Donnerstag, 30. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
22:17 Uhr

Klopp beneidet seinen Ex-Klub BVB

Trainer Jürgen Klopp schaut während der Corona-Auszeit neidvoll auf die Trainings-Möglichkeiten in Deutschland. "Man wird neidisch, wenn man sieht und hört, wie in Deutschland trainiert wird, wann angefangen wurde und seit wann die Spieler zumindest in Zweiergruppen trainieren dürfen", sagte Klopp in einem Podcast seines Ex-Vereins Borussia Dortmund: "Es ist menschlich, dann zu denken: "Das wäre jetzt schön." In England "sind wir ein paar Wochen hinter Deutschland zurück", berichtete der Coach von Champions-League-Sieger FC Liverpool: "Wir sind noch im richtigen Lockdown. Deshalb sitzen wir bei sensationellem Wetter, was ja nicht normal für England ist, zu Hause."

Das Training der Spieler sei aber "ziemlich intensiv", berichtete der 52-Jährige: "Wir haben eine riesengroße WhatsApp-Gruppe, in der jeder ein Video reinstellen muss, wenn er trainiert", sagte Klopp: "Wir haben da gemeinsame Challenges, bei denen sich die Jungs selbst fordern. Da ist schon ziemlich viel Betrieb. Man merkt, dass wir uns vermissen." Es habe bei Liverpool aber "glücklicherweise keine Infektion bei Spielern oder ihren Familien gegeben".

21:54 Uhr

"Sonst flögen allen Klubs Rechnungen um die Ohren"

Rasta Vechta hat dem Plan der Basketball Bundesliga (BBL) zur Fortsetzung der Saison in einem Turnierformat vor allem wegen drohender Regressforderungen zugestimmt. "Hätte es keine zehn Teams gegeben, die dieses Turnier spielen wollen, dann flögen allen Klubs Rechnungen um die Ohren, bei denen dem ein oder anderen Hören und Sehen vergeht", sagte Klubchef Stefan Niemeyer. Durch den Kompromiss gehe es für Rasta darum, "kurz-, mittel- und langfristig gedacht das durch diese über uns alle völlig unvorhersehbar eingebrochene Krise finanzielle Übel so klein wie möglich zu halten", so Niemeyer.

Eigentlich wollten die Niedersachsen der Fortsetzung der Spielzeit nicht zustimmen, änderten aber ihre Meinung. "Auch die Sponsoren der Bundesliga müssen von uns Klubs bedient werden - da geht es um richtig viel Geld, um es mal ganz deutlich zu sagen", erklärte Niemeyer: "Durch die neuen Informationen bezüglich der Höhe möglicher Rückforderungen und weiterer Konsequenzen mussten wir unsere zuvor geäußerte Absicht also noch einmal überdenken."

21:15 Uhr

Zweitligisten klagen gegen Nicht-Aufstieg

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Cambuur hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs elf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz.

(Foto: imago images/Pro Shots)

Nach dem Abbruch der Saison im niederländischen Fußball wollen der SC Cambuur und De Graafschap ihren erhofften Aufstieg in die erste Liga vor Gericht durchsetzen. Die beiden Vereine, die die Plätze eins und zwei in der zweiten Liga belegen, kündigten entsprechende Eilanträge an. Damit sollen Beschlüsse des Fußballverbandes KNVB zur Abwicklung der Saison aufgehoben werden.

Der Verband hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass es wegen des Saisonabbruchs aufgrund der Corona-Pandemie nicht nur keine Meister, sondern auch keine Auf- und Absteiger geben soll. Damit bleibt dem Zweitliga-Tabellenführer SC Cambuur trotz komfortablen Vorsprungs auf die Playoff-Plätze der mögliche Aufstieg in die Ehrendivision verwehrt.

20:53 Uhr

DFB verlegt weiteres Pokalfinale

Auch das DFB-Pokalfinale der Frauen ist aufgrund der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das Endspiel sollte eigentlich am 30. Mai in Köln ausgetragen werden. Aktuell sind noch nicht einmal die Begegnungen des Viertelfinals gespielt. Zuvor war bereits das für den 23. Mai in Berlin geplante Finale der Männer verlegt worden. Einen Ersatztermin gibt es für beide Endspiele noch nicht.

"Für den DFB-Pokal der Frauen gilt, was für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs grundsätzlich gilt: Maßgeblich sind die Zustimmung der zuständigen Behörden und die Einhaltung entsprechender Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer", teilte der DFB mit. Bis zur Neuterminierung behalten die bereits für das Finale erworbenen Tickets ihre Gültigkeit.

19:30 Uhr

Keine Einigung: Union lässt Aufstiegshelden ziehen

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Angeblich lud Hertha Gikiewicz zum Gespräch ab - doch er lehnte ab.

(Foto: imago images/Team 2)

Torwart Rafal Gikiewicz verlässt Fußball-Bundesligist Union Berlin nach langem Vertragspoker im Sommer. Der Klub wird dem 32-Jährigen keinen neuen Vertrag anbieten, nachdem der Pole das Angebot des Tabellenelften abgelehnt hatte. "Rafal Gikiewicz hat in seiner Zeit bei Union außergewöhnliche Spuren hinterlassen und er ist ganz sicher ein Spieler, mit dem wir außergewöhnliche Erlebnisse verbinden", erklärte Unions Manager Oliver Ruhnert. Nachdem man sich in mehreren Verhandlungsrunden nicht einigen konnte, werde sich der Verein auf der Torwartposition neu orientieren, so Ruhnert.

Gikiewicz war im Sommer 2018 vom SC Freiburg an die Alte Försterei gewechselt und bestritt seitdem alle 67 Pflichtspiele für Union. Mit seinen Leistungen hatte er großen Anteil am Aufstieg und dem bislang guten Abschneiden in der Bundesliga. Im Aufstiegsjahr hatte der Keeper auch mit spektakulären Offensivaktionen für Furore gesorgt. Beim 2:2 gegen den MSV Duisburg gab er die direkte Torvorlage für Mitspieler Florian Hübner, gegen den 1. FC Heidenheim erzielte er selber einen Treffer aus dem Spiel heraus.

18:23 Uhr

So eine Unterschrift gab's beim FC Bayern wohl noch nie

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FC Bayern München

Die Historie des FC Bayern ist lang und geschmückt mit allerlei außergewöhnlichen Geschichten. Und doch dürfte dieses Foto ein erstes Mal in der langen Geschichte des Rekordmeisters abbilden. Cheftrainer Hansi Flick (Mitte) hat seinen neuen Vertrag unterschrieben, ganz vorbildlich mit Maske vor Mund und Nase. Das gilt auch für, von links nach rechts: Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen, Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Vorstandschef Karl-Heinz Rummennigge und Vorstandsmitglied Oliver Kahn.

17:49 Uhr

Neustart oder nicht? Politik lässt Bundesliga warten

Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der wegen der Corona-Krise ausgesetzten Bundesliga und des Vereinssports heute vertagt. Bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai soll es dazu eine Beschlussvorlage von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzleichefs der Länder geben.

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16:40 Uhr

Olympiasieger Janis Lusis ist verstorben

In Erinnerung bleibt vor allem sein episches Duell mit Klaus Wolfermann bei den Olympischen Spielen 1972 in München: Speerwerfer Janis Lusis ist im Alter von 80 Jahren in Riga an Krebs gestorben. Das gab der lettische Verband bekannt.

Lusis, 1968 in Mexiko-Stadt Olympiasieger, verlor vier Jahre später in München den Kampf um Gold gegen den Außenseiter Wolfermann um zwei Zentimeter. Mit dem sieben Jahre jüngeren Wolfermann verband Lusis, der im lettischen Jelgava zur Welt kam, bis zuletzt eine enge Freundschaft.Lusis nahm viermal an Olympischen Spielen teil, bereits 1964 in Tokio gewann er Bronze, es folgten Gold in Mexiko und Silber in München. 1976 in Montreal wurde er noch einmal Achter. Lusis war zudem viermal Europameister und hielt mehrmals den Weltrekord.

16:07 Uhr

Schweiz schafft Fakten für Amateurfußball

Während in Deutschlands unterklassigem Fußball noch emsig diskutiert wird, hat der Schweizer Fußballverband SFV einen Abbruch aller Amateurligen beschlossen. Sämtliche Wettbewerbe unterhalb der zweitklassigen Challenge League werden weder beendet noch gewertet, Auf- und Absteiger gibt es nicht.

Der Schweizer Bundesrat hatte am Mittwoch frühestens für den 8. Juni Fußballspiele in Aussicht gestellt - allerdings nur "in Ligen mit übermäßig professionellem Spielbetrieb". Dies trifft laut SFV nur auf die ersten beiden Ligen zu. Ob und wie dort der Spielbetrieb weitergeführt wird, soll nach Gesprächen mit den betroffenen Vereinen entschieden werden. Fest steht bereits, dass es keinen Absteiger aus der zweiten Liga geben wird.

15:16 Uhr

25. Mai wird für DFB-Ligen zum Stichtag

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird am 25. Mai das weitere Vorgehen in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga besprechen. Das DFB-Präsidium berief für dieses Datum einen Außerordentlichen Bundestag ein, an dem alle 262 Delegierten wegen der Coronakrise in digitaler Form teilnehmen werden.

Auf der Agenda stehen laut DFB "Beratungen und Beschlussfassungen über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch" von DFB-Spielklassen. Dazu gehören auch die 2. Frauen-Bundesliga sowie die B-Juniorinnen-Bundesliga und die beiden Junioren-Bundesligen. Die Beratungen würden auch "Entscheidungen über Auf- und Abstieg" beinhalten. Die 3. Liga zeigte sich in der Frage über das weitere Vorgehen bislang gespalten. Ein Teil der Klubs plädiert für einen Abbruch, ein anderer ist dagegen. In der Frauen-Bundesliga geht die Tendenz bei den Vereinen hingegen zu einer Fortführung der Saison mit Geisterspielen.

14:31 Uhr

Spucken verboten: Strenge Regeln für Premier-League-Profis

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Kyle Walker muss sich künftig umgewöhnen.

(Foto: imago images/Colorsport)

Die Spieler müssen Masken oder Schals tragen, Bälle und Eckfahnen werden ständig desinfiziert: Die Premier League in England hat ihren Klubs für die Rückkehr ins Training mit Gruppen strenge Auflagen gemacht. Liga-Direktor Richard Garlick soll laut Medienberichten allen Klubs ein siebenseitiges Dokument zugesandt haben.

Zu den weiteren Vorschriften gehört, dass die Profis ihre Autos mindestens drei Plätze voneinander entfernt parken müssen, Massagen sind nur nach Genehmigung des Klubs möglich, Getränke erhalten die Profis ausschließlich an gewissen Abholpunkten. Die penible Einhaltung der Vorschriften soll Voraussetzung dafür sein, dass die Liga wie geplant am 8. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen kann.

14:00 Uhr

Warum sich Max Hartung wie in einem Science-Fiction-Film fühlt

Max Hartung kommt sich vor wie in einem Science-Fiction-Film. Olympische Spiele verschoben, alle Wettkämpfe abgesagt, die Trainingshalle geschlossen. Zudem hat der Weltklasse-Fechter zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbracht, weil seine Freundin Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte. Und was macht der Sport? Nun, da baucht's gute Ideen: Fechten im Wohnzimmer - unmöglich. Nach der Quarantäne trainierte er ein bisschen im Innenhof, natürlich ohne Säbel und machte Online- Videos für Anfänger. Allerdings ist es äußerst schwierig ohne Trainingspartner seine Weltklasse- Form so zu halten. Wie er versucht, trotzdem fit zu bleiben und warum er ein geritztes "T" auf dem Arm hat, vom Säbel tätowiert, das hat er Birgit von Bentzel im Podcast verraten.

13:42 Uhr

Von LKW erfasst worden: Frederik Larsson ist tot

Der ehemalige schwedische Handball-Nationalspieler Frederik Larsson ist bei einem Unfall im Alter von 36 Jahren gestorben. Larsson spielte von 2012 bis 2014 im Rückraum des VfL Gummersbach in der Bundesliga, 2016 beendete er seine Karriere in der Heimat. Laut der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" war Larsson auf dem Fahrrad von einem Lastwagen erfasst worden. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin und zwei Töchter.

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12:32 Uhr

Lange Sperre für US-Trainerin wegen "emotionalem Missbrauch"

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Laurie Hernandez belastete eine ehemalige Trainerin schwer.

(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Der amerikanische Turnverband USA Gymnastics hat eine frühere US-Olympia-Trainerin für acht Jahre gesperrt. Grund dafür ist nach übereinstimmenden US-Medienberichten vom Mittwoch (Ortszeit) "verbaler und emotionaler Missbrauch von Sportlerinnen". USA Gymnastics bestätigte die Strafe nach monatelangen Anhörungen von Beteiligten und Zeugen der Nachrichtenagentur AP. Insbesondere zwei ihrer ehemaligen Schützlinge, Olympiasiegerin Laurie Hernandez und 2018-Weltmeisterin Riley McCusker, hatten ihre frühere Trainerin schwer belastet.

Ein dreiköpfiges unabhängiges Anhörungsgremium kam zu dem Schluss, dass die 42-Jährige "gegen den Ethikkodex (Safe Sport Policy) und andere Richtlinien des Turnverbandes verstoßen habe", hieß es in der Erklärung von USA Gymnastics, aus der AP zitierte.

11:48 Uhr

Mega-Transfer: Holt der BVB Barças Supertalent als Sancho-Ersatz?

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(Foto: imago images/PanoramiC)

Borussia Dortmund will einem Medienbericht zufolge Ansu Fati vom FC Barcelona abwerben. Gehandelt werde das erst 17 Jahre alte Toptalent als möglicher Ersatz für Flügelstürmer Jadon Sancho, falls dieser wie im Sommer in die Premier League zurückkehren sollte. Das berichtete das gewöhnlich gut informierte Barça-Hausblatt "Sport". Der dribbelstarke Angreifer stehe ganz oben auf der Wunschliste der Westfalen, hieß es. "Dortmund will Ansu", schrieb das Ballt in großen Lettern auf seiner die Titelseite. Dass der FC Barcelona Fati ziehen lässt, gilt aber als unwahrscheinlich. Möglicher erscheint eine mehrjährige Leihe.

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10:26 Uhr

Bundesliga-Start? "Von null auf hundert geht immer schief"

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Auf Abstand: Der FC Bayern trainiert betont körperlos.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Sportwissenschaftler Ingo Froböse befürwortet die Fifa-Überlegungen, die Zahl der Auswechslungen im Fußball vorübergehend von drei auf fünf zu erhöhen. Es ermögliche den Spielern mehr Schonung und Regeneration, sagte der Professor von der Deutschen Sporthochschule Köln am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

Er wies im Zusammenhang mit einem möglichen Neustart der Bundesliga in der Corona-Krise auch auf fehlenden Freundschaftsspiele vorher hin. "Wenn ich von null auf hundert fahre, geht das immer schief", meinte der 63-Jährige und sprach von idealerweise vier bis sechs Wochen mit wettkampfspezifischer Vorbereitung. "Neun Wochen Pause haben wir gerade hinter uns, das ist schon ein Problem. Die Länge macht natürlich gerade das Gift", sagte Froböse.

Aktuell trainieren die Bundesligisten gemäß der geltenden Kontaktbeschränkungen in Kleingruppen.

09:17 Uhr

"Auf keinen Fall" - FC Bayern beendet offenbar Werner-Werben

Obwohl Timo Werner bei Bayern-Trainer Hansi Flick hoch im Kurs stehen soll, wird der Nationalspieler im Sommer wohl nicht an die Isar wechseln. Der Stürmer wird laut "Bild"-Informationen in der kommenden Saison "auf keinen Fall" das Trikot des Rekordmeisters tragen. Stattdessen wollen sich die Münchner voll auf die Personalie Leroy Sané konzentrieren. In den Gesprächen mit dem ManCity-Profi soll es zuletzt eine Art Durchbruch gegeben haben (siehe rechts). Wie es mit Werner weitergeht, ist weiter offen. Neben einem Verbleib in Leipzig ist vor allem ein Wechsel nach England im Gespräch - besonders der FC Liverpool soll interessiert sein.

Den ganzen Wahnsinn um Timo Werner können Sie hier nachlesen!

08:46 Uhr

"Massen-Aggressionsabfuhr": Psychiater findet "Geisterspiele" gut

Der renommierte Psychiater Reinhard Haller aus Österreich hält den Begriff Geisterspiele für nicht gut. "Wer sind die Geister? Die Fußballspieler, die nicht vorhandenen Zuschauer oder etwas, das über dem leeren Stadion schwebt?", fragte er in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Klar wäre es besser, wenn die Psychologie der Masse, das volle Stadion, dazukäme. Aber von den emotionalen Bedürfnissen her betrachtet, kann auch ein Spiel ohne Zuschauer viel erfüllen", meinte Haller.

Das hohe Aggressionspotenzial, das sich in den Menschen während der Corona-Krise mit ihren Einschränkungen aufgestaut habe, müsse irgendwie abgeführt werden, erklärte der 68 Jahre alte Psychiater und Gutachter. "Durch Spaziergänge und eine Stunde Bewegung am Tag geschieht das zu wenig. Beruflicher Wettbewerb ist derzeit kaum möglich, und Wettkampfsport fällt auch aus. Was bleibt da übrig, als Massen-Aggressionsabfuhr auf diesem Weg zu ermöglichen?"

Haller ist davon überzeugt, dass das auch vor dem Fernseher in der Wohnung funktioniert. "All das, was man emotional hineinlegt - die Identifikation mit der eigenen Mannschaft, die taktischen Überlegungen, der direkte Kampf, die eigenen Reaktionen auf Sieg oder Niederlage -, kommt auch dort zum Tragen. Zwar nicht in der intensiven Art und Weise wie im Stadion, aber doch ganz ordentlich", erklärte er. "Geisterspiele wären eine gute Möglichkeit, den Frustrationslevel zu reduzieren und den zunehmenden Aggressionsdruck in sozial verträglicher Weise zu kanalisieren."

08:33 Uhr

"Zukunft unsicher" - Verbeek hört als Adelaide-Coach auf

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(Foto: imago/Eibner)

Der ehemalige Bundesliga-Coach Gertjan Verbeek hat als Folge der Coronakrise seinen Job beim australischen Erstligisten Adelaide United beendet. "Aufgrund der globalen Gesundheitsprobleme, der schwierigen finanziellen Situation des Vereins und der Sorge um meine Familie war meine Zukunft in Adelaide unsicher", sagte der 57-Jährige. Verbeek ist bereits in seine Heimat Niederlande zurückgekehrt. Verbeek hatte in Deutschland den 1. FC Nürnberg und den VfL Bochum trainiert. Im Mai 2019 unterschrieb er bei Adelaide United, im Oktober gewann er den nationalen Pokal. Die Saison der australischen A-League ist seit Ende März unterbrochen.

06:54 Uhr

Hainer: Kahn soll helfen, die Liga demütiger zu machen

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Herbert Hainer hält Oliver Kahn für Task-force-fähig.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer hat den langjährigen Nationaltorwart und aktuellen Vorstand Oliver Kahn als Mitglied der geplanten Task Force "Zukunft Profifußball" vorgeschlagen. "Spontan würde ich sagen, dass Oliver Kahn als derjenige, der in Zukunft die Verantwortung für die FC Bayern München AG trägt, auch der Richtige für diese Gruppe ist", sagte Hainer im Interview mit dem kicker.

Kahn gehört seit Anfang des Jahres dem Vorstand des Rekordmeisters an, ab Januar 2022 soll er Karl-Heinz Rummenigge als Vorsitzender des Gremiums nachfolgen. Die Task Force hatte unlängst DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ins Gespräch gebracht, um den Fußball nach der Coronakrise finanziell stabiler und demütiger zu machen.

"Die am stärksten wahrnehmbare Kritik findet sich derzeit an der Schnittstelle Sport und Wirtschaft. Da geht es um Spielergehälter, schamlos zur Schau gestellten Reichtum, Ablösesummen sowie Berater, die Millionen kassieren für einen Musterarbeitsvertrag, den sie bei uns aus dem Internet herunterladen können", sagte Seifert der FAZ.

06:11 Uhr

Bundesliga: Corona-Massentests sollen heute starten

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Die Bundesligisten bereiten sich auf den Start der Bundesliga vor.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration)

In der Fußball-Bundesliga und der zweiten Liga sollen nach Informationen des "Kicker" an diesem Donnerstag die flächendeckenden Tests auf das Coronavirus beginnen. Das berichtete das Magazin am Mittwochabend auf seiner Homepage. Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die Deutsche Fußball Liga für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor der Aufnahme des Mannschaftstrainings sollen nach jüngsten Angaben der DFL mindestens zwei getrennte Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden soll, schrieb der "Kicker" weiter.

Noch nicht abschließend geklärt sei die Frage, wie mit den Risikogruppen im Kader oder Betreuerstab beziehungsweise in deren Umfeld umzugehen sei. In der Bundesliga gebe es mehrere Spieler, die durch Asthma, Diabetes oder Lungenvorerkrankungen vorbelastet seien, schrieb das Magazin.