Mittwoch, 16. Mai 2018Der Sport-Tag bei n-tv

Heute mit Anja Rau
22:43 Uhr

"Wie ein Sieg" - Cagliari-Kicker Pedro erfreut über Dopingsperre

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Joao Pedro (r.) will die Maskierungssubstanz unabsichtlich aufgenommen haben.

(Foto: AP)

Auch das gibt es: Der Brasilianer Joao Pedro vom italienischen Fußball-Erstligisten Cagliari Calcio ist wegen Dopings für sechs Monate gesperrt worden - und darüber hoch erfreut. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 26-Jährigen, der positiv auf die Substanz Hydrochlorothiazid getestet worden war, nämlich vier Jahre gefordert. "Dieses Urteil ist für mich wie eine Wiedergeburt, nachdem die Staatsanwaltschaft vier Jahre gefordert hatte. Sie haben mir geglaubt, dass es keine böse Absicht war. Für mich ist es wie ein Sieg", sagte Pedro nach Bekanntgabe der Sperre. Er hatte beteuert, das Mittel unwissentlich über die Nahrung zu sich genommen zu haben.

Die harntreibende Substanz Hydrochlorothiazid führt nicht zu einer direkten leistungssteigernden Wirkung. Sie wird sie aber als Maskierungsmittel verwendet, um Dopingmittel zu verschleiern.

21:45 Uhr

England kopiert Löw-Prinzip bei WM-Kader

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(Foto: dpa)

Ein Ausladung und eine Überraschung - das gilt für den WM-Kader von Joachim Löw und auch für das englische Aufgebot. In diesem verzichtet Nationaltrainer Gareth Southgate nämlich auf den langjährigen Stammtorwart Joe Hart. Der 31-Jährige, der bei den letzten drei Großturnieren (WM 2014, EM 2012 und 2016) im englischen Tor stand, wurde nach einer schwachen Saison mit West Ham United nicht nominiert - ganz ähnlich wie Mario Götze im deutschen Team. Southgate entschied sich für die Torhüter Jack Butland von Absteiger Stoke City, Jordan Pickford vom FC Everton und Nick Pope vom FC Burnley.

Die Überraschung im englischen Kader ist Liverpools Teenager Trent Alexander-Arnold, für den es die erste Berufung in die A-Nationalmannschaft ist. Damit ist der 19-jährige Außenverteidiger der englische Nils Petersen, der vor seiner Berufung in den vorläufigen DFB-Kader von Bundestrainer Joachim Löw nominiert war. Anders als Löw, der 27 Spieler nominierte, legte sich Southgate bereits auf seine 23 WM-Fahrer fest.

Netter als beim DFB war übrigens die Verkündung des englischen WM-Aufgebots - sie war den Fans vorbehalten.

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21:21 Uhr

Pyro-Irrsinn vernebelte Europaliga-Finale

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Es wurde mächtig gezündelt im Marseille-Block.

(Foto: REUTERS)

Gefährliches Spiel beim Europa-League-Finale in Lyon: Vor der Partie zwischen Olympique Marseille und Atletico Madrid wurden im Block der Marseille-Fans mehrere Dutzend Bengalische Feuer entzündet, immer wieder detonierten schwere Feuerwerkskörper unter dem Dach der Tribüne. Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande) pfiff die Partie trotzdem halbwegs pünktlich an, obwohl noch schwere Rauchwolken über dem Spielfeld hingen.

20:12 Uhr

Watzke zur BVB-Trainerfrage: "Wissen, wen wir bekommen"

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kennt den künftigen Trainer seiner Dortmunder Borussia schon.

(Foto: imago/Michael Weber)

Die Besetzung des vakanten Trainerpostens beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund ist angeblich geklärt - und die Verkündung der Personalie wohl nur eine Frage der Zeit. "Wir wissen, wen wir wollen und wissen auch, wen wir bekommen. Und das nicht erst seit gestern", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Rande des Halbfinalrückspiels um die U19-Meisterschaft zwischen den Nachwuchsteams des BVB und von Hertha BSC bei Sport1.

Als Topfavorit gilt der Schweizer Lucien Favre, der gegenüber der "Sport Bild" erklärt hatte: "Das sind nur Gerüchte und Spekulationen." Ein klares Bekenntnis zum 60-Jährigen, der aktuell OGC Nizza trainiert, gab es auch von Watzke nicht, er sagte nur: "Davon habe ich auch gelesen." Zum BVB-Zeitplan bezüglich der Bekanntgabe sagte er: "Wenn wir der Meinung sind, dass es die Öffentlichkeit auch wissen soll, dann werden wir das tun. Aber soweit sind wir noch nicht." Die Verkündung werde "tendenziell eher erfolgen, wenn die Ligen und die Pokale alle zu Ende sind".

19:26 Uhr

WM 2018 wird für Neymar "größte Herausforderung"

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Bereit für die WM: Brasiliens Superstar Neymar.

(Foto: imago/PanoramiC)

Brasiliens immer noch angeschlagener Superstar Neymar bezeichnet die anstehende Fußball-WM in Russland als "größte Herausforderung" seiner bisherigen Karriere. "Ich war lange verletzt und habe jetzt drei Monate nicht mehr gespielt", sagte der 26-Jährige in einem Interview mit einem seiner Sponsoren. "Ich denke, ich stehe jetzt vor meiner größten Herausforderung." Der Angreifer von Paris St. Germain hatte sich Ende Februar bei einem Ligaspiel am rechten Fuß verletzt und war einige Tage später operiert worden.

Obwohl er seitdem kein Spiel mehr bestritt, war er am Montag von Nationaltrainer Tite in das 23-köpfige WM-Aufgebot der Seleção berufen worden. Brasilien startet am 17. Juni gegen die Schweiz in das WM-Turnier in Russland. Ob Neymar dann schon wieder in der Startelf stehen wird, ist noch unklar.

18:21 Uhr

Tennis-Wutanfall: Pliskova schlägt Loch in Schiedsrichterstuhl

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Schlagfertig: Karolina Pliskova benutzt ihren Tennisschläger auch, um Schiedsrichterstühle zu malträtieren.

(Foto: REUTERS)

Aus Wut hat die frühere Weltranglistenerste Karolina Pliskova beim WTA-Turnier in Rom ein Loch in den Schiedsrichterstuhl geschlagen. Nach ihrer 6:3, 3:6, 5:7-Niederlage gegen die Griechin Maria Sakkari prügelte die Tschechin mit ihrem  Racket dreimal auf den "Hochsitz" ein, das Seitenteil riss.  Grund für den Ausraster war eine Entscheidung im entscheidenden dritten Satz. Beim Stand von 5:5 und 30:30 wurde ein Schlag von Pliskova Aus gegeben. Die 26-Jährige beschwerte sich erfolglos,  Sakkari bekam die Chance zum Break. Pliskova verlor das Spiel und wenig später auch das Match.

17:30 Uhr

Spielt Holstein Kiel bald in Hannover?

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Die HDI-Arena stünde Holstein Kiel zur Verfügung.

(Foto: imago/Nordphoto)

Zwei Spiele noch, dann könnte die Entscheidung ganz dringend werden: Holstein Kiel braucht für den Fall des Aufstiegs in die Bundesliga ein Ausweichstadion. Und ist zumindest formell fündig geworden.

  • Sollten die Schleswig-Holsteiner sich in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durchsetzen, könnten sie bei der Deutschen Fußball Liga die HDI-Arena von Hannover 96 offenbar als alternative Heimspielstätte zu ihrem Holstein-Stadion angeben.
  • "Kiel hat auch bei uns angefragt", sagte 96-Chef Martin Kind der "Neuen Presse": "Ich denke, das ist eine Formalie, damit sie die Lizenz bekommen. Es ist nicht realistisch, dass sie bei uns spielen. Aber die Zusage würden wir geben."
  • Vom Hamburger SV und von Werder Bremen hatte sich das Überraschungsteam der 2. Liga Absagen eingeholt.
  • Das Holstein-Stadion ist mit einem Fassungsvermögen von rund 12.000 Zuschauern gemäß der DFL-Statuten zu klein für die erste Liga. Gefordert sind Plätze für 15.000 Zuschauer, 8000 davon müssen Sitzplätze sein.

Update, 18.19 Uhr: Die Antwort auf die Frage in der Überschrift lautet: nein.

16:45 Uhr

Lebenslange Sperre: Schiri fragt nach Bestechungsgeld

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(Foto: imago/ITAR-TASS)

Eine Strafe, die ich absolut nachvollziehen kann: Der saudi-arabische Fußball-Verband SAFF hat den für die WM vorgesehenen Schiedsrichter Fahad al-Mirdasi lebenslang gesperrt. Grund: Al-Mirdasi habe zugegeben, vor dem Pokalfinale am vergangenen Samstag den Präsidenten von Al-Ittihad nach Bestechungsgeld für eine Spielmanipulation gefragt zu haben.

  • Er war wenige Stunden vor dem Anpfiff von dem Endspiel abgezogen worden.
  • Die SAFF hat den Fall an den Weltverband Fifa weitergeleitet, verbunden mit der Bitte, al-Mirdasi von der Liste für die Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) zu streichen.
  • Der 32-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 unter anderem das deutsche Gruppenspiel gegen Fidschi (10:0) gepfiffen und auch Spiele beim Confed Cup 2017 in Russland geleitet.
16:29 Uhr

Der Hamburger SV bindet Coach Titz bis 2020

Christian Titz bleibt ungeachtet des erstmaligen Bundesliga-Abstiegs Trainer beim Hamburger SV. Dies gaben die Hanseaten wie zuvor bereits angekündigt bekannt.

  • Der 47-Jährige unterschrieb bei den Norddeutschen einen Vertrag bis 2020.
  • "Ich fühle mich wohl in Hamburg und beim HSV und habe immer gesagt, dass ich mir auch ein Engagement über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen könnte", sagte Titz.
  • In den acht Partien unter Titz hatte der HSV respektable 13 Punkte gesammelt, doch der Rückstand zum rettenden Ufer war letztlich zu groß.
16:06 Uhr

Weltmeister Ray Wilson ist tot

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Ray Wilson ist nach jahrelanger Alzheimer-Erkrankung gestorben.

(Foto: imago/United Archives International)

Der englische Fußball-Weltmeister Ray Wilson ist nach jahrelanger Alzheimer-Erkrankung gestorben. Das teilte der Premier-League-Klub Everton mit. Der Linksverteidiger war im legendären Finale von 1966 im Wembley Stadium, als die deutsche Elf England mit 2:4 nach Verlängerung unterlegen war, der älteste Spieler im Aufgebot der Briten. Wilson war den Großteil seiner Karriere für Huddersfield im Einsatz. Neben der Weltmeisterschaft gewann Wilson 1966 mit Everton auch den FA Cup. Für die Toffees stand Wilson 154 Mal auf dem Platz,  für die Three Lions kam er auf 63 Einsätze.

15:23 Uhr

DFL: Kinds Antrag wegen 50+1 nicht reaktiviert

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Martin Kind will die Macht bei Hannover 96 übernehmen.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Uuups, das ist jetzt irgendwie peinlich für Martin Kind. Die Deutsche Fußball Liga weiß nichts von einer Reaktivierung des ruhenden Antrags auf eine Ausnahmegenehmigung bei der 50+1-Regel vonseiten des Bundesligisten Hannover 96.

  • "Anders als heute in der "Hannoverschen Allgemeinen "berichtet, ist bei der DFL bislang kein Antrag von Hannover 96 zur Wiederaufnahme des 50+1-Ausnahmeverfahrens eingegangen", twittert die DFL.
  • Hannovers Klubchef Kind hatte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärt, dass der Antrag wieder aktiviert und die DFL informiert sei.
  • Kind rechnet mit einer Entscheidung noch im Mai oder im Juni.
  • Sollte das DFL-Präsidium den Antrag des Unternehmers auf die Übernahme der Stimmenmehrheit bei den Niedersachsen ablehnen, will Kind klagen.
  • Im Gegensatz zu den anderen europäischen Top-Ligen dürfen Investoren in Deutschland die Mehrheit an einem Verein derzeit nur dann halten, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre "ununterbrochen" und "erheblich" gefördert haben. In der Bundesliga gelten entsprechende Ausnahme-Genehmigungen nur für Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim.
  • Kind hatte seinen Antrag im Februar ruhen lassen. Damals wurde darüber spekuliert, dass er andernfalls abgelehnt worden wäre. Kurz darauf stimmte die Mehrheit der Profiklubs für die Beibehaltung der Regel. Als Reaktion darauf hat Kind seinen Antrag wieder aufgegriffen.
14:50 Uhr

Medien: Eintracht Frankfurt verpflichtet Trainer Adi Hütter

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Adi Hütter

(Foto: imago/Geisser)

 Adi Hütter ist neuer Trainer von Eintracht Frankfurt, das berichten unter anderem der "Kicker" und die "Frankfurter Rundschau". Der Österreicher kommt vom frischgebackenen Schweizer Meister Young Boys Bern. Der 48-Jährige folgt auf Niko Kovac, der zum FC Bayern wechselt.

Hütter war als Spieler für den SCR Altach, den Grazer AK, LASK Linz, Austria Salzburg und den Kapfenberger SV tätig.

13:45 Uhr

Fußballer Klaus ist Abstiegs-Unglücksrabe

Zur folgenden Meldung fällt mir eigentlich nur ein Spruch ein: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß ... So klar kann man die Situation von Fußballer Felix Klaus zusammenfassen. Die Kollegen vom NDR haben da nämlich was zusammengefasst:

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13:07 Uhr

Petersens WM-Nominierung rührt zu Tränen

Aus der Kategorie Fußballer-Eltern mit Herz. Heute: Nils Petersen und Papa Andreas.

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(Foto: imago/Christian Schroedter)

Den hat die Nominierung seines Sohnes für den vorläufigen WM-Kader nämlich zu Tränen gerührt. "Ich habe geweint. Ich konnte gar nicht antworten, weil mir die Tränen in die Augen schossen", sagte der ehemalige Trainer des Drittliga-Meisters 1. FC Magdeburg im MDR.

Und natürlich gehört der eigene Vater zu den Optimisten - er denkt, dass es der 30-jährige Stürmer auch zur WM schafft. "Ich traue ihm mehr zu als er sich selbst. Ich habe ihm immer schon gesagt, dass er längst für die deutsche Nationalmannschaft spielen könnte", sagte der 57-Jährige. Selbstverständlich sei es verdient: "Wir werten jedes Spiel aus, welcher 30-Jährige lässt sich das von seinem Papa noch gefallen? Aber er hört immer zu."

12:37 Uhr

Kritik an Özil und Gündogan ebbt nicht ab

Ja, es war ziemlich dämlich von Mesut Özil und Ilkay Gündogan, sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen. Die Kritik an den beiden Nationalspielern ebbt nicht ab.

Der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau hat die Fotos als "absolutes Eigentor" bezeichnet.

  • "Ich kann sehr gut verstehen, dass sich hier viele Menschen aufgeregt haben. Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben sich aus meiner Sicht leider für den Wahlkampf von Recep Erdogan instrumentalisieren lassen", sagt der Ex-Nationalspieler der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".
  • Das Treffen mit Erdogan werfe die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zwar nicht zurück, erklärte der gebürtige Brasilianer mit deutschem Pass. "Aber es hilft der Integration auch nicht unbedingt weiter."
  • Dennoch könnten Özil und Gündogan weiter Vorbilder sein, meinte der frühere Stürmer des VfB Stuttgart. "Beide sind überragende Fußballer. Durch diesen Fehler wird ja nicht alles gelöscht, was sie geleistet haben."
  • Heftiger reagiert Deniz Naki, der kurdische Wurzeln hat und von der türkischen Fußballföderation lebenslang gesperrt ist: "Was Özil und Gündogan da mit dem Trikot für Erdogan machen, geht gar nicht", wird der frühere Profi des FC St. Pauli und des SC Paderborn von "Sportbild" zitiert.
  • "Özil und Gündogan beteiligen sich an Erdogans Wahlkampf", sagt Naki. "Wenn das ihr Präsident sein soll, warum spielen sie dann für Deutschland? Ich finde das nicht in Ordnung. Man kann einem Präsidenten ein Trikot überreichen, wenn der für Frieden und Demokratie ist. Die ganze Welt aber weiß, dass Erdogan das nicht ist."
12:13 Uhr

DFB weist Aue-Einspruch ab

Nichts ist es mit einem neuen Spiel oder was für einer Wertung auch immer: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes weist den Einspruch des Zweitligisten Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels am vergangenen Sonntag bei Darmstadt 98 (0:1) wie erwartet ab.

  • Aue hatte den Einspruch mit "drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks" begründet und zumindest den Verdacht einer Spielmanipulation angedeutet.
  • "Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind als unanfechtbare Tatsachenentscheidungen zu werten. Zudem ist der Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation aus der Luft gegriffen und nicht ansatzweise nachgewiesen", sagt der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz.
  • Der DFB erklärt, dass der vom Verband beauftragte unabhängige Dienstleister Sportradar nach Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitligapartie festgestellt hatte.
  • Als Drittletzter muss Aue nun in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruhe SC am 18. und 22. Mai (jeweils um 18.15 Uhr) um den Klassenerhalt zittern.
11:57 Uhr

Maradona wird Klub-Präsident - in Weißrussland

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Welch' eine Ehre! Ähm ...

(Foto: imago/ZUMA Press)

Oha, ob das jetzt eine Ehre und ein Aufstieg ist? Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona ist als Präsident des weißrussischen Spitzenclubs Dinamo Brest verpflichtet worden.

  • Der 57-Jährige wird seinen neuen Job nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland antreten und für die gesamte Fußballsparte zuständig sein, wie der Klub aus dem Westen der ehemaligen Sowjetrepublik mitteilt.
  • Maradona veröffentlichte bei Facebook ein Bild, in dem er eine weißrussische Flagge nach oben hält. Dazu schreibt der Weltmeister von 1986: "Ich danke den Menschen in Weißrussland, dass sie an mich gedacht haben. Ich werde wie immer alles geben, um die Mannschaft konkurrenzfähig zu machen."
  • Dinamo Brest liegt derzeit auf Platz acht und hat bisher niemals den Titel der Spitzenliga des Landes geholt. "Eine neue Herausforderung, der sich Diego stellen wird, wie er es immer in seinem Leben getan hat", teilt sein Anwalt Matías Morla via Twitter mit - und freut sich sichtlich über die Verpflichtung.
  • Maradona wird in Brest auch die Fußballstrategie des Vereins sowie die Nachwuchsakademie verantworten. Er war Ende April als Trainer des Zweitligaclubs Fudschaira SC in den Vereinigten Arabischen Emiraten gefeuert worden. Der ehemalige Starfußballer hatte mit dem Verein den direkten Aufstieg in die Erste Liga der Emirate verpasst. Maradona hatte dort seit Mai 2017 unter Vertrag gestanden.
11:34 Uhr

DFB-Vize rügt Aue-Stadtrat für Strafanzeige gegen Schiri

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Storks dürfte derzeit schlaflose Nächte haben ...

(Foto: imago/Jan Huebner)

Es ist ein Fehler, ein entscheidender gar, doch über die Wahl der Mittel lässt sich offenbar streiten. Worum geht's? Um eine Strafanzeige gegen Schiedsrichter Sören Storks, die nach dem Zweitliga-Duell Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue gestellt wurde. Storks hatte beim Spiel in Darmstadt einen Treffer der Sachsen übersehen - und einen klaren Handelfmeter verweigert. Deswegen muss Aue in die Abstiegsrelegation.

  • Aber: "Irgendwo hört der Spaß auf. Jemanden mit einer Strafanzeige zu überziehen, nur weil er im Sport einen Fehler gemacht hat - da ist mein Verständnis am Ende", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann der "Sport Bild".
  • Das parteilose Auer Stadtratsmitglied Tobias Andrä hatte am Montag eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges bei der Darmstädter Staatsanwaltschaft gestellt.
  • Zimmermann sagt: "Ich weiß nicht, ob der Stadtrat auch auf die Idee gekommen wäre, den eigenen Stürmer anzuzeigen, wenn Aue einen Elfmeter verschossen hätte."
  • Erzgebirge Aue hatte gegen die Wertung des Spiels Widerspruch eingelegt. Laut "Fußball Bild" wird der DFB heute oder morgen darüber entscheiden - dem Bericht zufolge werde der Verband den Einspruch abschmettern.
  • Das Relegationshinspiel zwischen Aue und Karlsruhe ist für Freitagabend angesetzt

Update, 12 Uhr: Soeben gibt das DFB-Sportgericht die Eintscheidung bekannt: Der Einspruch von Aue wird zurückgewiesen. Das Spiel wird damit gewertet wie abgepfiffen und Aue muss in die Relegation (siehe Meldung 12:13 Uhr).

11:05 Uhr

Matthäus: Götze hat "nicht das Recht" im Kader zu sein

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Gibt auch noch einen Kommentar ab: Lothar Matthäus.

(Foto: imago/Sven Simon)

Ja, Mario Götze ist nicht bei der Fußball-WM in Russland dabei. Das haben bereits gestern alle Experten und Nicht-so-sehr-Experten kommentiert. Ach nein, einer fehlte ja noch: Lothar Matthäus. Der sagt nun in seiner Funktion als Sky-Experte: "Es wäre für andere Spieler ein Schlag ins Gesicht gewesen, wenn Mario Götze aufgrund dessen, was er vor vier Jahren geleistet hat, nominiert worden wäre. Die Leistung hat er nicht gebracht, um das Recht zu haben, in diesem Kader dabei zu sein."

Und weiter: "Löw soll seinen Kader nicht nach der Vergangenheit zusammenstellen, sondern muss die Gegenwart sehen und die hat er genau beobachtet. So leid es mir für Mario Götze tut, aber in den vier Jahren nach der WM kam nicht mehr viel. Sowohl bei Bayern München als auch bei Borussia Dortmund." Womit das auch geklärt wäre.

10:47 Uhr

Eishockey-Bundestrainer zieht es in die USA

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Kaum zurück, schon wieder weg? Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm erwägt ein Jahr nach seinem Umzug nach Niederbayern eine Rückkehr in seine Wahlheimat Florida. "Solange die Schule noch in Bayern läuft, sind wir noch länger in Deutschland. Dann muss man entscheiden", sagt der 39-Jährige nach dem frühen WM-Aus seines Teams.

  • Zur Begründung erklärt er: "Es war auch kein einfaches Jahr für meine Kinder."
  • Im vergangenen Sommer war der deutsche NHL-Rekordspieler mit seiner Familie aus den USA in die niederbayerische Heimat nach Landshut zurückgekehrt. Zuvor war der Bundestrainer für seinen Posten beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) von Florida aus nach Deutschland gependelt.
  • Seinen Vertrag beim DEB hatte Sturm vor dem sensationellen Einzug ins Finale der Olympischen Spiele bis 2022 verlängert.
  • Der frühere Nationalspieler macht aber kein Geheimnis daraus, auch als Trainer gerne in der Zukunft einmal in der NHL tätig sein zu wollen.
  • "Momentan bin ich Bundestrainer und mir macht es auch einen Riesenspaß", so Sturm. "Über alles andere brauchen wir im Moment nicht reden."
10:17 Uhr

Favre zum BVB? - Nur "Gerüchte und Spekulationen"

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Lucien Favre - wohl mit reinstem Understatement.

(Foto: picture alliance / Maja Hitij/dp)

Sind das alles wirklich nur Gerüchte? Schwer zu glauben. Trainer Lucien Favre hat sich jedenfalls zurückhaltend zu seinem angeblich bevorstehenden Engagement bei Borussia Dortmund geäußert.

  • "Das sind nur Gerüchte und Spekulationen. Ich kümmere mich nur um mein Team hier", sagt er der "Sport Bild".
  • Der Coach des französischen Erstligisten OGC Nizza wird seit Wochen als Nachfolger von Peter Stöger beim BVB gehandelt.
  • Nizzas Kapitän Dante lobte Favre. "Er ist ein Trainer, der jede Mannschaft besser machen kann. Er bleibt sich und seinen Ideen treu, das macht ihn und uns stark", so der brasilianische Verteidiger, der auch schon bei Borussia Mönchengladbach unter Favre spielte.
  • Der Schweizer Trainer hat Nizza in dieser Saison nach schwachem Start wieder ins obere Tabellendrittel geführt. "Wir haben gespürt, dass der Trainer trotz der schlechten Ergebnisse weiter an uns glaubt. Das ist seine Qualität", sagte Dante.
09:48 Uhr

Real-Star Marcelo bekommt Konkurrenz - vom Sohn

Da müssen sich einige Real-Madrid-Stars warm anziehen. Bei einem lockeren Kick in der Umkleidekabine beweist der Sohn von Marcelo, dass er schon richtig was drauf hat. Dabei ist Enzo gerade mal acht Jahre jung. Aber sehen Sie selbst:

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08:57 Uhr

Verschwundene Commonwealth-Athleten bitten um Asyl

Mehr als 19 Sportler aus Afrika waren während der Commonwealth-Spiele in Australien im Mai plötzlich verschwunden - jetzt beantragten sie dort Asyl. Sie hätten dafür bis zum letztmöglichen Tag gewartet, sagt die Anwältin der Sportler, Sarah Dale, dem TV-Sender ABC. Die Visa der Sportler wären am Dienstag um Mitternacht verfallen.

Die etwa zwei Dutzend Sportler stammen aus Kamerun, Uganda, Ruanda und Sierra Leone. Australiens Heimatschutzminister Peter Dutton hatte angedroht, jeden der Athleten bei Verstoß gegen die Visaregeln festnehmen und abschieben zu lassen. Nun müssen die Asylbewerber nachweisen, dass sie in ihren Heimatländern eine Verfolgung aus religiösen, politischen oder ethnischen Gründen fürchten müssen.

08:37 Uhr

Hasenhüttl-Halali und Europas Beste - das wird wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

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Abschiedsküsschen von Ralph Hasenhüttl?

(Foto: imago/Contrast)

Wir haben heute zur Abwechslung mal etwas ganz Neues im Angebot: Fußball! Natürlich nicht irgendwelchen - ab 20.45 Uhr steigt in Lyon das Finale der Europa League (im n-tv.de Liveticker). Beteiligte Mannschaften: Olympique Marseille und Atlético Madrid. Eine Vorschau zum Spiel kann ich Ihnen für den Laufe des Tages anpreisen. In jedem Fall brisant: Atlético wird auf Trainer Diego Simeone verzichten müssen, der hat noch immer Bankverbot. Wie schon im Halbfinale wird er also wohl irgendwo auf der Tribüne ausharren müssen.

Apropos Trainer: Was wird aus Ralph Hasenhüttl? Der Coach und sein Klub RB Leipzig haben für heute eine Pressekonferenz angekündigt. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Außerdem im Angebot:

Leroy Sané spielte mit Manchester City die bislang beste Saison seines Lebens. Der Freigeist auf dem linken Flügel - wie Kollege Hendrik Buchheister poetisch schreibt - muss sich dennoch erst einmal in der DFB-Elf bei Joachim Löw durchsetzen. Warum, das lesen Sie später bei n-tv.de.

Kolumnistin Katrin Scheib geht heute dem ominösen Beruf des Fifa-"Reporters" auf den Grund - und empfiehlt viel spannendere Alternativen - im WM-Countdown, 29 Tage vor dem Start in Russland.

Mein Name ist Anja Rau, lassen Sie uns gemeinsam in den Sport-Tag starten. Auf die Plätze, fertig, los!