kings" mit seinem Schwergewichts-Konterpart Anthony Joshua herbei. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung. "Es ist offiziell. Fury gegen Joshua ist für nächstes Jahr bestätigt", verkündete Fury bei Twitter. Den Kampf bestätigte auch Joshuas Manager Eddie Hearn bei "Sky Sports". Es gebe Einigkeit über die Fights, offen seien noch die Austragungsorte und Termine. Verträge wurden bislang nicht unterzeichnet. Vorher stehen für beide Boxer nämlich noch andere Aufgaben an: Fury ist vertraglich zu einer Revanche gegen Wilder verpflichtet. Joshua muss Pflichtherausforderer Kubrat Pulev aus dem Weg räumen. Beide Kämpfe sollen im Herbst stattfinden. Der britische Clash um die Meisterschaft aller Klassen soll nach Furys Willen 2021 stattfinden – und das nicht nur einmal. "Es kommen zwei AJ-Fights, denn er wird ein Rematch wollen, wenn ich ihn verhaue."

11:06 Uhr

Laut Medien: Zwanziger und Co. sollen für Prozesskosten zahlen

Die früheren Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes sollen nach dem Willen der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) die Kosten des geplatzten Sommermärchen-Prozesses tragen. Laut verschiedenen Medienberichten fordert die BA zudem Schadenersatzzahlungen von den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie von Ex-Generalsekretär Horst R. Schmidt. Alle drei waren Angeklagte in dem Prozess, der Ende April gescheitert war. "Das ist der Abgesang von Verlierern, der Versuch der Schweizer BA, einen verlorenen Fall im Nachhinein zu kaschieren, damit man nicht völlig ohne Hose dasteht. Wir sind laut Gesetz unschuldig", sagte Zwanziger der "Bild".  Laut der Zeitung wirft die BA Zwanziger eine "systematische Prozessverschleppung" und eine "missbräuchliche Ausübung von Druck auf die Verfahrensleitung durch Androhung und Einreichung von haltlosen Strafanzeigen" vor. Zwanziger bezeichnete die Anschuldigungen als "lächerlich".

10:00 Uhr

Barca will wohl "ein paar Spieler" für Havertz tauschen

Der frühere Manager Reiner Calmund ist überzeugt, dass sein Ex-Klub Bayer Leverkusen Kai Havertz nicht für weniger als 100 Millionen Euro gehen lässt. "Der Transfermarkt wird sich etwas beruhigen und die Leverkusener haben die Vorstellung 100 Millionen für ihn zu kassieren. Die Leverkusener Dreifaltigkeit hat entschieden, wir verkaufen den nicht für einen billigeren Preis", sagte der 71-Jährige bei "RTL". Auch vom Interesse des spanischen Top-Klubs FC Barcelona wisse der Ex-Funktionär. Für die Katalanen würde eine Havertz-Verpflichtung aber "nicht möglich sein, die haben nicht genügend Kohle. Ich weiß von Entscheidungsträgern aus Barcelona, dass man den gerne hätte, aber dass man dafür gerne ein paar Spieler eintauschen würde. Diese Spieler haben hohe Gehaltsforderungen, das wird Bayer Leverkusen nicht mitmachen."

09:02 Uhr

US-Fußball kippt Protestverbot bei der Hymne: Knien wieder erlaubt

Mitglieder der US-Nationalmannschaften dürfen während der Hymne wieder friedlich protestieren und sich beispielsweise hinknien. Der Fußballverband der USA kippte ein entsprechendes Verbot und entschuldigte sich insbesondere bei seinen schwarzen Spielerinnen und Spielern. "Es ist klar geworden, dass diese Regel falsch war und von der wichtigen Botschaft, dass schwarze Leben wichtig sind, abgelenkt hat", heißt es in einer Stellungnahme. "Der Sport hat eine starke Plattform für das Gute und wir haben diese Plattform nicht so effektiv genutzt, wie wir das hätten tun sollen. Wir können bei diesen speziellen Themen mehr tun, und das werden wir." Eingeführt wurde die Regel 604-1 im Februar 2017, nachdem Spielführerin Megan Rapinoe sich aus Solidarität mit Footballspieler Colin Kaepernick ebenfalls bei der Hymne hingekniet hatte. Damit wollten beide gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze demonstrieren.

08:26 Uhr

Der Sport tötete alle Freunde von Sir Stewart

 

07:39 Uhr

Mercedes-Star Bottas lacht über Vettel-Gerüchte

Formel-1-Pilot Valtteri Bottas fühlt sich durch die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Sebastian Vettel zu Mercedes nicht unter Druck gesetzt. "Es ist jedes Jahr das Gleiche", sagte der Finne bei Sky Sports. "Ich finde es ziemlich lustig, dass Leute meinen Platz einnehmen sollen, obwohl noch kein Saisonrennen gefahren ist. Das bringt mich zum Lachen!" Vettel wird Ferrari nach dem Ende der noch nicht gestarteten Saison 2020 verlassen. Wohin es den viermaligen Weltmeister zieht, ist unklar. Zuletzt war über einen Wechsel zu den Silberpfeilen spekuliert worden, laut Motorsportchef Toto Wolff ist Vettel ein "Außenseiterkandidat" auf ein Mercedes-Cockpit. Der 30 Jahre alte Bottas, der im Falle eines Vettel-Wechsels seinen Platz beim Weltmeister-Rennstall wohl räumen müsste, konzentriert sich aber lieber auf das erste Saisonrennen in Österreich am 5. Juli.

07:01 Uhr

Heute vor 65 Jahren: Das brutale Inferno von Le Mans

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Das Inferno von Le Mans.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Wer am falschen Ort war, hatte nicht den Hauch einer Chance. Der Mercedes des Franzosen Pierre Levegh schlug als silbernes Geschoss brutal auf der Tribüne ein. Umherfliegende Trümmerteile töteten Dutzende Menschen, der Tank explodierte und löste ein Inferno aus, Levegh wurde aus seinem Boliden geschleudert und starb vor den Augen seiner Frau. Insgesamt 84 Menschen fanden am 11. Juni 1955 in Le Mans den Tod, es war die größte Katastrophe der Motorsportgeschichte. Heute unvorstellbar: Die Hatz über 24 Stunden im Department Sarthe ging einfach weiter. Während Menschen auf den Zuschauerrängen hemmungslos weinten, ihre Verwandten und Freunde in dem Inferno suchten, ging der Sieg an Jaguar mit den Briten Ivor Bueb und Mike Hawthorn am Steuer. Hawthorn war es, der nach gut zwei Rennstunden mit einem riskanten Überhol- und anschließendem Bremsmanöver die fatale Kettenreaktion auslöste.

06:39 Uhr

Magdeburg schmeißt "Pele" Wollitz raus

1. FC Magdeburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Claus-Dieter Wollitz getrennt. Nur einen Tag nach der Auswärtsniederlage bei Hansa Rostock (1:3) wurde der 54-Jährige vom Klub freigestellt, Thomas Hoßmang (53) übernimmt die Mannschaft bis zum Saisonende. "Wir befinden uns weiterhin in einer sportlich bedrohlichen Situation und haben uns deshalb aufgrund der sportlichen Entwicklung seit Restart entschlossen, eine Veränderung in der sportlichen Leitung des Teams vorzunehmen", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik, der künftig in Personalunion auch die Funktion des Sportlichen Leiters einnehmen wird. Unter Wollitz, der den Trainerposten am 1. Januar als Nachfolger von Stefan Krämer angetreten hatte, holte Magdeburg nach dem Restart vier Punkte aus vier Spielen.

05:57 Uhr

Bayern-Trainer Flick kritisiert Ansetzungen im DFB-Pokal

Nach dem mühsamen Einzug in das DFB-Pokalfinale hat Bayern-Trainer Hansi Flick die Terminierung durch den Deutschen Fußball-Bund kritisiert. "Normalerweise diskutiere ich die Spiel-Ansetzungen wenig, weil man eh nichts tun kann", sagte der Chefcoach des Rekordmeisters nach dem 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt in der ARD. Er finde es jedoch "unglücklich", zwischen zwei Bundesliga-Partien wie gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag und gegen Borussia Mönchengladbach an diesem Samstag ein Pokalspiel bestreiten zu müssen. "Vielleicht hätte man so ein Halbfinale, ähnlich wie es die Champions League plant, auch nach der Runde machen können, um sich erst einmal komplett auf die Meisterschaft zu konzentrieren", sagte Flick. Er habe dies auch von Anfang an intern so gesagt, "aber leider ist beim DFB keiner auf die Idee gekommen, das umzusetzen. Das ist so, das muss man hinnehmen."