Mittwoch, 04. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann & Torben Siemer
22:53 Uhr

Joker Podolski kann Niederlage im Halbfinal-Hinspiel nicht verhindern

Lukas Podolski muss um seinen zweiten Pokalsieg im türkischen Fußball bangen. Mit dem 34-Jährigen als Joker verlor dessen neuer Klub Antalyaspor im Halbfinal-Hinspiel gegen Alanyaspor trotz Überzahl mit 0:1 (0:0) und steht nun im Rückspiel am 22. April unter Druck.

Podolski, der in den vergangenen beiden Ligaspielen mit einem Tor und zwei Vorlagen glänzte, wurde gegen Alanya in der 65. Minute eingewechselt. Kurz zuvor musste Welinton (64.) bei den Gästen mit einer Roten Karte vom Platz. In der Nachspielzeit traf Junior Fernandes (90.+3) etwas überraschend noch zum Sieg. Für Antalyaspor wäre es die zweite Endspielteilnahme im Türkiye Kupasi, im Jahr 2000 verlor der Klub gegen Galatasaray Istanbul. Podolski hatte vor vier Jahren seinen Ex-Klub Galatasaray im Finale gegen den Stadtrivalen Fenerbahce zum Pokalsieg geschossen.

22:33 Uhr

Rechtsextreme im Fußball: Lage bei Amateuren "komplexer" als bei Profis

Rechtsextreme Einstellungen in den Fußball-Fanszenen der Profiklubs haben nach Ansicht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Vergleich zu den 1990er-Jahren abgenommen. "Im Amateurbereich ist die Lage jedoch deutlich komplexer", sagte Sebastian Schmidt vom DFB in einer öffentlichen Sitzung des Sportausschusses des Bundestages. Schiedsrichter seien gehalten, rechtsextreme Vorfälle zu melden. Bei den offiziellen Zahlen solcher Vorfälle gebe es keinen Anstieg. "Wir sind uns natürlich bewusst, dass es eine Dunkelziffer gibt."

Im Profibereich könnten Täter durch mediales Monitoring leichter aus ihrer Anonymität geholt werden. Im Amateurbereich seien Akteure wie Schiedsrichter mit den Problemen häufig überfordert. "Der DFB hat sich im Rahmen eines Masterplans dazu entschieden, Anlaufstellen für Diskriminierungsfälle in den Landesverbänden einzurichten", sagte Schmidt.

21:55 Uhr

Frankfurt-Fans enthüllen Dietmar-Hopp-Banner

So, da ist sie. Die erste Stufe im Drei-Stufen-Plan des DFB. Im Werder-Block gibt's Pyrotechnik und so unterbricht Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie zwischen Bremen und Eintracht Frankfurt kurz nach Wiederanpfiff. Nach knapp anderthalb Minuten rollt der Ball allerdings schon wieder. Dann gibt es eine Stadiondurchsage, derartige Aktionen bitte zu unterlassen.

Update 21.59 Uhr: Kurz danach enthüllen die Eintracht-Fans ein riesiges Plakat mit dem Spruch: "Dietmar Hopp, du Sohn einer Mutter :-)" - das ist zum einen ziemlich sicher faktisch richtig und zum anderen auch nicht justiziabel.

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21:42 Uhr

Werder-Trainer möchte Schiedsrichter Gelb geben

"Kann ich Ihnen auch Gelb geben, Herr Zwayer?" - diese Frage stellte wohl Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt auf dem Weg in die Kabine. Zumindest war diese Aussage im TV zu hören, die Stimme klang nach der des Werder-Coaches. Kurz zuvor hatte er nicht nur wegen Meckerns in Richtung des Unparteiischen Felix Zwayer die Gelbe Karte gesehen, sondern seine Mannschaft auch den Treffer zum 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt kassiert. Und zwar, nachdem Schiedsrichter Zwayer vom Videoassistenten auf Handspiel des Bremers Ludwig Augustinsson im eigenen Strafraum hingewiesen worden war. Die Entscheidung daraufhin: Strafstoß Frankfurt, den Andre Silva souverän verwandelte.

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21:26 Uhr

Frankfurt-Fans bieten Trainer an, Unterbrechung zu verursachen

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imago images/Revierfoto

Das (vermutlich) nicht ganz ernst gemeinte Plakat der Frankfurter Fans mit Blick auf die Spielunterbrechungen am Wochenende in der Bundesliga nach Schmäh-Plakaten gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp.

Einen Text zum Thema Ultras finden Sie hier.

20:35 Uhr

Bundesligisten kümmern sich zu wenig um Psyche ihrer Fußballer

Die sportpsychologische Betreuung von Fußball-Profis in Deutschlands drei höchsten Ligen ist weiterhin unzureichend. Zu dieser Einschätzung kommt die Spielergewerkschaft VdV durch eine aktuelle Umfrage. Demnach existiert gerade einmal bei fünf Klubs von insgesamt 56 Vereinen ein Angebot für eine professionelle Betreuung durch einen Sportpsychologen. Das Quintett bilden drei Bundesliga- und zwei Zweitliga-Klubs. In elf weiteren Vereinen der beiden Ligen besteht eine teilweise Betreuung.

Bei der Hälfte der Teams im Oberhaus gehört kein Sportpsychologe zum Betreuerstab der Profi-Mannschaften. Im Unterhaus beträgt die Quote schon weniger als 50 Prozent. Alarmierend ist außerdem, dass Spieler bei 15 der 20 Drittliga-Teams keine sportpsychologische Betreuung erhalten, was insgesamt auf zwei Drittel der deutschen Profi-Vereine zutrifft.

20:01 Uhr

Eishockey-Profi nach Horrorverletzung mit 90 Stichen genäht

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Boychuk verließ sofort das Eis.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Glück im Unglück für Eishockey-Profi Johnny Boychuk: Der Verteidiger der New York Islanders musste nach seiner Horrorverletzung mit 90 Stichen im Gesicht genäht werden, wird sich aber laut General Manager Lou Lamoriello wieder ganz erholen. Der Teamkollege von Nationaltorhüter Thomas Greiss hatte bei der 2:6-Pleite der Islanders gegen die Montreal Canadiens den Schlittschuh von Artturi Lehkonen ins Gesicht bekommen und eine Schnittwunde am Auge erlitten.

 "Glücklicherweise hat die Kufe nur das Augenlid erwischt. Es waren 90 Stiche eines plastischen Chirurgen notwendig, aber es wird wieder alles in Ordnung kommen", so Lamoriello. Montreals Lehkonen hatte vor dem Islanders-Tor das Gleichgewicht verloren und war nach vorn gefallen. Dabei schlugen seine Beine nach hinten aus und erwischten Boychuk von unten im Gesicht. Der 36-Jährige ging sofort zu Boden und verließ später unter Schmerzen die Eisfläche.

19:34 Uhr

DFB-Frauen starten mit Sieg in Algarve-Cup

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imago images/Bildbyran

Die deutsche Nationalmannschaft hat mit einem Sieg gegen Schweden beim Algarve-Cup das Halbfinale erreicht. In einer Neuauflage des verlorenen Viertelfinals der Weltmeisterschaft 2019 kam die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Faro zu einem verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg. Svenja Huth vom VfL Wolfsburg (34. Minute) erzielte im Estadio Algarve den Treffer für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes. Im Halbfinale trifft das DFB-Team am Samstag auf Norwegen. Die Norwegerinnen hatten zum Turnier-Auftakt gegen den EM-Zweiten Dänemark 2:1 gewonnen.

19:08 Uhr

Medizinischer Notfall sorgt für Schock im DFB-Pokal

Ein medizinischer Notfall hat beim Viertelfinale des DFB-Pokals zwischen Bayer Leverkusen und Union Berlin für einen Schockmoment und gespenstische Stimmung gesorgt. Sanitäter rannten aufgeregt in den unteren Zuschauer-Rang, zogen eine Person heraus, deckten sie mit Decken ab und versuchten, sie zu reanimieren.

Die Leverkusener Zuschauer stellten ab der 15. Minute die Gesänge ein, die Berliner Anhänger schlossen sich umgehend an. Fortan war es nahezu komplett still im Stadion, man konnte einzelne Rufer im Stadionrund hören.

Update 19.32 Uhr: Leverkusen teilt via Twitter mit, dass der Fan auf dem Weg ins Krankenhaus sei.

Update 19.52 Uhr: Wie ein Leverkusener Sprecher während der zweiten Halbzeit mitteilte, waren die Reanimationsmaßnahmen erfolgreich. Der Gesundheitszustand des Anhängers sei stabil.

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18:25 Uhr

Erst erfolgreichste WM überhaupt, dann Rauswurf

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Matschenz (links) mit Vizeweltmeister Axel Jungk (Mitte) und Sensationssieger Christopher Grotheer.

imago images/Ed Gar

Wenige Tage nach der erfolgreichsten WM in der Geschichte der deutschen Skeletonis ist Bundestrainer Dirk Matschenz überraschend seinen Job los. Das teilte der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) mit. Als Gründe gab der BSD Differenzen innerhalb des Trainerstabs sowie ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu einem Teil der Athletinnen und Athleten an.

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18:06 Uhr

Leichtathletik-Olympiasiegerin für vier Jahre gesperrt

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Ihren Titel als Olympiasiegerin 2016 darf Jebet behalten.

(Foto: imago/Fotoarena)

Olympiasiegerin Ruth Jebet (Bahrain) ist wegen eines positiven Dopingtests für vier Jahre gesperrt worden. Dies teilte die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics mit. Die 23-jährige Jebet, die bei Olympia in Rio 2016 über 3000 Meter Hindernis Gold gewonnen hatte, war die Einnahme des Dopingmittels Epo nachgewiesen worden. Ihre Leistungsentwicklung zu Olympia 2016 hatte Beobachter stutzig gemacht, innerhalb eines Jahres steigerte sie ihre Bestleistung um knapp 30 Sekunden.

Jebet war bereits im Februar 2018 wegen eines positiven Dopingtests vom 1. Dezember 2017 provisorisch gesperrt worden. Sie kann gegen die Sperre Einspruch einlegen, wird nach aktuellem Stand bei Olympia 2020 in Tokio (24. Juli bis 9. August) jedoch fehlen.

17:29 Uhr

Schalke-Verteidiger droht monatelange Pause

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In dieser Szene verletzte sich Kabak.

(Foto: imago images/Team 2)

Bittere Nachrichten für Fans von Königsblau: Dem Schalker Fußball-Profi Ozan Kabak droht das Saison-Aus. Wie der Bundesligist mitteilte, hat sich der 19 Jahre alte Innenverteidiger beim Ligaspiel am vergangenen Samstag beim 1. FC Köln "Querfortsatzfrakturen des zweiten, dritten und vierten Lendenwirbelkörpers zugezogen". Das ergaben weitere medizinische Untersuchungen beim türkischen Nationalspieler, die aufgrund der Beschwerden wegen einer starker Beckenprellung erst später durchgeführt werden konnten. Kabak wird voraussichtlich zwischen neun und zwölf Wochen pausieren müssen.

17:03 Uhr

DFL: "Kollektivstrafen haben noch nie ein Problem gelöst"

Die Deutsche Fußball Liga hat sich im Streit zwischen Fanszene und DFB gegen Kollektivstrafen ausgesprochen. "Kollektivstrafen haben im deutschen Fußball noch nie ein Problem gelöst", heißt es in einer ausführlichen Erklärung der DFL zum derzeitigen Streit im Fußball. Als "Ultima Ratio in absoluten Ausnahmefällen" könnten sie aber in sportgerichtlichen Verhandlungen zwischen Deutschem Fußball-Bund und Klubs nicht komplett ausgeschlossen werden.

Die DFL will auf den DFB zugehen, um das grundsätzliche Gespräch unter anderem bezüglich Transparenz sowie Auslegung und damit auch Akzeptanz von Sanktionen zu suchen. Der Drei-Stufen-Plan mit Spielunterbrechungen und -abbrüchen müsse präzise definiert werden, forderte die Dachorganisation der Proficlubs mit Geschäftsführer Christian Seifert.

Selbstkritisch erklärte die DFL auch, dass es "absolut legitim" sei, zu fragen, warum diese Haltung in dieser Deutlichkeit nicht früher zum Ausdruck gekommen sei.

16:50 Uhr

Kein Urteil im Dopingnetzwerk-Prozess gegen Berliner Trainer

Der ehemalige Eisschnelllauf-Trainer am Berliner Olympiastützpunkt, Robert Lehmann-Dolle, muss weiterhin auf das Ergebnis seiner Klage vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg gegen seine fristlose Kündigung warten. Die 20. Kammer zog sich nach einstündiger Verhandlung zur Beratung zurück. Wann das Urteil veröffentlicht wird, ließ die Richterin offen.

Nachdem er in den Verdacht geriet, zu seinen aktiven Zeiten in das mutmaßliche Dopingnetzwerk des Erfurter Sportarztes Marc S. verwickelt gewesen zu sein, wurde Lehmann-Dolle vom Olympiastützpunkt gekündigt. Eine Einigung im Dezember scheiterte ebenso wie ein von der Richterin vorgeschlagener erneuter Einigungsversuch am Mittwoch. Lehmann-Dolle beharrte darauf, dass er unschuldig sei und nie Blutdoping betrieben habe. Der Olympiastützpunkt glaubt ihm dies nicht. Auch die Richterin ließ Zweifel an der Darstellung des 36-Jährigen durchblicken.

16:13 Uhr

Schweizer Fußball-Ankläger soll in Fifa-Verfahren Unwahrheit gesagt haben

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Laubers Seite kündigte an, sich gegen die Vorwürfe zu wehren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der wegen seiner Ermittlungsmethoden im Korruptionsverfahren gegen hohe Fußballfunktionäre umstrittene höchste Schweizer Ankläger, Bundesanwalt Michael Lauber, hat laut Behörden verschiedene Amtspflichten verletzt. Die Aufsichtsbehörde für die Bundesanwaltschaft kam zu dem Schluss, dass Lauber in den Verfahren rund um den Fußball-Weltverband Fifa mehrfach die Unwahrheit gesagt und illoyal gehandelt habe.

"Weiter fällt der Bundesanwalt durch Uneinsichtigkeit auf und zeigt im Kern ein falsches Berufsverständnis", hieß es vonseiten der Behörde. Konkret beanstandete die Behörde unter anderem, dass Lauber eine eigentlich vorgeschriebene Protokollierung seiner drei nachgewiesenen Treffen mit dem Fifa-Präsidenten Gianni Infantino fahrlässig unterlassen habe.

Die Bundesanwaltschaft selbst wies darauf hin, dass der Entscheid keinen abschließenden Befund darstelle und einer gerichtlichen Überprüfung standhalten müsse. Lauber und seine Rechtsvertretung würden sich alle rechtlichen Schritte vorbehalten.

15:49 Uhr

So günstig sind rassistische Beleidigungen in Portugals Fußball

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Moussa Marega lässt die Beleidigungen nicht auf sich sitzen.

(Foto: imago images/GlobalImagens)

Nach den rassistischen Beleidigungen gegen FC-Porto-Stürmer Moussa Marega beim Ligaspiel in Guimarães muss der gastgebende Klub lediglich 714 Euro Strafe zahlen. Dies hat der Fußballverband des Landes entschieden, der aber ein Disziplinarverfahren gegen den Verein Vitoria Guimarães eröffnen will, wie die Zeitung "Público" berichtete.

Bei der Partie hatte der aus Mali stammende 28 jährige Marega Mitte Februar für Aufsehen gesorgt, als er die Affenlaute und Beleidigungen der Heimfans nicht tatenlos über sich ergehen ließ, sondern 20 Minuten vor Schluss entschlossen den Platz verließ. Zuvor hatte Marega in der 60. Minute das Siegtor zum 2:1 (1:0) für sein Team geschossen. "Ich habe mich wie ein Stück Scheiße gefühlt", sagte der Angreifer später.

15:19 Uhr

Italienischer Verband sagt Pokal-Halbfinale ab

Die Coronavirus-Epidemie in Italien hat zur Verschiebung eines weiteren Fußballspiels geführt. Das Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia zwischen dem SSC Neapel und Inter Mailand - ursprünglich geplant für diesen Donnerstag - wurde auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Das teilte die Serie A am Mittwoch mit. Zu der Partie wurden rund 40.000 Fans erwartet. Auch das andere Pokal-Halbfinale zwischen Meister Juventus Turin und dem AC Mailand muss neu terminiert werden.

14:44 Uhr

FCA-Coach Schmidt: "Lasst uns den Sport, der uns Spaß bereitet."

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Martin Schmidt hofft auf die Einsicht der Fans.

(Foto: imago images/Krieger)

Trainer Martin Schmidt vom FC Augsburg hofft auf ein Ende des Fan-Zwists in der Fußball-Bundesliga und sieht keine Verhältnismäßigkeit zu wichtigeren Sorgen auf der Welt. "Ich glaube, wir haben im Moment in der Gesellschaft und in der Öffentlichkeit andere Probleme zu stemmen", sagte der Schweizer am Mittwoch. Er erwähnte den rassistischen Anschlag von Hanau, die Flüchtlingskrise und das Coronavirus. Dies sei herausfordernd genug, "ohne dass wir noch solche unwürdigen Themen aufmachen wie am Wochenende."

In mehreren deutschen Stadien beleidigten Fans den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) - als Reaktion darauf wurden Spiele unterbrochen. Vom DFB, der Deutschen Fußball Liga (DFL) und den Vereinen gab es heftige Kritik an den Anhängern. Schmidt hofft auf die Einsicht der Fans und auf eine Rückbesinnung zum Sport. "Wenn ich am Abend die Tagesthemen oder die Tagesschau gucke, muss ich wirklich sagen: Da kommt ein Blockthema nach dem anderen, was mich bewegt. Lasst uns doch den Sport, der uns Freude und Spaß bereitet! Ohne den wird es noch ein bisschen trister."

13:57 Uhr

"Hurensohn"-Rufe - Warum es auf Schalke keine Unterbrechung gab

Der DFB und die Vereine wollen in der hitzigen Debatte um Schmähungen in Stadien die Konfrontation mit den Fans nicht verschärfen. Daher gab es im Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München (0:1) am Dienstag keine Reaktion auf die "Hurensohn"-Sprechchöre gegen Manuel Neuer aus der Schalker Nordkurve. Der gebürtige Gelsenkirchener ist seit seinem Wechsel zum FC Bayern 2011 Beschimpfungen ausgesetzt, die auch diesmal ein im Fußball übliches Maß nicht überschritten. Am Wochenende war es bei einigen Bundesliga-Partien zu wortgleichen Schmähungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und zu Spielunterbrechungen gekommen. Laut Schalkes Mediendirektor Thomas Spiegel seien die Fälle unterschiedlich zu beurteilen. Das Wort ("Hurensohn") sei hier "situativ und situationsbedingt" gebraucht worden. Bei einem Treffen der Klubs mit DFB-Vertretern und Schiedsrichter Tobias Stieler vor der Partie sei eine Strategie festgelegt worden. Es ging nicht darum, "zu schauen, wann können wir die erste, zweite, dritte Stufe zünden. Aber auch nicht zu sagen, wir ignorieren alles", sagte Spiegel. Es ging vor allem um "Deeskalierung und Augenmaß. Das Ziel war zu sagen: Wie können wir ein Fußballspiel durchführen und zur Normalität zurückkehren?"

Eine Analyse zu dem Thema lesen Sie hier!

13:31 Uhr

Biathlet Simon Schempp ist nach Formtief zurück im Weltcup

Biathlet Simon Schempp kämpft wieder einmal um den Anschluss an die Weltspitze und auch um seine Karriere: Zwei Monate hat der 31-Jährige wegen anhaltender Formschwäche pausiert, jetzt kehrt er zurück in den Weltcup. "Ich fühle mich generell gut, kann aber nicht abschätzen, wie schnell das im Wettkampf Wirkung zeigt", so Schempp. Der Weltcup in Tschechien findet ab Donnerstag aufgrund des Coronavirus ohne Zuschauer statt.

Im Januar war Schempp nach schwachen Auftritten im Weltcup ausgestiegen und hatte auch bei der WM in Antholz gefehlt. Schon im letzten Jahr hatte der Ex-Weltmeister wegen fehlenden Resultaten die Saison vorzeitig beendet.

12:56 Uhr

Zurück zum FC Barcelona? PSG nennt Preis für Neymar

Superstar Neymar steht nach einem schwachen Auftritt in der Champions League und nach einem Platzverweis in der Ligue 1 bei Paris Saint-Germain immer mehr in der Kritik. Dass Neymar gerne zurück zum FC Barcelona wechseln möchte ist kein Geheimnis. Jetzt soll PSG nach Angaben der "Mundo Deportivo" einen Preis festgesetzt haben: Für 180 Millionen Euro soll der französische Meister bereit sein, Neymar abzugeben.

Neymar war im Sommer 2017 nach vier Jahren in Barcelona für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro nach Paris gewechselt.

12:13 Uhr

Das Duell der Borussias findet trotz Coronavirus statt

Der Fußball trotzt der drohenden Epidemie: Ungeachtet der Coronavirus-Krise findet das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund wie geplant am Samstag (18.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de) statt. Die Entscheidung gegen eine zwischenzeitlich im Raum stehende Absage des Duells gaben Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und die Gladbacher Borussen nach Beratungen mit mehreren Behörden von Stadt und Land bekannt. "Es gibt keinen Grund für eine Absage", sagte Laumann auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf zu Risiken einer Infektion mit dem Virus durch den Besuch der Begegnung mit Nachdruck.

11:50 Uhr

Genervter Klopp rüffelt Journalist für Corona-Frage

 

11:14 Uhr

Fußballer Bastians berichtet über Corona-Wahnsinn in China

Quarantäne, Fiebermessen, Schutzmasken, Geisterstraßen - China-Legionär Felix Bastians hat die Coronavirus- Epidemie mit seinem Klub Tianjin Teda selbst erlebt. "Tianjin ist eine Stadt mit 15 Millionen Einwohnern. Alles war wie leer gefegt. Da hat kein Restaurant offen, nichts. Solche Szenarien kennt man sonst nur aus Katastrophenfilmen", schilderte der Fußballprofi aus Bochum der "Sport Bild". Der Spielbetrieb in der chinesischen Eliteliga ist aufgrund des neuen Coronavirus ausgesetzt, Bastians weilt derzeit ebenso wie Teda-Trainer Uli Stielike in Deutschland. Im Trainingslager des Klubs in Thailand "wurde jeden Tag Fieber gemessen", sagte der 31 Jahre alte Bastians. Er habe auf der 25-stündigen Rückreise aus dem Trainingscamp nach Deutschland seine "Sagrotan-Flasche aufgebraucht."

10:07 Uhr

Laut "Bild"-Zeitung: Nouri distanziert sich von Klinsmann

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Vertraute? Das war einmal.

(Foto: imago images/Kolvenbach)

Hertha-Trainer Alexander Nouri soll sich einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge bei einer Sitzung mit dem Mannschaftsrat von Jürgen Klinsmann distanziert haben. Dieser hatte nach seinem Rücktritt nach nicht einmal 80 Tagen als Chefcoach der Berliner erklärt, dass er noch in Kontakt mit dem 40 Jahre alten Nouri stehe, der unter Klinsmann als Co-Trainer geholt worden war. In einem Protokoll, das der ehemalige Nationalcoach hatte anfertigen lassen, waren die Vereinsführung aufs Schärfste kritisiert und die Spieler einzeln bewertet worden. Bei dem Treffen mit dem Mannschaftsrat von Hertha BSC habe Nouri nun deutlich gemacht, dass er diese Bewertungen nicht teile. Er wolle für einen Neuanfang ohne Vorurteile stehen, sagte er dem Bericht zufolge.

09:40 Uhr

Coronavirus verhindert Start der neuen Basketball-Liga in Afrika

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Die von der NBA unterstützte neue Basketball-Liga in Afrika (BAL) hat den Start in ihre Premierensaison wegen des neuartigen Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben. BAL-Präsdent Amadou Gallo folgt damit einer Empfehlung der senegalesischen Regierung. Die Saison hätte am Freitag kommender Woche in Dakar, Senegal beginnen sollen. In der Liga spielen zwölf Teams aus zwölf Ländern, die NBA unterstützt dabei erstmals eine Liga außerhalb von Nordamerika.

Experten schätzen das Risiko einer Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 in Afrika als sehr hoch ein, da der Kontinent enge Verbindungen mit China hat und die Gesundheitssysteme in vielen Ländern eher schwach sind. Zudem leben in Ballungsräumen wie Lagos, Kairo und Algier Millionen Menschen auf engem Raum zusammen.

08:35 Uhr

Medien: BVB verpflichtet Mega-Talent für Mega-Ablöse

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(Foto: imago images/PA Images)

Nach Jadon Sancho und Erling Haaland hat sich Borussia Dortmund offenbar das nächste Riesentalent gesichert. Einem Bericht der "Sport Bild" zufolge soll der 16 Jahre alte Jude Bellingham vom englischen Zweitligisten Birmingham City im Sommer zum BVB wechseln. Damit hätten die Dortmunder das Rennen um den Teenager gewonnen, auch der FC Liverpool, Manchester United und der FC Chelsea seien an Bellingham interessiert gewesen. Der BVB und der englische Junioren-Nationalspieler sollen sich über eine Zusammenarbeit vom Sommer an einig sein. Im Gespräch seien rund 35 Millionen Euro Ablöse. Damit könnte Bellingham zum Rekordtransfer der Dortmunder werden.

07:57 Uhr

"Kassieren zu viele Tore" - Klopp hadert mit seinem FC Liverpool

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Jürgen Klopp hadert mit der plötzlichen Abwehrschwäche seines Teams.

(Foto: REUTERS)

Acht Gegentore in den vergangenen vier Spielen gefallen Trainer Jürgen Klopp beim FC Liverpool überhaupt nicht. "Es lief bislang so gut für uns, weil wir hervorragend verteidigt haben", erklärte der 52-Jährige nach dem 0:2 gegen den FC Chelsea und dem Aus im Achtelfinale des FA-Cups. "Normalerweise bekommst du gegen uns nicht so viele Chancen, aber wir müssen zugeben, dass wir in den letzten drei - vielleicht vier - Spielen absolut zu viele Tore kassiert haben, das ist wahr." Beunruhigt sei er nach zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen aber nicht. "Ich mache mir keine Sorgen über das Momentum. Das ist Fußball und wir waren nie der Meinung, dass es eine einfache Saison wird, eine einfache Phase oder ein einfaches Spiel heute Abend", sagte er. "Wir haben es gut gemacht, aber in den entscheidenden Momenten nicht gut genug und das müssen wir akzeptieren."

07:23 Uhr

Für Draisaitl und seine Edmonton Oilers läuft's

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Matchwinner: Goalie Mikko Koskinen.

(Foto: AP)

Für Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers läuft's derzeit einfach.

  • Im Gegensatz zum 8:3 gegen die Nashville Predators tags zuvor hatte das Team aus Kanada beim 2:1 nach Verlängerung gegen die Dallas Stars am Dienstagabend aber deutlich mehr Mühe.
  • NHL-Topscorer Draisaitl blieb nach seiner Vier-Tore-Gala gegen Nashville dieses Mal ohne eigenen Treffer, er bereitete das 1:0 von Ryan Nugent-Hopkins aber vor und steht nun bei 108 Scorerpunkten.
  • Großen Anteil am Sieg hatte Edmontons Torwart Mikko Koskinen mit 42 gehaltenen Schüssen.
06:55 Uhr

"Haben Dialog eingefordert" - Fanverbände attackieren DFB

Die Fanverbände fühlen sich vom DFB erneut brüskiert. In einer Mitteilung der Organisation "Unsere Kurve" wurde der Verband dafür kritisiert, die Umstände der Einberufung eines runden Tisches zur Lösung des Konflikts zwischen Ultras und DFB falsch dargestellt zu haben. "Die Fanorganisationen haben die Verbände aufgefordert, den Dialog zu suchen. Nicht umgekehrt", hieß es dort. Die geplante Sondersitzung der AG Fankulturen bedeute "keine Annäherung" in dem Streit. "Wir haben den Dialog eingefordert, um auszuloten, ob und wie die Situation deeskaliert werden kann", schrieben die Verfasser.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie hier!

06:34 Uhr

Das war's für Nübel - Schalke beendet Torwart-Debatte

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Nach seinen Patzern zuletzt hat Alexander Nübel den Status als Nummer eins beim FC Schalke 04 verloren.

(Foto: REUTERS)

Alexander Nübel wird nicht mehr ins Tor der Schalker zurückkehren, bis zum Saisonende setzt Trainer David Wagner auf Markus Schubert. "Alternativlos" nannte der Coach die Entscheidung zugunsten des U21-Nationaltorwarts, der den zuletzt schwachen Nübel schon beim 0:1 (0:1) im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayern München ersetzte. Der 21-Jährige bot eine starke Leistung und verhinderte mit mehreren Paraden eine höhere Niederlage. Zu Nübel, der im Sommer ablösefrei zum FC Bayern wechselt, hatte Wagner nach den kapitalen Fehlern in den Spielen gegen RB Leipzig (0:5) und beim 1. FC Köln (0:3) das Vertrauen verloren.

Eine ausführliche Meldung zur beendeten Torwart-Diskussion beim FC Schalke 04 gibt's hier!

06:02 Uhr

"Nicht normal" - Kimmich fordert Konsequenzen bei Diskriminierungen

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Joshua Kimmich fordert weitere Zeichen gegen den ausufernden Beleidigungen.

(Foto: dpa)

Meinungsstark: Joshua Kimmich hält ein konsequentes Vorgehen gegen Beleidigungen und Diskriminierungen in deutschen Fußballstadien für überfällig. "Man sollte ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann", sagte er am Dienstagabend dem TV-Sender Sky. Er habe das Gefühl, dass Schmähungen, Diskriminierungen und Respektlosigkeiten im deutschen Fußball an der Tagesordnung seien. "Sowas ist nicht normal", sagte Kimmich. Wegen der Schmäh-Plakate von Münchner Fans gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp stand am Samstag das Bundesliga-Spiel der Bayern in Sinsheim vor dem Abbruch. Beide Teams schoben sich den Ball in den letzten 13 Minuten der Partie beim Stand von 6:0 für die Münchner aus Protest gegen das Fanverhalten nur noch hin und her. "Vielleicht war das Zeichen zu spät gesetzt", sagte Kimmich und verwies auf frühere Vorfälle, bei denen Fußballer rassistisch attackiert worden waren.

Mehr über die sportlichen Qualitäten von Kimmich beim Pokalerfolg gegen den FC Schalke 04 lesen Sie hier!