Mittwoch, 01. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & Torben Siemer & David Bedürftig
23:24 Uhr

"Der Fußball, speziell die Profis, leben in einer Parallelwelt"

Der frühere Sportveranstalter Kurt Denk hat heftige Kritik am Profi-Fußball wegen des Umgangs mit der Corona-Krise geübt. "Der Fußball, speziell die Profis, leben noch in einer sehr komfortablen Parallelwelt", sagte der Begründer des Frankfurter Ironman-Triathlons in einem Interview der "Frankfurter Rundschau". Der 70-Jährige äußerte großes Unverständnis über eine von den 36 Profivereinen angestrebte Fortsetzung der bis mindestens 30. April ausgesetzten Saison: "Wir können doch nicht Geisterspiele veranstalten, bei denen sich in abgeschirmten Arenen 22 Millionäre über den Rasen bewegen, während draußen die Zahl der Kurzarbeiter in die Höhe geht. Das ist ein irres Ding."

Man müsse sich fragen, "was ist für das Überleben der Wirtschaft, für das Miteinander der Gesellschaft wichtiger: Die Firmen und Betriebe am Laufen zu halten oder die Brot-und-Spiele-Geschichte", so Denk. "Viele aus unserer Bevölkerung werden bald vor existenziellen Fragen stehen und nicht davor, ob sie Samstagnachmittag ein Geisterspiel aus der Bundesliga im Fernsehen sehen können. Der Profifußball muss aufpassen, dass ihm durch seine abgehobene Sicht nicht das gierige Boni-Banker-Image droht."

22:50 Uhr

DFB-Team zählt bei eEuro 2020 zu Top-Favoriten

Nach ihrer perfekten Qualifikation gehört die eSport-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der Endrunde der UEFA eEuro 2020 in London (10./11. Juli) zu den Top-Favoriten. Der Sportwettenanbieter bwin zahlt das 5,00-Fache des Einsatzes zurück, falls das Schalker Quartett Mike "EL_Matador" Linden, Matthias "GoooL" Winkler, Mehrab "MeroMen" Esmailian und Payam "Payamjoon69" Zeinali beim virtuellen Turnier triumphiert. Nur Frankreich ist mit der Sieg-Quote 4,00 besser notiert. Zum engen Kreis der Titelanwärter zähleen demnach außerdem die Niederlande (6,00) und Griechenland (8,00).

22:25 Uhr

Zweitligist wehrt sich gegen Insolvenz-Gerüchte - mit einem "Aber"

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Das Wildparkstadion wird momentan für mehr als 120 Millionen Euro umgebaut.

imago images/Carmele/tmc-fotografie.de

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat Medienberichten einer zeitnahen Insolvenz widersprochen - den Ernst der Lage allerdings nicht geleugnet. "Vorausgesetzt, die TV-Gelder kommen", sagte Geschäftsführer Michael Becker, "sind wir nach aktueller Planung bis zum 30. Juni gut aufgestellt". Sie befänden sich durch die Coronakrise allerdings "in einer nie da gewesenen Situation".

Der SWR hatte berichtet, dass der KSC in der kommenden Woche zahlungsunfähig sei. "Selbstverständlich prüfen wir alle möglichen Szenarien und suchen Lösungen für unterschiedliche Finanzierungen, um auf sämtliche Eventualitäten vorbereitet zu sein", sagte Becker weiter.

21:50 Uhr

Verschiebung der Tour de France rückt näher

Bei den Planungen für die Wiederaufnahme der Radsport-Saison im Zuge der Corona-Krise deutet sich eine Verschiebung der Tour de France an. Der Weltverband UCI und die Teams sind demnach übereingekommen, dass eine Austragung der Frankreich-Rundfahrt von höchster Wichtigkeit ist. Andernfalls stünden mehrere Mannschaften vor erheblichen finanziellen Problemen. Laut UCI-Vizepräsident Renato Di Rocco kommen drei mögliche Termine für den Neustart der Saison in Betracht: Der 1. Juli, der 15. Juli oder der 1. August. Das ließ Di Rocco gegenüber mehreren italienischen Medien durchblicken. Demnach soll den Fahrern dann eine 30-tägige Vorbereitungszeit mit kleineren Rennen eingeräumt werden. Anschließend könnte die Tour beginnen, also womöglich im August. Der Start der Frankreich-Rundfahrt ist für den 27. Juni in Nizza angesetzt und wird angesichts der Ausbreitung des Coronavirus immer unwahrscheinlicher. Die Tour-Organisatoren wollen laut Di Rocco mit einer Entscheidung bis zum 15. Mai warten. Auch eine Austragung ohne Zuschauer gilt als eine Variante.

Ziel bei den Terminplanungen ist es, die drei großen Rundfahrten (Tour, Giro d'Italia und Vuelta) sowie die großen Ein-Tages-Klassiker wie Paris-Roubaix durchzuführen. Der Weltverband betonte indes, am WM-Beginn ab dem 20. September in der Schweiz festhalten zu wollen.

20:24 Uhr

Wegen Verlassens der Stadt ohne Genehmigung: Boateng muss blechen

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat gegen seinen Innenverteidiger Jérôme Boateng wegen Verlassens der Stadt ohne Genehmigung durch den Klub eine Geldstrafe in nicht genannter Höhe verhängt. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2014 habe den "Verhaltensweisen in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter" zuwidergehandelt. Die Summe werde an Münchner Krankenhäuser gespendet. Details nannte der FC Bayern nicht. Am Dienstag hatte zunächst TV Oberfranken berichtet, Boateng habe einen Autounfall auf der A9 bei Selbitz auf glatter Fahrbahn unverletzt überstanden. Laut "Bild-Zeitung" hatte Deutschlands Fußballer des Jahres 2016 am trainingsfreien Montag seinen erkrankten Sohn in Sachsen besucht.

18:04 Uhr

Sportwetten-Betrüger in der Ukraine fliegen auf

Mitten der Coronavirus-Krise hat es in der Ukraine einen Betrugsversuch mit Sportwetten gegeben. Dabei handele es sich um vier nicht abgehaltene Freundschaftsspiele von Amateurklubs teils aus der fünften Liga, teilte die Ethikkommission des ukrainischen Fußballverbands der Deutschen Presse-Agentur in Kiew mit. Die Spiele sollten demnach am 25. und 26. März in der südukrainischen Stadt Berdjansk ausgetragen werden. Zudem habe es auf einer gefälschten Internetseite Ankündigungen für Freundschaftsspiele für den 29. März im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad gegeben. Der ukrainische Fußballverband hatte aber wegen des Coronavirus den Spielbetrieb landesweit bereits am 18. März eingestellt.

Der Verband hat nach eigenen Angaben bereits am vergangenen Freitag die Europäische Fußball-Union Uefa darüber informiert. Es solle Anzeige erstattet werden. In der Ukraine gab es wiederholt Skandale um geschobene Fußballspiele und Wettbetrug.

17:11 Uhr

Milan macht Ibrahimovic unglücklich

Fußball-Weltstar Zlatan Ibrahimovic, seit Dezember beim italienischen Renommierklub AC Mailand, will sich offenbar am Ende dieser Saison von seinem Klub trennen. Der 38-Jährige möchte nicht die Option in Anspruch nehmen, seinen Vertrag mit Milan um ein weiteres Jahr zu verlängern. Das berichtet die Gazzetta dello Sport. Der schwedische Ausnahmespieler ist von den Entwicklungen bei Milan enttäuscht, nachdem sich der Klub von Sportchef Zvonimir Boban getrennt hat, der Ibrahimovic nach Mailand zurückgeholt hatte. Hintergrund war Bobans Kritik an Klubchef Ivan Gazidis, der in Hinblick auf die kommende Saison mit Ex-Bundesliga-Coach Ralf Rangnick angeblich einen Vorvertrag für ein Doppelmandat als Trainer und Sportdirektor unterschrieben haben soll. Rangnick soll angeblich Trainer Stefano Pioli ersetzen, dieser wiederum gilt als Vertrauensperson von Ibrahimovic.

Diese Situation sowie die Ungewissheit um das Ende der italienischen Meisterschaft wegen der Coronavirus-Pandemie sollen Ibrahimovic zum Entschluss bewogen haben, seine Fortbeschäftigung in Mailand zu beenden.

16:21 Uhr

Vertragspoker bei Bayern: Boateng und Martínez müssen weiter warten

Bei Bayern München stehen viele Verträge vor neuen Verhandlungen. Im Mittelpunkt stehen aktuell die Gespräche mit Manuel Neuer, der vom FC Bayern angeblich einen Kontrakt bis 2025 fordert. Und auch die Gespräche mit Thomas Müller, Trainer Hansi Flick, Thiago und David Alaba stehen in München sehr zeitnah auf dem Tagesplan. Keine Rolle spielen im Moment dagegen die möglichen Vertragsverlängerungen von Jérôme Boateng und Javi Martínez - und das wird vorerst auch so bleiben.

"TZ"-Reporter Manuel Bonke schreibt, dass die beiden Defensivspieler vorerst nicht mit einem neuen Vertragsangebot des Rekordmeisters rechnen dürfen. Der Grund: Der FC Bayern will zunächst die Gespräche mit den oben genannten Leistungsträgern führen, bevor er sich den beiden 31-Jährigen widmet. Sowohl Boateng als auch Martínez stehen noch bis zum Sommer 2021 unter Vertrag. Überraschend kommt die Entscheidung der Münchner Verantwortlichen nicht. Um Boateng und Martínez gab es schon in den vergangenen Monaten immer wieder Wechsel-Gerüchte. Boateng stand im Sommer 2019 und im vergangenen Winter vor einem Abschied. Martínez wird derweil schon länger mit einer Rückkehr zu seinem Ex-Klub Athletic Bilbao in Verbindung gebracht.

15:23 Uhr

Trauriges Ende bei Werder: Pizarro zurück zu Bayern

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Zieht sich still und heimlich von der Weser zurück: Claudio Pizarro.

(Foto: dpa)

Claudio Pizarro hat entschieden, wie es nach seinem Ende bei Werder Bremen weitergeht: Laut "Sport Bild" wird er nach seiner aktiven Laufbahn Markenbotschafter beim FC Bayern München. Damit erteilt der 41-Jährige seinem aktuellen Klub zugleich eine Absage. Sowohl Werder als auch Bayern haben um die Dienste von Pizarro als Botschafter gebuhlt. "Wir würden ihn gerne an Werder binden", zitiert das Sportmagazin Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.

"Claudio ist ein ganz großes Thema bei uns, was die Rolle als Botschafter betrifft. Er ist sehr beliebt bei den Bayern-Fans, daher wäre es schön, wenn er zu uns kommt", sagte Werder-Konkurrent und Bayerns Botschafter-Kapitän Giovane Elber. Damit steht Pizarro vor einem unrühmlichen Ende bei Werder. Der Vertrag des Routiniers läuft am Saisonende aus. Eine große Abschiedsfeier oder ein Abschiedsspiel wird in Zeiten der Corona-Pandemie wohl nicht möglich sein. Zudem ist unklar, ob der 41-Jährige überhaupt noch ein Spiel für Werder machen wird.

14:38 Uhr

DFL stellt klar: Geisterspiele laufen nicht im Free-TV

Auf ein Stadionerlebnis müssen die Fußball-Fans in Deutschland noch lange verzichten - doch trotz der steigenden Sehnsucht nach Live-Events wird es mögliche Geisterspiele nur in Ausnahmefällen im Free-TV zu sehen geben. "Alles für alle frei zugänglich anzubieten, würde die Verträge, die wir auch mit den öffentlich-rechtlichen Sendern haben, sehr tangieren beziehungsweise die Wertigkeit komplett zerstören. Damit würden wir vertragsbrüchig werden", stellte DFL-Boss Christian Seifert klar. Die Rechte zur Liveübertragung von Bundesligaspielen liegen beim Pay-TV-Sender Sky und dem Streamingdienst DAZN.

Mit beiden Unternehmen befindet sich die Deutsche Fußball Liga laut Seifert in Gesprächen, wie die Ware Fußball in Zeiten der Corona-Krise im Falle einer Fortsetzung der bis mindestens 30. April ausgesetzten Saison in möglichst viele Wohnzimmer transportiert werden kann. "Wir arbeiten an Lösungen, die dieser Ausnahmesituation gerecht werden und versuchen natürlich Möglichkeiten zu finden, dann auch sehr spezielle Angebote zu machen. Aber so weit sind wir noch nicht", sagte Seifert.

14:08 Uhr

Geht die Champions League erst im Juli weiter?

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(Foto: imago images/MIS)

Die Champions League und Europa League könnten einem Medienbericht zufolge aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis Juli pausieren. Wie das ZDF berichtete, war die weitere Aussetzung der Europapokal-Wettbewerbe ein Thema während der Konferenz der 55 Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union am heutigen Mittwoch. Demnach sollen auch die im Juni geplanten Länderspiele verlegt werden. Den offiziellen Beschluss müsste nach dpa-Informationen das Uefa-Exekutivkomitee fassen. Derzeit sind alle Uefa-Partien auf Klub-Ebene für unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Die Deutsche Fußball Liga hatte am Dienstag beschlossen, den eigenen Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April auszusetzen. Das erklärte Ziel der DFL und anderer europäischer Top-Ligen bleibt aber, die aktuelle Saison 2019/20 bis zum 30. Juni abzuschließen. Werden die Partien im Europapokal erst im Juli oder August gespielt, würde das den nationalen Ligen mehr Räume im Terminkalender verschaffen.

13:38 Uhr

Ein Drittel der Fans befürwortet Bundesliga-Abbruch

Ein Drittel der Fußball-Fans ist einer Umfrage zufolge für einen sofortigen Saison-Abbruch in der Bundesliga. Das hat Nielsen Sports mit einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. Allerdings möchten 65 Prozent der befragten Fußballinteressierten, dass die laufende Saison auch zu Ende gespielt wird. 45 Prozent würden sich mit den sogenannten "Geisterspielen" anfreunden. Die Meinungsumfrage wurde vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt durchgeführt. Die 36 Profivereine der 1. und 2. Bundesliga hatten am Dienstag beschlossen den Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April auszusetzen. Die Klubs halten an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen.

12:56 Uhr

Füchse-Trainer übersteht Corona-Infektion

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(Foto: imago images/Camera 4)

Trainer Michael Roth vom Handball-Bundesligisten Füchse Berlin hat seine Coronavirus-Infektion gut überstanden. "Ich habe die positive Nachricht vom Gesundheitsamt bekommen, dass ich raus aus der Quarantäne bin", sagte der 58-Jährige.

  • Zuvor musste Roth bis Dienstag 14 Tage lang in seiner Hamburger Wohnung bleiben. Jetzt darf er zumindest mal wieder in einen Supermarkt.
  • Vor allem die ersten Tage der Erkrankung waren für den Coach nicht leicht. Er hatte Schweißausbrüche, Schnupfen, Gliederschmerzen und fühlte sich sehr müde. "Wenn man die Nachrichten so verfolgt hat, dass Menschen daran schwer erkrankt oder sogar gestorben sind, ist man jetzt schon erleichtert", sagte er.
  • Angst hatte er zwar nicht, aber für den Kopf war es dennoch eine schwierige Situation. "Dann setzt natürlich auch die Psyche ein. Man hat großen Respekt. Ich gehe ja auch schon auf die 60 zu. Ich fühle mich zwar noch jung, aber plötzlich bemerkt man, dass man doch an der Risikogruppe dran ist", sagte Roth. Kraft gaben ihm auch seine Spieler. "Alle haben mich angerufen und mir eine gute Genesung gewünscht", berichtete er.
12:03 Uhr

Medienberichte: Cristiano Ronaldo würde Juve für zwei Klubs verlassen

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(Foto: dpa)

Nach zur zwei Jahren bei Juventus Turin scheint sich Cristiano Ronaldo nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen. 2018 war der Stürmer für 100 Millionen Euro von Real Madrid in den Norden Italiens gewechselt, nun soll die Reise weitergehen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, plant der 35-Jährige bereits seinen Abschied von der Alten Dame. Laut dem spanischen Sportblatt "Marca" kommen nur zwei Klubs infrage: Paris Saint-Germain und Manchester United. Bei einem Wechsel nach England würde Ronaldo zu dem Team zurückkehren, bei dem er sich vor rund 15 Jahren zum Weltstar entwickelte.

11:54 Uhr

Lesetipp

Alle Folgen der Sportvideos für die Quarantäne

Der Livesport steht still, die Coronavirus-Krise stoppt die Ligen, Wettkämpfe sind abgesagt. Auf Sport aus dem TV muss trotzdem niemand verzichten, schließlich gibt es Aufzeichnungen von historischen Ereignissen. Wir schreiben die schönsten, traurigsten, eindrücklichsten Momente auf und erleben sie noch einmal.


Diese Liste wird mit jeder neuen Folge aktualisiert.

10:40 Uhr

Tour-Sieger Bernal hält wenig davon, Frankreich-Rundfahrt zu starten

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(Foto: REUTERS)

Tour-de-France-Sieger Egan Bernal hat sich im Zuge der Coronakrise für eine Verschiebung der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt ausgesprochen. "Diese Zwangspause trifft uns alle. Wenn die Tour im Juli ausgetragen würde, wären einige Fahrer dem Rennen aufgrund der Vorbereitung womöglich nicht gewachsen. Es könnte besser sein, die Tour zu verschieben", sagte Bernal in einer Instagram-Live-Session des kolumbianischen Verbandes. Der 23-Jährige legt knapp drei Monate vor dem geplanten Tour-Start am 27. Juni in Nizza in seiner Heimat die Füße hoch. Er trainiere derzeit "weder mental noch physisch", in Absprache mit seinen Trainern habe er entschieden, "dass es momentan das Beste ist, wenn ich mich ausruhe."

Die Tour-Organisatoren halten derzeit am Starttermin 27. Juni fest. Die französische Sportministerin Roxana Maracineanu hatte zuletzt sogar eine "Geister-Tour" ohne Zuschauer vorgeschlagen.

09:40 Uhr

Bayerns Coutinho spendet 20 Tonnen Lebens- und Hygienemittel

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(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Trotz Quarantäne im fernen München hat Bayern-Fußballstar Philippe Coutinho eine gewaltige Hilfsaktion in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro angeleiert. Der 27-Jährige spendete laut dem Internetportal Globoesporte rund 20 Tonnen Lebens- und Hygienemittel, die in Armenvierteln rund um das Stadion von Vasco da Gama, wo er seine Karriere begann, verteilt werden.

Auf den mehr als 1000 Plastiktaschen, gefüllt mit Reis und Bohnen, Zucker, Öl und Kaffee, aber auch Wasch- und Spülmittel, klebt eine Botschaft des vom FC Barcelona ausgeliehenen Selecao-Spielers. "Die Welt durchlebt einen schwierigen Moment, und jeder von uns muss seinen Beitrag leisten", schreibt der Brasilianer und bittet eindringlich: "Lasst uns zu Hause bleiben." Und der unweit von der Arena San Januario geborene Coutinho verspricht weiter: "Das ist nur der Anfang einer großen Wohlfahrts-Kampagne."

08:42 Uhr

Neuer Vertrag für Neuer? Das empfiehlt Torwart-Ikone Sepp Maier

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(Foto: imago/MIS)

Der frühere Weltklasse-Torhüter Sepp Maier würde Manuel Neuer einen langfristigen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München geben. "Neuer soll bis 2025 bleiben, dann hat Bayern keine Torhüter-Sorgen. Kahn hat auch bis 39 gespielt. Es gibt nur gute und schlechte Spieler, aber keine alten und jungen. Das trifft besonders auf Torhüter zu", sagte der 76 Jahre alte Maier der "Bild"-Zeitung.

  • Der "Kicker" hatte berichtet, dass das Thema Vertragsverlängerung von Nationaltorwart Neuer bei den Bayern derzeit "massiv" stocke. Ein entscheidender Aspekt sei die Dauer. Angeblich biete der FC Bayern einen neuen Vertrag bis zum Sommer 2023, von Spielerseite seien fünf Jahre ins Gespräch gebracht worden.
  • Auch die "Bild"-Zeitung schrieb, Neuer fordere angeblich einen neuen Vertrag bis Ende Juni 2025.
  • Mit Alexander Nübel haben die Münchner für die nächste Saison einen Torhüter verpflichtet, der ablösefrei vom FC Schalke 04 kommt. "Der muss warten. Hinter mir mussten bei meinen 422 Spielen in Folge acht Torhüter auf der Bank sitzen", sagte Maier.
07:30 Uhr

Löw ist jetzt der dienstälteste Bundestrainer der Welt

Joachim Löw, Nationaltrainer von Deutschland. Foto: Christian Charisius/dpa

(Foto: Christian Charisius/dpa)

Bundestrainer Joachim Löw ist ab sofort dienstältester Nationaltrainer der Fußballwelt. Heute löst der 60-Jährige den uruguayischen Cheftrainer Oscar Tabarez ab, dem aufgrund der Coronavirus-Krise vom nationalen Verband zum 31. März gekündigt worden war.

  • Löw hatte seinen vorherigen Chef Jürgen Klinsmann am 12. Juli 2006 als Bundestrainer beerbt und ist mittlerweile seit 13 Jahren und 264 Tagen im Amt. Der 73-jährige Tabarez hatte seine Arbeit knapp drei Monate früher aufgenommen.
  • Löw betreute sein Team bislang in 181 Spielen und hat noch einen Vertrag bis Juli 2022.
  • Der Weltmeistercoach von 2014 ist damit auf den Trainerstühlen der Nationalmannschaften weltweit nahezu die einzige Konstante. Mit lediglich knapp zehn Jahren Amtszeit folgen Koldo als Nationaltrainer Andorras und Luxemburg-Coach Luc Holtz im weltweiten Vergleich auf den Plätzen zwei und drei.
  • Gerade bei den führenden Fußballnationen wird wenig Wert auf Kontinuität gelegt. Von allen für die WM 2018 qualifizierten Teams ist der französische Weltmeister-Coach Didier Deschamps mit lediglich siebeneinhalb Jahren nach Löw am zweitlängsten im Amt.
06:39 Uhr

NFL stockt die Playoffs auf

Die US-Football-Liga NFL stockt zur kommenden Saison ihre Playoffs um zwei Mannschaften auf. Das teilte die Liga im Anschluss an die nötige Abstimmung der Teambesitzer mit.

  • Demnach qualifiziert sich künftig aus der American Conference AFC und der National Conference NFC jeweils ein siebtes Team für die Endrunde, sodass insgesamt 14 statt wie bisher 12 Mannschaften im K.-o.-System um den Einzug in den Super Bowl spielen.
  • Nur noch das jeweils topgesetzte Team aus AFC und NFC soll dann für die erste Runde ein Freilos erhalten, bisher galt das für die jeweils zwei besten Mannschaften.
  • 1990 waren die Play-offs zuletzt von zehn auf zwölf Teilnehmer aufgestockt worden. Wie die NFL nun mitteilte, hatte seither die deutliche Mehrheit der Teams, die auf den siebten Plätzen abschlossen, eine positive Bilanz mit Blick auf Siege und Niederlagen.
  • Die neue Saison soll nach aktuellem Stand am 10. September beginnen, der Start der Play-offs ist mit jeweils drei Erstrundenspielen am 9. und 10. Januar 2021 angesetzt. Um den Super Bowl geht es am 7. Februar in Tampa/Florida.
05:58 Uhr

Ex-Marseille-Präsident stirbt an den Folgen des Coronavirus

Pape Diouf, der frühere Präsident des französischen Fußball-Erstligisten von Olympique Marseille, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen des Coronavirus gestorben. Dies berichtete das senegalesische Staatsfernsehen.

  • Diouf ist der erste Corona-Tote in dem westafrikanischen Staat, in dem 175 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt werden.
  • "Die Sportwelt trauert", schrieb die senegalesische Zeitung "Le Quotidien".
  • Der zuletzt im Senegal lebende Diouf war nach dem Ausbruch der Infektion zunächst ins Universitätskrankenhaus Fann in Dakar eingeliefert worden. Er sollte er zur Behandlung nach Frankreich geflogen werden. Sein Zustand verschlechterte sich allerdings schnell, dass er noch vor dem Abflug im Senegal starb.
  • Der senegalesische Sportjournalist war von 2005 bis 2009 Präsident von Olympique Marseille.