Donnerstag, 06. Mai 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau, David Bedürftig & Torben Siemer
21:54 Uhr

DHB-Team erwischt machbare Gruppe für EM-Vorrunde

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kann ohne übergroßen Respekt in die EM 2022 in Ungarn und der Slowakei (13. bis 30 Januar) starten. Bei der Vorrundenauslosung im Finalort Budapest erwischte der zweimalige Europameister die lösbaren Aufgaben Österreich und Weißrussland sowie Polen, den Olympiavierten von Rio de Janeiro, der allerdings auch keine Weltklasse mehr verkörpert.

Möglich wären Duelle mit Weltmeister und Olympiasieger Dänemark, dem Rekordweltmeister Frankreich oder Vize-Weltmeister Schweden gewesen. An der Endrunde nehmen 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen teil, die jeweils besten beiden Mannschaften schaffen es in die zweigeteilte Hauptrunde.

21:35 Uhr

Saisonaus? Herber Rückschlag für Werder im Abstiegskampf

Werder Bremen muss im Kampf um den Klassenerhalt und vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen einen großen personellen Dämpfer hinnehmen. Abwehrchef Ömer Toprak hat im Reha-Training einen Rückschlag erlitten und droht für den Rest der Saison auszufallen. "Gegen Leverkusen wird er auf gar keinen Fall spielen können, und es ist sehr fraglich, ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen kann", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt am Donnerstag. Werder empfängt Topraks Ex-Klub Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) im Weserstadion.

Der 31 Jahre alte Toprak fehlt wegen einer Wadenverletzung bereits seit vier Pflichtspielen. Vor seiner Verletzung war er meist noch einer der besseren Spieler in einer oft desolaten Bremer Mannschaft. Noch fraglich ist der Einsatz von Marco Friedl und Jean-Manuel Mbom.

21:10 Uhr

"Nicht tolerabel": US-Klub muss 250.000 Dollar Strafe zahlen

Wegen ihrer öffentlich geäußerten Kritik sind die New York Rangers von der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL harsch sanktioniert worden. Die Rangers müssen eine Strafe in Höhe von 250.000 Dollar (etwa 208.000 Euro) zahlen, da sie gefordert hatten, dass George Parros seinen Posten als Chef der Abteilung für die Sicherheit der Spieler räumen muss. NHL-Commissioner Gary Bettman nannte das Vorgehen New Yorks "nicht tolerabel".

In der Partie gegen die Washington Capitals hatte Gäste-Stürmer Tom Wilson zunächst den auf dem Eis liegenden Pawel Butschnewitsch gegen den Kopf geschlagen und anschließend Rangers-Topstar Artemi Panarin mit einer wilden Ringer-Einlage verletzt. Die Liga belegte Wilson lediglich mit einer Geldstrafe von 5000 Dollar (etwa 4164 Euro), was zu wüsten Protesten bei den Rangers und der Kritik an Parros führte.

20:31 Uhr

F1-Kampf um die Vormachtstellung tobt: Red Bull wirbt Mercedes-Ingenieure ab

Auf der Strecke liefern sich Lewis Hamilton und Max Verstappen ein packendes WM-Duell, im Hintergrund spitzt sich der Kampf um die technologische Vormachtstellung zwischen den beiden Formel-1-Topteams Mercedes und Red Bull zu: Am Donnerstag verkündete Herausforderer Red Bull die Verpflichtung von fünf ranghohen Mercedes-Ingenieuren für die neu geschaffene Abteilung für Antriebsstränge.

Die Ankündigung vor dem Großen Preis von Spanien in Barcelona (Sonntag, 15.00 Uhr/RTL und im Liveticker auf ntv.de) kommt kurz nach der Verpflichtung des langjährigen Mercedes-Mitarbeiters Ben Hodgkinson, der künftig als Technischer Direktor bei Red Bull Powertrains fungiert. Außerdem kündigte Red Bull bereits eine weitere hochrangige Verpflichtung an, gab den Namen des künftigen Leiters für mechanische Entwicklung aber noch nicht bekannt. Red Bulls bisheriger Motorenpartner Honda steigt zum Jahresende aus. Anschließend werden die Power Units der Japaner übernommen und dann - technologisch eingefroren - bis zum Ablauf des derzeit gültigen Motorenreglements 2024 genutzt. Danach sollen die Aggregate wohl in der eigenen Motoren-Fabrik gebaut werden, die gerade in Milton Keynes errichtet wird.

19:41 Uhr

"Fitness-Führerschein" für Schiedsrichter?

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Schiedsrichter Manuel Gräfe muss nach dieser Saison aufhören.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Sportdirektor Michael Zorc vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund schlägt in der Diskussion über die Altersgrenze von 47 Jahren einen "Schiedsrichter-Führerschein" vor. "Ich weiß nicht, ob die Altersgrenze wirklich so pragmatisch ist. Vielleicht ist es eine Idee, so eine Art Führerschein zu bekommen durch körperliche Fitness", sagte Zorc. Schließlich könne ein 49-Jähriger "fitter sein als mancher mit 40. Das Datum sollte nicht entscheidend dafür sein, ob jemand in der Bundesliga pfeift oder nicht".

Nach jetziger Regelung muss der von Spielern und Funktionären geschätzte Berliner Schiedsrichter Manuel Gräfe seine Bundesliga-Karriere mit dem Saisonabschluss beenden. "Auch ich erachte ihn als einen der Top-Schiedsrichter. Ich würde mich freuen, wenn er der Liga erhalten bleibt", betonte Zorc.

19:14 Uhr

Track-Limit-Debatte in der F1: "Man muss die Notwendigkeit hinterfragen"

Seit dem F1-Auftakt in Bahrain stehen die Track Limits besonders im Fokus. Dr. Helmut Marko spricht im Interview über die Probleme, die sein Team durch die nicht immer konsequente Regelauslegung bekommt. Der Motorsportberater von Red Bull hat darüber hinaus eine simple Lösung parat: Gras.

18:42 Uhr

Verbaler Fehltritt: Aogo gibt Job erstmal auf

Der frühere Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo wird nach seinem verbalen Fehltritt vorerst nicht mehr als Experte bei Sky auftreten. "Dennis Aogo hat sich entschieden, seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig", hieß es in einer Mitteilung des TV-Senders.

Der 34-jährige Aogo hatte schon zuvor bedauert, dass er am Dienstagabend als Sky-Experte bei der Analyse des Champion-League-Halbfinalspiels Manchester City gegen Paris Saint-Germain den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte.

"Dennis Aogo hat sich entschuldigt und ist sich der Tragweite seiner Äußerung, die er sehr bedauert, bewusst", schrieb Sky in der Mitteilung. "Er ist ein ausgezeichneter Experte in unserem Team, den wir sehr schätzen, hat aber einen großen Fehler gemacht. Aus diesem will er lernen." Der Sender nimmt den Vorfall zum Anlass, "das Bewusstsein für den Umgang mit Sprache bei all unseren Mitarbeitern noch intensiver thematisieren", hieß es in dem Statement.

17:46 Uhr

Lehmann äußert sich nochmal zu rassistischer Nachricht

Der frühere Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann hat noch einmal für seine rassistische Nachricht an Dennis Aogo um Entschuldigung gebeten. "Wer mich kennt, weiß, dass diese Formulierung eine nicht ernst gemeinte, unüberlegte Dummheit war, die nicht das Geringste mit meiner persönlichen Einstellung zu tun hat. Man darf solche Sprüche nicht machen, sonst werden sie gesellschaftsfähig", schrieb Lehmann bei Twitter.

Es sei ihm "sehr wichtig", dies klarzustellen. "Ich möchte mich dafür noch einmal von ganzem Herzen entschuldigen, ich bedauere meine Äußerung zutiefst und bitte jeden um Verzeihung, der sich dadurch verletzt gefühlt hat", so der 51-Jährige. Also bittet er - ganz wörtlich genommen - nur die, die sich verletzt gefühlt haben, um Verzeihung. Fast so, als wäre der Rassismus in seiner Nachricht eine Frage der Empfindung.

17:10 Uhr

DFB-Präsident Keller bittet um Entschuldigung

DFB-Präsident Fritz Keller hat sich mit Charlotte Knobloch getroffen, um sich für seinen Nazi-Vergleich bei einer Präsidiumssitzung zu entschuldigen. Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes war in München bei der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die 88-Jährige ist Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

"Ich habe in einem Konflikt aus der Emotion heraus etwas gesagt, das ich zutiefst bedauere. Das hat mit mir und meiner Haltung nichts zu tun", betonte Keller in einer der dpa vorliegenden Stellungnahme erneut. "Ich spreche deshalb derzeit mit verschiedenen Personen, um das wieder geradezurücken und bedanke mich sehr bei Charlotte Knobloch (...) für ihren Rat und ein sehr offenes Gespräch." Der 64 Jahre alte Keller hatte auf der Präsidiumssitzung am 23. April seinen Vize Koch mit dem früheren Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Bei der DFB-Konferenz in Potsdam am vergangenen Wochenende entzogen die Chefs der Landes- und Regionalverbände Keller das Vertrauen und fordern seinen Rücktritt.

16:29 Uhr

Mick Schumacher verschwendet kein Wort über Formel-1-Punkte

Mick Schumacher setzt sich auch vor seinem vierten Rennen in der Formel 1 weiterhin kleine Ziele. "Ich bin optimistisch, will aber auch nicht sagen, wir gehen auf Punkte", sagte der 22-Jährige in Barcelona. Beim Großen Preis von Spanien am Sonntag (15 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) will der Sohn von Michael Schumacher seinen Rennwagen vom US-Team Haas zunächst wieder sicher ins Ziel steuern. Es gehe aber insgesamt darum, das "Ziel immer etwas weiter hochzusetzen", sagte der Neuling: "Wir können uns am Freitag hoffentlich ein konkretes Ziel setzen, wer in Reichweite ist und wer nicht."

Am vergangenen Sonntag wurde Schumacher in Portugal 17. und konnte in seinem unterlegenen Wagen erstmals auch einen Konkurrenten, den Kanadier Nicholas Latifi im Williams, überholen. Zudem landete er erneut vor seinem russischen Teamkollegen Nikita Mazepin. Schumacher warnte jedoch erneut vor überzogenen Erwartungen. "Wir können sehr positiv sein, aber müssen realistisch bleiben", sagte der Youngster. Fortschritte immer direkt an Zahlen und Platzierungen festzumachen, sei "immer schwierig", betonte er.

15:18 Uhr

"Zustand nicht ganz gut": Kruse droht wieder auszufallen

Der 1. FC Union Berlin muss im Endspurt um einen Europapokal-Platz möglicherweise vorerst auf Max Kruse verzichten. "Sein Zustand ist nicht schlecht, aber auch nicht ganz gut", sagte Trainer Urs Fischer in einer digitalen Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten vor der Partie beim VfL Wolfsburg. Der 33 Jahre alte Offensivspieler habe nach muskulären Problemen "noch Nachholbedarf", sagte Fischer. Der Coach der Eisernen hofft aber dennoch, dass Kruse am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) "für den Kader infrage kommt". Beim letzten Bundesliga-Spiel vor knapp zwei Wochen war Kruse beim 3:1 gegen Werder Bremen mit Beschwerden zur Halbzeit ausgewechselt worden.

Definitiv fehlen werden in Wolfsburg neben den teilweise schon länger verletzten Anthony Ujah, Sheraldo Becker, Taiwo Awoniyi und Leon Dajaku auch Florian Hübner, Grischa Prömel und der dritte Torhüter Jakob Busk - alle wegen muskulärer Probleme. Für Union Berlin geht es als Tabellen-Achter noch um die Qualifikation für die Conference League oder Europa League.

14:36 Uhr

Aogo leistet sich verbalen Fehltritt - und entschuldigt sich

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Dennis Aogo leistet sich bittere Aussage.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Der frühere Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo hat nur einen Tag nach dem Wirbel um eine rassistische Nachricht von Jens Lehmann an ihn selbst für einen verbalen Fehltritt um Entschuldigung gebeten. Der 34-Jährige bedauerte, dass er als Experte des TV-Senders Sky am Mittwochabend den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte.

  • Der "Bild"-Zeitung sagte Aogo dazu: "Dieses Wort darf man selbstverständlich in überhaupt keinem Zusammenhang verwenden. Das war ein großer Fehler, ich kann mich dafür nur aufrichtig entschuldigen." Der frühere Profi war bei Sky im Rahmen der Übertragung des Champions-League-Halbfinales tätig.
  • Die Nationalsozialisten hatten während ihrer Herrschaft in Konzentrationslagern systematisch Millionen von Menschen in Gaskammern ermordet. Zuvor war Giftgas bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt worden.
14:07 Uhr

Boykott der Medien: NBA-Superstar Irving muss wieder zahlen

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Irving ist für sein exaltiertes Verhalten bekannt.

(Foto: AP)

Teures Schweigen: NBA-Superstar Kyrie Irving muss schon wieder zahlen, weil er Interviews verweigert. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga verdonnerte den Point Guard der Brooklyn Nets zu einer Geldstrafe von 35.000 Dollar (rund 29.000 Euro), wegen der Regelverletzung muss sein Klub die gleiche Summe aufbringen.

  • "Die Geldstrafen resultieren aus Irvings wiederholter Weigerung, den Medien nach den Spielen zur Verfügung zu stehen", hieß es in einer NBA-Mitteilung. Die Liga hatte dem 29-Jährigen in dieser Saison aus dem gleichen Grund bereits 25.000 Dollar abgeknöpft.
  • Zuletzt schwieg Irving nach dem Spitzenspiel zwischen den Nets und den Milwaukee Bucks (118:124) am Donnerstag. Nach der ersten Strafe wegen seines "Presse-Boykotts" hatte er auf Schach bezogen getwittert, dass er "nicht mit Bauern" rede.
13:37 Uhr

Ausschluss aus Königsklasse? Super-League-Klubs droht Bestrafung

Den Klubs der gescheiterten Super League könnte als Strafe laut einem Medienbericht ein bis zu zweijähriger Ausschluss aus den Vereinswettbewerben der Europäischen Fußball-Union drohen. Die UEFA berät nach Informationen des US-Senders ESPN mit den zwölf Vereinen darüber, einer geringeren Strafe zuzustimmen und dafür die Pläne für eine eigene Liga formal definitiv aufzugeben. Der europäische Verband wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

  • Laut ESPN gibt es bereits eine Übereinkunft der UEFA mit sieben Klubs: FC Arsenal, Atlético Madrid, FC Chelsea, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United und Tottenham Hotspur. Mit Inter Mailand stehe dies kurz bevor.
  • Keine Einigung erreicht sei mit Juventus Turin, Real Madrid, dem FC Barcelona und AC Mailand. Das Quartett habe aus seiner Sicht die UEFA und den Weltverband FIFA um Erlaubnis für eine eigene Liga gebeten und sich nicht abspalten wollen.
  • Nach massivem Widerstand der Verbände, anderer Klubs und von Fans hatte eine Mehrheit der Vereine die Teilnahme wieder abgesagt.
13:04 Uhr

Bayer profitiert, wenn Chelsea die Champions League gewinnt

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Havertz als Geldbringer.

(Foto: imago images/PA Images)

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen dürfte dem FC Chelsea um seinen Ex-Spieler Kai Havertz im Champions-League-Finale besonders fest die Daumen drücken. Wie der "Kicker" berichtet, soll Bayer eine "satte Millionensumme" kassieren, falls die Blues die Königsklasse gewinnen. Am 29. Mai trifft Chelsea im Endspiel in Istanbul auf Manchester City.

Nationalspieler Havertz war im Sommer für rund 80 Millionen Euro von Leverkusen nach London gewechselt. Zusätzlich seien laut "Kicker" Erfolgsboni für mögliche Titelgewinne oder eine bestimmte Anzahl von Einsätzen vereinbart worden. Ein Gesamtvolumen des Transfers in Höhe von um die 100 Millionen sei demnach schon früh nach dem Wechsel des 21-Jährigen möglich.

12:11 Uhr

Hazard lacht - und macht alle wütend

Nach dem Aus im Halbfinale der Champions League gegen den FC Chelsea hat sich Real Madrids Profi Eden Hazard den Zorn der eigenen Fans und der Medien der spanischen Hauptstadt zugezogen. Der Fußball-Star hatte unmittelbar nach dem Abpfiff auf dem Rasen der Stamford Bridge mit ehemaligen Kollegen des Premier-League-Klubs ausgelassen geplaudert und dabei vor laufenden Kameras immer wieder aus vollem Hals gelacht.

  • "Worüber lacht Hazard?", fragte Antonio Romero in seiner Kolumne der Fachzeitung "AS". Die Scherze seien "wie ein Messerstich in die Brust des Madridismus", schrieb Romero, zumal Hazard beim 0:2 am Mittwochabend wieder "kläglich" gespielt habe.
  • Die Konkurrenzzeitung "Marca" titelte derweil, Hazard sei nun "im Auge des Hurrikans." Auch im Netz wurde der Belgier heftig kritisiert - und auch beleidigt. In den sachlichsten Kommentaren war von einer "armseligen Mentalität" und von "inakzeptablem Verhalten" die Rede.
  • Der im Sommer 2019 für rund 100 Millionen Euro von London nach Madrid gewechselte Hazard konnte bei Real nie überzeugen. Wegen zahlreicher Verletzungen bestritt er in knapp zwei Jahren nur 24 Pflichtspiele, bei denen er lediglich drei Tore erzielte.
11:20 Uhr

Bayern-Abschied: Alaba will "ins Ungewisse gehen"

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Alaba hat sich bewusst vom FC Bayern verabschiedet.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Fußball-Profi David Alaba erhofft sich bei seinem künftigen Verein einen weiteren Reifeprozess. "Natürlich verlasse ich den FC Bayern mit einem weinenden Auge, freue mich aber gleichzeitig auf meine Zukunft", sagte der österreichische Nationalspieler, der nach gescheiterten Vertragsverhandlungen mit den Münchner Bossen den deutschen Rekordmeister am Saisonende nach 13 Jahren verlassen wird.

  • Im Interview mit dem vereinseigenen Magazin "51" spricht Alaba nicht über seinen künftigen Arbeitgeber. Den 28-Jährigen soll es zu Real Madrid ziehen. Der Abschied vom FC Bayern sei "keine Entscheidung gegen den Verein gewesen", sagte der zweimalige Triple-Gewinner (2013, 2020), der nach Auslaufen seines Vertrages ablösefrei wechseln kann.
  • "Ich habe für mich beschlossen, dass ich noch einmal etwas Neues machen möchte, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen", sagte Alaba: "Um zu wachsen, muss man seine 'Komfortzone' verlassen - und ich setze dieses Wort bewusst in Anführungsstriche, weil es sonst falsch ausgelegt werden könnte: Beim FC Bayern sind die sportlichen Erwartungen immer extrem, von den Verantwortlichen, in der Kabine oder von einem selbst. Ich will damit sagen, dass man vielleicht auch mal ins Ungewisse gehen muss, um noch einmal weiter zu reifen."
10:56 Uhr

Wölfe-Topstar vor Spitzenspiel: Bayern hat mehr zu verlieren

Die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg sieht die fehlende Souveränität beim Serienmeister der vergangenen Jahre im Spielplan. "Ich glaube, das liegt daran, dass wir im Sommer keine richtige Pause hatten, keine Möglichkeit, mal durchzuatmen und mental zu regenerieren", sagte die 30-Jährige dem "Kicker".

  • "Aber eine schlechte Saison ist es auch nicht. Dennoch: Es gab nicht so viele klare Ergebnisse. Aber die sind auch nicht immer notwendig, um am Ende oben zu stehen", sagte sie vor dem Topspiel gegen den FC Bayern München am Sonntag (13 Uhr).
  • Bei einem Sieg zieht der VfL Wolfsburg drei Spieltage vor dem Ende der Saison an München vorbei und übernimmt die Tabellenführung. "Ich bin gespannt, wie die Bayern mit der Niederlage gegen Chelsea umgehen. Jetzt hat Bayern noch mehr Druck nach der unglaublich konstanten Saison, die das Team vorher gespielt hat. Sie stehen mehr in der Pflicht als wir. Eigentlich können wir am Sonntag nur gewinnen", sagte Popp.
  • Der FC Bayern hatte bereits im DFB-Pokal im Viertelfinale gegen Wolfsburg verloren und war zuletzt im Halbfinale der Champions League am FC Chelsea gescheitert.
10:20 Uhr

Entscheidet der DFB diesmal anders? Ute Groth probiert's nochmal

Zwei Jahre nach ihrer Bewerbung als DFB-Präsidentin erwägt die Amateursportvertreterin Ute Groth bei einem möglichen Rücktritt von Amtsinhaber Fritz Keller eine erneute Kandidatur. Sie würde eine "Neuausrichtung gerne in einem Team angehen. Wichtig ist jetzt eine große Erneuerung - personell und strukturell", sagte die 62 Jahre alte Düsseldorferin der "Augsburger Allgemeinen".

  • Groth, Vereinsvorsitzende der DJK Tusa 06 Düsseldorf, monierte, dass sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) "weit von der Basis der Amateure entfernt. Viele Leute an der Basis haben keine Lust mehr auf dieses Funktionärsgeklüngel". Sie wünsche sich, so Groth weiter, "etwas weniger von der Glitzerwelt Bundesliga, hin zum Amateurverein".
  • Keller habe in seiner Amtszeit seit 2019 zwar versucht, "Änderungen zu bewirken", sagte Groth: "Die meiste Zeit war er aber damit beschäftigt, die Altlasten zu beseitigen: die Geschichten um die WM 2006, diese ganzen Verträge und Beraterzahlungen. Letztlich ist er auch darüber gestolpert."
09:56 Uhr

43-Jährige profitiert von neuen Regeln: Erste Transgender-Athletin bei Olympia?

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Hubbard könnte Geschichte schreiben.

(Foto: REUTERS)

Die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard ist auf dem besten Weg, die erste Transgender-Athletin bei Olympischen Spielen zu werden. Die 43-Jährige, die als Mann geboren wurde, aber 2012 zur Frau wurde, steht kurz davor, die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) unter den angepassten Covid-19-Qualifikationsregularien zu erreichen.

  • "Das NZOC kann bestätigen, dass die überarbeiteten Qualifizierungssysteme des Internationalen Verbandes sehr wahrscheinlich dazu führen werden, dass eine Reihe von neuseeländischen Gewichthebern, darunter auch die Transgender-Athletin Laurel Hubbard, einen Quotenplatz für Tokio 2020 erhält", erklärte das neuseeländische Olympische Komitee.
  • Hubbard wurde zugelassen, im Gewichtheben der Frauen zu anzutreten, nachdem sie Testosteronwerte unterhalb der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geforderten Schwelle aufweisen konnte.
  • Ihr Ziel ist es, in den neuseeländischen Kader für die Olympischen Spiele in Tokio zu kommen, um in der Gewichtsklasse über 87 Kilogramm zu starten. Derzeit steht die WM-Silbermedaillengewinnerin von 2017 auf Platz 16 der Weltrangliste.
09:24 Uhr

Löw muss erst einmal auf Final-Quartett verzichten

Bundestrainer Joachim Löw muss zu Beginn der EM-Vorbereitung auf sein Final-Quartett aus der Champions League verzichten. Weil İlkay Gündoğan am 29. Mai mit Manchester City in Istanbul gegen den FC Chelsea um Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger um die europäische Vereinskrone spielt, fehlen die vier Nationalspieler in den ersten Tagen des Trainingslagers in Seefeld.

  • Löw will seinen Kader bereits am 25. Mai in Tirol versammeln.
  • Am 2. Juni trifft die DFB-Elf im ersten EM-Test in Innsbruck auf Turnierteilnehmer Dänemark. Fünf Tage später steht in Düsseldorf die EM-Generalprobe gegen Lettland an.
  • Nach zwei freien Tagen bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am 10. Juni ihr EURO-Quartier bei Partner Adidas in Herzogenaurach. Von dort reist sie zu den Gruppenspielen gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) jeweils nach München.
08:36 Uhr

BVB-Profi meldet sich nach schrecklicher Verletzung aus dem Krankenhaus

Das sieht doch schon einmal recht optimistisch aus: Mateu Morey hat sich aus dem Krankenhaus gemeldet. "Der Countdown, um stärker zurückzukommen, hat bereits begonnen", twitterte der 21-Jährige nach der Operation.

  • Der spanische Profi von Borussia Dortmund ist am rechten Knie operiert worden. Der BVB teilte am Mittwochabend mit, es habe sich um einen "ersten Akuteingriff" gehandelt, die weitere Behandlung werde "nach Ablauf der ersten Heilungsphase" festgelegt.
  • Morey war am Samstag während des DFB-Pokal-Halbfinals gegen den Zweitligisten Holstein Kiel (5:0) unglücklich im Rasen hängengeblieben, wobei sich sein Knie stark nach hinten überstreckte.
07:39 Uhr

Jugendverein reagiert drastisch auf Lehmanns Rassismus

Jens Lehmanns Jugendverein hat dem Ex-Nationalspieler nach dessen rassistischer Nachricht an den ehemaligen Fußball-Profi Dennis Aogo Hausverbot erteilt. "Und nur für den Fall, dass Jens Lehmann das hier wider Erwarten lesen sollte: Auch wenn Du Dich in den letzten 40 Jahren keine dreimal hast sehen lassen und Dir das wahrscheinlich völlig egal ist: Du hast Hausverbot!", schrieb Peter Küpperfahrenberg, Vorsitzender des Heisinger SV, auf der Facebookseite des Essener Bezirksligisten.

  • Lehmann spielte in der Jugend von 1975 bis 1978 für den Klub.
  • Küpperfahrenberg mahnte in seinem Beitrag zugleich an, dass "der von uns allen so geliebte Fußball nach meiner Erfahrung anfällig für einige Grundübel der Zivilisation" sei: "Dazu gehören insbesondere Rassismus und Homophobie. Wir müssen aufpassen, wir müssen wachsam sein, wir dürfen das niemals tolerieren, wir müssen einschreiten, wir müssen Courage zeigen. Das ist in der Vergangenheit viel zu wenig geschehen."
06:28 Uhr

Wüste Prügelei in der NHL sofort nach Anpfiff

In der NHL haben sich Spieler der Washington Capitals und der New York Rangers sofort nach Spielbeginn geprügelt. Vorausgegangen war im letzten Duell der beiden Eishockey-Teams zwei Tage zuvor ein Scharmützel zwischen Capitals-Profi Tom Wilson und Artemi Panarin von den Rangers, in dessen Folge der Russe nicht weiterspielen konnte.

  • Als die Liga Wilson daraufhin zwar mit einer Geldstrafe, aber nicht mit einer Sperre belegte, echauffierten sich die Rangers in einem Brief über die Entscheidung - und lieferten sich in den ersten Sekunden beim 2:4 sofort die Schlägereien.
  • Zwischenzeitlich waren sechs Spieler der Capitals, die ohne zu zögern selbst gewalttätig wurden, gleichzeitig in der Strafbox. "Ich denke, es war gut. Wir haben versucht für unseren Mitspieler einzutreten. Es war eine gute Reaktion", sagte Rangers-Verteidiger Brendan Smith nach Angaben der Nachrichtenagentur AP.
05:59 Uhr

Hartwig lobt Hertha für Lehmann-Rauswurf

Der ehemalige Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig hat die rassistische Äußerung von Jens Lehmann noch einmal aufs Schärfste verurteilt und die Reaktion von Hertha BSC gelobt. "Ich finde ganz toll, dass Hertha BSC gleich die Konsequenzen gezogen hat und hat ihn von seinem Amt enthoben, weil so was kann man nicht sagen", sagte der ehemalige Nationalspieler dem Nachrichtensender "Welt".

  • Ex-Torhüter Lehmann hatte Dennis Aogo als "quotenschwarzen" in einer Whatsapp-Nachricht bezeichnet, die Aogo anschließend in einer Instagram-Story veröffentlichte.
  • Die Entschuldigung Lehmanns hätte Hartwig anstelle von Aogo nicht angenommen. "Das ist keine Entschuldigung gewesen." In der Nachricht sei "ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe", twitterte Lehmann.
  • Dazu Hartwig: "Entschuldigen kann man sich immer, man muss sich aber vorher überlegen, was man für einen Blödsinn redet. Gerade im Rassismus-Thema."
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