Donnerstag, 28. Januar 2021Der Sport-Tag

22:38 Uhr

Zwölf Jahre in Wolfsburg: VfL-Urgestein kündigt Karriereende mit 31 an

Nach zwölf Jahren beim Frauenfußball-Meister VfL Wolfsburg beendet Zsanett Jakabfi im Sommer ihre Karriere. "Es war keine leichte Entscheidung. Es war ein Prozess, der lange Zeit in mir gereift ist", erklärte die 30 Jahre alte ungarische Ex-Nationalspielerin, die im Februar ihren 31. Geburtstag feiert.

Die Offensivspielerin war 2009 vom MTK Budapest FC nach Wolfsburg gewechselt und somit an allen Titelgewinnen der Wölfinnen beteiligt: sechs Meisterschaften, sieben Triumphe im DFB-Pokal und zwei Champions-League-Titel. "Wir werden sie nicht nur sportlich, sondern vor allem auch wegen ihrer bescheidenen und herzlichen Art schmerzlich vermissen", sagte der Sportliche Leiter der VfL-Frauen, Ralf Kellermann.

22:13 Uhr

Tennis-Star gönnt sich mal 'nen Fußballklub

Tennis-Star Naomi Osaka steigt in den amerikanischen Profi-Frauenfußball ein. Wie die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin am Rande ihrer Vorbereitung auf die Australian Open verkündete, hat sie sich der Eigentümergruppe des NWSL-Teams North Carolina Courage angeschlossen.

"Ich bin sehr geschäftstüchtig und in diesem Bereich sehr ehrgeizig", sagte die bestverdienende Sportlerin der Welt (37,4 Millionen Dollar laut Forbes-Liste im Mai 2020) im Interview mit "The Athletic". Es sei ihr "ein großes Anliegen, die Aufmerksamkeit für Frauensport zu steigern und die nächste Generation junger Mädchen zu inspirieren", so die 23-Jährige. Osakas Entscheidung wurde auch inspiriert von Serena Williams. Der US-Superstar gehört zu den zahlreichen prominenten Investoren beim neuen Angel City FC aus Los Angeles, der im kommenden Jahr in die Liga der Weltmeisterinnen einsteigt.

21:49 Uhr

Herrmann beendet Vendée Globe auf Rang fünf

Solo-Weltumsegler Boris Herrmann hat bei seiner Premiere bei der Vendée Globe Platz fünf belegt. Der Hamburger wurde noch vom Franzosen Jean Le Cam auf dessen Jacht "Yes We Cam!" am Abend von Rang vier verdrängt. Der 61-jährige Le Cam war zwar als Achter ins Ziel in Les Sables-d'Olonne gekommen. Doch dank einer Zeitgutschrift von 16:15 Stunden schob er sich noch vor Herrmann. Im Endklassement trennten die beiden nach über 80 Tagen auf dem Meer und über 28.000 Seemeilen knapp 75 Minuten.

Herrmann hatte am Vormittag mit seiner Jacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" als fünfter Segler die Ziellinie vor dem französischen Küstenort gekreuzt. Ebenfalls eine Zeitgutschrift von sechs Stunden hatte den 39-Jährige in der vorläufigen Rangliste bis zum Abend auf Platz vier vorrücken lassen. Der Franzose Yannick Bestaven, der mit der "Maître CoQ IV" als Dritter am Zielort angekommen war, sicherte sich den Sieg ebenso mit einer Gutschrift von 10:15 Stunden.

21:14 Uhr

Polizei ermittelt gegen Cristiano Ronaldo

Weil er sich einen Kurzurlaub im Schnee gegönnt hat, drohen Cristiano Ronaldo vom italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin Schwierigkeiten. Die Polizei ermittelt wegen eines unerlaubten Ausflugs des Portugiesen mit seiner Lebensgefährtin Georgina Rodriguez in den Bergort Courmayeur. Das berichteten italienische Medien.

Wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen hätte Ronaldo die Region Piemont mit der Hauptstadt Turin nicht verlassen dürfen. Courmayer befindet sich im Aostatal an der Grenze zu Frankreich. Bilder in den Sozialen Medien verrieten den Starkicker, der mit seiner Freundin an deren Geburtstag auf einem Schneemobil unterwegs war.

20:40 Uhr

Premiere bei Finale der WM 2022: Erstmals eine Frau am Mikrofon

Zum ersten Mal überhaupt wird eine Frau am 18. Dezember 2022 das Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft am deutschen Rundfunkmikrofon kommentieren. Einem Bericht der "Bild" zufolge würdigt die ARD mit dieser Entscheidung die Lebensleistung von Fußball-Reporterin Sabine Töpperwien. Die 60-Jährige hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, Ende des Monats in den Ruhestand zu gehen.

"Mich hat es gestern Abend umgehauen, als mir unsere WDR-Programm-Direktorin als Abschiedsgeschenk aus ihrer ARD-Runde diese Urkunde überreicht hat", sagte Töpperwien der Zeitung. Diese Entscheidung sei "ein Ausdruck meiner Wertschätzung und meiner Pionierarbeit für die nächste Frauen-Generation" gewesen, habe ihr Direktorin Valerie Weber mitgeteilt. Per Urkunde sei ihr versprochen worden, dass das WM-Endspiel in Katar "auf den Radiowellen der ARD von einer Reporterin kommentiert werden soll".

20:21 Uhr

Manchester United stört sich an "hirnlosen Idioten"

Der englische Fußballklub Manchester United hat rassistische Ausfälle gegen zwei seiner Profis scharf verurteilt. Die anonymen Täter seien "hirnlose Idioten", kritisierte der Premier-League-Verein die Schmähungen, die nach der 1:2-Heimniederlage von Man United gegen Liga-Schlusslicht Sheffield United in sozialen Medien aufgetaucht waren. Jeder bei Manchester United sei "angewidert" von diesem Rassismus - dafür gebe es "null Toleranz".

Die Schmähungen gegen die zwei schwarzen Spieler sollen rassistische Begriffe und Emojis bei Instagram enthalten haben. "Wir verurteilen das aufs Schärfste, und es ist ermutigend zu sehen, dass auch andere Fans dies in den sozialen Medien verurteilen", betonte Manchester United in dem Statement "Vereint gegen Rassismus". Der Traditionsklub forderte Social-Media-Plattformen und Regulierungsbehörden zugleich auf, ihre "Maßnahmen zur Verhinderung dieser Art von Verhalten zu verstärken".

19:21 Uhr

Vogts Comeback erleidet erneuten Rückschlag

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt muss wegen eines erneuten Rückschlags bei ihrem Comeback zumindest auf den Auftakt des Heimweltcups in Titisee-Neustadt am Wochenende verzichten. "Mein Knie hat in Ljubno quasi aus heiterem Himmel eine Reizung abbekommen. Davor war es wochenlang tadellos", sagte die 28-Jährige: "Wir haben das in den letzten Tagen insbesondere mit Physiotherapie schon wieder ganz gut hingekommen. Ich werde am Freitag aber trotzdem nicht starten."

Für den zweiten Wettbewerb am Sonntag hält sich die fünfmalige Weltmeisterin noch eine Option offen. Vogt hatte im Sommer 2019 einen Kreuzbandriss erlitten und erst am vergangenen Wochenende in Ljubno/Slowenien ihren ersten Wettkampf bestritten. Ein früheres Comeback hatten zu Saisonbeginn Knieprobleme verhindert.

18:49 Uhr

Crash bei Vendee Globe: Fischkutter-Kapitän weist Vorwürfe deutlich zurück

Der Kapitän des spanischen Fischkutters ist sich nach der Kollision mit dem deutschen Weltumsegler Boris Herrmann keiner Schuld bewusst und verbittet sich Vorwürfe. Das Automatische Identifikationssystem (AIS) bei seinem Schiff "Hermanos Busto" sei "zu jedem Zeitpunkt" eingeschaltet gewesen, versicherte Jose Zaldumbide der "Süddeutschen Zeitung". Das garantiere er. "Erstens sind wir dazu verpflichtet, zweitens lässt es sich sehr einfach überprüfen, weil: Das wird automatisch aufgezeichnet", sagte der 55-Jährige. Herrmann hatte vermutet, der Kutter sei womöglich ohne scharfes Alarmsystem unterwegs gewesen. "Das sollte er nicht sagen, verdammt!", sagte Zaldumbide.

"Unser Schiff hat ein paar Kratzer abbekommen. (...) Ein bisschen Material ist kaputt, wir haben Lackschäden, und wir haben ein bisschen pfuschen müssen, um dann den Fang noch zu beenden", berichtete Zaldumbide. Das AIS habe das Segelboot nicht angezeigt.

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18:13 Uhr

Deutscher Nationalspieler positiv auf Coronavirus getestet

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Gute Besserung!

(Foto: dpa)

Nationalspieler Nadiem Amiri vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein mitteilte, sei die Infektion am Dienstag diagnostiziert worden, der 24-Jährige habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben.

Weitere Maßnahmen werden mit dem zuständigen Gesundheitsamt Düsseldorf abgesprochen. Am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) ist der Tabellendritte beim Zweiten RB Leipzig zu Gast.

17:50 Uhr

Deutsche U21 trifft in EM-Quali auf EM-Gegner

Die deutschen U21-Fußballer bekommen es in der Qualifikation für die EM 2023 erneut mit Ungarn zu tun. Das ergab die Auslosung in Nyon, bei der die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aus Topf 1 gezogen wurde. Schon bei der diesjährigen Endrunde trifft die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz in der Vorrunde auf Co-Gastgeber Ungarn.

Die weiteren Qualifikationsgegner in der Gruppe B heißen Polen, Israel, Lettland und San Marino. Die Spiele werden von März 2021 bis Juni 2022 ausgetragen, die EM findet in Georgien und Rumänien statt. Die neun Gruppensieger und der beste Zweite qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde.

17:15 Uhr

Nochmal um die Welt? Boris Herrmann überlegt noch

Profi-Segler Boris Herrmann hat eine erneute Teilnahme bei der Vendée Globe offen gelassen. "Es ist noch zu früh. Es ist ein ambitioniertes Unternehmen, das Podium anzupeilen", sagte der 39-Jährige wenige Stunden nach seiner Zieldurchfahrt vor dem französischen Küstenort Les Sables-d'Olonne. "Es ist keine Kleinigkeit, das Vendée Globe zu machen."

Der Hamburger war am Vormittag nach über 28.000 Seemeilen mit seiner Yacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" unter die Top Fünf gesegelt. Eine mögliche Podiumsplatzierung hatte eine Kollision mit einem Fischtrawler am Mittwochabend verhindert. Das Rennen war die neunte Auflage der Vendée Globe seit 1989/90. Es findet alle vier Jahre statt. Herrmann war der erste Deutsche, der an der härtesten Segel-Regatta der Welt teilnahm.

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16:41 Uhr

Schlechte Nachrichten für Wellinger und Freitag

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger und Team-Weltmeister Richard Freitag müssen weiter auf eine Rückkehr in den Weltcup warten. Für das am Freitag beginnende Heimspiel im hessischen Willingen wurde das Duo von Bundestrainer Stefan Horngacher erneut nicht berücksichtigt. Stattdessen werden neben den beiden Top-Athleten Karl Geiger und Markus Eisenbichler auch Severin Freund, Martin Hamann, Pius Paschke und Constantin Schmid dabei sein.

Wellinger und Freitag zählten bei der Vierschanzentournee zur nationalen Gruppe, wurden danach aber nicht mit nach Innsbruck und Bischofshofen genommen. Bis zur Heim-WM in Oberstdorf im Allgäu sind es noch knapp vier Wochen. Da das deutsche Skisprung-Team bei den WM-Wettbewerben noch weniger Startplätze hat als im Weltcup, wird eine Teilnahme für das Duo immer unwahrscheinlicher.

15:44 Uhr

Schalke-Kader verdient bald wohl nur noch die Hälfte

Der FC Schalke 04 müsste im Falle eines Abstiegs in die 2. Bundesliga die Gehaltskosten für seinen Profi-Kader offenbar um die Hälfte reduzieren. Magere sieben Punkte und 14:48 Tore sowie Tabellenplatz 18 nach 18 Spieltagen: Alles andere als ein Abstieg des FC Schalke 04 am Ende der Bundesligasaison wäre ein echtes Fußball-Wunder.

Um die schlimmsten Folgen des möglichen Abstiegs abzuwenden, müsste Schalke in der 2. Bundesliga den finanziellen Gürtel deutlich enger schnallen. 70 Millionen Euro fließen aktuell in die Gehaltskosten des Profi-Teams. 35 Millionen Euro wären es wohl nur noch, falls der Klassenerhalt nicht gelingt, so "Bild". Diese deutliche Kostenreduzierung wird wohl mit einem riesigen Umbruch im Kader einhergehen. Laut "Reviersport" könnten nicht weniger als 20 Spieler auf Schalke im Sommer ihre Koffer packen.

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15:15 Uhr

"Nie getäuscht": Leichtathletik-Star bestreitet Betrugsvorwürfe

Russlands ehemaliger Hürden-Weltmeister Sergej Schubenkow hat einen Medienbericht dementiert, wonach er positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden sei. In seiner gesamten Karriere habe er "nie verbotene Substanzen" verwendet, schrieb der 30-Jährige bei Instagram: "Ich habe nie jemanden getäuscht." Schubenkow, der 2015 in Peking Weltmeister geworden war und 2017 sowie 2019 Silber gewann, hat während der seit 2015 anhaltenden Suspendierung Russlands durch den Leichtathletik-Weltverband World Athletics stets die Startfreigabe als neutraler Athlet für internationale Wettkämpfe erhalten.

Match TV hatte berichtet, in einer Probe Schubenkows sei das Mittel Furosemid, das als Verschleierungsmittel für Doping gilt, gefunden worden. Sollte sich dies bewahrheiten, droht dem Ex-Europameister eine zweijährige Sperre. Schubenkow wies die Berichte als "krasse Verleumdung aus ungenannten Quellen" zurück, bestätigte aber den Erhalt eines Schreibens der unabhängigen Integritätskommission AIU des Weltverbandes. Der Inhalt sei jedoch "vertraulich". Schubenkows Name stand bis Donnerstag nicht auf der AIU-Liste der sanktionierten Athleten.

14:11 Uhr

"Könnten nicht stolzer sein": Thunberg feiert Weltumsegler Herrmann

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Profi-Segler Boris Herrmann zu dessen Zielankunft bei der Vendée Globe gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch, mein toller Freund, Boris Herrmann, unter den Top 5 das härteste Rennen der Welt zu beenden! Solo nonstop um die ganze Welt. Wir könnten nicht stolzer auf dich sein! Willkommen zuhause!", schrieb die 18-Jährige bei Twitter.

Herrmann hatte Thunberg im Spätsommer 2019 auf einer Jacht über den Atlantik nach New York gesegelt. Thunberg hatte auf die Nutzung eines Flugzeugs aus Gründen des Klimaschutzes verzichtet. Der Hamburger hatte am Vormittag mit seiner Jacht nach 80 Tagen, 20 Stunden, 59 Minuten und 45 Sekunden Stunden als Fünfter die Ziellinie vor dem französischen Les Sables-d'Olonne erreicht. Wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden rückte er im vorläufigen Klassement um einen Rang vor. Erst im Laufe des Tages entscheidet es sich, ob er Vierter bleibt. Durch eine Kollision mit einem Fischtrawler am Abend zuvor etwa 90 Seemeilen vor Les Sables-d'Olonne hatte er seine Chancen auf den Sieg eingebüßt.

13:23 Uhr

Bleibt Schalke drin? "Nein!", sagt die Schalke-Legende und schimpft

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Oliver Reck feierte mit dem FC Schalke den DFB-Pokalsieg.

(Foto: imago sportfotodienst)

Der frühere Nationaltorwart Oliver Reck glaubt nicht mehr an den Klassenerhalt seines Ex-Klubs Schalke 04. "Je öfter ich mir die Frage stelle, ob Schalke in der Lage ist, noch sechs, sieben oder acht Spiele zu gewinnen, desto öfter komme ich zu dem Schluss: Nein!", sagte der 55-Jährige der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" vor dem Bundesliga-Duell seiner beiden früheren Vereine Werder Bremen und Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr/Sky).

Reck spielte von 1985 bis 1998 für die Bremer und von 1998 bis 2003 für Schalke. Nach dem Ende seiner Torwartkarriere arbeitete er noch mehrere Jahre im Schalker Trainerstab. Aktuell trainiert er den Regionalligisten SSV Jeddeloh II in der Nähe von Oldenburg. Der Absturz der Schalker ist für Reck "ein Prozess, den man nicht nur auf das letzte Jahr beschränken kann. Wer so dilettantisch den Kader plant, muss sich nicht wundern, dass es so schlecht läuft."

12:24 Uhr

Ein Glückwunsch-Anruf vom unglücklichen Onkel Uli Hoeneß

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß hat Gedanken an ein mögliches Engagement als Chefcoach der Bayern-Profis bislang nicht zugelassen. Dies sagte der 38-Jährige in einer Video-Runde am Donnerstag vor dem Gastspiel in München am Samstag (15.30 Uhr/Sky). "Das ist aktuell wirklich sehr, sehr weit weg. Ich habe da noch nicht drüber nachgedacht", sagte Hoeneß, der in diesem Sommer von den Bayern-Amateuren zur TSG 1899 Hoffenheim gewechselt war. Es sei "natürlich für jeden Trainer mal ein Traum", für einen Klub wie den FC Bayern zu arbeiten. "Ich bin gut beraten, in der Gegenwart zu leben", fügte der Coach an.

In der Hinrunde hatten Hoeneß und Hoffenheim den Münchnern mit einem 4:1 die erste Pflichtspielniederlage des Jahres 2020 zugefügt. Daraufhin gab es auch Kontakt mit seinem Onkel Uli Hoeneß. "Er hat uns beglückwünscht. Aber glücklich war er sicher nicht. Wir hatten ein kurzes Telefonat, da hat er seine Glückwünsche ausgesprochen", berichtete Sebastian Hoeneß.

12:00 Uhr

Müller bei Olympia sicher nicht dabei, andere Stars dürften aber

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Thomas Müller wird in Tokio nicht jubeln.

(Foto: dpa)

Die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio finden definitiv ohne den ehemaligen Fußball-Weltmeister Thomas Müller statt. Der 31 Jahre alte Profi des FC Bayern München steht nach dpa-Informationen nicht auf der entsprechenden Olympia-Liste der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Auf dieser müsste sich Müller aber schon zum Jahresstart befinden, um bei den Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) dabei sein zu dürfen. Gestern Abend hatte der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters mit Mats Hummels, Max Kruse und Christoph Kramer auf der Audio-App Clubhouse über das Thema gesprochen.

BVB-Profi Hummels und Union-Berlin-Stürmer Kruse (beide 32) stehen demnach auf der Liste und können noch auf einen Einsatz beim olympischen Fußballturnier hoffen. Für die Nominierung der Kader können die Trainer jeweils drei Spieler berufen, die früher als 1997 geboren wurden. Bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro, als Deutschland Silber gewann, hatte der damalige Coach Horst Hrubesch Stürmer Nils Petersen sowie die Bender-Zwillinge Lars und Sven als ältere Spieler in sein Team berufen.

10:52 Uhr

Kennen Sie den neuen Drittliga-Rekordspieler?

Ein offizieller Spielball der 3. Liga liegt auf einem Platz. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Niemand trat in der 3. Liga öfter gegen den Ball als Robert Müller.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Sein Einsatzrekord in der 3. Fußball-Liga war Robert Müller von der SpVgg Unterhaching so ziemlich egal. "Wenn wir unsere Punkte wieder holen, dann kann ich vielleicht darauf gucken und dann macht es mir ein bisschen mehr Spaß. Jetzt bin ich gerade sehr enttäuscht und wütend", sagte der frustrierte Verteidiger nach dem 0:1 am Mittwoch beim vorherigen Schlusslicht VfB Lübeck, wodurch die Oberbayern sogar auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen sind. Mit 333 Einsätzen ist er nun alleiniger Rekordspieler der 3. Liga und überholte Tim Danneberg.

Schon in der Premierensaison 2008/09 war er für Carl Zeiss Jena dabei. Über Kiel, Rostock, Wehen Wiesbaden, Aalen, Uerdingen und Energie Cottbus kam er im September 2020 nach Haching. Acht Klubs in der 3. Liga - das ist DFB zufolge auch ein Rekord

09:47 Uhr

Bericht: Dardai muss mächtig Punkte sammeln, sonst ist wieder Schluss

Hertha-Trainer Pal Dardai hat nach "Kicker"-Informationen eine Punkteklausel in seinem Vertrag. Das bis Ende Juni 2022 gültige Papier enthalte die Vorgabe, dass der neue Chefcoach des Berliner Fußball-Bundesligisten in den restlichen 16 Spielen dieser Saison "einen Schnitt von ziemlich genau 1,5 Punkten pro Partie erreichen" müsse, "um in die Saison 2021/22 gehen zu dürfen", schreibt der "Kicker". Der Verein wollte sich auf Anfrage zu Vertragsinhalten nicht äußern.

Der 44 Jahre alte Ungar hatte 19 Monate nach dem Ende seiner ersten Amtszeit als Chefcoach der Profis die Nachfolge des beurlaubten Bruno Labbadia angetreten. Hertha liegt nach 18 Spieltagen mit 17 Punkten auf dem 14. Platz, zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Dardai, der bereits von 2015 bis 2019 die Mannschaft aus der Abstiegszone in die Nähe der europäischen Startplätze geführt hatte, sprach bei seiner Vorstellung auch nur über den Zeitraum bis Saisonende. "Ich will nicht lange reden über Verträge. Dieses halbe Jahr will ich Leistung bringen und auch Spaß haben", sagte der Ungar. Das Comeback an der Seitenlinie beginnt für Dardai an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt.

08:40 Uhr

Hat Ex-BVB-Coach schon bald einen neuen Job?

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Lucien Favres Amtszeit in Dortmund endete vorzeitig und deprimierend.

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Nach 937 Tagen beendete Borussia Dortmund am 13. Dezember 2020 das Kapitel Lucien Favre. Seit dem hat sich der Schweizer weder in der Öffentlichkeit gezeigt noch geäußert. Ein Thema bleibt der 63-Jährige aber weiterhin - und zwar in der französischen Ligue 1.

Der TV-Sender "Téléfoot" behauptet, dass Favre einer der Favoriten auf das Traineramt bei Olympique Marseille ist. Noch schwingt dort der Portugiese André Villas-Boas das Zepter, allerdings läuft der Vertrag des ehemaligen Chelsea- und Tottenham-Trainers am Saisonende aus. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit sei "nahezu ausgeschlossen", heißt es.

07:58 Uhr

Kein Torschuss, keine Punkte: Eishockey-Aufsteiger hat`s schwer

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Tim Stützle muss in der NHL schwer arbeiten.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Tim Stützle und die Ottawa Senators warten in der NHL weiter auf den zweiten Saisonsieg. Das 19 Jahre alte Eishockey-Talent aus Deutschland verlor mit seiner Mannschaft gegen die Vancouver Canucks 1:5. In zwölfeinhalb Minuten auf dem Eis blieb der Angreifer ohne Torschuss. Das Team aus Kanadas Hauptstadt liegt in der Nord-Division mit nur einem Sieg aus sieben Spielen auf dem letzten Rang. In seinem zweiten NHL-Spiel hatte Stützle schon seinen ersten Treffer erzielt, auf den zweiten muss er weiter warten.

06:24 Uhr

Kollision kostet Herrmann den Sieg - jetzt gehts um Platz vier

Nach der Kollision mit einem Fischerboot kämpft Solo-Weltumsegler Boris Herrmann bei der Vendée Globe um Platz vier. Der Hamburger war am frühen Morgen noch etwa 45 Seemeilen vom Ziel im französischen Les Sables-d'Olonne entfernt, konnte wegen der Schäden an seiner Yacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" aber nur mit reduzierter Geschwindigkeit segeln. Als Ankunftszeit wurde der späte Vormittag errechnet.

Der 39-Jährige war gestern Abend etwa 90 Seemeilen vor Les Sables-d'Olonne mit einem Fischtrawler zusammengestoßen. Herrmann blieb unverletzt, sein Boot wurde erheblich beschädigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls lag er an dritter Stelle und hatte bei seiner Vendée-Globe-Premiere wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden sogar noch Chancen auf den Sieg.

05:59 Uhr

"Fatal": Geisterspiele bereiten Sportwissenschaftler große Sorgen

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Leere Stadien sind vor allem für kleinere Klubs ein großes Problem. Vor allem sportlich.

(Foto: imago images/Norbert Schmidt)

Sportwissenschaftler Martin Lames warnt vor langfristigen Schäden für die Fußball-Bundesliga durch die Geisterspiele in der Corona-Pandemie. "Was die finanziellen Unterschiede in der Liga betrifft, sind fehlende Zuschauer fatal", sagte der Münchner der "Augsburger Allgemeinen". Ohne Zuschauer gewinne noch häufiger das Team mit dem großen Budget und den teuren Spielern, sagte Lames. Der ohne Zuschauer fehlende Heimvorteil verstärke deshalb die bestehenden Ungleichheiten noch zusätzlich. Dies sei eine große Bedrohung für die Bundesliga.

"Es ist nachgewiesen, wie Fans ihr Heimteam stärken, diesen Zusammenhang können wir in der Sportwissenschaft als etabliert betrachten", betonte der Professor für Trainingswissenschaft und Sportinformatik. "Unterlegene Teams benötigen diese Extra-Unterstützung, um trotz ihrer geringeren sportlichen Fähigkeiten zu gewinnen", betonte Lames.