Donnerstag, 12. Januar 2023Der Sport-Tag

21:34 Uhr

Familie verabschiedet sich mit emotionaler Todesanzeige von Rosi Mittermaier

Eine Woche ist der Tod von Deutschlands Ski-Ikone Rosi Mittermaier her. Ihr Sohn Felix Neureuther verabschiedete sich schon vor einigen Tagen rührend via Instagram von seiner Mama, jetzt hat das auch die ganze Familie öffentlich getan – mit einer emotionalen Todesanzeige in der "Süddeutschen Zeitung". Die Traueranzeige von Ehemann Christian Neureuther und den Kindern Felix und Amelie sowie deren Ehepartnern und Kindern beginnt mit einem Zitat aus dem zeitlosen Klassiker "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.

Hast du Angst vor dem Tod?, fragt der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.

Berührende Zeilen, die den Charakter Rosi Mittermaiers wohl perfekt beschreiben. Denn gelebt hat sie nicht nur auf der Ski-Piste, wo sie bei Olympia-Gold gewann, sondern vor allem für andere.

20:46 Uhr

Trunkenheitsfahrt: Ex-Bundesliga-Star festgenommen

Der frühere Bundesliga-Profi Joelinton vom Premier-League-Klub Newcastle United ist wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde der ehemalige Stürmer der TSG Hoffenheim in der Nacht zu Donnerstag gegen 1.20 Uhr Ortszeit von der Polizei angehalten. Nun wurde der 26-Jährige "wegen Fahrens mit einer Überschreitung der vorgeschriebenen Alkoholgrenze angeklagt", sagte ein Sprecher der Polizei. Joelinton soll am 26. Januar vor einem Gericht in Newcastle erscheinen. Noch am Dienstag hatte der Brasilianer, der 2019 für 44 Millionen Euro von der TSG nach England gewechselt war, seinen Verein mit einem Treffer gegen Leicester City (2:0) ins Halbfinale des League Cups geschossen.

20:10 Uhr

Handball-Ikone Kraus: "WM-Halbfinale ist absolut realistisches Ziel"

"Wir haben keinen Superstar - das ist auch nicht nötig", so der ehemalige Handball-Weltmeister Michael "Mimi" Kraus. Er persönlich glaubt, dass die deutsche Mannschaft das Halbfinale der anstehenden WM meistern wird und gibt für das erste Spiel zu bedenken: "Bei Katar weißt du nie, was auf dich zukommt."

19:41 Uhr

Turnier zurückgegeben: Ungarn ist EM-Ausrichtung zu teuer

Ungarn zieht sich aus finanziellen Gründen als Mitveranstalter der 2024 anstehenden Handball-Europameisterschaft der Frauen zurück. Das teilte der Kanzleramtsminister der Regierung in Budapest, Gergely Gulyas, bei einer Pressekonferenz mit, wie ungarische Medien berichteten. Die mit der EM verbundenen Kosten wären demnach "so hoch gewesen, dass Ungarn sich zurückzieht". Welche Summe Ungarn damit einspart, sagte Gulyas nicht. Nun bleiben als Veranstalter der Handball-EM wie geplant Österreich und die Schweiz übrig.

Ungarns Staatsfinanzen leiden derzeit unter Einbußen durch Energiekrise und Inflation sowie durch die Ende letzten Jahres in Brüssel beschlossene Blockade von EU-Fördermitteln in erheblichem Umfang. Wegen der Sorge, dass Gelder in Ungarn wegen unzureichender Korruptionsbekämpfung veruntreut werden, wurden bis auf Weiteres 6,3 Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt blockiert. Auf Eis gelegt wurden zudem 5,8 Milliarden Euro an Corona-Hilfen.

19:03 Uhr

WM-Irrsinn: Schwedens Handballer fahren 300 Meter Bus vom Hotel zur Halle - fürs TV!

Handball-Europameister Schweden fährt bei der Heim-Weltmeisterschaft mit dem Bus zu den Spielen in Göteborg - obwohl das Drei-Kronen-Team nur 300 Meter von der Halle entfernt wohnt. "Das hat mit dem Fernsehen zu tun. Die möchten Bilder davon haben, wie wir aus dem Bus steigen", sagte Schwedens Trainer Glenn Solberg der Zeitung "Aftonbladet". Der Co-Gastgeber der Endrunde trifft in der Gruppe C auf Brasilien, Uruguay und Kap Verde. Die nicht gerade umweltfreundliche Regelung gilt übrigens nur bei der Anreise zu den Partien. Nach den Spielen und zum Training dürfen die Spieler zu Fuß gehen. Für die Skandinavier ist das Ganze nicht neu. Bei der EM im Vorjahr musste der spätere Titelträger in Bratislava wegen der TV-Bilder ebenfalls mit dem Bus zu den Spielen fahren - obwohl sich das Teamhotel direkt im Komplex der Arena befand.

18:35 Uhr

FIFA eröffnet Verkauf der TV-Rechte für WM erst sechs Monate vor erstem Spiel

Nur sechs Monate vor Beginn der Frauen-WM hat der Fußball-Weltverband FIFA mit der Ausschreibung der TV-Rechte für den deutschen Markt begonnen. Gebote müssen nach Angaben der FIFA bis zum 14. Februar um 10 Uhr abgegeben werden. Bisher liefen die Übertragungen hierzulande bei ARD und ZDF.

Die WM in Australien und Neuseeland beginnt am 20. Juli. Die DFB-Frauen spielen in der Vorrunde gegen Marokko, Kolumbien und Südkorea. Wegen der Zeitverschiebung laufen die Übertragungen in Deutschland am Vormittag.

Die TV-Berichterstattung von der Frauen-EM in England war im Vorjahr äußerst erfolgreich. Die Live-Übertragung vom Finale zwischen Deutschland und England in der ARD war mit 17,952 Millionen TV-Zuschauern die am meisten gesehene Fernsehsendung des gesamten Jahres.

17:52 Uhr

"Erbärmlich"? Australien sagt Spiel wegen Taliban ab

Australiens Kricket-Verband hat ein Spiel der Ein-Tages-Serie gegen Afghanistan abgesagt. Als Grund nannte Cricket Australia (CA) nach Rücksprache mit den Beteiligten einschließlich der australischen Regierung die weiteren Pläne der herrschenden Taliban mit Blick auf die Frauenrechte.

"Diese Entscheidung folgt auf die jüngste Ankündigung der Taliban, die Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen weiter einzuschränken und ihnen den Zugang zu Parks und Sporthallen zu verwehren", heißt es in einer Erklärung: "CA setzt sich dafür ein, das Spiel für Frauen und Männer auf der ganzen Welt zu fördern, auch in Afghanistan." Dort ist Kricket die populärste Sportart. Der afghanische Verband bezeichnete die Absage in einer Erklärung als "unfair" und "erbärmlich" und zeigte sich "extrem enttäuscht".

Das Team sollte im März nach einer Indien-Reise noch in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegen Afghanistan spielen. Australien büßt für die Absage 30 Punkte ein, die zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft zählen. Die automatische Qualifikation für das 50-Over-Turnier in Indien im Oktober ist jedoch bereits gesichert.

17:22 Uhr

Frankfurt zu 146.000 Euro Geldstrafe verurteilt

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Geldstrafe in Gesamthöhe von 146.000 Euro belegt worden. Davon kann der Verein bis zu 48.700 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Grundlage dafür sind insgesamt sechs Vergehen der Fans des Europa-League-Siegers, die in Partien der Bundesliga und des DFB-Pokals durch den massiven Einsatz von Pyrotechnik und durch unerlaubtes Betreten des Spielfeldes negativ aufgefallen waren.

16:45 Uhr

100 Millionen mehr als Ronaldo? Klub plant irren Messi-Transfer

Mit der Verpflichtung des zuvor vereinslosen Superstars Cristiano Ronaldo ist dem saudi-arabischen Vorzeigeklub Al Nassr der Transfer-Coup des bisherigen Winters geglückt. Laut jüngsten Medienberichte aus Spanien plant jetzt ausgerechnet der Stadtrivale Al Hilal einen Transfer, der den CR7-Deal noch einmal deutlich in den Schatten stellen könnte. Wie die "Mundo Deportivo" vermeldet, soll der Erstligist Al Hilal, der ebenfalls in der saudischen Hauptstadt Riad beheimatet ist, eine Offerte für Lionel Messi vorbereiten.

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Der Sportzeitung zufolge soll dem argentinischen Weltmeister nämlich ein Vertrag vorgelegt werden, der ihm ein jährliches Einkommen von 300 Millionen Euro garantiert. Schon das 200-Millionen-Jahressalär von Cristiano Ronaldo hatte zuletzt alle bisherigen Maßstäbe gesprengt.

Allzu unwahrscheinlich scheint der Gedanke nicht, Lionel Messi ab dem Sommer wieder vereint mit Cristiano Ronaldo in einer Meisterschaft agieren zu sehen. Schließlich wirbt der mehrfache Weltfußballer schon seit längerem für den Wüstenstaat und ist Gesicht der internationalen Tourismus-Kampagne "VisitSaudi". Sein Vertrag bei Paris Saint-Germain endet nach dieser Saison.

16:28 Uhr

"Nicht der Alterspräsident": Was Groetzki von der WM erwartet

Patrick Groetzki räumt der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden (11. bis 29. Januar) gute Chancen auf einen erfolgreichen Turnierverlauf ein. "Das Ziel ist, ohne Punktverlust durch die Vorrunde zu kommen", sagte der Rechtsaußen der "Süddeutschen Zeitung": "Dann traue ich unserer Mannschaft sehr viel zu."

  • Innerhalb des Teams herrsche eine Atmosphäre, "in der jeder das Gefühl hat, dass er etwas sagen kann", sagte Groetzki.
  • Mit seiner siebten Teilnahme wird er zum deutschen WM-Rekordspieler aufsteigen. Sein Länderspieldebüt gab er bereits 2009. "Es fühlt sich auf jeden Fall nicht so an, dass das nun schon fast 13 Jahre sein sollen", sagte er: "Ich fühle mich auch nicht wirklich wie der Alterspräsident."
15:51 Uhr

"Traudl" Hecher ist tot

Der österreichische Skisport trauert um seine Legende Waltraud "Traudl" Hecher. Die zweimalige Olympia-Dritte verstarb bereits am Dienstag im Alter von 79 Jahren. Das teilte Hechers Familie mit. Hecher war in den 1960er-Jahren eine der erfolgreichsten Skirennläuferinnen der Welt. Ihre größten Erfolge feierte die Tirolerin jeweils mit Abfahrtsbronze bei den Winterspielen 1960 und 1964. Ihr erster Coup im Alter von gerade einmal 16 Jahren war eine echte Überraschung.

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Hecher in den 1960er Jahren.

(Foto: imago/Pressefoto Baumann)

Sie gewann kurz vor Einführung des Weltcups über 50 internationale Rennen und im österreichischen Ski-Mekka Kitzbühel eine der damals noch von Frauen bestrittenen Abfahrten. Mit erst 24 Jahren beendete sie 1967 zum Abschluss der Premierensaison im Weltcup ihre Karriere.

Zwei ihrer drei Kinder folgten Hechers Spuren. Elisabeth Görgl wurde nach WM-Bronze 2009 (Super-Kombination) 2011 in Garmisch-Partenkirchen Doppelweltmeisterin (Abfahrt, Super-G), nachdem sie 2010 in Vancouver wie einst ihre Mutter zweimal Olympiabronze (Abfahrt, Riesenslalom) gewonnen hatte. Sohn Stephan Görgl gewann zwei Weltcup-Rennen.

15:15 Uhr

Altersdiskriminierung: Gerichtstermin zwischen DFB und Ex-Schiri Gräfe verschoben

Die Fortsetzung im Prozess des früheren Bundesliga-Schiedsrichters Manuel Gräfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verzögert sich. Wie das Landgericht Frankfurt mitteilte, wird der nächste Termin im Verfahren wegen Altersdiskriminierung um eine Woche auf den 25. Januar 2023 verschoben.

Beim Prozessauftakt am 16. November 2022 hatten Gräfe und der DFB unter Leitung von Richter Wilhelm Wolf keine gütliche Einigung erzielen können, sämtliche Versuche zur Aushandlung eines Vergleichs scheiterten. Hauptgrund dafür war die Anerkennung der Gründe für die ausbleibende Nominierung Gräfes für die Schiedsrichterliste der Saison 2021/22.

Die Gräfe-Seite forderte für eine gütliche Einigung einen Passus, wonach die Entscheidung, Gräfe nicht mehr einzusetzen, auf seinem Alter beruht. Der DFB lehnte dies entschieden ab und betonte, dass das Alter überhaupt keine Rolle gespielt hat. Generell gebe es "statuarisch" gar keine Altersgrenze. Gräfe hatte trotz einer Protestwelle aus der Bundesliga seine Karriere als Schiedsrichter am Ende der Saison 2020/2021 nach 289 Einsätzen im Oberhaus mit 47 Jahren beenden müssen. Auch in den Jahrzehnten zuvor hatte kein Referee länger in der Bundesliga gepfiffen.

14:36 Uhr

Bericht: Man United kauft Ex-Wolfsburger aus Leihvertrag

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wechselt der niederländische Fußballprofi Wout Weghorst bis zum Ende der Saison zu Manchester United. Der frühere Wolfsburger steht bis 2025 beim FC Burnley in der zweiten englischen Liga unter Vertrag, ist zurzeit aber an Besiktas Istanbul ausgeliehen.

Die Red Devils sollen eine Entschädigung in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro an den türkischen Hauptstadtklub zahlen, um die Leihe des 30 Jahre alten Stürmers vorzeitig zu beenden. Der Nationalspieler, der nun an United ausgeliehen werden soll, sorgte bei der WM in Katar mit zwei Toren gegen den späteren Weltmeister Argentinien für Aufsehen. Das Viertelfinale ging nach einem spektakulären Freistoßtrick zum 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit noch in die Verlängerung.

13:55 Uhr

Wegen Djokovic: Australian Open drohen Fans mit Rauswurf

Die Veranstalter der Australian Open wollen Tennis-Superstar Novak Djokovic unbedingt vor Anfeindungen aus dem Publikum schützen. Laut Turnier-Direktor Craig Tiley droht Zuschauern, die den Serben bei dem Grand-Slam-Klassiker in Melbourne ausbuhen oder anderweitig zum Ziel von Unmutsbekundungen machen, der Rauswurf. "Wenn sie den Spaß der anderen stören - dann sind sie sofort raus. Sie können wegbleiben oder wir werden sie rausschmeißen", sagte Tiley der "Herald Sun".

  • Der Australian-Open-Chef appellierte an die Fans, "respektvoll" zu sein. "Ich mag es sehr, dass in Melbourne sportliche Leistungen wertgeschätzt werden. Ich glaube sogar mehr als anderswo in Australien. Und ich erwarte, dass die Zuschauer das auch zu schätzen wissen", so Tiley.
  • Djokovic hatte 2022 rund um die Australian Open für großen Wirbel gesorgt. Weil er eine Impfung gegen das Coronavirus verweigert, wurde sein Visum für ungültig erklärt. Er wurde schließlich vor Turnierstart des Landes verwiesen.

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13:13 Uhr

Nach Pokal-Blamage: Guardiola kündigt "lächerliche" Ideen an

Pep Guardiola hatte keine Lust auf Schönrederei. "Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Wir haben nicht gut gespielt", sagte der Startrainer nach dem blamablen Aus von Manchester City im Viertelfinale des englischen Fußball-Ligapokals gegen Premier-League-Schlusslicht FC Southampton: "Wir waren nicht vorbereitet."

Ohne Stars wie Erling Haaland und Kevin de Bruyne in der Startelf, die bereits drei Tage zuvor beim 4:0-Sieg in der dritten FA-Cup-Runde gegen den FC Chelsea geschont worden waren, setzten sich die Skyblues vor dem prestigeträchtigen Stadtderby unter Druck. In der Liga beträgt der Rückstand auf Tabellenführer FC Arsenal vor dem Duell am Samstag (13.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) mit Manchester United bereits fünf Punkte. Guardiola kündigte Veränderungen an - mit ungewöhnlichen Worten: "Ich habe ein paar Ideen und Gedanken - lächerliche für ein Spiel gegen United."

12:07 Uhr

"Geht um Konsequenz": Schiris sollen Zeitspiel und Unsportlichkeit schärfer ahnden

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Schiedsrichter und Assistenten der 1. und 2. Bundesliga in einem sechstägigen Trainingslager an der Algarve angewiesen, Unsportlichkeiten und Zeitspiel stärker in den Blick zu nehmen. Dafür seien die Referees "nochmal sensibilisiert" worden, teilte der Sportliche Leiter Peter Sippel bei DFB-TV mit. Dies sei aber "kein großer Richtungswechsel", es gehe um die Konsequenz.

Die 70 Unparteiischen - Schiedsrichterinnen waren in der Küstenstadt Lagos nicht dabei - werteten unter anderem Szenen aus Spielen der vergangenen Weltmeisterschaft aus, vor allem Abseitspositionen standen im Mittelpunkt.

11:28 Uhr

"Hochspekulativ"? Völler hat offenbar Bedenkzeit für DFB-Job

Der als Nachfolger für den zurückgetretenen Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff gehandelte Ex-Weltmeister Rudi Völler hat laut "Kicker" Bedenkzeit eingeräumt bekommen. Demnach sollen die Entscheider um DFB-Präsident Bernd Neuendorf den 62-Jährigen für die Zeit bis einschließlich der EM 2024 im eigenen Land als Idealbesetzung ausgemacht haben.

  • Völler gehört derzeit selbst dem Expertenrat des Deutschen Fußball-Bunds an, der das Vorrunden-Aus des Nationalteams bei der WM in Katar aufarbeiten soll.
  • Im Sommer hatte er sein Engagement als Sport-Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen beendet und wäre daher für den DFB ablösefrei zu haben. Auch Manager Fredi Bobic von Hertha BSC wird gehandelt, wäre aber nicht ohne Ablösesumme von den Berlinern loszueisen.
  • Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der dem DFB-Expertenrat ebenfalls angehört, hatte die Überlegungen zu Völler bei Sky als "hochspekulativ" bezeichnet.
10:49 Uhr

Reus zu Ronaldo? Das sagt BVB-Teamkollege Brandt

Nationalspieler Julian Brandt glaubt nicht an einen Wechsel seines Mitspielers Marco Reus nach Saudi-Arabien. "Ich persönlich kann mir Marco Reus im Trikot von Al-Nassr nicht vorstellen", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund im Sport1-Interview.

  • Für sich selbst schloss der 26-Jährige einen solchen Schritt "kategorisch" aus: "Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen, irgendwann mal in der Wüste zu spielen", sagte Brandt.
  • Er könne "mit diesen Transfers in die Wüste oder nach China nichts anfangen", beteuerte er. Viel eher sei gegen Ende seiner Karriere eine Rückkehr in seinen Geburtsort Bremen vorstellbar - so wie er es sich schon "als kleines Kind immer vorgenommen" habe. "Mein kleiner Bruder spielt da, meine Familie wohnt in Bremen", so Brandt: "Ich habe eine besondere Beziehung dorthin."
10:17 Uhr

Nowitzki zu Besuch in Melbourne: Zverevs besonderer Trainingspartner

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Nowitzki hat lange Tennis gespielt. Profi wurde er dann lieber im Basketball.

(Foto: dpa)

Vier Tage vor dem Start der Australian Open hat sich Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev einen ganz besonderen Trainingspartner ausgesucht. Der 25 Jahre Hamburger spielte sich im Melbourne Park mit der deutschen Basketball-Ikone Dirk Nowitzki ein paar Bälle zu. Der frühere NBA-Champion weilt aktuell mit seiner Familie in Australien. "Und, kannst du?", fragte Zverev bei einem kleinen Gespräch an der Seitenlinie. Nowitzkis leicht verlegene Antworte war: "Also, wenn du zu mir hinspielst ...".

  • Der 44-jährige Nowitzki hatte Tennis in seiner Jugend noch vor Basketball gespielt. "Ich habe mit fünf Jahren angefangen und mochte den Wettkampf. Ich stand in Bayern in der Rangliste auf Platz sechs oder sieben", hatte Nowitzki einmal dem Tennis Channel gesagt. 
  • Später entschied sich der 2,13-Meter-Mann aber gegen Tennis und für eine Basketball-Karriere. "Ich war etwas gelangweilt, am Wochenende zu den Turnieren zu reisen. Ich war auch viel größer als die anderen und wurde gehänselt. Mit Tennis habe ich dann mit 15 Jahren aufgehört", erklärte er.
08:43 Uhr

Toni Kroos zittert sich mit Real Madrid ins Supercup-Finale

Real Madrid hat sich mit Toni Kroos und Antonio Rüdiger ins Finale des spanischen Supercups gezittert. Die Königlichen setzten sich im saudi-arabischen Riad mit 4:3 (1:1, 1:1, 1:0) im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia durch. Karim Benzema (39. Minute) brachte Real per Foulelfmeter in Führung, Samuel Lino (46.) glich kurz nach der Pause aus. In der Verlängerung fielen keine Treffer.

Im Elfmeterschießen verwandelten Kroos und alle weiteren Schützen von Madrid souverän. Für Valencia vergab zunächst Eray Cömert, zum Abschluss scheiterte José Gayà an Real-Keeper Thibaut Courtois. Das zweite Halbfinale am Donnerstag bestreiten Vizemeister FC Barcelona und Pokalsieger Real Betis ebenfalls in Saudi-Arabien.

07:51 Uhr

"Ist ja keine Frage": Kimmich lobt Ulreich, aber fordert neuen Torwart

Auch zum Ende des Trainingslagers in Katar ist das Torwartproblem des FC Bayern München nach dem Ausfall von Manuel Neuer mindestens bis zum Saisonende nicht gelöst. Derzeit müsste der deutsche Fußball-Rekordmeister mit Sven Ulreich am Freitag kommender Woche im Topspiel bei RB Leipzig die Bundesliga-Saison fortsetzen. Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist es bislang nicht gelungen, den umworbenen Schweizer Nationalkeeper Yann Sommer bei Borussia Mönchengladbach loszueisen.

Ulreich hatte schon vor der langen WM-Pause den damals unter anderem wegen einer Schulterblessur pausierenden Kapitän Neuer erfolgreich im Münchner Tor vertreten. Er würde das Vertrauen seiner Teamkollegen genießen. "Wir haben mit Ulle auch schon in den letzten Jahren das eine oder andere Mal als Nummer eins gespielt. Wir alle vertrauen ihm voll. Er hat auch in dieser Saison schon ein paar Spiele gemacht und das immer herausragend gut", sagte Joshua Kimmich in Doha - und mahnte dennoch zum Handeln: "Trotzdem ist es ja keine Frage, dass wir noch einen Torhüter brauchen."

18:09 Uhr

"Leute sollen sagen: Das ist das Team, das uns repräsentiert"

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Johannes Golla ist der Anführer des deutschen Teams bei der WM in Polen und Schweden.

picture alliance/dpa

Johannes Golla ist mit 25 Jahren bereits Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Im Interview mit ntv.de spricht der Kreisläufer über seine Rolle als Anführer, die Kultur im DHB-Team und die Aussichten beim Turnier in Polen und Schweden.

Ein frohes Neues, Herr Golla. Wo haben Sie den Jahreswechsel erlebt? Mit der Familie oder im Kreis der Nationalmannschaft?

Johannes Golla: Ich war in meiner Heimat, das ist in der Nähe von Wiesbaden, wo wir mit den Großeltern meiner Tochter gefeiert haben. Da fällt der Abschied schon schwer, aber auf der anderen Seite freut man sich auf die Kollegen in der Nationalmannschaft. Da ist eine echt gute Einheit gewachsen.

Es ist etwas Besonderes als immer noch junger Spieler bereits Kapitän der Nationalmannschaft zu sein. Wie empfinden Sie das?

In erster Linie als riesige Ehre. Und als riesige Verantwortung. Es sind vor allem in der Kommunikation mit dem Bundestrainer und Sportdirektor Axel Kromer große Herausforderungen, die ich meistern muss. Aber ich lebe so sehr im Hier und Jetzt, dass ich das alles ganz gut einordnen kann.

Hat Sie diese Rolle persönlich verändert?

Verändert nicht, aber weitergebracht. Da ergeben sich schon Situationen, in die nicht viele Menschen in meinem Alter kommen. Da wirst du vor herausfordernde Situationen gestellt. Aber wenn du die meisterst, wächst du extrem daran.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Bundestrainer Alfred Gislason beschreiben?

Das ist ein über Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis. Am Anfang war ich ein normaler Nationalspieler, dann hat er mich zum Kapitän befördert, seitdem ist unsere Kommunikation nochmal auf ein anderes Niveau gerückt. Er sagt mir genau, was ihm wichtig ist und was er von der Mannschaft erwartet. Auf der anderen Seite trage ich ihm meine Ideen vor, wie wir als Team am weitesten kommen können. Das ist eine super Zusammenarbeit, ich empfinde es immer noch als Ehre, mit einem solchen Trainer zusammenarbeiten zu können, der im Handball schon alles erlebt und gewonnen hat.

Sie werden vom Bundestrainer und von ihren Mitspielern als idealer Kapitän beschrieben. Ist Ihnen dieser Job auf den Leib geschnitten?

Erst einmal freut es mich, wenn ich in dieser Weise gelobt werde. Es ist schon so, dass ich mich gerne einbringe und Verantwortung übernehme. Es ist mir ein Anliegen, der Mannschaft zu helfen, so weit ich das kann.

Gislason hat im Vorfeld der WM bemängelt, dass die Skandinavier und andere Nationen mit mehr Herzblut für ihre Nationalmannschaften auflaufen als die Deutschen. Teilen Sie diese Kritik?

Die, die da sind, spielen auch mit ganz viel Herzblut für die Nationalmannschaft. Aber es sind nicht alle da. Das hat immer individuelle Gründe, die man individuell bewerten muss. Aber grundsätzlich wünscht man sich schon, dass die Besten spielen. Aber das muss jeder für sich selbst abwägen, ob er dabei sein will oder nicht.

Können Sie als Kapitän aktiv daran mitarbeiten, so etwas wie eine Kultur der Nationalmannschaft zu etablieren?

Wir müssen sicherlich daran arbeiten, dass alle Spieler gerne zur Nationalmannschaft kommen und einen Rahmen bieten, dass sich jeder wohlfühlt. Das läuft auch über sportlichen Erfolg, denn dann ist die Anziehungskraft der Nationalmannschaft wieder entsprechend größer.

Wie ist denn die Stimmung im Team?

Sehr gut, wir arbeiten hart und intensiv an den Dingen, die wir uns draufschaffen wollen. Wir sind voll fokussiert auf die WM, weil wir da was erreichen wollen.

Was können Sie den deutschen Fans versprechen?

Alles, was wir haben, auf dem Spielfeld zu lassen und im Verlaufe des Turniers mehr und mehr von dem zu bringen, was wir uns in den Trainingseinheiten und den Vorbereitungsspielen erarbeitet haben. Wir wollen nicht nur durch Emotionalität, sondern auch durch guten Handball begeistern. Es ist unser Ziel, den Zuschauern genau das zu bieten.

Gibt es konkrete Ziele, die Sie bei der WM erreichen wollen?

Die haben wir nicht, wir haben keine Platzierung abgesprochen. Das Wichtigste ist, dass wir gut ins Turnier starten und aus der Vorrunde am besten verlustpunktfrei rauskommen, um eine gute Ausgangsposition für die Zwischenrunde mitzunehmen. Mein persönliches Ziel ist es, mal wieder die K.-o.-Runde zu erreichen.

Ihr Torhüter Andreas Wolff geht da einen Schritt weiter. Er sagt, nach sieben Jahren Pause werde es mal wieder Zeit für eine Medaille. Gehen Sie da mit?

In erster Linie freut es mich, dass Spieler da hinfahren, um das Maximum zu erreichen. Ich bin ganz klar Andis Meinung, dass wir mal wieder was Zählbares holen sollten. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht überschätzen, und mit dem nötigen Respekt an unsere Aufgaben gehen. Wir sind momentan nun mal nicht in der absoluten Weltspitze.

Deutschland hat weltweit den größten nationalen Handballverband, die beiden Vorbereitungs-Länderspiele in Bremen und Hannover waren ausverkauft. Warum agiert diese Handballnation nicht auf gleicher Augenhöhe mit führenden Teams wie Dänemark, Frankreich und Spanien?

Die Dänen haben gerade eine absolute Ausnahmegeneration, für die Franzosen gilt das noch länger. Da sind so viele Spieler, die bei ihren Vereinen ständig auf internationalem Topniveau agieren. Unser Ziel muss es sein, da wieder hinzukommen. Woran es liegt, dass der deutsche Handball in den letzten Jahren nicht so stark besetzt war, kann ich nicht konkret beantworten.

Woran müssen Sie als Mannschaft vor allem arbeiten?

Wir müssen uns finden, wir müssen sowohl in der Abwehr als auch im Angriff an den Abläufen arbeiten, unsere Stärken herausarbeiten und die Absprachen verbessern. Individuell sind wir gut, aber es muss alles zusammenpassen.

Corona war bei der EM im vergangenen Jahr ein riesiges Thema. Ganz so chaotisch wird es dieses Mal wohl nicht, aber der internationale Verband IHF hat sehr strikte Regeln vorgelegt, für die er kritisiert wird. Wie sehen Sie das?

Das ist ein schwieriges Thema. Wir hatten eigentlich gehofft, dass es ein Turnier wie vor der Coronazeit wird, dass wir uns darüber keine Gedanken mehr machen müssen. Aber jetzt sind die Regularien so festgelegt worden, wie sie sind, und damit müssen wir leben. Das bedeutet für uns im Vorfeld, dass wir uns doch wieder zurückziehen und mehr auf die Hygiene achten müssen, als wir das wollen. Wir hätten bei den Länderspielen in Bremen und Hannover gerne mehr Fannähe zugelassen, aber da mussten wir leider Abstriche machen. Das ist schade, aber wir müssen mit den Dingen so umgehen, wie uns das vorgegeben wird.

Die WM in Katar hat gezeigt, dass das öffentliche Interesse am Fußball nachgelassen hat. Haben Sie Sorge, dass den Handballern das gleiche Schicksal droht, wenn nicht bald mal wieder ein großer Erfolg gelingt?

Die Handball-WM 2023 ...

... in Polen und Schweden startet am heutigen Mittwoch mit dem Auftaktspiel zwischen Polen und Rekord-Weltmeister Frankreich (21 Uhr/Eurosport). Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrundengruppe E auf Katar (13.1., 18 Uhr/ZDF), Serbien (15.1., 18 Uhr/ARD) und Algerien (17.1., 18 Uhr/ZDF).

Es ist unser Ziel, die Menschen zu begeistern - und da gehören Erfolge nun mal dazu. Wir wollen guten Handball zeigen, dass die Leute sagen, das ist die Mannschaft, die uns repräsentiert, denen schauen wir gerne zu. Wenn uns das gelingt, lenken wir die Aufmerksamkeit automatisch auf den Handball.

Es ging in Katar auch immer wieder um politische Botschaften: Die Spieler des Iran, die ihre Nationalhymne nicht mitsangen oder die Diskussion um die One-Love-Binde. Machen Sie sich als Kapitän Gedanken, inwieweit sich Sportler zu solchen Themen positionieren sollten?

Darüber mache ich mir als Mensch Gedanken und habe da auch eine Meinung zu. Allerdings hoffe ich, dass wir uns bei unserer WM auf den Sport konzentrieren können. Denn wir fahren da hin, um Handball zu spielen.

Mit Johannes Golla sprach Felix Meininghaus.

06:09 Uhr

"Das ist die letzte Konsequenz": BVB-Boss macht klare Ansage im Moukoko-Poker

Borussia Dortmund will Fußball-Nationalspieler Youssoufa Moukoko nicht um jeden Preis halten. Er halte es für legitim, dass der 18-Jährige in den laufenden Vertragsverhandlungen versuche, für sich eine gute Position herauszuholen, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview dem TV-Sender Sky. "Aber genauso legitim ist es auch, dass wir unsere Vorstellungen haben, und wenn das eben nicht deckungsgleich ist, dann wird die Zusammenarbeit eben nicht weitergeführt. Das ist die letzte Konsequenz, was auch passieren kann. Aber wir hoffen natürlich, dass er bei uns bleibt", sagte der 63-Jährige.

Moukokos Vertrag bei den Dortmundern läuft im kommenden Sommer aus. Medienberichten zufolge sollen englische Clubs ein Interesse an dem Mittelstürmer haben, darunter der Premier-League-Dritte Newcastle United.

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