Mittwoch, 16. Oktober 2019Der Sport-Tag

23:50 Uhr

Friedrich/Hinze gewinnen Silber bei der Bahnrad-EM

Lea Sophie Friedrich aus Dassow und Emma Hinze aus Cottbus haben am ersten Tag der Bahnradsport-Europameisterschaften in Apeldoorn die Silbermedaille im Teamsprint gewonnen. Das Duo unterlag in 33,179 Sekunden im Finale gegen Titelverteidiger Russland (32,496). Die erst 19-jährige Friedrich war nach dem überraschenden Rücktritt von Miriam Welte (Kaiserslautern) vor drei Wochen kurzfristig in die Mannschaft gekommen. Platz drei ging an die Niederlande.

21:45 Uhr

146 Millionen Euro Rekordverlust: AC-Mailand-Bilanz so schlecht wie nie

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Der AC Mailand strauchelt nicht nur in der Liga, sondern auch finanziell.

(Foto: imago images/Gribaudi/ImagePhoto)

15 Monate nach dem Einstieg der US-Fonds Elliott um den Großunternehmer Paul Singer hat der italienische Fußball-Erstligist AC Mailand die schlechtesten finanziellen Resultate seiner Vereinsgeschichte bekannt gegeben. Der Mailänder Spitzenklub hat das bis zum 30. Juni laufende Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Rekordverlust von 145,9 Millionen Euro abgeschlossen, das sind 20 Millionen mehr als im Zeitraum 2017/2018. Dies teilte der Klub am Mittwoch mit.

Die Ausgaben kletterten um 5,1 Prozent auf 373 Millionen Euro, während der Umsatz um 6,1 Prozent auf 241,1 Millionen Euro fiel. Einziger Trost sind die Einnahmen durch die TV-Übertragungsrechte, die von 109,3 Millionen Euro auf 113,8 Millionen Euro anwuchsen. Auch sportlich läuft es für Milan derzeit nicht nach Plan. Wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay wurde der 18-malige italienische Meister vor Saisonbeginn von der Europa League ausgeschlossen. In der Serie A liegen die Rossoneri mit neun Punkten nach sieben Spieltagen als 13. weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Coach Marco Giampaolo wurde in der Vorwoche beurlaubt und durch Stefano Pioli ersetzt.

22:48 Uhr

"Ungesunde Züge": Paderborns Baumgart kritisiert Buli-Entwicklung

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(Foto: imago images/Nordphoto)

SC Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat die Entwicklung der Fußball-Bundesliga kritisiert. Der Coach des Aufsteigers verstehe zwar, dass die Liga "Show" ist und "alle viel Geld verdienen wollen". "Aber es nimmt mittlerweile ungesunde Züge an. Oft geht es dabei leider gar nicht mehr um Sport", monierte Baumgart im Interview mit der "Sport Bild". "Der reine Fußball wird immer irrelevanter."

Der 47-Jährige ärgert sich vor allem über die vielen "Randnotizen", die seiner Meinung nach viel zu groß besprochen werden. "Wenn ich nur an das Thema Gelbe Karten und Sperren für Trainer denke, das artet doch schon ins Lächerliche aus", sagte Baumgart.

22:11 Uhr

Beinahe-Weltrekord: Deutschland gegen England vor 90.000 Fans

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Giulia Gwinn und die DFB-Elf können sich beim Gastspiel in England auf ein volles Haus freuen.

(Foto: imago images/foto2press)

Das Gastspiel der deutschen Frauen im Fußball-Tempel Wembley ist offiziell ausverkauft. Wie der englische Verband FA am Mittwoch mitteilte, wurde für das Länderspiel am 9. November (18.30 Uhr) das Maximum von 90.000 Tickets abgesetzt. Nie zuvor sahen mehr Besucher ein Heimspiel der Lionesses.

Die bisherige Bestmarke des Gastgebers der Frauen-EM 2021 liegt bei 45.619 Zuschauern, die im November 2014 ebenfalls im Nationalstadion ein 0:3 gegen die DFB-Auswahl sahen. Den Weltrekord im Frauenbereich verfehlen die Engländerinnen allerdings knapp. Der steht bei 90.185 Zuschauern im WM-Finale 1999 zwischen den USA und China in Los Angeles.

21:45 Uhr

Bayern- und Wolfsburg auf Kurs Königsklassen-Viertelfinale

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München und des VfL Wolfsburg haben Kurs auf das Viertelfinale in der Champions League genommen. In den Achtelfinalhinspielen kamen die Münchnerinnen am Mittwoch zu einem 5:0 (3:0)-Sieg bei Kasygurt Schymkent in Kasachstan. Der deutsche Meister und Pokalsieger aus Wolfsburg besiegte am Abend den niederländischen Vertreter FC Twente Enschede mit 6:0 (2:0).

Zsanett Jakabfi hatte in der AOK-Arena von Wolfsburg das Heimteam mit zwei Treffern in der 24. und 37. Minute in der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Dominique Bloodworth (60., 89.) sowie Pernille Harder (71.) und Fridolina Rolfö (78.) trafen nach dem Seitenwechsel. Für den FC Bayern München erzielten Jovana Damnjanovic (23. Minute) und Lina Magull per Doppelpack (29./38.) eine beruhigende Pausenführung. Emily Gielnik (73.) und Nicole Rolser (80.) schraubten das Resultat in die Höhe. "Ich bin mit dem Spiel über weite Strecken sehr zufrieden", sagte Trainer Jens Scheuer. "Der Sieg ist auch in der Höhe verdient, das Selbstvertrauen müssen wir jetzt in die nächsten Partien mitnehmen." Die Achtelfinal-Rückspiele finden am 30. Oktober (jeweils 19.00 Uhr) statt.

20:38 Uhr

Videobeweis: Konstanze Klosterhalfen trainiert weiter in den USA

Andy Murray erreicht beim ATP-Turnier in Antwerpen die zweite Runde, Donald Trump ehrt Eishockey-Stars im Weißen Haus und Leichtathletik-WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen trainiert weiter in den USA.

19:51 Uhr

Italienische Nationalmannschaft stellt Uralt-Rekord ein

Überschwänglich feierten die italienischen Medien den viermaligen Fußball-Weltmeister Italien, der gestern einen 81 Jahre alten Rekord eingestellt hat. 1938 hatten die Azzurri unter dem legendären Trainer Vittorio Pozzo acht Siege in Folge errungen. Dies schaffte Chefcoach Roberto Mancini mit seinem Team durch ein 5:0 in Liechtenstein ebenfalls und schrieb italienische Fußball-Geschichte. "Mancini wird zur italienischen Legende", schrieb der "Corriere dello Sport". Das EM-Ticket hatten die Italiener bereits am vergangenen Samstag durch das 2:0 gegen Griechenland gelöst.

"Wir haben Pozzos Rekord eingestellt, jetzt müssen wir wie er zwei Weltmeisterschaften und eine Olympiamedaille erobern. Ich würde mich mit einem EM-Titel begnügen", scherzte der 54-jährige Mancini. Er sieht allerdings sogar noch Steigerungsbedarf bei seinem Team. "Ich habe positive Antworten von der Mannschaft erhalten, doch wir können in Sachen Qualität noch weiter wachsen", analysierte Mancini.

19:12 Uhr

Videobeweis: Messi mit Goldener-Schuh-Sixpack

Fußball-Star Lionel Messi trifft in der vergangenen Saison satte 36 Mal für den FC Barcelona. Damit ist der Argentinier der beste Stürmer Europas, weshalb er mit dem Goldenen Schuh, der seit 1997 vom Verband European Sports Media vergeben wird, auszeichnet wird - und das zum dritten Mal in Folge und insgesamt zum sechsten Mal.

18:33 Uhr

Wegen Separatisten: Verliert Barça sein Clásico-Heimspiel an Real?

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Barcelona-Fans schwingen Pro-Unabhängigkeits-Flaggen im Camp Nou.

(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Die spanische Fußball-Liga will den Clásico zwischen den Spitzenclubs FC Barcelona und Real Madrid am 26. Oktober (13.00 Uhr) vom katalanischen Camp Nou ins Bernabéu-Stadion in der Hauptstadt verlegen lassen. Grund seien Sicherheitsbedenken, da an diesem Tag in Barcelona eine Großdemo der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die harten Gerichtsurteile für die Separatistenführer der Region geplant sei, zitierten Medien die Liga, die einen entsprechenden Antrag beim spanischen Verband (RFEF) eingebracht habe.

Das zuständige Komitee des Verbandes müsse nun ein Verfahren zu dem Gesuch eröffnen und beide Clubs konsultieren, so die Zeitung "El País". Wenn dem Antrag zugestimmt werden sollte, würde das Rückspiel am 1. März 2020 in Barcelonas Camp Nou ausgetragen. Die Sportzeitung "Marca" berichtete am Mittwoch, dass beide Clubs den Antrag ablehnen und das Heimrecht nicht tauschen wollen. Neun Separatistenführer aus Katalonien waren am Montag vom Obersten Gericht in Madrid wegen ihrer Rolle bei dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum von 2017 zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der FC Barcelona hatte die Justizentscheidung in einer Mitteilung kritisiert und einen politischen Dialog gefordert. "Gefängnisstrafen sind keine Lösung", hieß es.

17:47 Uhr

Hoyzer-Skandal und Schwalben-Möller: DFB-Chefankläger ist gestorben

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trauert um seinen früheren "Chefankläger" Horst Hilpert. Wie der DFB mitteilte, verstarb Hilpert am Dienstag im Alter von 82 Jahren. Von 1992 bis 2007 war Hilpert beim DFB Vorsitzender des Kontrollausschusses, dem er bereits seit 1972 angehört hatte. In seine Amtszeit als "Chefankläger" fiel neben der Aufarbeitung des Wett- und Manipulationsskandals um den Schiedsrichter Robert Hoyzer auch die Ahndung von Schwalben. 1995 wurde der Dortmunder Andreas Möller aus diesem Grund als erster Spieler in der Bundesliga gesperrt.

"Horst Hilpert war ein herausragender Jurist, ein brillanter Sportrechtler und ein toller Mensch", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch, als "Chefankläger" des DFB habe Hilpert "Fußball-Geschichte geschrieben". Aufgrund seiner großen Verdienste um den Fußballsport wurde Hilpert 1995 die Goldene Ehrennadel des DFB verliehen, 2004 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

16:55 Uhr

"Nationale Sichtweise": Erdogan verteidigt türkischen Salut-Jubel

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Salut-Jubel seiner Nationalspieler in der EM-Qualifikation als "selbstverständlich" und "natürlich" bezeichnet. An eine harte Bestrafung durch die Europäische Fußball-Union glaubt er nicht. "Sie können höchstens eine Verwarnung aussprechen", sagte Erdogan der Nachrichtenagentur DHA zufolge. Darüber hinaus gebe es zu einer Mannschaft, "die es so weit gebracht hat", nichts Negatives zu sagen. Die Uefa-Disziplinarkammer berät morgen. Politische Gesten und Äußerungen sind laut Statuten des Dachverbands verboten. Ob zügig eine Entscheidung fällt, ist offen.

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Nach dem WM-Gewinn 2018 mit Frankreich salutierte Antoine Griezmann vor Staatspräsident Emmanuel Macron.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Erdogan führte den französischen Starstürmer Antoine Griezmann an, der vor Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ebenfalls salutiert habe. "Haben sie Griezmann etwas getan? Haben sie ihm etwas auferlegt?", fragte Erdogan. "Ich verstehe etwas von Fußball. So etwas hat man im Leben nicht gesehen." Die türkische Nationalmannschaft habe eine "nationale Sichtweise, und diese nationale Sichtweise haben sie mit all den Zuschauern geteilt". Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden.

16:08 Uhr

Formel 1 rast mit Vollgas in Richtung ... Miami

Schon 2021 könnte es theoretisch soweit sein und heißen: Hereinspaziert zur Formel 1 in ... Miami! Wie die Rennserie und die Geschäftsführung von f1mia.com in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, besteht grundsätzliche Einigkeit über die Umsetzung dieses Vollgas-Vorhabens. Darin hieß es vorfreudig: "Wir freuen uns darauf, das größte Rennspektakel des Planeten zum ersten Mal in eine der ikonischsten und glamourösesten Regionen der Welt zu bringen."

Aber, werte vorfreudige F1-Fans: Mehr als eine Absichtserklärung ist das noch nicht. Ob Miami tatsächlich in den Rennkalender aufgenommen wird, muss zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Planungen zu einem Rennen in Miami laufen bereits seit mehreren Jahren. Ursprünglich sollte es nach ersten Wünschen bereits in diesem Jahr einen Grand Prix im Bundesstaat Florida geben.

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15:03 Uhr

Furcht vor Hitzekollaps: Olympia erwägt Radikallösung für Marathon

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Bei der WM in Doha kollabierten mehrere Marathonläuferinnen angesichts der Hitze, obwohl der Wettbewerb eigens in die Nachtstunden gelegt worden war.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Ja, wo laufen sie denn? Diese Frage war bezüglich der Geher- und Marathon-Wettbewerbe bei den Olympischen Sommerspielen 2020 eigentlich klar beantwortet: In Tokio natürlich, da finden die Spiele doch statt. Nach dem debakulösen Sauna-Marathon bei der Leichtathletik-WM in Katar denkt das Internationale Olympische Komitee nun aber um - und will die Wettbewerbe verlegen: um 800 Kilometer, nach Sapporo auf der Insel Hokkaido.

Dies würde bedeuten, dass die Athleten deutlich geringere Temperaturen auszuhalten hätten, erklärte das IOC unter Verweis auf die im Vergleich zu Tokio im Schnitt fünf bis sechs Grad niedrigeren Tagestemperaturen im Hochsommer. Auch die Luftfeuchtigkeit wäre deutlich niedriger. Dies würde aber auch bedeuten: Vom Flair der Spiele würden Geher und Marathonläufer nix mitbekommen.

14:32 Uhr

Retter Effenberg setzt in Uerdingen auf Trainerduo

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Gekommen, um zu retten: Stefan Effenberg, neuer Manager von Drittligist Uerdingen.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Erst holte der kriselnde Fußball-Drittligist KFC Uerdingen vor elf Tagen einen neuen Manager, der Stefan Effenberg heißt. Und nun holte dieser Effenberg einen neuen Trainer, weshalb Uerdingen künftig von einem Trainer-Duo trainiert wird. Wieso das? Weil der neue Cheftrainer Daniel Steuernagel heißt und künftig gemeinsam mit dem offiziell als Teamchef fungierenden Stefan Reisinger das Training leiten soll.

Reisinger war bisher schon der Krefelder Interimscoach. Zur Dauerlösung konnte er aber nicht befördert werden, weil ihm dafür die nötige Lizenz fehlt. Gemunkelt wird aber, dass er auch künftig der starke Mann bleiben wird.

Retter-Manager Effenberg jedenfalls ist högscht erfreut über sein Konstrukt. Zitat: "Wir freuen uns sehr über diese Lösung. Stefan Reisinger hat in den vergangenen Wochen gute Arbeit geleistet. Wir sind uns sicher, dass wir in der neuen Konstellation wieder in die Erfolgsspur finden werden." Was allerdings - nach drei verschlissenen Cheftrainern im Vorjahr und Absturz auf Rang 16 - auch dringend nötig ist.

13:45 Uhr

Kritik am Timing: Watzke-Buch "schadet" BVB-Coach Favre

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzkes Lobhudelei für Ex-Coach Klopp fällt in einer Zeit, da es mit Jetzt-Coach Favre gerade sportlich hakelt.

(Foto: imago images/osnapix)

In der vergangenen Woche hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seine Biographie veröffentlicht - die auch zu einer Liebeserklärung an Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp geworden ist. Auch deshalb kritisierte der frühere Welt- und Europameister Jürgen Kohler die Veröffentlichung in der jetzigen Phase als unglücklich, wie er der "Sport Bild" sagte: "Ich halte den Zeitpunkt der Buchveröffentlichung für schwierig. Die Borussia hat bislang nicht souverän gespielt. Aki Watzke hat es sicher nicht mit Vorsatz gemacht, aber unbewusst schadet er dem eigenen Trainer."

In dem Buch schreibt Watzke unter anderem, dass Klopp immer sein BVB-Wunschtrainer bleiben werde. Und auch, dass er genau deshalb vor der Verpflichtung von Trainer Lucien Favre im Sommer 2018 auch beim aktuellen Liverpooler Trainer Jürgen Klopp angefragt habe. Der sagte zwar ab, war aber als Ehrengast bei der Buchpräsentation in Dortmund vor Ort - und brannte ein Sprüche-Feuerwerk ab.

Pikant daran: An Favre regt sich angesichts von Tabellenplatz acht in der Bundesliga und zuletzt drei 2:2-Remis in der Liga in Serie derzeit zumindest leise Kritik. Zumal in der Liga ein echter Brocken wartet: Als nächstes steht das Heimspiel gegen Überraschungs-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach an.

Zum Thema ausdrücklich empfohlen sei auch eine Kolumne von Ben Redelings, der sich vergangene Woche mit dem ewigen Dortmunder Trainer-Dilemma und der Sehnsucht nach Jürgen Klopp befasst hat.

12:52 Uhr

Festnahmen in Bulgarien nach Rassismus-Skandal

Bulgariens Nationaltrainer Krassimir Balakov hatte von den krassen rassistischen Entgleisungen gegen die englischen Fußball-Nationalspieler während des EM-Qualifikations-Skandals in Sofia ja gar nichts mitbekommen. Der Rest der geschockten Welt schon, bulgarische Politiker und Sicherheitsbehörden eingeschlossen. Ein Resultat war der Rücktritt des bulgarischen Fußballbosses am Dienstag, der den Skandal vorab provoziert hatte und zudem von Korruption umweht ist. Ein anderes sind nun die Festnahmen von sechs Stadionbesuchern durch die bulgarische Polizei. Drei weitere werden gesucht.

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Die Männer werden verdächtigt, an den Entgleisungen im Stadion beteiligt gewesen zu sein. Bei der Partie in Sofia waren die englischen Spieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruß. Laut Polizei erfolgten die Festnahmen im Rahmen einer Aktion zur Feststellung der Verantwortlichen für die Vorfälle, die im Laufe des Tages noch weitergehen sollte. Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fußballverbandes, Borisslaw Michailow, gestern nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts.

12:31 Uhr

Turbo-Teenies, Dominanz, Rekord: EHC München spektakelt durch die DEL

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Elf Ligaspiele, elf glatte Siege zum Saisonstart: Das ist die Rekord-Bilanz des EHC München in der Deutschen Eishockey-Liga.

(Foto: imago images/Nordphoto)

 

Eher als Herausforderer denn als Topfavorit gilt der entthronte Eishockey-Dauermeister Red Bull München in der neuen DEL-Saison. Es folgt: Makellose Dominanz mit einem spektakulärem Rekord-Saisonstart. Dabei brillieren auch zwei Teenager - trotz Auflagen der Liga.

12:09 Uhr

Liverpool-Star kickt sich ins Guinness-Buch

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Und zwischendurch ein bissel Buntes aus dem Fußball: Wir können nämlich hochoffiziell verkünden, dass das Guinness-Buch der Rekorde hochoffiziell verkündet hat, dass der FC Liverpool und Jürgen Klopp in ihrer Traumsaison 2018/19 neben erlösenden Titeln und Ehrungen für Trainer und Spieler noch einen Fußball-Weltrekord abgeräumt haben: durch Trent Alexander-Arnold.

Allerdings wurde der 21-jährige englische Nationalspieler nicht für die schnellste jemals ausgeführte Ecke geehrt, wie ein Twitter-User prompt mutmaßte (schöne Grüße an den FC Barcelona!). Sondern für die zwölf Tore, die er in der abgelaufenen Saison in der Premier League vorbereitete - weil das eine neue Bestmarke für die meisten Premier-League-Vorlagen eines Verteidigers ist, Alexander-Arnold ist ja nominell Rechtsverteidiger.

Doppelt schön für den Liverpool-Profi und glühenden Liverpool-Fan Alexander-Arnold dürfte sein, wem er diesen bierschwangeren Weltrekord (und damit unendlichen Ruhm und Ehre) abgeluchst hat: Andy Hinchcliffe (1994/95) und Leighton Baines (2010/11), die jeweils auf elf Vorlagen kamen - und für Liverpools großen Lokalrivalen FC Everton spiel(t)en.

11:13 Uhr

Videobeweis: Tour de France wird 2020 zur Kletterpartie

Die Tour de France wird im nächsten Jahr zur massiven Herausforderung. Wie gestern berichtet, müssen die Rad-Profis stolze über 29 Berge, darunter sind vier Bergankünfte. Selbst die Favoriten könnte das an ihre Grenzen bringen und für Spannung sorgen.

 

10:40 Uhr

Babbel lockt nächsten Frankfurter nach Australien

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Nicolai Müller (r.) spielt ab sofort in Sydney. Auch schön.

(Foto: imago images/Kessler-Sportfotografie)

Das Kontingent an ehemaligen Fußballprofis von Eintracht Frankfurt beim australischen Erstligisten Western Sydney Wanderers wächst immer weiter: Nach Alexander Meier und Pirmin Schwegler wechselt nun auch Nicolai Müller von den Hessen nach Australien, und zwar mit sofortiger Wirkung. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic verabschiedete den 32-Jährigen, der in Frankfurt aussortiert worden war, mit warmen Worten nach Down Under: "Für ihn ist das ein echtes Abenteuer, er wird die Zeit dort genießen."

Trainiert wird Müller vom früheren Bundesliga-Profi Markus Babbel. Kleiner Wermutstropfen ist freilich: Bei Eintracht Frankfurt war Babbel weder als Spieler noch als Trainer aktiv.

Und falls sie sich, angesichts seiner zuletzt limitierten Spielzeit in Frankfurt fragen: Nicolai Müller, woher kenn' ich den nur? Nun, wahrscheinlich von diesem fatal-legendären Torjubel:

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10:16 Uhr

Salut, Kniefall, Kuss - diese politischen Gesten prägten den Sport

Die Sportwelt bezeichnet sich selbst gern als unpolitisch - obwohl ihre Akteure sich regelmäßig politisch äußern. Die türkischen Fußballer sind das jüngste Beispiel, Colin Kaepernick hat sein Protest über den American Football hinaus berühmt gemacht. Sie sind nicht die einzigen Sportler, die ihre Bühne nutzen.

 

09:52 Uhr

"Nicht mehr passend": DFB-Elf mottet Mannschaftsrat ein

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Im DFB-Team von Joachim Löw wird ab sofort themenbezogen in verschiedenen Runden beraten.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Der Schritt hatte sich bereits angedeutet, nun ist er auch ganz offiziell vollzogen: der Mannschaftsrat der DFB-Elf ist ein Fall fürs Fußballmuseum in Dortmund. Denn: Er ist abgeschafft, teilte DFB-Direktor Oliver Bierhoff via "Sport Bild" mit. Natürlich gemeinsam mit den Spielern habe man besprochen, "dass ein klassischer Mannschaftsrat alter Prägung nicht mehr passend für unser Miteinander ist". Der Schritt sei laut Bierhoff auch "Ausdruck von gegenseitigem Vertrauen und gelebten flachen Hierarchien bei der Nationalmannschaft". Er ist also quasi ein kleiner Schritt für Fußball-Deutschland, aber ein großer Schritt für "Die Mannschaft"™.

Bereits im Juni hatte Kapitän Manuel Neuer vom Miteinander zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Nationalspielern berichtet: Mannschaftsrat? Gibt's so gar nicht mehr. Nur noch "verschiedene Runden", in denen "themenbezogen" Teambelange besprochen würden. Na dann: Viel Spaß!

09:13 Uhr

Trainer Schweinsteiger? Hitzfeld schwärmt, Heynckes warnt

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Bastian Schweinsteiger wird nach seinem Karriereende erstmal TV-Experte - und später vielleicht auch Trainer?

(Foto: imago images/Ulmer)

Ja was denn nun? Während der frühere Bayern-Erfolgscoach Jupp Heynckes dem seit vergangener Woche Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger von einer Trainerkarriere abrät, ermuntert ihn ein anderer früherer Bayern-Erfolgscoach dazu. Ottmar Hitzfeld findet nämlich: "Bastian war als Spieler Weltklasse, er hatte immer ein großes taktisches Verständnis, war dort in Gesprächen auch immer sehr wissbegierig." Und folgert daraus in der "Sport Bild": "Er hat sich weiterentwickelt, ist druckresistent und kann Dinge vermitteln. Ich denke, dass aus ihm ein sehr guter Lehrmeister und Trainer werden kann."

Das findet allerdings auch Heynckes, für den Schweinsteiger theoretisch "ein perfekter Trainer" wäre, denn: "Er weiß so viel über Fußball, hat so vieles schon erlebt." Aber, warnte Heynckes in seiner "Kicker"-Kolumne eben auch: "Der Typus Trainer ist er sicher nicht, von diesem Beruf rate ich ihm ab, weil er sehr sensibel und nicht der Typ für die Öffentlichkeit ist."

In der Öffentlichkeit stehen wird Schweinsteiger aber trotzdem bald: Der 35-Jährige arbeitet künftig als TV-Experte für die ARD, sein Vertrag läuft zunächst bis zur WM 2022 in Katar.

 

08:15 Uhr

Diese Teams haben die EM-Teilnahme schon sicher

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Mit etwas Glück hat sich die spanische Fußball-Nationalmannschaft gestern Abend für die EM 2020 qualifiziert. Damit stehen bisher sechs der 24 Teilnehmer fest. Die bisher feststehenden Teilnehmer für die EM 2020 im Überblick:

Für die erste paneuropäische EM in zwölf Städten Europas qualifizieren sich jeweils die beiden Gruppenersten (20 Teams) sowie die vier Gewinner der Playoffs der Nations League. Die "normale" Quali läuft bis zum 19. November, die Playoffs werden erst im März 2020 gespielt.

07:38 Uhr

"Nats" erreichen mit Sweep erstmals die World Series

Die Washington Nationals drücken auf die Tube: Im Eiltempo hat das Team aus der US-Hauptstadt erstmals die World Series in der Major League Baseball (MLB) erreicht.

  • Die "Nats" gewannen gegen die St. Louis Cardinals mit 7:4 und setzten sich in der Best-of-Seven-Serie damit 4:0 durch - ein sogenannter Sweep.
  • Die Grundlage für den Erfolg legte das Team bereits im ersten Inning, in dem ihm sieben Runs gelangen.
  • Den Gegner in der am kommenden Dienstag startenden World Series machen die New York Yankees und die Houston Astros in der zweiten Halbfinalserie untereinander aus - Houston liegt dort mit 2:1 in Führung.
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06:35 Uhr

Davies und Kanada fügen USA historische Niederlage zu

Seit 1985 war die Fußball-Nationalmannschaft der USA ohne Niederlage gegen den Nachbarn Kanada - bis jetzt: In der Nations League des Kontinentalverbandes Concacaf haben die "Stars and Stripes" eine überraschende Niederlage kassiert.

  • Das Team von Trainer Gregg Berhalter unterlag auswärts gegen Kanada 0:2 (0:0).
  • Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgte der 18 Jahre alte Alphonso Davies von Bundesligist FC Bayern München für die Führung der Kanadier (63. Minute).
  • In der Nachspielzeit erhöhte Lucas Cavallini auf 2:0.
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