Mittwoch, 03. Juni 2020Der Sport-Tag

22:40 Uhr

Englischer Fußballprofi fühlt sich in USA "nie zu 100 Prozent" sicher

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Vor seinem Wechsel in die USA spielte Onuoha für Manchester City und die Queens Park Rangers.

(Foto: imago images/AAP)

Der englische Fußballprofi Nedum Onuoha, der in der amerikanischen MLS für Real Salt Lake spielt, fühlt sich in den USA "nie zu 100 Prozent" sicher. Das sagte der Verteidiger dem britischen Radiosender BBC 5 Live. "Ich passe immer auf, wie ich mich verhalte und wie das von Menschen mit Macht gesehen werden könnte", sagte Onuoha. "Ich sage das sehr ungern, aber ich persönlich empfinde Angst und Misstrauen gegenüber der Polizei." Gleichzeitig betonte er, dass es "viele gute Polizeibeamte" gebe.

Dem 33-Jährigen bereiten auch die lockeren Waffengesetze in den USA Sorge. "In Großbritannien bin ich etwas entspannter, denn wenn etwas passiert, ist es wahrscheinlich nicht tödlich", so Onuoha. "Aber hier wegen der Rechte (der Waffenbesitzer) ist es eher üblich, dass Auseinandersetzungen tödlich ausgehen." Onuoha sagte, er begrüße die weltweiten Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd. Der unbewaffnete Mann war vergangene Woche in Minneapolis nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben. "Es ist emotional, es ist etwas, dass ehrlich gesagt überfällig war", so Onuoha zu den Protestaktionen. "Diese Probleme gibt es seit Jahrzehnten. (...) Genug ist genug. Was mich ermutigt, ist, dass jetzt nicht nur schwarze Menschen protestieren."

22:13 Uhr

"Mein Herz ist blau und weiß": Maradona verlängert als Trainer

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Maradona bleibt.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Fußball-Ikone Diego Maradona bleibt Trainer beim argentinischen Erstligisten Gimnasia y Esgrima La Plata. Wie der Verein euphorisch bekannt gab, hat der Weltmeister von 1986 seinen Vertrag um ein Jahr bis 2021 verlängert. "Herzlichen Glückwunsch an Gimnasia und eine Umarmung an ihre wundervollen Fans! Mein Herz ist blau und weiß. Lasst uns den Rest erledigen", sagte der 59-Jährige zu seinem Verbleib. Derzeit belegt Maradonas Team den 19. Tabellenplatz in der Superliga, in der insgesamt 24 Mannschaften antreten. Das letzte Spiel von Gimnasia, eine 0:1-Niederlage gegen Ligaprimus Boca Juniors, liegt aufgrund der Coronavirus-Pandemie fast drei Monate zurück.

22:00 Uhr

Drittligisten knien aus Protest gegen Rassismus

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imago images/Passion2Press

Die Spieler der Fußball-Drittligisten FC Bayern München II und SC Preußen Münster haben ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und ihre Solidarität mit dem ermordeten Afroamerikaner George Floyd bekundet. Vor dem Anpfiff der Partie knieten die Akteure um den Anstoßkreis nieder. Lediglich das Schiedsrichtertrio blieb stehen. Der SC Preußen Münster kommentierte die Szene bei Twitter mit den Worten: "Niemand soll vor einem anderen das Knie beugen müssen. Es sei denn, er tut es freiwillig. Aus Respekt. Als Zeichen der Demut. NEIN ZU RASSISMUS!"

21:29 Uhr

Uefa schmeißt türkischen Klub aus Europapokal

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Als Meister dürfte Trabzonspor nicht am Europapokal teilnehmen.

(Foto: imago images/Seskim Photo)

Der türkische Klub Trabzonspor darf in der nächsten oder der übernächsten Saison einmal nicht am Europapokal teilnehmen, falls er sich dafür qualifizieren sollte. Das hat die Europäische Fußball-Union mitgeteilt und mit diesem Ausschluss Verstöße gegen das Financial Fairplay geahndet. Die Uefa hatte die Strafe schon vor elf Monaten ausgesprochen, damals aber noch zur Bewährung ausgesetzt.

Grund für die Bestrafung war im vorigen Jahr der Verstoß gegen eine Übereinkunft aus dem Jahr 2016. Darin hatte sich Trabzonspor laut Uefa verpflichtet, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht übereinsteigen sollen. Nun seien die Ziele für das Finanzjahr 2019 nicht erreicht worden, hieß es weiter. Trabzonspor ist derzeit Spitzenreiter der türkischen Liga, die nach der Corona-Pause am 12. Juni fortgesetzt werden soll. Der Klub aus der Metropole am Schwarzen Meer tritt dann bei Göztepe Izmir an.

21:02 Uhr

Gesperrter Coach Salazar muss im November vor Gericht erscheinen

Der Fall des wegen Dopingverstößen gesperrten Leichtathletik-Trainers Alberto Salazar wird im November vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas verhandelt. Wie der Cas mitteilte, soll die Anhörung des US-Amerikaners vom 8. bis 16. November stattfinden. Zudem wird der ebenfalls gesperrte Endokrinologe Jeffrey Brown angehört, der zahlreiche Athleten Salazars behandelt hatte. Salazar, der das inzwischen eingestellte Nike Oregon Project betrieb, war im Oktober von der US-Anti-Doping-Behörde Usada wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für vier Jahre gesperrt worden. Der 61-Jährige, der auch Großbritanniens Lauf-Superstar Mo Farah trainiert hatte, legte dagegen Einspruch beim CAS ein. Bei den Verfehlungen, die die Usada gegen Salazar zusammentrug, geht es um die Jahre von 2010 bis 2014.

Die WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen hatte seit Ende 2018 ebenfalls in den USA trainiert. Sie gehörte dem Laufteam aber erst seit April 2019 offiziell an. Sie trainierte eigenen Angaben zufolge selbst nie unter Salazar, ihr Coach ist Pete Julian.

19:22 Uhr

Sechs BVB-Profis verstoßen gegen Hygiene-Konzept

Für die Teams der Fußball-Bundesliga gelten wegen der Coronavirus-Pandemie strengste Sicherheitsregeln. Nur deswegen darf überhaupt gespielt werden. Sechs Spieler von Borussia Dortmund zählen offenbar ihren Friseur zu den nötigsten Kontakten.

Unserer Redaktion liegen Bilder der Profis Jadon Sancho, Raphäel Guerreiro und Manuel Akanji vor. Entstanden sind sie dem Vernehmen nach am vergangenen Donnerstag. Der Mann, der den BVB-Profis (ohne Maske) zur Seite steht, ist der Düsseldorfer Star-Frisör Winnie Nana Karkari. Auch Thorgan Hazard, Dan-Axel Zagadou und Axel Witsel sollen Besuch von "Fresh Prince The Barber" bekommen haben.

Kontakte zur Nachbarschaft oder Öffentlichkeit? Oder Besuche generell? Laut dem Maßnahmenpaket, das die Deutsche Fußball-Liga für den Re-Start erarbeitet hat, ist das eigentlich verboten...

Die Haarschnitt-Bilder gibt's mit einem Klick hier bei den Kollegen von rtl.de

18:59 Uhr

Politt rechnet mit außergewöhnlicher Tour de France

Der Paris-Roubaix-Zweite Nils Politt erwartet im Zuge der Coronavirus-Pandemie "eine außergewöhnliche" Tour de France. "Die Frage ist, wie tief konnte jeder Fahrer im Training an seiner Form feilen. Ich denke, dass wir ganz große Leistungsunterschiede sehen werden", sagte der Radprofi dem "Express". Aufgrund der Zwangspause erfolgt der Neustart der Rad-Saison am 1. August. Die Tour soll dann am 29. August, also gut zwei Monate später als geplant, in Nizza beginnen. Sportlich rechnet Politt mit einem "offenen Schlagabtausch" der Teams Ineos mit den drei Siegern der letzten Jahre (Egan Bernal, Geraint Thomas, Chris Froome) sowie der Mannschaft Jumbo-Visma um Ex-Giro-Champion Tom Dumoulin und Primoz Roglic.

Dass Froome, dessen Vertrag bei Ineos ausläuft, mit Politts Team Israel Start up Nation in Verbindung gebracht wurde, sieht der Kölner nur als "Spekulation" an. "Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Froome das Team Ineos verlässt, aber wir werden sehen", sagte Politt.

17:37 Uhr

Vettel zu Mercedes? So schätzt Teamchef Wolff die Lage ein

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Als Teamkollegen brächten es Hamilton und Vettel gemeinsam auf (mindestens) zehn WM-Titel.

(Foto: dpa)

Ein Engagement des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel bei Mercedes ist offenbar ein eher unwahrscheinliches Szenario. "Er ist ein Außenseiterkandidat für ein Cockpit bei Mercedes, weil wir natürlich in erster Linie auf unseren Kader schauen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei einer Video-Medienrunde mit deutschsprachigen Journalisten.

Wolff fügte an, der Heppenheimer Vettel, der Ferrari nach sechs Jahren am Saisonende verlassen wird, sei "eine tolle Persönlichkeit und mit vier Weltmeistertiteln ein herausragender Rennfahrer seiner Generation" und "niemand, zu dem ich sofort nein sagen würde". Allerdings nannte Wolff als vorrangige Optionen für die Saison 2021 das bisherige und seit Jahren harmonierende Fahrerduo Lewis Hamilton/Valtteri Bottas. Dahinter wolle man "auch sehen, wie sich George Russell schlägt und im Lauf des Sommers diese Entscheidung treffen."

18:00 Uhr

BBL-Chef rudert zurück: Kein Verbot von Anti-Rassismus-Protest

Geschäftsführer Stefan Holz von der Basketball-Bundesliga (BBL) will beim anstehenden Finalturnier Solidaritätsbekundungen und Aktionen gegen Rassismus nicht sanktionieren. "Es passiert seitens der Liga gar nichts. Das werden wir natürlich respektieren als Meinungsäußerung, die wir schätzen. Auch wir als Liga haben ein klares Statement und werden auf Social Media ein klares Zeichen setzen", sagte Holz dem Sport-Informations-Dienst am Nachmittag. Laut Holz wertet die BBL derlei Aktionen nicht als politisch. Restriktionen habe niemand zu befürchten. "Das war falsch, das haben wir nie gesagt und gilt auch weiterhin. Es wird keine Sanktionen geben", so Holz.

Zuvor hatte es Irritationen darüber gegeben, ob die Liga Spieler bei dem am Samstag in München startenden Event ihre Haltung bei Thema Rassismus zeigen lassen würde. Beispielsweise Profi Per Günther von Bundesligist ratiopharm Ulm ermutigte seine Kollegen mit Blick auf das Turnier zu politischen Botschaften. "Liebe BBL-Spieler, wenn ihr euch im kommenden Turnier ausdrücken und eure Haltung gegen Rassismus vertreten wollt, fühlt euch frei dies zu tun. Die ersten 10.000 Euro an Strafen gehen auf mich", schrieb Günther bei Twitter.

16:46 Uhr

Real Madrid denkt über BVB-Angreifer nach

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist nach Medienberichten an einer Verpflichtung von Dortmund-Jungstar Jadon Sancho interessiert. Die Chancen für einen Wechsel des 20 Jahre alten Außenstürmers zum Klub von Nationalspieler Toni Kroos seien nicht klein, berichtete die spanische Fachzeitung "AS". Der Engländer wolle "nach drei Ausbildungs-Spielzeiten in Dortmund zu einem wirklichen Top-Klub wechseln", hieß es auf der Titelseite des Blatts. Zudem seien die Beziehungen zwischen den Chefetagen der Borussia und der Königlichen hervorragend.

Das Interesse Reals an Sancho ergibt Sinn: Die Einkaufspolitik konzentriert sich seit einigen Jahren auf junge Talente. Geholt wurden unter anderem die Brasilianer Vinicius (19) und Rodrygo (19), der Uruguayer Federico Valverde (21) und der Norweger Martin Ödegaard (21), der an San Sebastián ausgeliehen ist. Spanische Medien hatten zuletzt vom Interesse Madrids an anderen Bundesliga-Talenten berichtet, darunter Sanchos Teamkollege Erling Haaland (19) und Leverkusens Kai Havertz (20).

14:48 Uhr

Bayerns Ulreich vor Abgang: "Werde versuchen, einen neuen Verein zu finden"

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Der Status als Nummer zwei hinter Manuel Neuer ist okay für Sven Ulreich.

(Foto: imago images / Buzzi)

Bayern Münchens Ersatztorwart Sven Ulreich will sich in der Frage nach seiner weiteren Zukunft Zeit lassen. "Vorstellbar ist alles. Vor allem in der aktuellen Situation weiß man nicht, was sich noch alles ergibt", sagte der 31-Jährige am Mittwoch "sport1.de" Ulreichs Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2021, in dieser Saison kam er hinter Nationaltorwart Manuel Neuer aber noch nicht zum Einsatz. Mit der Verpflichtung von Alexander Nübel vom FC Schalke 04 im Sommer bekommt der frühere Stuttgarter beim Rekordmeister weitere Konkurrenz. "Aber klar ist auch, dass ich in der kommenden Saison nicht die Nummer drei sein möchte. Ich werde versuchen, einen neuen Verein zu finden. Wenn sich aber nichts Passendes ergeben sollte, ist es möglich, dass ich meinen Vertrag in München erfülle. In diesem Fall werde ich mich voll reinhängen, um die Nummer zwei zu bleiben", sagte Ulreich.

13:46 Uhr

Schalkes Trainer droht seiner Mannschaft mit Sanktionen

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David Wagner hat seine Ansprache gegenüber der Mannschaft verändert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sascha Riether hat die Partie von Krisenclub FC Schalke 04 bei Union Berlin am Sonntag zum Endspiel um den Klassenverbleib erklärt. "Wenn wir das Spiel gewonnen haben, haben wir die 40 Punkte und müssen uns auch nicht mehr nach unten orientieren", sagte der Leiter der Schalker Lizenzspielerabteilung. Die Entwicklung mit vier Niederlagen und 1:10 Toren aus vier Spielen nach dem Liga-Wiederbeginn gibt indes reichlich Anlass zur Sorge. "Wir wissen, dass die Situation leider schlimm ist. Das ist überhaupt nicht schönzureden", meinte Riether, der von einer veränderten Trainer-Ansprache berichtete. Demnach habe David Wagner seinen Spielern mit Sanktionen gedroht, sollte die Pleitenserie weitergehen. "Er verfällt nicht in Aktionismus, hat aber die Mannschaft in die Pflicht genommen." Wagner tue alles, um bei Union endlich wieder zu gewinnen. "Sonst wird es ungemütlich. Sonst wird er andere Geschütze auffahren."

11:51 Uhr

Nach Beförderung: FC Bayern sucht keinen Ersatz für Salihamidzic

Der FC Bayern wird nach dem Aufstieg von Hasan Salihamidzic zum Sportvorstand die Stelle des Sportdirektors erst einmal nicht nachbesetzen. "Das ist momentan nicht geplant. Ich werde meine Aufgaben weiter so erledigen wie bisher. Was in zwei, drei Jahren sein wird, müssen wir sehen. Aber aktuell bleibt alles, wie es ist", sagte Salihamidzic im Interview mit dem Vereinsmagazin 51. Der 43-Jährige ist seit 1. August 2017 als Manager beim FC Bayern tätig und wird ab 1. Juli Sportvorstand. Dieser Posten war bei den Münchnern seit dem Abschied von Matthias Sammer im Sommer 2016 nicht mehr besetzt. "An meinem Aufgabenbereich ändert sich mit der neuen Position aus operativer Sicht nichts", sagte Salihamidzic. Er sei weiter für "Profis, Nachwuchs, Kaderplanung, sämtliche Funktionsteams, Scouting, Transfermarkt und Entwicklung der Datenanalyse" zuständig.

Unsere ausführliche Meldung dazu lesen Sie hier!

11:15 Uhr

Quiz: Testen Sie ihr Wissen über Bastian Schweinsteiger!

Bastian Schweinsteiger hat Deutschland 2014 zwar nicht zum WM-Titel geschossen - das war bekanntlich Mario Götze - der Mann des Endspiels gegen Argentinien war aber dennoch. Unermüdlich warf er sich in jeden noch so harten Zweikampf mit den Südamerikanern und eroberte damit nicht nur den Titel sondern auch die Herzen der Fans. Sowohl im DFB-Team als auch beim FC Bayern hat er es zur Legende geschafft. Aber was wissen Sie über Schweinsteiger? Wissen Sie, welchen Rekord er sich mit Cristiano Ronaldo teilt und wohin er einst seine "Cousine" ausführte? Unser Kolumnist Ben Redelings hat elf knallharte Fragen zum Mann mit der Nummer ".." zusammengestellt.

Hier gibt's rein ins Quiz-Glück.

10:42 Uhr

Nächster Großsponsor weg: Adidas trennt sich angeblich von Özil

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Mesut Özil wird offenbar demnächst nicht mehr von Adidas gesponsert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schlechte Nachricht für Mesut Özil: Wie die "Bild" berichtet, wird der 31-Jährige künftig nicht mehr von Adidas gesponsert. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag werde nicht verlängert. Weder vom Fußballer, noch vom Unternehmen gab's laut "Bild" eine Stellungnahme. Hintergrund der Entscheidung soll sein, dass Adidas in der Corona-Zeit Geld sparen möchte. Die "Bild" vermutet, dass auch die öffentliche Darstellung von Özil eine Rolle gespielt haben dürfte. 2018 hatte bereits Mercedes den Vertrag als Markenbotschafter mit ihm auslaufen lassen.

Unsere Meldung dazu lesen Sie hier!

10:22 Uhr

Basketball-Bundesliga untersagt Spielern jedwede Protestaktionen

Die Basketball-Bundesliga untersagt ihren Profis während des Spielbetriebs ähnliche Protestaktionen wie zuletzt in der Fußball-Bundesliga. "Grundsätzlich ist es so, dass politische Äußerungen im Ligabetrieb verbal oder non-verbal nicht gestattet sind", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob Spieler mit Slogans auf Shirts oder Ausrüstungsgegenständen gegen Rassismus protestieren dürfen, wie dies zuletzt von Fußballprofis zu sehen war. "Für uns gilt wie im Fußball: Wir treiben Sport und es gibt keine politischen Äußerungen in jedwede Richtung, da öffnen wir nicht die Tür", betonte Ligachef Holz. Er sagte aber auch: "Gleichwohl hätten wir Verständnis, wenn das Thema gerade die Spieler aus den USA beschäftigt." Mit einem Meisterturnier mit zehn Teams will die BBL ihre Saison von Samstag an in München sportlich beenden.

09:53 Uhr

"Sport Bild" bringt Legende Raul als neuen Schalke-Trainer ins Spiel

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Raul hatte sich auf Schalke schnell einen ganz besonderen Status erarbeitet.

(Foto: REUTERS)

Sportvorstand Jochen Schneider hat das Team des FC Schalke 04 aufgefordert, endlich die "Opfer"-Rolle abzulegen. "Wir haben - bei allem Respekt - in einer Woche gegen Augsburg, Düsseldorf und Bremen verloren", sagte Schneider in der "Sport-Bild": "Wir müssen uns der Situation bewusst sein und aufhören, das Opfer der Bundesliga zu sein." Die Königsblauen sind seit elf Spielen sieglos und haben alle vier Partien nach der Coronapause verloren. Schneider stärkte Trainer David Wagner öffentlich zwar den Rücken, doch in den Medien werden bereits Namen möglicher Nachfolger gehandelt. Die "Sport-Bild" brachte Raul ins Spiel, der aktuell die zweite Mannschaft von Real Madrid trainiert. Der Spanier spielte von 2010 bis 2012 auf Schalke und war Liebling der Fans.

08:49 Uhr

Nowitzkis emotionale Botschaft: "Habe Angst um die Zukunft meiner Kinder"

Dirk Nowitzki hat sich mit emotionalen Worten in die Debatte um Rassismus und Gewalt nach dem Tod von George Floyd in den USA eingeschaltet. Der 41-Jährige schrieb bei Twitter: "Ich bin am Boden zerstört und traurig, dass wir so etwas immer und immer wieder sehen. Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder." Nowitzki, der von 1999 bis 2019 für die Dallas Mavericks spielte, hat den Lebensmittelpunkt mit seiner Ehefrau und den drei Kindern weiterhin in der texanischen Metropole. Familien hätten seit Generationen so gefühlt, schrieb Nowitzki weiter: "Wir müssen jetzt etwas ändern". Der gebürtige Würzburger sicherte seine Stimme und seine Unterstützung zu. "Können wir freundlich und respektvoll sein, können wir zuhören und voneinander lernen? Können wir unsere Kinder erziehen?", fragte Nowitzki. Mit dem Herzen sei er bei der Familie Floyd und allen anderen Familien, die Rassismus und soziale Ungerechtigkeit erleben würden, schrieb Nowitzki.

08:11 Uhr

Cacau zu Protesten: "Wichtiges Signal, Spieler nicht zu bestrafen"

Der frühere Nationalspieler Cacau hat eine Debatte über das Verbot politischer Botschaften im Fußball angeregt. Die Protestaktionen einiger Bundesliga-Profis nach dem Tod von George Floyd in den USA lobte der Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich finde es gut, dass sich die Spieler geäußert haben, dass sie sich damit eingesetzt haben, sie Position bezogen haben und ihre Botschaft dadurch eine Reichweite bekommt. Es ist wichtig, dass man dazu steht, woran man glaubt", sagte Cacau. Nun wäre es "ein wichtiges Signal, die Spieler nicht zu bestrafen. Natürlich lautet dann die Frage, wie man in Zukunft mit diesen Fällen umgeht. Gerade wenn es Fälle sind, die kontroverser sind. Bis heute haben wir keine richtige Diskussion darüber geführt, ob diese Regel Sinn ergibt, deswegen wäre es gut, darüber nun zu sprechen."

07:35 Uhr

War der Abbruch des Monaco-GP in Wahrheit ein Skandal?

 

07:02 Uhr

Streit über die Stadionmiete: Warum sich der FC Liverpool gründete

Etwa 1,4 Kilometer trennen den FC Liverpool und den FC Everton, das Stadion an der Anfield Road und den Goodison Park. Vor mehr als 128 Jahren war das noch anders. Damals trug Everton seine Spiele noch in Anfield aus - von 1884 bis 1892. Den FC Liverpool gab es da noch nicht. Dann entbrannte zwischen Grundstückbesitzer John Houlding und dem Everton-Vorstand ein Streit über die Stadionmiete, die Toffees zogen daraufhin 1,4 Kilometer weiter in den Goodison Park. Der Brauerei-Besitzer Houlding hatte 250 Pfund an jährlicher Miete für eine Dauer von zehn Jahren verlangt. Everton war allerdings nur bereit, 180 Pfund zu bezahlen. Auch ein Verkauf des Grundstücks scheiterte, die Verhandlungen waren beendet. Houlding stand mit einem leeren Stadion ohne Mannschaft da - und gründete den Liverpool Football Club. Zwar hatte er versucht, den Namen "Everton" für seinen Klub zu beanspruchen, doch der Verband sprach die Namensrechte dem abgewanderten Verein zu. Die eigentliche Abspaltung hatte bereits im März 1892 stattgefunden, doch die offizielle Bestätigung der Behörden ließ bis zum 3. Juni 1892 auf sich warten - das Gründungsdatum der Reds.

05:54 Uhr

"Widerlicher Heuchler" - Nächster US-Sportler attackiert Trump

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Zack Steffen wirft Donald Trump Scheinheiligkeit vor.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

US-Nationaltorwart Zack Steffen hat Präsident Donald Trump Scheinheiligkeit vorgeworfen und will sich zukünftig stärker sozial engagieren. "Sie sind ein widerlicher Heuchler", schrieb der derzeit verletzte 24 Jahre alte Torwart von Fortuna Düsseldorf auf Twitter zu einem alten Tweet Trumps von Januar. Darin hatte der US-Präsident die Regierung des Iran dazu aufgefordert, Menschen demonstrieren zu lassen und weder zu verhaften noch umzubringen. In den USA gibt es derzeit zahlreiche Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus. Trump hatte den Demonstranten mit einem Einsatz des US-Militärs gedroht. In weiteren Beiträgen in den sozialen Netzwerken kündigte Steffen zudem an, sich mit einer Initiative für die Bewegung "Black lives matter" (Schwarze Leben zählen) zu engagieren. Details nannte Steffen nicht, dem Hashtag #Athletes4BLM zufolge scheint er aber Sportler versammeln zu wollen.