Freitag, 06. Januar 2023Der Sport-Tag

07:08 Uhr

"Können sie nicht geil finden": FC Bayern startet in komplizierte Katar-Gespräche

Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hat den Beginn der Gespräche mit Qatar Airways angekündigt. Den Ausgang der Verhandlungen mit dem von vielen Fans kritisch gesehenen Sponsor ließ er in einem Interview der "Bild" offen. "Zunächst wird es darum gehen, Bilanz zu ziehen und dann gegenseitig die Interessen neu auszuloten", sagte Kahn vor der Abreise des deutschen Fußball-Rekordmeisters ins Trainingslager nach Doha in Katar. Sie würden sportliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen diskutieren, sagte Kahn.

  • Die Fluglinie Qatar Airways ist seit dem Sommer 2018 Sponsor beim FC Bayern. Der Vertrag läuft in diesem Jahr aus. WM-Gastgeber Katar wird wegen der Menschenrechtslage und Situation für ausländische Arbeiter scharf kritisiert.
  • Der Fanclub-Dachverband Club Nr. 12 forderte kurz vor dem Abflug der Bayer-Profis auch ein Ende der Zusammenarbeit. "Wie und von wem, ist zweitrangig", sagte der Sprecher der Vereinigung aktiver Bayern-Fans, Alexander Salzweger, den Portalen "Spox" und "Goal". "Ich kann mir vorstellen, dass Katar keine Lust mehr auf einen Verein wie Bayern hat. Es gibt die ganze Zeit Diskussionen, sie müssen Vertreter zu Round Tables schicken und werden bei jeder Mitgliederversammlung angegriffen: Das können sie nicht geil finden."
06:03 Uhr

"Kurzfristiges Geschäft": Kahn äußert sich zu "ungeheuer schwieriger" Torwartsuche

Oliver Kahn hat keine Zweifel an Manuel Neuers Motivation bei einer Rückkehr nach dessen Unterschenkelfraktur. "Wir kennen Manuel: Er wird alles dafür geben, um in Topform zurückzukommen", sagte der Vorstandschef des FC Bayern München und ehemalige Nationaltorwart in einem Interview der "Bild". Und ein Neuer in Topform sei nach wie vor "absolute Weltklasse", betonte Kahn.

Neuer hatte sich bei einer Skitour im Dezember einen Bruch des rechten Unterschenkels zugezogen, in dieser Saison dürfte er nicht mehr spielen können. Sie würden hoffen, dass die Rehabilitationszeit ohne Komplikationen verlaufe, sagte Kahn. "Aber Fußball ist ein kurzfristiges Geschäft, wir müssen uns im Hier und Jetzt Gedanken machen", erklärte der 53-Jährige.

Kahn räumte dabei aber auch ein, dass es "natürlich ungeheuer schwierig" sei, Neuer in der Winterpause zu ersetzen, "zumal nicht gerade viele Vereine Lust haben, ihre Nummer 1 abzugeben".

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