Donnerstag, 13. August 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & David Bedürftig
23:48 Uhr

Rafinha könnte schon bald sein Comeback bei einem europäischen Meister geben

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Aus München nach Brasilien - und nun nach Athen?

(Foto: imago images/Fotoarena)

Der griechische Meister Olympiakos Piräus soll Interesse an dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Rafinha haben. Dies berichteten brasilianische Medien. Demnach sollte sich der Ex-Profi des FC Schalke 04 und des FC Bayern München an dem Tag mit dem Vorstand seines derzeitigen Klubs Flamengo Rio de Janeiro treffen, um einen möglichen vorzeitigen Abschied zu besprechen. Rafinhas Vertrag mit Flamengo läuft bis 2021, er soll demnach aber über eine Klausel verfügen, die ihm einen ablösefreien Wechsel ins Ausland erlaubt. Allerdings soll ihn das Angebot aus Griechenland von 2,8 Millionen Euro für zwei Jahre noch nicht überzeugt haben. Der Brasilianer hatte sich Flamengo nach seinem Weggang aus München 2019 angeschlossen. Rafinha soll die Corona-Situation in seiner Heimat Sorge bereiten. Atlético Goianiense, Flamengo-Gegner am Mittwoch, erlangte die Erlaubnis, vier infizierte Spieler aufzustellen.

23:09 Uhr

Fia-Neuerung droht Mercedes auszubremsen

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Gibt es bald nicht mehr so viele Pole-Positionen für Mercedes wegen einer Regeländerung?

(Foto: imago images/HochZwei)

Den Formel-1-Dominatoren Mercedes könnte schon bald ein Vorteil im Qualifying genommen werden. Der Motorsport-Weltverband Fia plant das Verbot der speziellen Motoreinstellungen für die Zeitenjagd, die Technische Direktive soll bereits ab dem übernächsten Rennen im belgischen Spa (30. August) gelten. Die Regelhüter wollen die Motoreinstellungen vereinheitlichen, für Qualifikation und Rennen sollen keinen unterschiedlichen Modi mehr erlaubt sein. Bislang schalten die Hersteller in der heißen Phase des Qualifyings einen Modus frei, der kurzzeitig mehr Benzin verbrennt und mehr Leistung erzeugt.

Da Mercedes den stärksten Motor und auch den stärksten Qualifikations-Modus hat, bekommen wohl vor allem das Weltmeisterteam um Hamilton sowie die Kunden Racing Point und Williams die neue Direktive zu spüren. "Es ist ehrlich gesagt keine Überraschung, die haben immer versucht, uns langsamer zu machen", sagte Mercedes-Weltmeister Lewis Hamilton: "Aber ich denke, dass es am Ende nicht zu diesem Ergebnis führen wird. Unser Team hat einfach guten Job mit dem Motor gemacht."

22:35 Uhr

Robben geht "an die Grenzen" - und muss Comeback verschieben

Der langjährige Bayern-Star Arjen Robben muss sein für Freitag geplantes Comeback im Trikot des FC Groningen verschieben. "Arjen ist in der vergangenen Woche mit seinem Trainingsprogramm an die Grenzen gegangen", sagte Trainer Danny Buijs vor dem Test gegen den Erstliga-Konkurrenten PEC Zwolle: "Die Intensität der vergangenen Woche hat zu leichten körperlichen Problemen wie Muskelkater und steifen Knochen geführt." Buijs hatte zuvor Robbens Comeback bei dessen Jugendklub für den Test gegen Zwolle angekündigt. Robben reagierte enttäuscht. "Ich will noch fitter werden, bevor ich wieder spiele. Ich hatte eine sehr gute Trainingswoche. Ich bin wirklich gut in Form, aber ein Match zu spielen ist doch etwas anders als Training. Wenn man ein Jahr lang nicht Fußball gespielt hat, ist es logisch, dass man Beschwerden bekommt", sagt der 36 Jahre alte Routinier.

21:48 Uhr

Heftiges Unwetter mit gefährlichem Hagelsturm überschattet Dauphiné-Radrundfahrt

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Die deutsche Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann ist mit einer starken Leistung auf den dritten Platz der Dauphiné-Rundfahrt gestürmt. Der Ravensburger musste sich bei der Bergankunft auf dem Col de Porte mit acht Sekunden Rückstand nur dem derzeit überragenden Slowenen Primoz Roglic und dem zweitplatzierten französischen Radstar Thibaut Pinot geschlagen geben. Mit zwölf beziehungsweise 14 Sekunden Rückstand folgen Pinot und Buchmann. Buchmann lancierte auf dem 17,5 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,2 Prozent Steigung kurz vor Schluss eine Attacke, den Konter von Roglic konnte aber niemand mehr mitgehen. Auch nicht Toursieger Egan Bernal aus Kolumbien, der zehn Sekunden zurück Zehnter wurde und im Gesamtklassement auf Rang vier (+0:16) liegt. Seine prominenten britischen Teamkollegen Geraint Thomas und Chris Froome hatten sich zuvor schon verabschiedet. Die Teams weiter hinten mussten sich während eines heftigen Unwetters ins Ziel kämpfen, ein Hagelsturm verletzte einige Fahrer.

20:46 Uhr

Deshalb wechselt Havertz definitiv nicht zum FC Bayern

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Leon Goretzka und Kai Havertz spielen im nächsten Jahr wohl nur in der Nationalmannschaft zusammen.

(Foto: Marvin Ibo Gngr/GES/POOL)

Präsident Herbert Hainer von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat einem Transfer von Jung-Star Kai Havertz von Bayer Leverkusen nach München eine Absage erteilt. Havertz sei ein hervorragender Fußballer, so Hainer, "aber Leroy Sané war unser Wunschspieler. Nach seiner Verpflichtung ist auch für den FCB in Corona-Zeiten kein zweiter Transfer in dieser Größenordnung darstellbar", sagte Hainer im Gespräch mit tz/Münchner Merkur. Sané hatte die Bayern bis zu 60 Millionen Euro gekostet (49 fest, bis zu 11 Millionen Boni). Havertz soll offenbar zum FC Chelsea wechseln. Generell wollte Bayerns Präsident weitere Transfers nicht ausschließen. Die Kaderplanung sei erst abgeschlossen, wenn das Transferfenster am 15. Oktober schließt, bis dahin seien Ab- und Zugänge denkbar.

20:12 Uhr

Nach Corona-Infektion: Djokovic startet bei US Open, Zverev auch

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(Foto: imago images/Pixsell)

Tennis-Superstar Novak Djokovic hat sich für eine Teilnahme an den US Open entschieden. "Es war kein leichter Beschluss mit all den Erschwernissen und Herausforderung in vielen Punkten", schrieb der 33 Jahre alte Weltranglistenerste aus Serbienauf seiner Website. Djokovic hatte zuletzt immer wieder seine Teilnahme bei den US Open infrage gestellt. Im Juni hatte er viel Kritik für die Ausrichtung der Adria Tour einstecken müssen, auf der sich mehrere Profis, unter anderem Djokovic selbst, mit dem Coronavirus infizierten. Danach habe er "alle Untersuchungen durchgeführt", schrieb Djokovic. Er sei "vollständig erholt und bereit, wieder auf den Platz zu gehen, um mein bestes Tennis zu spielen."

Auch Deutschlands Nummer eins im Tennis, Alexander Zverev, wird an dem Turnier teilnehmen. Das Management des 23 Jahre alten Hamburgers bestätigte: "Er reist am Samstag ab und wird an den US Open teilnehmen. Er ist seit rund drei Wochen gemeldet und befindet sich seitdem komplett im Vorbereitungsmodus." Auch bei der Generalprobe Western und Southern Open (ab 22. August), die ebenfalls in New York stattfindet, steht er auf der Teilnehmerliste. Zverev hatte zuletzt offengelassen, ob er in den schwer von der Corona-Pandemie betroffenen USA antritt. In der Coronakrise erntete er für sein Verhalten bei der Adria Tour und bei einer Party Kritik.

19:14 Uhr

Bailey machte wohl vor Leverkusens EL-Aus bis 4 Uhr morgens Party

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Am Montag schied Bayer Leverkusen knapp mit 1:2 gegen Inter Mailand aus der Europa League aus. In der 59. Minute wurde Leon Bailey eingewechselt - aber am Freitagabend feierte der Jamaikaner wohl noch seinen 23. Geburtstag bis in die Morgenstunden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sei der Bayer-Profi bis 4 Uhr morgens in einem Kölner Edelrestaurant am Essen, Trinken und Tanzen gewesen. Die Bilder dazu lieferte er auf seinem eigenen Instagram-Kanal. Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler sagte der "Bild" dazu, man werde das Thema intern besprechen.

18:23 Uhr

BVB-Boss Watzke beendet Spekulationen: Sancho bleibt "definitiv", kein Bluff

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat in einem Interview mit der RTL/ntv-Redaktion bekräftigt, dass der englische Stürmer Jadon Sancho auch in der kommenden Saison für Borussia Dortmund auflaufen wird. Spekulationen, dass die Aussagen von Sportdirektor Michael Zorc dazu am Montag ein Bluff waren, wies der 61-Jährige im schweizerischen Trainingslager Bad Ragaz deutlich zurück: "Definitiv heißt für einen Westfalen definitiv. Und definitiv lässt wenig bis null Spielraum für Interpretationsspielraum. Und es gibt keinen Interpretationsspielraum."

Die beiden nächsten Nachwuchstalente Youssoufa Moukoko (15) und Jude Bellingham (17) will der Verein laut Watzke behutsam heranführen: "Wir sollten sie nicht mit Erwartungen überfrachten. Wir haben gewisse Vorstellungen, was daraus werden könnte, aber wir wissen auch, dass man den Jungs jetzt erst mal ein bisschen Freude am Fußball lassen muss. Es gibt auch mal Rückschläge, aber es ist schön, beide dabei zu haben."

17:32 Uhr

Nach Götzes Absage: Beckham lotst anderen Weltmeister nach Miami

Der ehemalige Fußball-Star David Beckham hat den französischen Weltmeister Blaise Matuidi zu seinem Klub Inter Miami gelockt. Der Verein aus der Major League Soccer (MLS), der in der laufenden Saison sein Debüt gefeiert hat, gab die Verpflichtung des 33-Jährigen am Donnerstag bekannt. Matuidi hatte bei Paris St. Germain gemeinsam mit Beckham gespielt und kommt vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin. "Ich könnte nicht glücklicher sein. Er ist ein spannender, talentierter Spieler und eine großartige Persönlichkeit. Ich bin sehr stolz", sagte Beckham, der Miteigentümer des Vereins.

16:44 Uhr

Basketballer stirbt nach Corona-Infektion an Herzinfarkt

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Michael Ojo ist tot.

(Foto: imago images/Camera 4)

Es ist eine traurige Nachricht: Basketballer Michael Ojo ist tot. Der 27-Jährige kollabierte am Freitag bei einem Individualtraining und starb an einem Herzinfarkt.

  • Jetzt kommt heraus: Er war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte der Präsident seines Ex-Klubs Roter Stern Belgrad, Nebojsa Covic gegenüber dem TV-Sender Sportklub. Er solle Anfang Juli unter Brustschmerzen, Husten und Fieber gelitten haben und daraufhin getestet worden sein.
  • Ojo soll nun obduziert werden, heißt es von der Botschaft seines Heimatlandes Nigeria.
  • Ojo spielte zuletzt für Belgrad, sein Vertrag war jedoch ausgelaufen und er hielt sich nach dem Vertragsende privat in Belgrad fit.
15:55 Uhr

Russlands Ex-Kapitän schlägt Schiedsrichter nieder

Der Ex-Kapitän der russischen Fußball-Nationalmannschaft, Roman Schirokow, hat bei einem Amateurspiel in Moskau den Schiedsrichter niedergeschlagen. Die Polizei habe bereits begonnen, gegen den 39-Jährigen zu ermitteln, schrieb die Zeitung "Sport Express".

  • Der Fall, der sich bereits am Montag ereignete, könne vor Gericht landen, hieß es. Auf Videos ist zu sehen, wie der Schiedsrichter Schirokow einen Elfmeter verweigerte. Daraufhin gerieten die beiden in Streit, und der Unparteiische wollte den Mittelfeldspieler vom Platz stellen. Schirokow schlug dann den Mann mit der Faust ins Gesicht, dieser fiel zu Boden. Dann trat der ehemalige Fußball-Nationalspieler noch mit dem Fuß auf ihn ein.
  • Die anderen Spieler zerrten Schirokow schließlich vom Feld, der verletzte Schiedsrichter wurde verarztet.
  • Schirokow war von 2014 an zwei Jahre lang Kapitän der Sbornaja. Zweimal wurde er zum Fußballer des Jahres gewählt. 2016 beendete er beim Verein ZSKA Moskau seine professionelle Karriere.
14:23 Uhr

Goretzka und Kimmich spenden für Gedenkstätte Auschwitz

Die Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich unterstützen mit ihrer Initiative "WeKickCorona" nun auch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

  • Die Profis von Bayern München reagierten mit einer Spende von 75.000 Euro auf einen Aufruf des Museumsleiters Dr. Piotr Cywinski. Das Geld soll konkret in eine alle zwei Jahre stattfindende internationale Bildungskonferenz fließen. Die Durchführung für 2021 ist durch die Spende von Goretzka und Kimmich nun gesichert.
  • "Auschwitz ist Teil unserer Geschichte und die Erinnerung daran ist 75 Jahre nach Kriegsende allgegenwärtig. Wir alle sind herausgefordert, dafür zu sorgen, dass sich eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte nicht wiederholt", teilten Goretzka und Kimmich in einer Stellungnahme an das Museum mit.
14:04 Uhr

Wieder Kulisse: Schalke darf vor Fans spielen

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David Wagner muss nun wieder lauter brüllen, damit seine Spieler ihn verstehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der FC Schalke 04 darf sein zweites Testspiel in der Saisonvorbereitung vor Zuschauern bestreiten. In der Partie am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Youtube) gegen Drittliga-Aufsteiger SC Verl im neu umgebauten Parkstadion sind 300 Fans zugelassen. Dafür erhielt der Fußball-Bundesligist nach Abstimmung mit den lokalen Behörden die Freigabe.

  • "Der FC Schalke 04 freut sich, zumindest einigen Fans dadurch wieder ein gewisses Stadionerlebnis in seiner umgebauten Spielstätte ermöglichen zu können", hieß es in einer Vereinsmitteilung.
  • Gemäß der aktuell gültigen Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen sind bis zu 300 Zuschauer erlaubt, sofern die Hygiene- und Infektionsschutzvorkehrungen beachtet werden. Es gibt Abstandsregelungen auf den Tribünen und bei Warteschlangen am Einlass.
  • Alkohol ist nicht erlaubt, es besteht eine Maskenpflicht, wenn die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten werden können. Zudem muss durch eine Personalisierung der Tickets gewährleistet sein, dass etwaige Infektionsketten nachverfolgt werden können.
13:22 Uhr

"Zeitnah Konsequenzen": Rummenigge über Rassismusvorwurf

Nach dem Rassismusvorwurf gegen einen Mitarbeiter im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge baldige Schritte des Klubs angekündigt. "Es wird auch zeitnah da Konsequenzen geben. Unsere internen Untersuchungen sind ziemlich schnell beendet", sagte Rummenigge am Donnerstag dem TV-Sender Sky.

  • "Diese Geschichte passt natürlich überhaupt nicht zu den Werten, die der FC Bayern vertritt", sagte der 64-Jährige.
  • Das Magazin "Sport Inside" des WDR hatte am Dienstag über den Rassismusverdacht auf dem Bayern Campus berichtet. Demnach würden schwere Vorwürfe gegen einen Vereinsmitarbeiter erhoben, der schon lange unter anderem als Trainer in der Jugendabteilung aktiv ist. In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern soll der Mitarbeiter rassistische Ausdrücke verwendet haben.
  • Durch die Berichterstattung zu dem Thema wurde auch die Staatsschutzabteilung der Münchner Polizei aufmerksam und nahm Ermittlungen auf.
12:55 Uhr

Nagelsmann: "Modus kommt uns entgegen", aber ...

Theoretisch kann die Champions League in einem deutsch-deutschen Finale gipfeln. Dazu aber muss zunächst RB Leipzig in Atletico Madrid einen echten Brocken beiseite räumen. Der Weg ist lang, auch für die Münchner, meint RB-Coach Nagelsmann - sieht im Modus aber einen Vorteil.

12:40 Uhr

Zieler kehrt zum 1. FC Köln zurück

Die Rückkehr von Torhüter Ron-Robert Zieler zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ist perfekt. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2014 wechselt vom Zweitligisten Hannover 96 für ein Jahr auf Leihbasis an den Rhein.

  • "Mit Ron haben wir einen Keeper gefunden, der genau in unser Profil passt", sagte Kölns Geschäftsführer Horst Heldt laut Vereinsmitteilung. "Er ist bereit, die Rolle, die wir gemeinsam definiert haben, zu 100 Prozent anzunehmen: Als Nummer zwei mit dem Anspruch spielen zu wollen." Stammkeeper beim FC ist Vereinsurgestein Timo Horn.
  • Zieler, der 2014 dem erfolgreichen deutschen Kader bei der WM in Brasilien angehörte, ist in Köln geboren und aufgewachsen und spielte bereits in der Jugend bis zu seinem Wechsel zu Manchester United für den Geißbock-Klub.
  • In Hannover hätte ihm für die neue Spielzeit ein Platz auf der Tribüne gedroht. Hannovers Trainer Kenan Kocak hatte jüngst erklärt, dass er mit dem erfahrenen Keeper nicht mehr plane. Klubchef Martin Kind hatte dies in besonders heftiger Form noch unterstrichen und damit für öffentliche Entrüstung gesorgt.
11:58 Uhr

Bankdrücker Özil sitzt Vertrag aus

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Özil spielt bei Arsenal keine Rolle mehr.

(Foto: imago images/PA Images)

Bockig oder konsequent? Der frühere deutsche Fußball-Weltmeister Mesut Özil hat Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied vom FC Arsenal erneut dementiert. "Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung", sagte Özil dem Portal "The Athletic".

  • "Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren, außer man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das." Zuvor hatte schon Özils Berater einen Wechsel ausgeschlossen.
  • Özil spielt unter Arsenal-Coach Mikel Arteta keine Rolle mehr. Schon länger ist bekannt, dass die Londoner Özil loswerden wollen. Doch für den 31-Jährigen ist das keine Option. "Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere Leute", betonte er.
11:16 Uhr

"Liebe jede Minute": Neuzugang Bellingham schwärmt vom BVB

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Bellingham liebt sein neues Team.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Es läuft gut an: Beim Kantersieg des BVB im Testspiel gegen den österreichischen Bundesligisten SCR Altach (6:0) überzeugte neben Doppeltorschütze Erling Haaland vor allem Neuzugang Jude Bellingham. Trainer Lucien Favre lobte den Youngster nach dem Spiel.

  • "Jude Bellingham war gut. Er musste vor der Abwehr spielen. Das ist nicht einfach, wenn man 17 ist. Er war an fast allen Toren beteiligt. Er ist in den richtigen Momenten nach vorne gegangen. Das ist wichtig", schwärmte Favre vom Engländer.
  • Bellingham war bei seinem Startelfdebüt für den BVB gleich an zwei Toren direkt beteiligt. Vor dem Führungstreffer von Gio Reyna eroberte er den Ball erfolgreich, das 3:0 durch Haaland leitete Bellingham per Hacke ein.
  • Er selbst war ebenfalls zufrieden: "Ich liebe jede Minute davon. Es waren großartige erste Minuten mit den Jungs auf dem Platz. Ich habe es sehr genossen. Die Jungs sind so gut, sie haben es mir einfach gemacht. Sie haben teilweise sehr gut gespielt, obwohl es das erste Spiel nach der Pause war. Ich freue mich sehr, Teil dieser Mannschaft zu sein."

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10:55 Uhr

Mbappé dankt Ärzten, Choupo-Moting bekommt Neymars Trophäe

Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League hat sich Kylian Mbappé bei der medizinischen Abteilung von Paris Saint-Germain bedankt. "Niemand glaubte daran, außer uns", schrieb der Stürmer auf Facebook.

  • Er war am 24. Juli im Finale um den französischen Fußball-Pokal (1:0 gegen AS Saint-Etienne) brutal gefoult worden und hatte sich dabei am Knöchel verletzt. Der Einsatz des Weltmeisters im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo war lange fraglich gewesen.
  • Das Team des deutschen Trainers Thomas Tuchel hatte ein 0:1 gegen Bergamo am Mittwochabend erst in den Schlussminuten noch zum 2:1-Sieg gedreht. Vor allem Dank Joker Eric Maxim Choupo-Moting.

10:22 Uhr

Hülkenbergs Kurz-Comeback endet

Nico Hülkenberg muss beim Formel-1-Team Racing Point wieder für Stammpilot Sergio Perez Platz machen. Der 30 Jahre alte Mexikaner hatte zuletzt zwei Rennen wegen positiver Corona-Tests aussetzen müssen. Die jüngste Stichprobe auf das Virus fiel negativ aus, Perez darf beim Großen Preis von Spanien starten.

  • Für Hülkenberg endet damit nach zwei sehr unterschiedlich verlaufenen Grand Prix' das Kurz-Comeback für das Team Racing Point. Der gebürtige Emmericher hatte beim ersten von zwei Rennen in Silverstone wegen eines Defekts am Rennwagen nicht antreten können. Am vergangenen Sonntag schaffte er es nach dem sensationellen dritten Rang in der Qualifikation im Rennen auf den siebten Rang.
  • Danach hatte er angekündigt, im Simulator bereits für den Großen Preis von Spanien am kommenden Wochenende üben zu wollen und nach einem Abstecher in die monegassische Wahlheimat zum Circuit de Catalunya-Barcelona reisen zu wollen. "Dann warten wir auf frohe Kunde oder das Ende", hatte Hülkenberg gesagt.
  • Nun ist es das Ende.
09:42 Uhr

Nationalspieler Waldschmidt fällt Zukunftsentscheidung

Luca Waldschmidt von Freiburg schaut den Ball an. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Waldschmidt wird nicht mehr für Freiburg spielen.

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild)

Luca Waldschmidt ist weg aus Freiburg, schon heute nimmt er nicht mehr am Training des SC teil. Sein Weg führt den deutschen Nationalspieler nach Portugal. Bei Benfica Lissabon soll er morgen seinen Medizincheck absolvieren, meldet der "Kicker", heute schon ist er unterwegs.

  • Waldschmidt ist der dritte Neuzugang, bislang wurden bereits die Brasilianer Pedrinho (Corinthians, 20 Millionen Euro) und Gilberto als Rechtsverteidiger (Fluminense, 3 Millionen Euro) unter Vertrag genommen. Ein dritter Brasilianer könnte kommen: Nationalspieler Everton Cebolinha.
  • Ebenfalls noch nach Lissabon wechseln könnten die Stars Edison Cavani und Jan Vertonghen, deren Verträge bei Paris St. Germain und Tottenham Hotspur ausgelaufen waren.
  • Benfica musste sich dem Rivalen FC Porto geschlagen geben, der sich die Meisterschaft sicherte. Seitdem versuchen die Verantwortlichen, einen guten Kader aufzubauen.
09:08 Uhr

"Noch nie so schwierig": Top-Sprinter leidet an Depressionen

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Noah Lyles leidet seit Jahren.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Der amerikanische Top-Sprinter Noah Lyles hat sich im Rahmen der Diamond League zu seinen Depressionen geäußert. "Es war noch nie so schwierig", sagte der 200-Meter-Weltmeister zwei Tage vor seinem Start beim Leichtathletik-Meeting in Monaco.

  • Er leide seit seinem achten Lebensjahr darunter, im April sei es schlimmer geworden. "Man musste mit dem Coronavirus und der Verschiebung der Olympischen Spiele umgehen, dann kam die Black-Lives-Matter-Bewegung hinzu, die der letzte Nagel im Sarg war."
  • Anfang August hatte der 23-Jährige bekannt gegeben, dass er nun Antidepressiva nehme: "Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Seitdem kann ich ohne dunkle Wellen denken", schrieb er auf Twitter.
  • Seine Mutter habe ihm gesagt, es sei an der Zeit Medikamente zu nehmen. Er habe eingewilligt, "weil alles, was ich tat und was bis dahin funktionierte, nicht mehr funktionierte." Lyles wird außerdem sportlich und persönlich von zwei Therapeuten betreut.
08:40 Uhr

30.000 Formel-1-Fans in Sotschi?

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So voll darf es nicht werden.

(Foto: imago images/eu-images)

Die Organisatoren des Formel-1-Rennens in Russland planen eine Austragung vor Zuschauern und haben nach eigenen Angaben bereits mit dem Ticketverkauf begonnen. Beim für den 27. September angesetzten Grand Prix sollen 50 Prozent der Tribünenkapazität genutzt werden, sagte Alexej Titow vom Rennpromoter Rosgonki dem Fachmagazin "Autosport": "Das bedeutet, dass die maximale Anzahl der Fans 32.000 nicht überschreiten wird."

  • Wie viele Tickets tatsächlich bereits verkauft wurden, gab Titow nicht an.
  • Die Formel 1 fährt seit ihrem Saisonstart Anfang Juli hinter verschlossenen Türen und hofft, dies im Laufe des Jahres ändern zu können.
  • Die Organisatoren in Sotschi sind nun aber die ersten, die einen solchen Plan offensiv verkünden. Am 11. Oktober soll die Formel 1 am Nürburgring fahren - ebenfalls mit Zuschauern.
07:37 Uhr

"Hulk" spricht über sein "surreales" Comeback

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Niko Hülkenberg ist plötzlich zurück in der Formel 1.

(Foto: HOCH ZWEI/Pool/Motorsport Images)

Von jetzt auf gleich im Formel-1-Auto, das ist Nico Hülkenberg passiert. Als Spontan-Ersatz für den mit dem Coronavirus infizierten Sergio Perez stieg der Deutsche in den Racing-Point-Boliden - schon zwei Mal. Auch für ihn keine Selbstverständlichkeit: Die gesamte Zeit seit seinem überraschenden Comeback sei "völlig surreal" gewesen, sagte Hülkenberg der "Sport Bild".

  • Schon als er vor dem ersten Rennen in Silverstone im Flieger saß, habe seine Hand gezittert, gab der 32-Jährige zu. Dieses "von null auf hundert, direkt vor die Wand" sei einfach so überraschend gewesen.
  • Richtig turbulent ging es direkt vor seinem ersten Trainingseinsatz zu. "Ich saß im Auto auf dem Parkplatz neben dem Fahrerlager und habe auf den Anruf gewartet, dass ich negativ auf das Coronavirus getestet bin", so "Hulk", der besagten Anruf rund 15 Minuten vor Beginn des Trainings bekam: "Ich bin dann sofort losgelaufen, habe mich in den Rennanzug geworfen und ab ins Auto."
07:00 Uhr

NBA-Star kommt nach Kopfstoß glimpflich davon

MVP-Kandidat Giannis Antetokounmpo ist für seine Kopfnuss gegen Moritz Wagner mit einer relativ milden Strafe davon gekommen und von der NBA nur für ein Spiel gesperrt worden. Der Star-Spieler der Milwaukee Bucks hatte sich tags zuvor mit Nationalspieler Moritz Wagner angelegt und die Tätlichkeit gegen den Profi der Washington Wizards begangen.

Antetokounmpo verpasst durch die Strafe das Spiel gegen die Memphis Grizzlies am Donnerstag, ist in den Playoffs dann aber von Beginn an spielberechtigt. Nach ESPN-Angaben war es das insgesamt vierte Mal in seiner NBA-Karriere, dass der 25-Jährige vom Feld gestellt wurde.

06:45 Uhr

Coronavirus als Pleite: Kosovo-Team darf nicht Champions League spielen

Wie unglücklich ist das denn bitte? Stellen Sie sich vor, Sie haben die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren. Und dann kommt Ihnen das Coronavirus in die Quere. Das ist dem KF Drita Gjilan so passiert. Der kosovarische Klub hätte in der Champions-League-Qualifikation gegen FC Linfield aus Nordirland antreten sollen. Weil das Spiel aber wegen Coronafällen abgesagt werden musste, wurde es von der Uefa als 0:3-Niederlage gewertet.

KF Drita konnte am Dienstag nicht wie geplant in Nyon antreten. Nachdem ein zweiter Spieler des Klubs positiv auf das Virus getestet worden war, hatten die Schweizer Gesundheitsbehörden Quarantäne angeordnet.