Donnerstag, 24. November 2022Der Sport-Tag

22:19 Uhr

"Als wäre Sadio bei uns": Mané leitet den Senegal von außerhalb

Sadio Mané fehlt dem Senegal bei der WM verletzt, allgegenwärtig ist er im Teamquartier des Afrikameisters dennoch. "Es ist, als wäre Sadio bei uns. Ich spreche jeden Tag mit ihm", berichtete Kapitän Kalidou Koulibaly vom FC Chelsea.

  • Der Star von Bayern München, der wegen einer Verletzung am Wadenbeinköpfchen seinen WM-Einsatz absagen musste, halte die Mentalität vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Katar am Freitag (14 Uhr/ARD, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) aus der Ferne "hoch, er ist ein wichtiger Spieler. Das ist ein guter Spirit", sagte Koulibaly.
  • Der Senegal hatte ohne Mané das erste Spiel in der Gruppe A gegen die Niederlande verloren (0:2).
22:05 Uhr

Klopp verliert wichtigen Mitarbeiter beim FC Liverpool

Der englische Pokalsieger FC Liverpool muss sich einem Medienbericht zufolge nach nur einem Jahr schon wieder nach einem neuen Sportdirektor umschauen. Julian Ward, der den Posten erst im vergangenen Sommer übernommen hatte, hört zum Ende der Saison auf. Das berichtete "The Athletic". Demnach will der 41-jährige Ward eine Auszeit vom Fußball nehmen. Er wird noch bis zum kommenden Mai als Sportdirektor weiterarbeiten, während Liverpool nach einem Nachfolger sucht.

Ward war 2012 als Scout vom Premier-League-Konkurrenten Manchester City zum Team des deutschen Trainers Jürgen Klopp gewechselt, wo er für das Scouting in Spanien und Portugal zuständig war. Nach mehreren Karriereschritten innerhalb des Klubs wurde er 2020 zum Assistenten des Sportdirektors Michael Edwards befördert, dessen Position er übernahm, als Edwards auf eigenen Wunsch den Klub verließ.

21:53 Uhr

Wegen Suche nach Bomben: Bundesligist muss Heimrecht tauschen

Die Veolia Towers Hamburg und die BG Göttingen haben ihr Heimrecht in der Basketball-Bundesliga getauscht. Die Towers erwarten die Niedersachsen bereits am 15. Januar (15 Uhr) in der heimischen Arena in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Spiel in Göttingen findet am 4. April (19 Uhr) statt. Grund des Tausches: Die Göttinger können aufgrund einer Kampfmittelbeseitigung von Anfang Januar bis Ende März keine Heimspiele in der heimischen S-Arena austragen.

20:57 Uhr

Nach Ronaldo-Entlassung: TV-Team erwischt United-Boss zum Interview auf der Straße

Einer der umstrittenen Inhaber des englischen Fußballklubs Manchester United hat sich in einem spontanen TV-Interview zurückhaltend zur Zukunft und einem möglichen Verkauf des Rekordmeisters geäußert. "Wie wir gestern angekündigt haben, hat der Vorstand einen Prozess durchlaufen und entschieden, dass wir uns verschiedene strategische Alternativen anschauen", sagte Avram Glazer dem Sender Sky News auf die Frage, warum jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Verkauf sei. "Wir werden sehen, wohin uns das führt."

TV-Reporter hatten Glazer in seiner Heimat West Palm Beach in Florida auf der Straße angesprochen. Zur Kritik von Cristiano Ronaldo, der der Glazer-Familie vorgeworfen hatte, sie interessierten sich nicht für den Klub, sagte der 62-Jährige: "Ronaldo ist ein großartiger Manchester-United-Spieler, ich schätze ihn für alles, was er für den Verein getan hat, und wünsche ihm viel Glück für die Zukunft."

20:06 Uhr

"Wahnsinn" und "Fehlentscheidung": Elfmeter-Pfiff für Ronaldo erzürnt gegnerischen Trainer

Ghanas Nationaltrainer Otto Addo hat die Elfmeterentscheidung für Portugal und Cristiano Ronaldo beim 2:3 seines Teams zum Auftakt der Fußball-WM in Katar deutlich kritisiert. "Wir spielen den Ball und dann kommt ein Kontakt zustande. Ich weiß nicht, was die gemacht haben, ob der Videoschiedsrichter geschlafen hat. Dass man sich nicht mal diese Szene anguckt, ist Wahnsinn", schimpfte der frühere Bundesligaspieler nach der Partie. "Es war eine Fehlentscheidung."

"Ich habe gefragt, ob ich nach dem Spiel kurz mit dem Schiedsrichter sprechen kann. Ich bekam die Antwort, er sei in einem Meeting und dies sei nicht möglich", klagte der 47-Jährige. "Es wäre schön, wenn er ein paar Minuten für den Trainer gehabt hätte."

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19:34 Uhr

Katar ändert Vorgehen gegen Regenbogenfahne in WM-Stadien

Katar wird seine restriktive Haltung bezüglich der Regenbogenfarben in den WM-Stadien aufgeben. Mit Beginn der zweiten Runde der Gruppenphase am Freitag sollen Anhänger, die ihre Unterstützung für die LGBTQ+-Community in den Arenen dokumentieren, dafür nicht mehr vom Sicherheitspersonal behelligt werden.

Genau dies war in den vergangenen Tagen mehrfach geschehen. Stadionbesucher waren immer wieder aufgefordert worden, ihre bunten Kleidungsstücke auszuziehen und entsprechende Motive zu verdecken. Aus der Antwort des Fußball-Weltverbandes FIFA auf eine Anfrage von WM-Teilnehmer Wales geht nun hervor, dass diese Interventionen eingestellt werden.

18:55 Uhr

WM-Legende Ronaldo hat unfreiwillig Stadionverbot für Brasiliens Auftakt

Brasiliens ehemaliger Weltklasse-Stürmer Ronaldo kann die Seleção anders als geplant bei ihrem WM-Auftakt nicht im Stadion unterstützen. Der 37-Jährige wurde in Katars Hauptstadt Doha positiv auf Corona getestet, wie er über die sozialen Medien mitteilte. In einem kurzen Videoclip versichert der Weltmeister von 2002, dass es ihm gut geht. "Ich bin heute mit Symptomen einer leichten Grippe aufgewacht", sagte Ronaldo. "Ich werde die nächsten fünf Tage in meinem Hotelzimmer isoliert sein." Er wünsche der Seleção für ihr erstes WM-Spiel heute Abend (20 Uhr/ZDF, MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) gegen Serbien alles Glück der Welt.

18:18 Uhr

Matthäus zieht unschönen Vergleich zwischen Thomas Müller und EM-Debakel 2000

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus macht sich nach dem 1:2 der DFB-Elf gegen Japan Sorgen um die Fitness von Angreifer Thomas Müller und rät Bundestrainer Hansi Flick zu einigen Veränderungen. "Bei Thomas Müller dachte ich an mein letztes Turnier, die EM 2000. Ich kam damals aus einer zweiwöchigen Verletzung und fand nie ins Spiel", schrieb der 61-Jährige bei "Bild". "Jetzt hatte ich nicht den Eindruck, dass Müller hundert Prozent fit ist. Er war nicht im Spiel." Der Angreifer von Bayern München hatte vor der WM länger verletzt pausieren müssen.

Matthäus würde die Elf im extrem wichtigen Spiel gegen Spanien am Sonntag (20 Uhr/ZDF, MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) auf einigen Positionen verändern: "Ich sage: Günter muss links hinten spielen, Kehrer rechts. Süle muss in die Innenverteidigung - oder Ginter. Gegen Spanien wird eine stabile Abwehr wichtig sein", schrieb er.

"Goretzka neben Kimmich ins Mittelfeld, auch das stabilisiert. Dann Gündoğan nach vorn ziehen und Musiala auf halblinks. Gnabry bleibt rechts. Und wenn Hansi sein bevorzugtes 4-2-3-1-System spielen will, muss Füllkrug als echte 9 rein."

17:45 Uhr

Umfrage: Fast jeder Zweite findet DFB-Protestaktion nicht ausreichend

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv geben 42 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aktuell - vier Tage nach Beginn der Fußball-WM - an, dass sie sich in der nächsten Zeit Live-Übertragungen der WM-Spiele ansehen wollen: 20 Prozent der Befragten wollen nur Spiele mit deutscher Beteiligung, weitere 22 Prozent auch Spiele ohne deutsche Beteiligung sehen.

Kritisch sehen die Befragten das Einknicken des DFB im Kampf um die "One Love"-Binde. Nur eine Minderheit (19 Prozent) findet es gut, dass der DFB seine Entscheidung nach der Androhung möglicher Strafen durch die FIFA zurückgenommen hat. Die große Mehrheit (72 Prozent) meint, der DFB hätte sich über die Androhung der FIFA hinwegsetzen und an seiner Entscheidung festhalten sollen.

Den Protest vor dem Japan-Spiel, das Zuhalten der Münder beim Teamfoto, stößt ebenfalls auf wenig Zustimmung. 49 Prozent der Befragten halten diese Protestaktion der deutschen Mannschaft gegen das Vorgehen der FIFA für zu schwach. 32 Prozent finden die Protestaktion genau richtig. Dass die Mannschaft komplett auf eine Protestaktion hätte verzichten sollen, meinen 16 Prozent der Befragten. Ostdeutsche sind etwas häufiger als Westdeutsche dieser Ansicht.

16:38 Uhr

Oranje-Coach van Gaal macht sich ein bisschen übers DFB-Team lustig

Aus Deutschlands überraschender Niederlage gegen Japan hat auch der niederländische Trainer Louis van Gaal seine Schlüsse gezogen. Eine Spitze gegen das Nachbarland verkniff sich der Bondscoach dabei nicht. "Der Fakt, dass Argentinien und Deutschland verloren haben, sagt etwas aus. Es ist einfacher zu verteidigen, als zu treffen. Deutschland hat viel angegriffen in der ersten Halbzeit, aber nicht getroffen. Das hat viel mit Disziplin zu tun", sagte der 71-Jährige. "Ich nehme mir heraus zu sagen: Mein Team ist 90 Minuten diszipliniert. Das macht diese Gruppe aus."

Die Niederlande haben ihren Auftakt gegen den Senegal 2:0 gewonnen und treffen am Freitag (17 Uhr/ARD, MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) auf Ecuador.

Mit Blick auf die deutsche Mannschaft betonte van Gaal zudem, dass es von seinem Team keine Aktion ähnlich zur Mund-Geste der DFB-Spieler geben werde. "Wir haben vor dem ersten Spiel einen Punkt hinter die politischen Fragen gemacht. Es geht um ein Ziel und wir lassen uns nicht davon ablenken, weder von der FIFA noch von anderen Organisationen", sagte van Gaal.

15:58 Uhr

Vogts ist "erschrocken" über DFB-Auftritt in Katar: "Indiskutabel"

Nach dem Fehlstart gegen Japan hat auch der frühere Bundestrainer Berti Vogts harsche Kritik am Auftreten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Auftaktspiel geübt. "Ich bin erschrocken über das, was ich gesehen habe", schrieb der 75-Jährige in seiner WM-Kolumne in der "Rheinischen Post", "vor allem defensiv war es eine indiskutable Vorstellung."

Vogts fand die Leistung der deutschen Auswahl gegen die Japaner (1:2) trotz eines vielversprechenden Starts "über 90 Minuten nicht in Ordnung. Schon in der ersten Halbzeit gab es zu viele Ballverluste und Abstimmungsschwierigkeiten", so Vogts, "da dürfen wir uns nichts vormachen."

Auch Passivität sei ein Problem gewesen. "Warum warte ich darauf, dass der Gegner einen Fehlpass macht, statt aktiv zu versuchen, den Ball zu erobern?", fragte der frühere Verteidiger Vogts, "und warum gebe ich als Verteidiger nur Begleitschutz, statt konkret einzugreifen? Manndeckung ist auch im modernen Fußball nicht verboten."

15:17 Uhr

"Wäre besser gewesen, wenn ...": Belgiens Kapitän ätzt gegen DFB-Team

Belgiens Kapitän Eden Hazard hat kein Verständnis für die deutsche Protestaktion vor dem 1:2 gegen Japan. "Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und gewonnen hätten", ätzte der 31 Jahre alte Hazard von Real Madrid laut französischem Radio RMC nach dem 1:0 Belgiens gegen Kanada.

Die deutschen Spieler hatten sich vor dem Spiel gegen Japan demonstrativ den Mund zugehalten, nachdem die FIFA Konsequenzen für das Tragen der "One Love"-Kapitänsbinde angekündigt hatte. "Wir sind hier, um Fußball zu spielen, ich bin nicht hier, um eine politische Botschaft zu verbreiten, dafür sind andere Leute besser geeignet. Wir wollen uns auf den Fußball konzentrieren", sagte Hazard laut RMC weiter.

14:33 Uhr

Mit manipulierter Fernbedienung: Protestler schalten TV in Bars aus

Aus Protest gegen die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar schaltet eine Gruppe von Gegnern die Fernseher in Pariser Bars mit manipulierten Fernbedienungen aus. Der Zeitung "Le Parisien" zeigte die Gruppe, wie sie die kleinen Sender mit der Bezeichnung "TV-B-Gone" montiert. Diese ermöglichen es auf eine Entfernung von bis zu 45 Metern, die Fernseher unterschiedlichster Marken schwarz zu schalten.

  • Mit der Kamera begleitete die Zeitung einen der Aktivisten in ein Lokal, wo dann plötzlich - sehr zum lautstarken Unmut der Fans - der Fernseher ausging.
  • "Die Idee ist nicht, politische Entscheidungen auf dem Rücken der Fans auszutragen oder sie zu ärgern", sagte Dan Geiselhart, der den Treff zum Montieren der Fernbedienungen mit einem Hacker zusammen angestoßen hat.
  • "Vielmehr geht es darum, ein Zeichen zu setzen und zu sagen, dass man den Fußball lieben kann, aber auch sagen kann, dass bei dieser Weltmeisterschaft einige Dinge nicht in Ordnung sind."
13:54 Uhr

Muss Kimmich nach rechts? Flick schließt Rotation nicht aus

Hansi Flick schließt einen Positionswechsel für Mittelfeld-Chef Joshua Kimmich nicht mehr kategorisch aus. "Sie können wirklich davon ausgehen, dass wir jede Personalie und jede Position diskutieren. Das tun wir vor jedem Spiel. Es ist unsere Aufgabe als Trainerteam, die Mannschaft so aufzustellen, dass sie top besetzt ist", sagte der Bundestrainer.

  • Kimmich spielte beim 1:2 zum WM-Auftakt in Katar gegen Japan wie immer unter Flick auf der Sechs. In Flicks Zeit als Coach bei Bayern München half der 27-Jährige allerdings beim Triumph in der Champions League 2020 als rechter Außenverteidiger aus. Diese Position bekleidete er auch zu Beginn seiner Nationalmannschaftskarriere.
  • Gegen Japan hatte Flick etwas überraschend Niklas Süle rechts hinten aufgeboten.
  • Seinem System mit Viererkette will Flick allerdings treu bleiben. "So weit sind wir noch nicht", sagte er auf die Frage nach einer möglichen Umstellung auf eine Dreierkette.
12:52 Uhr

"Und? Ist nicht so schlimm, oder?": Faeser berichtet über Dialog mit Infantino

Während des WM-Spiels Deutschland gegen Japan hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser mit FIFA-Chef Gianni Infantino nach eigenen Angaben noch einmal über die auf dem Spielfeld verbotene "One Love"-Armbinde gesprochen. Faeser sagte in Berlin, nachdem ein Regierungsvertreter aus Katar am Mittwoch nicht auf der Tribüne erschienen sei, habe man ihr den Platz neben Infantino angeboten. "Dann hat er mich auch auf die Binde angesprochen, ob das die Binde ist, dann habe ich ihm gesagt: 'Und ist nicht so schlimm wie sie denken, oder?'" Sie habe dem FIFA-Chef auch gesagt, "dass ich die Entscheidung der FIFA als großen Fehler sehe". Es sei unglaublich, was da für ein Druck auf die Fußballverbände der sieben europäischen Staaten ausgeübt worden sei, damit dieses Symbol für Vielfalt auf dem Spielfeld nicht getragen wird. Nach dem Spiel sorgten in den sozialen Medien Fotos für Aufregung und Kritik, die Infantino dabei zeigten, wie er neben Faeser stehend lächelnd auf die Binde zeigte.

10:52 Uhr

"Der Herr hat sich so ausgedrückt ...": Kanadas Coach richtet unflätige Kampfansage an Kroatien

Mit einer mehr als deutlichen Kampfansage an Vize-Weltmeister Kroatien hat Kanadas Nationaltrainer John Herdman bei der Fußball-WM für Wirbel gesorgt. Nach dem 0:1 gegen Belgien am Mittwoch hatte der Coach seine Spieler auf das nächste Spiel gegen Luka Modric und Co. eingeschworen. Dabei ist ihm auch der Spruch "Fuck Croatia" rausgerutscht. "Ich habe ihnen nur die Statistiken gezeigt. Ich habe ihnen gezeigt, dass sie hierher gehören. Und dass wir nun weitergehen und F... Croatia. Das ist unsere nächste Mission", bestätigte der Coach hinterher in einem TV-Interview. Im kroatischen Lager kam der Spruch von Herdman nicht so gut an. "Jeder von uns wählt seinen eigenen Kommunikationsstil. Der Herr hat sich so ausgedrückt, ich weiß nicht, wie schön und fein das ist, aber es ist sein gutes Recht. Wir werden nicht darauf zurückblicken. Wir müssen auf dem Feld zeigen, dass wir eine bessere Mannschaft sind", sagte Nationaltrainer Zlatko Dalic am Donnerstag.

09:45 Uhr

Human Rights Watch lobt und tadelt: DFB-Zeichen "wird in die Fußball-Geschichte eingehen"

Die DFB-Elf verliert sportlich, sorgt aber mit ihrer Geste gegen die FIFA vor dem Spiel international für Aufsehen. Der Deutschland-Direktor von Human Rights Watch, Wenzel Michalski, ordnet ein, welche Wirkung dieses Symbol haben kann und was er sich eigentlich erhofft hätte.

08:13 Uhr

Binden-Skandal bei WM: Erster Verband denkt an FIFA-Austritt

Ist die unfassbare Armbinden-Affäre der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen bringt? Der dänische Fußballverband denkt darüber nach, die FIFA zu verlassen. Da sagte der dänische Sportdirektor Jesper Möller am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. "Die FIFA zu verlassen, ist kein ganz neuer Gedanke, wir denken schon länger daran. Wenn Dänemark alleine diesen Schritt geht, könnte ich mir vorstellen, dass wir vor einigen großen Herausforderungen stehen würden", sagte Möller.

"Aber mal sehen, ob wir nicht Gespräche führen können. Ich muss über die Frage nachdenken, wie ich das Vertrauen in die Fifa wiederherstellen kann. Wir müssen bewerten, was passiert ist, und dann müssen wir eine Strategie entwickeln." Dänemark hatte wie weitere europäische Top-Nationen mit der "One Love"-Binde am Arm des Kapitäns auflaufen wollen. Am Montag dann übte die FIFA massiv Druck aus, die Teams zogen ihre Aktion zurück.

07:37 Uhr

Oilers-Stars verzweifeln am sensationellen Sorokin

Die Edmonton Oilers kommen in der NHL weiterhin gar nicht in Schwung und sind zum zweiten Mal in dieser Saison trotz der Top-Angreifer Leon Draisaitl und Connor McDavid ganz ohne eigenen Treffer geblieben. Gegen die New York Islanders gab es ein 0:3 und damit die 9. Niederlage im 19. Spiel. Draisaitl gab fünf Schüsse ab, McDavid drei, aber Islanders-Torwart Ilja Sorokin parierte alles und hatte einen Karrierebestwert mit 50 abgewehrten Versuchen auf sein Tor.

Besser lief es für JJ Peterka, der mit einer Vorlage seinen Beitrag zum 6:2 der Buffalo Sabres gegen die St. Louis Blues leistete und sich neben dem zehnten Scorerpunkt seiner Karriere auch über den zweiten Sabres-Sieg in Serie freuen konnte. Auch Moritz Seider verbuchte beim 3:0 der Detroit Red Wings gegen die Nashville Predators einen Sieg.

07:09 Uhr

TV-Kritiker Hamann legt Finger in Hummels-Wunde

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat bei Deutschlands 1:2 gegen Japan im ersten Spiel bei der Fußball-WM in Katar einen Spieler vermisst. "Ein Spieler wie Hummels hätte in die Mannschaft gehört, weil er Verantwortung übernimmt, weil er Missstände anspricht, weil er Tendenzen und Entwicklungen erkennt", schrieb Hamann in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky über den Abwehrspieler von Borussia Dortmund.

"Man hatte sich dazu entschieden, Harmonie über alles zu stellen. Das war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass Hummels nicht dabei ist. Aber mit einer ruhigen, harmonischen Truppe wirst du nichts gewinnen", so der 49-Jährige. "Mir ist das alles zu weich, zu nett und zu eintönig. Du brauchst Reibung! Dadurch werden Reize gesetzt", kritisierte er. Flick hatte das WM-Aus für Mats Hummels mit dem Blick auf jüngere Innenverteidiger begründet. "Er hat eine hervorragende Form, ist topfit und für Dortmund ein sehr wertvoller Spieler", sagte Flick bei der Bekanntgabe des Kaders über den Weltmeister von 2014. Aber er müsse auch "ein bisschen die Zukunft im Blick haben".

06:26 Uhr

Verhöhnte Rüdiger den Gegner? Szene gegen Japan sorgt für Wirbel

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Fußball-WM 2022 in Katar überraschend gegen Japan verloren. TV-Experte Dietmar Hamann äußerte im Anschluss deutliche Kritik am DFB-Team und knöpfte sich dabei Abwehrmann Antonio Rüdiger vor. Grund dafür war eine Szene während der 1:2-Niederlage gegen den asiatischen WM-Teilnehmer. Beim Stand von 1:0 für Deutschland hatte Rüdiger in einem Laufduell gegen Takuma Asano die Knie aufreizend hochgezogen. Für Hamann war diese Aktion zu viel. "Das war symptomatisch für die Unprofessionalität und Überheblichkeit im deutschen Spiel und an Respektlosigkeit nicht zu überbieten, weil er damit den Gegner lächerlich gemacht hat", wählte der Ex-Nationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne deutliche Worte. "Rüdiger hat anschließend noch gelacht, aber ich glaube, heute Nacht lachen nur die Japaner", führte der 49-Jährige aus.

Doch handelte es sich tatsächlich um einen Arroganzanfall des deutschen Abwehrchefs? Wohl nicht. Schon im Sommer hatte Rüdiger, der generell nicht unter Verdacht steht, das Spiel und seinen Sport an sich zu locker zu nehmen, im Interview mit Sport1 erklärt: "Ich mache das, weil ich denke, dass ich so schneller bin. Wenn Leute das amüsant finden, lache ich gerne mit."

05:45 Uhr

WM-Expertin trauert nach Unfall um ihre Mutter

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Nadia Nadim arbeitet bei der WM als TV-Expertin.

(Foto: IMAGO/USA TODAY Network)

Die WM-Fernsehexpertin Nadia Nadim trauert um ihre Mutter. Wie die ehemalige dänische Fußball-Nationalspielerin bei Instagram berichtete, kam ihre Mutter am Dienstag bei einem Unfall ums Leben, während Nadim beim britischen TV-Sender itv als Expertin für die WM-Partie zwischen Dänemark und Tunesien zu Gast war. Nach dem Spiel fehlte die 34-Jährige bei der anschließenden Diskussionsrunde.

"Worte können nicht beschreiben, was ich fühle", schrieb die ehemalige Spielerin von Manchester City und Paris Saint-Germain am Mittwoch. "Ich habe die wichtigste Person in meinem Leben verloren und es passierte so plötzlich und unerwartet. Sie war erst 57." Demnach wurde Hadima Nadim von einem Lastwagen angefahren und dabei tödlich verletzt. Als Kind hatte Nadia Nadim, die in Afghanistan geboren und aufgewachsen ist, bereits ihren Vater verloren. Er war General in der afghanischen Armee und wurde im Jahr 2000 von den Taliban getötet. Daraufhin floh Nadim mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Dänemark, wo sie als Teenagerin mit dem Fußballspielen begann.

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