Freitag, 01. Mai 2020Der Sport-Tag

14:46 Uhr

Warum Bayerns Süle von der Corona-Krise profitiert hat

Niklas Süle spielt den Ball. Foto: Matthias Balk/dpa/Archiv

So ist er bald womöglich wieder zu sehen, der Niklas Süle.

(Foto: Matthias Balk/dpa/Archiv)

Der verletzte Nationalspieler Niklas Süle vom FC Bayern hat ein zeitnahes Comeback im Blick. "Ich befinde mich mit dem Reha-Training auf der Zielgeraden. Auch wenn es gerade eine schwierige Zeit ist, fühle ich mich gut", sagte der 24-Jährige im Mitgliedermagazin "51". Im letzten Oktober hatte sich der Innenverteidiger zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Die Verschiebung der Europameisterschaft aufgrund der Coronakrise ins kommende Jahr kam Süle deswegen durchaus entgegen. "Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich wichtige Zeit in der Reha gewonnen habe", sagte er.

13:42 Uhr

Boris Becker warnt vor massiver Tennis-Krise

Boris Becker sieht den Tennissport in schwerer Bedrängnis. "Wir stecken in der Krise. Abgesehen von den Top 50 oder 75 bei Männern und Frauen brauchen die Spielerinnen und Spieler Woche für Woche ihre Preisgelder", sagte er in einem Interview bei laureus.com. Dies sei aufgrund der Corona-Pandemie unmöglich, noch mehr sogar: "Sie können nicht spielen. Sie können noch nicht mal zu einem Verein gehen und Trainingsstunden geben." Kleine Turniere seien zudem in ihrer Existenz bedroht: "Es ist eine Frage der Zeit." Dennoch sieht Becker in der Krise auch "eine Chance, eine einmalige Situation, eine Gelegenheit für alle Verbände, zusammenzustehen".

13:12 Uhr

Leverkusen verlängert mit "Säule" Aranguiz bis 2023

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Charles Aranguiz jubelt weiter für Bayer.

(Foto: REUTERS)

Bayer Leverkusen hat den auslaufenden Vertrag mit Mittelfeldspieler Charles Aranguiz (30) bis 2023 verlängert. "Charles ist ein ganz wichtiger Spieler für unsere Mannschaft", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: "Dass wir uns erneut auf einen langfristigen Vertrag verständigt haben, unterstreicht die volle Überzeugung aller Beteiligten und das gegenseitige Vertrauen." Sportdirektor Simon Rolfes sieht in Aranguiz "einen zentralen, strategisch sehr bedeutsamen Spieler. Er ist eine wesentliche Säule für die Statik unserer Mannschaft und des gesamten Kaders." Aranguiz war 2015 von Porto Alegre nach Leverkusen gewechselt und entwickelte sich zu einem absoluten Leistungsträger.

11:52 Uhr

Das ungewöhnlichste Stabhochsprung-Duell der Welt

Starten im Garten: Mit einem Showkampf auf zwei Kontinenten wollen die drei besten Stabhochspringer der Welt in Corona-Zeiten ein Signal setzen. Olympiasieger Renaud Lavillenie, Doppelweltmeister Sam Kendricks und Weltrekordler Armand Duplantis treten am Sonntag ab 17 Uhr gegeneinander an. Der Franzose Lavillenie springt zu Hause in Clermont-Ferrand, der Amerikaner Kendricks schwingt sich in seinem Garten in Oxford in die Höhe, der schwedische Jungstar Duplantis ist an seinem Wohnort in Lafayette dabei. Der ungewöhnliche Dreikampf wird bei World Athletics YouTube, auf Twitter und Facebook übertragen. Diesmal geht es aber nicht um die maximale Höhe, dennoch sind Athletik, Schnelligkeit, Ausdauer und Nerven gefragt: Wer in einer halben Stunde die meisten Fünf-Meter-Sprünge geschafft hat, gewinnt den Dreikampf.

10:01 Uhr

ManCity-Profi Agüero über Corona: "Mehrheit der Spieler hat Angst"

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"Die Mehrheit der Spieler hat Angst, weil sie Kinder und Familien haben."

(Foto: Action Images via Reuters)

Der argentinische Nationalspieler Sergio Agüero steht einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Premier League skeptisch gegenüber. "Die Mehrheit der Spieler hat Angst, weil sie Kinder und Familien haben", sagte der Stürmer von Manchester City dem Fernsehsender El Chiringuito. Der 31-Jährige gab zu, auch Angst zu haben. In England ruht wegen der Corona-Pandemie seit dem 13. März der Ball. Laut übereinstimmenden Medienberichten peilen die Vereine aber einen Start der Spiele für Mitte Juni ohne Zuschauer an. Agüero sagte, er und seine Teamkollegen würden "ziemlich nervös und besonders vorsichtig" sein, wenn sie auf den Platz zurückkehren würden. "Wenn eine Person krank ist, werden wir denken, "was passiert hier?", meinte der 31-Jährige. Er hoffe, dass bald ein Impfstoff gefunden wird, "damit alles endet."

08:05 Uhr

Rösler: Bei Neustart droht "Häufung von Verletzungen"

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"Es darf nicht sein, dass wir die Spieler unter den Bus werfen, indem wir vier Wochen lang jeden dritten Tag spielen."

(Foto: imago images/Pressefoto Baumann)

Fortuna Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler hat für den Fall eines Bundesliga-Neustarts vor einer Überlastung der Spieler durch viele Partien in kurzer Zeit gewarnt. "Es darf nicht sein, dass wir die Spieler unter den Bus werfen, indem wir vier Wochen lang jeden dritten Tag spielen", sagte der 51-Jährige der "Rheinischen Post". Die Teams seien durch die Zwangspause in der Corona-Pandemie nicht für Englische Wochen präpariert. Sollte wieder gespielt werden, hofft Rösler auf Rücksicht auf die Gesundheit der Profis. "Ich würde nicht mit einer Englischen Woche anfangen und auch nach der ersten wieder eine normale Trainingswoche einschieben. Ansonsten droht eine Häufung von Verletzungen."

07:13 Uhr

Ex-U21-Nationalspieler: Unter Drogeneinfluss Bundesliga gespielt

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(Foto: dpa)

Der ehemalige U21-Nationalspieler Chinedu Ede ist offenbar unter Drogeneinfluss in der Bundesliga aufgelaufen. "Manchmal hat man so krass den Anschluss zur Realität verloren und wollte allem gerecht werden, dass das zum Balsam wurde. Ja, dann spielst du auch mal auf deinen Restdrogenwerten", sagte der 33-Jährige bei t-online.de. Die Mittel seien "teilweise auch synthetisch" gewesen. In einem Video, das der U21-Europameister von 2009 auf YouTube veröffentlichte, heißt es: "60.000 Bundesliga, spielte manchmal zugeballert." Laut Ede ist damit neben den Drogen auch gemeint, dass er ständig auf Schmerzmitteln gespielt habe: "Bei Verletzungen wurdest du dazu gedrängt, wieder früher anzufangen, als es wirklich gut für deinen Körper war." Ede kritisierte den Profifußball hart: "Alles hat mich so angewidert. Es hatte nichts mehr mit dem ursprünglichen Sport zu tun." Im vergangenen Jahr beendete Ede beim Berliner Regionalligisten VSG Altglienicke seine Karriere.

06:17 Uhr

Klopp ist "neidisch" auf Trainingsmöglichkeiten der Bundesligisten

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Jürgen Klopp sehnt den Tag herbei, an dem er mit seinen Spielern wieder richtig trainieren kann.

(Foto: imago images/Focus Images)

Liverpools Trainer Jürgen Klopp blickt angesichts des immer noch strengen Lockdowns in England mit Wehmut auf das Training der Bundesligisten. "Man wird ein bisschen neidisch, wenn man sieht und hört, wie in Deutschland trainiert wird, wann angefangen wurde und seit wann die Spieler wieder in Zweiergruppen trainieren dürfen", sagte er im Podcast des Klubs. Aufgrund der strikten Beschränkungen auf der Insel dürfen sich Klopps Spieler bislang nur individuell zu Hause fit halten. Für die Einheiten hat sich der 52-Jährige einen speziellen Anreiz einfallen lassen. "Wir haben verschiedene Challenges ausgerufen, wo sich die Jungs gegenseitig messen können." Videos davon müssen die Spieler dann in eine WhatsApp-Gruppe stellen. Dabei sei schon "ziemlich viel Betrieb und ein gewisser Ehrgeiz" entstanden, so Klopp.