Mittwoch, 23. Dezember 2020Der Sport-Tag

23:03 Uhr

Ex-Bundesliga-Profis sichern Milans Last-Minute-SIeg

Der italienische Ex-Meister AC Mailand hat die Tabellenführung der Serie A dank eines Last-Minute-Siegs behauptet. Die Mailänder gewannen am Mittwochabend auch dank der Tore zweier ehemaliger Bundesliga-Profis 3:2 (2:1) gegen Lazio Rom und verbringen die Weihnachtstage somit an der Spitze. Erster Verfolger bleibt zum Jahresabschluss Stadtrivale Inter Mailand nach dem 2:1 (0:0) bei Hellas Verona.

Der frühere Frankfurter Ante Rebic (10.) brachte Milan in Führung, der Ex-Leverkusener Hakan Calhanoglu erhöhte per Foulelfmeter (17.). Luis Alberto (27.) verkürzte für den Champions-League-Achtelfinalgegner von Bayern München im Anschluss an einen verschossenen Foulelfmeter des ehemaligen BVB-Stürmers Ciro Immobile.

Nach der Pause traf Immobile zunächst zum Ausgleich (59.), ehe Theo Hernandez (90.+2) kurz vor Schluss für den Sieg des Favoriten sorgte.

21:57 Uhr

Krise beim Krisenteam: Özil würde gerne "Team gerade jetzt helfen"

Der frühere Fußball-Nationalspieler Mesut Özil ist seiner Reservistenrolle beim FC Arsenal überdrüssig. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich dem Team gerade jetzt helfen könnte", antwortete Özil einem Fan bei Twitter auf die Frage, ob er glücklich sei bei den Gunners: "Aber solange ich die Chance nicht bekomme, hoffe ich einfach, dass wir sehr bald wieder bessere Ergebnisse bekommen."

Arsenal hat nur eines der jüngsten sechs Pflichtspiele gewonnen. In der Premier League ist der 13-malige Meister seit sieben Begegnungen sieglos (fünf Niederlagen) und auf Rang 15 abgerutscht, am Dienstag scheiterte er im Ligapokal-Viertelfinale an Manchester City (1:4). Özil kam in keinem einzigen Saisonspiel zum Einsatz - wohl, weil der Klub den Topverdiener (Vertrag bis 2021) los werden möchte.

21:15 Uhr

Wett-Ärger: Englischer Nationalspieler lange gesperrt

Der englische Nationalspieler Kieran Trippier ist vom nationalen Fußballverband FA wegen Verstößen gegen die Wettbestimmungen zehn Wochen gesperrt worden. Die Sanktionen gelten weltweit und traten am Mittwoch in Kraft, daher wird er seinem Klub Atlético Madrid insgesamt zwölf Spiele fehlen. Darunter fällt auch das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen den FC Chelsea (23. Februar). Zudem muss der 30 Jahre alte Außenverteidiger eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 77.500 Euro bezahlen.

Die Vorfälle sollen sich im Juli 2019 ereignet haben, in diesen Zeitraum fiel sein Wechsel von Tottenham nach Madrid. Ein unabhängiges Gremium betätigte vier der insgesamt sieben Vorwürfe, nachdem Trippier die Anschuldigungen zurückgewiesen und eine persönliche Anhörung beantragt hatte.

20:41 Uhr

Braunschweig trauert um seinen Meister-Kapitän

Eintracht Braunschweig trauert um den Kapitän seiner Meistermannschaft von 1967. Der langjährige Bundesligaspieler Achim Bäse verstarb bereits gestern im Alter von 81 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in einem Braunschweiger Pflegeheim, teilte der Verein mit. "Diese Nachricht kurz vor Weihnachten ist ein Schock für den Verein und für viele Fans. Achim Bäse wird als Mensch und als Sportler in Braunschweig unvergessen bleiben", sagte Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz. Bäse bestritt für die Braunschweiger insgesamt 321 Spiele und erzielte dabei 31 Tore.

20:12 Uhr

Kiel gewinnt Topspiel gegen Rhein-Neckar Löwen deutlich

Rekord-Champion THW Kiel hat das Verfolgerduell in der Handball-Bundesliga mit den Rhein-Neckar Löwen deutlich mit 32:23 (15:11) gewonnen und seine Titelambitionen eindrucksvoll untermauert.

  • Während die Kieler mit 22:2 Punkten an Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (23:3) dranbleiben und sich viel Selbstvertrauen für das Final-4-Turnier in der Champions League holten, haben sich die Löwen mit nunmehr 21:7 Zählern vorerst aus dem Meisterrennen verabschiedet.
  • Bester THW-Werfer war am Mittwoch Niclas Ekberg mit neun Toren. Für die Gäste traf Nationalspieler Uwe Gensheimer siebenmal.
19:27 Uhr

Neue Erkenntnisse zu Maradonas Tod veröffentlicht

Diego Maradona litt an Nieren-, Herz-Kreislauf- und Leberproblemen, hatte aber in der Zeit vor seinem Tod am 25. November weder Alkohol noch Drogen konsumiert. Dies geht aus einem Expertenbericht hervor, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt wurde. Die Behörde wollte mit dieser zusätzlich zur Autopsie durchgeführten Untersuchung ausschließen, dass bei der Behandlung von Maradona keine Fahrlässigkeit oder Nachlässigkeit vorlag. Die Justiz ermittelt gegen Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Bei toxikologische Tests wurden indes Spuren von zahlreichen Medikamenten festgestellt, darunter war ein Antidepressivum. "Was auftaucht, ist genauso wichtig wie das, was bei diesen Tests nicht auftaucht. Auf den ersten Blick bestätigen sie, dass Maradona Psychopharmaka bekommen hat, aber keine Medikamente gegen Herzprobleme", sagte einer der Experten. Die am Todestag von Maradona durchgeführte Autopsie kam zu dem Ergebnis, dass ein "akutes Lungenödem" sowie ein "chronisches Herzversagen" und "Kardiomyopathie" den Tod verursacht hatten.

18:11 Uhr

Dahlmann kassiert Shitstorm für obszönen Thomalla-Spruch

Für Unions Keeper Loris Karius war es ein Abend zum Vergessen: Bei der 2:3-Pleite im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn war der 27-Jährige bei den ersten beiden Gegentoren machtlos, der dritte Gegentreffer flutschte ihm aber durch die Beine. Aber damit nicht genug: Sky-Kommentator Jörg Dahlmann setzte mit einem peinlichen Spruch noch einen drauf. Er startete mit der Feststellung, dass Karius in Berlin ja sonst nur auf der Bank sitze. Danach scherzte er völlig unangemessen: "Hat den Vorteil, dass er zu Hause kuscheln kann mit seiner Sophia Thomalla. Aber für so eine Kuschelnacht mit Sophia würde ich mich auch auf die Bank setzen." Ein Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. Einige der Statements retweetete Karius. Am Tag danach entschuldigte sich Dahlmann. "Einige werfen mir Sexismus vor. Nein, das war nullkommanull sexistisch gemeint. Aber sollte es so angekommen sein, entschuldige ich mich bei den Zuhörern und auch bei Sophia Thomalla (falls sie sich angegriffen fühlt)", schrieb er auf Instagram. Sexismus liege ihm ebenso fern wie Rassismus oder Ähnliches. "Es war ein flapsiger Spruch, der eben offensichtlich für viele daneben ging."

Eine Auswahl der Tweets finden Sie hier!

17:49 Uhr

Bayer Leverkusen bindet sein Supertalent bis 2023

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Lustiger Typ, herausragender Fußballer.

(Foto: Pool via REUTERS)

Bayer Leverkusen hat seinen talentierten Nachwuchsspieler Florian Wirtz mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet. Der 17 Jahre alte Mittelfeldspieler, der beim 1. FC Köln ausgebildet wurde, steht seit Januar 2020 im Team der Leverkusener und feierte am 18. Mai sein Bundesliga-Debüt. "Florian hat unsere ohnehin großen Erwartungen in seinem ersten Jahr bei den Profis schon weit übertroffen. Wenn er so weiterarbeitet und seine Entwicklung in dieser Form vorantreibt, wird er mit Sicherheit eine tolle Karriere machen", sagte Sportgeschäftsführer Rudi Völler. Wirtz hat sich schnell eingelebt bei den Profis und absolvierte in diesem Jahr 27 Pflichtspiele für Bayer.

17:11 Uhr

Alaba vor Abgang beim FC Bayern: Kahn kritisiert Berater heftig

Eine der am heißesten diskutierten Personalien beim FC Bayern war in den letzten Wochen David Alaba. Seine Zukunft liegt allem Anschein nach nicht in München - dabei versuchte der Klub laut Oliver Kahn alles, um ihn von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen. "Wir haben Alaba den roten Teppich ausgerollt und sind an unsere Grenzen gegangen", sagte der künftige Klubchef der "Sport Bild". Alaba und "speziell sein Berater Pini Zahavi" seien aber nicht über diesen Teppich gegangen: "Also haben wir ihn irgendwann wieder eingerollt." Im Moment sehe es danach aus, als ob sich Alaba umorientiere, erklärte Kahn: "Das müssen wir akzeptieren." Dass der FC Bayern den 28-Jährigen ablösefrei ziehen lassen muss, schmerzt besonders: "Aber wir hatten uns Limits gesetzt, und das waren keine Corona-Limits." Die Schuld für die gescheiterten Verhandlungen schob Kahn in erster Linie Zahavi in die Schuhe. "Wenn Berater nicht wahrhaben wollen, dass wir uns in einer Zeit befinden, die für den ganzen Fußball sehr schwierig ist und sehr existenziell werden kann, dann entsteht so eine Situation."

16:33 Uhr

Kurios, aber wahr: Messias erlöst Crotone vor Weihnachten

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Dem Messias sei Dank!

(Foto: AP)

Junior Messias hat seinem Namen kurz vor Weihnachten alle Ehre gemacht. Der Brasilianer führte das Serie-A-Schlusslicht FC Crotone mit einem Doppelpack (24./44.) zum 2:1 (2:0)-Sieg gegen Parma Calcio. Mit dem zweiten Saisonerfolg und neun Punkten auf dem Konto gab der Aufsteiger zumindest vorerst die Rote Laterne ab. "Dieser Sieg war sehr wichtig, es war ein Finale für uns. Wir sind da, wir sind im Rennen und wir wissen, dass wir jedes Spiel leiden müssen, um Punkte zu holen", sagte Messias im Sky-Interview. Der 29-Jährige hat eine märchenhafte Karriere vorzuweisen. 2011 zog er mit Frau und Sohn von Brasilien nach Turin, kickte dort zunächst bei einem Freizeit-Team und schleppte als Lieferant Kühlschränke. Später wurde Messias aber doch noch entdeckt, und so arbeitete sich der Angreifer Schritt für Schritt die Ligen hinauf.

15:55 Uhr

Guardiola verteidigt den heftig angeschlagenen Arteta

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Krisengesicht.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Nachdem Josep Guardiola seinen früheren Weggefährten Mikel Arteta aus dem Ligapokal geworfen hatte, sprang der Teammanager von Manchester City seinem Landsmann zur Seite. "Ich kenne seine unglaubliche Qualität als Mensch und vor allem als Manager, wie er in alles involviert ist", sagte er nach dem 4:1 (1:1) im Viertelfinale beim FC Arsenal: "Es ist nur eine Frage der Zeit, und er wird es gut machen." Die Gunners stecken unter dem 38-jährigen Arteta in der Krise: In der Liga hat Arsenal fünf der letzten sieben Partien verloren und liegt nach dem schlechtesten Start seit 1974/75 nur auf dem 15. Tabellenplatz. "Wir müssen das Ruder herumreißen", sagte Arteta, der als Nachfolger von Unai Emery seit etwas mehr als einem Jahr im Amt ist. Zuvor hatte er drei Jahre lang als Assistent von Guardiola bei Manchester City gearbeitet.

15:06 Uhr

Lilian Thuram ist von Sohn Marcus schockiert

Weltmeister Lilian Thuram war nach der Spuckattacke seines Sohnes Marcus im Ligaspiel von Borussia Mönchengladbach gegen 1899 Hoffenheim schockiert. "Es ist völlig verständlich, was in den Medien passiert. Ich selbst habe das Spiel gesehen. Ich war äußerst schockiert. Ich habe mir sogar die Frage gestellt, ob es wirklich mein Sohn war", sagte er dem Radiosender RCI. Marcus habe ihm erklärt, er sei wütend gewesen und habe seinen Gegenspieler beleidigt, dabei sei etwas Speichel mitgegangen. Sein Sohn habe gesagt: "Aber Papa, ich möchte nicht, dass die Leute denken, ich könnte absichtlich auf jemanden spucken, weil es keinen Sinn ergibt." Der Offensivspieler ist am Montag zu einer Sperre von sechs Spielen, davon eines auf Bewährung, verurteilt worden und muss 40.000 Euro Strafe zahlen. Sein Klub hat ihn zudem mit einer Strafe in Höhe eines Monatsgehalts für soziale Zwecke belegt.

14:20 Uhr

Tuchel findet deutliche Worte für seine Arbeit bei PSG

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"Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer."

(Foto: imago images/Le Pictorium)

Thomas Tuchel hat sich nachdenklich und zugleich kritisch über sein Trainerdasein bei Paris St. Germain geäußert. "Ich weiß nicht, ob es immer höher, höher, höher sein muss. Ich mag Fußball einfach. Und in einem Klub wie hier ist es nicht immer nur Fußball", sagte der 47-Jährige bei Sport1. An manchen Tagen denke er sich, "es könnte so einfach sein. Es war doch nur eine Auswechslung. Wieso ist das jetzt hier zwei Wochen das Thema? Ich denke mir da schon: Ich will doch nur Trainer sein." Er glaube, er könne das, "wofür ich Trainer geworden bin und wofür ich es immer noch bin, überall finden. Aber wenn du die Champions-League-Hymne hörst, du Dinge im Training siehst, die dich einfach begeistern, weil das so viel Qualität ist, dann wird man natürlich auch ein Stück weit süchtig." Generell vermisst er bei PSG die Anerkennung für seine Arbeit. "Es hat ein Spiel gefehlt zum Champions-League-Sieg. Und wir hatten nie so das Gefühl, dass wir die Leute jetzt auch mal überzeugt haben und sie unsere Leistung  anerkennen. Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer", so Tuchel.

13:30 Uhr

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