Mittwoch, 14. April 2021Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Till Erdenberger
23:21 Uhr

UEFA sperrt Verteidiger für zehn Spiele

imago1001628916h.jpg

Dieser Botschaft fühlte sich Kudela offenbar nicht verpflichtet.

imago images/CTK Photo

Verteidiger Ondrej Kudela vom tschechischen Fußballmeister Slavia Prag ist wegen rassistischen Verhaltens für zehn Spiele in UEFA-Wettbewerben gesperrt worden. Das teilte die Europäische Fußball-Union mit. Der 34-Jährige hatte während des Achtelfinal-Rückspiels der Europa League am 18. März beim schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers (2:0) nach Ansicht der UEFA-Ethik- und Disziplinarkommission seinen Gegenspieler Glen Kamara rassistisch beleidigt.

Kamara wurde für drei Spiele gesperrt. Der Finne mit familiären Wurzeln in Sierra Leone hatte sich nach der Beschimpfung eine körperliche Auseinandersetzung mit Kudela geliefert.

22:48 Uhr

DLV reist mit 38 Athleten nach Polen, um drei Staffeln zu Olympia zu bringen

Die deutschen 100-Meter-Meister Deniz Almas und Lisa-Marie Kwayie führen das 38-köpfige Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den World Relays im polnischen Chorzow (1. und 2. Mai) an. Bei der inoffiziellen Staffel-Weltmeisterschaft geht es unter anderem auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele (23. Juli bis 8. August) in Tokio.

Während die Frauen über 4x100 Meter ihr Ticket für Japan bereits sicher haben, benötigen die Sprint-Staffel der Männer sowie die drei deutschen Staffeln über 4x400 Meter (Männer, Frauen, Mixed) einen Platz unter den besten Acht, um es nach Tokio zu schaffen.

22:20 Uhr

Bayerns CL-Aus macht Kahn stolz

Nach dem Champions-League-Aus der Münchner hat der künftige Bayern-Boss Oliver Kahn dem Team ein Kompliment gemacht. "Über diese dramatische Partie musste ich erst einmal eine Nacht schlafen: Nach der ersten Enttäuschung überwiegt der Stolz auf eine Mannschaft, die über das gesamte vergangene Jahr enorme Mentalität bewiesen hat. Unsere Jungs haben gezeigt, was für ein großes Team sie sind!", schrieb der frühere Nationaltorhüter bei Twitter. Die Münchner waren gestern trotz eines 1:0-Erfolges bei Paris Saint-Germain in der Champions League ausgeschieden. Das Viertelfinal-Hinspiel in München hatten die Bayern mit 2:3 verloren.

"Trotz fehlender Leistungsträger" habe man einen großen Kampf geliefert, am Ende hab es aber leider nicht gereicht, schrieb Vorstand Kahn und gratulierte dem Gegner. Der 51-Jährige forderte von der Mannschaft: "(...) jetzt voller Fokus auf die Meisterschaft!"

21:47 Uhr

Osnabrück baut traurigen Zweitliga-Negativrekord aus

8d74a766d06747db610ce7e730ac8c1e.jpg

"Wenn wir an der Bremer Brücke stehen, wollen wir unsere Mannschaft siegen sehen" singen die Fans des VfL eigentlich. Das gab's lange nicht.

(Foto: dpa)

Der VfL Osnabrück hat mit der elften Heimniederlage in Folge den Negativ-Rekord der 2. Fußball-Bundesliga noch ausgebaut. Die Niedersachsen verloren das Kellerduell gegen Jahn Regensburg 0:1 (0:1) und stecken auf dem 16. Tabellenplatz fest. Seit Oktober hat der VfL an der Bremer Brücke keinen Punkt mehr geholt.

Andreas Albers verwandelte in der 26. Minute einen Foulelfmeter für den Jahn, Osnabrück konnte auch eine Überzahl in der Schlussphase nicht nutzen: Niklas Beste sah in der 84. Minute Rot wegen groben Foulspiels. Während Regensburg auf Platz 13 springt, steckt der VfL auch unter dem neuen Trainer Markus Feldhoff tief im Abstiegskampf. Auf dem Relegationsrang beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer schon drei Punkte.

21:24 Uhr

Mustafi macht sich offenbar langsam Feinde auf Schalke

Der FC Schalke 04 plant bereits intensiv für den Neuaufbau in der 2. Bundesliga. Shkodran Mustafi dürfte kein Teil dieses Plans sein. Nicht unbedingt wegen seiner unterdurchschnittlichen sportlichen Leistungen in den letzten Monaten, sondern weil er dazu auch noch indiskutable Trainingsleistungen abgeliefert haben soll. Demnach hat er laut "Sport Bild" die Übungen, die Dimitrios Grammozis angeordnet hatte, nicht wie gewünscht ausgeführt. Ein erster Rüffel brachte nichts, es musste gar ein zweites Gespräch mit dem Schalke-Trainer her, um Mustafi endlich auf Linie zu bringen.

Doch nicht nur Grammozis eckte beim 28-Jährigen an. Auch die Mitspieler stören sich laut dem Bericht des Sportblattes am Verhalten des Verteidigers. Dieser suche trotz vieler eigener Fehler die Schuld meist bei den anderen und wisse immer alles besser. Der Höhepunkt: Mustafi soll ohne Rücksprache mit dem Trainer eine andere Taktik vorgeschlagen haben.

Mehr dazu lesen Sie auch bei den Kollegen von sport.de

20:45 Uhr

Liverpool-Fans zerstören Scheibe am Bus von Real Madrid

Der Mannschaftsbus des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid ist vor dem Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale beim FC Liverpool von gegnerischen Fans attackiert worden. Das berichten spanische Medien übereinstimmend und zeigen zudem Bilder und Videos einer zerstörten Scheibe. Spieler der Königlichen wurden bei der Attacke demnach nicht verletzt.

Bei der Ankunft der Spanier an der Anfield Road hatten Anhänger des englischen Meisters offenbar Steine geworfen. Dabei ging die Scheibe zu Bruch. Zudem zündeten einige Fans der Mannschaft des deutschen Teammanagers Jürgen Klopp Feuerwerkskörper und Bengalos.

20:32 Uhr

"Nicht verantwortbar": Olympioniken sollen nur geimpft nach Tokio reisen

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, lehnt eine Olympia-Reise deutscher Sportler nach Tokio ohne vorherige Corona-Impfung ab. "Ich halte es nicht für verantwortbar, sie ungeimpft nach Tokio zu schicken", sagte die SPD-Politikerin dem Saarländischen Rundfunk. Allerdings soll laut Freitag nicht die Impf-Priorisierung zugunsten von Olympioniken aufgehoben werden. Man müsse eine Lösung finden, "die ich auch der Supermarktkassiererin gegenüber vertreten kann", sagte Freitag.

Zuvor hatte bereits DOSB-Chef Alfons Hörmann betont, nur mit Schutz-Impfungen gegen das Coronavirus könne man "guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden". Der 60-Jährige zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass trotz des zunächst schleppenden Impftempos nun auch die Sportlerinnen und Sportler bald an die Reihe kommen. "Wir gehen davon aus, dass alle Athletinnen und Athleten und selbstverständlich auch alle Betreuer rechtzeitig eine Impfung erhalten werden", sagte Hörmann im NDR-"Sportclub".

20:03 Uhr

Hans-Georg Noack ist tot

imago0000277894h.jpg

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf trauert um seinen Ehrenpräsidenten Hans-Georg Noack. Der langjährige Funktionär des Klubs starb am Dienstag im Alter von 92 Jahren in Lierenfeld. Überregional bekannt wurde Noack in den Jahren von 1986 bis 2001, als er für die Spielpläne der Bundesliga verantwortlich war.

Noack übernahm schon 1957 sein erstes Amt bei der Fortuna, 1978 rückte er an die Spitze des Klubs und erlebte als Präsident die DFB-Pokalsiege 1979 und 1980 sowie das Europapokalfinale 1979 gegen den FC Barcelona (3:4 n.V). 1982 schied er aus dem Amt.

Zwischen 1977 und 1986 war er zudem Mitglied des Spielausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), anschließend übernahm er für 15 Jahre das Amt des Bundesliga-Spielleiters. Mit Bleistift und Lineal bastelte er die Spielpläne zusammen.

19:03 Uhr

Kurios: Trainer löst Vertrag mit Klub auf und wird umgehend vom selben Klub verpflichtet

Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat den bis Juni 2021 gültigen Vertrag mit Cheftrainer Jaka Lakovic aufgelöst - und den Coach direkt im Anschluss einen neuen Zweijahresvertrag unterschreiben lassen. Von diesem Kuriosum berichtete der Verein auf seiner Homepage. Beide Seiten seien "mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden", hieß es von den Ulmern. Dies sei auch der Grund für die langfristige Verlängerung des Kontrakts. Ulm belegt in der Tabelle der Bundesliga derzeit Rang sieben.

18:32 Uhr

Ex-Tour-Sieger bricht sich im Training das Handgelenk "kompliziert"

imago1001338933h.jpg

Nibali gewann bereits die Tour (2014), den Giro (2013 und 2016) sowie die Vuelta (2010).

(Foto: imago images/Sirotti)

Der frühere Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali bangt um die Teilnahme am Giro d'Italia (8. bis 30. Mai). Der 36-Jährige vom Team Trek-Segafredo stürzte bei einer Trainingsfahrt nahe Ponte Tresa und erlitt einen "komplizierten Bruch" am rechten Handgelenk. Nibali soll morgen in der Schweiz operiert werden. Erst im Anschluss sei eine Prognose über den Heilungsverlauf und einen möglichen Giro-Start möglich, teilte sein Team mit.

17:37 Uhr

Polizei weiß von nix: Unbekannte stören Schlaf von Manchester City in Dortmund

Mit einem Feuerwerk mitten in der Nacht haben Unbekannte angeblich versucht, die Fußball-Profis von Manchester City vor dem Champions-League-Spiel bei Borussia Dortmund um den Schlaf zu bringen. Dies berichten englische Medien. Demnach sollen in der Nacht zu heute um 2.45 Uhr sowie um 4.30 Uhr Feuerwerke vor dem Hotel gezündet worden sein, ein drittes Feuerwerk gegen 5.30 sei verhindert worden. Die Polizei Dortmund bestätigt das aber nicht.

"Uns liegen dazu keine Meldungen vor", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Aber die Feuerwehr war um 0.43 Uhr zu einem Einsatz ausgerückt. "Wir wurden wegen eines Feuerscheins im Außenbereich des Hotels gerufen", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Vor Ort sei aber weder ein Feuerschein noch ein Feuerwerk gewesen.

Der englische Fußball-Klub aus Manchester tritt um 21 Uhr (Sky und im Liveticker bei ntv.de) im Viertelfinalrückspiel der Champions League in Dortmund an. Das Hinspiel hatten die Engländer 2:1 gewonnen.

16:54 Uhr

Haaland, Sancho, Zukunft: Watzke ist "es langsam leid"

Klub-Chef Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund ist genervt von den ständigen Transfer-Gerüchten um seine Stars. "Ich bin es langsam leid", sagte Watzke in einem BBC-Interview. "Im vergangenen Sommer sagte jeder in England, jeder in Europa, jeder Journalist: "Jadon Sancho wird für Manchester United oder wo auch immer spielen." Aber er spielt immer noch für Borussia Dortmund. Jetzt schreibt jeder: "Erling Haaland wird nächste Saison für Real Madrid spielen oder für Barcelona oder für diesen und jenen Verein", sagte Watzke.

Der BVB müsse keinen Spieler verkaufen, betonte Watzke: "Das ist wichtig." Dass Haalands Berater Mino Raiola zuletzt mit Vater Alf-Inge Haaland nach Spanien reiste, nimmt der BVB-Boss offenbar gelassen hin. "Mino ist ein spezieller Typ", sagte Watzke: "Er möchte das beste Geschäft für seinen Spieler machen. Das ist seine Arbeit. Ich kenne Mino sehr gut. Mino kennt mich sehr gut. Wir haben keine Probleme. Jeder weiß, was der andere tun will."

16:16 Uhr

Corona bremst Aufstiegskampf: Für Holstein Kiel wird's immer bitterer

Nächster Rückschlag für Holstein Kiel: Der Fußball-Zweitligist beklagt einen weiteren Corona-Fall. Ob es sich um einen Spieler oder um ein Mitglied des Funktionsteams handelt, wurde nicht bekanntgegeben. Die betroffene Person befinde sich seit der behördlichen Anordnung vom 9. April in häuslicher Isolation.

Die Mannschaft des Zweitligisten ist nahezu komplett in Quarantäne, weil in den vergangenen Tagen zwei Spieler an Covid-19 erkrankt sind. Lediglich jene Profis, die nicht im Kader für die Partie am Dienstag vergangener Woche beim 1. FC Heidenheim (0:1) standen, können gemeinsam trainieren. Die Team-Quarantäne soll am 20. April enden. In dieser Zeit fallen die Spiele gegen Jahn Regensburg, Hannover 96 und den 1. FC Nürnberg aus.

Kiel ist mit 46 Punkten Tabellenvierter, hat aber zwei Spiele weniger als der Hamburger SV (50) und der VfL Bochum (54). Greuther Fürth als Dritter (50) hat immerhin schon ein Spiel mehr absolviert.

15:54 Uhr

Meppen feuert Trainer Frings

Fußball-Drittligist SV Meppen zieht die Konsequenz aus der sportlichen Lage und trennt sich von Trainer Torsten Frings. Zunächst sollen Co-Trainer Mario Neumann, Torwarttrainer André Poggenborg und Athletiktrainer Daniel Vehring die Mannschaft übernehmen. Frings hatte erst zu Beginn der Saison die Nachfolge von Christian Neidhart angetreten, der zum West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen gewechselt war. Für Ex-Nationalspieler Frings war es die zweite Station als Cheftrainer, zuvor war er beim SV Darmstadt 98 ebenfalls vorzeitig beurlaubt worden. "Oberste Priorität hat der Klassenerhalt, dem ist alles unterzuordnen. Jetzt ist die Mannschaft in der Pflicht", sagte Sportvorstand Heiner Beckmann. Meppen hat noch drei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

15:19 Uhr

"Transfer-Coup": Bundesliga-Stürmer wird demnächst Oberliga-Trainer

imago14858425h.jpg

Julian Schieber (obenauf) und seine Ex-Kollegen vom BVB.

(Foto: imago sportfotodienst)

Bundesliga-Profi Julian Schieber wird zur kommenden Saison Co-Trainer beim Fußball-Oberligisten TSG Backnang. Der Stürmer des FC Augsburg soll dann den neuen Cheftrainer Mario Marinic unterstützen, wie die TSG mitteilte. Aktuell steht Schieber noch bis zum 30. Juni 2021 bei den Augsburgern unter Vertrag. In seiner Geburtsstadt Backnang erhält der 32-Jährige einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2024.

"Mit der Verpflichtung von Julian Schieber ist uns ein echter Transfer-Coup gelungen", freute sich Backnangs Sportlicher Leiter Marc Erdmann. Schieber und seine Familie wohnen laut Erdmann bereits seit einiger Zeit wieder ein Backnang.

14:35 Uhr

Von wegen Bayern: Nagelsmann widerspricht Matthäus

Julian Nagelsmann hat Gerüchte über mögliche Kontakte zum FC Bayern München dementiert. "Es gab und gibt keine Gespräche", sagte der Trainer von RB Leipzig auf der Online-Pressekonferenz. "Das gilt natürlich auch für meine Berater. Sie sind nicht autark unterwegs, sondern machen Dinge, die ich vorgebe. Demnach gab es auch da keine Gespräche."

Rekord-Nationalspieler und TV-Experte Lothar Matthäus hatte gestern Abend nach dem Champions-League-Aus der Münchner bei Sky erklärt, Nagelsmann habe sich schon mit den Bayern unterhalten. "Ich weiß nicht, woher er die Informationen hat", erklärte Nagelsmann.

Der 33-Jährige verwies auf seinen bis 30. Juni 2023 laufenden Vertrag in Leipzig: "Ich habe schon häufig gesagt, dass es oft Entwicklungen im Fußball gibt, die man nicht vorhersehen kann. Ich würde niemals einen öffentlichen Kampf über die Medien anfangen, um mich aus irgendetwas rauszuboxen. Es muss immer für beide Seiten passen, aber es gab und gibt auch keine Gespräche mit RB oder mit Oliver Mintzlaff."

13:59 Uhr

"Schlag ins Gesicht": Zweitligist kämpft gegen Champions-League-Reform

Zweitligist FC St. Pauli hat sich in einem offenen Brief an DFB-Vizepräsident Rainer Koch gegen die geplante Reform der Klubwettbewerbe der UEFA gewandt. Der Verein mit Präsident Oke Göttlich an der Spitze forderte Koch auf, als Mitglied des Exekutivkomitees der UEFA gegen die Pläne zu stimmen. Im Kern geht es darum, in welchem Format die Champions League ab 2024 gespielt wird. Gespielt werden soll dann nicht mehr in acht Vorrundengruppen, sondern in nur einer Liga. Die Zahl der Partien pro Saison würde deutlich steigen.

Der FC St. Pauli befürchtet negative Auswirkungen auf die nationalen Ligen und eine weiter wachsende Lücke zwischen armen und reichen Vereinen. Göttlich weiß natürlich um die Rolle seines Vereins: "Wir mischen uns als Zweitligist nicht in den internationalen Fußball ein, weil wir größenwahnsinnig geworden sind, sondern weil diese Reform Auswirkungen auf den nationalen Wettbewerb hat."

Die strukturellen Probleme des Systems seien nicht durch die Corona-Pandemie verursacht worden, "sondern treten vor diesem Hintergrund nur deutlicher zutage".

13:28 Uhr

"Effekthascherei": "Rückkehr der Fans" verärgert Fans

imago1001847200h.jpg

Bald etwas weniger leer: Das Wembley-Stadion.

(Foto: imago images/PA Images)

Fangruppen der englischen Fußballklubs Tottenham Hotspur und Manchester City haben die Ticketvergabe für das Ligapokal-Finale als "politische Effekthascherei" kritisiert. "Das Finale ist jetzt kein Sportereignis mehr, und die Schlagzeilen, dass es "die Rückkehr der Fans" darstellt, sind irreführend", betonten die Organisationen in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein Fußballspiel, das als Kern eines wissenschaftlichen Experiments vor einigen Zuschauern gespielt wird, von denen ein kleiner Teil Fans der beteiligten Vereine sein kann", hieß es. Angesichts der Zusammensetzung handele es sich nicht um eine beispielhafte Zuschauermenge. Daher sei das Spiel nicht geeignet, das Verhalten von Fans unter Corona-Bedingungen zu untersuchen.

Zu der Partie im Londoner Wembley-Stadion mit 90.000 Sitzplätzen sind am 25. April 8000 Zuschauer zugelassen. Beide Teams erhalten je 2000 Tickets für ihre Anhänger, die übrigen 4000 Karten gehen an Anwohner und medizinisches Personal. Für Eintritt und Anreise müssen negative Corona-Tests vorgelegt werden. Die Partie ist Teil eines Pilotprogramms der Regierung, um die Rückkehr großer Zuschauermengen bei Sportveranstaltungen zu testen.

11:56 Uhr

"Ja, wer sind jetzt Sie?": Seehofers peinlicher Moment mit der Doppel-Olympiasiegerin

imago0005570231h.jpg

Der Moment nach dem peinlichen Moment.

(Foto: imago sportfotodienst)

Die erfolgreichste deutsche Olympia-Teilnehmerin steht neben ihm - und Horst Seehofer erkennt sie nicht. Diese lustige Anekdote aus dem Jahr 2010 erzählte Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner jetzt im neuen Podcast von Ex-Fußballstar Manfred Bender. Nach zwei Olympiasiegen bei den Winterspielen in Vancouver wurde "Gold-Lena" zum deutschen Sport-Superstar.

Sie sollte in München nach einem Autokorso auf dem Rathausbalkon gemeinsam mit dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten und jetzigen Bundesinnenminister den tausenden Fans zuwinken. "Ich war ja schon ziemlich durch mit der Welt, war wirklich fix und fertig. Und dann hat man zu mir gesagt: Jetzt stellst du dich neben Herrn Seehofer, und ihr zwei geht als Erstes raus auf den Rathausbalkon", erzählte die Rekordweltmeisterin.

"Ich bin dann hin zu ihm, sagte Grüß Gott. "Ja, wer sind denn jetzt Sie", sagte er zu mir", erinnerte sich Neuner lachend. "Ich bin die Neuner", antwortete sie dem CSU-Politiker: "Das war ein besonderer Moment."

11:30 Uhr

Trotz Aus: FC Bayern kassiert von der Uefa prächtig ab

Das Aus in der Champions League hat den FC Bayern auch um weitere große Einnahmemöglichkeiten gebracht. Für einen erneuten Einzug ins Halbfinale hätte der von Paris Saint-Germain entthronte Titelverteidiger zwölf Millionen Euro von der Europäischen Fußball-Union bekommen. Die Münchner bleiben nach dem K.o. gegen Paris bei 85,10 Millionen Euro an Prämien. Dazu kommen jedoch noch mehr als zehn Millionen Euro aus dem Marktpool; die genaue Höhe dieser Zahlung steht erst am Saisonende fest.

Erfolge und Erlöse in der Champions League sind in der Corona-Pandemie, in der die Münchner die Umsatzeinbußen bis jetzt auf etwa 150 Millionen Euro bezifferten, besonders wichtig. In der vergangenen Saison hatten die Bayern als Titelgewinner über 130 Millionen Euro in Europas Königsklasse eingespielt.

10:28 Uhr

Gabel: Flick-Abgang "steht für mich völlig außer Frage"

Nach dem Champions-League-Aus bleibt den Bayern nicht viel Zeit zum Wunden lecken. In der Bundesliga wartet mit dem VfL Wolfsburg ein Hochkaräter und die Frage nach Hansi Flicks Zukunft sorgt für Unruhe. ntv-Sportreporter Marc Gabel ist sich sicher: Die Tage des Coaches bei den Bayern sind gezählt.

09:37 Uhr

Immerhin: Flick hat nach dem Aus viel Lob parat

Der FC Bayern schlägt im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League Paris Saint-Germain zwar mit 1:0, zum Weiterkommen reicht das aber nicht. Nach dem Ausscheiden bedankt ein sichtbar enttäuschter Hansi Flick bei seiner Mannschaft für ihre Mentalität und Einstellung.

08:37 Uhr

"Sieg der Menschheit": IOC-Vize schließt Olympia-Absage aus

235425700.jpg

In Japan teilt man die Euphorie des IOC derzeit (noch) nicht.

(Foto: picture alliance / Stanislav Kogiku / picturedesk.com)

IOC-Vizepräsident John Coates hat 100 Tage vor der geplanten Eröffnungsfeier in Tokio eine kurzfristige Olympia-Absage ausgeschlossen. Die um ein Jahr verlegten Sommerspiele "werden wie geplant stattfinden", sagte der Chef der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees für das Großereignis in Japan. Der Australier versprach trotz der weiter bedrohlichen Corona-Lage: "Es werden die sichersten Spiele, die möglich sind."

Umfragen zufolge sprechen sich mehr als 70 Prozent der Japaner derzeit für eine Absage oder erneute Verschiebung der Sommerspiele aus. Wegen der Angst vor einer Ausbreitung des Virus bleibt ausländischen Fans und Athletenfamilien sowie Gästen von Sponsoren und Verbänden die Einreise nach Japan verwehrt.

Coates ficht die schlechte Stimmung im Land des Gastgebers nicht an: "Die Athleten, die olympische Bewegung, die Organisatoren und das japanische Volk werden zeigen können, dass es ein Sieg der Menschheit über die Pandemie ist."

07:48 Uhr

"Sehr, sehr belasteter" Eberl will nicht mehr über Hütter sprechen

Für Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl zählt nach der Trainerentscheidung bis zum Saisonende nur noch die Qualifikation für das internationale Geschäft. "Da liegt jetzt der Fokus drauf", sagte Eberl in der aktuellen Folge des wöchentlichen Podcasts "Einfach mal luppen..." von Toni und Felix Kroos. "Ab sofort wird auch gar nicht mehr über Adi Hütter gesprochen."

Im Gespräch mit Fußball-Nationalspieler Toni Kroos und dessen Bruder offenbarte Eberl auch, wie sehr Roses Entscheidung, die Borussia vorzeitig verlassen zu wollen, ihn zuletzt mitgenommen habe. "Das ist ein Thema, das mich doch sehr, sehr belastet hat und angestrengt hat", gestand der 47 Jahre alte Eberl, der auch angesichts der heftigen Reaktionen der Borussen-Fans nach Roses verkündetem Abschied gefordert war. "Die Emotionen sind mit dieser Entscheidung von null auf hundert explodiert. Die Fans waren extrem enttäuscht, dass Marco uns nach diesen zwei Jahren wieder verlassen will", meinte Eberl.

06:12 Uhr

"Wissen, wie es abläuft": Kovac wundert sich über den FC Bayern

imago0044224226h.jpg

Hansi Flick und Niko Kovac zu gemeinsamen Münchener Zeiten.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Niko Kovac hat mit Unverständnis auf die Diskussionen um seinen Nachfolger Hansi Flick beim FC Bayern München reagiert und die Transferplanung bei seinem neuen Klub AS Monaco als "das Gegenteil" der Verhältnisse in München bezeichnet. "Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen, dass es trotz dieser Erfolge solche Debatten um Hansi Flick gibt", sagte Kovac der "Sport Bild".

Gefragt nach dem Unterschied zum FC Bayern sagte er: "Wir wissen alle, wie es in München abläuft: Dort ist es genau das Gegenteil. Die Situation, welche ich in Monaco vorfinde, ist die gleiche wie damals in Frankfurt - und genau das möchte man als Trainer. Man will bei der Kaderplanung mitgenommen und eingebunden werden."

Beim FC Bayern gab es in den vergangenen Monaten große Reibung zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Insbesondere Neuzugänge und Vertragsverlängerungen sind ein Streitpunkt.

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.