Mittwoch, 18. November 2020Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Till Erdenberger
21:00 Uhr

Vettel soll verraten, "was wir für vier WM-Titel tun müssen"

Der neue Teamchef von Sebastian Vettel erhofft sich einiges von der Verpflichtung des viermaligen Formel-1-Weltmeisters für die kommende Saison. "Durch ihn werden wir lernen, dass in jedem noch so kleinen Detail die Chance liegt, sich zu verbessern", sagte Otmar Szafnauer der "Sport Bild". "Wir hoffen, dass er uns beibringt, was wir tun müssen, um wie er vier WM-Titel zu holen." Das Team, das noch Racing Point heißt und in der kommenden Saison Aston Martin heißt, kann wohl ab Januar mit Vettel arbeiten. "Vorher steht er bei Ferrari unter Vertrag, und wir haben noch nicht gefragt, ob sie ihn für uns vielleicht eher rausrücken", sagte Szafnauer.

20:12 Uhr

Kracht's bei Hertha zwischen Lehmann und Labbadia?

Nach Angaben von Bruno Labbadia stimmen die Berichte über eine angespannte Atmosphäre bei einem Gespräch zwischen ihm, Manager Michael Preetz und dem neuen Aufsichtsrat Jens Lehmann nicht. "Ich hatte bisher ein Treffen mit Jens Lehmann, da haben wir Fußball gespielt, und ich habe gewonnen. Das war das Wichtigste", sagte der Bundesliga-Trainer von Hertha BSC in einem Interview der "Sport Bild" und berichtete von ein paar Minuten Gespräch vor dem eigentlichen Training. "Wir haben ein bisschen über Fußball gesprochen, aber in die Tiefe sind wir gar nicht gekommen. Dass es Zwist gab, ist also ein Märchen."

19:36 Uhr

Nächster Nackenschlag für corona-gebeutelte Hoffenheimer

Die TSG 1899 Hoffenheim hat ihren nächsten Corona-Fall. Stürmer Sargis Adamyan wurde auf seiner Länderspielreise mit Armenien positiv getestet, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Neben Adamyan, der zuletzt drei Tore am Stück für die TSG erzielt hatte, sind nach Angaben des armenischen Verbands weitere Spieler und Mitglieder aus dem Trainerstab mit dem Coronavirus infiziert. Beim 27 Jahre alten Adamyan waren Corona-Tests am 9., 10. und 13. November negativ ausgefallen. Die Kraichgauer sind in dieser Spielzeit bisher der von der Pandemie mit Abstand am meisten gebeutelte Bundesligist. Von der Pause im Oktober kamen Andrej Kramaric und Kasim Adams mit Infektionen zurück, beide verpassten danach zahlreiche Pflichtspiele. Zuletzt waren neben zwei Betreuern auch sechs Profis (Kevin Vogt, Sebastian Rudy, Ishak Belfodil, Robert Skov, Munas Dabbur, Jacob Bruun Larsen) positiv auf das Virus getestet worden.

18:50 Uhr

Matthäus rät Bundestrainer Löw zum Aufhören

Lothar Matthäus hat Bundestrainer Joachim Löw aufgefordert, die ausgemusterten Fußball-Nationalspieler Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels zurückzuholen und mit einer Führungsrolle auszustatten. "Nur zurückholen hilft nicht weiter, sondern man muss den Spielern auch die Position, die Anerkennung geben, dass die anderen Spieler wissen: Da kommen welche zurück, die uns helfen, die uns führen, die den Unterschied ausmachen", sagte Matthäus bei Sky. "Vielleicht hat man sich zu früh von erfahrenen Spielern getrennt", meinte Deutschlands Rekordnationalspieler.

Von einem Trainerwechsel vor der ins nächste Jahr verlegten Europameisterschaft riet Matthäus ab. "Vor dem Turnier würde ich nichts ändern", sagte Matthäus. Allerdings sollte für den 59-Jährigen die Löw-Zeit als Bundestrainer nach der EM ablaufen. "Wenn es schlecht läuft, ist er nicht mehr zu halten. Wenn es super laufen sollte, dann würde ich an seiner Stelle darüber nachdenken, mit einem großen Erfolg aufzuhören", sagte Matthäus.

17:56 Uhr

FC Bayern muss nächsten hochkarätigen Abgang befürchten

Mit Jérôme Boateng und David Alaba könnten gleich zwei Innenverteidiger den FC Bayern im Sommer verlassen. Auch die Zukunft von Niklas Süle, dessen Vertrag nur noch bis 2022 datiert ist, ist wohl alles andere als gesichert. Wie die "Sport Bild" berichtet, stehen demnächst erste Gespräche zwischen Süle und den Verantwortlichen des FC Bayern bezüglich einer Vertragsverlängerung an. Der Ausgang? Offenbar ungewiss, denn der Innenverteidiger habe "die Premier League im Kopf", so das Magazin.

Sollte Süle tatsächlich Abwanderungsgedanken hegen und das Weite suchen, stünden die Münchner nahezu ohne Innenverteidigung da. Lediglich Lucas Hernández, der aber zumeist als Linksverteidiger eingesetzt wird, und der 18-jährige Neuzugang Tanguy Nianzou wären dann noch übrig.

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17:17 Uhr

"Frauenfußball ist ein Phänomen"

Christian Seifert sieht in der Frauen-Bundesliga auch Potenzial aus Sicht der Deutschen Fußball-Liga. Bei einem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung" bezeichnete der DFL-Geschäftsführer die Frauen-Bundesliga als sehr interessanten Markt. "Ich glaube, mittelfristig könnte es sinnvoll sein, darüber nachzudenken, dass eine Organisation wie die DFL sich um die ersten Ligen einer Sportart kümmert, also auch um den Frauenfußball", wurde Seifert zitiert.

Der 51-Jährige, der unlängst seinen Abschied auf dem Posten der DFL zum Juni 2022 angekündigt hatte, bezeichnete den Frauenfußball als "Phänomen". Er spielte damit auf das unterschiedliche Interesse für Welt- und Europameisterschaften sowie für die nationale Liga an. Für diese müsse man überlegen, wie sie "attraktiv gestaltet und positioniert" werden könnte. Zuständig für die Frauen-Bundesliga ist der Deutsche Fußball-Bund. Die DFL ist für die 1. und 2. Liga der Männer zuständig.

16:29 Uhr

Klopps Superstar zum zweiten Mal positiv getestet

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Mo Salah ist Corona-positiv.

(Foto: Pool via REUTERS)

Stürmerstar Mohamed Salah vom englischen Fußball-Meister FC Liverpool ist während der Länderspielreise mit Ägypten am Mittwoch erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der ägyptische Verband mit. Bei Salah war die Covid-19-Infektion am vergangenen Freitag festgestellt worden. Der 28-Jährige zeige weiterhin keine Symptome. Ägypten hatte in der Qualifikation zum Afrika-Cup am vergangenen Samstag Togo zu Gast und feierte mit dem 1:0 den ersten Sieg. Auch das Rückspiel am Dienstag in Togo gewannen die Ägypter 3:1. Salah ist in der Premier League mit acht Saisontreffern derzeit erfolgreichster Torschütze des Liverpool-Teams von Jürgen Klopp.

15:22 Uhr

Mercedes verhandelt mit Hamilton

"In wenigen Tagen" wird Toto Wolff Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton beginnen. Dies erklärte der Mercedes-Motorsportchef der BBC. "Du kannst auf dem Rückflug von deinem siebten WM-Titel nicht über solche Dinge reden. Das wird dem Ganzen nicht gerecht", führte der Österreicher aus, "wir geben uns jetzt ein paar Tage und dann werden wir sprechen."

Am Saisonende läuft der Vertrag von Lewis Hamilton bei Mercedes aus. Beim Großen Preis der Türkei in Istanbul hatte der Engländer mit seinem neuerlichen WM-Triumph mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichgezogen. Es gilt als ziemlich sicher, dass der 35-Jährige auch weiterhin für die Marke mit dem Stern fahren wird. "Wir wollen Lewis im Auto, und er will im Mercedes sitzen", hatte Wolff jüngst im Interview mit dem ORF erklärt, "scheitern wird es nicht mehr."

14:11 Uhr

Löws Zukunft beim DFB ist schon entschieden

Das schlimme 0:6 gegen Spanien gestern Abend hat mit einem Schlag mächtig Schwung in die Personalie Joachim Löw gebracht. Der 60-Jährige ist seit 2006 Bundestrainer, zunächst unter Jürgen Klinsmann, nach der Heim-WM dann alleinverantwortlich. Trotz eines mäßigen Länderspieljahres schien Löws Posten wenigstens bis zur Europameisterschaft im Sommer nicht ernsthaft gefährdet. Die Klatsche jedoch hat für Gesprächsbedarf gesorgt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll sich die DFB-Spitze mit Präsident Fritz Keller und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff nach der Rückkehr nach Deutschland noch am Flughafen in München beraten haben - und im Beisein des Bundestrainers zum Schluss gekommen sein: Es geht weiter. Mit Löw. Kein Rausschmiss, kein Rücktritt.

Der Bundestrainer hatte sich ohnehin schon nach dem Spiel unbeirrt gegeben: "Wir müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Diese junge Mannschaft hat die Fähigkeit, sich so zu entwickeln, dass wir eine leistungsstarke, konkurrenzfähige Mannschaft haben, davon bin ich absolut überzeugt", meinte der 60-Jährige.

13:40 Uhr

NFL setzt Zeichen gegen Diskriminierung

Die US-Football-Profiliga NFL setzt im Kampf gegen Diskriminierung ein Zeichen. Wie die Liga mitteilte, wird beim Spiel zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Los Angeles Rams erstmals in der NFL-Historie ein komplettes siebenköpfiges Schiedsrichtergespann aus schwarzen Unparteiischen bestehen. "Die historische Crew in Woche elf ist ein Beleg für den unermüdlichen Einsatz von schwarzen Schiedsrichtern für das Spiel, ihre vorbildliche Leistung und die Kraft der Inklusion, die ein Markenzeichen dieses tollen Sports ist", sagte NFL-Vizepräsident Troy Vincent.

Im Zuge der "Black Lives Matter"-Bewegung, die nach dem gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd im vergangenen Mai entstanden war, hatte sich die lange Zeit eher konservative NFL deutlich positioniert und sich im Zuge mehrerer Kampagnen für Schwarze stark gemacht.

13:12 Uhr

Medienbericht: Dieser Trainer könnte Löw beerben

Nach dem Debakel vom Dienstagabend in Sevilla, als die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit 0:6 gegen Spanien unterging, nehmen die Spekulationen über eine Veränderung auf dem Posten des Bundestrainers zu. In der "Sport Bild" wird nunmehr Hansi Flick konkret als Nachfolger von Joachim Löw gehandelt. Der aktuelle Cheftrainer und Champions-League-Sieger vom FC Bayern München wird dabei ab Sommer 2021, also nach der EM-Endrunde, ins Gespräch gebracht.

Laut dem Medienbericht soll die Personalie Flick intern beim DFB bereits diskutiert worden sein. Zuletzt aber nur für das Szenario, dass Joachim Löw auf jeden Fall noch für die Europameisterschaft als Bundestrainer in der Verantwortung steht. Der Vertrag des 60-Jährigen läuft ohnehin noch bis 2022. Die heftige Blamage gegen die spanische Auswahl, bei der das DFB-Team eine der schlechtesten Leistungen der letzten Jahrzehnte zeigte, dürften nun aber ganz neue Spekulationen anheizen.

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12:45 Uhr

Die Schlagzeilen am Mittag

12:17 Uhr

Ex-Skistar Vonn hadert mit ihrem Rücktritt

Ex-Skistar Lindsey Vonn fragt sich eineinhalb Jahre nach ihrem Karriereende noch immer, was in ihrer Laufbahn ohne die Verletzungen möglich gewesen wäre. "Was hätte ich noch erreichen können? Aber so ist es halt. Jetzt bin ich mir sicher, dass Mikaela Shiffrin schon sehr bald alle Rekorde brechen wird. Daher ist es am Ende egal, ob ich noch vier Siege mehr gehabt hätte", sagte die 36-Jahre alte Amerikanerin der "Sport Bild". Vonn kommt in ihrer Laufbahn auf 82 Siege im Weltcup, auf Rekordhalter Ingemar Stenmark aus Schweden fehlen ihr vier Erfolge. Die erst 25 Jahre alte Shiffrin kommt bereits auf 66 Siege.

11:44 Uhr

Pandemie ist für Olympiasieger nicht nur Hindernis

Für Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler war die Corona-Pandemie aus privater Sicht ein Glücksfall. Der 29-Jährige aus Jena war im Juli erstmals Vater geworden. Die Geburt seines Sohnes hätte Röhler normalerweise wohl verpasst, denn eigentlich waren zu diesem Zeitpunkt die Olympischen Spiele in Tokio geplant. Wegen Corona wurden diese jedoch auf 2021 verschoben. Für Röhler war dies eine gute Fügung. "An der Stelle hat mir das Schicksal in die Karten gespielt. Ich hatte Zeit für die Familie und konnte das alles genießen", sagte er.

Der Europameister von 2018 in Berlin habe für den Fall von Olympia im Juli 2020 aber professionelle Pläne gegeben. "Wir wussten, wie wir damit umgegangen wären. Aber so war es natürlich für mich persönlich und für die gesamte Familie viel schöner", so Röhler.

10:47 Uhr

Brasilien marschiert durch die WM-Qualifikation

Die brasilianische Nationalmannschaft hat auch ihr viertes Qualifikationsspiel für die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar gewonnen. Die Seleção setzte sich in Montevideo mit 2:0 (2:0) gegen Gastgeber Uruguay durch. Die Tore für Brasilien erzielten Arthur in der 35. Minute und Richarlison in der 44. Minute. Der uruguayische Stürmer Edinson Cavani wurde in der 71. Minute nach einem Foul mit einer Roten Karte vom Platz gestellt. Dabei mussten die Gastgeber ohnehin schon von Beginn an auf ihren Stürmerstar Luis Suárez verzichten. Der Profi von Atlético Madrid war am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

10:02 Uhr

Neuer verdirbt sich das Rekord-Länderspiel mit persönlichem Negativ-Rekord

DFB-Kapitän Manuel Neuer wird sein 96. Länderspiel nicht so schnell vergessen. Der Torwart von Bayern München überflügelte beim 0:6 (0:3) in der Nations League in Spanien nicht nur Keeperlegende Sepp Maier und stieg zum deutschen Rekordtorhüter auf - er kassierte auch erstmals als Profi sechs Gegentore.

Insgesamt viermal hatte Neuer bislang fünf Treffer hinnehmen müssen, je zweimal im Trikot der Bayern und von Schalke 04. Seine bislang höchste Pleite erlitt er am 27. Oktober 2010 beim 0:5 mit den Knappen in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern. Jeweils 1:5 hieß es am 12. April 2008 mit Schalke in Bremen und am 2. November 2019 mit den Bayern bei Eintracht Frankfurt (beides Bundesliga). Dazu kommt das denkwürdige 2:5 im DFB-Pokalfinale mit den Münchnern am 12. Mai 2012 gegen Borussia Dortmund.

09:40 Uhr

Geehrt von der Queen, aber Rashford ist längst nicht fertig

Der für sein soziales Engagement von der Queen geehrte englische Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford hat sich ein neues Ziel gesetzt. Er will Jugendliche für das Lesen begeistern. "Ich habe erst im Alter von 17 Jahren mit dem Lesen begonnen, und es hat meine Einstellung und Mentalität völlig verändert", sagte der 23 Jahre alte Stürmer des Rekordmeisters Manchester United: "Ich wünschte nur, ich hätte die Gelegenheit gehabt, mich als Kind mehr mit Lesen zu beschäftigen. Aber Bücher waren nie eine Sache, die wir uns als Familie leisten konnten, wenn das Essen auf den Tisch kommen musste."

Zusammen mit einem Kinderbuchverlag wird Rashford eine Serie mit an Jugendliche gerichteten Titeln auf den Markt bringen. Gestartet werden soll mit dem Buch "You Are A Champion", in dem durch Geschichten aus Rashfords Leben Themen wie Bildung, kulturelle Vielfalt und weibliche Vorbilder in den Mittelpunkt gerückt werden sollen.

07:52 Uhr

Ist Joachim Löw noch der richtige Bundestrainer?

07:24 Uhr

Klinsmann hält Löws Entscheidung für falsch

Joachim Löws Vorgänger Jürgen Klinsmann sieht auch nach der 0:6-Pleite der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien keinen Grund für einen Trainerwechsel. Allerdings hinterfragt auch der Weltmeister von 1990 Löws Entscheidung gegen weitere Einsätze von Routinier Thomas Müller in der DFB-Auswahl. Klinsmann kritisierte nach der höchsten Pflichtspielniederlage einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen Mangel an Führung auf dem Platz und brachte dabei Müller ins Spiel. "Das größte Fragezeichen ist sicherlich das Thema Führung. Wer ist der echte Anführer dieser Mannschaft?", fragte er. "Niemand auf dem Platz außer Manuel Neuer als Torhüter hat diesen Schritt gemacht in den vergangenen zwei Jahren. Das ist wirklich traurig zu sehen. Es fehlt ein Anführer, eine Persönlichkeit."

Müller sei genau so ein Typ beim FC Bayern München. "Leroy Sané, Serge Gnabry - die alle folgen Thomas Müller auf dem Platz, deswegen sind die Bayern seit ich weiß nicht wie lange ungeschlagen in der Champions League", sagte Klinsmann. "Das ist ein großes, großes Problem für das deutsche Team nur sechs oder sieben Monate vor dem EM-Start."

06:54 Uhr

Nur ein Mal war eine deutsche Nationalmannschaft noch schlechter

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der Nations League in Spanien ihre höchste Niederlage seit mehr als 89 Jahren kassiert. Ein 0:6 gab es zuletzt 1931 in Berlin gegen Österreich. Somit war es naturgemäß auch die krachendste Niederlage in 189 Länderspielen der Ära Joachim Löw. Zuvor stand in dieser Statistik zweimal ein 0:3: 2007 gegen Tschechien und 2018 in den Niederlanden.

Die höchsten Niederlagen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft:
0:9 (gegen England in Oxford, 13. März 1909)
0:6 (gegen Österreich in Berlin, 24. Mai 1931)
0:6 (gegen Spanien in Sevilla, Nations League, 17. November 2020)
3:8 (gegen Ungarn in Basel, WM-Gruppenphase, 20. Juni 1954)
0:5 (gegen Österreich in Wien, 13. September 1931)

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05:59 Uhr

Schweinsteiger und Özil stellen Bundestrainer Löw in Frage

Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil haben sich direkt nach dem historischen 0:6 (0:3)-Debakel der Fußball-Nationalmannschaft in Spanien für die Rückkehr von Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng starkgemacht. "Der Bundestrainer und sein Team haben eine Meinung dazu, ich persönlich habe leider eine andere", sagte ARD-Experte Schweinsteiger: "Solche Spieler wie Jérôme Boateng und Thomas Müller haben das Triple gewonnen haben, mit der besten Mannschaft in Europa. Die spielen da in der ersten Elf und haben Qualität, sind deutsche Spieler. Warum nicht für die Nationalmannschaft?" Özil twitterte, es sei "Zeit, Jérôme Boateng zurückzuholen".

Löw betonte jedoch, für eine Rückholaktion gebe es aktuell "keinen Grund". Sein Vertrauen in die neuformierte Mannschaft sei "jetzt nicht völlig erschüttert" Schweinsteiger gab jedoch zu bedenken, dass nach der höchsten Länderspiel-Niederlage seit 89 Jahren ein Umdenken passieren müsse. "Gerade in solchen Spielen ist es wichtig, solche Spieler auf dem Platz zu haben, die vorangehen, die Erfahrung haben, die Qualität haben", sagte der Weltmeister-Kapitän: "Man hat gesehen, dass wir noch nicht die Qualität haben."