Freitag, 23. September 2022Der Sport-Tag

23:20 Uhr

Thierry Henry arbeitet gegen Niederlande erstmals als Nationaltrainer

Belgiens Fußball-Nationalmannschaft wird im Nachbarschaftsduell mit den Niederlanden von Assistenzcoach Thierry Henry betreut. Der ehemalige Weltmeister aus Frankreich wird Cheftrainer Roberto Martinez vertreten. Der 49 Jahre alte Spanier ist nach seinem Platzverweis am Donnerstag in der Nachspielzeit beim 2:1 über Wales in Brüssel gesperrt. Für Henry, der im vergangenen Jahr als Assistent zurückgekehrt war zu den "Roten Teufeln", ist es das erste Länderspiel mit Belgien als verantwortlicher Coach.

22:32 Uhr

Von wegen Massenrücktritt aus Nationalelf: Wende in Meuterei gegen Trainer

15 Spielerinnen der spanischen Fußball-Nationalmannschaft haben einer Mitteilung des nationalen Verbandes widersprochen, in der zuvor von einem angeblichen Massenrücktritt die Rede war. "Wir sind auf keinen Fall aus dem Nationalteam zurückgetreten, wie es der Verband in seinem offiziellen Statement behauptet", teilten die Spielerinnen in einem Offenen Brief mit.

Nach Darstellung des Verbandes RFEF waren die Frauen aus Protest gegen Trainer Jorge Vilda zurückgetreten. Im Laufe des Donnerstags hätten sich 15 Spielerinnen des A-Teams mit E-Mails in gleichem Wortlaut zu diesem Schritt entschieden. Darin erklären die Nationalspielerinnen, dass sie die derzeitige Situation "erheblich" in ihrem "emotionalen Zustand" und ihrer "Gesundheit" beeinträchtige. Diese sei aber nicht als Rücktritt zu verstehen, so die Spielerinnen.

Damit reagierten sie auch auf die deutlichen Worte des Verbandes. Die RFEF werde es den Spielerinnen "nicht gestatten, die Kontinuität des Nationaltrainers und seines Trainerstabs infrage zu stellen, da derartige Entscheidungen nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen", hieß es in einer Stellungnahme.

22:01 Uhr

Geschäftsführer Sport verlässt Regensburg nach wenigen Monaten

Fußball-Zweitligist SSV Jahn Regensburg ist erneut auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport. Rund zehn Monate nach dem Abgang des langjährigen Geschäftsführers Christian Keller in Richtung 1. FC Köln, legt nun einer seiner Nachfolger, Roger Stilz, sein Amt nieder.

Wie die Oberpfälzer bekannt gaben, bat Stilz aus persönlichen Gründen um ein Ende der Zusammenarbeit. Der 45-Jährige war Ende vergangenen Jahres als Geschäftsführer Sport gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Philipp Hausner auf Keller gefolgt, der zuvor acht Jahre lang für beide Bereiche zuständig gewesen war.

In Regensburg beginnt nun erneut die Suche nach einer Nachfolgelösung: "Das ist von hoher Priorität. Auf Grundlage eines abgestimmten Anforderungsprofils werden wir uns die notwendige Zeit nehmen, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen", sagte Vereinspräsident Hans Rothammer.

21:38 Uhr

"OP ist durch": Hertha-Profi berichtet nach Hodentumor-Eingriff

Hertha-Profi Jean-Paul Boetius hat seine Operation wegen eines Hodentumors nach eigenen Angaben gut überstanden. "Die OP ist durch und ist gut verlaufen", schrieb der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler des Berliner Fußball-Bundesligisten bei Instagram. Dazu stellte er ein Foto von sich im Krankenbett. Boetius lächelt und formt mit beiden Händen das Victoryzeichen. "Vielen Dank für die herzerwärmenden und aufbauenden Worte", schrieb er und bedankte sich bei seinem Verein und dem medizinischen Team für die Hilfe.

Die Hertha hatte die Diagnose des Hodentumors gestern mitgeteilt. "So bitter diese Nachricht im ersten Moment auch ist, wir sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass Jean-Paul wieder gesund wird und schnellstmöglich in unseren Kreis zurückkehrt", hatte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic laut Mitteilung gesagt. "Bis zu seiner Rückkehr bekommt er von uns jede erdenkliche Unterstützung."

20:59 Uhr

Kölner Fans dürfen keine Tickets kaufen - Bewährungsstrafe für Frankfurt

Nach den schweren Ausschreitungen im Europapokal kommt Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Champions League mit Geld- und Bewährungsstrafen davon. Der 1. FC Köln muss dagegen seine nächsten beiden Auswärtsspiele in der Conference League ohne mitreisende Fans bestreiten.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verhängte nach den Krawallen beim 1:0 bei Olympique Marseille am 13. September eine Auswärtssperre für das nächste Gastspiel der Hessen sowie eine Teilsperre für mindestens 1000 Zuschauerplätze beim nächsten Heimspiel, setzte beide Strafen aber für ein Jahr zur Bewährung aus. Die Eintracht muss eine Geldstrafe von insgesamt 45.000 Euro zahlen und die Schäden, die die eigenen Fans im Stadion in Marseille angerichtet haben, erstatten.

Köln trifft es nach den Auseinandersetzungen beim 1:1 bei OGC Nizza am 8. September härter. Für die nächsten beiden Auswärtsspiele darf der FC keine Tickets an seine Fans verkaufen, außerdem verhängte die UEFA gegen den Bundesligisten eine Geldstrafe von 100.000 Euro. Marseille und Nizza müssen jeweils ihr nächstes Heimspiel hinter verschlossenen Türen austragen.

20:22 Uhr

Russland-Rückkehr im Spitzensport? Mehrere Sportverbände schicken Brandbrief

Der organisierte Sport in Nordeuropa macht gegen die mögliche Rückkehr der verbannten russischen und belarussischen Athleten mobil. In einem offenen Brief an die Olympische und Paralympische Bewegung mit dem IOC an der Spitze bezeichnen mehrere Verbände ein Comeback angesichts "der eskalierenden russischen Aggression in der Ukraine (als) inakzeptabel".

Russland mache sich mit seinem Angriffskrieg eines "eklatanten Bruchs des Völkerrechts" schuldig, heißt es weiter, und müsse wie Belarus von Wettkämpfen ausgeschlossen bleiben. Der Brief wurde unter anderem von den Olympischen und Paralympischen Komitees aus Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Island und der Färöer unterzeichnet.

Anlass des Schreibens sind die vor wenigen Tagen laut gewordenen Erwägungen des IOC, einen Weg für eine mögliche Rückkehr russischer und belarussischer Sportler auszuloten.

19:40 Uhr

DFB-Aufstellung gegen Ungarn: Kapitänsbinde wechselt, vier Bayern-Stars starten

Thomas Müller wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach der Corona-Infektion von Manuel Neuer in der Nations League gegen Ungarn als Kapitän aufs Feld führen. Der Münchner bildet mit seinen Teamkollegen Serge Gnabry und Leroy Sané die offensive Mittelfeldreihe hinter Stürmer Timo Werner. Im defensiven Mittelfeld setzt Bundestrainer Hansi Flick auf Joshua Kimmich und İlkay Gündoğan. In der Viererkette vor Torhüter Marc-André ter Stegen spielen Jonas Hofmann, Niklas Süle, Antonio Rüdiger und David Raum.

Die deutsche Aufstellung: ter Stegen - Hofmann, Süle, Rüdiger, Raum - Kimmich, Gündoğan - Gnabry, Müller, Sané - Werner. - Trainer: Flick

19:09 Uhr

Diese Überwachung ist okay: FIFA durchleuchtet Spieler bei WM per App

Die Fußball-Nationalspieler können bei der Weltmeisterschaft in Katar in neuem Maße auf ihre persönlichen Leistungsdaten zugreifen. Wie der Weltverband FIFA mitteilte, wird es bei der Winter-WM eine Player App mit individuellen Infos für jeden Spieler geben. Mit der Innovation solle der Fußball gemäß Vision von Präsident Gianni Infantino durch Nutzung von Technologie weiter vorangebracht werden.

Unter anderem bietet die App für jeden Spieler eine positionelle Heatmap oder Geschwindigkeitsmessungen. Außerdem gibt es Angaben darüber, wo und wie oft er sich anbietet, mit einem Pass gegnerische Reihen überwindet oder Druck auf einen ballführenden Gegner ausübt. So soll den Profis die Analyse ihrer Leistung erleichtert und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft einfach aufgezeigt werden.

Die mit einem Mix aus Daten und Videoclips funktionierende App wurde in Kooperation mit der Spielervertretung FIFPro entwickelt und stimme mit der Charta für Spielerdatenrechte überein.

18:25 Uhr

Demonstrant stürmt Tennisplatz und zündet sich (aus Versehen?) selbst an

Beim Laver Cup in London ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Nach dem ersten Satz des zweiten Matches zwischen Stefanos Tsitsipas und Diego Schwartzman lief ein Mann auf den Platz und entzündete ein Feuer. Wie ein Augenzeuge berichtete, geriet dabei der Arm des Störers kurz in Flammen. Sicherheitspersonal löschte das Feuer umgehend und trug den Mann aus der Halle. Das Match zwischen Tsitsipas und Schwartzman wurde ohne Verzögerung fortgesetzt.

Der Grieche gewann das Match mit 6:2 6:1 und brachte Team Europe damit mit 2:0 in Führung, nachdem zuvor schon Casper Ruud aus Norwegen gegen den US-Amerikaner Jack Sock gewonnen hatte.gewann. Beim Laver Cup spielt von Freitag bis Sonntag ein Europa-Team gegen eine Auswahl mit Tennis-Spielern aus dem Rest der Welt. Es ist das letzte Turnier, an dem Tennis-Star Roger Federer teilnehmen wird. Der Schweizer hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass er seine Laufbahn nach drei Knie-Operationen beenden muss.

18:06 Uhr

Rad-Star fährt mit gebrochenem Ellenbogen um WM-Gold

Trotz eines gebrochenen Ellenbogens startet der niederländische Rad-Star Annemiek van Vleuten am Samstag beim WM-Rennen im australischen Wollongong. Das gab ihr Team Movistar bekannt. Die 39-Jährige zählt trotz der Verletzung zu den Favoritinnen des 164,3 Kilometer langen Rennens am Samstag. Van Vleuten war 2019 bereits Weltmeisterin, gewann 2017 und 2018 das berühmte Regenbogentrikot im Einzelzeitfahren. Bei den Olympischen Spielen von Tokio holte sie Silber im Straßenrennen und Gold im Zeitfahren.

Van Vleuten war im Team-Mixed-Zeitfahren im Mittwoch kurz nach dem Start offenbar wegen eines technischen Defekts gestürzt. Nach dem Rennen teilte die Siegerin der Tour de France Femmes mit, es handele sich um einen stabilen Bruch, bei dem keine Operation notwendig sei. Einen Start im Straßenrennen werde sie von den Schmerzen abhängig machen. Diese hat van Vleuten offensichtlich im Griff.

17:31 Uhr

Fan das Handy weggeschlagen? Ronaldo vom Verband angeklagt

Cristiano Ronaldo von Manchester United ist wegen eines Wutausbruchs nach einem Premier-League-Spiel in der vergangenen Saison vom englischen Verband FA angeklagt worden. Sein Verhalten nach dem Spiel beim FC Everton am 9. April (0:1) sei unangemessen und/oder gewalttätig gewesen, hieß es in der FA-Mitteilung.

In einem Video sieht es so aus, als ob Ronaldo einem jungen Fan das Handy aus der Hand schlägt. Das hatte für große Empörung gesorgt. Die Polizei in Liverpool hatte daher Ermittlungen wegen möglicher Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet, es aber am Ende bei einer Verwarnung belassen.

Ronaldo hatte sich schon kurz nach dem Vorfall öffentlich für seinen Ausraster entschuldigt und den Fan zu einem Fußballspiel in Manchester eingeladen. "Es ist nie leicht, in schwierigen Momenten wie diesen, mit dem wir konfrontiert sind, seine Emotionen zu kontrollieren", schrieb Ronaldo bei Instagram.

17:10 Uhr

Deutschland bemüht sich um Eishockey-WM 2027

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat sich um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2027 beworben. Die weiteren Kandidaten für das Großevent sind Kasachstan and Norwegen, das gab der Weltverband IIHF bekannt. Deutschland war bereits achtmal WM-Gastgeber. Zuletzt 2017 gemeinsam mit Frankreich, als in Köln und Paris gespielt wurde. Mit welchen Austragungsorten der DEB für 2027 ins Rennen gehen wird, ist noch nicht bekannt.

Kasachstan war noch nie Gastgeber, für Norwegen geht es um die dritte WM-Ausrichtung nach Oslo 1958 und Lillehammer/Oslo/Hamar 1999. Die Vergabe der WM 2027 wird beim IIHF-Kongress in Tampere/Finnland im Mai 2023 erfolgen.

16:39 Uhr

Leverkusen weist unschönes Trainer-Gerücht von sich

Bayer Leverkusen hält nicht mangels Alternativen, sondern aus Überzeugung an Trainer Gerardo Seoane fest. Das versicherte Klubchef Fernando Carro im "Kölner Stadt-Anzeiger". "Es gibt einen Trainermarkt und es ist unsere grundsätzliche Pflicht, diesen zu kennen und Zugang zu haben", sagte Carro: "Aber wir halten an Gerardo Seoane fest, weil wir davon überzeugt sind, dass die Wende mit ihm gelingt. Und nicht, weil wir keine Alternative haben."

Der Schweizer habe in seinem ersten Jahr "bewiesen, dass er ein exzellenter Trainer und Leader ist". Und, so Carro: "Einzelne Resultate allein ändern erstmal nichts an der Qualität des Trainers." Dennoch müsse Seoane, der mit seinem Team bisher sechs von zehn Pflichtspielen verloren hat, bald liefern. Aber: "Wir brauchen in diesem Herbst möglichst frühe und deutliche Signale für eine Rückkehr zu Stabilität und Erfolg."

15:57 Uhr

"Muss noch viel lernen": U21-Coach bremst Hype um BVB-Youngster

U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo bremst weiter die Erwartungen an Top-Talent Youssoufa Moukoko. "Er ist noch ein junger Spieler, der viel lernen muss. Er wird jetzt im November erst 18 Jahre alt. Das darf man nicht vergessen", sagte Di Salvo vor dem Länderspiel (18.15 Uhr/ProSieben Maxx) gegen Frankreich bei Sky. Moukoko brauche Zeit, "weiterhin zu reifen".

Der Stürmer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hatte zuletzt im Derby gegen Schalke 04 nach seiner Einwechslung das Siegtor per Kopf erzielt. "Es gibt Phasen, in denen er nicht spielt. Das ist ganz normal in Dortmund", sagte Di Salvo: "Er muss versuchen, dort immer mehr Spielzeit zu bekommen. Das Vertrauen hat er von Edin Terzic, das Vertrauen hat er auch bei uns." Für die deutsche U21 hat Moukoko in vier Spielen bereits sechs Tore erzielt.

15:37 Uhr

Fußball-Weltmeister macht's ohne Ball: Kaka gibt Debüt in Berlin

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(Foto: dpa)

Der frühere brasilianische Fußballstar Kaka läuft am Sonntag in Berlin seinen ersten Marathon - und setzt sich dabei ein ambitioniertes Ziel. "Ich will um die 3:40 Stunden laufen. Wenn ich mich gut fühle, geht vielleicht noch mehr", sagte der Weltmeister von 2002 am Freitag in der deutschen Hauptstadt. Der langjährige Milan- und Real-Profi geht dabei zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater auf die 42,195 Kilometer lange Strecke.

"Ich freue mich sehr und bin genauso aufgeregt wie vor Fußballspielen früher", sagte Kaka, der sich mit seinem Trainer zusammen auf Berlin als ersten Marathon geeinigt hatte: "Das ganze Paket hat mich überzeugt. Eine tolle Stadt mit einem tollen Marathon." Kaka, Weltfußballer des Jahres 2007, hatte seine Karriere 2017 beendet.

15:03 Uhr

DFB-Verteidiger: Spieler nicht in Pflicht, gegen Katar aufzubegehren

Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck sieht die Profis nicht in der Pflicht, gegen die WM in Katar aufzubegehren. "Wir Spieler können aus meiner Sicht ohnehin wenig beeinflussen, das ist in erster Linie eine Sache der Funktionäre und der Politik", sagte der Innenverteidiger von Borussia Dortmund dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Wir Sportler haben das Turnier nicht nach Katar vergeben."

  • Die Aufgabe der Nationalmannschaft sei es ab dem Auftaktspiel gegen Japan am 23. November, "maximalen Erfolg zu haben".
  • Er wünsche sich allerdings, "dass die WM zu einer weiteren Öffnung in Katar beitragen kann. Ich hoffe, dass jeder, der Bock auf die WM hat, auch vor Ort sein kann und wird."
14:22 Uhr

"Brauchen größere Liga": Fußball-Boss macht Druck beim DFB

Vor dem nächsten Spiel der Bundesliga-Fußballerinnen in einem großen Stadion hat Hoffenheims Manager Ralf Zwanziger massive Veränderungen in der höchsten Spielklasse gefordert. "Wir brauchen einen anderen Spielplan. Acht von elf Heimspielen finden in der Schlechtwetterphase zwischen Oktober und April statt", sagte der Abteilungsleiter der TSG der "Frankfurter Rundschau". Sein Team tritt am Samstag (17.55 Uhr/ARD und im ntv.de-Liveticker) in der Sinsheimer Arena, wo sonst die Männer spielen, gegen Meister VfL Wolfsburg an.

Ein weiteres großes Problem sind nach Ansicht Zwanzigers die riesigen weißen Flecke auf der Landkarte der Frauen-Bundesliga: "Wir brauchen eine größere Liga." Gerade dann, wenn bald immer mehr Profivereine der Männer auch bei den Frauen nach oben drängen.

13:41 Uhr

Nach Aussortierung: Nico Schulz gibt überraschendes Comeback beim BVB

Nico Schulz spielt bei Borussia Dortmund keine Rolle mehr, der Verein wird ihn auf dem Transfermarkt aber nicht los. Nun bekommt er während der Länderspielpause bei der U23 eine neue Chance. Gestern stand der 29-Jährige überraschend in der Startelf des Drittliga-Teams im Testspiel gegen die Go Ahead Eagles Deventer aus den Niederlanden.

  • Laut "Ruhr Nachrichten" habe es zuvor ein "entscheidendes Gespräch" zwischen Schulz und Cheftrainer Edin Terzic gegeben.
  • Es sei möglich, dass Schulz in der U23 bleibt, ein Gespräch mit Sportdirektor Sebastian Kehl soll der Zeitung zufolge anstehen.
  • Der Vertrag des Verteidigers läuft bis Juni 2024. Sein letzter Einsatz in einem Pflichtspiel war am vorletzten Spieltag der Bundesliga gegen Absteiger Greuther Fürth.
13:08 Uhr

"Einfach falsch": Was Hitzlsperger von der WM hält

DFB-Botschafter Thomas Hitzlsperger hat die Vergabe der WM 2022 nach Katar auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Homosexualität scharf verurteilt. "Wenn ich in ein Land reise, in dem nicht ganz klar ist, ob ich eingesperrt werden oder sogar zu Tode verurteilt werden kann, dann ist das einfach falsch", sagte der ehemalige Nationalspieler im Podcast "Mehr als ein Spiel" der DFB-Stiftungen.

  • Katar steht wegen der Missachtung von Menschenrechten stark in der Kritik, Homosexualität ist dort verboten.
  • "Wir sind uns auch einig, dass in Zukunft nicht mehr der Fall sein kann, dass eine Großveranstaltung in ein solches Land vergeben wird, wo derartige Menschenrechte vorherrschen. Die Verbesserung muss dahin gehen, dass die FIFA andere Kriterien anlegt und umsetzt", sagte Hitzlsperger.
  • Ob er selbst nach Katar fahren wird, weiß der 40-Jährige noch nicht: "Ich werde die WM vermutlich als Experte kommentieren, das ist die Idee. Ich weiß nicht, ob ich vor Ort sein werde, aber ich stelle mir vor, dass ich es kommentieren werde. In welcher Ausprägung, in welcher Dimension, kann ich heute noch nicht genau sagen."
07:58 Uhr

"If I speak, I'm in trouble": Roma-Trainer José Mourinho tritt in Rap-Video auf

Fußball-Startrainer José Mourinho scheint einen neuen Karrierezweig für sich entdeckt zu haben. Im kürzlich veröffentlichen Musikvideo des britischen Rappers Stormzy zu seinem Song "Mel Made Me Do It" fungiert der 59 Jahre alte Portugiese als Schauspieler in einer Nebenrolle.

  • Der aktuelle Coach der AS Rom ist in dem Video einige Sekunden zu sehen - er hält dabei immer wieder seinen Finger an die Lippen. Die entsprechende Textzeile lautet "I prefer not to speak like I'm José" - "Ich ziehe es vor, nichts zu sagen - so wie José". Anschließend ist auch die Stimme Mourinhos zu hören.
  • Stormzy bezieht sich damit auf ein berühmtes Interview aus dem Jahr 2014, in dem der damalige Chelsea-Coach Mourinho einen Kommentar zur Schiedsrichterleistung verweigerte: "Ich ziehe es vor, nichts zu sagen. Wenn ich etwas sage, gerate ich in große Schwierigkeiten, und ich möchte nicht in große Schwierigkeiten geraten", sagte er damals.
  • Mourinho postete im Anschluss an die Veröffentlichung des Videos ein gemeinsames Foto mit dem Rapper, der bekennender Fan von Mourinhos Ex-Klub Manchester United ist und schrieb: "Es hat großen Spaß gemacht, diese Nebenrolle in Stormzys neuem Musikvideo zu spielen. Ich hatte eine tolle Zeit."
11:48 Uhr

Platz für Schumacher? Williams trennt sich von Hinterher-Fahrer

Der kanadische Formel-1-Pilot Nicholas Latifi und das Williams-Team gehen nach dem Saisonende getrennte Wege. Das gab der britische Rennstall bekannt. Der Vertrag des WM-21. läuft in diesem Jahr aus.

  • Als einziger Stammfaher ist er in dieser Saison noch ohne Punkt. Latifi gab sein Formel-1-Debüt für Williams 2020 beim Großen Preis von Österreich in Spielberg.
  • Bei bislang 55 Starts holte der 27-Jährige sieben WM-Punkte - im Vorjahr wurde er in Ungarn Siebter und in Belgien Neunter.
  • Williams setzt auch im kommenden Jahr auf Alex Albon, der neue Teamkollege des Thailänders soll "zu gegebener Zeit" benannt werden. Auch Mick Schumacher ist ein Kandidat.
  • "Ich weiß, dass keiner von uns bis zum Ende der Saison aufhören wird, alles zu geben", sagte Latifi: "Obwohl wir gemeinsam nicht die Ergebnisse erzielt haben, die wir uns erhofft hatten, war es eine fantastische Reise."
11:45 Uhr

Nur etwas Hoffnung für Hoffnungslauf: Deutschland-Achter muss umbauen

Ein Corona-Fall zwingt den Deutschland-Achter während der Ruder-WM in Tschechien zu einem Umbau der Crew. Vor dem für 12.45 Uhr angesetzten Hoffnungslauf, in dem das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) seine letzte Chance um den Einzug in das Finale nutzen will, wurde Julian Garth positiv auf das Virus getestet. Den Rollsitz des erkrankten Krefelders nimmt deshalb Max John aus dem Vierer ohne Steuermann ein.

Für das Großboot kommt dieser Umbau nach dem enttäuschenden vierten Rang im Vorlauf zur Unzeit. Schon vor der WM waren zwei aus beruflichen Gründen verhinderte Teammitglieder ersetzt worden. "Wir versuchen mit Max John im Hoffnungslauf durchzukommen und das Finale am Sonntag zu erreichen. Wir haben einmal zusammen trainiert, das hat ganz gut geklappt", sagte Achter-Trainer Uwe Bender.

11:22 Uhr

Latsch: "DFB ist vor Unrechtsstaat Katar eingeknickt"

Mit seiner neuen Kapitänsbinde will der DFB eigentlich ein Zeichen für mehr Diversität setzen. Doch das Unterfangen geht in den Augen von Timo Latsch nach hinten los. Die deutsche "Eigenkreation" sei unverständlich und am Ende "nichts Halbes und nichts Ganzes", sagt der ntv-Sportexperte.

10:52 Uhr

Nach Chelsea-Rauswurf: Tuchel droht offenbar Ausweisung aus England

Seit Anfang September ist Thomas Tuchel nicht mehr Trainer des FC Chelsea. Nach seinem Rauswurf lebt er aber weiter in London. Allerdings muss er sich offenbar nach einem neuen Wohnort umschauen. Einem Bericht des "Telegraph" zufolge droht dem 49-Jährigen die Ausweisung aus England.

  • Tuchel hatte sein Amt auf der Insel angetreten, als der Brexit, also der Ausstieg Großbritanniens aus der EU, bereits in Kraft getreten war. Für den FC Chelsea durfte er auf Grundlage eines Arbeitsvisums tätig sein. 90 Tage nach seiner Entlassung, also Anfang Dezember, sei es aber nun möglich, dass er das Land verlassen muss, so der "Telegraph".
  • Im Tuchel-Lager ist das Problem bekannt. "Wir werden uns an die Regeln des Vereinigten Königreichs halten und alle zukünftige Pläne daran anpassen. Es wurden noch keine finalen Entscheidungen getroffen", zitiert der "Telegraph" einen Repräsentanten des Übungsleiters, dessen Vertrag bei Chelsea noch bis 2024 datiert war.
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10:04 Uhr

Im Fall von Football-Pleite: Studentin droht, Atomreaktor in Luft zu jagen

Eine Studentin der University of Utah sitzt im Gefängnis, weil sie laut Polizei damit gedroht hat, einen Atomreaktor zu zünden, falls das Footballteam der Universität nicht gewinnen würde. Gegen die 21-Jährige wird nun laut ksl.com wegen der Androhung von Terrorismus ermittelt.

In der App Yik Yak habe sie "Gewaltandrohungen" gepostet. Sie erklärte demnach, "wenn das Football-Team das Spiel nicht gewinnen würde, (sie) den Atomreaktor in der Universität von Utah in die Luft jagen würde, was zu einer Massenvernichtung führen würde", wie es von der Polizei heißt. Die Ermittler stellten fest, dass die Studentin Kenntnis von dem Atomreaktor hat und "weiß, wo sich der Reaktor befindet, und dass sie den Unterricht in demselben Gebäude besucht, in dem der Reaktor untergebracht ist".

Die 21-Jährige habe behauptet, dass es sich um einen Scherz handle, doch weder Polizei noch Universität nehmen das auf die leichte Schulter. Die Uni teilte mit, dass sie "eine Null-Toleranz-Politik für diese Art von Drohungen" verfolge. Das Uni-Footballteam gewann übrigens 35:7 gegen das Team der San Diego State University.

09:18 Uhr

Einreiseverbot: Russen dürfen nicht bei NHL-Spielen in Tschechien antreten

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Trenin ist vom Bann betroffen.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Spiele der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL in Europa. Die Nashville Predators und die San Jose Sharks werden am 7. und 8. Oktober in der Prager O2-Arena zwei Spiele der regulären Saison bestreiten, es sind die ersten Partien außerhalb Nordamerikas seit Beginn der Corona-Pandemie. Die russischen Spieler der Teams dürfen aber nach einem Beschluss des tschechischen Außenministeriums nicht einreisen, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

  • Dies betrifft allerdings nur drei Spieler: Bei Nashville spielt der russische Stürmer Jakow Trenin und San Jose hat Alexander Barabanow im Kader sowie Jewgeni Swetschnikow, der sich mit einem Tryout-Vertrag im Trainingslager befindet.
  • "Wir können bestätigen, dass das tschechische Außenministerium einen Brief an die NHL geschickt hat, um darauf hinzuweisen, dass die Tschechische Republik oder jeder andere Staat in der (visafreien) Schengen-Zone den russischen Spielern derzeit keine Visa für die Einreise in unser Territorium ausstellen sollte", sagte der stellvertretende Außenminister Martin Smolek in einer Erklärung.
08:21 Uhr

Unrühmlicher Rekord im Betrügen: Tennis-Trainer wird lebenslang gesperrt

Wegen Spielmanipulationen in der Rekordanzahl von 64 Fällen ist der chilenische Tennis-Trainer Sebastian Rivera lebenslang gesperrt worden. Das gab die International Tennis Integrity Agency (ITIA) nach einer Anhörung des seit dem vergangenen Sommer suspendierten Coaches in London bekannt. Nie zuvor waren demnach bei einer so hohen Anzahl von Spielen von einer einzigen Person unerlaubte Versuche der Einflussnahme auf das Ergebnis unternommen worden.

  • Rivera darf nach dem Urteil weder nochmals als Trainer tätig werden noch selbst spielen und nicht einmal mehr Tennisspiele als Zuschauer besuchen. Zusätzlich muss der 36 Jahre alte Südamerikaner, der als Profi in der Weltrangliste bis auf Position 705 gekommen war, eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar bezahlen.
  • Die ITIA sah mehrere Verstöße Riveras gegen die Antikorruptionsregeln als erwiesen an. So soll der Tennis-Lehrer versucht haben, "den Ausgang einer Veranstaltung zu erfinden", außerdem Geld oder andere Vorteile als Gegenleistung dafür gefordert haben, die "die besten Bemühungen eines Spielers negativ zu beeinflussen".
07:21 Uhr

Meuterei in Spanien: Nationalteam verweigert Spiele unter Cheftrainer

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Vilda steht heftig in der Kritik.

(Foto: IMAGO/Agencia EFE)

Sie zählen als die großen Favoritinnen bei der Fußball-Europameisterschaft, scheiden dann aber schon im Viertelfinale in England aus: Spaniens Nationalteam der Frauen. Seitdem rumort es kräftig, gleich 15 Spielerinnen erklären nun dem spanischen Verband RFEF ihren Boykott, solange Jorge Vilda der Cheftrainer ist. Sie sehen ihre Gesundheit und ihren Gemütszustand beeinträchtigt.

  • Zudem mangele es Vilda an Qualifikation, zudem seien der Trainingsablauf und das schlechte Ergebniss bei der EM ein Grund.
  • Doch RFEF reagiert abweisend. Die Erklärungen der Spielerinnen seien "beispiellos in der Geschichte des Fußballs", man werde dem Druck nicht nachgeben.
  • Im Gegenteil, erklärte der Verband doch den Spielerinnen, dass ihre Weigerung Sperren zwischen zwei und fünf Jahren nach sich ziehen könnten.
  • Schon im August hatten Mitglieder der Nationalmannschaft beim RFEF-Präsidenten ihren Unmut geäußert und auch Vilda zum Rücktritt aufgefordert, der sich jedoch weigerte.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:26 Uhr

"Unangemessene intime Beziehung": NBA-Klub suspendiert Trainer

Die Boston Celtics haben weniger als einen Monat vor dem Saisonstart ihren Cheftrainer Ime Udoka für die kommende Spielzeit in der NBA suspendiert. Als Begründung nannte der Rekordmeister, mit dem Udoka zum Ende seiner ersten Saison als Cheftrainer im Finale gegen die Golden State Warriors noch um den Titel gespielt hatte, einen Verstoß gegen interne Regeln.

  • Eine Entscheidung zur Zukunft des 45 Jahre alten Trainers werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, hieß es. Mehrere US-Medien wie ESPN, "The Athletic" und die "Washington Post" berichteten, Udoka habe eine "unangemessene intime Beziehung" zu einer Angestellten der Celtics gehabt.
  • "Ich möchte mich bei unseren Spielern, Fans, der ganzen Celtics-Organisation und meiner Familie dafür entschuldigen, dass ich sie enttäuscht habe. Es tut mir leid, dass ich das Team in eine schwierige Situation gebracht habe und akzeptiere die Entscheidung", zitierten US-Medien eine Reaktion Udokas.
  • Wer seine Position für die Dauer der Suspendierung übernimmt, ist unklar. Als Favorit gilt sein Assistent Joe Mazzulla.
Mehr dazu lesen Sie hier.
05:56 Uhr

"Um WM-Titel mitspielen": Effenberg schwärmt vom "besten europäischen Team"

Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg traut der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine erfolgreiche WM in Katar zu. "Für mich ist die DFB-Elf aktuell das beste europäische Team. Ich sehe sie vor Frankreich, Spanien oder England", schrieb der 54-Jährige in seiner Kolumne für t-online. Es müsse "der Anspruch sein, um den WM-Titel mitzuspielen".

  • Personell rechnet Effenberg damit, dass Mats Hummels und Mario Götze noch auf den WM-Zug aufspringen, obwohl sie derzeit nicht zum Kader von Bundestrainer Hansi Flick für die Nations League gehören. "Wenn Hummels bei 100 Prozent ist, ist er der Innenverteidiger, der eigentlich gesetzt sein muss", so sein Urteil über den BVB-Star.
  • Der WM-Held Götze könne womöglich von der Verletzung von Marco Reus profitieren. Dadurch "öffnet sich die Tür für Mario Götze noch mal mehr", sagte Effenberg über den Neu-Frankfurter: "Wenn es nach dem Leistungsprinzip geht, wird auch er bei der WM dabei sein."
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