Mittwoch, 08. Juli 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger, Torben Siemer und Anja Rau
21:55 Uhr

Ex-HSV-Profi beklagt viel zu hohen Druck

Dennis Diekmeier hat die hohe Erwartungshaltung rund um den Fußball-Zweitligisten Hamburger SV beklagt. "Da war dieser Druck, der permanent auf einem lastet. Das habe ich nach dem Spiel mit Sandhausen beim HSV wieder gemerkt, wie viel am sportlichen Erfolg oder Misserfolg dranhängt", sagte Diekmeier, der zwischen 2010 und 2018 bei den Hanseaten spielte, im Interview mit Spox und Goal: "Das ist Stress pur, mit einem riesigen Mediendruck. Das ist bei uns in Sandhausen zum Glück komplett anders."

Mit einem überraschenden 1:5 am letzten Spieltag hatte der HSV gegen Diekmeier und Co. seine letzte Chance auf die Rückkehr in die Bundesliga verspielt. Während seiner Zeit bei den Hanseaten hatte der Rechtsverteidiger offenbar auch einige Probleme mit den Fans. Beim HSV sei "das immer extrem" gewesen, sagte Diekmeier: "Vor allem nach Niederlagen. Es war nicht immer einfach, aber als Profi muss man einen Weg finden auch damit umzugehen."

21:27 Uhr

Djokovic fühlt sich wie bei einer "Hexenjagd"

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic fühlt sich nach der von ihm organisierten Adria-Tour mit mehreren positiv auf Corona getesteten Spielern einer "Hexenjagd" ausgesetzt. "Ich sehe in letzter Zeit nur Kritiker, viele sind bösartig", sagte der Serbe der nationalen Tageszeitung "Sportski Zurnal". Offensichtlich gebe es mehr als nur Kritik, "als ob es auf einer Agenda stehe, dass jemand fallen müsse, eine Persönlichkeit, ein großer Name muss der Hauptschuldige für alles sein", erklärte der 17-malige Grand-Slam-Gewinner.

Djokovic und seine Ehefrau waren nach dem vorzeitigen Ende der umstrittenen Adria-Tour positiv getestet worden. Gleiches galt für drei weitere Profis sowie Djokovics Trainer Goran Ivanisevic. Djokovic, Alexander Zverev und Co. hatten bei der Showtour nicht nur vor überraschend vielen Zuschauern gespielt, sondern sich auch eng mit Fans umgeben und Partys gefeiert.

20:25 Uhr

Real Madrid isoliert Ex-Frankfurt-Stürmer

Der frühere Bundesliga-Stürmer Luka Jovic von Spaniens Tabellenführer Real Madrid ist unter Corona-Verdacht vorläufig isoliert worden. Wie spanische Medien berichten, habe der 22 Jahre alte Serbe Kontakt zu einem positiv getesteten Freund gehabt. Ein erster Test bei Jovic sei negativ ausgefallen, bis zum Ergebnis eines zweiten bleibe er in Quarantäne. Jovic, der im Sommer 2019 für rund 60 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Real gewechselt war und seitdem auf nur 770 Pflichtspielminuten kam, war zu Beginn der Corona-Krise negativ aufgefallen: Im März hatte er gegen die strikten Auflagen in Spanien verstoßen und war zu einer Party nach Belgrad gereist.

19:47 Uhr

Transfer fix: Leipzig angelt sich Henrichs im dritten Anlauf

Das war ein Transfer mit langem Anlauf: Benjamin Henrichs wechselt zu RB Leipzig. Damit kehrt der 23-Jährige nach zwei Jahren bei AS Monaco in die Bundesliga zurück. Er verstärkt die Abwehr der Sachsen.

  • Bereits zweimal hatte sich Leipzig vergeblich um eine Verpflichtung des früheren Leverkuseners bemüht. Nun leihen sie ihn zunächst für ein Jahr aus - und haben anschließend eine Kaufoption.
  • Laut "Kicker" liegt die Ablösesumme 2021 dann bei 15 Millionen Euro.
  • "Wir beschäftigen uns schon länger mit einer Verpflichtung von Benjamin Henrichs und sind glücklich, dass wir ihn für die kommende Saison nun zu RB Leipzig holen konnten", sagt Sportdirektor Markus Krösche laut Klubmitteilung.
19:08 Uhr

Ski-Olympiasieger Jagge ist tot

Trauer um norwegischen Ski-Olympiasieger: Finn Christian Jagge ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Wie seine Ehefrau Trine-Lise Jagge via Facebook bekannt gab, erlag der Slalom-Goldmedaillengewinner von Albertville 1992 einer kurzen schweren Krankheit.

  • Jagge gewann sieben Weltcuprennen, 2000 trat er vom aktiven Sport zurück. Von 2005 bis 2007 trainierte Jagge die Alpin-Frauen seines Heimatlandes.
  • "Es ist schrecklich traurig, er war ein einzigartiger Athlet. Er war in vielen Sportarten gut, auch im Tennis. Er war eine Legende in der alpinen Welt", sagte sein ehemaliger Teamkollege Kjetil Andre Aamodt dem Fernsehsender NRK: "Er hielt den Sport in den 1980er-Jahren am Leben und war danach ein unglaublich wichtiger Pionier."
  • Zuletzt arbeitete Jagge, Vater von zwei Kindern, als Experte für den Sender TV2.
18:35 Uhr

Ex-Weltmeister zweifelt an Olympia 2021

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2013 gewann Holzdeppe als erster deutscher WM-Gold.

(Foto: REUTERS)

Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe hat Zweifel an einer Austragung der Olympischen Spiele 2021 in Tokio. "Ich muss gestehen, dass ich momentan noch ein bisschen skeptisch bin. Ich glaube, dass man noch in diesem Jahr einen Impfstoff oder ein wirkungsvolles Medikament haben müsste, damit die Spiele im kommenden Jahr stattfinden können", sagte der 30-Jährige vom LAZ Zweibrücken im Eurosport-Podcast. Sommerspiele ohne Zuschauer wären für ihn das Worst-Case-Szenario.

"Man müsste dann aber sowieso überlegen, wie man die Veranstaltung austrägt. Denn wenn keine Zuschauer zugelassen wären, hieße das, dass es noch keinen Impfstoff gibt", erklärte Holzdeppe. "Dann dürfte man aber auch 11.000 Athleten nicht in ein Olympisches Dorf stecken. Ich bin nicht sicher, ob das IOC so viel Geld in die Hand nehmen kann, um alle Athleten und ihre Betreuer in Tokio in Einzelzimmern unterzubringen." Er werde im Oktober aber mit der Vorbereitung beginnen. Der Leichtathlet hatte 2013 WM-Gold erobert und war 2012 in London Olympia-Dritter.

17:20 Uhr

Havertz bittet Leverkusen wohl um Freigabe

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Havertz spielt seit zehn Jahren für Bayer, erst in der Jugend und dann bei den Profis.

(Foto: Maik Hoelter/TEAM2sportphoto)

Jungstar Kai Havertz wird Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen zeitnah um seine Freigabe bitten. Das berichtet die "Sport Bild". Angeblich soll der FC Chelsea bereit sein, die von Leverkusen geforderten 100 Millionen Euro für den 21 Jahre alten Nationalspieler zu bezahlen. Havertz besitzt bei Bayer noch einen Vertrag bis Juni 2022. An dem Offensivspieler waren zuletzt viele Topklubs interessiert, haben aufgrund der Corona-Krise aber von einem Angebot in diesem Sommer abgesehen.

Auch der deutsche Rekordmeister Bayern München sieht sich offenbar nicht in der Lage, eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich zu zahlen. "Ich sage es ganz klar: Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei Sport1. Chelsea hat für die neue Saison schon Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig für 53 Millionen Euro verpflichtet. Der Londoner Klub um Abwehrchef Antonio Rüdiger ist nach der in diesem Sommer auslaufenden Transfersperre gewillt, groß zu investieren.

16:43 Uhr

Ausraster im Fanblock: Nationalspieler für vier Partien gesperrt

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Um diese Szene geht es.

(Foto: imago images/PA Images)

Der englische Fußball-Nationalspieler Eric Dier von Tottenham Hotspur ist nach seinem Ausraster im FA-Cup-Spiel gegen Norwich City (2:3 i.E.) für vier Spiele gesperrt worden. Zudem muss der 26-Jährige 40.000 Pfund (rund 44.400 Euro) Strafe zahlen. Damit steht Dier seinem Teammanager Jose Mourinho nur noch im letzten Saisonspiel in der Premier League bei Crystal Palace (26. Juli) zur Verfügung.

Dier war nach der Niederlage am 4. März in die Zuschauerränge gestürmt, nachdem sein Bruder von einem Fan beschimpft worden war. Es kam allerdings zu keiner körperlichen Auseinandersetzung, auch juristische Folgen muss Dier nicht befürchten. Der englische Verband FA leitete aber ein Ermittlungsverfahren ein.

16:23 Uhr

Ibrahimovic hat "noch einen Moment, um Spaß zu haben"

Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic hat Andeutungen über ein baldiges Karriereende gemacht. "Es tut mir für die Tifosi leid, sie könnten mich bald nicht mehr live sehen", sagte der 38-Jährige bei DAZN nach dem 4:2-Sieg mit dem AC Mailand gegen Juventus Turin, bei dem er per Strafstoß sein fünftes Tor im elften Saisonspiel erzielte. "Ob ich in Mailand bleibe? Ich habe noch einen Monat, um Spaß zu haben, danach geschehen Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Ich bin alt, das ist kein Geheimnis, doch das Alter ist nur eine Zahl", meinte der Schwede, der seit Januar zum zweiten Mal nach 2010 bis 2012 für Milan stürmt.

In typischer Zlatan-Manier schob Ibrahimovic nach: "Unsere Rivalen haben Glück. Wenn ich vom ersten Tag an gespielt hätte, hätte Milan den Scudetto gewonnen. Ich trainiere gut und ich kann die Mannschaft auf verschiedene Weise unterstützen. Ich bin Klubpräsident, Trainer und Spieler, alles zusammen. Doch man bezahlt mich nur als Spieler, das ist der negative Aspekt."

15:59 Uhr

VfB Lübeck buhlt um große Namen für Drittliga-Rückkehr

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Beim HSV hat Harnik keine Zukunft.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck ist an einer Verpflichtung des früheren österreichischen Nationalspielers Martin Harnik interessiert. "Es gab Kontakte. Harnik ist ein Top-Stürmer, der in der 3. Liga sicher helfen könnte. Es gibt Gespräche, um die Möglichkeiten auszuloten", sagte VfB-Trainer Rolf Landerl den "Lübecker Nachrichten". Der 33 Jahre alte Harnik war zuletzt von Werder Bremen an den Hamburger SV ausgeliehen worden. Weder in Bremen noch in Hamburg hat er aber eine sportliche Zukunft. Da sein Vertrag mit Werder noch bis 2021 gültig ist, müsste der Angreifer im Falle eines Wechsels nach Lübeck erhebliche finanzielle Einbußen akzeptieren.

Der VfB hat sich nach seiner Rückkehr in die 3. Liga bereits mit dem früheren Bundesliga-Profi Mirko Boland (Adelaide United) verstärkt und interessiert sich auch für den österreichischen Stürmer Philipp Hosiner vom Chemnitzer FC. Beim Trainingsauftakt an diesem Mittwoch werden zudem die früheren Erstliga-Spieler Justin Eilers (früher Werder Bremen) und Lennard Sowah (früher Hamburger SV) getestet.

15:38 Uhr

Zverev sagt nach Kritik seinen Berlin-Auftritt ab

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(Foto: imago images/Uk Sports Pics Ltd)

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev hat seine Teilnahme an dem Show-Turnier in Berlin in der kommenden Woche abgesagt. Er habe sich entschieden, "derzeit nicht an organisierten Events teilzunehmen", teilte der 23-Jährige auf Instagram mit. Stattdessen werde er mit seinem Team trainieren.

  • "Es ist nie schön, die Chance zu verpassen, zu Hause zu spielen, aber ich werde bald zurück sein", schrieb der Weltranglisten-Siebte.
  • Zuletzt war Zverev wegen seines Verhaltens in der Corona-Krise in die Kritik geraten.
  • Nach der Adria-Tour waren mehrere Profis, unter ihnen auch Djokovic, positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Zverev gab heute bekannt, dass auch sein dritter Test negativ ausgefallen sei.
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15:03 Uhr

Bryant verlässt Gießen

Kapitän John Bryant verlässt den Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers. Wie der Verein mitteilte, will der Center nach drei Spielzeiten in Hessen eine neue Herausforderung suchen. Bryant war 2017 überraschend an die Lahn gekommen und verlängerte nach der ersten Saison um zwei Jahre. 2018 erhielt der gebürtige US-Amerikaner und zweifache BBL-MVP die deutsche Staatsbürgerschaft.

14:36 Uhr

Brillant verhandelt: Leipzig holt Werner-Nachfolger aus Salzburg

Beeindruckend, wie gut diese voneinander völlig unabhängigen Klubs zusammenarbeiten: Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat Hee-chan Hwang unter Vertrag genommen. Wie der Verein vermeldete, unterschrieb der 24-Jährige einen Fünfjahresvertrag bis 30. Juni 2025. Der Südkoreaner kommt vom Leipziger Schwesternklub RB Salzburg, für den er seit 2015 aktiv war. In der Saison 2018/2019 spielte der Angreifer auf Leihbasis beim Hamburger SV in der 2. Bundesliga, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Hee-chan Hwang machte in der abgelaufenen Spielzeit wieder auf sich aufmerksam. Der Nationalspieler, der bislang 32 Mal für Südkorea auflief, erzielte für Salzburg wettbewerbsübergreifend in 40 Partien 16 Tore und steuerte 22 Vorlagen bei. Allein in der Champions League konnte er in sechs Partien drei Tore sowie fünf Assists verzeichnen.

14:10 Uhr

Magdeburg befördert Interimscoach

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat nach dem erfolgreichen Klassenerhalt Interimstrainer Thomas Hoßmang zur Dauerlösung befördert. Wie die Elbstädter mitteilten, erhält der 53-Jährige einen Vertrag bis Sommer 2022. Hoßmang hatte im Juni die Nachfolge von Claus-Dieter Wollitz übernommen und den einzigen Europapokalsieger der DDR vor dem Abstieg gerettet. Zuvor war Hoßmang Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Magdeburger. "Thomas Hoßmang hat es gemeinsam mit dem Trainerteam innerhalb kurzer Zeit geschafft, die Leistungen der Mannschaft zu stabilisieren und den Klassenerhalt für den 1. FC Magdeburg zu erreichen", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik: "Daher ist es nur ein logischer Schritt, dass wir auch in der kommenden Saison gemeinsam mit Thomas als Cheftrainer weiter zusammen arbeiten wollen."

13:31 Uhr

Toni Kroos baut erstmal kein Stadion in Deutschland

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat Berichte über seine mögliche Beteiligung an einem Stadionneubau in seiner Heimatstadt dementiert. Er plane kein neues Fußballstadion in Greifswald, schrieb der 30-Jährige von Real Madrid bei Twitter. Der Verein selber schrieb: "Wir stehen mit Toni derzeit nicht im Kontakt im Hinblick auf einen Stadionneubau." Sein Vater Roland Kroos ist aktuell Trainer und Sportdirektor des Greifswalder FC. Weltmeister Toni Kroos begann bei dem Verein mit dem Fußballspielen.

12:35 Uhr

Stadion-Öffnung überzeugt Fanszene nicht

In der organisierten Fanszene stößt die forcierte Teil-Öffnung der Fußballstadien ab der kommenden Saison auf wenig Gegenliebe. "Wir sehen das sehr, sehr skeptisch und können den Plänen nicht viel abgewinnen" sagte Sprecher Sig Zelt vom Bündnis ProFans: "Viele von uns sagen: Wenn nicht alle reinkommen, dann geht gar keiner rein." Das Bündnis "Unsere Kurve" verwies auf aktuell laufende Gespräche mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu dem Thema. "Wir setzen uns an einen Tisch, aber es wird ein schwieriges Unterfangen", sagte Sprecher Rainer Vollmer.

Zuletzt hatte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Aussicht gestellt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung zu ermöglichen. Doch gerade das Thema "Kontaktverfolgung" löst bei den organisierten Fans Unbehagen aus, viele befürchten eine "Überwachung", verriet Zelt: "Das schmeckt vielen überhaupt nicht. Sie befürchten, dass das missbraucht wird." Köppings Vorschlag, "rufen, singen und schreien wenn möglich zu vermeiden", hält der ProFans-Sprecher für realitätsfern: "Natürlich gehören bei uns die Nähe, das laute Äußern und die Gesänge zu einem Fußballspiel dazu."

11:40 Uhr

"Keine Lust mehr": "Effe" schlägt neuen Bundesliga-Modus vor

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Stefan Effenberg hat Ideen.

(Foto: imago images/VIADATA)

Der frühere Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat sich in der Diskussion über die Bundesliga-Übermacht des FC Bayern München für tiefgreifende Reformen ausgesprochen. "Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, der Bundesliga wieder zu mehr Spannung zu verhelfen: ein neuer Modus", schrieb der einstige Bayern-Kapitän in einer Kolumne für das Nachrichtenportal "t-online.de". "Viele haben keine Lust mehr, weil sowieso immer Bayern gewinnt." Zumal die Tendenz dahin gehe, "dass es in den nächsten Jahren so weitergeht."

Der Champions-League-Sieger von 2001 schlägt für den neuen Modus zwei Neunergruppen vor, "die bis Dezember in Hin- und Rückspielen um die Qualifikation für die Meisterrunde spielen. Die besten Vier der beiden Gruppen sowie der bessere Gruppenfünfte spielen anschließend von Januar bis Mai in einer Neunergruppe den Deutschen Meister aus - die restlichen spielen um den Klassenerhalt", schrieb der 51-Jährige.

10:54 Uhr

Ex-Bremer: "Durch Kohfeldt fast alle Spieler schlechter geworden"

Der frühere Werder-Profi Uli Borowka glaubt trotz der knapp geschafften Relegation nicht so recht an eine schnelle Wende beim norddeutschen Fußball-Bundesligisten. "Ehrlich gesagt nicht wirklich. Man wird gemeinsam einmal kräftig durchpusten, und dann wird es auch gut sein", sagte der 58-Jährige der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Die Probleme liegen deutlich tiefer, ein paar sind aber auch ziemlich offensichtlich", sagte Borowka.

"Florian Kohfeldt ist einfach nicht der richtige Trainer. Durch ihn sind fast alle Spieler schlechter geworden", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen. "Am Ende kann er sich bei Fortuna Düsseldorf bedanken, dass die sich von Friedhelm Funkel getrennt haben. Mit Funkel wäre Fortuna definitiv nicht abgestiegen", sagte Borowka, denn "der ist so abgezockt, der hätte nicht so oft die Punkte noch in den Schlussminuten hergegeben."

10:13 Uhr

"Wie ein Vorschulkind": Zverev bekommt Unterstützung

Der österreichische Tennis-Profi Dominic Thiem hat den in die Kritik geratenen Alexander Zverev in Schutz genommen. Beide nahmen an der von mehreren Corona-Fällen überschatteten Adria Tour teil. Zverev, der mit Selbstisolation reagieren wollte, geriet im Anschluss zudem wegen eines allerdings undatierten Videos von einer Party in die Kritik, bei der die Corona-Hygieneregeln gänzlich missachtet wurden. "Er wird behandelt, als wäre er ein Volksschulkind. Aber er ist ein 23-jähriger Mann. Klar hat er einen Fehler gemacht - aber ich verstehe nicht, wieso sich da jetzt alle einmischen", sagte der Weltranglisten-Dritte dem "Standard".

Thiem, in diesem Jahr Australien-Open-Finalist und French-Open-Finalist der vergangenen beiden Jahre, gab aber auch zu, dass bei der vom Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria Tour Fehler passiert sind, "die mir extrem leidtun (...). Die Hygieneregeln wurden nicht eingehalten. Aber es ist gleich wie bei Zverev: Ich verstehe nicht, wieso sich so viele auf Novak Djokovic einschießen", sagte er 26-Jährige. Der Serbe habe kein Gesetz gebrochen.

Bei der von Djokovic organisierten Show-Turnierserie waren mehrere Tennisprofis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die ebenfalls teilnehmenden Thiem und Zverev hatten sich trotz teilweise missachteter Hygiene- und Abstandsvorkehrungen nicht infiziert.

08:13 Uhr

"Neues" Auto schon am Wochenende: Vettel hofft auf schnelle Wende

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Der Ferrari von Sebastian Vettel war im ersten Saisonrennen nicht konkurrenzfähig.

(Foto: AP)

Nach seinem Debakel zum Formel-1-Neustart will Sebastian Vettel auf seiner Ferrari-Abschiedstournee gleich beim nächsten Grand Prix in Österreich Wiedergutmachung betreiben. "Für mich ist das die Chance, es besser als am letzten Sonntag zu machen. Wir werden eine Menge weiterer Wagendaten haben, mit denen wir arbeiten können und ich denke, was wir beim ersten Rennen gelernt haben, wird nützlich sein", sagte Vettel vor dem zweiten Grand Prix der Notsaison, der erneut in Spielberg stattfindet.

Die Scuderia weist sowohl in der Aerodynamik als auch in der Motorleistung auf den Geraden gravierende Schwächen auf. Deshalb soll das eigentlich erst für das Ungarn-Rennen zum 19. Juli eingeplante Upgrade-Paket vorgezogen werden - zumindest teilweise.

"Es ist ein Rennen gegen die Zeit, wir tun aber unser Möglichstes. Die Tatsache, dass wir erneut auf derselben Strecke fahren, ist ein weiterer Grund, die Updates schon hierherzubringen", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

07:27 Uhr

Kroos freut sich über "ganzen Lkw mit Bier" aus Bremen

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(Foto: imago images/Contrast)

Union-Berlin-Profi Felix Kroos hat sich für ein besonderes Geschenk aus Bremen bedankt. "Es ist wirklich ein ganzer Lkw mit Bier angekommen bei uns am Stadion, sogar mit einem Brief persönlich an mich adressiert", sagte der 29-Jährige im Podcast "Einfach mal Luppen", den er mit seinem Bruder Toni Kroos betreibt. Felix Kroos spielte von 2010 bis Anfang 2016 für Werder und hatte vor dem letzten Bundesliga-Spieltag angekündigt, den Bremern im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga helfen zu wollen.

Tatsächlich gewann Union gegen den damaligen Tabellen-16. Fortuna Düsseldorf. Weil Werder den 1. FC Köln bezwang, stiegen die Düsseldorfer ab, Bremen rettete sich in die Relegation und sicherte sich am Montag gegen den Zweitliga-Dritten Heidenheim den Klassenerhalt.

Dass er mit dem 1. FC Union seinen Beitrag leisten konnte, habe ihm "persönlich schon sehr viel Freude bereitet", sagte der jüngere Bruder von Real-Madrid-Profi Toni Kroos. "Und wenn man dann noch zusätzlich einfach so Bier geliefert bekommt, ist das Glück perfekt."