Freitag, 31. Juli 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger
22:15 Uhr

Skandal-Profi Antonio Brown kassiert NFL-Sperre

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Brown bei seinem kurzen Intermezzo bei den Patriots.

(Foto: picture alliance/dpa)

Star-Receiver Antonio Brown wird einen Großteil der kommenden Spielzeit in der US-Football-Profiliga NFL verpassen. Der derzeit vereinslose 32-Jährige wurde von der Liga für acht Spiele gesperrt und verpasst damit die Hälfte der regulären Saison. Die NFL begründete die lange Sperre mit "zahlreichen Verfehlungen" gegen den Verhaltenscodex der Liga. Unter anderem wird Brown in zwei Fällen sexuelle Belästigung vorgeworfen.

Der zu Glanzzeiten beste Receiver der Liga ist derzeit als Free Agent auf dem Markt, nachdem er in der vergangenen Spielzeit wegen diverser Verfehlungen innerhalb von zwei Wochen von zwei verschiedenen Teams gleich zweimal entlassen worden war. Zuletzt wurden zahlreiche Franchises als Interessenten gehandelt, allerdings wollten diese die Dauer der drohenden Sperre abwarten. Die Zahl der Anwärter auf seine Verpflichtung dürfte damit nun gesunken sein.

21:37 Uhr

Ausstiegsklausel gezogen - Fortuna verliert Abwehrchef Ayhan

Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf muss Abwehrchef Kaan Ayhan ziehen lassen. Der 25-Jährige soll seine Ausstiegsklausel gezogen haben und steht demnach vor einem Wechsel nach Italien. "Ja, es stimmt! Ich habe die Ausstiegsklausel gezogen, bin auch schon bei meinem neuen Verein in Italien. Mehr Informationen in den nächsten Tagen. Ich möchte nur schon mal sagen: Ich bedanke mich für vier fantastische Jahre bei Fortuna", schrieb er demnach in einer WhatsApp-Nachricht an die "Bild"-Zeitung.

Ayhan war 2016 vom FC Schalke 04 zur Fortuna gekommen und gehörte auch in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern. Laut "Bild" kann er den Verein dank der Klausel für zwei Millionen Euro verlassen, Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo könnte der neue Verein sein. Damit fällt der Umbruch bei der Fortuna immer größer aus, 16 Verträge waren mit dem Abstieg ohnehin ausgelaufen.

21:07 Uhr

Belgische Liga stockt nach Klage auf 18 Teams auf

Die erste belgische Fußball-Liga wird in den kommenden beiden Spielzeiten aufgestockt. Statt 16 Mannschaften werden 18 Teams in der Jupiler League antreten. Das gab die Liga nach einer Generalversammlung bekannt. Die Verantwortlichen reagierten damit auf eine erfolgreiche Klage des Absteigers Waasland-Beveren, der vor Gericht die Wiederaufnahme erzwungen hat. Das Handelsgericht Dendermonde hatte dem Club Recht gegeben und eine Strafe von 2,5 Millionen Euro pro Spiel verhängt, wenn Waasland-Beveren nicht wieder aufgenommen würde. Das Team hatte beim Abbruch der Saison in Belgien wegen der Coronavirus-Pandemie den 16. und damit letzten Platz belegt.

Um eine Zahl von 17 Mannschaften in der Ersten Liga zu vermeiden - hinzu wäre noch der Playoff-Gewinner der Zweiten Liga gekommen - dürfen beide Teams der Entscheidungsrunde aus dem Unterhaus in der kommenden Saison in der Topklasse antreten. Dabei handelt es sich um OH Leuven und K. Beerschot AV. Die neue Meisterschaft beginnt in Belgien in der kommenden Woche am 8. August.

20:16 Uhr

Neapel verpflichtet Ex-Buli-Stürmer für 50 Millionen Euro

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Victor Osimhen im Trikot des VfL Wolfsburg

(Foto: picture alliance / Peter Steffen)

Der italienische Fußball-Erstligist SSC Neapel hat den ehemaligen Wolfsburger Victor Osimhen verpflichtet. Über die Vertragsdetails des 21-Jährigen, der von 2017 bis 2018 für den VfL Wolfsburg aufgelaufen war, machte der Champions-League-Viertelfinalist keine Angaben. Der OSC Lille, der bisherige Klub des Mittelstürmers, erhält laut italienischen Medien eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro plus Bonus. Für die Franzosen erzielte Osimhen in der vergangenen Saison 18 Tore.

19:44 Uhr

Gina Lückenkemper sagt Teilnahme an Leichtathletik-DM ab

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Gina Lückenkemper

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch die deutsche Topsprinterin Gina Lückenkemper wird nicht bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig (8./9. August) an den Start gehen. Als Grund dafür nannte die Vize-Europameisterin über 100 m fehlendes Training nach muskulären Problemen. "Zwar trainiere ich seit Anfang Juli wieder normal, aber die Trainingswochen und entsprechende Vorbereitungsrennen, die man vor Deutschen Meisterschaften einfach braucht, fehlen mir. Darum werde ich die DM nur als Zuschauerin vor dem Fernseher verfolgen", sagte die 23-Jährige dem Westfälischen Anzeiger. Welche Wettkämpfe Lückenkemper in diesem Jahr noch bestreiten wird, ist offen. Vor Lückenkemper hatten bereits Topläuferin Konstanze Klosterhalfen sowie Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler ihre Teilnahme an der DM abgesagt.

18:44 Uhr

Löw lobt Ex-Weltmeister Höwedes in höchsten Tönen

Bundestrainer Joachim Löw hat den zurückgetretenen Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes in höchsten Tönen gelobt. "Auf ihn war Verlass. Er ist eine sehr reflektierte Persönlichkeit und auch unglaublich interessiert an Themen, die über den grünen Rasen hinausreichen. Ich wünsche ihm für seine Zukunft nur das Beste", sagte Löw über den langjährigen Schalker Kapitän, der in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sein Karriereende verkündet hatte. Höhepunkt Höwedes' Karriere war der Gewinn der WM 2014 in Brasilien, wo er in allen sieben Partien als Linksverteidiger zum Einsatz kam. Fünf Jahre zuvor hatte Höwedes mit der deutschen U21-Auswahl die Europameisterschaft gewonnen. Er habe "entscheidenden Anteil am WM-Sieg" gehabt, sagte Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff fügte hinzu: "Wir haben Benni nicht nur wegen all seinen sportlichen Qualitäten enorm geschätzt, sondern auch aufgrund seiner positiven und loyalen Art." Die Türen beim DFB stünden für Höwedes immer offen. Höwedes, der bereits vor einigen Wochen seinen Vertrag bei Lokomotive Moskau vorzeitig aufgelöst hatte, begründete seinen Schritt auch mit familiären Gründen.

17:54 Uhr

Union Berlin leiht Schlotterbeck-Bruder aus

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Tauschen in der neuen Saison den Arbeitsplatz: Nico (r.) und Keven Schlotterbeck.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fußball-Bundesligist Union Berlin hat U21-Nationalspieler Nico Schlotterbeck von Ligakonkurrent SC Freiburg ausgeliehen. Nachdem sein älterer Bruder Keven Schlotterbeck in der abgelaufenen Saison bereits auf Leihbasis bei den Eisernen spielte, geht Nico nun den gleichen Weg. Wie beide Vereine mitteilten, endet die Leihe des 20-Jährigen am 30. Juni 2021. Keven Schlotterbeck war nach der vergangenen Saison in den Breisgau zurückgekehrt.

"Mein Bruder hat mir einiges über Union berichtet und nach seinen Erzählungen bin ich auf den Verein und seine Fans sehr gespannt", sagte Nico Schlotterbeck: "Ich freue mich auf die Saison bei Union und hoffe, dort auch bald vor Publikum spielen zu können." Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert freut sich auf einen "hoch talentierten Verteidiger", der sein Potenzial in der Bundesliga bereits unter Beweis gestellt habe. Schlotterbeck absolvierte in der abgelaufenen Saison 13 Bundesliga-Partien für Freiburg, stand dabei aber nur dreimal in der Startelf.

15:52 Uhr

Was macht Vettel? Das 2. Freie Training in Silverstone jetzt live

Nico Hülkenberg kam in letzter Sekunde zu seinem Formel-1-Comeback, im 1. Freien Training konnte der Deutsche mit geliehenem Rennoverall und einer lahmen Pobacke auf Platz neun fahren. Wie es mit "Hulk" weitergeht und ob Sebastian Vettel nach einem verkorksten 1. Training was auf den Asphalt bringt, sehen Sie im Livestream.

14:33 Uhr

Kurzarbeit für Vettel, Bestzeit für Verstappen

Kurzarbeit für Sebastian Vettel wegen eines defekten Luftladekühlers an seinem Ferrari, erste Bestzeit für Red-Bull-Pilot Max Verstappen und ein beachtliches Comeback von Nico Hülkenberg im Racing Point: Schon im ersten freien Training zum britischen Grand Prix in Silverstone hatte die Formel 1 einiges zu bieten.

Das Interesse galt vor allem Hülkenberg, der neun Monate nach seiner Ausmusterung bei Renault als Ersatz des positiv auf Corona getesteten Mexikaners Sergio Perez an diesem und am nächsten Wochenende bei Racing Point einspringt. Zwar klagte der 33-Jährige zwischenzeitlich über eine taube Pobacke in einem noch nicht optimal angepassten Sitz, beendete das erste freie Training aber in den Top 10.

So weit kam Vettel nicht, er brachte nur zwei Runden zustande, ehe ihn ein Defekt an der Kühlung des Ferrari ausbremste. Bis dahin hatte der viermalige Weltmeister noch keine Zeit auf der Uhr. Ab 16 Uhr (im Livestream auf ntv.de) steht das 2. Freie Training an.

13:29 Uhr

RB verlängert Vertrag mit umworbenem Upamecano

Abwehrspieler Dayot Upamecano hat seinen Vertrag bei RB Leipzig vorzeitig bis 2023 verlängert. Das teilte der Verein am Freitag mit. Der 21-jährige Franzose bekommt vom Fußball-Bundesligisten die Chance eingeräumt wie zuletzt Timo Werner. Mit der Verlängerung kann er entweder für eine fixe Ablöse, in Medien ist übereinstimmend von rund 50 Millionen Euro die Rede, den Verein im kommenden Sommer verlassen oder auch seinen Vertrag erfüllen.

Der französische Abwehrspieler kam 2017 vom Schwesterklub RB Salzburg für rund zehn Millionen Ablöse nach Leipzig und entwickelte sich seitdem zu einem Top-Verteidiger. Bei vielen Top-Clubs steht er auf der Wunschliste.

13:01 Uhr

Jetzt live: "Hulk" dreht die ersten Runden, Vettel hat mal wieder Probleme

Nico Hülkenberg hat bei seinem Blitz-Comeback in der Formel 1 seine erste Runden für Racing Point absolviert. Der Rheinländer steuerte am Freitag um 12.12 Uhr deutscher Zeit seinen Wagen auf den Silverstone Circuit. Der 32-Jährige hatte Ende vergangener Saison kein Cockpit mehr bekommen und übernahm nach dem positiven Test auf das Coronavirus beim Mexikaner Sergio Perez kurzfristig den frei gewordenen Platz. Für Sebastian Vettel war die erste Trainingseinheit in England schnell vorbei. Wegen eines Problems an der Kühlung seines Ferrari musste der Hesse vorzeitig an die Box kommen, um das Problem beheben zu lassen. Wie es weiter geht? Sehen jetzt im Stream zum 1. freien Training in Silverstone.

11:56 Uhr

Das "Hulk"-Comeback startet! Das 1. Freie Training in Silverstone jetzt live

Nico Hülkenberg kehrt für Racing Point in die Formel 1 zurück! Der Deutsche ersetzt mindestens zwei Grand Prix lang den positiv auf das Coronavirus getesteten Stammfahrer Sergio Perez. Wie sich das Blitz-Comeback anlässt, sehen Sie jetzt im Stream zum 1. freien Training in Silverstone.

10:09 Uhr

"Monster" Ibrahimovic will nicht mehr weg aus Mailand

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Gerade erst mit dem Aufwärmen fertig geworden: Zlatan Ibrahimovic.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Der schwedische Fußball-Altstar Zlatan Ibrahimovic fordert von seinem Klub AC Mailand eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre und ein Gehalt von fünf Millionen Euro plus Boni. Die Prämien sollen an die Zahl der Tore und den Erfolg der Mannschaft gekoppelt sein. Das berichtete die "Gazzetta dello Sport". Die Verhandlungen mit dem lombardischen Traditionsklub führt Ibrahimovics Manager Mino Raiola.

Ziel des Schwedens sei es, seinen 40. Geburtstag bei Milan zu feiern. Der Stürmer liebäugele auch mit einer zweiten Karriere im Management des Klubs, berichtete das Blatt. Ibrahimovic war im Winter zum Ex-Meister zurückgekehrt und hatte in den vergangenen Wochen maßgeblichen Anteil am Höhenflug von Milan. Für die Saisonhälfte kassierte er drei Millionen Euro.

"Ich wärme mich gerade erst auf", sagte er nach dem jüngsten Spiel gegen Genua, bei dem ihm ein Doppelpack. "Monster Ibrahimovic", titelte die "Gazzetta dello Sport" und kommt zu dem Schluss: "Er hat ein Elixir getrunken, um immer jung zu bleiben."

09:24 Uhr

Hoffnung mit dickem "aber": Verstappens düstere Prognose

Eigentlich wollte Red Bull mit Shootingstar Max Verstappen am Steuer in dieser Saison Mercedes an der Spitze angreifen. Nun aber kann man sich kaum der Angriffe von hinten erwehren. Entsprechend düster fällt die Prognose des Niederländers vor dem Rennen in Silverstone aus.

08:28 Uhr

FC Bayern kann "auf Topniveau inzwischen mithalten"

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David Alaba ist einer der letzten Spieler, der es aus dem Bayern-Nachwuchs dauerhaft zu den Profis geschafft hat.

(Foto: SVEN SIMON/Frank Hoermann/POOL_Sportphoto_Perenyi )

Jochen Sauer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Fußball-Rekordmeister Bayern München, hält die Jugendabteilung der Münchner auf europäischem Topniveau wieder für konkurrenzfähig. "Ich glaube, dass wir uns im Nachwuchsbereich in Europa wieder in einer breiten Spitzengruppe befinden", sagte Sauer der Abendzeitung (Freitagsausgabe). "Und da gehört der FC Bayern auch hin."
Zwar gebe es auf internationaler Bühne noch andere sehr gute Adressen wie "RB Salzburg, die Topklubs in Frankreich mit Paris Saint-Germain, den FC Barcelona, einige englische Klubs". Da werde "auch auf Topniveau gearbeitet, aber da können wir inzwischen mithalten", betonte der 47-Jährige.

07:56 Uhr

Rummenigge findet Infantino gut - "eigentlich"

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Fifa-Präsident Infantino bekommt es mit der Schweizer Justiz zu tun.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hält Gianni Infantino auch nach der Eröffnung des Strafverfahrens in der Schweiz "eigentlich" für einen guten Fifa-Präsidenten. "Ich kenne ihn sehr lange", sagte Rummenigge im Interview mit "BR24 Sport". Der Schweizer sei "eigentlich ein Freund des Fußballs und dem Fußball auch sehr positiv zugetan. Und ich hoffe, dass er die Dinge geregelt kriegt, weil eigentlich wäre er der richtige Mann, um die Fifa dann hoffentlich auch wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen."

Die Schweizer Staatsanwaltschaft wirft Infantino wegen geheimer Treffen mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung vor. Das Strafverfahren wurde am Donnerstag eröffnet, angeklagt wird auch ein bei den Treffen ebenfalls anwesender Oberstaatsanwalt. Eine Anklage gegen Lauber soll folgen. Infantino und die FIFA weisen die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.

07:07 Uhr

DHB-Vize Hanning findet, "es bedarf nicht mehr eines Menschen wie mir"

Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), zieht schon jetzt ein positives Fazit seiner im kommenden Jahr endenden Amtszeit beim DHB. "Wir sind noch lange nicht fertig, aber es bedarf jetzt nicht mehr eines Menschen wie mir", sagte der 52-Jährige dem "Focus". "Ich habe immer wieder Ärger auf mich gezogen, auch bewusst provoziert. Mich auszuhalten ist ja nicht so einfach."

Er sei für den Verband verdammt notwendig gewesen, weil er von innen heraus hätte operieren können. "Die Rolle, die ich gehabt habe, wird es so nie wieder geben, und viele werden sagen: Das ist gut so", sagte der häufig polarisierende DHB-Vize. Schon seit einiger Zeit steht fest, dass Hanning sich künftig ganz auf seinen Job als Geschäftsführer der Füchse Berlin konzentrieren will.

In der Verantwortung beim DHB hatte Hanning unter anderem die Entlassung des ehemaligen Bundestrainers Christian Prokop kurz nach dem fünften Platz bei der EM 2020 viel Kritik eingebracht. "Ich habe zwei Mal versucht ihn anzurufen - er hat sich nicht gemeldet", sagte Hanning: "Zu solchen Gesprächen muss man bereit sein. Wenn er das zum jetzigen Zeitpunkt nicht ist, muss man das akzeptieren."

06:34 Uhr

Fans im Stadion? DFL-Verhalten ist "inakzeptabel"

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Derzeit machen höchstens pappkameraden die Bundesligaränge voll.

(Foto: picture alliance/dpa)

Pharmakologe Fritz Sörgel übt weiter massive Kritik an den Plänen der Deutschen Fußball-Liga (DFL), ohne vorherige Risikountersuchungen Fans trotz anhaltender Corona-Pandemie wieder in die Stadien zu lassen. "Dass ausgerechnet die DFL, die finanziell am besten aufgestellte Organisation im Sport- und Unterhaltungswesen in Deutschland, keine eigene Studie entwickelt hat, ist inakzeptabel", sagte der Nürnberger den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Sörgel verweist auf fallende Temperaturen im Herbst, die ein Infektionsrisiko in den Stadien erhöhen könnten: "Im November haben wir Temperaturen unter zehn Grad, es ist nebelig. Man hatte genug Zeit im Labor, bei gesunden Probanden zu untersuchen, welche Auswirkungen das auf die Ansteckungsgefahr hat." Derzeit arbeiten alle Bundesliga-Klubs an Konzepten für die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien. Gleichzeitig vermeldete das Robert Koch-Institut ein Ansteigen der Corona-Infektionszahlen

06:11 Uhr

NBA geht zum Restart (fast) geschlossen auf die Knie

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Die Superstars der L.A. Lakers protestierten - und gemeinsam mit ihnen auch Trainer und Betreuer.

(Foto: USA TODAY Sports)

Zum Auftakt der Rest-Saison in der NBA haben sich alle Basketballer der beteiligten Mannschaften unmittelbar vor dem Abspielen der US-Nationalhymne hingekniet. Wie im ersten Duell der Utah Jazz mit den New Orleans Pelicans trugen am Donnerstagabend (Ortszeit) auch die Profis der Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James und der Los Angeles Clippers zudem schwarze T-Shirts mit weißer Schrift und dem Slogan "Black lives matter" (Schwarze Leben zählen).

Auch alle im TV sichtbaren Trainer, Betreuer und Schiedsrichter beteiligten sich im zweiten Spiel an dem symbolischen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und knieten nieder.

"Ich respektiere den gemeinsamen friedlichen Protest unserer Mannschaften für soziale Gerechtigkeit und werde unter diesen Umständen die lange existierende Regel, die das Stehen bei der Nationalhymne einfordert, nicht durchsetzen", sagte NBA-Boss Adam Silver nach Angaben von US-Medien in einer Reaktion.