Freitag, 04. Oktober 2019Der Sport-Tag

19:26 Uhr

Gündogan fühlt sich "ein wenig unterschätzt"

121128589.jpg

Ilkay Gündogan möchte dem DFB-Team "noch mehr helfen".

(Foto: picture alliance/dpa)

Ilkay Gündogan wünscht sich in der deutschen Öffentlichkeit und der Fußball-Nationalmannschaft noch mehr Anerkennung. "Ja, ich fühle mich ein wenig unterschätzt", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". "Aber ich habe auch Verständnis dafür. Ich habe einfach zu viel verpasst. Bei der Nationalelf schauen die Leute vor allem die Turniere, und da war ich halt nur zweimal dabei, bei der EM 2012 und der WM 2018."

Dies sei "einfach zu wenig, um nachhaltig in den Köpfen der Leute zu bleiben". Umso mehr wünsche er sich auch persönlich Erfolge bei der EM 2020 und der WM 2022, sagte Gündogan. Sein Vereinstrainer Pep Guardiola, der allerdings bekanntlich mit Lob nicht sparsam ist, hatte den 28-Jährigen zuletzt "als einen der besten Transfers der City-Geschichte" bezeichnet.

Dennoch sei für ihn in der Startelf von Bundestrainer Joachim Löw zuletzt "kein Platz" gewesen. "Wir haben beim DFB zuletzt häufig mit Fünfer-Abwehrkette gespielt, und dann ist da nur Platz für zwei zentrale Mittelfeldspieler. Da sind Joshua Kimmich als defensiver Part und Toni Kroos als offensiver Part momentan gesetzt", sagte Gündogan. "Ich glaube schon, dass ich die Qualität habe, der Mannschaft noch mehr zu helfen."

17:48 Uhr

Zorc nennt WM-Vergabe nach Katar eine "irre Entscheidung"

imago41372331h.jpg

Zorc ist sauer.

(Foto: imago images / DeFodi)

Die dürftige Stimmung bei der Leichtathletik-WM in Doha stimmt Michael Zorc vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar skeptisch. "Ich sehe auch das leere Stadion. Selbst bei Top-Disziplinen, bei denen es normalerweise voller ist", sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund mit Bezug auf die zum Teil dürftige Resonanz auf den Rängen.

Der BVB-Rekordspieler sieht sich deshalb in seiner kritischen Einschätzung der WM-Vergabe bestätigt. "Weshalb die Fußball-WM da gelandet ist, darüber können wir nur spekulieren. Die WM dorthin zu geben, war eine irre Entscheidung. Offensichtlich haben sportliche Dinge dabei keine Rolle gespielt", kommentierte Zorc.

17:03 Uhr

Kreuzbandriss: Saison-Aus für Handball-Nationalspieler Suton

imago38488388h.jpg

Tim Suton im WM-Halbfinale 2019 gegen Norwegen.

(Foto: imago/MIS)

Handball-Nationalspieler Tim Suton vom Bundesligisten TBV Lemgo fällt wegen eines Kreuzbandrisses im rechten Knie für den Rest der Saison aus und hat somit auch keine Hoffnung mehr auf eine EM-Teilnahme. Der Spielmacher hatte die Verletzung am Mittwoch im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den Bergischen HC (27:24) erlitten.

Suton war von Bundestrainer Christian Prokop für die WM im Januar nachnominiert worden. Zuletzt gehörte er auch verletzungsbedingt allerdings nicht mehr zum Kader.

16:27 Uhr

Köster über FC Bayern: "Ist auch angenehm für Journalisten und Fans"

Am Wochenende rollt der Ball in der Bundesliga, denn der siebte Spieltag steht vor der Tür. Wieso Friedhalb Funkel seinen Ruf als  "Sparkassen-Angestellter unter den Fußballtrainern" abgelegt hat und was sonst noch zu erwarten ist, weiß "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster.

15:53 Uhr

VfL-Stürmer Nmecha mit Gehirnerschütterung auf dem Rückweg

imago43099032h.jpg

Das hat ordentlich gekracht.

(Foto: imago images/regios24)

Aufatmen ist angesagt: VfL Wolfsburgs Stürmer Lukas Nmecha wird nach seiner Gehirnerschütterung im Europa-League-Spiel bei AS Saint-Etienne noch heute Nachmittag nach Deutschland zurückkehren.

  • Der deutsche U21-Nationalspieler war am Donnerstagabend kurz vor dem Ende der Partie mit Saint-Etiennes Torwart Jessy Moulin zusammengeprallt und musste die Nacht in einem Krankenhaus der französischen Stadt verbringen.
  • "Er ist auf dem Weg zurück und muss eine Pause von fünf bis sieben Tagen einlegen. Zum Glück ist es nichts Schlimmeres", sagte Trainer Oliver Glasner.
  • Aus dem verdienten 1:1 beim französischen Rekordmeister habe der VfL leider "sehr viele Blessuren mitgenommen", meinte Glasner. Gegen Aufsteiger Union am Sonntag (15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) sei der Einsatz von Jerome Roussillon "sehr, sehr fraglich, der von Marcel Tisserand fraglich und der von Josip Brekalo etwas fraglich."
  • Im Gegenzug meldete sich mit Admir Mehmedi ein Offensivspieler wieder fit, der in Saint-Etienne noch wegen Adduktorenproblemen gefehlt hatte. "Es hilft jetzt nicht, zu jammern, sondern die Situation so anzunehmen, wie sie ist", sagte Glasner.
15:14 Uhr

Frühere Nationalspielerin Alushi erwartet drittes Kind

*Datenschutz

Freudige Nachrichten aus dem Hause Alushi: Fatmire Alushi und ihr Mann Enis freuen sich auf ihr drittes Kind. Die deutsche Ex-Fußball-Nationalspielerin und der Nationalspieler des Kosovo verkündeten die Nachricht bei Instagram.

  • Hallo meine lieben, hiermit möchten wir euch verkündigen das wir bald zu Fünft sind", schreibt die 30-Jährige.
  • Es wird wohl ein Mädchen, denn es heißt weiter: "Wir können unser Glück kaum fassen und freuen uns total auf unsere kleine Maus."
  • Die beiden haben bereits zwei Kinder, den dreijährigen Arian und die zweijährige Ela.
  • Alushi gewann mit dem DFB-Team 2007 den WM-Titel und wurde 2008 Olympia-Dritte.
14:05 Uhr

Australiens Rugby-Team setzt Zeichen mit Aborigines-Trikot

*Datenschutz

Die australische Rugby-Nationalmannschaft setzt am Samstag ein starkes Zeichen für Integration und Vielfalt. Zum ersten Mal werden die "Wallabies" bei einer Weltmeisterschaft ein Trikot mit einem von den Ureinwohnern inspirierten Design tragen.

  • "Es zeigt, dass wir alle Australier repräsentieren, auch - und das ist wichtig - die Aborigines", sagte Kurtley Bale. Der Fullback ist derzeit der einzige Ureinwohner im Aufgebot.
  • Matt To'omua freut sich darüber, dass sich das Image des weißen Oberschichten-Sports gewandelt hat. "Ein braunes Team in Aborigine-Trikots zu sehen, ist irgendwie cool und irgendwie anders", sagte der Center mit samoanischen Wurzeln.
  • Das Trikot zeigt ein Wallaby-Motiv, das sich um 14 Wasserlöcher schlängelt und die 14 Ureinwohner repräsentiert, die bislang für Australien gespielt haben. Erster Aborigine im Team war Cecil Ramali 1939
13:23 Uhr

Deutsche Meisterin fällt für WM-Staffel aus

Das ist ein Verlust: Tatjana Pinto hat sich am Knie verletzt und wird der deutschen Sprintstaffel über 4 x 100 Meter bei den Leichtathletik- Weltmeisterschaften in Doha fehlen. Das bestätigte DLV-Mediendirektor Peter Schmitt.

  • Die 27 Jahre alte deutsche 100-Meter-Meisterin hatte sich die Muskelverletzung im Knie bereits im 200-Meter-Vorlauf zugezogen.
  • Dem DLV-Quartett um Top-Sprinterin Gina Lückenkemper wurden vor der WM Medaillenchancen eingeräumt. Nun fehlt allerdings 11,00-Sekunden-Sprinterin Pinto.
  • Für Pinto rückt Jessica-Bianca Wessolly nach, wenn die Staffeln ab 19.40 Uhr um den Einzug ins Finale kämpfen.
12:50 Uhr

Nachfolger über Hoeneß: "Nicht immer gleicher Meinung"

imago41457599h.jpg

Der Präsident und sein designierter Nachfolger.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Darf er das denn? Bayern Münchens designierter Präsident Herbert Hainer will als Nachfolger von Patriarch Uli Hoeneß sein eigenes Profil entwickeln.

  • "Zum einen habe ich sehr wohl bewiesen, dass ich einen international agierenden Dax-Konzern erfolgreich führen kann. Zum anderen sind wir zwar befreundet - aber das heißt ja nicht, dass wir immer zu jedem Thema gleicher Meinung sind", sagte der frühere Adidas-Chef laut Bayern-Klubmagazin über seine Nachfolge von Präsident Hoeneß.
  • Allerdings sieht Hainer keinen Anlass, sich vom langjährigen Münchner Macher Hoeneß komplett zu distanzieren. "Wenn ich den FC Bayern zu ähnlichen Erfolgen wie Uli Hoeneß führen könnte, wäre das ja sicher nichts Schlechtes. Es wäre also klug von mir, wenn ich auf seinen Rat hören würde", sagte der 65-Jährige.
  •  Hainer soll bei der Mitgliederversammlung am 15. November zum neuen Bayern-Präsidenten gewählt werden.
11:55 Uhr

MotoGP-Star Marquez muss nach Sturz ins Krankenhaus

*Datenschutz

Gute Besserung! Spaniens Motorrad-Superstar Marc Marquez ist nach einem Trainingsunfall ins Krankenhaus eingeliefert worden.

  • Beim freien Training zum Großen Preis von Thailand verlor der 26 Jahre alte Honda-Pilot die Kontrolle über seine Maschine und stürzte schwer.
  • Sein Rennstall gab wenig später Entwarnung. "Nach weiteren Kontrollen wurde er für fit erklärt. Trotz einiger Schmerzen in Hüfte, Rücken und Beinen wird er fahren", teilte das Team des Honda-Piloten auf Twitter mit.
  • Marquez steht in der MotoGP dicht vor seinem sechsten Weltmeistertitel, den er sich beim Rennen in Thailand vorzeitig sichern könnte.
11:27 Uhr

Heimerfolg versüßt Grubauer den NHL-Saisonstart

64f519e1e0bc4aeb573542ef31b53efd.jpg

Respekt: Grubauer schafft 27 Paraden.

(Foto: USA TODAY Sports)

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer und die Colorado Avalanche sind mit einem Heimerfolg in die neue NHL-Saison gestartet. Der 27-Jährige verbuchte beim 5:3 gegen die Calgary Flames starke 27 Paraden.

  • Colorados Joonas Donskoi (6. Minute/59.) und Mikko Rantanen (17./37.) erzielten jeweils zwei Treffer. Nationalspieler Tobias Rieder stand nicht im Aufgebot der Flames.
  • Die Pittsburgh Penguins und Dominik Kahun mussten sich derweil den Buffalo Sabres mit 1:3 geschlagen geben. Der 24 Jahre alte Kahun blieb ohne Zählbares.
  • Für Trainer Ralph Krueger war es der erste Sieg im ersten Spiel hinter der Bande der Sabres.
  • Korbinian Holzer feierte mit den Anaheim Ducks einen 2:1-Heimerfolg gegen die Arizona Coyotes. Der 31-Jährige blieb ohne Punkte. Anaheims Torhüter John Gibson stoppte 32 von 33 Schüssen.
10:58 Uhr

Uefa urteilt: Unterbrechung wegen Drohne berechtigt

*Datenschutz

Die Drohne regt weiter auf: Nach dem Zwischenfall beim Europa-League-Spiel zwischen dem luxemburgischen Klub F91 Düdelingen und FK Qarabag Agdam aus Aserbaidschan (1:4) hat die Uefa die Spielunterbrechung als richtige Entscheidung verteidigt.

  • "Aus Sicherheitsgründen" habe der schottische Schiedsrichter John Beaton die Partie in der 36. Minute für etwa 25 Minuten unterbrochen, teilte die Europäische Fußball-Union mit. Zu dem Zeitpunkt der Partie war eine Drohne über das Spielfeld geflogen, an der eine Fahne befestigt war, die wie eine armenische Fahne aussah.
  • Einige Qarabag-Profis versuchten die Drohne mit dem Ball zu treffen, als diese über dem Mittelkreis flog. Daraufhin unterbrach der Unparteiische die Partie.
  • Ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird, wollte die Uefa nach Eingang des offiziellen Spielberichts entscheiden, hieß es.
  • Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit Jahren in einem festgefahrenen Konflikt um die Kaukasusregion Berg-Karabach, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, aber seit einem Krieg im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion mit russischer Hilfe von Armenien kontrolliert wird.
10:28 Uhr

Gottesstaat verkauft erstmals Fußballtickets an Frauen

*Datenschutz

Eigentlich traurig, dass wir das überhaupt erwähnen müssen: Zum ersten Mal in der vierzigjährigen Geschichte der islamischen Republik Iran sollen auch iranische Frauen Tickets für ein Fußballspiel kaufen können.

  • Für das erste Heimspiel der WM-Qualifikation gegen Kambodscha am kommenden Donnerstag werden auf der Webseite des Teheraner Asadi-Stadions erstmals online Karten für zwei Sondertribünen angeboten, die nur für Frauen vorgesehen sind.
  • Laut noch unbestätigten Berichten seien bereits über 90 Prozent der Tickets verkauft worden. Auf den beiden Frauentribünen sollen angeblich Sitzplätze für fast 5000 weibliche Zuschauer eingerichtet worden sein. Unklar ist jedoch, wie viele der Frauen-Tickets für "selektierte Gäste", wie etwa Fußballerinnen und Trainerinnen, vergeben worden sind.
  • Unter dem Hashtag "Frauen-Stadion" feiern zahlreiche Iranerinnen in den sozialen Medien den Ticketverkauf als einen großen Erfolg für ihren Kampf gegen die Diskriminierung der Frauen im Land. Anderen geht das jedoch längst nicht weit genug.
  • Der Klerus hat Frauen den Besuch von Fußballspielen seit vier Jahrzehnten untersagt, weil seiner Ansicht nach islamische Frauen bei den Spielen mit frenetischen männlichen Fans nichts zu suchen hätten.
10:04 Uhr

"Ooooch: Schön!": WM-Dritte Schwanitz liefert das Zitat des Tages

5a35800b9fc569b5e58cbcd5ed5e21ca.jpg

Christina Schwanitz bejubelt ihre Bronzemedaille

(Foto: REUTERS)

"Beim Sport ist es so: Du gehst in den Kraftraum, baust den ganzen Rotz auf, quälst dich drei Stunden, baust den ganzen Rotz wieder ab, gehst. Siehst nix! Gehst in Garten, mähst fünf Stunden, ooooch: Schön!"

(Kugelstoßerin Christina Schwanitz über ihre Gartenarbeit als Ausgleich zum Training)

09:34 Uhr

Frankfurts Bobic hätte Max Kruse "gerne bei uns gesehen"

imago43011757h.jpg

Statt in Frankfurt spielt Max Kruse derzeit in Istanbul.

(Foto: imago images/VI Images)

Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt hat sich in seinen Bemühungen um Stürmer Max Kruse in diesem Sommer eine Absage eingehandelt. Dies sagte Sportvorstand Fredi Bobic in einem Interview dem "Weser-Kurier": "Wir waren frühzeitig dran, ich hatte einige Male mit dem Berater von Max Kontakt. Wir haben ihm auch ein Angebot gemacht und hätten ihn sehr gerne bei uns gesehen. Er hat sich dann für Istanbul entschieden und gegen die anderen Offerten."

Kruses Vertrag beim Bundesliga-Rivalen aus Bremen war im Sommer ausgelaufen, er wechselte zu Fenerbahce. Mit seiner 1b-Lösung dürfte Bobic jedoch auch nicht unglücklich sein: Die Neuzugänge André Silva und Bas Dost schossen gemeinsam den jüngsten Bundesliga-Sieg der Hessen gegen Union Berlin (2:1) heraus.

09:01 Uhr

Rams vergeigen Sieg mit Last-Minute-Fehlschuss

*Datenschutz

Oha: Ein verpatzter Field-Goal-Versuch 15 Sekunden vor dem Ende hat die Los Angeles Rams im Duell mit den Seattle Seahawks den vierten Saisonsieg in der US-Football-Liga NFL gekostet. Der Super-Bowl-Teilnehmer unterlag mit 29:30 und musste gegen den Konkurrenten einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs einstecken.

  • Bei den siegreichen Seahawks brillierte einmal mehr Russel Wilson. Der Quarterback überzeugte mit 17 erfolgreichen Pässen bei 23 Versuchen, gleich vier davon führten zu einem Touchdown.
  • In einer engen Partie behielten nach der Pause lange Zeit die Rams die Nase vorne. Runningback Chris Carson brachte die Seahawks gut zwei Minuten vor dem Ende mit einem Touchdown wieder in Führung.
  • Den Rams bot sich allerdings wenige Sekunden vor Spielende die Chance auf den Sieg. Kicker Greg Zuerlein, der zuvor schon fünfmal in der Partie mit dem Fuß getroffen hatte, setzte den Versuch von der 44-Yard-Linie allerdings knapp vorbei.
08:06 Uhr

Zehnkampf-Wahnsinn und DFB-Hoffnungen - das wird wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

b35ceb69e8800833b5311b01b432edb4.jpg

Jeder Jubelschrei ist verdient.

(Foto: REUTERS)

Wow, was ist das für ein Husarenstück von Niklas Kaul, Deutschlands neuem Zehnkampf-König! Der jüngste Weltmeister aller Zeiten, weitester Zehnkampf-Speerwerfer aller Zeiten - irre. Herzlichen Glückwunsch! Der gilt auch Christina Schwanitz, die Bronze im Kugelstoßen gewann. Eine echte Powerfrau: Leistungssportlerin, junge Zwillingsmutter und Studentin. Da fragt man sich doch, warum man ab und an über die eigene Belastung klagt …

Mit Medaillen für das deutsche Team könnte es bei der Leichtathletik-WM heute auch weitergehen. Im Diskuswurf haben sich mit Nadine Müller, Claudine Vita und Kristin Pudenz alle drei deutschen Athletinnen für das Finale qualifiziert, das um 20 Uhr startet. Ansonsten im Wettkampfplan: Hochsprung der Männer, 400 Meter Hürden der Frauen, 400 Meter der Männer, 3000 Meter Hindernis der Männer und 20 Kilometer (23.30 Uhr) gehen der Männer mit Nils Brembach, Christopher Linke und Hagen Pohle.  Außerdem greifen die Staffeln an und wollen den Einzug ins Finale schaffen.

Nun, ein bisschen Fußball gespielt wird natürlich auch. Nach den Unentschieden von Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg sowie dem Sieg von Eintracht Frankfurt in der Europa League steht heute wieder die Bundesliga auf dem Programm. Die startet mit der Partie Hertha BSC - Fortuna Düsseldorf (20.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de).

imago43001026h.jpg

Wem gibt Löw diesmal einen Korb?

(Foto: imago images/Sven Simon)

Früher ist wie stets die 2. Liga dran: Darmstadt 98 - Karlsruher SC, VfB Stuttgart - SV Wehen Wiesbaden (beide 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de).

Gespannt sein dürfen außerdem alle, die sich Hoffnungen auf die Nationalmannschaft machen, denn Bundestrainer Joachim Löw gibt heute den Kader für die Länderspiele gegen Argentinien (9. Oktober) und Estland (13. Oktober) bekannt.

Und sonst so?

  • Turnen: Die Weltmeisterschaft in Stuttgart beginnt. Für die deutschen Frauen geht es in der Team-Qualifikation um den Einzug ins Finale und um das Olympia-Ticket. Mit dabei: Die Routiniers Elisabeth Seitz, Pauline Schäfer und Kim Bui, Sarah Voss sowie Youngster Emelie Petz. Lesen Sie außerdem später ein Porträt über die wohl herausragende Turnerin der WM: Simone Biles.
  • Handball: In der Champions League der Frauen muss die SG BBM Bietigheim beim rumänischen Vertreter SCM Ramnicu Valcea ran (17.30 Uhr).
  • Basketball: Alba Berlin spielt in der Euroleague gegen Zenit St. Petersburg (20 Uhr).
  • Eishockey: Am 8. Spieltag der DEL-Hauptrunde gibt es diese Duelle: Adler Mannheim - Grizzlys Wolfsburg, Augsburger Panther - Eisbären Berlin, Düsseldorfer EG - Krefeld Pinguine, ERC Ingolstadt - Pinguins Bremerhaven, Kölner Haie - EHC Red Bull München, Nürnberg Ice Tigers - Iserlohn Roosters, Straubing Tigers - Schwenninger Wild Wings (alle 19.30 Uhr)

Lassen Sie uns also geschwind in den Sport-Tag starten. Auf die Plätze, fertig, los!

07:25 Uhr

Gladbach-Fans werden Opfer von türkischer "Polizei-Diktatur"

Das Europa-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach beim türkischen Vertreter Istanbul Başakşehir sahen lediglich rund 5000 Zuschauer das 1:1 am 2. Spieltag der Gruppenphase. Ärger gab es dafür umso mehr: Die Fans des Bundesligisten kamen erst kurz vor Spielbeginn ins Stadion, weil sie von den türkischen Behörden aufgehalten und schikaniert wurden. "Ich bin schockiert. Wir werden uns bei der Uefa beschweren. Das ist Polizei-Diktatur. Unsere Fans sind hier von Anfang an drangsaliert worden", sagte Gladbach-Manager Max Eberl der "Bild"-Zeitung.

Die Polizei nahm den Anhängern der Borussia beim Einlass zudem alle Fahnen ab, weil sie das Stadtwappen samt christlichem Kreuz zeigen. Den Fans war vor dem Spiel auch die individuelle Anreise verweigert worden.

06:57 Uhr

Mainz-Coach Schwarz will Sperre nicht auf Tribüne absitzen

imago42944390h.jpg

Im Spiel gegen Paderborn ist 05-Trainer Sandro Schwarz gesperrt.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Sandro Schwarz vom Mainz 05 hat sich mit dem ersten Platzverweis gegen einen Trainer in den Geschichtsbüchern der Fußball-Bundesliga verewigt. Seine Sperre will er in aller Zurückgezogenheit abbüßen. "Ich werde nicht auf der Tribüne sitzen, sondern im Stadion nach einem Ort suchen, wo ich das Spiel in Ruhe verfolgen kann. Vielleicht wird es sogar am TV sein", sagte der 40-Jährige dem "kicker.

Als ungerecht empfindet Schwarz, dass Trainer im Gegensatz zu Spielern sogar noch nach dem Spiel Kontaktverbot zur Mannschaft haben: "Nach Abpfiff noch einmal auf eine Uhr schauen zu müssen, bis 30 Minuten herum sind, ist für mich Wahnsinn." Co-Trainer Jan-Moritz Lichte wird Schwarz' Rolle am Spielfeldrand übernehmen. Die beiden Gelben Karten hatte Schwarz im Spiel gegen den VfL Wolfsburg kassiert - eine für das Verlassen der Coaching-Zone, die andere für Meckern.

06:20 Uhr

Bayerns Basketballer starten mit Sieg in Euroleague

Die Basketballer des FC Bayern München sind mit einem Sieg in die neue Euroleague-Saison gestartet. Der deutsche Meister gewann am Donnerstagabend gegen Olimpia Mailand mit 78:64 (42:34). Vladimir Lucic war mit 18 Punkten bester Werfer bei den Münchnern. Das Team von Trainer Dejan Radonjic begann fokussiert und führte schnell mit 10:3. Erst mit der Einwechslung des Spaniers Sergio Rodríguez fanden die Mailänder ins Spiel. Im zweiten Viertel erhöhten die Münchner jedoch den Druck in der Verteidigung und setzten sich erstmals deutlich ab (40:27). Neben Lucic überzeugte in der ersten Halbzeit vor allen der deutsche Nationalspieler Maodo Lô.

06:12 Uhr

Zehnkampf-Weltmeister Kaul: "Hatte niemals Gold im Kopf"

imago43097417h.jpg

Kann seinen Erfolg nicht fassen: Niklas Kaul.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Der Mainzer Niklas Kaul ist sensationell Weltmeister im Zehnkampf geworden - als jüngster in der WM-Geschichte. Mit erst 21 Jahren steht der U23-Europameister erst am Anfang seiner Karriere. "Vor dem Lauf hatte ich Angst und war aufgeregt. Ich hatte Angst, alles zu ruinieren", sagte er nach dem Triumph in der Nacht zum Freitag bei der Leichtathletik-WM in Doha ehrlich.

Ausschlaggebend für den Erfolg war vor allem der Speerwurf, Kauls Königsdisziplin im Mehrkampf. Mit 79,05 Meter steigerte er seine persönliche Bestweite um 56 Zentimeter und katapultierte sich auf Platz drei in der Zwischenwertung. Vor dem abschließenden Lauf über 1500 Meter lag er nach dem großen Wurf nur 19 Punkte entfernt von dem bis dahin an der Spitze liegenden Uibo. Nach dreieinhalb Runden in 4:15,70 Minuten war jegliche Befürchtung vorbei und die Sensation perfekt.