Donnerstag, 02. Juli 2020Der Sport-Tag

22:39 Uhr

French Open geben mutige Zuschauer-Prognose aus

Gewagte Planung: Die Veranstalter der French Open wollen trotz der grassierenden Corona-Pandemie bis zu 20.000 Zuschauer pro Tag für das Grand-Slam-Turnier zulassen. Dies teilte der französische Tennisverband (FTF) mit. Bei den Finals sollen bis zu 10.000 Zuschauer anwesend sein können.

Die diesjährige Ausgabe wurde auf den Zeitraum vom 27. September bis 11. Oktober verlegt, kurz zuvor sollen auch die US Open vom 31. August bis 13. September stattfinden. Aktuell pausieren die international Tennistouren und sollen am 14. August mit dem Hartplatzturnier in Washington nach gut fünfmonatiger Coronapause zurückkehren.

22:17 Uhr

NBA registriert steigende Zahl an Corona-Fällen

In der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sind neun weitere Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte die NBA mit. Insgesamt sind seit Beginn der Corona-Tests am 23. Juni 25 von 351 Spielern positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Liga will alle Beteiligten ab dem 7. Juli in Orlando/Florida in Quarantäne schicken, ehe ab dem 30. Juli soll in Disney World unter strengen Vorkehrungen der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Das Hygienekonzept umfasst 113 Seiten, allerdings sind nicht alle Risiken ausgeschaltet. Das Personal in den Hotels werde beispielsweise nicht ständig auf das Coronavirus getestet.

21:23 Uhr

Marathonläuferin droht Haftstrafe

Der kenianischen Marathonläuferin Florence Jepkosgei Chepsoi droht eine Gefängnisstrafe wegen Vorlage falscher medizinischer Dokumente. Der Fall der 36-Jährigen, die wegen der Einnahme des verbotenen Kortikoids Prednisolon 2017 für zwei Jahre gesperrt worden war, soll am 13. August verhandelt werden. Sollte Chepsoi für schuldig befunden werden, wäre sie die erste kenianische Athletin, die unter der Führung der nationalen Anti-Doping-Agentur ADAK eine Haftstrafe absitzen muss. Chepsoi gehört allerdings nicht zu den Topläuferinnen ihres Landes. World Athletics hatte Kenia im November 2018 bei der Einteilung in die neu geschaffenen Dopingkategorien in die Gruppe A der "Hochrisikoländer" eingestuft. Zwei Jahre zuvor hatte sogar das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gedroht. Dies konnte erst durch ein neues Anti-Doping-Gesetz verhindert werden.

19:31 Uhr

Stadion nicht Corona-konform: Portugals Cupfinale muss umziehen

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Die Champions League ist unter anderem bei Sporting Lissabon zu Gast.

(Foto: imago images/GlobalImagens)

Das portugiesische Pokalfinale zwischen Benfica Lissabon und dem FC Porto kann nicht wie in früheren Jahren im Nationalstadion in der Nähe der Hauptstadt Lissabon ausgetragen werden. Die Gesundheitsbehörden hätten das Stadion angesichts der Corona-Pandemie wegen mangelnder Hygieneeinrichtungen nicht freigegeben, berichtete das Sportportal TSF.

  • Stattdessen werde die wegen Corona von Ende Mai auf den 1. August verschobene Partie in das Stadion der Stadt Coimbra verlegt, bestätigte der nationale Fußballverband.
  • In Lissabon soll im August auch das Champions-League-Finalturnier stattfinden. Allerdings sind für die Spiele zwischen dem 12. und dem 23. August zwei andere Stadien vorgesehen, das Estádio da Luz von Benfica und das Estádio José Alvalade von Sporting Lissabon.
  • Die Entwicklung in Portugal in der Pandemie ist schwer abzusehen. Im Großraum Lissabon gilt wegen steigender Corona-Zahlen seit dem 1. Juli für zwei Wochen wieder ein teilweiser Lockdown. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden dürfen nur zum Einkaufen, zur Arbeit oder für einen Arztbesuch aus dem Haus. Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen.
  • Die Uefa hält dennoch an Lissabon als Austragungsort des Champions-League-Finalturniers fest. "Es gibt aktuell keinen Grund, einen Plan B zu haben. Aber wir bewerten die Situation täglich und werden es zu gegebener Zeit anpassen, falls notwendig", teilte die Uefa mit.
18:45 Uhr

"Sextape-Skandal": Benzema muss vor Gericht

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Benzema hat Ärger.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Der französische Fußballstar Karim Benzema muss sich wegen Mittäterschaft bei einem Erpressungsversuch vor Gericht verantworten. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft in Versailles der Nachrichtenagentur AFP.

  • Bekannte von Benzema hatten im Dezember 2015 seinen Teamkollegen Mathieu Valbuena mit einem Sexvideo erpresst.
  • Benzema soll auf Valbuena Druck ausgeübt haben, das geforderte "Schweigegeld" von 150.000 Euro zu zahlen. Bei der EM 2016 in Frankreich gehörte Real-Stürmer Benzema von Real Madrid deshalb nicht zum Kader von Trainer Didier Deschamps.
  • Vier weitere Personen sollen ebenfalls vor Gericht gestellt werden. Dazu gehört jedoch nicht der ehemalige Spieler des FC Liverpool und französische Nationalspieler Djibril Cissé, der zuvor ebenfalls in die Untersuchung verwickelt war.
17:48 Uhr

Vettel über Ferrari-Aus: "Nie ein Angebot auf dem Tisch"

Sebastian Vettel ärgert sich über die Ausmusterung bei Ferrari zum Ende dieses Jahres. Der Anruf von Teamchef Mattia Binotto mit der Entscheidung, den auslaufenden Formel-1-Vertrag nicht zu verlängern, sei für ihn überraschend gekommen. "Wir hatten nie eine Diskussion. Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch", sagte der Hesse vor dem Saisonauftakt in Österreich.

Noch im Mai bei der Verkündung seines Abschieds hatten Ferrari und Vettel von einer gemeinsamen Entscheidung gesprochen. Dieser Darstellung widersprach Vettel nun mit seinen Worten in Spielberg. Seine Zukunft im kommenden Jahr ließ der viermalige Weltmeister, der an diesem Freitag 33 Jahre alt wird, offen.

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17:37 Uhr

Polizei Braunschweig kapituliert: Abstandsregeln "unmöglich durchzusetzen"

Die Bilder sind eindeutig: Mehr als tausend Fans von Eintracht Braunschweig haben am Mittwochabend den Aufstieg ihres Vereins in die 2. Fußball-Bundesliga gefeiert und dabei offensichtlich gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen verstoßen.

  • Die Braunschweiger Polizei zog dennoch ein entspanntes Fazit der Nacht und sprach von einer "weitestgehend ruhigen und friedlichen Aufstiegsfeier. Aus polizeilicher Sicht wäre es unmöglich und auch unverhältnismäßig gewesen, die Abstandsregeln durchzusetzen", sagte eine Polizeisprecherin.
  • Abgesehen von zahlreichen Autokorsos versammelten sich nach ihren Angaben rund 700 Anhänger vor dem Stadion, später feierten noch einmal bis zu 600 Fans im Zentrum der Stadt.
  • Weil an beiden Orten auch Pyrotechnik gezündet wurde, gab es nach Angaben der Polizei mehrere Anzeigen. Vergleichbare Fan-Ansammlungen hatte es zuletzt auch nach dem Bundesliga-Aufstieg von Arminia Bielefeld oder dem Zweitliga-Abstieg von Dynamo Dresden gegeben.
17:03 Uhr

Hakimis Zukunft in Mailand ist perfekt

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Angekommen in Mailand: Hakimi.

(Foto: imago images/LaPresse)

Der Wechsel des einstigen Dortmunder Profis Achraf Hakimi zu Inter Mailand ist perfekt. Wie der italienische Erstligist mitteilte, unterschrieb der 21 Jahre alte marokkanische Nationalspieler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025.

  • Der bisher von Real Madrid an den Fußball-Bundesligisten ausgeliehene Hakimi hatte sich in den vergangenen beiden Jahren beim BVB zum Leistungsträger entwickelt. Dem Vernehmen nach erhält der spanische Rekordmeister eine Ablöse von rund 45 Millionen Euro.
  • Hakimi hatte sich vor wenigen Tagen über soziale Medien vom BVB verabschiedet. "Die Fürsorge und Aufmerksamkeit des Vereins und der Stadt waren vom ersten Moment an toll. Nun weiß ich, dass es richtig war, vor zwei Jahren nach Dortmund zu wechseln. Ich werde die Gelbe Wand nie vergessen."
16:13 Uhr

"Halt den Mund!" Trainer Ismael rastet aus

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"Wir sehen uns noch", drohte Ismael.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Beim Trainer Valerien Ismael vom österreichischen Fußball-Bundesligisten Linzer ASK liegen nach den Querelen der vergangenen Wochen offenbar die Nerven blank. Der frühere Bundesliga-Profi geriet beim 1:3 bei Rapid Wien, mit dem der LASK Rang zwei und einen Platz in der Champions-League-Quali an den Rekordmeister verlor, heftig mit Kollege Didi Kühbauer aneinander.

  • "Was ist dein Problem? Rede nicht mit mir! Verstehst du? Halt den Mund", schimpfte Ismael und drohte: "Wir sehen uns nachher noch!"
  • Kühbauer hatte zuvor die Schiedsrichter-Entscheidungen und das Spielgeschehen mit Seitenhieben gegen Ismaels Mannschaft kommentiert. Zum Vierten Offiziellen sagte er: "Bei jeder Entscheidung fordert er die Todesstrafe, das ist schon sehr störend."
  • Beide Trainer sahen für ihr Verhalten die Gelbe Karte. Nach dem entscheidenden Treffer zum 3:1 in der Schlussphase jubelte Kühbauer aufreizend in Richtung LASK-Bank. Ismael gratulierte später artig zur Vizemeisterschaft, betonte aber: "Wir wissen, wie er mit anderen Trainern umgeht. Ich wollte signalisieren, dass das mit mir nicht geht."
  • Linz hatte als souveräner Sieger des "Grunddurchgangs" die große Chance auf den zweiten Titel nach 1965, verlor das Rennen nach Fair-Play-Verstößen und Vier-Punkte-Abzug aber gegen Serienmeister RB Salzburg und Rapid. "Es gab einen LASK vor Corona und einen nach Corona. Wir haben uns selbst ein Bein gestellt", sagte Ismael.
15:47 Uhr

F1-Auftakt trotz Corona: 3000 Menschen sind erlaubt

Die Formel 1 steht kurz vor dem Saison-Neustart, ntv-Reporter Felix Görner ist begeistert von der malerischen Kulisse in Spielberg. In den unmittelbaren Renn-Genuss am Red Bull Ring werden jedoch nur ausgewählte Gäste kommen, denn die Ränge bleiben leer.

Wenn Sie mehr zur Formel 1 wissen wollen, schalten Sie um 17 Uhr zur "Sportbude" ein!

15:16 Uhr

Bremen strahlt Grün-Weiß vom Rathaus

Die Daumen sind gedrückt: Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat Werder in einer Videobotschaft vor dem Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim (20.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) Mut gemacht. Er kündigte zudem an, die Klubflagge am Rathaus zu hissen, "um zu zeigen, dass die ganze Stadt, die ganze Region hinter unserem ruhmreichen SVW steht".

Er sei fest davon überzeugt, Werder werde den Klassenerhalt schaffen. "Wir alle müssen unsere Mannschaft unterstützen. Nicht am Stadion, aber zu Hause oder in der Kneipe", sagte Bovenschulte.

14:51 Uhr

Neuseeland bestraft Betrugsvorwürfe beim America's Cup

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Schön sieht's ja aus ...

(Foto: imago/Americas Cup)

Nach Vorwürfen der Spionage und des Missbrauchs öffentlicher Gelder: Neuseeland hat die Zahlungen an die Organisatoren der Segelregatta America's Cup aufgrund von Betrugsvorwürfen ausgesetzt. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Arbeit mitteilte, habe es "nicht die Absicht, weitere Zahlungen" an America's Cup Events Limited (ACE) zu leisten.

  • Schon zuvor hatte das Ministerium erklärt, dass es "strukturelle und finanzielle Angelegenheiten" im Zusammenhang mit der Organisation des Rennens untersucht, dabei aber zunächst keine Einzelheiten genannt. Je nach Ergebnis des Prozesses wolle das Ministerium seine Entscheidung "überprüfen".
  • ACE ist ein Tochterunternehmen von Team Neuseeland (TNZ), des Rennsyndikats, das 2017 den Wettbewerb auf den Bermuda-Inseln für sich entschied und sich damit das Gastgeberrecht für die Austragung 2021 sicherte.
  • TNZ-Geschäftsführer Grant Dalton hat die Vorwürfe abgestritten und behauptet, dass die Organisation von Spionen infiltriert worden sei. Die vorläufige Aussetzung von Geldern sei kein Problem. Via Twitter gab die Organisation bekannt, dass sie und ACE "die Regierung darin unterstützen, Gelder zurückzuhalten, bis der Prozess abgeschlossen ist und wir alle Fragen geklärt haben".
14:11 Uhr

Coronavirus überstanden? Djokovic wird negativ getestet

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Djokovic und seine Frau haben die Infektion offenbar überstanden.

(Foto: AP)

Tennisstar Novak Djokovic und seine Frau sind negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Team nach Angaben der Nachrichtenagentur AP und damit zehn Tage nach der Bekanntgabe des positiven Testergebnisses mit.

  • Der 33 Jahre alte Weltranglisten-Erste war wie andere Tennisspieler positiv getestet worden, nachdem er an der von ihm organisierten Adria-Tour teilgenommen hatte.
  • Djokovic hatte sich anschließend nach eigenen Angaben in eine Quarantäne begeben. Sowohl er als auch seine Frau Jelena hätten während des Krankheitsverlaufs keine Symptome gehabt, hatte Djokovic mitgeteilt.
  • Für die Adria-Tour war Organisator Djokovic stark kritisiert worden, weil dort offenbar gängige Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten worden waren. Die Tour war nach Stationen im serbischen Belgrad und im kroatischen Zadar aufgrund mehrerer Corona-Fälle abgebrochen worden.
  • Auch Alexander Zverev hatte teilgenommen, hatte sich allerdings nicht infiziert - und feierte trotz selbst auferlegter Quarantäne weiter.
13:42 Uhr

Schalke baut Frauenfußball-Teams auf

Eine lobenswerte Entscheidung: Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 geht zur kommenden Saison erstmals niedrigklassig mit Frauenmannschaften an den Start. In den kommenden Monaten solle "eine gesamtheitliche Struktur im Bereich Frauen- und Mädchenfußball aufgebaut werden", teilte der Verein mit.

  • Eine Frauenmannschaft soll künftig in der Kreisliga B antreten, eine weitere U17-Mannschaft ebenfalls in der Kreisliga. Zusätzlich soll in jedem Jahr ein weiteres Jugendteam hinzukommen.
  • "Mit der Gründung einer Frauen- und Mädchenfußballabteilung wollen wir unser Angebot im Bereich des Breitensports erweitern", sagte der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider.
  • Und weiter: "Wir freuen uns sehr, dass nunmehr endlich auch Frauen und Mädchen aktiv Fußball beim und für den FC Schalke 04 spielen können. Unser Fokus wird dabei klar auf dem Amateursport liegen - hier wollen wir mittel- und langfristig einen neuen, ideellen Nachwuchsbereich entwickeln, der für Hobby-Fußballerinnen jeden Alters eine sportliche Heimat auf Schalke bietet."
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13:20 Uhr

Guardiola erteilt Sancho-Rückkehr eine Absage

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Die Wechselmöglichkeiten für Sancho werden immer geringer.

(Foto: Jrgen Fromme / firo Sportphoto / POOL)

Der nächste Klub verabschiedet sich aus der Gerüchteküche um BVB-Star Jadon Sancho: Manchester City. Coach Josep Guardiola erteilt einer möglichen Rückkehr des englischen Nationalspielers eine Absage: "Als er sich entschieden hat, nach Dortmund zu wechseln, hat er das nicht gemacht, um ein Jahr später wieder herzukommen", sagte Guardiola. "Das würde keinen Sinn machen."

  • Sancho war allerdings schon vor drei Jahren im Sommer 2017 aus der Jugend von Man City nach Dortmund gewechselt, wo er sein Profidebüt feierte und auch zum Nationalspieler wurde.
  • Über einen Wechsel des 20-Jährigen zurück nach England wird schon seit Monaten spekuliert. Manchester United gilt als heißester Kandidat, zuletzt wurde aber auch Man City in britischen Medien genannt.
  • "Nein, nein, nein", insistierte City-Coach Guardiola jetzt. "Er hat sich entschieden zu gehen. Warum sollte er zurückkommen wollen? Er wollte nicht hier bleiben, deshalb glaube ich auch nicht, dass er wieder hierher zurückkommen will."
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13:13 Uhr

Deutscher Sport erhält 200-Millionen-Euro-Hilfspaket

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Die Handballer des THW Kiel mussten ihren Titel mit Vorsicht feiern. Die Liga war vorzeitig abgebrochen worden.

(Foto: Sascha Klahn)

Ein Rettungspaket für den Sport: Der Bundestag hilft den großen Profiligen im Volleyball, Handball, Eishockey und Basketball durch die Corona-Krise.

  • Mit der Unterstützung des Bundes soll zumindest ein Teil der in der Pandemie entstandenen Verluste durch entgangene Zuschauereinnahmen kompensiert werden.
  • Die Höhe der jeweiligen Zuschüsse wird auf höchstens 80 Prozent der erwarteten Ticketeinnahmen für den Zeitraum April bis Dezember begrenzt sein, die maximale Zuwendung beträgt 800.000 Euro.
  • "Mithilfe dieser wertvollen Unterstützung sind die Chancen deutlich verbessert, dass die Vielfalt der Vereins- und Verbandslandschaft in Deutschland erhalten bleiben kann", sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund.
12:44 Uhr

Matthäus watscht HSV-"Schulbuben" ab

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Der HSV bleibt sitzen.

(Foto: Michael Freitag/Pool via xim.gs)

1:5 verlor der HSV - und das, als es um den Aufstieg ging. Lothar Matthäus versteht das nicht und übt harsche Kritik an der Einstellung der Hamburger. "Wie kann es sein, dass die Spieler aus Sandhausen um ihr Leben rennen und die Hamburger Jungs aussehen wie Schulbuben, obwohl sie das Zehnfache verdienen? Das hat etwas mit Charakter und Zusammenhalt zu tun", schrieb Matthäus in seiner Kolumne auf skysport.de.

  • Klare Worte fand Matthäus auch für andere Traditionsklubs. "Wenn Spieler und auch einige Verantwortliche von Hamburg, Schalke und Nürnberg die Vereinsfarben nur annähernd so fühlen würden, wie die vielen treuen Anhänger, wären die Sorgen höchstens halb so groß", so der 59-Jährige.
  • Matthäus schrieb: "Wer mit Positionen auf der Trainerbank und im Präsidium jahrelang schachert und keinen wirklichen Plan verfolgt, der ist selbst schuld, dass die Tradition flöten geht."
12:26 Uhr

Pechstein-Freund kündigt dem Bundestrainer

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Große und Pechstein haben nicht allzu viele Freunde im deutschen Eisschnelllauf.

(Foto: imago images/photoarena/Eisenhuth)

Der Streit schwelte schon länger: "Ein Bundestrainer, der die Bewerbung um das höchste Amt der DESG als einen Witz bezeichnet und die erfolgreichste deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein 'zum Kotzen' findet, gehört nicht in dieses Amt", hatte Matthias Große über den Eisschnelllauf-Bundestrainer Erik Bouwman gesagt. Nun ist Große der kommissarische Präsident der DESG - und Bouwman bald nicht mehr im Amt.

  • Dem Niederländer sei schriftlich mitgeteilt worden, dass sein Arbeitsverhältnis zum 31. Juli endet, sagte Große, der der Lebensgefährte von Pechstein ist.
  • Noch keine Entscheidung sei über die Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor Matthias Kulik getroffen worden. "Der Sportdirektor hat es bisher nicht für nötig gehalten, mit mir zu reden", sagte Große. "Ich mache meine Arbeit, ich baue mein System auf und schaffe Tatsachen", erklärte der Berliner Immobilien-Manager.
11:44 Uhr

Ex-Schalker erhebt schwere Vorwürfe gegen Tönnies

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"Man kann sagen, dass Clemens Tönnies auf Schalke gefallen ist."

Aus der Sicht von Tomasz Hajto (47) war der Rücktritt von Clemens Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender bei Schalke 04 "eine Frage der Zeit". Dass Tönnies am Dienstag seinen Rücktritt erklärte, überraschte den langjährigen Schalker Abwehrspieler im Interview mit RevierSport nicht: Er sei nicht mehr zu halten gewesen, so Hajto: "Man kann sagen, dass Clemens Tönnies auf Schalke gefallen ist." An der derzeitigen sportlichen und wirtschaftlichen Krise habe der 64-Jährige laut Hajto einen großen Anteil: "Tönnies war immer involviert, was Trainer- und Managerposten angehen. Er hat da zuletzt leider oft kein glückliches Händchen mehr gehabt." Hajto teilt außerdem die harsche Kritik von Ex-Kapitän Marcelo Bordon (44) bezüglich des Charakters der Schalker Mannschaft: "Sie haben immer irgendwelche Ausreden. (...) Dass Schalke 16 Bundesligaspiele in Serie nicht gewinnt, ist ein Skandal." Für die Zukunft wünscht er sich, dass "echte Schalker" den Verein leiten oder beraten: "Da fallen mir spontan Namen wie Marc Wilmots, Olaf Thon, Jiri Nemec, Marcelo Bordon, Tomasz Waldoch oder Tomasz Hajto ein."

11:05 Uhr

Bundesliga-Start mit Fans ist wahrscheinlich, aber ...

Die Deutsche Fußball Liga steht bei den Planungen für einen Bundesliga-Start mit Zuschauern offenbar vor einem Durchbruch. Nach einem Bericht der "Bild" sind die Chancen gestiegen, dass die Klubs von September an ihre Stadien teilweise füllen dürfen. Detailplanungen werden in einer Sonderkommission der DFL geklärt. Für jedes Stadion muss ein eigenes Hygienekonzept erstellt werden. Laut des Berichts ist RB Leipzig am weitesten, hat bereits die Genehmigung des Gesundheitsamts. In Leipzig dürften dem Bericht nach 50 Prozent der Plätze mit Fans besetzt werden. Das entspräche einer Kapazität von etwa 21.000 Zuschauern. Zwischen jedem Fan soll ein Platz freibleiben, es besteht Maskenpflicht. Gäste-Fans sollen nicht zugelassen werden. Zur Verringerung des Infektionsrisikos soll die Anreise zum Stadion nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr erfolgen.

10:34 Uhr

Aalborg-Fans sorgen beim Pokalfinale für Eklat

Die Fans des dänischen Traditionsklubs Aalborg BK haben beim Pokalfinale gegen Sönderjyske (0:2) für einen Eklat gesorgt. Weil die Anhänger auf der Tribüne der Blue Water Arena in Esbjerg die Abstandsregeln missachteten, musste das Endspiel für eine knappe Viertelstunde unterbrochen werden. "Das ist verdammt ärgerlich. Wir distanzieren uns auf das Schärfste", sagte AaB-Klubdirektor Thomas Baelum dem "Ekstrabladet". 40 bis 50 Fans, die auch Bengalos gezündet hatten, wurden in Gewahrsam genommen und nach Aalborg zurückgebracht. Insgesamt standen jedem Klub 750 Eintrittskarten zur Verfügung. Für den dänischen Fußball könnte es ein Rückschlag auf dem Weg zurück zur Normalität gewesen sein. Schon am Wochenende sollen in manchen Stadien wie beim FC Kopenhagen wieder mehr als 10.000 Fans ins Stadion kommen dürfen, für den Spätsommer hofft die Liga auf volle Auslastung. Der frühere Aalborger Anders K. Jacobsen entschied die Begegnung per Doppelpack für Sönderjyske.

09:33 Uhr

Leroy Sané setzt Medizincheck beim FC Bayern fort

Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler Leroy Sané zum FC Bayern rückt immer näher. Der 24 Jahre alte Außenstürmer setzte nach Informationen der "Bild" den obligatorischen Medizincheck am Donnerstag in München fort. Sané war demnach am Mittwochabend in der bayerischen Landeshauptstadt angekommen.
Sané gilt als Schlüsselpersonalie für den FC Bayern. Es wird davon ausgegangen, dass der Rekordmeister dem 21-maligen Nationalspieler einen Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren angeboten hat. Medien zufolge soll der Wechsel die Bayern nun weniger als 50 Millionen Euro Ablöse kosten. Der Kontrakt des 24-Jährigen bei Manchester ist bis zum 30. Juni 2021 gültig.

08:14 Uhr

Lesetipp: Ignoranter Zverev hat Ärger verdient

Erst wilde Partys auf der Ego-Adria-Tour von Novak Djokovic, jetzt wieder eine Party, dieses Mal in Monte Carlo. Alexander Zverev katapultiert sich mit verantwortungslosem Verhalten ins Aus und schweigt. Besser so, denn eine Entschuldigung nimmt dem Tennis-Profi niemand mehr ab.

07:40 Uhr

Alaba verschiebt Entscheidung über Zukunft beim FC Bayern

David Alaba hat noch keine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern getroffen. Über diese Frage mache er sich "im Moment keine Gedanken", sagte der Österreicher dem "Kicker". "In den letzten Wochen lag der Fokus auf den sportlichen Aufgaben, daran ändert sich auch in den nächsten nichts", meinte Alaba. Der 28 Jahre alte Profi hat bei den Münchnern noch einen Vertrag bis 2021. Wann er seine Entscheidung treffe, wisse er nicht, sagte der Abwehrchef der Bayern. "Aber ich werde sie irgendwann treffen müssen." Die ungeklärte Zukunft belaste ihn aber nicht, sagte er. Neben Franck Ribéry und Thomas Müller ist Alaba mit neun deutschen Meisterschaften Titel-Rekordhalter.

07:03 Uhr

"Langlauf fällt hinten runter" - Jochen Behle sorgt sich

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Mit Jochen Behle an der Spitze erlebte der deutsche Langlauf seine erfolgreichste Zeit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der langjährige Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle sorgt sich um den öffentlichen Stellenwert seiner Sportart in Deutschland. "Bei uns ist es eine Randsportart. Wenn dann keine Ergebnisse kommen, versinkt das als Ganzes - das sieht man ganz deutlich. Bei den Öffentlich-Rechtlichen ist kaum mehr etwas in Sachen Langlauf geboten. Da fällt der Langlauf hinten runter, das ist nicht so schön", sagte Behle der Deutschen Presse-Agentur. Der Sauerländer selbst arbeitet seit Jahren als Co-Kommentator bei Eurosport. Unter Behle, der von 2002 bis 2012 Bundestrainer war, erlebte der deutsche Langlauf seine erfolgreichste Zeit, es gab bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zahlreiche Medaillen. "Ich glaube, dass das eine richtige Hochzeit für uns war. Du musst allerdings das Potenzial und die Talente dafür haben. Das ist im Moment nicht der Fall für die jetzigen, die dort arbeiten", stellte Behle fest.

06:33 Uhr

Tönnies bekräftigt umstrittene Pläne für Schalke 04

Einen Tag nach seinem Rücktritt als Vorstandvorsitzender beim FC Schalke 04 hat Clemens Tönnies der Führung des kriselnden Bundesligisten noch einmal zur geplanten Ausgliederung der Profi-Abteilung geraten. "Schalke 04 kommt für eine positive Zukunft an einer Ausgliederung nicht vorbei", sagte der 64-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viele Schalker Fans und Mitglieder sehen eine mögliche Abkehr vom eingetragenen Verein, welche zur Lösung der Finanzprobleme der angeschlagenen Königsblauen beitragen soll, kritisch, sie befürchten eine Übernahme durch Investoren. Tönnies hatte vor seinem Rücktritt versichert, es könne nicht "gegen den Zeitgeist oder den Willen dieser Mitglieder" entschieden werden. Zu seinem Abschied, den der milliardenschwere Fleischfabrikant nach großem Druck von außerhalb am Dienstag verkündet hatte, sagte Tönnies den Funke-Blättern: "Ich gehe total ohne Groll. Ich habe die schönste Zeit meines Lebens mit Schalke 04 verbracht, ich hatte wegen Schalke 04 auch viele schlaflose Nächte. Aber ich möchte keinen Tag in all den Jahren missen."

05:55 Uhr

Ex-Dortmunder lässt Arsenal jubeln, Ex-Dortmunder nervt Chelsea

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Er kann's immer noch. Sowohl das mit den Toren, als auch das mit dem Salto.

(Foto: REUTERS)

Mit zwei Toren und einem Assist hat der frühere Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang den FC Arsenal wieder auf Europapokal-Kurs gebracht. Die Londoner gewannen am 32. Spieltag der Premier League mit Skhodran Mustafi in der Startelf und ohne Mesut Özil souverän 4:0 (2:0) gegen Schlusslicht Norwich City und springen vorübergehend auf Rang sieben. Aubameyang erzielte nach einem krassen Fehler von Torhüter Tim Krul das 1:0 (33.) und legte wenig später den zweiten Gunners-Treffer für Granit Xhaka auf (37.). Im zweiten Durchgang schnürte der Gabuner den Doppelpack (68.), der eingewechselte Cedric (80.) setzte den Schlusspunkt. Stadtrivale FC Chelsea mit Antonio Rüdiger verlor aufgrund eines Last-Minute-Treffers überraschend 2:3 (1:1) bei West Ham United und verpasste es, wichtige Punkte im Kampf um die Champions League zu holen. Als Vierter beträgt der Vorsprung der Blues auf Rekordmeister Manchester United nur zwei Zähler. Willian (42.) brachte die Blues in Führung. Nachdem Tomas Soucek (45.+2) und Michail Antonio (51.) die Begegnung zugunsten der Hammers gedreht hatten, glich Willian (72.) mit einem sehenswerten direkten Freistoß aus. In der Schlussphase ließ der frühere Dortmunder Stürmer Andrij Jarmolenko (90.) Rüdiger aussteigen und entschied die Partie für die Gastgeber.