Donnerstag, 26. September 2019Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & David Bedürftig
22:34 Uhr

Vize-Bundestagspräsident wohl neuer Chef der DFB-Ethikkommission

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Thomas Oppermann im Bundestag im Juni 2019.

(Foto: imago images / Christian Spicker)

Thomas Oppermann soll neuer Vorsitzender der Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden. Diesen Wahlvorschlag für den Bundestag am Freitag in Frankfurt/Main verabschiedete das DFB-Präsidium einstimmig. Der 65 Jahre alte Oppermann ist seit Oktober 2017 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Zuvor war er von Dezember 2013 bis September 2017 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Die unabhängige Kommission überwacht seit 2016 die Einhaltung des Ethikkodexes des Verbandes.

22:09 Uhr

7:4 in Ingolstadt: DEL-Tabellenführer München baut Siegesserie aus

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Die Eisbären aus Berlin (rechts) kamen in Mannheim ganz schön unter die Räder.

(Foto: imago images/Eibner)

Der EHC Red Bull München hat seinen perfekten Start in der Deutschen Eishockey Liga DEL weiter ausgebaut. Der 7:4 (1:1, 3:3, 3:0)-Erfolg in einer turbulenter Begegnung beim ERC Ingolstadt bedeutete für den Vizemeister den fünften Erfolg im fünften Spiel und mit 15 Punkten die souveräne Tabellenführung. Ingolstadt bleibt mit drei Zählern im Tabellenkeller. Nationalspieler Yasin Ehliz sorgte nur neun Sekunden nach Beginn des dritten Drittels mit seinem zweiten Tor des Tages zum 5:4 für die erste Gästeführung. Zuvor konnten die Münchner einen 1:3- und 2:4-Rückstand egalisieren. Chris Bourque (15. Minute/48.) traf ebenfalls doppelt für den Spitzenreiter.

Meister Adler Mannheim hat sich nach dem bislang verpatzten Start formverbessert gezeigt. Gegen die Eisbären Berlin gelang der Mannschaft von Trainer Pavel Gross mit dem 4:1 (2:1, 2:0, 0:0) der erste Heimsieg in dieser Saison. Benjamin Smith (9.), Borna Rendulic (10.), Matthias Plachta (21.) und Jan-Mikäel Järvinen (38.) schossen den Titelverteidiger mit neun Punkten vorerst auf Platz drei. Berlin kommt mit fünf Zählern noch nicht in Schwung.

21:31 Uhr

Hannovers Handballer setzen Erfolgsserie fort: Sieg gegen Flensburg

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Timo Kastening (rechts) baute mit seinem TSV Hannover-Burgdorf die wahnsinnige Siegesserie auch im Topspiel gegen Flensburg und Torwart Torbjorn Bergerud aus.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihre außergewöhnliche Erfolgsserie in der Handball-Bundesliga auch im Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt fortgesetzt. Die Niedersachsen siegten nach einer hochspannenden Schlussphase mit 23:22 (11:11) gegen den deutschen Meister und bauten ihre Tabellenführung damit sogar noch aus. Nach dem siebten Sieg im siebten Spiel steht Hannover mit nun 14:0-Punkten und ordentlichem Vorsprung an der Spitze.

Denn auch die Rhein-Neckar Löwen patzten. Das 26:31 (14:14) bei der MT Melsungen war bereits die zweite Niederlage der Mannheimer in der laufenden Spielzeit. Trotzdem bleiben die Löwen Zweiter, angesichts von 10:4-Punkten wurde ihr Rückstand auf Hannover aber nochmal größer.

20:33 Uhr

Keine "Frauen als Pausenfüller" mehr: Alba verzichtet auf Cheerleader

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Basketball-Bundesligist Alba Berlin verzichtet zur kommenenden BBL-Saison auf Cheerleader. 25 Jahre hatten die Alba Dancers bei Heimspielen das Rahmenprogramm begleitet, aber damit ist jetzt Schluss. "Wir sind aber zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt. Es ist uns bewusst, dass nicht wenige Fans die Alba Dancers vermissen werden", erklärt Geschäftsführer Marco Baldi auf der vereinseigenen Homepage.

"Bei unseren Heimspielen ist der Eindruck entstanden, dass Frauen bei Alba vor allem für die tanzende Pausenunterhaltung zuständig sind, während Männer Basketball spielen", so Marco Baldi weiter. "Wir wollen zukünftig noch stärker fördern, dass Frauen im Basketball als Spielerinnen sichtbar und zu Vorbildern werden."

19:57 Uhr

Regenbogen-Trikot: FC Köln setzt Zeichen für Gleichberechtigung

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Coole Aktion vom Effzeh: Im Spiel gegen Hertha BSC am Sonntag werden die Geißböcke in einem Trikot in Regenbogenfarben auflaufen. Damit wollen sie ein Zeichen für Akzeptanz und Gleichberechtigung setzen.

19:32 Uhr

Neuer Name, neue Attraktivität? IAAF wird zu "World Athletics"

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF heißt künftig "World Athletics". Das beschloss der IAAF-Kongress in Doha. In Kraft treten soll die Änderung nach der am Freitag beginnenden WM, die bis zum 6. Oktober dauert. Gleichzeitig soll auch ein neues Logo eingeführt werden.

Der wiedergewählte Verbandspräsident Sebastian Coe erklärte, die Veränderung sei notwendig, um den Sport attraktiver für die jüngere Generation zu machen. Zudem erhofft sich der Verband offenbar, mit dem neuen Namen die zahlreichen Skandale der Vergangenheit in den Hintergrund rücken zu können. Coes Vorgänger Lamine Diack soll während seiner Amtszeit ein Korruptionsnetzwerk innerhalb des Verbandes installiert haben. Er steht in Frankreich unter Hausarrest.

18:56 Uhr

Anzeige bei Ethikkommission: Vorwürfe gegen DFB-Vize Koch

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DFB-Vize Rainer Koch (rechts) mit Oliver Bierhoff bei der Grundsteinlegung für die DFB Akademie in Frankfurt.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Kurz vor dem Bundestag am Freitag in Frankfurt/Main wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Vorwürfen gegen seine Spitze konfrontiert. Vizepräsident Rainer Koch wurde bei der Ethikkommission des Verbandes angezeigt, weil er im Vorfeld des DFB-Bundesjugendtags 2016 unlauteren Druck ausgeübt haben soll. Der Kommissionsvorsitzende Nikolaus Schneider bestätigte dem SID den Eingang der Anzeige des Jugendausschuss-Vorsitzenden Christian Pothe, über die zunächst der "Spiegel" berichtet hatte. "Die Anzeige ging vor zwei Tagen ein. Wir werden sie nun prüfen und den Sachverhalt genau betrachten. Es stellt sich zunächst die Frage, ob wir zuständig sind oder nicht. Dann muss Herr Koch befragt werden", sagte Schneider dem SID: "Wir gehen wie immer gewissenhaft und sorgfältig vor. Das Ganze ist noch kein Verfahren." Pothe hat Koch laut Spiegel angezeigt, weil er "gegen die in unserer Satzung und im Ethik-Kodex festgeschriebenen Grundsätze ethischen Verhaltens" verstoßen habe. Konkret wirft Pothe dem DFB-Vize vor, dass er massiv Druck ausgeübt habe, um seinen Wunschkandidaten im Jugendausschuss zu platzieren. Koch ließ dem Spiegel über DFB-Mediendirektor Ralf Köttker ausrichten, dass der vorgetragene Sachverhalt "nicht korrekt wiedergegeben" worden sei.

18:38 Uhr

2022, 2023 oder 2024: Schalke will Europapokal-Endspiel

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Schalke-Fans können sich vielleicht schon bald auf ein europäisches Endspiel freuen.

(Foto: imago images/Team 2)

Bundesligist Schalke 04 hat in Absprache mit der Stadt Gelsenkirchen sein Interesse an der Ausrichtung eines Europa-League-Endspiels in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hinterlegt. Eine offizielle Bewerbung der Schalker gab es noch nicht, da die Uefa die Vergabe der Finalspielstätten ab dem Jahr 2022 noch nicht offiziell ausgeschrieben hat.

Das letzte Europa-League-Endspiel auf deutschem Boden fand 2010 im Hamburger Volksparkstadion statt. Der FC Bayern München hatte zuletzt den Zuschlag für die Ausrichtung des Champions-League-Finales 2022 in der Allianz Arena erhalten.

18:07 Uhr

Spielt die DEL bald auf vier Meter schmaleren Eisflächen?

Die Teams der Deutschen Eishockey Liga werden künftig möglicherweise auf kleineren Eisflächen spielen. Der Weltverband IIHF habe am Donnerstag bei seinem Kongress in Rom beschlossen, die A-Weltmeisterschaften der Jahre 2022 in Finnland, 2023 in Russland und 2024 in Tschechien testweise auf Spielfeldern auszutragen, die der Größe in der nordamerikanischen Profiliga NHL entsprechen. Die Turniere 2020 und 2021 sind demnach noch nicht davon betroffen.

In der NHL sind die Felder mit 26 Metern etwa vier Meter schmaler als in der DEL. Dort müssten sie dann im Falle eines endgültigen IIHF-Beschlusses wohl auch in der DEL in einer Übergangsphase von zehn bis 15 Jahren angepasst werden, erklärt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Sonst würden die Maße im Ligabetrieb und bei Länderspielen nicht übereinstimmen. "Der Trend geht eindeutig in die Richtung, dass die Spielfeldgröße in Europa auf 60 mal 26 Meter angepasst werden soll", hatte zuvor der bei der DEL für den Spielbetrieb zuständige Jörg von Ameln auf "sportschau.de" gesagt.

17:22 Uhr

Fan-Rauswurf nach Affenlaute-Eklat in der Basketball-Bundesliga

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Basketball-Bundesligist Syntainics MBC Weißenfels hat einen seiner Anhänger nach einem rassistischen Vorfall mit Hallenverbot belegt. Während des Spiels gegen Ludwigsburg (87:89) am Mittwochabend wurde der hellhäutige Gäste-Profi Konstantin Konga zu Beginn des letzten Viertels mit Affenlauten verunglimpft. "Ich habe den Schiedsrichter sofort darauf hingewiesen, da es nicht zu überhören war. Ich bin schockiert und traurig, dass so etwas in der Bundesliga passiert", schrieb Konga bei Instagram und machte den Vorfall damit öffentlich.

Bis Sommer hieß Konga noch Klein, ehe er heiratete und den afrikanischen Nachnamen seiner Ehefrau annahm. Der MBC reagierte umgehend und entschuldigte sich bei Konga. "So etwas hat in einer Halle noch sonst wo etwas zu suchen. Ganz klar sprechen wir uns mit aller Deutlichkeit gegen jede offene oder verdeckte Form von Rassismus aus und distanzieren uns klar davon", sagte Manager Martin Geissler. Man habe die entsprechende Person bereits identifiziert und mit einem Hallenverbot bis zum Jahresende belegt. Vom Schiedsrichter war der MBC nicht über den Vorfall informiert worden. Jetzt schaltete sich auch die BBL ein. "Wir ermitteln nun in dem Fall und sprechen mit den Beteiligten", heißt es auf dem offiziellen Facebook-Account der BBL: "Eines steht aber schon jetzt fest: Rassismus, Fremdenhass, Vorurteile und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Liga! Wir stehen ein für ein friedliches und respektvolles Miteinander sowie Weltoffenheit."

16:22 Uhr

300-Euro-Ministrafe für Barça nach 120-Millionen-Transfer

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Kostet nun nur 300 Euro statt 80 Millionen Euro mehr: Superstar Antoine Griezmann vom FC Barcelona.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Der FC Barcelona kommt im Transferstreit mit dem Ligarivalen Atletico Madrid um Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann glimpflich davon. Der spanische Fußball-Verband RFEF verhängte gegen den amtierenden Meister eine Mini-Strafe von nur 300 Euro, nachdem Atletico Protest gegen den Transfer eingelegt hatte. Beide Klubs hatten sich einen wochenlangen Hickhack geleistet. Griezmann war im Juli letztendlich für 120 Millionen Euro zu Barca gewechselt. Atletico forderte jedoch einen Nachschlag von 80 Millionen Euro, da es "offensichtlich" sei, "dass die Vereinbarung zwischen dem Spieler und dem FC Barcelona geschlossen wurde, bevor die Ausstiegsklausel von 200 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro gesenkt wurde", wie es hieß.

Laut Verband konnte der Vorwurf aber nicht nachgewiesen werden, Barça habe sich keinen gröberen Verstoß gegen die Richtlinien erlaubt, hieß es. Atletico hatte eine deutlich härtere Bestrafung erwartet. Im Vorfeld des Urteils war von einer Stadionsperre oder von einer sehr hohen Geldstrafe für die Katalanen die Rede gewesen.

15:44 Uhr

Keine Kapitän-Debatte: Reus bleibt BVB-Boss

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Bleibt BVB-Kapitän: Nationalspieler Marco Reus bekommt Rückenwind von den BVB-Chefs.

(Foto: imago images/Schüler)

Das sportliche Führungstrio Favre, Watzke und Zorc von Borussia Dortmund hat Nationalspieler Marco Reus als Spielführer des BVB mit deutlichen Worten den Rücken gestärkt. "Marco Reus ist unser Kapitän, und er bleibt unser Kapitän", sagte Manager Michael Zorc. "Es gibt keinen Grund, aber auch überhaupt keinen Grund, daran etwas zu ändern." Zorc ordnete das Ganze als reines Medienthema ein und fügte an: "Da können Sie schreiben, so viel sie wollen." Einem Journalisten warf er eine "nassforsche Art" vor.

Trainer Lucien Favre ließ ebenfalls keinen Zweifel daran, dass "Deutschlands Fußballer des Jahres" trotz einer Alternative wie dem im Sommer vom FC Bayern zurückgekehrten Abwehrchef Mats Hummels nach wie vor Spielführer bleibt. "Ich weiß gar nicht, warum Sie mich das fragen", sagte der Schweizer: "Mats Hummels ist sehr wichtig für die Mannschaft. Aber Marco hat es letztes Jahr sehr, sehr gut gemacht. Und er macht es auch jetzt sehr, sehr gut." Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte zuvor dem "Kicker" versichert: "Die Diskussion um die Kapitänsbinde für Marco Reus führt in Dortmund niemand." Reus hatte nach dem 2:2 in Frankfurt auf die Frage nach einem möglichen Mentalitätsproblem gereizt reagiert.

14:59 Uhr

Neue Motoren: Strafen für Verstappen und Co.

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Max Verstappen hat ein hartes Rennwochenende vor sich.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Red-Bull-Star Max Verstappen und alle weiteren Formel-1-Piloten mit Honda-Antrieb werden am Sonntag (13.10 Uhr MESZ/RTL) in der Startaufstellung zum Großen Preis von Russland zurückversetzt. Wie der japanische Motorenhersteller am Donnerstag bekannt gab, werden alle vier Boliden mit einem neuen Verbrennungsmotor ausgestattet.

  • Der WM-Vierte Verstappen (Niederlande) und sein Red-Bull-Teamkollege Alex Albon (Thailand) müssen daher mit einer Fünf-Plätze-Strafe rechnen, das Gleiche gilt für Pierre Gasly (Frankreich) im Toro Rosso.
  • Für dessen Teamkollegen Daniil Kwjat (Russland) ist ausgerechnet bei seinem Heimrennen ein Austausch der kompletten Power Unit notwendig, er wird daher ans Ende des Feldes versetzt.
  • Hintergrund der Motorenwechsel sind strategische Überlegungen Hondas. Zwei Wochen nach dem Grand Prix in Sotschi steht das Heimrennen der Japaner in Suzuka an, dort will Honda mit frischen Motoren gut aussehen und nimmt die Strafen daher schon in Sotschi auf einem Kurs in Kauf, der den Boliden ohnehin weniger liegen sollte.
14:24 Uhr

Korb für Barça: Klublegende wird nicht Sportdirektor

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Carles Puyol durfte mit Barça große Titel bejubeln.

(Foto: imago/AFLOSPORT)

Der frühere Kapitän Carles Puyol hat den Posten als Sportdirektor beim FC Barcelona abgelehnt. "Nach langem Abwägen" sei er zu diesem Entschluss gekommen, teilte der 41-Jährige via Twitter mit. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, da er gern zu seinem Herzensklub zurückkehren wolle. "Aber verschiedene persönliche Projekte, in die ich vertieft bin, würden mich davon abhalten, mich der Rolle mit der ausschließlichen Hingabe zu widmen, die sie verdient", schrieb der Fußball-Weltmeister von 2010 gestern Abend.

  • Der einstige Abwehrspieler hatte seine aktive Karriere bei Barça vor fünf Jahren beendet, danach war er für kurze Zeit Assistent des damaligen Sportchefs Andoni Zubizarreta.
  • Nach der Trennung von Sportdirektor Josep Segura im Sommer wurde die Position zunächst nicht nachbesetzt. Sport-Geschäftsführer Eric Abidal sollte die Aufgaben mit übernehmen. Nun hatte der spanische Meister offenbar Puyol für den Posten vorgesehen.
  • Bei den Katalanen herrscht nach dem schwächsten Saisonstart seit 25 Jahren derzeit Unruhe. Trainer Ernesto Valverde muss um seinen Job bangen.
13:35 Uhr

Sportfans können bald in den "Nowitzki Way" pilgern

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Dirk Nowitzki bekommt seine eigene Straße in Dallas.

(Foto: imago/Icon SMI)

Die Fans der Dallas Mavericks können sich künftig über den Nowitzki Way zu den NBA-Spielen ihres Lieblingsklubs aufmachen. Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, dass die Olive Street nahe des American Airlines Centers zu Ehren des im April zurückgetretenen Basketball-Superstars Dirk Nowitzki umbenannt wird. "Es ist ein großartiger Weg, eine lebende Legende zu ehren. Vielen Dank im Namen der Dallas Mavericks und im Namen von Dirk Nowitzki", sagte Mavericks-Meisterspieler Jason Terry, der nach einer öffentlichen Anhörung zum Stadtrat sprach. "Jet" Terry hatte 2011 an Nowitzkis Seite den bislang einzigen NBA-Titel der Franchise geholt.

Nachdem Nowitzki 21 Jahre lang im Trikot der Mavericks gespielt und im Frühjahr seinen Abschied verkündet hatte, stellten drei Stadtratsmitglieder noch im April den Antrag zur Umbenennung. Der Beschluss war letztlich Formsache.

13:07 Uhr

Italiens Fußball: Mit Gesichtserkennung gegen Rassisten

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Romelu Lukaku wurde zuletzt Opfer von rassistischen Fans.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der immer wieder von rassistischen Ausfällen erschütterte italienische Fußball könnte neue Werkzeuge an die Hand bekommen, um Täter ausfindig zu machen. "Wir müssen den Mut haben, auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen", sagte der neue italienische Sportminister Vincenzo Spadafora. Mit seinen  Aussagen bezog er sich laut Medienberichten auf  Videoüberwachungssysteme, mit denen die Gesichter der Besucher vor  dem Stadioneintritt aufgenommen werden. Fans, die rassistisch  auffällig werden, sollen so sofort erkannt werden.

Spadaforas Vorschlag fand auch bei Giovanni Malago, Präsident  des Olympischen Komitees (CONI), Unterstützung. "Man muss die Klubs  in die Lage versetzen, Technologie zu nutzen, die die Kontrolle der  Fans ermöglicht. Ich schätze Spadaforas Linie und hoffe, dass es  bald zu konkreten Fakten kommt", sagte Malago laut Gazzetta dello Sport.

12:04 Uhr

Deutscher Baseballstar: Keplers Twins holen Divisions-Titel

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Max Kepler konnte den Divisions-Titel nicht auf dem Feld feiern.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Auch ohne den verletzten deutschen Profi Max Kepler haben sich die Minnesota Twins in der Major League Baseball (MLB) vorzeitig ihren siebten Divisions-Titel gesichert. Durch den 5:1-Erfolg gegen die Detroit Tigers und der gleichzeitigen 3:8-Niederlage von Verfolger Cleveland Indians gegen die Chicago White Sox sind die Twins vier Spieltage vor dem Ende der regulären Saison nicht mehr von Platz eins der Central Division in der American League zu verdrängen.

Das Team aus Minneapolis schnappte sich erstmals seit neun Jahren wieder die Krone der Central Division und hat damit sein Ticket für die erste Play-off-Runde sicher. Der 26-jährige Kepler fehlte gegen Chicago mit einer Schulterverletzung, spätestens zum Start der Play-offs am 4. Oktober soll der Berliner allerdings wieder zurückkehren. Mit bislang 98 Siegen spielen die Twins ihre beste Saison seit 1970. Bereits vor drei Wochen knackten sie den Homerun-Rekord der MLB.

Ein sehr lesenswertes Porträt des deutschen MLB-Stars lesen Sie übrigens hier!

10:53 Uhr

"Basteln, lesen, Turnhalle" - Dieter Eilts genießt Erzieher-Job

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Dieter Eilts hat seine Rolle nach dem Fußball gefunden.

(Foto: imago/Nordphoto)

Der frühere Fußball-Europameister Dieter Eilts hat als Erzieher an einer Bremer Schule sein Glück gefunden. Die Aufgabe gebe ihm "hohe Befriedigung", sagte der 54-Jährige dem "Kicker" und fügte hinzu: "Es ist der Platz, von dem ich nicht mehr weg möchte." Der langjährige Profi von Werder Bremen hatte nach Stationen als U21-Nationaltrainer und Coach des FC Hansa Rostock sowie als Leiter der Werder-Fußballschule den Job an einer evangelischen Grundschule übernommen.

  • "Mit Kindern oder Jugendlichen zu arbeiten, bereitet mir große Freude", sagte Eilts.
  • Zu den Aufgaben des Ex-Nationalspielers gehören die Pausen-Aufsicht und die Hausaufgabenbetreuung. "Wir basteln, lesen oder gehen in die Turnhalle", sagte Eilts.
  • In den Profi-Fußball will Eilts nicht mehr zurückkehren, wie er erneut versicherte. "Ich kann mir nicht vorstellen, noch mal als Trainer zu arbeiten oder in einer sonstigen Funktion", sagte der Werder-Ehrenspielführer.

 

10:17 Uhr

Fünftes Gold? Rekord-Weltmeister Martin "kämpft weiter"

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Tony Martin war im Zeitfahren nicht bei 100 Prozent.

(Foto: imago images/Belga)

Ex-Weltmeister Tony Martin hat den Traum von seinem fünften WM-Titel im Einzelzeitfahren noch nicht aufgegeben. "Die Hoffnung ist definitiv da, Ich weiß, dass ich die Power im Flachen noch habe, das habe ich gezeigt", sagte der 34-Jährige nach seinem neunten Platz bei der Straßenrad-WM in der britischen Grafschaft Yorkshire. Er fügte hinzu: "Ich kämpfe weiter. Vielleicht reicht's mal wieder nach ganz vorne."

Martin litt beim zweiten Titelgewinn in Folge des Australiers Rohan Dennis noch unter den Nachwirkungen seines schweren Sturzes bei der Spanien-Rundfahrt, andernfalls wäre für den Lausitzer wohl zumindest eine Medaille in Reichweite gewesen. "Ich war bei Weitem nicht bei 100 Prozent, im Normalzustand wäre einiges mehr dringewesen", sagte er. Zu Bronze fehlten am Mittwoch gut 30 Sekunden.

09:25 Uhr

"Manchmal notwendig zu verlieren": Tuchel kommentiert PSG-Pleite

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Thomas Tuchel musste nach langer Zeit mal wieder eine Heimpleite kommentieren.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Trainer Thomas Tuchel hat die zweite Saison-Niederlage des französischen Fußball-Meisters Paris Saint-Germain auch mit den zahlreichen Umstellungen und den jüngsten Erfolgserlebnissen begründet. Während des Abschlusstrainings vor dem abendlichen 0:2 gegen Stade Reims habe die Mannschaft "nicht die gleiche Konzentration wie gewöhnlich" gezeigt, sagte Tuchel am Mittwochabend und betonte: "Aber das ist normal." Im Vergleich zum 3:0 gegen Real Madrid in der Champions League und dem 1:0 gegen Olympique Lyon in der Ligue 1 hatte Tuchel sein Team auf mehreren Positionen verändert. Der 18 Jahre alte Mbe Soh gab sein Profi-Debüt.

  • "Wir haben heute einigen Spielern eine Chance gegeben. Ich habe Vertrauen in sie und bin sicher, dass wir auch mit der Mannschaft von heute besser spielen können", sagte Tuchel und analysierte, dass sein Team "zu kompliziert gespielt" habe.
  • Nach der ersten Heimniederlage seit 22 Spielen sagte der ehemalige Dortmunder Coach: "Vielleicht ist es manchmal notwendig zu verlieren, um zu verstehen, dass es nie einfach ist, zu gewinnen."
08:48 Uhr

Mit nur 24 Jahren: US-Judoka verstorben

Der US-Judoka Jack Hatton ist im Alter von nur 24 Jahren unerwartet verstorben. Dies teilte der US-Verband mit, ohne nähere Angaben zur Todesursache zu machen. Hatton galt als bester US-Judoka in der Klasse bis 81 kg und hatte gute Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Bei den Panamerikanischen Spielen im vergangenen August in Lima kam der Weltranglisten-30. bis ins Halbfinale, beim Grand Prix in Antalya erreichte Hatton 2018 als Zweiter sein bestes internationales Resultat.

"Jack hinterließ bleibende Spuren bei jedem, der sich glücklich schätzen durfte, ihn zu kennen - wir werden ihn nicht vergessen", schrieb der US-Judoverband auf seiner Website.

08:09 Uhr

32 Minuten Nachspielzeit: Trubelige Pokalpartie in England

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Und dann wurde es dunkel in Burton ...

(Foto: imago images/Uk Sports Pics Ltd)

Dreimal fällt das Flutlicht aus, 32 Minuten Nachspielzeit - doch am Ende jubelte der Underdog: Drittligist Burton Albion hat nach einem turbulenten Spiel das Achtelfinale des englischen Ligapokals erreicht. Das Team aus Burton upon Trent bezwang allen Widrigkeiten zum Trotz den Premier-League-Klub AFC Bournemouth 2:0 (1:0).

In der 53., der 64. und der 76. Minute wurde es im Pirelli Stadion plötzlich minutenlang dunkel. Später wurde ein Stromproblem in der gesamten Region als Grund ausgemacht. Burton zitterte sogar um die Fortsetzung des Spiels, nach bangen Minuten ging es dann aber doch noch weiter. Oliver Sarkic (14.) und Nathan Broadhead (72.) waren letztlich die Matchwinner für den Underdog.

07:34 Uhr

Stadionverbot: Erste Konsequenzen für Kölner Böllerwerfer

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Der Moment nach dem Knall.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Der Böller-Wurf beim Derby der Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (0:1) hat für den mutmaßlichen Täter erste Konsequenzen. Nach Informationen der Bild-Zeitung belegte die zuständige Kommission der Geißböcke den 35-Jährigen bis 2022 mit einem bundesweit gültigen Stadionverbot. Darüber hinaus erwarten den Mann strafrechtliche Folgen sowie Regressforderungen seitens des FC und der insgesamt 17 Personen, die durch die Explosion des Böllers verletzt wurden. Der Mann, der nach Angaben des Blattes zur rechtsradikalen Szene gehört, hatte Mitte des Monats in der Schlussphase des rheinischen Derbys einen Knallkörper von der Kölner Südtribüne geworfen. Durch die lautstarke Detonation des Feuerwerkskörpers erlitten Fotografen, Ordner und andere Freiwillige Knalltraumata und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Der Kölner wurde durch Videoaufzeichnungen identifiziert und vorübergehend festgenommen. Gegen den Randalierer, der trotz des dringenden Tatverdachts wieder freigelassen wurde, laufen behördliche Ermittlungen wegen Körperverletzungen.

06:53 Uhr

"Relativ viel kaputt": DFB-Torfrau spricht über Verletzung

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Almuth Schult war schwerer verletzt, als bekannt.

(Foto: imago images / Hartenfelser)

Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat erstmals das wahre Ausmaß ihrer Schulterverletzung preisgegeben. In der NDR-Sendung "Sportclub Story", die am Sonntag (23.35 Uhr) ausgestrahlt wird, eröffnet die 28-Jährige: "Es war schon relativ viel kaputt in der Schulter."

Details liefert in dem Beitrag Professor Mark Tauber, der Schult in München nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM operiert hatte. Die Bizepssehne, die Kapsel und die Gelenklippe seien in Schults rechter Schulter mitunter stark beschädigt gewesen. Die zuvor nie genauer definierte Verletzung hatte die Wolfsburgerin bereits im April erlitten, dann aber mithilfe von Medikamenten und Physiotherapie bis einschließlich der WM in Frankreich weitergespielt. Bei der Endrunde zeigte die deutsche Nummer eins, die noch auf ein Comeback Ende des Jahres hofft, starke Leistungen.

"Wenn man weiß, man wird gebraucht, geht man über Grenzen", erklärte Schult, die sogar ihre Mitspielerinnen über das Ausmaß ihrer Schwierigkeiten im Unklaren ließ. Gerade als Torhüter müsse man "egal in welcher Situation immer suggerieren, dass es einem gut geht."

06:25 Uhr

Gesichtsfraktur: NBA-Superstar Irving fällt nach Ellbogenschlag aus

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Hat im Moment nichts zu lachen: Kyrie Irving.

(Foto: www.imago-images.de)

Schmerzhafter Zwischenfall im Training der Brooklyn Nets: Der sechsmalige NBA-Allstar Kyrie Irving hat eine Fraktur im Gesicht erlitten und muss vorerst pausieren. Das teilte der Klub aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga am Mittwoch mit. Irving (27) hatte beim Training einen Ellenbogenschlag ins Gesicht bekommen. Nach Angaben des Klubs sei die Verletzung jedoch nicht gravierend.

Irving hatte zuletzt für die Boston Celtics gespielt. Im Sommer unterschrieb er einen Vierjahresvertrag über 141 Millionen Dollar (etwa 128 Millionen Euro) bei den Nets und soll das Spiel des jungen Teams prägen. Auch Superstar Kevin Durant hatte sich in dieser Transferperiode Brookyln angeschlossen. Der 30-Jährige, 2017 und 2018 Meister mit den Golden State Warriors, wird jedoch in der kommenden Saison aufgrund eines Achillessehnenrisses voraussichtlich nicht spielen können.

06:04 Uhr

Nach Uefa-Sperre: Slowakei will Stadion kreativ füllen

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Kinder füllten das Stadion in Belgrad.

(Foto: imago images/Pixsell)

Der slowakische Fußballverband SFZ hat eine kreative Idee, um den Zuschauer-Ausschluss im Heimspiel gegen Wales zu umgehen. Wie der SFZ auf seiner Homepage bekannt gab, bekommen Kinder unter 14 Jahren über ihre Schulen oder Sportvereine Freikarten für die Partie am 10. Oktober in Trnava. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Einspruch des Verbandes gegen die Platzsperre von der Uefa abgelehnt wird.

  • Wegen rassistischer Gesänge im Spiel gegen Ungarn am 9. September muss die Slowakei das Duell mit den Walisern eigentlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhalten, Kinder unter 14 Jahren sind allerdings seit dieser Spielzeit von der Regelung ausgenommen. Gruppen von zehn Jugendlichen dürfen in Begleitung eines Erwachsenen auch bei einer Platzsperre ins Stadion.
  • So waren am 19. September beim Europa-League-Spiel von Partizan Belgrad gegen AZ Alkmaar beispielsweise 22.000 Kinder im Stadion.