Donnerstag, 22. April 2021Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
20:24 Uhr

Land NRW muss Profiklub das Gehalt während der Quarantäne bezahlen

Das Land Nordrhein-Westfalen muss dem SC Paderborn ein Profi-Gehalt erstatten, das der damalige Fußball-Erstligist vor rund einem Jahr während einer behördlich angeordneten zweiwöchigen Quarantäne gezahlt hatte. Der heutige Zweitligist bestätigte einen entsprechenden Bericht im "Westfalen-Blatt". Demnach gab das Landgericht Münster dem Verein in seiner Auffassung Recht, wonach das Quarantäne-Training der Profis daheim nicht als Home-Office zu werten ist. Dieses Urteil könnte Signalwirkung haben.

Anlass für den Rechtsstreit war der positive Corona-Test beim inzwischen zum FSV Mainz gewechselten Profi Luca Kilian. Daraufhin war für einige Spieler der Ostwestfalen eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden. Mit Verweis auf das Infektionsschutzgesetz hatte der Klub eine Erstattung der in dieser Zeit weiter gezahlten Gehälter gefordert. Das hatte das Land NRW abgelehnt.

19:42 Uhr

Acht Monate nach Krebsdiagnose: Tennisspielerin meldet sich lachend zurück

Die spanische Profi-Tennisspielerin Carla Suarez Navarro kann gut acht Monate nach ihrer Krebsdiagnose wieder lachen. "Ich bin geheilt!", schrieb die 32-Jährige in den Sozialen Netzwerken und zeigte sich freudestrahlend auf Fotos in einem T-Shirt mit der Aufschrift "Stronger Than Cancer" ("Stärker als der Krebs").

"Heute habe ich meine Behandlung beendet und das Hodgkin-Lymphom überwunden", schrieb sie weiter: "Danke an alle für ihre herzlichen Nachrichten. Jedes Wort der Unterstützung hat mir in den letzten Monaten Kraft gegeben. Meine ganze Dankbarkeit gilt dem medizinischen Personal, das sich jeden Tag um uns kümmert."

Bei der ehemaligen Nummer sechs der Weltrangliste war Anfang September 2020 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden, nachdem sie über Magenbeschwerden, Schmerzen und Fieber geklagt hatte. Suarez Navarro begab sich in eine sechsmonatige Chemotherapie. Vor gut zwei Wochen hatte sie das Training wieder aufgenommen.

19:11 Uhr

Kuntz garantiert Abwehrspieler die Olympia-Nominierung - unter einer Voraussetzung

Benjamin Henrichs von Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio so gut wie sicher. "Ich plane ihn fest ein, wenn ihn Jogi nicht für die EM braucht", sagte der für das Olympia-Team verantwortliche U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz im Bundesliga-Podcast des NDR. Allerdings betonte Kuntz auch: "Er soll schauen, dass er auf mehr Einsätze kommt, damit ich ihn bedenkenlos für Olympia nominieren kann."

Henrichs ist nach monatelangen Knieproblemen und einem Eingriff mittlerweile schmerzfrei. Allerdings kam der 24-Jährige seit Anfang März für Leipzig nur auf Kurzeinsätze. Dennoch hatte ihn RB Mitte April fest von der AS Monaco verpflichtet und hofft auf eine tragende Rolle von Henrichs in der Zukunft. Der Defensiv-Allrounder hatte kürzlich erneut bekräftigt, sich auch noch Chancen auf eine EM-Teilnahme auszurechnen. Eine Nominierung wäre allerdings derzeit eine Überraschung und würde wohl auch das Ende der Olympia-Träume von Henrichs bedeuten.

18:15 Uhr

Rückschlag für mögliches Savchenko-Comeback mit Bruno Massot

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Keine Neuauflage.

(Foto: imago/Beautiful Sports)

Ein gemeinsames Comeback der Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot wird immer unwahrscheinlicher. Der 32-Jährige wird im Mai mit seiner Familie aus der Schweiz in seine Geburtsstadt Caen zurückkehren und soll dort für den französischen Eislaufverband als Coach ein Paarlauf-Trainingszentrum aufbauen.

Seine Partnerin hatte schon im März Zweifel an der Fortsetzung einer gemeinsamen Wettkampfkarriere geäußert. "Allein laufen kann ich ja nicht, und mit einem anderen Partner wäre es Quatsch", sagte die fünfmalige Weltmeisterin. Ein etwaiger Massot-Ersatz müsste im Hinblick auf Olympia 2022 in Peking nicht nur auf dessen Level laufen, er müsste auch einen deutschen Pass besitzen.

17:46 Uhr

Zehn Millionen Euro Schulden: Drittligist legt finanzielle Not offen

Der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat Medienberichten zufolge knapp zehn Millionen Euro Schulden. Das gehe aus dem Insolvenzplan hervor, der nun an die Gläubiger verschickt wurde, berichteten die "Westdeutsche Zeitung" und der "Kicker". Am 6. Mai finde eine Gläubigerversammlung statt. Der Klub und der Insolvenzverwalter äußerten sich zu dem Insolvenzplan auf Anfrage nicht.

Anfang des Jahres hatte das Amtsgericht Krefeld bei dem Verein einen Insolvenzverwalter eingesetzt. Zuvor war der Investor Michail Ponomarew aus dem Klub ausgestiegen. Als Ursache für die Verschuldung nennt der Insolvenzverwalter laut "WZ"-Bericht in dem Insolvenzplan vor allem die Verpflichtung "hochbezahlter Spieler".

17:21 Uhr

München "Spiele zu entziehen wäre rechtlich fragwürdig"

Die EM 2021 steht vor dem Hintergrund der Pandemie weiter in der Kritik. Gerade das Beharren auf Zuschauer vor Ort seitens der UEFA stellt für einige Spielorte ein Problem dar. "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster spricht über die Scheinheiligkeit des Verbandes und mögliche rechtliche Schritte.

16:55 Uhr

Zeit wird knapp: Hertha muss in 19 Tagen sechsmal spielen

Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss sich im Kampf um den Klassenerhalt nach absolvierter Quarantäne einem erwartet straffen Programm stellen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verkündete die Neuansetzungen der drei wegen mehrerer Coronafälle bei den Berlinern verlegten Spiele. Insgesamt muss Hertha zwischen dem 3. Mai und dem Saisonfinale am 22. Mai sechs Partien bestreiten.

Beim ungeplanten Kurz-Comeback der Montagsspiele am 3. Mai gastiert Hertha beim Abstiegsrivalen FSV Mainz 05 (18.00 Uhr/Sky). Das ebenfalls verlegte Heimspiel gegen den SC Freiburg findet am 6. Mai (18.30 Uhr/DAZN) statt, bei Absteiger Schalke 04 gastiert der Hauptstadtklub nun am 12. Mai (18.00 Uhr/Sky).

15:56 Uhr

"Phantom" verlässt den 1. FC Nürnberg nach 17 Jahren

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Neue Aufgabe.

(Foto: imago/Revierfoto)

Das frühere Tor-"Phantom" Marek Mintal verlässt den 1. FC Nürnberg. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig und aktuelle U21-Trainer wird Assistenzcoach der slowakischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 43-Jährige war schon seit 2020 als Co-Trainer für die Slowakei tätig. Künftig konzentriert er sich komplett auf dieses Amt. Im Jahr 2003 war Mintal von seinem Heimatverein MSK Zilina zum FCN gewechselt, bei dem er mit Ausnahme einer einjährigen Unterbrechung in Rostock 17 Jahre wirkte.

15:21 Uhr

Super-League-Boss wehrt sich: "Haben den Fußball nicht getötet"

Die Super League hält seit einigen Tagen die Fußball-Welt in Atem. Nachdem immer mehr Klubs wieder austreten erklärt Mit-Initiator Florentino Perez, dass er weiterhin an die Idee glaubt. Es wäre dem Präsidenten von Real Madrid zufolge gar "eine Sünde", das Format nicht durchzuführen.

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14:08 Uhr

Was für ein Wurf! Milimeter fehlen zur Ewigkeits-Sensation

Fast ein Wurf für die NBA-Geschichte: Die Phoenix Suns waren eigentlich schon der sichere Sieger. 116:113 führte das Top-Team im Spitzenduell gegen die Philadelphia 76ers. Chris Paul, Superstar der Suns, hatte die Möglichkeit, per Freiwurf einen weiteren Punkt zu erzielen und den Deckel draufzumachen. Bei einer ausstehenden Spielzeit von weniger als eine Sekunde war das Ding aber eigentlich auch so schon durch - oder? Er setzt zum Wurf an - der Ball gerät zu kurz und springt vom Ring zurück ins Feld. 76ers-Superstar Joel Embiid schnappt sich die Kugel, landet und schmeißt sie mit der Landung sofort quer übers Spielfeld. Der Ball fliegt von Korb zu Korb, prallt gegen das Brett, an die Innenseite des Rings, von da an die andere Innenseite - dann aber wieder raus! Nur Millimeter fehlten Embiid zum Ausgleich und zu einem Korb für die Ewigkeit.

13:08 Uhr

DFB fordert dringende Erklärung für brisantes Foto ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Drittligisten Waldhof Mannheim wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Hygienekonzept zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Spieler der Badener hatten nach dem 3:2-Sieg gegen den VfL Lübeck am vergangenen Sonntag für ein Gruppenfoto mit einem an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS erkrankten Fan posiert. Die Profis und der Fan trugen dabei keine Masken.

Entgegen einiger Medienberichte habe der DFB bislang keine Ermittlungen aufgenommen, teilte der Verband klar. Es gehe erstmal darum, Hintergrundinformationen zu der Aktion zu erhalten.

12:56 Uhr

Leichtathletik-Weltverband möchte das Klima besser schützen

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics (WA) und die Organisatoren der Hallen-WM 2022 in Belgrad sind dem Bündnis "Sports for Climate Action Framework" der Vereinten Nationen beigetreten. Dies gab WA in einer Pressemitteilung bekannt. Das Bündnis hilft Sportorganisationen, ihre Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu regulieren und zu kompensieren.

"Der Klimawandel ist eines der zentralen Probleme unserer Zeit", sagte WA-Präsident Sebastian Coe am Donnerstag bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung im Umfeld des "Earth Day 2021": "Wir werden Zeuge unumkehrbarer Veränderungen, die auch Einfluss auf unseren Sport nehmen, von der Luft, die unsere Profisportler wie auch Freizeitläufer atmen, bis hin zu unserer Fähigkeit, sichere Veranstaltungen abzuhalten.

12:12 Uhr

Wütende Fans stürmen Trainingsgelände von Super-League-Klub

Aus Protest gegen Klubboss Joel Glazer und die Pläne zur Teilnahme an der umstrittenen Super League haben Fans von Manchester United das Trainingsgelände des englischen Rekordmeisters gestürmt. Auf Transparenten ("Wir entscheiden, wo ihr spielt", "Raus mit den Glazers") machten sie ihrem Unmut Luft, versperrten den Eingang und postierten sich schließlich auch auf dem Rasen. Zu Kontakten mit Spielern kam es nicht.

Manchester United, seit 2003 im Besitz der Glazer-Familie, hatte sich zunächst am vergangenen Montag wie fünf weitere Premier-League-Klubs (Manchester City, FC Liverpool, FC Chelsea, Tottenham Hotspur und FC Arsenal) der geplanten Super League im europäischen Fußball angeschlossen. Zwei Tage später und nach zahlreichen Protesten zogen alle englischen Klubs ihre Bereitschaft zur Teilnahme wieder zurück.

11:33 Uhr

Deutscher EM-Gegner probt gegen Wales und Bulgarien

Fußball-Weltmeister Frankreich bestreitet seine Vorbereitungsspiele für die Europameisterschaft in diesem Sommer gegen Wales und Bulgarien. Der deutsche Gruppengegner trifft am 2. Juni in Nizza auf das walisische Team von Superstar Gareth Bale, das sich ebenfalls für die EM-Endrunde qualifiziert hat. Sechs Tage später gastieren die Bulgaren im Stade de France in St. Denis.

Deutschland und Frankreich treffen zum Auftakt in der Gruppe F am 15. Juni voraussichtlich in München aufeinander. Außerdem trifft die DFB-Elf auf Titelverteidiger Portugal und Ungarn, die ersten beiden Teams sowie die vier besten Dritten der sechs Gruppen ziehen ins Achtelfinale ein.

10:53 Uhr

"Nervöse" Kerber erreicht WTA-Achtelfinale

Angelique Kerber startet erfolgreich in ihr erstes Sandplatz-Turnier des Jahres. Trotz anfänglicher Nervosität zieht Deutschlands beste Tennisspielerin am Ende souverän ins WTA-Achtelfinale ein. Dort trifft die 33-jährige Kielerin allerdings auf Angstgegnerin Jelina Switolina.

10:28 Uhr

"Tut weh": DOSB-Boss betrübt über Bundesnotbremse

DOSB-Präsident Alfons Hörmann fürchtet durch die Bundesnotbremse in der Corona-Krise weitere schwere Folgen für den Sport. "Nach einem Jahr verordneter Bewegungslosigkeit tut jede neue Form von Einschränkung richtig weh", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes vor der Entscheidung des Bundesrates über die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes. "Gerade mit dem beginnenden Frühjahr wären beste Voraussetzungen für mehr gemeinsame Bewegung an der frischen Luft gegeben, die nun erst einmal vielfach ungenutzt bleiben werden", sagte Hörmann.

"Unsere 90.000 Vereine hoffen seit Monaten vergeblich endlich wieder auf mehr Normalität. Die Einschränkungen belasten Körper, Seele und Geist bei den Kindern genauso wie bei den Senioren und allen Altersgruppen im Erwachsenenbereich", sagte Hörmann.

Die Sportvereine hätten bislang zwar die Corona-Maßnahmen "verantwortungsvoll und vorbildlich" mitgetragen. Der DOSB fordert jedoch "eine differenziertere Bewertung der jeweiligen Situationen und Lösungen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl", forderte Hörmann. Der Dachverband verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang von einer Million Mitgliedern in den Sportvereinen.

09:31 Uhr

"Lasst euch nicht blenden!": Fan-Verbände wollen Proteste ausweiten

Fan-Organisationen haben nach dem Scheitern der Super League einen massiven Richtungswechsel im Fußball gefordert. "Wir rufen alle Fußballfans auf: Die Zeit für einen noch konsequenteren und lauteren Widerstand ist gekommen. Die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, was möglich ist", schreiben neun Bündnisse und Initiativen in einer gemeinsamen Stellungnahme, darunter "ProFans", "Unser Fußball", "Unsere Kurve" und "Zukunft Profifußball".

"Lasst Euch nicht blenden! FIFA, UEFA und die Nationalverbände sind nicht die Heilsbringer des Fußballs, die ihn vor dem Untergang gerettet haben. Vielmehr haben eben diese Verbände die Monopolstellung sogenannter Top-Klubs ermöglicht", heißt es weiter. Die Organisationen forderten alle Verbände auf, umgehend "auf die großen Worte Taten folgen zu lassen. Dies reicht von der Zurücknahme der beschlossenen Champions-League-Reform hin zu einer gleichmäßigeren Verteilung gemeinsamer Einnahmen".

Die Verbände, so warnten die Fan-Organisationen, "werden uns ab sofort alle weiteren faulen Kompromisse mit sogenannten Top-Klubs als Rettung des Fußballs verkaufen. Das Motto wird sein: Schluckt diese Pille, denn sonst gründen sie dieses Mal wirklich eine Super League". Sie fordern erneut, das Financial Fairplay-Reglement konsequent anzuwenden, die Einnahmen aus den UEFA-Wettbewerben gleichmäßiger zu verteilen und die Faninteressen bei allen Entscheidungen verbindlich zu berücksichtigen.

08:32 Uhr

Real siegt sich an die Spitze: Ex-Bayern-Profi trifft, Ex-Bayern-Profi fehlt

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Toni Kroos, Ex-Bayern-Star.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ersatzgeschwächt und ohne Nationalspieler Toni Kroos hat der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid bei seinem ersten Auftritt seit dem Wirbel um die Super League gewonnen. Gegen den Aufsteiger FC Cadiz holten die Königlichen am Mittwochabend ein 3:0 (3:0) und übernahmen damit zumindest für eine Nacht die Tabellenführung in der spanischem Primera Division. Binnen zehn Minuten sorgten Karim Benzema (30./Elfmeter/40. Minute) mit einem Doppelpack und der ehemalige Bayern-Profi Alvaro Odriozola (33.) für klare Verhältnisse bei dem Auswärtsspiel. Neben Kroos fehlte Madrid unter anderem auch Luka Modric im Mittelfeld.

Zuvor war der FC Sevilla mit einem 1:0 (0:0) gegen UD Levante auf Rang drei geklettert und am FC Barcelona vorbeigezogen. Die Katalanen spielen aber erst heute und haben auch dann noch eine Partie weniger absolviert. CA Osasuna setzte sich gegen den FC Valencia mit 3:1 (2:1) durch. Der FC Villarreal verlor 1:2 gegen Deportivo Alaves und rutschte in der Tabelle hinter Real Betis Sevilla, denen dafür ein 0:0 im Auswärtsspiel bei Athletic Bilbao reichte. Im Kellerduell trennten sich der FC Elche und Real Valladolid 0:0.

07:45 Uhr

James ist es "so verdammt leid, von der Polizei getötete schwarze Menschen zu sehen"

Basketball-Superstar LeBron James hat sich einen Tag nach dem Schuldspruch im Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin erschüttert und frustriert über weitere tote Schwarze geäußert. "Ich bin es so verdammt leid, von der Polizei getötete schwarze Menschen zu sehen", schrieb der 36 Jahre alte Profi der Los Angeles Lakers in einer Serie von Tweets am Mittwoch. Am gleichen Tag war in North Carolina der 40 Jahre alte Andrew Brown Junior bei einem Einsatz der Polizei erschossen worden. Tags zuvor hatte ein Polizist in Ohio ein 16 Jahre altes schwarzes Mädchen erschossen, das Videoaufnahmen zufolge mit einem Messer bewaffnet war.

James löschte ein zuvor von ihm veröffentlichten Tweet mit einem Foto eines der Polizisten, der bei dem Einsatz in Ohio beteiligt gewesen sein soll, das er mit den Worten "Du bist der nächste" und "Accountability", was auf deutsch so viel heißt wie Rechenschaft oder Verantwortlichkeit, betitelt hatte. "Ich habe den Tweet runter genommen, weil er dazu benutzt wurde, mehr Hass zu erzeugen. Es geht hier nicht um einen Polizisten", schrieb James. "Es geht um das gesamte System und sie nutzen unsere Worte immer, um mehr Rassismus zu erzeugen."

06:51 Uhr

Es "hat sich nichts geändert" zwischen dem DFB und Flick

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Oliver Bierhoff und Hansi Flick haben wohl etwas zu besprechen.

(Foto: imago sportfotodienst)

Dass Hansi Flick den FC Bayern München nach dieser Saison verlassen will, hat die Situation für den DFB und die Beauftragten für die Suche nach einem Nationaltrainer zumindest offiziell nicht verändert. "Auch in diesem Fall gilt: Solange ein Trainer in einem laufenden Vertragsverhältnis ist - und das ist nach meinem Verständnis bei Hansi Flick und dem FC Bayern nach wie vor der Fall -, sprechen wir ihn nicht aktiv an", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff dem "Kicker". "Dass Hansi beim DFB eine riesige Wertschätzung genießt, ist ja keine Überraschung mehr."

DFB-Präsident Fritz Keller erneuerte seine Aussage von vor ein paar Wochen: "Wir haben gesagt, dass wir keinen Trainer aus einem vorhandenen Vertrag rausholen. Daran hat sich nichts geändert." Flick hatte am Wochenende öffentlich gemacht, dass er den deutschen Rekordmeister trotz seines bis Sommer 2023 laufenden Vertrages nach dieser Spielzeit verlassen möchte.

06:07 Uhr

"Du kannst nicht gehen": Super-League-Boss ermahnt Umfaller

Die Super League ist nach Meinung von Real Madrids Präsidenten Florentino Peréz noch nicht gescheitert. "Da liegen sie komplett falsch", sagte er in Richtung der Kritiker, die das Projekt für erledigt erklärt haben, in einem am frühen Morgen ausgestrahltem Radio-Interview von SER, über das die Zeitung "Marca" berichtete. Er denke nicht, dass die anderen Fußball-Klubs die Super League verlassen haben. "Es ist klar im Vertrag, dass du nicht gehen kannst", sagte Peréz.

Tagsüber hatte Juve-Boss Andrea Agnelli auf die Frage, ob man das Projekt jetzt noch fortsetzen könne, geantwortet: "Um ehrlich und aufrichtig zu sein, nein, das ist offensichtlich nicht der Fall." Peréz ist laut Mitteilung Vorstand der Super League, Agnelli einer der beiden Stellvertreter.

Die sechs beteiligten Teams aus England, die drei aus Italien sowie Atletico Madrid hatten zwischen Dienstagabend und Mittwoch ihren Rückzug von dem Vorhaben erklärt. Keine entsprechende Ankündigung gibt es von Real und dem FC Barcelona.

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