Freitag, 22. Mai 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann & David Bedürftig
19:53 Uhr

NBA-Legende Jerry Sloan gestorben

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Jerry Sloan

(Foto: imago sportfotodienst)

Der frühere Basketball-Trainer Jerry Sloan ist im Alter von 78 Jahren an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung gestorben. Das gab sein langjähriger Klub Utah Jazz aus der nordamerikanischen Profiliga NBA bekannt. Seine Erkrankung hatte der Hall-of-Famer bereits 2016 öffentlich gemacht.

Der US-Amerikaner betreute Utah für 23 Spielzeiten und erreichte mit seinem Team 1997 und 1998 die NBA-Finals. In beiden Jahren musste er sich seinem Ex-Klub Chicago Bulls mit Superstar Michael Jordan geschlagen geben. Die Bulls hatte Sloan vor seiner Utah-Zeit für drei Jahre gecoacht. Auch als Spieler lief der zweimalige NBA-Allstar für Chicago auf.

19:19 Uhr

In Dänemark dürfen Fans wieder ins Stadion - via Videochat

Der dänische Fußball-Erstligist Aarhus GF hat sich für den Restart in der 3F Superliga Ende Mai etwas Besonderes einfallen lassen: Fans können im Stadion Ceres Park live dabei sein, obwohl das Lokalderby gegen Randers FC am 28. Mai ein Geisterspiel ist. Wie das geht? Möglich gemacht wird das Live-Erlebnis mit mehreren Videowänden, für die Anhänger über einen digitalen Videochat-Anbieter (Zoom) kostenlose Tickets erwerben können. Insgesamt sollen den Zuschauern 22 verschiedene Bereiche zur Verfügung stehen - damit könnten auch Gästefans dem Spiel beiwohnen. Und: Auch die Profis auf dem Platz können ihre Fans auf den Leinwänden jubeln oder mitleiden sehen. Klubchef Jacob Nielsen spricht von einer "historischen digitalen Initiative". Aarhus sei "stolz" auf diese Weltpremiere, "vielleicht können wir andere Klubs zu ähnlichen Vorhaben inspirieren".

18:32 Uhr

Kurioser Corona-Kick im Video: Einkaufswagen-Derby mit Gasmaske

Der SV Königstein und der SC Einheit Bahratal-Berggießhübel gehen kreativ mit Sicherheitsabständen um. Ausgerüstet mit handelsüblichen Einkaufswagen als Pufferzone treten die sächsischen Kreisliga-Vereine im rasanten Fußball-Derby der etwas anderen Art gegeneinander an.

17:40 Uhr

Werder muss wohl Staatshilfen beantragen

Fußball-Bundesligist Werder Bremen steht kurz vor der Aufnahme eines Kredits bei der staatlichen KfW-Bank. Die Hanseaten wollen damit finanzielle Engpässe durch die Coronakrise überwinden. Ein Sprecher des Vereins bestätigte gegenüber dem "Spiegel", dass hierzu abschließenden Gespräche stattfänden. Es geht für die auch sportlich angeschlagenen Bremer konkret um Kredite, die von der Förderbank im Rahmen des Corona-Hilfspakets für Unternehmen angeboten werden, die aufgrund der Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Der Kredit soll nebst Zinsen innerhalb von sechs Jahren zurückgezahlt werden.

Nach Informationen des "Spiegel" ist Werder nicht der einzige Bundesligaklub, der über Staatskredite nachdenkt. Auch die Geschäftsführung von Borussia Dortmund hat demnach entsprechende Pläne erörtert und sich unter bestimmten Voraussetzungen grünes Licht geben lassen, einen Kredit in Höhe von bis zu 60 Millionen Euro bei der KfW zu beantragen. Öffentlich hat Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Staatshilfen für die Rettung von Bundesligaklubs abgelehnt.

16:20 Uhr

Bayern denkt nicht an den BVB - und hat mit Frankfurt eine Rechnung offen

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Flick denkt an Frankfurt - und nicht an den BVB. So zumindest die öffentliche Stellungnahme.

(Foto: imago images/Lackovic)

Hansi Flick nahm einen Schluck aus seinem Wasserglas - und wischte die Frage nach dem Liga-Gipfel bei Borussia Dortmund mit Nachdruck beiseite. Der Bundesliga-Klassiker am Dienstag "spielt keine Rolle, keine", betonte der Trainer von Bayern München mit festem Blick: "Wir spielen gegen Frankfurt, das ist aktuell der nächste Schritt, den wir machen wollen. Danach können wir uns noch früh genug Gedanken über Dortmund machen." Exakt 72 Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Topspiel beim Herausforderer BVB empfangen Flicks Bayern am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) die Hessen.

Frankfurt? Da war doch was? In der Tat! Am 2. November waren die Münchner dort 1:5 untergegangen, noch am selben Abend einigten sie sich mit Trainer Niko Kovac auf eine Trennung. Assistent Flick übernahm - und pflanzte den zweifelnden Münchnern wieder ihr typisches "Mia san mia"-Selbstbewusstsein ein. Aus damals vier Punkten Rückstand (auf Borussia Mönchengladbach) sind vier Punkte Vorsprung geworden - auf den BVB. Doch über den schärfsten Konkurrenten verlor Flick kein weiteres Wort. Er glaube vielmehr, "dass man da einige Mannschaften noch nicht abschreiben darf", sagte er, "es geht deshalb nur darum, dass wir uns nur auf unser Spiel konzentrieren".

15:12 Uhr

Favres "Wahrheit" über Götze: "Nicht das ideale System für ihn"

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc warnt davor, heute schon an übermorgen zu denken. Zwar treffe man am 26. Mai auf Bayern München, vorher müsse man aber gegen "sehr gute" Wolfsburger ran. Derweil spricht Coach Lucien Favre Klartext über Mario Götze.

14:02 Uhr

Ashley Cooper ist tot

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Ashely Cooper war eine australische Tennis-Legende.

(Foto: imago sportfotodienst)

Australien trauert um seinen früheren Wimbledonsieger Ashley Cooper. Wie der australische Tennis-Verband mitteilte, starb Cooper im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Er hinterlässt seine Ehefrau Helen, mit der er 61 Jahre verheiratet war. Vor der Open Era hatte Cooper in den Fünfzigerjahren je vier Major-Titel im Einzel und Doppel gewonnen, 1958 bei den Australian Open, in Wimbledon und bei den US Open jeweils im Einzel. 1957 holte er mit Australien den Davis Cup.

13:24 Uhr

Weltcup-Hammer: Schweiz plant spektakuläre Rekord-Abfahrt

Vom Kleinen Matterhorn in der Schweiz hinunter nach Cervinia im italienischen Aostatal: Der Präsident der Bergbahnen im legendären Wintersportort Zermatt will den alpinen Ski-Weltcup um eine spektakuläre Rekord-Abfahrt bereichern. "Wir wollen dieses Rennen - und wir werden alles dafür tun", sagte der ehemalige Sportmanager Franz Julen der "Neuen Zürcher Zeitung". Die geplanten Streckenlänge von rund fünf Kilometern wäre ein Rekord im Weltcup. Die Verantwortlichen in Zermatt legen allerdings Wert auf die Feststellung, dass sie mit ihrem Rennen nicht in Konkurrenz zu den Weltcup-Klassikern am Lauberhorn in Wengen treten wollen. Der Schweizer Verband Swiss Ski hatte unter der Woche beim Ski-Weltverband FIS beantragt, Wengen ab 2021/22 aus dem Kalender zu nehmen.

12:40 Uhr

"Auto kam auf uns zugeflogen" - Aue entgeht Unfall-Horror knapp

Die Mannschaft von Erzgebirge Aue ist bei dem Autounfall am Donnerstag auf der A72 bei Hartenstein offenbar nur knapp einer Katastrophe entgangen. Das Team von Trainer Dirk Schuster befand sich auf der Anreise zum Auswärtsspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg, als der Teambus von Trümmerteilen eines verunglückten PKW getroffen wurde. "Es war wie im Film: Das Auto kam auf uns zugeflogen und setzte nur kurz vor uns auf. Die Teile schossen in unseren Bus und brachten Scheiben zum Einsturz. Ich saß vorn und hatte Scherben an mir", sagte Schuster bei t-online.de. "Gott sei Dank konnte unser Busfahrer noch so schnell bremsen und weitaus Schlimmeres verhindern."

Laut der "Neuen Presse" wurden die beiden Insassen des Autos leicht verletzt, die Mannschaft sei mit dem Schrecken davon gekommen.

11:57 Uhr

Er hat ein wichtiges DFB-Tor erzielt: Gerhard Strack ist tot

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Gerhard "Gerd" Strack spielte zehnmal für Deutschland.

(Foto: dpa)

Der 1. FC Köln trauern um Gerhard Strack. Der zehnmalige Fußball-Nationalspieler ist im Alter von 64 Jahren überraschend gestorben. Der in Kerpen geborene Strack spielte von 1974 bis 1985 für den FC. Er war beim Double 1978 Stammspieler und führte die Mannschaft beim bis heute letzten Titelgewinn 1983 im DFB-Pokal als Kapitän im Finale auf den Platz. Für die deutsche Nationalmannschaft erzielte er als Libero nur ein Tor, das war allerdings ein sehr wichtiges: Durch den Siegtreffer zum 2:1 im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Albanien zehn Minuten vor Schluss köpfte Strack Deutschland zur EM 1984. Bei der Endrunde stand er im Aufgebot, kam beim Vorrunden-Aus in Frankreich aber nicht zum Einsatz.

11:31 Uhr

"Bin nach wie vor der Beste" - Kohfeldt kontert Kritik vehement

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt hat sich gegen die deutliche Kritik von ehemaligen Werder-Stars gewehrt. "Ich bin nach wie vor der Beste auf dieser Position", sagte der Coach des stark abstiegsgefährdeten Bundesligisten in einer virtuellen Pressekonferenz. Die harten Worte gegen ihn tun ihm jedoch "sehr weh". "Aber es fördert bei mir eher eine gewisse Form von Trotz. Und ich werde es trotzdem allen zeigen", sagte der 37-Jährige. An Rücktritt habe er bislang noch "nicht gedacht". Werder-Idole wie Rune Bratseth oder Dieter Burdenski hatten Kohfeldt zuletzt öffentlich in Frage gestellt. Sportchef Frank Baumann gab seinem Coach erneut Rückendeckung, auch wenn es für den Bundesliga-17. am Samstag beim SC Freiburg erneut keine Punkte geben sollte.

10:12 Uhr

Zwei europäische Topklubs buhlen "konkret" um Freiburgs Keeper

Torwart Alexander Schwolow von Freiburg schließt seine Torwarthandschuhe. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Alexander Schwolow hat sich in die Notizbücher von europäischen Spitzenklubs pariert.

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild)

Torwart Alexander Schwolow vom SC Freiburg wird laut einem Bericht des "Kicker" von Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon umworben. Die beiden Klubs hätten "konkretes Interesse hinterlegt." Der 27-Jährige ist noch bis Sommer 2022 an den Sport-Club gebunden. Schwolow steht seit 2012 beim SC Freiburg unter Vertrag und ist seit der Saison 2015/2016 Stammkraft.

09:36 Uhr

Ferrari-Star Leclerc bekommt Film-Hauptrolle

Bevor Charles Leclerc am Sonntag beim Virtual GP Monaco um den Sieg kämpft, startet der Ferrari-Pilot auch als Schauspieler durch. Wie französische Medien berichten, spielt der 22-Jährige die Hauptrolle im Remake des Kurzfilms "C'etait un Rendezvous". Schon am Sonntagvormittag soll in Monaco gedreht werden. Das Original des französischen Kurzfilms wurde 1976 von Regisseur und Oscar-Gewinner Claude Lelouch gedreht. Der knapp neunminütige Film zeigt die halsbrecherische Fahrt eines Mannes durch Paris, der am Zielort schließlich auf seine Liebe trifft. Das Besondere: Der Film wurde in einem einzigen Take aufgenommen, die Kamera wurde dafür an Lelouchs Mercedes 450 SEL angebracht. Wer damals gefahren ist, ist bis heute unklar. Es halten sich seit Jahrzehnten Gerüchte, dass damals Formel-1-Pilot Jacques Laffite am Steuer saß.

08:50 Uhr

Neuer bleibt bis 2023 beim FC Bayern - was will nun Nübel?

Es sind keine leichten Tage für Alexander Nübel. Beim FC Schalke sitzt er nur auf der Bank und beim FC Bayern, wo er ab Sommer angestellt ist, verlängert Manuel Neuer seinen Vertrag vorzeitig bis 2023. Was das nun für den jungen Torwart bedeutet? Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist in allererster Linie geplant, dass Nübel sich in München in Ruhe akklimatisiert. So ist angeblich die Abmachung zwischen Hasan Salihamidzic und dem 23-Jährigen. Hinter Neuer soll er sich weiterentwickeln und sich einiges abgucken. Regelmäßige Einsätze im FCB-Tor wird es aber dem Vernehmen nach nicht geben. Hansi Flick deutete zuletzt sogar an, dass sich Nübel mit Sven Ulreich um den Platz als Nummer zwei streiten müsse. Möchte Nübel das nicht, gibt es jedoch auch die Möglichkeit, dass er an anderer Stelle Spielpraxis sammelt. Dieser Prozess wird laut dem Bericht aber nur angestoßen, wenn der Spieler selbst mit der Bitte auf den Klub zukommt.

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08:14 Uhr

Promoter plant Profi-Boxkämpfe in Las Vegas für 9. Juni

Am 9. Juni soll es in Las Vegas erstmals nach der Corona-Pause wieder Profi-Boxkämpfe geben. Entsprechende Pläne bestätigte der Promotor Bob Arum der Nachrichtenagentur AP. Ganz sicher ist der Termin noch nicht, weil dafür noch Genehmigungen fehlen und die Hotels in der Zocker-Metropole in Nevada erst wieder öffnen müssen. Davon ist den Angaben zufolge auszugehen. Wer zum Comeback des Profiboxens in den USA im MGM Grand Hotel gegeneinander antreten wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt vom übertragenden Sender ESPN bekannt gegeben werden.

07:37 Uhr

La Liga startet offenbar am 12. Juni mit Sevilla-Derby

Der Restart des spanischen Profifußballs soll für den 12. Juni festgezurrt worden sein. Wie der Radiosender Cope berichtet, wird die seit dem 12. März unterbrochene Spielzeit in La Liga mit dem Stadtderby zwischen dem FC Sevilla und Betis Sevilla fortgesetzt werden. Am Samstag würde Athletic Bilbao auf Atletico Madrid treffen und Real Madrid gegen den SD Eibar spielen. Meister FC Barcelona würde am Sonntag beim RCD Mallorca antreten - der endgültige Rahmenterminkalender soll am 28. Mai veröffentlicht werden. Elf Spieltage vor dem Saisonende liegt Barcelona zwei Punkte vor Real an der Spitze. Javier Tebas, Präsident von La Liga, hat den finanziellen Schaden im Falle eines Saisonabbruchs auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.

06:34 Uhr

Leeres Stadion? Beckenbauer und Hoeneß werden Geisterspiel-Gäste

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Geisterspiel-Gäste.

(Foto: imago images / ULMER Pressebildagentur)

Die beiden Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß schauen sich das erste Heimspiel des FC Bayern nach dem Re-Start in die Bundesliga im Stadion an. Das berichtete die "Bild" vor der Partie des Rekordmeisters gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr im ntv.de-Liveticker). "Ich werde das Geisterspiel genießen und mich ganz auf die Aktionen auf dem Platz konzentrieren", sagte Beckenbauer. "Sonst werde ich immer wieder gefragt: Franz, wie hast du das gesehen? Dabei mag ich es viel mehr, Fußball zu schauen, ohne viel reden zu müssen." Wegen der Corona-Pandemie sind Zuschauer in den Stadien nicht erlaubt. Gastgebende Mannschaften dürfen eine Delegation von acht Personen auf der Tribüne haben. Den Gäste-Klubs ist eine Gruppe von vier Personen gestattet.

05:57 Uhr

Wovon Neuer nach seiner Vertragsverlängerung nun träumt

Nach seiner Vertragsverlängerung beim FC Bayern träumt Manuel Neuer von einer Rückkehr mit den Münchnern ins Champions-League-Finale vor heimischer Kulisse. "Ich glaube, in den nächsten Jahren ist ein ganz großes Ziel für uns, dass wir wieder theoretisch ein "Finale dahoam" haben können", sagte der 34 Jahre in einem Interview auf der Klub-Homepage. München ist 2022 Gastgeber. Neuer erinnerte daran, dass er mit den Bayern bereits 2012 ein Königsklassen-Endspiel in der Allianz Arena absolvierte. Damals unterlagen die Münchner dem FC Chelsea im Elfmeterschießen. Neuer und der FC Bayern setzen ihre Zusammenarbeit bis mindestens 30. Juni 2023 fort. Nach langwierigen Verhandlungen hatten sich beide Parteien auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei Jahre geeinigt.