Freitag, 07. August 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann und Torben Siemer
08:57 Uhr

Tuchel verletzt sich vor Champions-League-Viertelfinale

PSG-Trainer Thomas Tuchel hat sich wenige Tage vor dem Viertelfinalspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo am Fuß verletzt. Wie der französische Fußballmeister Paris Saint-Germain via Twitter mitteilte, verstauchte sich der 46-Jährige beim Sporttraining am Donnerstagabend den linken Knöchel. Ein Mittelfußknochen sei gebrochen. Der Regionalzeitung "Le Parisien" zufolge ist immer noch unklar, ob der am Knöchel verletzte PSG-Stürmerstar Kylian Mbappé am Mittwoch in Lissabon gegen Atalanta zur Verfügung stehen wird. Der Weltmeister war am 24. Juli im Finale um den französischen Fußball-Pokal (1:0 gegen AS Saint-Etienne) brutal gefoult worden.

23:15 Uhr

Die Schlagzeilen des Abends

23:09 Uhr

70-Millionen-Mann erklärt sein Scheitern in Wolfsburg

Neapels Millionen-Transfer Victor Osimhen hat sein Scheitern beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg mit fehlender Anpassung und Rückendeckung begründet. "Das Wetter, die Sprache, das Essen. Ich war zum ersten Mal in Europa, war gerade 18 Jahre jung und hatte nicht genug Zeit, mich zu akklimatisieren", sagte der 21 Jahre alte Nigerianer Sport1. Der Stürmer wechselte in der vergangenen Woche für rund 70 Millionen Euro plus Bonuszahlungen vom OSC Lille zum SSC Neapel in die italienische Serie A.

Osimhen kam im Januar 2017 von der Ultimate Strikers Academy aus Nigeria für etwa 3,5 Millionen Euro zum VfL. Doch für den damals abstiegsgefährdeten VW-Klub absolvierte er lediglich 14 Einsätze, einen Treffer erzielte er nicht. Nach einer Leihe zum RSC Charleroi nahm der belgische Erstligist den 1,86 Meter großen Profi im Sommer 2019 für 3,5 Millionen Euro unter Vertrag. "Ich denke, dass mir die Liebe und Akzeptanz, die ich in Charleroi erfahren habe, sehr geholfen hat. Ich kam gerade aus einer schwierigen Situation und mein Selbstvertrauen war am Tiefpunkt angelangt", erklärte Osimhen, der nur einen Monat nach seiner festen Verpflichtung für rund 22,4 Millionen Euro zum französischen Klub OSC Lille ging und mit 13 Treffern Neapels Interesse geweckt hatte.

22:55 Uhr

Fußballspielenden Rassisten drohen lange Strafen

In England können Fußballspieler von der kommenden Saison an für diskriminierendes Verhalten mit einer Sperre von sechs bis zwölf Spielen belegt werden. Der englische Fußballverband (FA) stellte entsprechende Regeln vor. Dazu habe man sich mit verschiedenen Interessenvertretern beraten, hieß es, darunter die Anti-Rassimus-Organisation "Kick It Out", die Spielergewerkschaft PFA und Vertreter von Klubs und Ligen. Der Weltverband Fifa und die Europäische Fußballunion Uefa hatten zuvor eine Strafe von mindestens zehn Spielen für Rassismus oder andere Formen von Diskriminierung erlassen.

Bei diskriminierendem Verhalten in sozialen Medien oder falls mildernde Umstände vorliegen, sei auch eine Sperre für weniger als sechs Spiele möglich, verkündete die FA. Der Verband will ein Vergehen in Zukunft auch dann ahnden, wenn es sich um einen Vorfall im privaten Umfeld oder "abseits der typischen Fußball-Umgebung" handelt.

22:25 Uhr

Ferrari, Renault und McLaren prüfen Protest

Ferrari und McLaren halten sich nach der Bestrafung von Racing Point wegen angeblich illegaler Kopien von Formel-1-Bauteilen eine Beschwerde offen. Wie Sebastian Vettels Team am Abend in Silverstone auf der Formel-1-Homepage zitiert wurde, hat der Rennstall eine entsprechende Absicht erklärt, gegen die Entscheidung der Rennkommissare vorzugehen. Auch McLaren, der Rennstall des deutschen Teamchefs Andreas Seidl, prüfe ein weiteres Vorgehen. Ferrari und McLaren haben nun 96 Stunden Zeit, eine Beschwerde inhaltlich zu unterfüttern und offiziell einzureichen. Zuvor hatten die Rennkommissare des Motorsport-Weltverbandes FIA Racing Point, das Team von Aushilfspilot Nico Hülkenberg, zu einem Abzug von insgesamt 15 WM-Punkten und 400 000 Euro Geldbuße verurteilt.

22:04 Uhr

Englischer Fußball führt Gehaltsobergrenze ein

Die Klubs der dritten und vierten Fußball-Liga in England haben sich auf die Einführung einer Gehaltsobergrenze geeinigt. Das gab die für die Spielklassen zwei bis vier zuständige English Football League (EFL) nach der Abstimmung der Vereine bekannt. In der als League One bekannten dritten Liga liegt die Obergrenze ab sofort bei 2,5 Millionen Pfund (ca. 2,77 Millionen Euro), für die viertklassige League Two einigte man sich auf 1,5 Millionen Pfund (ca. 1,66 Millionen Euro). Der "Salary Cap" bezieht sich auf den gesamten Kader und beinhaltet die Kosten für Grundlöhne, Steuern, Boni, Bildrechte, Beraterhonorare sowie andere Ausgaben und Kosten, die direkt oder indirekt an die Spieler eines Vereins fließen. Aufstiegsprämien und Bonuszahlungen in Verbindung mit Pokalerfolgen fallen nicht unter die neue Regel. Bei Überschreitung der vereinbarten Grenzen drohen dem Verein eine Geldstrafe und andere Sanktionen.

21:36 Uhr

Flick schreibt Coman ab, neue Chance für Coutinho?

Der FC Bayern München muss den fest eingeplanten Einzug ins Final-Turnier der Champions League ohne Außenstürmer Kingsley Coman perfekt machen. Der angeschlagene Franzose wird am Samstag im Achtelfinal-Rückspiel des deutschen Fußball-Meisters gegen den FC Chelsea ausfallen, wie Trainer Hansi Flick bestätigte. Erste Option für Coman auf dem linken Flügel ist der Brasilianer Philippe Coutinho, dem Flick eine sehr gute Verfassung bescheinigte. "Ich mag Philippe als Fußballer sehr", sagte Flick. Als weitere Alternative steht der Kroate Ivan Perisic zur Verfügung. Die Bayern hatten das Hinspiel in London mit 3:0 gewonnen. Der Viertelfinaleinzug soll aber mit einem weiteren Erfolg geschafft werden. Den weiterhin verletzten Weltmeister Benjamin Pavard wird auf der rechten Abwehrseite wie schon beim Testspielerfolg gegen Olympique Marseille der deutsche Nationalspieler Joshua Kimmich ersetzen.

21:10 Uhr

Mercedes blockiert neuen F1-Grundlagenvertrag

Weltmeisterteam Mercedes will den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag nicht unterzeichnen. Teamchef Toto Wolff bezeichnete seinen Rennstall als "größten Verlierer" in Bezug auf das Preisgeld. Der Österreicher verwies auf die Erfolge des Teams und auf Weltmeister Lewis Hamilton als Fahrer mit der "größten globalen" Strahlkraft. "Wir haben den Eindruck, dass wir nicht so behandelt wurden, wie wir sollten und deshalb gibt es noch eine Menge rechtlicher Themen für uns", meinte Wolff. "Ich fühle mich nicht bereit dazu, das Concorde Agreement zu unterzeichnen."

Der aktuelle Grundlagenvertrag (Concorde Agreement) der Formel 1 läuft Ende dieses Jahres aus. Die Vereinbarung zwischen den zehn Teams, dem Motorsport-Weltverband Fia und dem Formel-1-Rechteinhaber regelt die Verteilung der Einnahmen. Die Frist zur Übereinkunft läuft den Teams zufolge am Mittwoch ab. "Das werden wir sicher nicht schaffen", stellte Wolff im TV-Sender Sky klar. "Wenn man dazu bereit ist, sich an einen Tisch zu setzen und die Themen zu besprechen und zu einem Kompromiss zu kommen, sind wir nah, aber ich habe diesen Ansatz noch nicht gesehen", kritisierte Wolff die Vertragspartner. Er sehe insgesamt aber "keine großen Hürden".

20:33 Uhr

Hofmann kritisiert DLV für deutsche Meisterschaften

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Vor zwei Jahren in Berlin holte Hofmann EM-Silber hinter Thomas Röhler - der verzichtet auf die DM 2020.

(Foto: picture alliance/dpa)

Speerwurf-Vize-Europameister Andreas Hofmann hat den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) im Hinblick auf die nationalen Titelkämpfe kritisiert. "Wir haben vom Bundestrainer gehört, dass eine Meisterschaft stattfinden soll. Aber niemand wusste wie und wann. Der DLV hat uns nie nach unserer Meinung gefragt", sagte der 28-Jährige im Sportbuzzer-Interview: "Ich hätte mir gewünscht, dass man uns mehr einbindet." Die deutschen Meisterschaften finden an diesem Wochenende in Braunschweig unter strengen Hygienevorschriften und ohne Zuschauer statt. Hofmann sei froh, dass der DLV in diesen Zeiten überhaupt eine DM organisiert habe, aber man müsse "hinterfragen, ob es eine Deutsche Meisterschaft ist, bei der jeder gleichberechtigt an den Start geht. Ich denke, das ist nicht der Fall."

Hofmann sieht auch den Stellenwert der DM kritisch. Es seien beispielsweise nur die zehn besten Athleten des vergangenen Jahres pro Disziplin eingeladen worden, sagte der Titelverteidiger: "Das ist nicht der Charakter einer Meisterschaft. Ohne uns Athleten würde es schließlich keine Deutsche Meisterschaft geben." Neben Topsprinterin Gina Lückenkemper hatten bereits Spitzenläuferin Konstanze Klosterhalfen sowie Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler abgesagt.

20:08 Uhr

Mit 27 Jahren: Basketball-Profi bricht beim Training tot zusammen

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Ojo (links) im November 2019 beim Gastspiel Belgrads bei Alba Berlin.

(Foto: imago images/Camera 4)

Der nigerianische Basketball-Profi Michael Ojo ist während eines individuellen Trainings in der serbischen Hauptstadt Belgrad im Alter von 27 Jahren gestorben. Nach Angaben seines Ex-Klubs Roter Stern Belgrad brach der 2,16 Meter große Center zusammen und konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Ojo spielte in den vergangen zwei Jahren für Roter Stern und hielt sich ohne Vertrag bis zuletzt bei seinem früheren Verein fit.

19:38 Uhr

Polen-Rundfahrt: Hubschrauber-Einsatz nach weiterem schweren Sturz

Nach dem schweren Sturz des niederländischen Radprofis Fabio Jakobsen bei der Polen-Rundfahrt ist ein weiterer Fahrer verunglückt. Der französische Radprofi Mickael Delage vom Team Groupama-FDJ sei nach einem Sturz mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden, sagte ein Sprecher der Organisatoren des Rennens der Deutschen Presse-Agentur in Warschau. "Er ist bei Bewusstsein, sein Leben ist nicht in Gefahr." Zum genauen Unfallhergang sei noch nichts bekannt. "Das Rad ist ihm außer Kontrolle geraten, er ist gestürzt."

Am Mittwoch war der Niederländer Jakobsen im Zielsprint der ersten Etappe bei hoher Geschwindigkeit in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegen geblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Sein Team bestätigte, dass er "in der Lage war, seine Arme und Beine zu bewegen und mit den Ärzten zu kommunizieren, wodurch schwere neurologische Schäden ausgeschlossen werden konnten." Aufgrund der Operation sei "Essen und Sprechen in der nächsten Zeit eine Herausforderung". Es werde ein "langwieriger und mühsamer" Genesungsprozess.

19:14 Uhr

Baumann beendet überraschend und plötzlich Karriere

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Die Freude ist nicht mehr da bei Jackie Baumann.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Hürdenläuferin Jackie Baumann hat im Alter von 24 Jahren überraschend ihre Leichtathletik-Karriere beendet. "Mir ist der Spaß am Wettkampf-Sport abhandengekommen", sagte die Olympia-Teilnehmerin von Rio de Janeiro 2016 und zweifache deutsche Meisterin der Deutschen Presse-Agentur. Die Tochter von 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann galt als klare Favoritin über 400 Meter Hürden bei den nationalen Titelkämpfen an diesem Wochenende in Braunschweig.

"Der mentale Stress vor Wettkämpfen hat mich immer unter Druck gesetzt, auch mit gesundheitlichen Folgen, zum Beispiel Schlafstörungen", sagte Jackie Baumann weiter. "Der Druck ist auch nach den Rennen nicht abgefallen. Es ist mir schwergefallen, mich im Wettkampf-Sport wohlzufühlen." Nach Angaben von Jackie Baumanns Mutter und Trainerin Isabelle Baumann habe auch professionelle Hilfe keine Besserung gebracht. Jackie Baumann war 2015 und 2016 deutsche Meisterin. Die Lehramtsstudentin zeigte sich nach Verletzungssorgen in den vergangenen Jahren zuletzt in Topform. Im niederländischen Papendal lief sie Mitte Juli mit 55,53 Sekunden eine persönliche Bestzeit.

17:35 Uhr

Neuer spricht erstmals über umstrittenes Gesangsvideo aus Kroatien

Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer hat vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea erstmals öffentlich Stellung zu einer Aktion während seines Urlaubs in Kroatien genommen. "Was andere fordern, ist mir eigentlich egal", sagte der Kapitän bei einer Pressekonferenz in München an die Adresse derjenigen, die schon früher eine Stellungnahme von ihm erwartet hatten.

Vor einigen Wochen war ein Video aufgetaucht, das Neuer dabei zeigt, wie er mit weiteren Männern um seinen Freund und Bayern-Torwarttrainer Toni Tapalovic im privaten Kreis ein Lied der umstrittenen Rockband Thompson singt. Bei dem Folk-Sänger Thompson handelt es sich um eine Ikone der Ultra-Rechten in Kroatien. Neuer klärte den Vorfall inhaltlich nicht auf. Nach seiner Rückkehr zum Verein habe ihn dort niemand darauf angesprochen. Eher sei beim FC Bayern der Kopf geschüttelt worden über die Berichterstattung. Er selbst habe sich wieder auf die Mannschaft, seine Arbeit und das konzentriert, "wofür ich hier bin".

17:01 Uhr

Alba schickt Neuzugang vorerst zurück zu altem Klub

Basketball-Meister Alba Berlin leiht Stefan Peno für ein Jahr an den Ligarivalen Rasta Vechta aus. Der Spielmacher hatte zuvor seinen Vertrag bei Alba um drei Jahre verlängert. Beim Finalturnier der BBL in München hatte der 23-jährige Serbe sein Comeback nach einer Knieverletzung gefeiert. Ebenfalls einen Dreijahresvertrag bei Alba erhielt der israelische Nationalspieler Tamir Blatt. In der kommenden Saison wird der 23 Jahre alte Aufbauspieler aber zunächst weiter auf Leihbasis für Hapoel Jerusalem spielen.

16:31 Uhr

Kruse stellt klar, wofür er nach Berlin wechselt und wofür nicht

Ex-Nationalspieler Max Kruse hat Aussagen von seinem Ex-Klub Werder Bremen zurückgewiesen, wonach bei seinem Wechsel zu Union Berlin andere Dinge als sportliche Gründe eine Rolle gespielt hätten. "Um das noch einmal klarzustellen: Ich bin grundsätzlich nicht hier, um mich um das Nachtleben in Berlin zu kümmern. Ich bin hier, um Fußball zu spielen", sagte Kruse.

Kruse bezog sich dabei auf eine Aussage von Werder Bremens Sportdirektor Frank Baumann, der nach dem Ende der Verhandlungen mit Kruse über einen neuen Vertrag gemeint hatte: "Max sind andere Dinge wichtiger als ein gewohntes Umfeld. Er sucht eine neue Herausforderung." Kruse hatte in der Vergangenheit mehrmals mit Eskapaden für Schlagzeilen gesorgt. Bundestrainer Jogi Löw hatte den Stürmer deshalb 2016 aus der Nationalelf geworfen.

14:51 Uhr

Drohne über Gelände des FC Bayern: Mann wird festgenommen

Eine Drohne über dem Vereinsgelände des FC Bayern sorgt für Aufregung. Das kleine Fluggerät kreiste offenbar während des Abschlusstrainings der Münchner vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Chelsea am Samstagabend (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) über die Plätze an der Säbener Straße, wie unser Bayern-Experte Marc Gabel berichtet. Der Mann, der die Drohne steuerte, wurde aber schnell ausfindig gemacht und vom Ordnungsdienst gestellt. Die Hintergründe sind noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

14:12 Uhr

Bärenstarker Hülkenberg überrascht im Training

Aushilfspilot Nico Hülkenberg ist im Auftakttraining zum Formel-1-Rennen in Silverstone auf einen starken vierten Platz gerast. Der Racing-Point-Fahrer war in der ersten Einheit des Wochenendes 0,776 Sekunden langsamer als der Führende Valtteri Bottas (1:26,166 Minuten). Der Finne verwies seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton auf Rang zwei. Dritter wurde Max Verstappen im Red Bull. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel kam nicht über Position sieben hinaus. Hülkenberg vertritt wie schon vor einer Woche den positiv auf das Coronavirus getesteten Mexikaner Sergio Perez.

13:10 Uhr

Hammer-Gerücht aus Italien: Vettel ist sich mit Aston Martin einig

Klar ist bislang nur, dass Sebastian Vettel in der Formel-1-Saison 2021 nicht mehr für Ferrari fahren wird. Ansonsten ranken sich weiter zahlreiche Gerüchte um die Zukunft des viermaligen Weltmeisters. Jetzt sorgt die "Gazzetta dello Sport" für Aufsehen: Vettel sei sich mit Aston Martin handelseinig geworden. Er werde einen Dreijahresvertrag beim Nachfolgerteam von Racing Point unterschreiben und rund 15 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Zudem winke dem 33-Jährigen eine Rolle als Markenbotschafter für Aston Martin. Es hieß, der Deal sei nur wegen der Corona-Infektion von Sergio Pérez noch nicht offiziell gemacht worden. Der Bericht passte ins Bild: Am Sonntag nach dem ersten Rennen in Silverstone waren Vettel und Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer dabei beobachtet worden, wie sie in Szafnauers Ferrari stiegen. Im Interview mit RTL/ntv hatte Vettel gerade erst gesagt: "Es wird noch ein paar Wochen gehen, heute auf morgen wird sich nix ändern."

12:23 Uhr

Oakland-Coach sorgt mit doppeltem Hitlergruß für Eklat

Ein Trainer der Oakland Athletics hat für einen Eklat in der Major League Baseball (MLB) gesorgt. Der Co-Trainer Ryan Christenson zeigte nach dem Sieg (6:4) gegen die Texas Rangers vor dem Abklatschen mit den Spielern den Hitlergruß. Im Anschluss entschuldigte sich Christenson für sein Verhalten. "Ich habe einen Fehler gemacht und ich werde ihn nicht leugnen. Was ich getan habe, ist inakzeptabel. Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen", sagte Christenson in einer Erklärung des Klubs. Seine Geste sei "ungewollt in einem rassistischen und schrecklichen Gruß geendet", erklärte Christenson. Nach dem Sieg hatten sich die Profis am Spielfeldrand versammelt. Als Spieler Liam Hendriks zum in Corona-Zeiten gängigen "Ellbogencheck" bereitstand, streckte Christenson den rechten Arm in die Luft. Hendriks packte den Arm und zog ihn nach unten. Christenson wiederholte den Hitlergruß wenige Sekunden später.

11:40 Uhr

Horror-Sturz: Groenewegens Aktion macht Voigt richtig wütend

Jens Voigt hat nach dem schlimmen Crash von Fabio Jakobsen bei der Polen-Rundfahrt eine harte Strafe für Dylan Groenewegen gefordert. "Ich denke da schon an drei bis sechs Monate. Es müsste etwas sein, was weh tut und auch an alle anderen Profis das Signal sendet: Hier wurde eine rote Linie überschritten, das akzeptieren wir nicht mehr", sagte Voigt bei Sport1. Man könne nicht mit dem Leben, der Karriere oder Gesundheit eines Kollegen spielen, sagte der 48-Jährige. "Wenn die Linie so offensichtlich verlassen wurde, Leib und Leben willentlich riskiert wurden, muss es eben auch härtere Strafen geben." Jakobsen, der bei Tempo 80 von seinem niederländischen Landsmann Dylan Groenewegen in das Absperrgitter gedrängt worden war, liegt mit schweren Gesichtsverletzungen noch im Koma. Groenewegen, der am Schlüsselbein operiert werden musste, muss sich nun in einem Disziplinarverfahren verantworten.

11:06 Uhr

Werder buhlt um Talent von Manchester United

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Tahith Chong ist von Werder Bremen offenbar sehr überzeugt.

(Foto: imago images/Sportimage)

Werder Bremen buhlt offenbar mit Nachdruck um Manchester Uniteds Talent Tahith Chong. "Er will in die Bundesliga und gerne nach Bremen", sagte Erkan Alkan, der Berater des 20 Jahre alten Außenstürmers, der "Bild"-Zeitung: "Das Konzept des Vereins hat ihn überzeugt." Im Gespräch ist laut des Berichts ein Leihvertrag für bis zu zwei Jahre. Chong könnte Nachfolger von Milot Rashica werden, der die Hanseaten verlassen will. Beim 2:1-Achtelfinalerfolg von United in der Europa League am Mittwoch gegen Linz kam Chong, U21-Nationalspieler der Niederlande, ab der 72. Spielminute für die Red Devils zum Einsatz.

10:23 Uhr

Aus als ZDF-Experte: Kein neuer Vertrag für Oliver Kahn

Oliver Kahn arbeitet zukünftig nicht mehr als TV-Experte beim ZDF. Das Vorstandsmitglied des FC Bayern und der öffentlich-rechtliche Sender haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Der bisherige Kontrakt galt bis zur Europameisterschaft, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden war. Der 51-Jährige war mehr als ein Jahrzehnt für das ZDF im Einsatz. Seit dem 1. Januar ist Kahn Mitglied des Vorstands des FC Bayern. Er soll mit Ablauf des Vertrages von Karl-Heinz Rummenigge der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters werden.

09:37 Uhr

Vettel nennt Bedingung für Verbleib in Formel 1

Sebastian Vettel rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung über seine mögliche Formel-1-Zukunft. "Es wird noch ein paar Wochen gehen, heute auf morgen wird sich nix ändern", sagte der Ferrari-Pilot in einem RTL/ntv-Interview vor dem Grand Prix in Silverstone am Sonntag. Vettel kann nach eigener Aussage die Frage "im Moment" noch nicht beantworten, ob er überhaupt über diese Saison hinaus weitermache oder eben nicht. Der 33-Jährige muss Ferrari zum Jahresende verlassen. "Ich sehe nicht, warum ich mich unter Druck setzen lassen muss. In gewisser Weise habe ich meine Entscheidung getroffen, jetzt wird sich zeigen, ob was Vernünftiges zusammenkommt oder nicht.". Entscheidend seien unter anderem die möglichen künftigen Mitarbeiter und der Wohlfühlfaktor. "Weniger entscheidend ist, was auf dem Gehaltsscheck draufsteht. Der Antrieb ist, etwas zu erreichen", betonte Vettel.

08:41 Uhr

NBA: Klebers Mavericks verlieren gegen Clippers

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Zeitweise wurde Kleber in der Defensive mit der Aufgabe betraut, Clippers-Superstar Kawhi Leonard zu bewachen.

(Foto: dpa)

Basketball-Nationalspieler Maximilian Kleber und die Dallas Mavericks haben die dritte Niederlage in der vierten Partie nach der Corona-Zwangspause kassiert. Die Texaner unterlagen in der NBA den Los Angeles Clippers mit 111:126. Erst in der Schlussphase verlor der Siebte der Western Conference den Anschluss. Bester Werfer der Begegnung war Mavericks-Schütze Kristaps Porzingis mit 30 Punkten. Kleber zeigte eine solide Leistung und schaffte zehn Punkte und vier Rebounds. Den Milwaukee Bucks ist hingegen der erste Platz im Osten nicht mehr zu nehmen. Das Team um Giannis Antetokounmpo besiegte die Miami Heat mit 130:116, obwohl die Heat fünf Minuten vor dem Ende noch mit 111:110 geführt hatten. Antetokounmpo und sein Mitspieler Khris Middleton erzielten jeweils 33 Punkte. Außerdem verloren die Los Angeles Lakers im Spitzenspiel der Western Conference gegen die Houston Rockets mit 97:113. James Harden war bei den Rockets nicht zu stoppen und erzielte 39 Punkte.

08:06 Uhr

Nächste Posse um Bale: 100-Millionen-Mann verweigert Einsatz

100-Millionen-Mann Gareth Bale will im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester City am Abend nicht spielen und wurde deshalb auch nicht ins Aufgebot des spanischen Meisters Real Madrid berufen. "Es war ein persönliches Gespräch. Er wollte nicht spielen. Der Rest bleibt zwischen uns", sagte Real-Coach Zinedine Zidane. Die Königlichen hatten das Hinspiel gegen City mit 1:2 verloren. Das Verhältnis zwischen Bale und Zidane ist nicht das beste. In dieser Saison spielte der Stürmerstar kaum eine Rolle und war meist nur Ersatz. Seit seinem Wechsel im Jahr 2013 von den Tottenham Hotspur zu Real für rund 100 Millionen Euro ist der Waliser nie richtig glücklich geworden in Madrid. Seinen größten Auftritt hatte er noch im Königsklassen-Finale 2019 mit zwei Toren beim 3:1 gegen den FC Liverpool.

07:37 Uhr

"Hat immer recht" - Salihamidzic stützt Hoeneß' BVB-Attacke

Nachdem sich Uli Hoeneß erst vor wenigen Tagen die Transferpolitik des BVB zur Brust nahm und den Schwarz-Gelben einige Verfehlungen vorwarf, stellte sich Bayern-Sportchef Hasan Salihamidzic nun demonstrativ hinter die Aussagen seines ehemaligen Vorgesetzten. Er habe sich mit dem ganzen Thema inhaltlich zwar "nicht so beschäftigt", erklärte Salihamidzic im "Sky"-Interview, aber Hoeneß habe mit seinen Aussagen trotzdem recht, bekräftigte der Münchner Sportchef, der ergänzte: "Wenn Uli was sagt, hat er immer recht." Dass diese Meinung bei den Verantwortlichen von Borussia Dortmund womöglich nicht so gut ankommen, kommentierte Salihamidzic mit den Worten: "Bayern München hält zusammen."

06:10 Uhr

Ferrari-Pilot Leclerc weist Vorwürfe zurück: "Bin kein Rassist"

Ferrari-Pilot Charles Leclerc war anders als Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton oder sein Teamkollege Sebastian Vettel vor den Rennen in Silverstone nicht aus Solidarität mit der "Black lives matter"-Bewegung in die Knie gegangen, weshalb er insbesondere in den Sozialen Medien Kritik einstecken musste. In einem dreiteiligen Post bei Twitter stellte der 22-Jährige klar, dass er "kein Rassist" sei. Im Gegenteil: "Ich hasse Rassismus, er ist abstoßend." Leclerc sagte nun zum Auftakt des Rennwochenendes in Silverstone, dass sein Stehenbleiben keinesfalls einen rassistischen Hintergrund gehabt habe. "Hört auf, mich in die Gruppe der widerlichen Menschen zu schieben, die andere aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder des Geschlechts diskriminieren", schrieb er: "Ich gehöre nicht zu ihnen und werde das auch nie. Ich bin immer zu jedem respektvoll gewesen, und das sollte der Standard in der heutigen Welt sein."