Freitag, 17. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Anja Rau
22:39 Uhr

Bayer-Keeper Hradecky warnt vor Pöbeleien bei Geisterspiel

Lukas Hradecky vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen hat seine Mitspieler im Fall von Geisterspielen vor Kraftausdrücken gewarnt. "Da werden einige vielleicht aufpassen müssen, was sie zum Schiri sagen", sagte der Torhüter mit einem Schmunzeln: "Ich bin da entspannt. Aber es sind einige andere dabei, die vielleicht etwas mehr kochen während des Spiels."

Dass die EM, an der Hradecky mit den erstmals qualifizierten Finnen teilnehmen wird, ins Jahr 2021 verschoben wurde, ist für ihn grundsätzlich kein Problem. "Ich hoffe nur, dass ich verletzungsfrei bleibe und das körperlich schaffe", sagte der 30-Jährige: "Das Warten tut mir nicht weh. Ich hoffe nur, dass wir im nächsten Jahr Zuschauer haben werden. Sonst muss man die EM gleich wieder verschieben."

22:04 Uhr

Leipzig kurz vor der Verpflichtung von Werder-Profi

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Milot Rashica bleibt wohl in der Bundesliga.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Einer der besten verlässt den Klub: Stürmer Milot Rashica steht einem Medienbericht zufolge unmittelbar vor einem Wechsel von Werder Bremen zu Bundesliga-Rivale RB Leipzig. Die Gespräche zwischen den Beteiligten seien weit fortgeschritten, berichtete der "Weser-Kurier" unter Berufung auf eine Quelle im Umfeld von Werder Bremen.

  • Der Transfer des 22-Jährigen innerhalb der Fußball-Bundesliga könnte demnach noch in diesem Monat offiziell verkündet werden.
  • Aufgrund einer Ausstiegsklausel in seinem bis zum 30. Juni 2022 gültigen Vertrag kann der Nationalspieler des Kosovo die Bremer in diesem Sommer verlassen. Die Höhe der festgelegten Ablösesumme liegt Medienberichten zufolge bei 38 Millionen Euro.
  • Rashicas Berater Altin Lala hatte bereits am Donnerstag eine Entscheidung über die Zukunft des Angreifers "innerhalb von zwei bis drei Wochen" angekündigt.
20:58 Uhr

Schürrle muss zum BVB zurückkehren

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André Schürrle bleibt nach der Corona-Krise gleich in Deutschland.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Damit geht seine Reise weiter: Der russische Fußball-Erstligist Spartak Moskau wird die Kaufoption für Leihspieler André Schürrle nicht ziehen. Der Weltmeister von 2014 wird somit zunächst wieder zum Bundesligisten Borussia Dortmund zurückkehren.

  • "Wir sind mit André einvernehmlich übereingekommen, die vertraglich vereinbarte Kaufoption nicht zu ziehen", sagte Moskaus Sportdirektor Tomas Zorn der "Bild"-Zeitung.
  • Schürrle hält sich aufgrund der Coronakrise ohnehin in Deutschland auf und wird auch nicht wieder nach Russland zurückkehren. Dort ist die Saison bis zum 30. Mai ausgesetzt, Spartak mit Trainer Domenico Tedesco belegt den achten Rang.
  • Schürrle war im Sommer 2019 für eine Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro an Spartak verliehen worden und absolvierte insgesamt 18 Pflichtspiele für den russischen Erstligisten.
  • Beim BVB läuft der Vertrag des 32-Jährigen im nächsten Jahr aus.
20:00 Uhr

Flunkyballer amüsieren sich in TV-Liveschalte

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und doch lässt sich der langersehnte Lenz aufgrund der Kontaktsperre nur bedingt genießen. Zwei engagierte Freizeitsportler machen vor, wie es trotzdem geht: Mit genügend Abstand, einem kühlen Getränk und das alles live im Fernsehen.

19:06 Uhr

Ultras lehnen Geisterspiele ab - DFL schweigt

Die Deutsche Fußball Liga will die Ablehnung von Geisterspielen durch Ultra-Fans in der 1. und 2. Bundesliga nicht kommentieren. Der Zusammenschluss "Fanszenen Deutschland" hat sich vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer in der aktuellen Situation ausgesprochen. "Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar - schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung", steht es in einer Erklärung, die über Fan-Organisationen von einzelnen Klubs verbreitet wurde. Weiter heißt es: "Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne." Es dürfe keine Lex Bundesliga geben.

Die "Fanszenen Deutschland" sind nicht in der Ad hoc-Gruppe Fan-Institutionen und Verbände zu Corona vertreten, die am Donnerstag erneut mit Vertretern der DFL und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einer Schalte tagte.

18:16 Uhr

Belgischer Virologe will Fußball mit Atemmasken

Das dürfte ziemlich anstrengend werden: In Belgien werden Fußballer künftig möglicherweise mit Atemmasken auflaufen. Dies ist zumindest die Empfehlung des belgischen Virologen Marc Van Rants, der die Regierung des Landes als Experte im Kampf gegen das Coronavirus berät.

  • "Ein Weg, den man in Betracht ziehen sollte, ist das Tragen von Masken beim Fußballspielen", wird Van Ranst in der belgischen Zeitung "Le Soir" zitiert.
  • Natürlich seien chirurgische Masken völlig ungeeignet, jedoch gebe es im Internet bequemere Anti-Umweltverschmutzungsmasken, die auch von American-Football-Spielern und Radfahrern getragen werden würden.
  • Die belgische Meisterschaft ist derzeit wie fast alle Ligen weltweit unterbrochen. Die Ligakommission hatte bereits am 2. April vorgeschlagen, die Spielzeit vorzeitig abzubrechen und Tabellenführer FC Brügge zum Meister zu erklären und dafür heftige Kritik vonseiten der Uefa geerntet.
17:49 Uhr

DHB präsentiert Rechen-Regel für Saisonabbruch

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Feiert der THW Kiel den Titel?

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Achtung, jetzt wird es kompliziert: Der Deutsche Handballbund (DHB) empfiehlt im Falle eines Saisonabbruchs Amateuren und Profis eine einheitliche Wertung der Abschlusstabellen auf Basis der Quotientenregelung.

  • In diesem Fall würden die gesammelten Punkte der Teams durch die Anzahl der absolvierten Spiele zum Stichtag 12. März 2020 geteilt. Das Ergebnis würde anschließend mit 100 multipliziert und auf eine Stelle nach dem Komma gerundet werden, wie es in einer DHB-Mitteilung heißt.
  • Dieses Szenario gilt auch für den Fall eines Abbruchs der Spielzeit in der Bundesliga (HBL) als wahrscheinlich, in diesem Fall wäre dann der Tabellenführer THW Kiel deutscher Meister.
  • Über eine Wertung der Saison bei Abbruch müsste in der 1. und 2. Liga aber das HBL-Präsidium entscheiden. Über den Abbruch selbst dagegen stimmen die 36 Klubs ab. Bei Saisonabbrüchen soll es keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger geben.
16:52 Uhr

Klopp fasziniert früheren Mainzer noch zehn Jahre später

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Neustädter spielte erst zweimal für die DFB-Elf, bevor er sich für die russische Nationalmannschaft und Staatsbürgerschaft entschied.

(Foto: imago/Uwe Kraft)

Auch mehr als zehn Jahre nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp beim FSV Mainz 05 ist der frühere deutsche und aktuelle russische Nationalspieler Roman Neustädter von den Fähigkeiten des aktuellen Welttrainers weiterhin fasziniert. "Klopp sieht Qualitäten in Spielern, die andere nicht sehen. Und er weiß dann wie kein anderer, das absolute Maximum aus jedem herauszuholen. Wir sind bei ihm auf den Platz raus und haben für ihn alles zerstört. Dieses Gefühl hatte ich bei keinem anderen Trainer, so war auch kein anderer Trainer", sagte der Defensivspieler im Interview mit Goal und Spox.

Der heute 32-Jährige stieg 2009 mit Mainz und Klopp als Coach in die Bundesliga auf. Danach war Neustädter in Deutschland für Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 aktiv, ehe er zu Fenerbahce Istanbul und im August vergangenen Jahres zu Dynamo Moskau wechselte.

16:19 Uhr

Bundesliga-Fußballerinnen helfen bei Spargelernte

Das ist doch vorbildliches Engagement: Die Fußballerinnen des Bundesligisten SC Sand haben sich in der Corona-Krise als Erntehelferinnen auf einem Spargelfeld engagiert.

  • "Die Erntehelfer und Saisonarbeiter aus Tschechien, Polen und Rumänien sind ausgefallen, da sie wegen der Corona-Krise nicht einreisen konnten. Wir sind dann gefragt worden, ob wir nicht aushelfen wollen", erzählte Mittelfeldspielerin Dina Blagojevic.
  • "Wir haben in vier Stunden sieben Spargelreihen abgeerntet. Danach wurde der Spargel von uns mit den Händen gewaschen, was auch noch einmal drei Stunden dauerte."
  • Für die 23-jährige Serbin und ihre Mitspielerinnen kam die ungewöhnliche Aktion einer Krafteinheit gleich. "Fußball ist viel einfacher. Das Spargelstechen war wie ein Krafttraining im Fitnessstudio", sagte sie.
15:48 Uhr

Nadal: "Hätte kein Problem, ohne Zuschauer zu spielen"

Wann und wie die Tennissaison wegen der Corona-Pandemie fortgesetzt wird, ist ungewiss. Kommt es auch auf dem Tenniscourt zu Geisterspielen? Rafael Nadal hätte damit kein Problem.

14:58 Uhr

Spielt die 3. Liga ab der nächsten Saison mit 40 Klubs?

Die Vereine der 3. Fußball-Liga beschäftigen sich in der Corona-Krise offenbar auch mit einer Reform. Wie der "Kicker" berichtet, reichte ein Klub einen Vorschlag zur Umstrukturierung der Spielklasse beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein. Demnach würde die dritte Ebene des deutschen Fußballs ab der Saison 2020/2021 in eine 3. Liga Nord und eine 3. Liga Süd mit je 20 Teams unterteilt.

Durch mehr Mannschaften und Spiele erhielten die Klubs mehr Einnahmen aus TV-Verträgen, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie auszugleichen. Aktuell herrscht Uneinigkeit darüber, ob die Saison in der 3. Liga abgebrochen oder mit Geisterspielen fortgeführt werden soll. Wie es im neuen Konzept heißt, könne der "vorgeschlagene Ansatz eines Saisonübergangs in Kombination mit einer Reform der Ligastruktur am ehesten zur Schaffung einer Mehrheit der betroffenen Vereine geeignet zu sein". Finanziell verlören die 20 derzeitigen Drittligisten durch eine Aufstockung und Zweiteilung der Liga wohl rund 500.000 Euro im Schnitt, durch kürzere Auswärtsreisen würden jedoch 100.000 Euro gespart. Die Differenz von 400.000 soll über eine Verteilung der TV-Erlöse durch eine Mehrjahreswertung ausgeglichen werden.

14:00 Uhr

Boateng wollte nach Berlin, aber Klinsmann antwortete nicht

Fußball-Profi Kevin-Prince Boateng wollte im Winter zu Bundesligist Hertha BSC wechseln und hatte für seine Rückkehr nach Berlin große Pläne. "Dann hätte ich im Sommer einfach das Telefon genommen und den Götze angerufen und den Draxler und gesagt: Kommt her, Jungs, lasst uns hier was aufbauen. Das war so mein Plan, dass ich Hertha wieder attraktiv machen könnte", sagte Boateng dem "Spiegel".

In der vergangenen Winterpause, bevor Jürgen Klinsmann im Februar vom Trainerposten zurücktrat, war über Transfers der 2014er-Weltmeister Mario Götze (Borussia Dortmund) und Julian Draxler (Paris St. Germain) in die Hauptstadt spekuliert worden. Neben seinen sportlichen Plänen habe Boateng auch Berliner Rapper zu Marketingzwecken in das Projekt involvieren wollen. Boateng, der im Winter stattdessen zu Besiktas Istanbul ging, habe laut eigener Aussage Klinsmann eine Nachricht geschickt, aber keine Antwort erhalten.

12:32 Uhr

Norman Hunter ist tot

Der englische Fußball-Weltmeister Norman Hunter ist tot. Wie der Fußballverband mitteilte, verstarb der 28-fache Nationalspieler im Alter von 76 Jahren nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Laut BBC war Hunter am 10. April positiv getestet worden und seitdem im Krankenhaus geblieben. Sein ehemaliger Klub Leeds United, mit dem er in 14 Jahren zwei Meisterschaften feierte, würdigte Hunter: "Seine Errungenschaften werden nie vergessen werden. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden."

Für Leeds absolvierte der Verteidiger mehr als 700 Spiele, holte außerdem je einmal den Ligapokal und den FA Cup. Die Gewerkschaft der Profifußballer teilte mit: "Der Fußball hat eine Legende verloren."

11:53 Uhr

Viertligist verpflichtet Trainerin Wübbenhorst

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Im vergangenen Jahr stand Wübbenhorst beim BV Cloppenburg an der Seitenlinie.

(Foto: imago/foto2press)

Fußball-Regionalligist Sportfreunde Lotte hat Imke Wübbenhorst als neue Trainerin verpflichtet. Die 31-Jährige unterschrieb nach SID-Informationen einen Zweijahresvertrag und ist nach Inka Grings die erste Frau in Deutschland, die einen Viertligisten trainiert. "Das Ticket für das Karussell Trainerbusiness habe ich nun gelöst", hatte Wübbenhorst bereits am Donnerstag gesagt: "Ich wünsche mir, dass dieses Ticket eine lange Gültigkeit hat. Den Eingang habe ich passiert, nun möchte ich auch langfristig im professionellen Bereich bleiben." Wübbenhorst hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie als erste Trainerin in der fünften Männerliga beim BV Cloppenburg tätig war. Zudem sorgte sie auch international für Schlagzeilen mit diesem einen Satz -"Ich stelle nach Schwanzlänge auf"-, der ihr bis heute anhaftet.

11:16 Uhr

Drittligist macht dem DFB Vorwürfe wegen Unterbrechung

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Jens Rauschenbach ist der Präsident des Halleschen FC.

(Foto: imago images/Eckehard Schulz)

Präsident Jens Rauschenbach vom Halleschen FC hat seine Forderung nach einem Saisonabbruch in der 3. Fußball-Liga erneut bekräftigt. "Aus gesellschaftlicher, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Sicht ist ein Abbruch für die Liga unabdingbar", sagte Rauschenbach der "Mitteldeutschen Zeitung". Der HFC-Chef bemängelt zudem ein fehlendes Konzept seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Es liegt auch bis jetzt keine politische Freigabe oder Genehmigung für Mannschaftstraining oder Geisterspiele vor. Auflagen und Bedingungen für einen Spielbetrieb sind völlig offen. "Ligaweit befürwortet eine Mehrheit der Vereine allerdings eine Fortführung der Saison ohne Fans - der Rest will abbrechen.

Verfechter eines Saisonabbruchs fürchten bei Spielen ohne Zuschauer durch Einnahmeverluste einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für ihren Verein. Rauschenbach machte einen Vorschlag, wie die Saison bei einem Abbruch gewertet werden könnte. "Die ersten zwei Klubs steigen in die zweite Liga auf. Eine Relegation wird nicht gespielt. Es gibt keine Absteiger. Die Liga wird mit den fünf aktuellen Spitzenreitern der Regionalligen auf dann 22 oder 23 Vereine aufgefüllt. Da hätten wir zwar reichlich Spiele - aber die wären ein guter Kompromiss."

10:50 Uhr

Wimbledon-Siegerin Halep: Kein Tennis ohne Fans

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Mit Fans im Rücken spielt's sich leichter, sagt Simona Halep.

(Foto: imago images / AFLOSPORT)

Die beiden Grand-Slam-Turniersiegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova haben sich gegen Tennis-Turniere ohne Publikum ausgesprochen. "Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert", sagte die rumänische Wimbledonsiegerin Halep der Deutschen Presse-Agentur. "Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die großen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport."

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli, auch der Rogers Cup in Kanada im August ist bereits abgesagt. Auch der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. "Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns", sagte die Tschechin.

09:52 Uhr

Konkurrenz für FC Bayern: Premier-League-Klub wirbt um Werner

Leroy Sané oder Timo Werner? Diese Frage beschäftigt den FC Bayern. Eine Verstärkung für den Angriff soll her - offen ist nur, welchen Spielertyp die Münchner favorisieren. Im Werben um Timo Werner bekommt der deutsche Rekordmeister nun offenbar neue Konkurrenz: Der FC Chelsea soll den Angreifer von RB Leipzig ebenfalls auf dem Radar haben. Nach dem FC Liverpool ist es der bereits der zweite Klub aus der Premier League, der um den 24-Jährigen wirbt, der in dieser Bundesliga-Saison bislang 21 Tore erzielt und acht weitere vorbereitet hat. Wie der "Kicker" berichtet, soll Bayern-Trainer Hansi Flick sich für eine Werner-Verpflichtung einsetzen.

08:41 Uhr

Trump kündigt Neustart im US-Sport an - irgendwie ...

Die meisten amerikanischen Sport-Ligen werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ihre Spielzeiten ohne Zuschauer wieder aufnehmen. "Vielen von ihnen werden ohne Fans starten. Gemacht fürs Fernsehen, die guten alten Zeiten", sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus, als er einen Drei-Phasen-Plan erläuterte, mit dem er sein Land von den Einschränkungen in der Corona-Krise wieder befreien will. Trump bezog sich dabei auf Telefonate mit den Chefs der Ligen. Von dort gab es bislang noch keine offiziellen Angaben, ob, wann und wie es nach der Unterbrechung weitergehen soll. Auch Trump lieferte keinen Zeithorizont.

Als zweiten Schritt könnten Fans dann wieder zuschauen, vielleicht "mit zwei leeren Sitzen zwischen sich", sagte Trump, der das Virus lange verhamlost hatte. "Letzten Endes wollen wir dann volle Arenen haben. Wenn das Virus weg ist, werden wir wieder volle Arenen haben und Sport wieder genießen, wie es sein soll." Deutlich pessimistischer hatte sich Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles, gezeigt. Dort gibt es Profiteams in allen großen Ligen - und Garcetti geht davon aus, dass Sportveranstaltungen erst 2021 wieder mit Zuschauern stattfinden könnten.

08:11 Uhr

Sabally auf Nowitzkis Spuren: "Es wäre alles für mich"

Basketball-Ausnahmetalent Satou Sabally kann den Draft der US-amerikanischen Basketball-Profiliga WNBA nicht erwarten. "Ich bin super aufgeregt", sagte die 21 Jahre alte Berlinerin, die als heiße Anwärterin auf einen der ersten vier Plätze bei der Talentevergabe gilt, in einer Video-Konferenz: "Es ist die Ziellinie der Saison und ein Neuanfang für mich." Etliche US-Medien rechnen in ihren Prognosen für den Draft am Freitag (Ortszeit) damit, dass Sabally an zweiter Stelle von den Dallas Wings ausgewählt wird. Dazu zählen auch die TV-Sender ESPN und CBS. Für Sabally wäre es unglaublich, in Texas auf den Spuren von Superstar Dirk Nowitzki zu wandeln: "Das würde mir so viel bedeuten. Er ist so eine Legende und so eine Inspiration. Es wäre alles für mich."

Mit dem ersten Pick wird New York Liberty den Prognosen zufolge Saballys bisherige Teamkollegin Sabrina Ionescu auswählen. Sabally und Ionescu konnten sich mit starken Leistungen im Trikot des Collegeteams Oregon Ducks als Topkandidaten für den Draft empfehlen, der aufgrund der Coronakrise virtuell durchgeführt wird.

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07:15 Uhr

Kommt das Kopfball-Verbot im Nachwuchsfußball?

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In den USA und England ist so eine Szene nicht mehr erlaubt.

In der Diskussion um ein Verbot von Kopfballtraining bei Kindern haben Experten von der Sporthochschule Köln weitere Studien gefordert. "Es deutet immer mehr darauf hin, dass sich Kopfballspielen negativ auf die kognitive Gesundheit der Sportler auswirkt", sagte Ingo Helmich von der neurologischen Abteilung der Hochschule. "Das Problem ist aber, dass nach wie vor der Beweis dafür fehlt." Er nahm die Wissenschaft in die Pflicht: "Wir brauchen diese Diskussion aus medizinischer Sicht, aber jetzt muss die Wissenschaft belastbare Ergebnisse liefern."

Einige Fußballverbände haben bereits reagiert: In den USA ist das Kopfballtraining für Kinder unter zehn Jahren schon länger verboten. In England gilt es für Kinder im Grundschulalter seit einigen Wochen. Helmich begrüßte diese Vorsichtsmaßnahme: "Ich finde das Verhalten der Verantwortlichen in England sehr konsequent." Der Deutsche Fußball-Bund lehnt ein Verbot bisher ab. Man setze zurzeit nicht auf Verbote, sondern Empfehlungen. Laut des offiziellen Curriculums für Jugendtrainer wird Kopfballtraining erst nach dem 13. Lebensjahr empfohlen.

06:33 Uhr

Katar meldet neue Corona-Fälle beim Stadionbau

Auf den Stadionbaustellen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar haben sich drei weitere Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Organisatoren mitteilten, sei die Zahl der bestätigten Fälle damit auf acht gestiegen.

Am Mittwoch hatte der Golfstaat die ersten fünf positiven Fälle rund um die WM-Baustellen bekannt gegeben. Unklar ist, wie der Bau der Stadien durch die Entwicklungen beeinflusst wird. Die Veranstalter erklärten, dass man die Anweisungen des Gesundheitsministeriums befolge. Dazu sollen die infizierten Beschäftigen weiter normal bezahlt werden und vor Ort eine kostenlose Gesundheitsversorgung erhalten. Katar beschäftigt Tausende Gastarbeiter für die Errichtung der Arenen für 2022, die laut mehrerer Medienberichte bisweilen unter fragwürdigen Bedingungen untergebracht sind. Während das öffentliche Leben im WM-Gastgeberland wegen der Pandemie seit Wochen weitgehend stillgelegt wurde, lief der Stadionbau bislang davon unbeeinflusst weiter wie zuvor.

05:54 Uhr

"Wäre vorsichtig": Hamann würde nicht mit Neuer verlängern

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat dem FC Bayern davon abgeraten, den Vertrag von Manuel Neuer (34) - wie gefordert - gleich um vier Jahre zu verlängern. "Neuer ist einer der besten Torhüter der Welt, wenn nicht der beste, und jetzt muss der Verein schauen, ob er das machen will. Ich wäre auch vorsichtig, jetzt um vier Jahre zu verlängern, auch wenn ein Torwart länger spielen kann", sagte der 59-fache Auswahlspieler im Interview mit dem TV-Sender Sky, für den er als Experte arbeitet.

"Weil sie Alexander Nübel vielleicht etwas vorschnell verpflichtet haben", hätten sich die Bayern aber selbst in diese Position gebracht. "Man hört, ihm seien sogar Spiele versprochen worden. Wenn Neuer jetzt sagen sollte: 'Wenn wir nicht verlängern, dann gehe ich im Sommer', was unwahrscheinlich ist, aber dann stünden die Bayern möglicherweise vor dem Problem, dass sie noch einen Torwart holen müssen", sagte Hamann. Deswegen sei Neuer jetzt in einer sehr starken Position, und die versuche er auszunutzen, unterstrich Hamann.