Freitag, 17. Juli 2020Der Sport-Tag

19:18 Uhr

Zweite Mannschaft in der 2. Liga: Bayern-Vorschlag stößt auf Ablehnung

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Kwasi Okyere Wriedt knipst für FC Bayern II in der 3. Liga.

(Foto: imago images / Eibner)

Der Vorschlag von Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer, dass zweite Mannschaften künftig auch in die 2. Bundesliga aufsteigen dürfen, stößt bei der Konkurrenz auf Ablehnung. "Diesen Vorschlag kann ich überhaupt nicht unterstützen", sagte Sportvorstand Jochen Schneider von Schalke 04 der ARD-Sportschau: "Die 1. und 2. Bundesliga müssen den Lizenzmannschaften der Profivereine vorbehalten sein und nicht den Zweitvertretungen - gerade und auch im Interesse der Zweitligisten."

Bayern-Präsident Hainer hatte die Diskussion über eine Regeländerung angeregt, nachdem die zweite Mannschaft der Münchner zwar Meister der 3. Liga geworden war, aber aufgrund der Statuten der DFL nicht aufsteigen durfte. Demnach darf nur eine Mannschaft eines Klubs in der 1. oder 2. Bundesliga spielen. "Es ist verständlich, dass nicht zwei Mannschaften von einem Klub in einer Liga spielen dürfen. Aber beispielsweise in Liga eins und zwei - warum denn nicht?", sagte Hainer dem Klub-Magazin 51. Auch Werder Bremen hält von diesem Vorschlag wenig. "Der SV Werder Bremen ist mit der derzeitigen Kompromisslösung, dass zweite Mannschaften in der 3. Liga spielen können, sehr zufrieden. Mit einer Änderung dieser Regelung beschäftigen wir uns derzeit nicht", teilte der Klub der Sportschau mit.

18:30 Uhr

Ironman Frodeno schießt gegen Tönnies: "Absolut widerliche Maschinerie"

Triathlet Jan Frodeno hat Fleischfabrikant Clemens Tönnies und die Politik wegen der Massentierhaltung in Deutschland scharf kritisiert. "Die Politik setzt immer nur das um, was populär ist. Das sieht man auch am Fall Tönnies. Dass dieser Mann zuletzt auch noch Geld von der Politik gefordert hat, um seine absolut widerliche Maschinerie am Leben zu erhalten, finde ich unmöglich", sagte der dreimalige Ironman-Weltmeister im Interview mit "Focus Online". Der Ex-Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 Tönnies war zuletzt mit seinem Schlachtbetrieb nach einem Coronaausbruch unter den Mitarbeitern in die Schlagzeilen geraten. Tönnies forderte vom Land NRW anschließend eine Lohnkostenerstattung für die Zeit der Quarantäne.

Frodeno ist der Meinung, jeder solle sich "mit dem Wohl der Tiere beschäftigen. In Deutschland schaut ja auch jeder Autofahrer, was er für ein Motoröl in sein Auto kippt. Das ganze Industriefleisch, was viele Leute essen, ist mit Hormonen vollgepumpt und wurde unter extremem Stress für die Tiere produziert." Außerdem sei die Botschaft, dass "man Fleisch zum Leben braucht, reines Marketing", sagte der 38-Jährige. Vor allem Billigfleisch "welches uns im Supermarkt hinterher geschmissen wird, erfüllt nicht die Kriterien von gutem Fleisch", so der Olympiasieger von 2008. Er selbst lebt seit vier Jahren als Vegetarier. "Nachdem ich aufgehört habe Fleisch zu essen, habe ich sofort die positiven Unterschiede feststellen können."

17:30 Uhr

"Braucht für Fußball nicht goldene Wasserhähne" - Frings beginnt in Meppen

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Frings bei seiner Vorstellung in Meppen.

(Foto: imago images/Werner Scholz)

Bremen, Dortmund, München - Torsten Frings hat für die großen Klubs in Deutschland gespielt. Mit der DFB-Elf wurde er Vize-Weltmeister und Vize-Europameister. Als Trainer verschlägt es ihn nun aber an einen eher kleinen Ort mit einem kleinen Verein: Bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des Fußball-Drittligisten SV Meppen sagte Frings: "Ich zähle die Tage, bis es endlich losgeht."

Zweieinhalb Jahre lang war Frings ohne Job. Im Dezember 2017 wurde er beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 entlassen, danach wurde es ruhig um den 79-maligen Nationalspieler. Frings hat im Fußball alles gesehen, in den ganz großen Arenen dieser Welt gespielt. Und nun der Schritt ins Emsland? Ins beschauliche Meppen mit seinen nur rund 36 000 Einwohnern? Für viele in der Branche der Inbegriff der Fußballprovinz? Für Frings kein Problem. "Ich habe auf das Richtige gewartet. Ich wollte nicht ins Ausland, um da einen schnellen Euro zu verdienen", sagte Frings. Dass die Mittel in Meppen beschränkt sind, stört ihn nicht. "Ich finde es super hier. Es ist alles da, was man braucht", sagte Frings. "Man muss ja nicht immer goldene Wasserhähne haben, um Fußball zu spielen."

16:18 Uhr

Nur ein Tor im ersten Jahr: Hazard kostet Real jetzt trotzdem 115 Millionen

Real Madrids 34. Meistertitel hat den belgischen Fußballstar Eden Hazard angeblich zum Rekordtransfer der Königlichen aufsteigen lassen. Wie die spanische Sporttageszeitung "AS" berichtete, wird durch den Titelgewinn am Donnerstag eine Bonuszahlung in Höhe von 15 Millionen Euro an Hazards Ex-Klub FC Chelsea fällig. Der 29 Jahre alte Angreifer war im vergangenen Sommer für 100 Millionen Euro aus London nach Madrid gewechselt. Reals bisheriger Rekordeinkauf war der Waliser Gareth Bale, der 2013 für 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur geholt worden war. Insgesamt könnte das Volumen des Hazard-Transfers nach "AS"-Angaben durch weitere Bonuszahlungen sogar noch bis auf 130 Millionen Euro ansteigen. Aufgrund zahlreicher Verletzungen war Hazard in dieser Saison bislang nur auf 16 Liga-Einsätze für Real gekommen, dabei verbuchte er ein Tor und sechs Vorlagen.

15:35 Uhr

FC Bayern wollte wohl BVB-Bellingham-Poker verhindern

Zwischen Jude Bellingham und Borussia Dortmund ist eigentlich alles klar. Der 17-jährige Birmingham-Mittelfeldspieler absolvierte am Donnerstag den Medizincheck beim BVB, die offizielle Verkündung des Deals soll nach dem Ende der englischen Zweitliga-Saison erfolgen. Die englische "Sun" will nun aber exklusiv erfahren haben, dass der FC Bayern den Deal auf der Zielgeraden verhindern wollte. Demnach haben die Münchner in "Last-Minute-Gesprächen" die BVB-Offerte bezüglich Ablöse und Gehalt nochmals überboten. Bellingham soll sich dennoch für die vermeintlich bessere Perspektive in Dortmund entschieden haben. Zudem enthüllt die "Sun" Zahlen des Transfers, die deutlich über denen liegen, die am Donnerstag in den Medien kursierten: Schrieb der "kicker" von etwa 25 Millionen Euro Ablöse, berichtet die englische Zeitung von satten 33 Millionen Euro und einem Gehalt von über drei Millionen Euro pro Jahr.

14:21 Uhr

Vettel-Wechsel rückt näher: Racing Point gibt Fahrern keine Garantie für 2021

Die Anzeichen für einen Wechsel von Sebastian Vettel zu Racing Point, das ab der Formel-1-WM 2021 als Aston-Martin-Werksteam antreten wird, verdichten sich. Otmar Szafnauer, Teamchef von Racing Point, wollte seinen beiden aktuellen Fahrern Sergio Perez (Mexiko) und Lance Stroll (Kanada) am Freitag in Budapest keine Jobgarantie für 2021 geben. "Wir haben nicht die Absicht, gültige Verträge zu brechen", sagte Szafnauer, wollte aber nicht versprechen, dass beide auch 2021 für sein Team fahren. Die Gerüchte um eine bevorstehende Verpflichtung des viermaligen Weltmeisters Vettel, der Ferrari Ende des Jahres verlassen wird, bezeichnete Szafnauer lapidar als "Teil der Silly Season", der verrückten Saisonphase, in der fast täglich neue Spekulationen um Fahrerwechsel auftauchen. Fraglos sei Vettel aber ein "guter Typ, ehrlich, geradeheraus und schnell".

12:46 Uhr

Mercedes gibt im Ungarn-Training Tempo vor, Vettel auf Platz sechs

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Sebastian Vettel fuhr immerhin schneller als sein Teamkollege Charles Leclerc.

(Foto: REUTERS)

Lewis Hamilton hat zum Trainingsauftakt beim Großen Preis von Ungarn die schnellste Runde gedreht. Der 35 Jahre alte Mercedes-Pilot verwies nach anderthalb Stunden seinen finnischen Formel-1-Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz. 86 Tausendstelsekunden lag Hamilton, Sieger vom vergangenen Sonntag und aktuell WM-Zweiter, trotz der härtesten und damit langsamsten Reifenmischung vor Bottas. Der 30 Jahre alte Finne hatte das erste Renen vor knapp zwei Wochen in Spielberg gewonnen und führt die WM-Wertung an.

Erneut stark präsentierten sich hinter dem Mercedes-Duo die beiden Rennwagen von Racing Point - der Rennstall, gegen den ein Protest läuft wegen zu großer Ähnlichkeit bestimmter Bauteile zum Vorjahreswagen von Partner Mercedes. Auf Rang drei auf dem Hungaroring kam in dem pinken Auto Sergio Perez aus Mexiko, Vierter wurde Lance Stroll aus Kanada. Noch hinter Daniel Ricciardo im Renault fuhr Sebastian Vettel im Ferrari auf Position sechs. Teamkollege Charles Leclerc wurde Siebter vor Max Verstappen im Red Bull.

Das 2. Freie Training können Sie ab 14:55 Uhr live bei ntv und hier auf ntv.de verfolgen.

11:47 Uhr

Arroganz-Anfall? Real provoziert mit Elfmeter-Pass kurz vor Meistertitel

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Wusste er da schon von seinem Plan? Ramos kurz vor dem Elfmeter.

(Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports)

Was wäre ein Spiel von Real Madrid ohne eine anschließende Diskussion um einen Elfmeter? In der Partie gegen den FC Villareal, die die Königlichen mit 2:1 gewinnen und damit den 34. Ligatitel holen, sorgt aber nicht nur wie in den vergangenen Wochen der schmeichelhafte Pfiff für Real in der 73. Minute für Gesprächsstoff. Wie einst Barcelona-Legende Johan Cruyff wollte Sergio Ramos beim Stand von 1:0 den Elfmeterschuss vom Punkt nur antäuschen und dann auf den heranstürmenden Karim Benzema querlegen. Das tat der Verteidiger auch - nur blöde, dass der französische Stürmer viel zu früh in den Strafraum gestartet war. Der Elfmeter wird wiederholt, diesmal tritt Benzema selber an und macht das 2:0.

Zu diesem Zeitpunkt war Madrid praktisch schon Meister, sodass die Elfmeterausführung durchaus arrogant rüberkam. Ramos wollte seinem Kollegen (jetzt 21 Tore) wohl vor allem dazu verhelfen, Barcelonas Lionel Messi (23 Tore) die Torjägerkrone abzujagen. Gestritten werden kann auch darüber, ob es regelkonform war, den Elfmeter zu wiederholen. Geht der Ball ins Tor, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft zu früh in den Strafraum rennt, ist der Strafstoß zu wiederholen. In allen anderen Fällen wäre ein indirekter Freistoß gegen Real Madrid fällig gewesen. Zwar Schoss Benzema den Ball nach dem Querpass vom Ramos ja ins Tor, allerdings war der eigentliche Elfmeterschuss, also der Ramos-Pass, mit Sicherheit nicht drin.

09:48 Uhr

Sexuelle Belästigung bei NFL-Team: 15 Mitarbeiterinnen klagen an

Das NFL-Team aus Washington ist mit Vorwürfen von sexueller Belästigung konfrontiert. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge haben 15 frühere Mitarbeiterinnen angegeben, in ihrer Zeit bei dem American-Football-Klub bedrängt worden zu sein. Team-Besitzer Dan Snyder beauftragte eine Anwaltskanzlei, die Anschuldigungen zu überprüfen. Drei Mitglieder aus der Führungsebene haben bereits ihre Posten abgegeben. Sie und weitere Personen waren in dem Bericht der "Washington Post" genannt worden.

08:52 Uhr

"Bild": Klopp mit Bayern-Star Thiago über Wechsel einig

Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool hat sich offenbar endgültig für eine Verpflichtung von Bayern Münchens Thiago ausgesprochen. Der englische Meister und der Mittelfeldspieler sollen sich demnach weitgehend einig sein, wie die "Bild" berichtete. Für einen möglichen Wechsel müsste Liverpool eine Ablöse zahlen, der 29 Jahre alte Thiago steht bei den Münchnern noch bis 2021 unter Vertrag. In den vergangenen Wochen war immer wieder über ein angebliches Interesse von Liverpool berichtet worden, es gab allerdings auch widersprüchliche Berichte englischer Zeitungen dazu. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte vor zwei Wochen gesagt, dass es so aussehe, dass Thiago "zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues machen möchte".

08:23 Uhr

"Champions dinner" - So bodenständig feiert Kroos den Titel

Toni Kroos hat die Meisterschaft von Real Madrid bei der Auswahl des Essens nach dem Titelgewinn bodenständig gefeiert. Auf Twitter veröffentlichte er ein Foto von einem Hamburger mit Pommes - Titel: "Champions dinner". Die Madrilenen hatten sich am Donnerstagabend mit einem 2:1-Erfolg gegen den FC Villarreal vorzeitig den Titel in der Primera Division gesichert. Damit sind die Königlichen zum 34. Mal spanischer Meister. Für Kroos war es der zweite Meistertitel mit Real nach 2017, mit den Königlichen gewann er zudem unter anderem dreimal die Champions League.

07:50 Uhr

"Schwaches Team" - Messi schimpft auf seinen FC Barcelona

Lionel Messi vom FC Barcelona hat die Leistung der Katalanen nach dem verpassten Meistertitel in der spanischen Primera Division scharf kritisiert. "Dieses Spiel spiegelt das komplette Jahr wider. Wir waren ein schwaches Team", sagte der argentinische Fußball-Superstar nach der 1:2-Niederlage gegen CA Osasuna. Rivale Real Madrid sicherte sich bei noch einem ausstehenden Spiel mit einem 2:1-Erfolg gegen Villarreal vorzeitig den Titel. "Madrid hat seine Hausaufgaben gemacht", sagte Messi. "Wir haben ihnen geholfen und viele Punkte abgegeben. Wir müssen Selbstkritik üben - beginnend mit den Spielern, aber auch insgesamt. Wir sind Barcelona und es ist unsere Pflicht, jedes Spiel zu gewinnen."

06:58 Uhr

Ex-Talent: "Skrupelloser" Konkurrenzkampf bei BVB-Reserve

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Beim BVB kam er nie auf die Beine: Mustafa Amini (r.).

(Foto: dapd)

Mustafa Amini kam 2012 als großes Talent aus Australien zu Borussia Dortmund. Den Durchbruch schaffte er nie. Nun erinnerte sich der mittlerweile 27-Jährige an seine Zeit in Dortmund zurück. "Es gab viele junge Spieler, die ebenfalls um den Sprung in die erste Mannschaft kämpften. Es war hart, eine andere Welt. Ich will nicht urteilen, aber wenn man spielen möchte, hilft es natürlich, Deutscher zu sein", sagte Amini zu "Spox". Der Konkurrenzkampf bei der BVB-Reserve sei "skrupellos" gewesen. "Es schien eher so, als sei jeder für sich selbst da. Ich glaube, das ist der Grund, weshalb die zweite Mannschaft nie erfolgreich gewesen ist", sagte er.

Den ausführlichen Bericht zu Aminis Aussagen lesen Sie übrigens hier!

05:54 Uhr

Ärzte kämpfen um Zanardi und holen ihn aus künstlichem Koma

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Alex Zanardi hatte in der Toskana die Kontrolle über sein Handbike verloren.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Der mit einem Handbike schwer verunglückte Ex-Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi soll aus dem künstlichen Koma geholt werden. Das teilte das Krankenhaus in Siena mit. Die Reduzierung der Betäubung werde einige Tage dauern, hieß es. Danach wollten die Ärzte Zanardi erneut untersuchen, um das Ausmaß der Schäden durch seine Kopfverletzungen besser zu erfassen. Der 53 Jahre alte Italiener war nach seinem Unfall vom 19. Juni in das Hospital in der Toskana gebracht worden. Zanardi war dort am 6. Juli bereits zum dritten Mal operiert worden. Sein Zustand bleibe unter neurologischen Gesichtspunkten ernst, die Prognosen seien verhalten, hieß es stets.  Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte in der Toskana die Kontrolle über sein Handbike verloren. Zanardi war mit einem Lastwagen kollidiert.